Paul Löbe 1875–1967
Volker Stalmann
Paul Löbe 1875–1967
Sozialdemokrat, Journalist, Reichstagspräsident und Bundestagsabgeordneter
ISBN: 978-3-86331-828-4 | 471 Seiten | 29,– Euro
Paul Löbe ist v.a. als Vizepräsident in der Weimarer Nationalversammlung 1919 und Präsident des Deutschen Reichstags (1920–1932) bekannt. Zuvor avancierte er vom Schriftsetzer zum Chefredakteur des SPD-Organs „Volkswacht“ in Breslau und nahm in seiner Herkunftsregion kommunale und regionale Mandate wahr. Er schrieb Kommentare zum polarisierten Zeitgeschehen und hielt Reden über viele Themen von alltäglichen bis zu europäischen Problemen. Unter dem NS-Regime war er – wie schon im Kaiserreich wegen kritischer Artikel – mehrfach in Haft. Den ersten Bundestag eröffnete Löbe 1949 in Bonn als Alterspräsident mit einer viel beachteten Ansprache. In seiner neuen Heimatstadt (seit 1919) Berlin war er zuvor Mitlizenzträger der auflagenstarken Tageszeitung „Telegraf“ geworden und engagierte sich bis ins hohe Alter vielfältig politisch.
ENTSCHEIDET EUCH!
Hermann Vinke
ENTSCHEIDET EUCH!
Eine Flugschrift
ISBN: 978-3-86331-821-5 | 96 Seiten | 9,90 Euro
Wenn Deutschland im Wahljahr 2026 den Weg in einen neuen Unrechtsstaat einschlägt, wird ganz Europa dem Rechtsextremismus anheimfallen. Kann diese Entwicklung noch gestoppt werden? Die Antwort, die Hermann Vinke in seiner Flugschrift gibt, öffnet neue Wege der Kommunikation. Der Journalist und Autor nennt zugleich ein Bündel von Maßnahmen, wie Wählerschichten für demokratische Parteien zurückzugewinnen sind.
Auf der Spur der Stolpersteine
Petra Pluwatsch
Auf der Spur der Stolpersteine
Elf Wege der Erinnerung durch Köln
ISBN: 978-3-86331-817-8 | 317 Seiten; 180 Abbildungen | 24,– Euro
Europaweit erinnern rund 110.000 Stolpersteine an die Opfer des Nationalsozialismus. Allein in Köln, wo der Künstler Gunter Demnig im Jahr 1995 die ersten Steine im heutigen Format gesetzt hat, gibt es etwa 2800 davon. Zu ihnen eröffnet dieses Buch einen neuen Zugang. Auf elf Routen werden zahlreiche Lebensläufe vorgestellt, die alle ihre dramatische Zäsur in der NS-Zeit fanden. Unterwegs in der Stadt wird den Verfolgten und Ermordeten der Respekt erwiesen und die Erinnerung an sie wachgehalten. Es sind Schicksale, die sich ins Bewusstsein brennen.
Für Freudensprünge keine Zeit
Eugen Herman-Friede
Für Freudensprünge keine Zeit
Erinnerungen an Illegalität und Aufbegehren 1942–1948
Mit einem Nachwort von Barbara Schieb-Samizadeh
ISBN: 978-3-86331-820-8 | 251 Seiten; 25 Abbildungen | 22,– Euro
Eugen Herman-Friede, 1926 geboren, in Berlin-Kreuzberg aufgewachsen, besuchte zwangsweise die jüdische Mittelschule bis zu deren Schließung 1942. Im Januar 1943 tauchte er unter, um der Deportation zu entgehen. Entfernte Bekannte und hilfsbereite Fremde stellten Verstecke zur Verfügung. Im Sommer 1943 kam er nach Luckenwalde, wo er in der Widerstandsgruppe »Gemeinschaft für Frieden und Aufbau« mitwirkte. Im Dezember 1944 verhaftet, überlebte Eugen Herman-Friede das NS-Regime in mehreren Gefängnissen bis zur Befreiung. Ein neues Leben begann: Eintritt in die KPD, Ausbildung an Partei- und Hochschulen, Journalist bei der »Märkischen Volksstimme« in Potsdam. 1948 dann erneute Verhaftung wegen angeblicher »Wirtschaftsverbrechen«. Anfang 1949 freigelassen, ging Herman-Friede zunächst nach West-Berlin, lebte einige Jahre in Kanada und Italien und kehrte schließlich nach Deutschland zurück. Im Oktober 2018 verstarb er.