Termine

NÄCHSTE VERANSTALTUNGEN

Mittwoch, 24. November 2021 | 18.30 bis 21.00 Uhr

Berliner Landeszentrale für politische Bildung
Besuchszentrum
Hardenbergstraße 22-24
10623 Berlin

Buchvorstellung
»Querdenken: Protestbewegung zwischen Demokratieverachtung, Hass und Aufruhr«

Impulsvortrag: Prof. Dr. Wolfgang Benz

Podiumsdiskussion mit:
Prof. Dr. Wolfgang Benz
Prof Dr. Gudrun Hentges (Universität Köln)
Juna Grossmann (Schriftstellerin)
Moderation: Maria Fiedler (Journalistin)

In der Querdenken-Bewegung sammelten sich im Jahr 2020 Gegnerinnen und Gegner der Corona-Infektionsschutzmaßnahmen. In großen Demonstrationen artikulierten sie ihre Verachtung für Regierungen und Parlamente und ihren Hass auf politische Eliten und die Presse. In dem von Wolfgang Benz herausgegebenen Buch beleuchten die Autorinnen und Autoren unterschiedliche Aspekte dieser Bewegung. Wir stellen das Buch vor und diskutieren, wie Zivilgesellschaft und Politik auf die Herausforderungen durch die Querdenken-Bewegung reagieren kann und muss.

> Infos

Die Veranstaltung wird zusätzlich über den YouTube-Kanal der Landeszentrale live gestreamt.

Melden Sie sich bitte für eine Vor-Ort-Teilnahme online an.

Ansprechperson:
Reinhard Fischer, E-Mail, Telefon (030) 90227 4962
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Wolfgang Benz (Hrsg.)
Querdenken
Protestbewegung zwischen Demokratieverachtung, Hass und Aufruhr
ISBN: 978-3-86331-621-1 | 318 Seiten | 22,– €
Voraussichtlicher Erscheinungstermin: 20. November 2021

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Online-Veranstaltung des Thüringer Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Buchlesung und Gespräch mit Petra Riemann
„Die Stasi, der König und der Zimmermann. Eine Geschichte von Verrat“

Mittwoch, 15. Dezember 2021, 19:00 Uhr
Online über Zoom 

Im Sommer 2013, mitten im Bundestagswahlkampf, berichtet die „WELT am Sonntag“: Der bekannte DDR-Schauspieler Lutz Riemann arbeitete als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) für den Auslandsnachrichtendienst der Staatssicherheit. Unter dem Decknamen „Richard König“ habe er in den 1970er Jahren Peer Steinbrück bespitzelt und auch Künstlerkollegen in Thüringen ausspioniert. Nicht nur den SPD- Kanzlerkandidaten trifft die Nachricht wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Auch die Tochter des Schauspielers, Petra Riemann, ist schockiert. Sie kann nicht glauben, dass ihr Vater ein linientreuer IM war, der ans Ministerium für Staatssicherheit berichtete. Im Gegenteil: Sie kennt ihn als feinsinnigen Künstler, als einen Aufrechten, der sich nicht verbiegen lässt, als liberalen Familienvater, der seine Kinder zum freien Denken und zum Widerspruch in der Diktatur ermunterte.

Lutz Riemann, unter anderen bekannt als „Oberleutnant Zimmermann” aus der DDR-Krimi-Reihe „Polizeiruf 110“, gibt seine Stasi-Tätigkeit 2013 unumwunden zu. Und die Tochter fragt ihn nach dem „Warum?“. Eine Antwort bekommt sie nicht. Also beginnt Petra Riemann mit eigenen Recherchen. Sie stellt einen Forschungsantrag beim Stasi-Unterlagen-Archiv in Berlin. Plötzlich entwickelt die Recherche eine Eigendynamik. Kindheitsfreunde, die Petra Riemann seit Jahrzehnten nicht mehr sah, Bekannte, Verwandte, Arbeitskollegen treten plötzlich wieder in ihr Leben und geben „Richard König“ ein Gesicht. Die Berichte des IMs und das besondere Wissen der Autorin über persönliche Verbindungen legen beredtes Zeugnis ab über das Ausmaß der „Zersetzungsarbeit“ unter den Thüringer Künstlern.

Petra Riemann, Jahrgang 1968, geboren in der DDR, hat ihre Familiengeschichte aufgearbeitet. Sie verschafft sich damit Klarheit über die eigene Vergangenheit und über die Beziehung zu ihrem Vater. Als Ergebnis ihrer jahrelangen Recherchen entsteht das Buch „Die Stasi, der König und der Zimmermann“.

Aus diesem Buch liest die Autorin im Sprechwechsel mit ihrem Mann, dem Journalisten Torsten Sasse. Moderiert wird die Lesung und das anschließende Gespräch vom Thüringer Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Dr. Peter Wurschi.

Hinweis zur Veranstaltung
Die Online-Buchlesung findet über die Plattform Zoom statt. Bitte melden Sie Ihre Teilnahme an der Veranstaltung unter anmeldung@thla.thueringen.de an. Sie erhalten dann eine Bestätigungsmail und 24 Stunden vor der Veranstaltung einen persönlichen Zugangslink.
Über die Plattform Zoom können Sie auch Fragen und Kommentare an die Autorin und den Moderator adressieren, die wir gern in die Diskussion einbringen.

Nachbericht zu Buchlesung und Gespräch mit Petra Riemann „Die Stasi, der König und der Zimmermann. Eine Geschichte von Verrat“ vom 28. April 2021

Da die Resonanz auf die Veranstaltung groß war, wird die Online-Buchlesung mit Petra Riemann am 15. Dezember 2021 erneut durchgeführt.

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Petra Riemann unter Mitarbeit von Torsten Sasse: Die Stasi, der König und der Zimmermann – Eine Geschichte von Verrat
ISBN: 978-3-86331-465-1 | 283 Seiten | 22,– €

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VERGANGENE VERANSTALTUNGEN
DIE VERANSTALTUNG FINDET AUFGRUND DER DERZEITIGEN CORONA-LAGE NICHT STATT
UND IST VERSCHOBEN WORDEN!!!

Dienstag, 23. November 2021, 18:00 – 20:00

Museum Karlshorst
Zwieseler Str. 4
10318 Berlin

Deportationen, Massaker und brennende Dörfer
NS-Gewalt in der Ukraine und Litauen in den Jahren 1943/44

Im Zuge des Deutsch-Sowjetischen Kriegs besetzte die deutsche Wehrmacht im Jahr 1941 die sowjetsozialistischen Republiken Ukraine und Litauen. In den besetzten Gebieten kam es von Beginn an zu gewalttätigen Handlungen gegen die jüdische Bevölkerung: sie wurden – teilweise unter Beihilfe der örtlichen Bevölkerung – erschossen, in Ghettos eingeschlossen, deportiert und vernichtet. Die Gewalt richtete sich aber auch gegen Kriegsgefangene, Roma, Kommunist*innen und die Zivilbevölkerung.

Im Kontext der Rückzüge der Wehrmacht 1943/44 vor der Roten Armee wurden Litauen und die Ukraine abermals zu Schauplätzen von Massengewalt. Die spezifischen Pläne und Dynamiken der späten Phase des Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion bedeuteten Raub, Verschleppung, Mord und Zerstörung.

Johannes Spohr untersucht in seinem Vortrag beispielhaft die NS-Gewalt und Nachwirkungen der deutschen Besatzung im damaligen »Generalbezirk Shitomir«, der etwa den heutigen Oblasten Vinnycja und Žytomyr entspricht, in den Jahren 1943/44. Diese sind geprägt von Loyalitätsverschiebungen der Zivilbevölkerung, die sich aus dem Rückzug der Wehrmacht angesichts der siegreichen Roten Armee ergeben. Ekaterina Makhotina stellt in ihrem Beitrag parallel die Entwicklungen und Gewalt der letzten Kriegsjahre dar, unter der sich die Soldaten der Wehrmacht in Litauen zurückziehen.

Diskussion mit:
Dr. Ekaterina Makhotina (Historikerin, Universität Bonn)
Dr. Johannes Spohr (Historiker, betreibt einen Recherchedienst zum Nationalsozialismus in Familie und Gesellschaft)
Moderation: Dr. habil. Elke Scherstjanoi (Historikerin, Berlin – München)

> Info

Eine Veranstaltung von Helle Panke e.V. in gemeinsamer Kooperation mit dem Europa-Referat der Rosa-Luxemburg-Stiftung und dem Deutsch-Russischen Museum.

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Johannes Spohr
Die Ukraine 1943/44. Loyalitäten und Gewalt im Kontext der Kriegswende
ISBN: 978-3-86331-600-6 | 558 Seiten | 34,– €

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Dienstag, 5. Oktober 2021 | 20:00 Uhr
Dorotheenstädtische Buchhandlung
Turmstraße 5
10559 Berlin

Buchvorstellung
„BERLIN – EINE (POST-)KOLONIALE METROPOLE“
Ein historisch-kritischer Stadtrundgang im Bezirk Mitte

Aufgrund der Corona-Maßnahmen, bitten wir Sie, vor der Veranstaltung nachzufragen, ob sie auch stattfinden kann. Unter Dorotheenstädtische Buchhandlung: 030/3943047

Um 1900 hatte Berlin kurzzeitig die Rolle als Zentrum des deutschen Kolonialimperiums inne. Nach dem Ersten Weltkrieg formierte sich hier die kolonialrevisionistische Bewegung, die das „geraubte“ deutsche Kolonialreich in Übersee zurückforderte. Heute ist die lokale Globalgeschichte der (post-)kolonialen Metropole Berlin in Vergessenheit geraten. Der Stadtführer, der sich auf den Bezirk Mitte konzentriert, stellt eine Auswahl bedeutsamer kolonialhistorischer Erinnerungsorte vor. Er möchte eine kritische Auseinandersetzung mit der kolonialen Vergangenheit Deutschlands anregen und einen Beitrag zu einer kosmopolitisch und interaktiven Erinnerungskultur leisten.

> Info

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Oumar Diallo & Joachim Zeller
Berlin – Eine postkoloniale Metropole
Ein historisch-kritischer Stadtrundgang im Bezirk Mitte
Herausgegeben von Farafina e. V. Berlin-Moabit
ISBN: 978-3-86331-572-6 | 224 Seiten | 19,– €

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Freitag, 1. Oktober 2021 | 19:00 Uhr
NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Appellhofplatz 23-25
50667 Köln

Im Schatten der Rose
Ernst Reden, Schöngeist, Lyriker, Schriftsteller
Ein kurzes jungenschaftliches Leben
Lesung mit dem Autor Jörg Hannes Kuhn

Ernst Reden (1914–1942), intellektueller Kölner Kaufmannssohn, machte sich schon früh einen Namen im weitgehend oppositionellen Kreis der „bündischen Jugend“. Er stand als junger Lyriker in intensivem Kontakt mit Verlegern und Schriftstellern dieser Szene. Die bündische Orientierung brachte ihn während seiner Militärzeit in Ulm in enge freundschaftliche Verbindung zu den Geschwistern Scholl. Ihnen wurde er zum intellektuellen Mentor, beeindruckte sie mit literarischen und philosophischen Kenntnissen und beeinflusste ihre geistige Entwicklung. Die Forschung zur „Weißen Rose“ hat Reden oft zwiespältig beurteilt, seinen Einfluss auf die Familie Scholl jedoch kaum berücksichtigt. Diese Lücke zu füllen ist eines der Anliegen der Untersuchung. Darüber hinaus wirft sie einen Blick auf das unveröffentlichte lyrische Gesamtwerk Ernst Redens.

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Jörg Hannes KuhnJörg Hannes Kuhn
Im Schatten der Rose.
Ernst Reden, Schöngeist, Lyriker, Schriftsteller
Ein kurzes jungenschaftliches Leben
ISBN: 978-3-86331-570-2 | 432 Seiten | 26,– €

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30. September 2021 | 18:00–19:30 Uhr MEZ

digital, mit Übersetzung in deutsche Gebärdensprache

Erinnern multidirektional aushandeln

Im Februar 2021 ist die deutsche Übersetzung des Bands Multidirectional Memory. Remembering the Holocaust in the Age of Decolonisation von Michael Rothberg, Professor für Holocaust‑Studien und vergleichende Literaturwissenschaft an der University of California, erschienen. Rothberg geht darin der drängenden Frage nach der gleichzeitigen Existenz von Erinnerungen an verschiedene schmerzhafte Perioden in der Geschichte einer Nation nach.

Ist die nationale Erinnerung ein Nullsummenspiel und werden damit Erinnerungskonkurrenzen unausweichlich oder gibt es mit dem multidirektionalen Erinnern auch die Möglichkeit einer anderen, produktiven Perspektive? Wie brauchbar sind Rothbergs Überlegungen zum Erinnern, das multidirektional und vielgeschichtet gedacht und praktiziert wird, für die institutionelle Gedenkarbeit im deutschen Kontext?

Wie kann Gedenk- und Erinnerungsarbeit aussehen, die sich multiperspektivisch versteht und an Diversität orientiert? In welchem Verhältnis stehen dabei institutionelle Strukturen und Communitys? Welche Positionen und Perspektiven werden wirkmächtig und welche Bedeutung hat multidirektionale Erinnerung in diesem Kontext?

Über diese und weitere Fragen kommen Natalie Bayer (FHXB Friedrichshain‑Kreuzberg Museum) und Susann Lewerenz (KZ‑Gedenkstätte Neuengamme) ins Gespräch über Erinnerungs- und Gedenkarbeit. Es moderiert Regina Sarreiter (Goethe‑Institut).

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem FHXB Friedrichshain‑Kreuzberg Museum und der Reihe „Verflechtungen: Rassismen und Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart“ der KZ‑Gedenkstätte Neuengamme in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg statt.

Infos

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Donnerstag, 30. September 2021 | ab 16:00

Das Sir Peter Ustinov Institut lädt in Zusammenarbeit mit dem International Institute for Peace (IIP) herzlich ein zur Online-Podiumsdiskussion

Die Corona-Pandemie
Ein Stresstest für liberale Demokratien?

Befindet sich unsere liberale Demokratie in einer Krise und was versteckt sich eigentlich hinter diesem Phänomen? Diesen Fragen ging Gudrun Hentges in ihrem 2020 erschienen Sammelband unter dem Titel „Krise der Demokratie. Demokratie in der Krise?“ nach. Beiträge unterschiedlicher Fachrichtungen befassen sich mit den Dimensionen der Krise der Demokratie. Manfred Nowaks Beitrag etwa geht der Frage nach dem Einfluss des Neoliberalismus auf Demokratie und Menschenrechte nach. Seit dem Erscheinen des Sammelbandes ist jedoch viel passiert. So hat die Corona-Pandemie die bereits bestehenden multiplen Krisen verstärkt.

Der soeben im Berliner Metropol Verlag erschienene Band „Demokratie im Zeichen von Corona“ (2021) befasst sich mit sozialen Ungleichheiten, Verschwörungsmythen und der Instrumentalisierung der Pandemie durch die populistische und extreme Rechte. Anknüpfend an eine kurze Buchvorstellung von Gudrun Hentges diskutieren wir zusammen mit Manfred Nowak, ob die Pandemie einen Stresstest für die liberale Demokratie darstellt.

Gäste
GUDRUN HENTGES, Professorin für Politikwissenschaft, Bildungspolitik und politische Bildung an der Universität zu Köln.
MANFRED NOWAK, Vorsitzender des wiss. Beirats des Sir Peter Ustinov Instituts und Professor für Menschenrechte an der Universität Wien.

Moderation:
CONSTANTIN LAGER, Generalsekretär des Sir Peter Ustinov Instituts

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Gudrun Hentges/Georg Gläser/Julia Lingenfelder (Hrsg.)
Demokratie im Zeichen von Corona
ISBN: 978-3-86331-571-9 | 370 Seiten | 26,– €

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21. September 2021, 18:30 bis 20:00 Uhr
Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus
Bautzener Straße 140
03050 Cottbus

Lesung und Gespräch: „Schattenspiel. Pfarrer Eckart Giebeler zwischen Kirche, Staat und Stasi“

Die Autorin Dr. Marianne Subklew-Jeutner stellt ihr Buch über den evangelischen Gefängnisseelsorger und Inoffiziellen Mitarbeiter des MfS, Pfarrer Eckart Giebeler, vor und diskutiert anschließend mit Susanne Kschenka (LAkD) über den Fall und die Recherchen.> weitere Informationen
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Marianne Subklew-Jeutner
Schattenspiel. Pfarrer Eckart Giebeler zwischen Kirche, Staat und Stasi
ISBN: 978-3-86331-498-9 | 456 Seiten | 24,– €

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16. September 2021 | 20.00 Uhr
Deutsches Spionagemuseum
Leipziger Platz 9
10117 Berlin

Buchvorstellung
Markus Wolf: Ein biografisches Porträt
Mit dem Autor Dr. Peter Jochen Winters, Publizist
Moderation: Prof. Dr. Helmut Müller-Enbergs, Sydansk Universität Odense

Markus Wolf, Sohn des Schriftstellers Friedrich Wolf und älterer Bruder des renommierten Filmregisseurs Konrad Wolf, führte 34 Jahre lang den Auslandsnachrichtendienst der DDR und war 29 Jahre einer der Stellvertreter des Ministers für Staatssicherheit Erich Mielke. Doch so vorgezeichnet, wie es im Rückblick erscheint, verlief sein Lebensweg nicht. Seine berufliche Laufbahn begann er als Rundfunkjournalist. Er wechselte in den diplomatischen Dienst, bevor er ab 1951 Karriere im Nachrichtendienst machte. In den 1980er-Jahren wurde der Spionagechef entschiedener Anhänger der Reformpolitik Michail Gorbatschows. In der untergehenden DDR hielten ihn manche gar für einen Hoffnungsträger.
Peter Jochen Winters porträtiert den einstigen „Mann ohne Gesicht“ auf der Basis von Archivquellen, Gesprächen, die er mit Markus Wolf, Angehörigen und Weggefährten führte, sowie dessen schriftlich fixierten Erinnerungen. Es entsteht das Bild einer vielschichtigen Persönlichkeit, deren Widersprüchlichkeit schwer zu entschlüsseln ist.> Infos
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Peter Jochen Winters
Markus Wolf. Ein biografisches Porträt
ISBN: 978-3-86331-587-0 | 240 Seiten | 24,– €

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Donnerstag, 22. Juli 2021 | 19.00 Uhr

Zukunftsforum „Kunst und Erinnerung“
Japanisches Palais — Museum für Völkerkunde Dresden

zur Ausstellung „Sprachlosigkeit. Das laute Verstummen“

Léontine Meijer-van Mensch im Gespräch mit Michael Rothberg, Professor für vergleichende Literaturwissenschaft an der University of California, Los Angeles und Dr. Alina Gromova, Jüdisches Museum Berlin.

In seinem Buch „Multidirektionale Erinnerung. Holocaustgedenken im Zeitalter der Dekolonisierung“ (Berlin, 2021) untersucht Rothberg, wie Opferkonkurrenz und Aufmerksamkeitskonflikte Vorstellungen von Erinnerungskultur prägen und wie solidarisches und empathisches Erinnern eine Alternative hierzu sein kann. In ihrer 2013 erschienen Studie „kosher light“ untersuchte Dr. Alina Gromova den Lebensstil junger russischsprachiger Jüdinnen*Juden in Berlin.

Léontine Meijer-van Mensch in conversation with Michael Rothberg, Professor of Comparative Literature at the University of California, Los Angeles and Dr. Alina Gromova, Jewish Museum Berlin.

In his book Multidirectional Memory: Remembering the Holocaust in an Age of Decolonization Rothberg investigates how victim competition and attention conflicts shape the notion of a culture of remembrance and how solidarity and emphatic remembrance can be an alternative to this. In her 2013 book kosher light, Dr. Alina Gromova examined the lifestyle of young Russian-speaking Jews in Berlin.

Livestream via Youtube-Kanal der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD)
https://www.youtube.com/user/SKDmuseen

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf unserer Homepage unter:
https://japanisches-palais.skd.museum/ausstellungen/sprachlosigkeit-das-laute-verstummen/#c24680

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Samstag, 19. Juni 2021 | 18.30 Uhr
„Standort Berlin“ auf TV Berlin
Live unter www.tvb.de
Moderation: Dr. Peter Brinkmann

In Berlin fielen bis 1914 weitreichende Entscheidungen zum Kolonialismus und zum deutschen Kolonialimperialismus. Davon ist heute in der Bundeshauptstadt Berlin wenig zu spüren und noch weniger zu sehen. TV-Berlin-Moderator Dr. Peter Brinkmann spricht mit den beiden Autoren Joachim Zeller (Historiker) und Oumar Diallo (Geschäftsführer Afrikahaus in Berlin) über ihr Buch „Berlin – eine postkoloniale Metropole“ und die letzten Zeugen deutscher Kolonialvergangenheit (z.B. Namens-Umbenennungen) in der Sendung „Standort Berlin“ auf TV Berlin am Samstag 19.6. um 18.30 Uhr.

Oumar Diallo & Joachim Zeller
Berlin – Eine postkoloniale Metropole
Ein historisch-kritischer Stadtrundgang im Bezirk Mitte
Herausgegeben von Farafina e. V. Berlin-Moabit
ISBN: 978-3-86331-572-6 | 224 Seiten | 19,– €

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KZ-Gedenkstätte Neuengamme | Online-Gespräch

Mittwoch 16. Juni 2021 | 18.00–19.30 Uhr

Sport im Nationalsozialismus: Mehrdeutigkeiten und Gleichzeitigkeiten
Dr. Veronika Springmann (Freie Universität Berlin) und Dr. Susann Lewerenz (KZ-Gedenkstätte Neuengamme)

Im Sommer vor 85 Jahren fanden zwei große internationale Sportveranstaltungen statt: der Boxkampf zwischen Joe Louis und Max Schmeling in New York am 19. Juni und die Olympischen Sommerspiele in Berlin in der ersten Augusthälfte 1936. Zur gleichen Zeit gab es in Deutschland zahlreiche Konzentrationslager, in denen die Häftlinge unter anderem mit Sport gequält wurden. Diese Mehrdeutigkeiten und Gleichzeitigkeiten von Sport im Nationalsozialismus sind Thema der Veranstaltung.

Dr. Veronika Springmann (Freie Universität Berlin) stellt ihr Buch „Gunst und Gewalt. Sport in nationalsozialistischen Konzentrationslagern“ vor. Im Anschluss diskutiert sie mit Dr. Susann Lewerenz (KZ-Gedenkstätte Neuengamme) über die Bedeutungen von Sport in der nationalsozialistischen Gesellschaft im Allgemeinen und in den Konzentrationslagern im Besonderen.

Veronika Springmann ist Historikerin und Sportwissenschaftlerin und als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Freien Universität Berlin tätig. Im Rahmen ihrer Doktorarbeit, die 2019 im Metropol Verlag erschienen ist, hat sie sich aus praxistheoretischer Perspektive mit den Funktionen von Sport in nationalsozialistischen Konzentrationslagern auseinandergesetzt. Dabei fokussiert sie besonders auf das Wechselverhältnis von Geschlecht (insbesondere Männlichkeit), Macht und Gewalt, und beleuchtet damit einen wichtigen Aspekt der Alltagsgeschichte der Konzentrationslager.

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Veronika Springmann
Gunst und Gewalt
Sport in nationalsozialistischen Konzentrationslagern
ISBN: 978-3-86331-500-9 | 310 Seiten | 22,00 €

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Die Stiftung Topographie des Terrors und der Metropol Verlag laden zu einer
Buchpräsentation ein.

Dienstag, 8. Juni 2021 | 19.00 Uhr

Von der letzten Zerstörung. Die Zeitschrift „Fun letstn churbn“ der Jüdischen Historischen Kommission in München 1946–1948

Buchpräsentation:
Frank Beer, Bergisch Gladbach, und Dr. Markus Roth, Frankfurt/M.
Lesung: Ruth Reinecke, Berlin
Moderation: Dr. Angelika Königseder, Berlin

Livestream: www.topographie.de/livestream/
Eine Teilnahme vor Ort ist nicht möglich.

Nach dem Zweiten Weltkrieg lebten zahlreiche jüdische Verfolgte des NS-Regimes aus verschiedenen Ländern als „Displaced Persons“ in Deutschland. In der Zeitschrift Von der letzten Zerstörung publizierte Israel Kaplan, selbst Überlebender der Shoah, von 1946 bis 1948 viele ihrer Zeugnisse. Die Überlebenden berichteten über den Alltag, die Verfolgung und Ermordung der Juden in ihren früheren Heimatorten, in zahllosen Ghettos und Lagern sowie über Aktionen jüdischen Widerstands. Mit der gerade erschienenen Edition der von der Jüdischen Historischen Kommission in München gesammelten Quellen wird dieses einmalige Projekt erstmals vollständig und kommentiert außerhalb der jiddischen Sprache zugänglich.

Frank Beer, 1965 geboren, ist promovierter Naturwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter einer Bundesbehörde in Bergisch Gladbach. Er ist Initiator und Mitherausgeber der Quellenedition Nach dem Untergang. Die ersten Zeugnisse der Shoah in Polen 1944–1947(2014). Seine Übersetzungen von Zeitzeugenberichten erschienen in Büchern und im Internet.

Markus Roth, 1972 geboren, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz Bauer Institut. Zuvor war er stellvertretender Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur an der Universität Gießen. Zu seinen neueren Veröffentlichungen gehört HolocaustZeugnisLiteratur. 20 Werke wieder gelesen(2018, Mithg.).

Ruth Reinecke, 1955 geboren, ist Schauspielerin. Sie war mehr als 40 Jahre am Berliner Maxim Gorki Theater, arbeitet regelmäßig für Film und Fernsehen und spricht Hörbücher ein. Für die TV-Serie „Weissensee“ erhielt sie 2016 den Grimme-Preis.

Angelika Königseder, 1966 geboren, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin.

www.topographie.de/livestream/
Der Stream der Veranstaltung ist anschließend 14 Tage abrufbar.

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Dienstag, 11. Mai 2021 | 18.30 Uhr
Online über YouTube

Buchpräsentation/Panel Discussion
Michael Rothberg:
Multidirektionale Erinnerung.
Holocaustgedenken im Zeitalter der Dekolonisierung

Mit:
Michael Rothberg, Inhaber des 1939 Society Samuel Goetz Chair in Holocaust Studies und Professor für Anglistik u Vergleichende Literaturwissenschaft an der University of California, Los Angeles.
Bilgin Ayata, Polikwissenschaftlerin und Universitätsprofessorin am Zentrum für Südosteuropastudien der Universität Graz.
Dirk Rupnow, Universitätsprofessor am Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck und derzeit Dekan der Philosophisch-Historischen Fakultät.

Eine Veranstaltung des Instituts für Zeitgeschichte der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck in Kooperation mit dem Zentrum für Südosteuropastudien der Karl-Franzens-Universität Graz und liber wiederin.

> Infos
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Michael Rothberg
Multidirektionale Erinnerung. Holocaustgedenken im Zeitalter der Dekolonisierung
ISBN: 978-3-86331-558-0 | 404 Seiten | 26,– €

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Montag, 3. Mai 2021 | 19.00 Uhr
Dark Tourism. Reisen zu Stätten von Krieg, Massengewalt und NS-Verfolgung
Online via Livestream auf www.youtube.com/nsdoku
Keine Anmeldung notwendig

Es diskutieren:
Frank Bajohr (Zentrum für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte),
Axel Drecoll (Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten),
Beate Meyer (Institut für die Geschichte der deutschen Juden),
Moderation: Mirjam Zadoff (NS-Dokumentationszentrum München)

Gedenk- und Erinnerungsorte, die im Kontext der NS-Verbrechen stehen, verzeichnen immer neue Besucher*innenrekorde. Sie werden mittlerweile in erheblichem Umfang von Tourist*innen aufgesucht. Was aber bedeutet eine touristische Erinnerungskultur? Schließen sich Tourismus und Gedenken aus, oder ergeben sich dadurch neue Chancen der Geschichtsvermittlung?

Die Diskutant*innen spüren dem Phänomen des „Dark Tourism“ in Deutschland und Europa nach, fragen nach Motivationen und Hintergründen und werfen einen kritischen Blick auf dessen Folgen für die gegenwärtige Erinnerungskultur. Sie plädieren zugleich dafür, nicht in Abwehr und Skandalisierung zu verharren, sondern die Herausforderung durch touristische Besucher produktiv anzunehmen. Sie fragen aber auch: Welche historischen Orte gelten überhaupt als ‚dark‘? Verstellt der Begriff des „Dark Tourism“ nicht den Blick auf die enorme Vielfalt von Reiseformen und Motivationen, wie etwa jüdische „Heritage Tours“? Und lässt der auf wenige Orte wie Auschwitz fixierte Tourismus nicht umso mehr ‚lost places‘ – vor allem in Osteuropa – zurück, die trotz ihrer historischen Bedeutung nahezu keine Beachtung finden?

Eine Veranstaltung des NS-Dokumentationszentrums München
> Infos
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Axel Drecoll/Frank Bajohr/John Lennon (Hrsg.)
Dark Tourism. Reisen zu Stätten von Krieg, Massengewalt und NS-Verfolgung
ISBN: 978-3-86331-536-8 | 266 Seiten | 24,– €

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Online-Veranstaltung des Thüringer Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Buchlesung und Gespräch mit Petra Riemann
„Die Stasi, der König und der Zimmermann. Eine Geschichte von Verrat“

Mittwoch, 28. April 2021, 19:00 Uhr
Online über Zoom & Facebook

Hinweise zur Veranstaltung bei Facebook: https://www.facebook.com/events/790545151883638/

Im Sommer 2013, mitten im Bundestagswahlkampf, berichtet die „WELT am Sonntag“: Der bekannte DDR-Schauspieler Lutz Riemann arbeitete als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) für den Auslandsnachrichtendienst der Staatssicherheit. Unter dem Decknamen „Richard König“ habe er in den 1970er Jahren Peer Steinbrück bespitzelt und auch Künstlerkollegen in Thüringen ausspioniert. Nicht nur den SPD- Kanzlerkandidaten trifft die Nachricht wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Auch die Tochter des Schauspielers, Petra Riemann, ist schockiert. Sie kann nicht glauben, dass ihr Vater ein linientreuer IM war, der ans Ministerium für Staatssicherheit berichtete. Im Gegenteil: Sie kennt ihn als feinsinnigen Künstler, als einen Aufrechten, der sich nicht verbiegen lässt, als liberalen Familienvater, der seine Kinder zum freien Denken und zum Widerspruch in der Diktatur ermunterte.

Lutz Riemann, unter anderen bekannt als „Oberleutnant Zimmermann” aus der DDR-Krimi-Reihe „Polizeiruf 110“, gibt seine Stasi-Tätigkeit 2013 unumwunden zu. Und die Tochter fragt ihn nach dem „Warum?“. Eine Antwort bekommt sie nicht. Also beginnt Petra Riemann mit eigenen Recherchen. Sie stellt einen Forschungsantrag beim Stasi-Unterlagen-Archiv in Berlin. Plötzlich entwickelt die Recherche eine Eigendynamik. Kindheitsfreunde, die Petra Riemann seit Jahrzehnten nicht mehr sah, Bekannte, Verwandte, Arbeitskollegen treten plötzlich wieder in ihr Leben und geben „Richard König“ ein Gesicht. Die Berichte des IMs und das besondere Wissen der Autorin über persönliche Verbindungen legen beredtes Zeugnis ab über das Ausmaß der „Zersetzungsarbeit“ unter den Thüringer Künstlern.

Petra Riemann, Jahrgang 1968, geboren in der DDR, hat ihre Familiengeschichte aufgearbeitet. Sie verschafft sich damit Klarheit über die eigene Vergangenheit und über die Beziehung zu ihrem Vater. Als Ergebnis ihrer jahrelangen Recherchen entsteht das Buch „Die Stasi, der König und der Zimmermann“.

Aus diesem Buch liest die Autorin im Sprechwechsel mit ihrem Mann, dem Journalisten Torsten Sasse. Moderiert wird die Lesung und das anschließende Gespräch vom Thüringer Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Dr. Peter Wurschi.

Hinweis zur Veranstaltung
Die Veranstaltung Online findet über die Plattform Zoom statt. Bitte melden Sie Ihre Teilnahme an der Veranstaltung unter anmeldung@thla.thueringen.de an. Sie erhalten dann eine Bestätigungsmail und 24 Stunden vor der Veranstaltung einen persönlichen Zugangslink.

Über die Plattform Zoom können Sie auch Fragen und Kommentare an die Autorin und den Moderator adressieren, die wir gern in die Diskussion einbringen. 

> Info

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Petra Riemann unter Mitarbeit von Torsten Sasse: Die Stasi, der König und der Zimmermann – Eine Geschichte von Verrat
ISBN: 978-3-86331-465-1 | 283 Seiten | 22,– €

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Mittwoch, 28. April 2021, 18:00 Uhr
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Zeitgeschichtlichen Kolloquium, Sommersemester 2021

Online-Buchvorstellung:
Von der letzen Zerstörung
Die Zeitschrift „Fun Letstn Churbn“ der Jüdischen Historischen Kommission in München 1946-1948

Die Herausgeber Dr. Frank Beer und Dr. Markus Roth im Gespräch mit Jens-Christian Wagner und Daniel Schuch

Die Veranstaltung ist öffentlich und findet über Zoom statt.
Die Zugangsdaten sind:
Meeting ID: 975 9992 8458
Passwort: 042021

Hunderttausende ehemalige Verfolgte des NS-Regimes aus aller Herren Länder lebten nach Kriegsende als Displaced Persons auf gepackten Koffern in Deutschland. Israel Kaplan, selbst Überlebender der Shoah, ergriff die einmalige Gelegenheit: In der Zeitschrift »Von der letzten Zerstörung« publizierte er von 1946 bis 1948 zahlreiche ihrer Zeugnisse. Er und etliche Mitstreiter trugen Ghettolieder zusammen, dokumentierten Witze und ghettosprachliche Ausdrücke. Sie schufen so ein Forum für eine Alltags- und Kulturgeschichte der Shoah und würdigten jüdischen Widerstand Jahrzehnte bevor sich die nichtjüdische Holocaustforschung zaghaft dieser Themen annahm. Mit dieser Edition wird dieses einmalige Projekt erstmals vollständig und kommentiert außerhalb des Jiddischen zugänglich.

Eine Veranstaltung von
Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts
Historisches Institut
Friedrich-Schiller-Universität Jena
07743 Jena
Tel.: 03641.9444-50, Fax: -52
Jena.Center@uni-jena.de

Frank Beer, Markus Roth (Hrsg.)
»Von der letzten Zerstörung. Die Zeitschrift ›Fun letstn churbn‹ der Jüdischen Historischen Kommission in München 1946–1948«
Aus dem Jiddischen von Susan Hiep, Sophie Lichtenstein und Daniel Wartenberg. Eine Publikation der Arbeitsstelle Holocaustliteratur an der Justus-Liebig-Universität Gießen.
ISBN: 978-3-86331-557-3 | 1032 Seiten | 49,– €

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Online-Buchvorstellung mit Christoph Schneider:
Hadamar von innen
Zeugnisse und Berichte

Mittwoch, 28. April 2021, 18:15 Uhr
Veranstaltung über den Videodienst »Zoom Meetings«
Livestream auf YouTube

Tausende Menschen mit seelischen Krankheiten oder Behinderungen wurden während des Nationalsozialismus in Hadamar getötet. Viele wurden 1941 in der Gaskammer ermordet, andere starben zwischen Sommer 1942 und März 1945 an den Folgen überdosiert verabreichter Medikamente und Mangelernährung. Insbesondere in dieser Phase gab es jedoch auch Überlebende. Nach dem Krieg haben sich Angehörige von Ermordeten und Überlebende von Hadamar an die Justiz gewandt und von den Geschehnissen berichtet. Ihre Briefe, Eingaben und Wortmeldungen eröffnen eine unbekannte Perspektive

CHRISTOPH SCHNEIDER arbeitet als freier Autor und Kulturwissenschaftler in Frankfurt am Main..

Eine Kooperation mit dem AStA Universität Frankfurt

TECHNISCHE VERANSTALTUNGSINFORMATION
Die Veranstaltung wird über den Videodienst Zoom Meetings mit anschließender Diskussion via Chatfunktion stattfinden.
Zur Teilnahme schicken Sie bitte eine E-Mail mit dem Betreff
»Vortrag am 28.04.2021« an: h.hecker@fritz-bauer-institut.de
Die Zugangsdaten erhalten Sie rechtzeitig zugesandt.
Der Vortrag wird auch als Livestream auf YouTube gezeigt.

Eine Veranstaltung von
Fritz Bauer Institut. Geschichte und Wirkung des Holocaust

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Dienstag, 27. April 2021 | 17.00 Uhr
Buchvorstellung, Gespräch

Lebenszeugnisse
Ostalgie oder museales Relikt: Alltag in der DDR
Wolfgang Benz im Gespräch mit Christian Gaubert

Literaturforum im Brecht-Haus

> Livestream über YouTube

Gegenstände des DDR-Alltags – Möbel, Geräte, Konsumartikel – sind Objekte einer Erinnerungslandschaft, die nach der Wende in privaten Museen Bedürfnisse des kollektiven Gedächtnisses, der Trauer und des Widerstands bedienten. Die Musealisierung steht für die Auseinandersetzung mit gescheiterten Lebensentwürfen und verlorenen Hoffnungen. Christian Gaubert hat sich in seinem Buch »DDR: Deutsche Dekorative Restbestände?« mit den Überlebensproblemen von DDR-Bürgern auseinandergesetzt. Darüber spricht er mit Wolfgang Benz.

Christian Gaubert‚
DDR: Deutsche Dekorative Restbestände? Der DDR-Alltag im Museum
ISBN: 978-3-86331-499-6 | 288 Seiten | 22,– €

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Diskussion und Heftvorstellung:

Arbeit – Bewegung – Geschichte. Zeitschrift für historische Studien, Heft II/2020

Schwerpunktheft: Arbeit und Literatur

26. April 2021 | 18.30 Uhr
Online über Zoom

> Info

Literatur schreibt Geschichte. Sie verknüpft, komponiert, ordnet, verbindet Zusammenhänge und trennt Unterschiedliches. Was Autor_innen niederschreiben soll einen Eindruck hinterlassen und mitunter auch Druck erzeugen, indem Narrative die Protagonist_innen in Erzählungen in Beziehung mit den Leser_innen setzen. Literatur beschreibt, wie es ist, und fragt danach, wie es sein sollte. Dies gilt auch für die Arbeit in der Literatur und die Literatur über die Arbeit. Die Arbeit, das (Er-)Leben von Arbeiter_innen, das Schicksal der Klassenzugehörigkeit, die Möglichkeiten und Versuche all dies zu verstehen und alledem zu entgehen, sind dauerhafte Triebfedern literarischer Werke, die sich mit den Gesellschaften verändern, in denen sie entstehen.

Welche Vorstellungen transportiert Literatur in Zeiten, in denen die Arbeit ihren Charakter und Inhalt verändert, in denen es nicht mehr selbstverständlich ist, überhaupt von Klassen zu sprechen? Wie verhandelt Literatur Vorstellungen von Arbeit und Klasse? Kann Literatur dabei helfen, Vorstellungen von und Haltungen gegenüber der Arbeit zu entwickeln?

Über diese und andere Fragen diskutieren wir im Anschluss an unser Schwerpunktheft /Arbeit und Literatur /(Mai 2020) mit unseren Autor_innen:

*Anke Stelling*(Schriftstellerin): Ihr Roman „Schäfchen im Trockenen“ wurde 2019 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. In ihm porträtiert sie das linksliberale großstädtische Bürgertum zwischen dem Wunsch nach Eigenheimen und politischen Ansprüchen.

*Patrick Eiden-Offe*(Literaturwissenschaftler): Sein Buch „Die Poesie der Klasse“ (2017) beleuchtet das Entstehen eines Klassenbewusstseins durch die Literatur ab dem Vormärz und fragt auch danach, was heute fehlt, um ein Klassenbewusstsein „von unten“ zu schaffen.

*Pierre-Héli Monot*(Literaturwissenschaftler): Er kritisiert das Zerrbild der Arbeiterklasse, das uns in Diskussionsbeiträgen, etwa von Didier Eribon und Edouard Louis, präsentiert wird und das Bild der Arbeiter als exotische Andere entstehen lässt.

*Moderation: David Bebnowski*

Die Veranstaltung findet im Online-Format statt. Am Tag der Veranstaltung wird der entsprechende Teilnahmelink (Zoom) hier veröffentlicht.

Siehe auch: https://www.facebook.com/arbeitbewegunggeschichte

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Montag, 19. April 2021 | 18.00 Uhr
80 Jahre danach
Das „Haus der Flieger“ und die „Euthanasie“-Verbrechen.
Die Juristenkonferenz vom April 1941

Livestream aus dem Plenarsaal des Abgeordnetenhauses von Berlin:
https://www.topographie.de/livestream
https://agh.berlin/aktiont4
Auch als Live-Fernsehsendung bei ALEX Berlin

GESPRÄCHSRUNDE
Ralf Wieland, Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin
Dr. Andrea Riedle, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors

VORTRAG
Christoph Schneider, freier Autor und Kulturwissenschaftler

LESUNG
Franziskus Claus, Schauspieler (Staatsschauspiel Dresden)

GESPRÄCHSRUNDE
Christoph Schneider, freier Autor und Kulturwissenschaftler
Prof. Dr. Maike Rotzoll, Fachärztin für Psychiatrie und Medizinhistorikerin
Prof. Dr. Dr. Ingo Müller, Professor i. R. für Straf- und Strafprozessrecht

GESPRÄCH
Sigrid Falkenstein, Autorin des Buches „Annas Spuren. Ein Opfer der NS-‚Euthanasie’”

Moderiert von Frank Bräutigam, Rechtsexperte und Journalist

Im April 1941 wurde das heutige Abgeordnetenhaus, damals „Haus der Flieger“ genannt, zum Schauplatz einer Konferenz, die beispielhaft für die Mitwirkung der Justiz an der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft steht. Auf Initiative des amtierenden Justizministers Franz Schlegelberger waren mehr als 100 Personen im ehemaligen Plenarsaal des schon Jahre zuvor aufgelösten Preußischen Landtags zusammengekommen. Darunter befanden sich Generalstaatsanwälte, die Präsidenten der Oberlandesgerichte sowie höchste Richter und Ministerialbeamte. Vor Ort wurden sie über die seit Anfang 1940 unter dem Tarnnamen „Aktion T 4“ praktizierte Ermordung von psychisch kranken, behinderten oder sozial ausgegrenzten Menschen informiert. 80 Jahre danach wollen wir die Spuren dieser dunklen Geschichte nicht überdecken und an das Schicksal der Verfolgten und Ermordeten erinnern.

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Christoph Schneider (Hrsg.)
Hadamar von innen. Überlebendenzeugnisse und Angehörigenberichte
ISBN: 978-3-86331-552-8 | 257 Seiten | 19,– €

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Respekt für Griechenland e.V. lädt ein zur Online-Diskussion
Deutsche Reparationsschuld – 80 Jahre nach dem Überfall der Wehrmacht auf Griechenland
Donnerstag, 25. März, 18.30 – 20.00 Uhr

[Inzwischen ist die Aufzeichnung des Webinars auch auf YouTube anzuschauen.]

Am 6. April vor 80 Jahren begann der Angriff Deutschlands auf Griechenland. Mehr als drei Jahre hielten deutsche Soldaten das Land besetzt, plünderten es aus und zerstörten es bei ihrem Abzug. Den Kriegsverbrechen an der Zivilbevölkerung fielen Zehntausende Kinder, Frauen und Männer zum Opfer, Hunderttausende verhungerten. Nahezu alle griechischen Juden wurden deportiert und ermordet. Der 6. August 1941 ist ein in Deutschland vergessenes Datum des Zweiten Weltkriegs. Es ist deshalb zu begrüßen, dass am 25. März auf Initiative der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag an die Kriegsschuld und an die daraus erwachsenden Verpflichtungen erinnert wird. Aber wird es auch einen Neubeginn in der Frage der deutschen Reparationsschuld geben? Welche Forderungen auf dem Tisch liegen und welche Optionen die deutsche Politik hat, diskutieren:

Karl Heinz Roth, Ko-Autor der Bücher „Reparationsschuld. Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa“ (2017) und „Deutsche Reparationsschuld am Beispiel Polens und Griechenlands“ (2019)
Hilde Schramm, Respekt für Griechenland e.V.
Manuel Sarrazin, MdB, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Präsident der Südosteuropa-Gesellschaft
Moderation: Andreas Poltermann, Respekt für Griechenland e.V.

Anmeldung
An der Online-Veranstaltung im Zoom-Format können Sie durch Klick auf diesen Link teilnehmen. Sie müssen zuvor die Zoom-App auf ihren Rechner herunterladen und dann auf „Zoom Launcher öffnen“ klicken. Ohne vorherigen Download der App klicken Sie bitte auf
https://us02web.zoom.us/j/83796747096?pwd=ckhzZzNMKzFQcTc3SWRlYnZpMlZldz09

und benutzen Sie dann die Meeting-ID: 837 9674 7096 und den Kenncode: 950047.

Die online-Veranstaltung können Sie auch über Facebook verfolgen.

Wenn Sie über die Arbeit zum Thema deutsche Kriegsschuld und Verpflichtungen gegenüber Griechenland informiert werden wollen, können Sie dies mit einer E-Mail an rfg@respekt-fuer-griechenland.de mitteilen.

Diese Veranstaltung von Respekt für Griechenland e.V. ist Teil der Kampagne „Deutsche Kriegsschuld und Verpflichtungen gegenüber Griechenland“.

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Donnerstag, 28. Januar 2021 | 19.00 Uhr

Labore des Zusammenlebens: #1Erinnerungen an Gewalt
Zur Zukunft von Gedenkkultur im globalen Kontext
Digitales Gespräch zwischen Michael Rothberg und Carolin Emcke

Zoom | & Livestream auf Youtube |

Die deutsche und europäische Gedenkkultur an die Shoah wird in Zukunft nur dann lebendig bleiben, wenn sie den solidarischen Schulterschluss mit anderen Erinnerungen an die Gewalt im 20. Jahrhunderts sucht, so die Prognose des Historikers und Literaturwissenschaftlers Michael Rothberg in seiner in den USA intensiv rezipierten Studie „Multidirectional Memory“, die in Kürze in deutscher Übersetzung erscheint. Rothberg zeichnet darin nach, warum ein einst emanzipatorisches und notwendiges Anerkennen einzigartiger deutscher Schuld in der Shoah nicht länger eine gelebte Verbindung mit der Vergangenheit garantiere. Den Blick für die Verstrickungen (post)kolonialer und faschistischer Verbrechen zu öffnen, skizziert Rothberg in dieser herausfordernden Situation als Chance: Gedenken sei kein „Nullsummenspiel“ oder Konkurrenzkampf um Opfertum, sondern gelebte Empathie. Doch liegt in einer solchen Sichtweise auf die deutsche Geschichte nicht auch eine Gefahr historischer Relativierung, die einem gegenwärtig erstarkenden Antisemitismus in die Hände spielt? Könnte auch eine Abstumpfung gegenüber konkretem Leid die Folge sein?

Die Autorin und Publizistin Carolin Emcke trifft sich mit Michael Rothberg in der Suchbewegung, wie über das Erleben von Diskriminierung und Unterdrückung angemessen zu sprechen sei.
 
Interessierte haben die Gelegenheit, im Chat Fragen zu stellen.
Das Gespräch findet in englischer Sprache statt. Im Nachgang wird eine Aufzeichnung mit deutschen Untertiteln bereitgestellt.
 
Ein Zugangslink ist erhältlich nach Anmeldung unter: https://laboredeszusammenlebens.liteproject.de
Zusätzlich wird die Veranstaltung live auf Youtube gestreamt: https://www.youtube.com/watch?v=XlYlhWOlnNI

Labore des Zusammenlebens
Eine Veranstaltungsreihe der Kulturstiftung des Bundes

Michael Rothberg:
Multidirektionale Erinnerung
Holocaustgedenken im Zeitalter der Dekolonisierung
ISBN: 978-3-86331-558-0 | 404 Seiten | 26,– Euro
Erscheinungstermin: 16. Februar 2021

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Dienstag, 26. Januar 2021 | 17.00 Uhr

Buchvorstellung, Gespräch, Livestream

Lebenszeugnisse
Tagebuch aus dem Ghetto Wilna
Wolfgang Benz im Gespräch mit Wolf Kaiser

Yitskhok Rudashevski war 14 Jahre alt, als er im Juni 1941 mit seiner Familie ins Ghetto Wilna eingewiesen wurde. Außerhalb der Stadt befindet sich die Mordstätte Ponar, in der 70 000 litauische Jüd*innen Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns wurden. Yitskhok, der aufgeweckte jüdische Schüler, schreibt im Ghetto Tagebuch. Er protokolliert den Alltag im Holocaust, beschreibt die Schikanen der Deutschen, das Wirken des Judenrats, schildert die Morde in Ponar, aber auch die kulturellen Aktivitäten im Ghetto. Im Versteck überlebt er noch die Auflösung des Ghettos, wird aber im Herbst 1943 ermordet. Wolf Kaiser, der Herausgeber des Tagebuchs, beschreibt im Gespräch mit Wolfgang Benz die Geschichte dieses außergewöhnlichen Lebenszeugnisses.

Eine Veranstaltung des Literaturforums im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin-Mitte

> Info
> Livestream auf YouTube

Yitskhok Rudashevski:
Tagebuch aus dem Ghetto von Wilna Juni 1941 – April 1943
ISBN: 978-3-86331-534-4 | 150 Seiten | 16,– €

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Dienstag, 19. Januar 2021 | 19:00 Uhr

Rassismus und Widerstand

Eine US-amerikanisch-deutsch-äthiopische Lebensgeschichte
LESUNG UND GESPRÄCH MIT DEN AUTOR*INNEN: ANDREAS NAKIC (GEWALTPRÄVENTIONSTRAINER), MARIANNE BECHHAUS-GERST (AFRIKANISTIN UND KULTURWISSENSCHAFTLERIN), SUNGA

Veranstaltungslink https://auslandsgesellschaft.my.webex.com/auslandsgesellschaft.my/j.php?MTID=m0e53cab61e7f2e0002690f9033a5c183

Sie ist auf facebook https://www.facebook.com/events/443178663490043

Lesung und Gespräch mit den Autor*innen

Andreas Nakic wird am 16.08.1962 in Denver/Colorado als uneheliches Kind der 19-jährigen weißen US-Amerikanerin Diane Elizabeth Robbie und des äthiopischen Austauschstudenten Bekele Walde Semayat geboren. Er wird zur Adoption freigegeben und nach drei Jahren im Heim von einer weißen deutsch-amerikanischen Familie adoptiert, die bereits vier leibliche Söhne hat.
Die Adoptiveltern lassen ihn spüren, dass er anders ist und eigentlich nicht dazu gehört. Psychische wie physische Gewalt prägen das Leben in der Familie. In der Schule, im gesellschaftlichen Umfeld und in der Adoptivfamilie gehören rassistische Übergriffe für ihn zur alltäglichen Erfahrung.
Doch Andreas setzt sich zur Wehr, erkämpft mit 17 seine Unabhängigkeit von den ungeliebten Adoptiveltern und beginnt, seinen eigenen Weg zu gehen.
Mit 51 beschließt er, seine leibliche Mutter zu suchen. Die Wiedervereinigung von Mutter und Sohn findet im Herbst 2013 in Köln statt. Schnell stellt sich heraus, dass beider Leben von Lug und Betrug durch ein jeweils vermeintlich wohlmeinendes Umfeld geprägt wurde.
Das Buch entstand auf der Grundlage von Interviews, in denen Andreas Nakic seine Lebensgeschichte in seinen eigenen Worten, unzensiert und roh, erzählen konnte. Auch Andreas Mutter kommt zu Wort und beschreibt ihre Erfahrungen mit Verlust und Wiedervereinigung. Ergänzt werden die Interviews und Erfahrungsberichte durch Sachtexte, die helfen sollen, die individuellen Lebensgeschichten in einen größeren historischen und gesellschaftlichen Kontext einzuordnen.

Andreas Nakic wurde 1962 als Sohn einer weißen US-Amerikanerin und eines Äthiopiers in den USA geboren. 1965 von einer deutsch-amerikanischen Familie, kam er 1967 nach Deutschland. 2013 traf er zum ersten Mal seine leibliche Mutter. Er lebt seit vielen Jahren in Köln und arbeitet als Gewaltpräventions-/Deeskalations- und Kampfkunst-Trainer.
Marianne Bechhaus-Gerst ist Afrikanistin, Historikerin und Kulturwissenschaftlerin. Seit vielen Jahren forscht und schreibt sie zu afrodeutscher Geschichte, zu deutsch-afrikanischen Begegnungsgeschichte und zu deutschen Kolonialgeschichte. Darüber hinaus ist sie als Anti-Rassismus-Trainerin und Critical Whiteness-Coach tätig.

Sunga Weineck ist in Köln aufgewachsen und arbeitet seit 30 Jahren als freier Schauspieler für Bühne, Film und Fernsehen. Seit Sommer 2020 ist er außerdem als Inklusionshelfer an einer Grundschule tätig.
Veranstalter: Deutsch-Afrikanische Gesellschaft

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19. Januar 2021 | 19 Uhr

„Hadamar von innen. Überlebendenzeugnisse und Angehörigenberichte“

Ein Gespräch mit dem Herausgeber Christoph Schneider und Michael Becker – YouTube Livestream

https://www.youtube.com/c…/UCDe8hy7EoIAQ_Ej9ccL3Cww/featured

Im November 2020 ist der 10. Band der gemeinsamen Schriftenreihe der Ernst-Ludwig-Chambré-Stiftung zu Lich und der Arbeitsstelle Holocaustliteratur im Metropol Verlag unter dem Titel „Hadamar von innen. Überlebendenzeugnisse und Angehörigenberichte“ erschienen. Herausgegeben wurde er von Christoph Schneider.

Etwa 15.000 Menschen mit körperlichen, seelischen und geistigen Behinderungen wurden im Zeitraum von Januar 1941 und März 1945 in der Tötungsanstalt Hadamar in Mittelhessen getötet. Viele von ihnen wurden in der Gaskammer ermordet, andere starben an den Folgen von Mangelernährung oder durch medizinische Versuche.
Angehörige von Ermordeten und Überlebende von Hadamar haben sich nach dem Krieg an die Justiz gewandt und von ihren Erlebnissen und Erfahrungen berichtet.

In einem Gespräch mit Christoph Schneider und Michael Becker werden nach einer kurzen Einführung der Konzeption des Buches zwei Zeugnisse näher vorgestellt: Die Aussage einer Überlebenden aus der sogenannten zweiten Mordphase – in diesem Fall der Zeit vom November 1944 bis März 1945 – und das Schreiben eines Angehörigen, dem eine rettende Intervention gelang. Die Texte wurden von Schauspielern eingelesen. An ihnen lassen sich exemplarisch die Verhältnisse während der Tatzeit, aber auch der unmittelbaren Nachkriegszeit erhellen.

Christoph Schneider (Hrsg.), Hadamar von innen. Überlebendenzeugnisse und Angehörigenberichte.
Studien und Dokumente zur Holocaust- und Lagerliteratur, Band 10
ISBN: 978-3-86331-552-8 | 257 Seiten | 19,– €

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Sonntag, 25. Oktober 2020 | 17 Uhr (Premiere)
Samstag, 31. Oktober 2020 | 17 Uhr
Sonntag, 1. November 2020 | 17 Uhr

Kulturzentrum Pavillon
Lister Meile 4
30161 Hannover

Theateraufführung der THEATERWERKSTATT HANNOVER
Mit den Augen eines zwölfjährigen Mädchens
nach dem gleichnamigen Tagebuch von Janina Hescheles

Als Zwölfjährige erlebt Janina Hescheles die deutsche Besatzung im damaligen Polen. Im Getto verliert sie ihre Eltern, wird im Zwangsarbeitslager Lemberg-Janowska inhaftiert, und kurz vor dessen Auflösung von einer Widerstandsorganisation befreit. Im Versteck in Krakau schreibt sie den Bericht über diese Zeit und wird deshalb auch als „polnische Anne Frank“ bezeichnet.
In einem intensiven Prozess entdecken sechs Mädchen zwischen 11-15 Jahren die Biografie der Shoa-Überlebenden. Die Erfahrungen der Frau, die ihre (Ur-) Großmutter sein könnte, verknüpfen sie mit ihrem eigenen Leben.
Janina Hescheles ist inzwischen 89 Jahre alt und lebt in Israel: „Ich habe überlebt, um euch davon zu erzählen.“ Die Botschaft von Toleranz und friedlichem Miteinander, hinter der sie dabei steht, ist heute aktueller denn je.

Mit: Josephine Ashitey, Liby Mechler, Emely Neumann, Mehlika Odabasi, Elisa Sengebusch, Sanja Zinn
und: Elke Cybulski

Leila Semaan (Regie), Sandra Materia (Ausstattung), Sabine Trötschel (Dramaturgie), Sebastian Kunas (Sounddesign), Alex Germer (Videoschnitt), Matthias Alber (Lichtdesign/Technik), Elke Cybulski (Schauspieltraining & Organisation)

Veranstalter: Theater im Pavillon, Theaterwerkstatt Hannover, Pavillon Hannover, Freies Theater Hannover

Empfehlung: Mindestalter 12 Jahre
VVK 7,60 €
AK 8 €

Zu den Tickets

„Lebe! Lebe!“
Die Theaterwerkstatt Hannover setzt Passagen aus dem Tagebuch von Janina Hescheles in Szene: Mit den Augen eines zwölfjährigen Mädchens, in: Hannoversche Allgemeine Zeitung, 26. September 2020

Janina Hescheles, Mit den Augen eines zwölfjährigen Mädchens. Ghetto – Lager – Versteck
ISBN: 978-3-86331-456-9 | 144 Seiten | 16,– €

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Dienstag, 13. Oktober 2020 | 18.00 – 19.30 Uhr
Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz
Am Großen Wannsee 56-58
14109 Berlin
& online über „Zoom“

Buchvorstellung und Lesung
Yitskhok Rudashevski: Tagebuch aus dem Ghetto von Wilna, Juni 1941 – April 1943

Als Vierzehnjähriger beginnt Yitskhok Rudashevski im Sommer 1941 Tagebuch zu führen. Er hält die Schikanen der Deutschen und ihrer Helfer im Ghetto von Wilna und die Mordaktionen im benachbarten Ponar fest, aber auch die vielfältigen Aktivitäten im wiedergegründeten Gymnasium und im Jugendklub. Ebenso differenziert wie kritisch beschreibt er das Alltagsleben und kommentiert das Verhalten des Judenrats und der jüdischen Polizei. Die Tagebucheinträge zeigen einen jungen Intellektuellen von weitgespannten Interessen, begeisterungsfähig und voller Hoffnung, dem zugleich bewusst ist, dass sein Leben jederzeit bedroht ist – Yitskhok wurde mit seiner Familie ermordet. Nur seine Cousine Sore Voloshin überlebte. Sie fand das Tagebuch bei ihrer Rückkehr nach Wilna. Die deutsche Ausgabe wurde jetzt von Dr. Wolf Kaiser im Metropol Verlag herausgegeben.

Dr. Wolf Kaiser, ehemaliger Leiter der Bildungsabteilung und stellvertretender Direktor unserer Gedenk- und Bildungsstätte, stellt Yitskhok Rudashevski und sein Tagebuch vor und führt in die historische Situation ein.
Christiane Carstens, Schauspielerin sowie Hörspiel- und Hörbuchsprecherin, trägt Auszüge aus dem Tagebuch vor.

Im Anschluss beantwortet Dr. Wolf Kaiser Ihre Fragen – vor Ort und online im Chat.

Yitskhok Rudashevski:
Tagebuch aus dem Ghetto von Wilna Juni 1941 – April 1943
Herausgegeben und aus dem Englischen von Wolf Kaiser
ISBN: 978-3-86331-534-4 | 150 Seiten | 16,– €

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Donnerstag, 8. Oktober 2020 | 19:00 Uhr
NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Appellhofplatz 23-25
50667 Köln

Lesung: Die Familie Ganz und die Lengfeld’sche Buchhandlung. Lebensgeschichten einer jüdischen Buchhändlerfamilie

mit Brigitte und Fritz Bilz (Herausgeber*innen)

Die Lengfeld’sche Buchhandlung war vor der Nazizeit die größte Buchhandlung im Rheinland. Ihre Inhaber*innen, die jüdische Familie Ganz: Alexander, Cläre, geb. Meyer, mit ihren Kindern Anna, Karl-Justus, Lisbeth und Felix. Eine gebildete und hoch angesehene Familie in Köln.
Die Gemeinschaft zerbricht, als die Nationalsozialisten an die Macht kommen. 1934 emigriert der Großteil der Familie unter teilweise abenteuerlichen Umständen nach Belgien, Palästina, Frankreich, später Amerika.
Ihre Fluchtgeschichten und ihre Versuche, im Ausland Fuß zu fassen, haben sie für ihre Kinder und Enkel aufgeschrieben. Entstanden sind authentische Berichte, die anschaulich und anrührend die Schicksale der Familienmitglieder beschreiben.

Brigitte Bilz/Fritz Bilz (Hrsg.):
Die Familie Ganz und die Lengfeld’sche Buchhandlung. Lebensgeschichten einer jüdischen Buchhändlerfamilie
(Kleine Reihe des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, Band 2)
ISBN: 978-3-86331-510-8 | 262 Seiten | 19,– €

Eine Veranstaltung des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln

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Donnerstag, 1. Oktober 2020 | 19:00 Uhr
NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Appellhofplatz 23-25
50667 Köln

Buchvorstellung und Lesung:
Leben und Tod in der Epoche des Holocaust in der Ukraine

Bis in die 1990er Jahre kam dem Holocaust in der Ukraine in öffentlichen Debatten, aber auch in der Forschung wenig Beachtung zu. Erst allmählich gerieten die deutschen Verbrechen in der Ukraine in den Blick. Wesentlich dazu beigetragen hat der ukrainische Historiker Boris Zabarko, der – 1935 geboren – als Kind den Holocaust im Ghetto Schargorod überlebte. Seit Mitte der 1990er Jahre veröffentlicht er auf Russisch Zeugnisse von Überlebenden. Ein erster Band erschien 1999 in Kiew, den Margret und Werner Müller auf Deutsch herausgaben.

Auf Boris Zabarkos Bitte hin haben sie auch die Herausgabe der folgenden drei Bände auf Deutsch besorgt. Um ein Gesamtbild vom Holocaust in der Ukraine zu vermitteln, wurden in der deutschen Ausgabe die 215 Berichte nicht alphabetisch aufgeführt, sondern den jeweiligen Tatorten zugeordnet. Die Orte folgen der Chronologie der Besetzung durch die Wehrmacht. Entstanden ist eine »Geografie des Holocaust« in der Ukraine. In der Veranstaltung im NS-Dokumentationszentrum stellen Margret und Werner Müller nun das im letzten Jahr erschienene Buch vor.

Moderation: Tatiana Dettmer (Geschäftsführerin des Lew Kopelew Forum e.V.)

Boris Zabarko/Margret Müller/Werner Müller (Hrsg.):
Leben und Tod in der Epoche des Holocaust in der Ukraine. Zeugnisse von Überlebenden
ISBN: 978-3-86331-475-0 | 1152 Seiten | 49,– €

Eine Veranstaltung des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln in Kooperation mit dem Lew Kopelew Forum

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Die für Donnerstag, den 23. April 2020 angekündigte Buchvorstellung „Leben und Tod in der Epoche des Holocaust in der Ukraine“ des Literaturforums im Brecht-Haus musste ohne Publikum stattfinden und steht als Stream hier zur Verfügung.

Der jüdische Historiker Boris Zabarko, selbst Überlebender des Ghettos von Schargorod, machte sich zur Aufgabe, das Schicksal der Juden im Holocaust in der Ukraine zu erforschen. Mehr als 180 authentische Zeugnisse des Judenmords in der Ukraine hat er jetzt zum ersten Mal in deutscher Sprache veröffentlicht. In ihren Texten werden die Zeitzeugen wieder lebendig.

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Freitag, 13. März 2020 | 19.00 Uhr
Aula des Schulzentrums Collhusen

Schulstraße 17
26810 Westoverledingen

Buchpräsentation: Fotos aus Sobibor
mit PD Dr. Martin Cüppers

Einige nationalsozialistische Verbrechen haben bis heute keinen angemessenen Platz in der gesellschaftlichen Erinnerung gefunden. Hierzu zählt die als „Aktion Reinhard” bezeichnete Ermordung von mehr als 1,7 Millionen überwiegend polnischen Jüdinnen und Juden in den Todeslagern Sobibor, Belzec und Treblinka. Grund dafür ist neben der geringen Zahl von Überlebenden und einer erfolgreichen Spurenbeseitigung durch die Täter auch das weitgehende Fehlen bildlicher Überlieferung zu diesem Kapitel der NS-Massenverbrechen.

Eine in Völlen (Gemeinde Westoverledingen) neu entdeckte Fotosammlung mit mehr als 300 Bildern aus dem Besitz eines wichtigen früheren Sobibor-Täters erlaubt nun bisher völlig unbekannte Einblicke in verschiedene Tatorte der „Aktion Reinhard” im deutsch besetzten Polen und der zuvor begangenen Krankenmorde der sogenannten „Euthanasie”.
> Info
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Fotos aus Sobibor
Die Niemann-Sammlung zu Holocaust und Nationalsozialismus
Herausgegeben vom Bildungswerk Stanisław Hantz e. V.
und von der Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart
Autorinnen und Autoren: Martin Cüppers, Annett Gerhardt, Karin Graf, Steffen Hänschen, Andreas Kahrs, Anne Lepper, Florian Ross
ISBN: 978-3-86331-506-1 | 382 Seiten | 29,– Euro
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Samstag, 14. März 2020 | 16.00 Uhr
Gedenkstätte Museum in der Runden Ecke

Ehemaliger Stasi-Kinosaal
Dittrichring 24
04109, Leipzig (Zentrum)

Buchvorstellung und Gespräch mit Petra Riemann
„Die Stasi, der König und der Zimmermann“

Moderation: Torsten Sasse

Eine Tochter, die versucht die Stasi-Tätigkeit ihres berühmten Vaters, des DDR-Schauspielers Lutz Riemann aufzuarbeiten.

Im Sommer 2013, mitten im Bundestagswahlkampf, berichtet die „WELT am Sonntag“, dass der DDR-Schauspieler Lutz Riemann als IM für die Auslandsspionage des MfS (HV A) gearbeitet hat. Unter dem Decknamen „Richard König“ habe er in den 1970er-Jahren Peer Steinbrück bespitzelt und Künstlerkollegen in Thüringen ausspioniert.
Lutz Riemann, bekannt als „Oberleutnant Zimmermann“ aus der Reihe „Polizeiruf 110“, gibt seine Stasi-Tätigkeit unumwunden zu. Petra Riemann ist schockiert. Sie kann nicht glauben, dass ihr Vater ein linientreuer IM war. Im Gegenteil: Sie kennt ihn als liberalen Familienvater, der seine Kinder zum freien Denken und zum Widerspruch in der Diktatur ermuntert hat.
Wie passt das zusammen? Wer verbirgt sich hinter „Richard König“? Petra Riemann muss versuchen, diese Fragen zu beantworten, zum einen, um Klarheit zu gewinnen über ihre eigene Vergangenheit in der DDR, zum anderen, um endgültig ihren Platz im „neuen“ Deutschland zu finden.
>>> Info

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Bürgerkomitee Leipzig e.V. und dem Landesbeauftragten des Freistaates Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
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Petra Riemann (mit Torsten Sasse)
Die Stasi, der König und der Zimmermann
Eine Geschichte von Verrat
ISBN: 978-3-86331-465-1 | 283 Seiten | 22,00 Euro
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Donnerstag, 2. April 2020 | 19.00 Uhr
Mahnmal St. Nikolai

Willy-Brandt-Straße 60
20457 Hamburg

Buchvorstellung
Gewalt im November 1938 – Die „Reichskristallnacht“ – Initial zum Holocaust
Mit Prof. Wolfgang Benz

Mit der „Reichskristallnacht“ begann offene Gewalt gegen Juden, staatlich inszeniert, ausgeübt nicht nur von fanatischen Nationalsozialisten, sondern auch von Menschen, die zuvor freundliche Nachbarn und friedliche Mitbürger waren.
In seinem Buch Gewalt im November 1938. Die „Reichskristallnacht“ – Initial zum Holocaust (2018) legt Wolfgang Benz dar, dass die Pogrome im November – Brandstiftung gegen Synagogen, Plünderung und öffentliche Misshandlung der Juden – ein Rückfall in finstere Barbarei waren. Ihnen folgten die Beraubung und Entrechtung der Juden durch die Regierung, die NSDAP und eine willfährige Bürokratie. Anfang 1939 war die wirtschaftliche und öffentliche Existenz der deutschen Juden zerstört. Der Ghettoisierung in „Judenhäusern“, Reglementierung des Alltags, Zwangsarbeit und schließlich völligen Rechtlosigkeit folgten das Verbot der Auswanderung, die Kennzeichnung mit dem „Judenstern“, die Deportation in Ghettos und Vernichtungsstätten im Osten und der organisierte systematische Judenmord. Die „Reichskristallnacht“ war der Auftakt zum Holocaust.

Prof. Dr. Wolfgang Benz (Berlin) ist Professor em. an der Technischen Universität Berlin. Bis 2011 war er Leiter des dortigen Zentrums für Antisemitismusforschung.
Moderation: Dr. Sabine Bamberger-Stemmann, Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.
Veranstaltung in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.
>>> Info
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Donnerstag, 2. April 2020 | 19.00 Uhr
EL-DE-Haus

NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln
Appellhofplatz 23-25
50667 Köln

Lesung:
Die Familie Ganz und die Lengfeldt’sche Buchhandlung.
Lebensgeschichten einer jüdischen Buchhändlerfamilie
Mit Brigitte und Fritz Bilz (Herausgeber*innen)

Die Lengfeldt’sche Buchhandlung – vor der Nazizeit die größte Buchhandlung im Rheinland. Ihre Inhaber*innen: die jüdische Familie Ganz, Alexander, Cläre, geb. Meyer, mit ihren Kindern Anna, Karl-Justus, Lisbeth und Felix. Eine gebildete und hoch angesehene Familie in Köln.
Die Gemeinschaft zerbricht, als die Nationalsozialisten an die Macht kommen. 1934 emigriert der Großteil der Familie unter teilweise abenteuerlichen Umständen nach Belgien, Palästina, Frankreich, später Amerika.
Ihre Fluchtgeschichten und ihre Versuche, im Ausland Fuß zu fassen haben sie für ihre Kinder und Enkel aufgeschrieben. Entstanden sind authentische Berichte, die anschaulich und anrührend die Schicksale der Familienmitglieder beschreiben.
>>> Info
€ 4,50 | ermäßigt: € 2,00
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Freitag, 3. April 2020 | 19:30 Uhr
Lengfeld’sche Buchhandlung

Kolpingplatz 1
50667 Köln

„Die Familie Ganz und die Lengfeld’sche Buchhandlung“
Buchvorstellung mit den Herausgebern Brigitte Bilz und Fritz Bilz

Im Jahre 1880 übernahm Alexander Ganz die 1842 gegründete Lengfeld’sche Buchhandlung. Bis zur „Arisierung“ 1935 führten sein Sohn Felix und der Schwiegersohn Max Pinette die Buchhandlung nach dem Tode von Alexander Ganz weiter.
Die beiden Autoren lesen aus den von mehreren Familienmitgliedern von 1945 bis 1992 verfassten Lebensberichten aus dem Buch. Dabei geht es insbesondere um die Geschichte der Buchhandlung, aber auch um die Flucht- und Verfolgungsgeschichte der Familie Ganz. Aus dem Nachlass und durch Überlebende erhielten die beiden Autoren diese Mitteilungen und haben sie historisch eingeordnet und mit Erläuterungen versehen.
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Brigitte Bilz und Fritz Bilz (Hrsg.):
Die Familie Ganz und die Lengfeld’sche Buchhandlung
Lebensgeschichten einer jüdischen Buchhändlerfamilie
Kleine Reihe des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, Band 2
ISBN: 978-3-86331-510-8 | 262 Seiten | 19,– €
Voraussichtlicher Erscheinungstermin: Ende Februar 2020
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Mittwoch, 6. Mai 2020 | 18:15 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend

Norbert-Wollheim-Platz 1
IG Farben-Haus, Raum 311

Fotos aus Sobibor.
Die Niemann-Sammlung zu Holocaust und Nationalsozialismus
Buchvorstellung mit Dr. Andreas Kahrs und Anne Lepper

Die als »Aktion Reinhardt« bezeichnete Ermordung von mehr als 1,7 Millionen überwiegend polnischen Jüdinnen und Juden in den Todeslagern Sobibór, Bełżec und Treblinka hat bis heute keinen angemessenen Platz in der gesellschaftlichen Erinnerung gefunden. Eine neu entdeckte Fotosammlung mit mehr als 350 Bildern aus dem Besitz des Sobibór-Täters Johann Niemann erlaubt bisher unbekannte Einblicke in verschiedene Tatorte der »Aktion Reinhardt« im deutsch besetzten Polen und der zuvor begangenen Krankenmorde der sogenannten Euthanasie. In einem Kooperationsprojekt zwischen der Forschungsstele Ludwigsburg und dem Bildungswerk Stanisław Hantz wurde die Sammlung in jahrelanger Arbeit wissenschaftlich ausgewertet.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem AStA der Goethe-Universität Frankfurt
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Fotos aus Sobibor
Die Niemann-Sammlung zu Holocaust und Nationalsozialismus
Herausgegeben vom Bildungswerk Stanisław Hantz e. V.
und von der Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart
Autorinnen und Autoren: Martin Cüppers, Annett Gerhardt, Karin Graf, Steffen Hänschen, Andreas Kahrs, Anne Lepper, Florian Ross
ISBN: 978-3-86331-506-1 | 382 Seiten | 29,– Euro

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Donnerstag, 5. März 2019 | 19.00 Uhr

Der CORRECTIV Buchladen
Akazienallee 10
45127 Essen

Über Rassismus und Widerstand
Lesung, Buchvorstellung und Gespräch
mit Andreas Nakic, Marianne Bechhaus-Gerst und Sunga Weineck

Eine Lesung über Gewalt, Anderssein und Diskriminierung mit den Autoren Andreas Nakic, Marianne Bechhaus-Gerst und dem Schauspieler Sunga Weineck.

Andreas Nakic wird 1962 in Colorado als uneheliches Kind einer 19-jährigen weißen US-Amerikanerin und eines äthiopischen Austauschstudenten geboren. Er wird zur Adoption freigegeben und nach drei Jahren im Heim von einer weißen deutsch-amerikanischen Familie adoptiert, die bereits vier leibliche Söhne hat.
Die Adoptiveltern lassen ihn spüren, dass er anders ist und eigentlich nicht dazu gehört. Psychische wie physische Gewalt prägen das Leben in der Familie. In der Schule, im gesellschaftlichen Umfeld und in der Adoptivfamilie gehören rassistische Übergriffe für ihn zur alltäglichen Erfahrung. Doch Andreas setzt sich zur Wehr, erkämpft mit 17 seine Unabhängigkeit von den ungeliebten Adoptiveltern und beginnt, seinen eigenen Weg zu gehen.
Mit 51 beschließt er, seine leibliche Mutter zu suchen. Die Wiedervereinigung von Mutter und Sohn findet im Herbst 2013 in Köln statt. Schnell stellt sich heraus, dass beider Leben von Lug und Betrug durch jeweils vermeintlich wohlmeinendes Umfeld geprägt wurden.
Das Buch entstand auf der Grundlage von Interviews, in denen Andreas seine Lebensgeschichte in seinen eigenen Worten, unzensiert und roh, erzählen konnte. Auch Andreas Mutter kommt zu Wort und beschreibt ihre Erfahrungen mit Verlust und Wiedervereinigung. Ergänzt werden die Interviews und Erfahrungsberichte durch Sachtexte, die helfen sollen, die individuellen Lebensgeschichten in einen größeren historischen und gesellschaftlichen Kontext einzuordnen.
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Andreas Nakic/Marianne Bechhaus-Gerst
mit Diane Truly
Über Rassismus und Widerstand
Eine US-amerikanisch-deutsch-äthiopische Lebensgeschichte
Oktober 2019 | ISBN: 978-3-86331-492-7 | 240 Seiten | 19,– €
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Mittwoch, 26. Februar 2020 | 20.00 Uhr
Buchhandlung Im Schanzenviertel

Schulterblatt 55
20357 Hamburg

Lesung
Über Rassismus und Widerstand
Eine US-amerikanisch-deutsch-äthiopische Lebensgeschichte

Lesung mit dem Schauspieler Sunga Weineck und anschließendem Gespräch mit den Autor*innen Andreas Nakic, Gewaltpräventionstrainer, und Marianne Bechhaus-Gerst, Afrikanistin und Kuturwissenschaftlerin, die die autobiographische Lebensgeschichte von Andreas Nakic in einen historischen und gesellschaftliche Kontext einordnet.

Nach 51 Jahren sieht Andreas Nakic (geboren 1962 in Denver/Colorado unter dem Namen Reginald Vincent Robbie als Sohn des Schwarzen äthiopischen Studenten Bekele Walde Semayat und der weißen US-Amerikanerin Elizabeth Robbie) auf dem Kölner-Bonner Flughafen seine leibliche Mutter zum ersten Mal wieder. Dazwischen lag für die Mutter, die ihren Sohn auf Druck der Familie erst zur Adoption freigegeben hatte und nach einigen Monaten zurückhaben wollte eine lange Zeit des Verlusts und Lug und Betrugs von Seiten der katholischen Adoptionsorganisation über den Aufenthalt ihres Sohnes im Heim und in der Adoptionsfamile.

Andreas Nakic wird mit 3 Jahren von einer weißen deutsch-amerikanischen Familie adoptiert, die bereits vier leibliche Kinder hat. Ende der sechziger Jahre zieht die Famile nach Deutschland, erst nach Göttingen, dann nach Köln. In der leiblichen Familie wurde Andreas Nakic als „bi-racial“ Kind als möglicher Hemmschuh in der Vita der Familie für den weiteren gesellschaftlichen und politischen Aufstieg der reichen und katholischen Familie gesehen. Mit Deutschland kommt Andreas Nakic in eine Gesellschaft, in der Deutschsein mit Weißsein gleichgesetzt wird.

Eine Gesellschaft die seit der Kolonialzeit, über Weimar, die NS-Zeit bis in die BRD rassistisch gegen Schwarze Menschen agiert. All diese Erfahrungen von Diskriminierung, Gewalt, Isolation, Psychiatrie, nicht dazugehörend fühlend und Selbstentwertung muss auch Andrea Nakic als Afro-Deutscher in Schule und sozialem Umfeld machen. Gleichzeitig ist er in seiner Adoptivfamilie psychischer und physischer Gewalt ausgesetzt. Mit Wut und Empörung erzählt er von dieser Zeit. Er erzählt aber auch, wie diese Erfahrungen, vor und nach der Trennung von der Adoptivfamilie, zu Überlebenstrategien, zur Selbstermächtigung, zur Aneignung von Handlungsmacht und zur Befreiung von der Opferrolle führten und ihm eine eigene Identität ermöglichten.

Eintritt 3,- Euro
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Donnerstag, 20. Februar 2020 | 18.30 Uhr
Schöneberg Museum

Hauptstraße 40/42
10827 Berlin

Die Banalität des Guten – Hilfeleistungen für jüdische Verfolgte im Nationalsozialismus 1941–1945
Buchvorstellung und Autorinnengespräch mit Dr. Susanne Beer

Schätzungen besagen, dass sich während des Zweiten Weltkriegs einige zehntausend Deutsche entschlossen, jüdische Verfolgte zu unterstützen. Wie lässt sich die Entstehung dieser Form des Widerstands im Land der Täter erklären? Die vorliegende Untersuchung lädt dazu ein, Schritt für Schritt nachzuvollziehen, wie sich die Praxis der Hilfe entfaltete. Dabei wird deutlich, dass es mitunter recht banale Umstände waren, die den Prozess in Gang brachten. Zugleich treten Widersprüche im Verhalten der Helfenden zutage, die unsere Vorstellungen vom Wesen des Guten ins Wanken bringen.

Alle Infos auch unter https://www.museen-tempelhof-schoeneberg.de
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Susanne Beer: Die Banalität des Guten
Hilfeleistungen für jüdische Verfolgte 1941–1945
ISBN: 978-3-86331-396-8 | 385 Seiten | 24,– €
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Freitag, 14. Februar 2020 | 19.00 Uhr
Müßiggang, Second-hand-Buchhandlung

Oranienstr. 14 A
10999 Berlin

Buchvorstellung und Gespräch mit Nelly Kleins Tochter, Eva Sturm

Sofort nach dem Einmarsch der Wehrmacht in Österreich im März 1938 setzen dort antisemitische Ausschreitungen und Hetzjagden gegen die jüdische Bevölkerung ein. Nachdem sie ihres Hab und Guts beraubt worden sind, flieht die jüdische Familie Klein aus Wien im August 1939 nach Belgien. Völlig mittellos sind sie dort auf die Hilfe des Flüchtlingskomitees angewiesen. Als die Wehrmacht im Mai 1940 auch in Belgien einmarschiert, gerät Familie Klein erneut in das Visier der nationalsozialistischen Judenverfolgung. Ihre Tochter Nelly schließt sich dem Travail allemand an, einer Widerstandssektion der exilkommunistischen KPD, KPÖ und KPC, deren Ziel es ist, den Kampfgeist der Wehrmachtssoldaten zu brechen. Nelly soll mit Wehrmachtssoldaten anbändeln, um sie zum Verrat militärischer Geheimnisse, zum Desertieren und zur Mitarbeit im Widerstand zu bewegen.

Veranstalter: Arbeiter*innen-Bildungsverein
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Tanja von Fransecky: Bis ans Maul der Bestie
Nelly Klein – eine österreichische Jüdin im belgischen Widerstand
Berlin 2019
ISBN: 978-3-86331-444-6 | 155 Seiten | 16,– €
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Mittwoch, 12. Februar 2020 | 18.00 Uhr
Zentralbibliothek Bremen

Am Wall 201
28195 Bremen

Briefe aus Stein – Von Nazi Deutschland nach Südafrika
Buchvorstellung und Vortrag mit Steven Robins (Professor für Soziologie und Anthropologie an der Universität Stellenbosch). Die bremer shakespeare company trägt einige Briefe vor.

Der Soziologe und Anthropologe Steven Robins widmet seiner in Auschwitz und Riga ermordeten Familie ein zugleich persönliches und wissenschaftlich fundiertes Buch: Seinem Vater gelingt 1936 die Flucht aus Erfurt nach Kapstadt. Steven wächst in Südafrika zur Zeit der Apartheid auf. Nach dem Ende der Apartheid und dem Tod des Vaters, wird er erstmals mit seinen jüdischen Wurzeln konfrontiert, als er Briefe der Familie Robinski an den Vater aus den späten 1930er- und 1940er-Jahren entdeckt. Diese geben ihm Aufschluss über ihr Schicksal in Berlin, Riga und Auschwitz. Die Bremer Shakespeare Company trägt einige dieser Briefe szenisch vor.

Veranstalter: Jobcenter Bremen, Heinrich Böll-Stiftung Bremen, Stiftung die schwelle, Aus den Akten auf die Bühne / Uni Bremen, Stadtbibliothek Bremen
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Montag, 10. Februar 2020 | 19.00 Uhr
Potsdam Museum

Alter Markt 9
14467 Potsdam

Schattenspiel
Pfarrer Eckart Giebeler zwischen Kirche, Staat und Stasi
Buchvorstellung und Diskussion

Begrüßung
Dr. Maria Nooke, Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur
Heilgard Asmus, Generalsuperintendentin des Sprengels Potsdam der Ekbo

Vortrag „Pfarrer Eckart Giebeler zwischen Kirche, Staat und Stasi“
Dr. Marianne Subklew-Jeutner

Podiumsgespräch
Heilgard Asmus, Dr. Marianne Subklew, Dr. Tobias Wunschik (HU Berlin)
Moderation: Dr. Maria Nooke

Pfarrer Eckart Giebeler arbeitete von 1949 bis 1992 als evangelischer Gefängnisseelsorger in bis zu zehn Haftanstalten der DDR und verpflichtete sich 1959 per Handschlag zur Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Als IM „Roland“ schrieb er Berichte über Inhaftierte, besprach Tonbänder mit Informationen über Pfarrkonvente und Pfarrer-Kollegen und übergab dem MfS Dokumente, die „nur zum innerkirchlichen Dienstgebrauch“ bestimmt waren. 1992 veröffentlichte Giebeler seine Autobiografie unter dem Titel „Hinter verschlossenen Türen. Vierzig Jahre als Gefängnisseelsorger in der DDR“, in der er u. a. beschreibt, wie er den Anwerbungen des MfS als Christ und Pfarrer widerstanden habe.
Die Geschichte von Eckart Giebeler ist in ihren individuellen Dimensionen die Geschichte einer persönlichen Tragik. Aber sie ist auch eine Geschichte von Schuld und Verrat, ungeklärtem kirchlichen Leitungsverhalten und letztlich eine Geschichte der Suche nach Zugehörigkeit, die Eckart Giebeler auf seine Weise beantwortet hat.

Eine Veranstaltung der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur und der Generalsuperintendentur des Sprengels Potsdam der Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
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Marianne Subklew-Jeutner: Schattenspiel. Pfarrer Eckart Giebeler zwischen Kirche, Staat und Stasi, Berlin 2019
ISBN: 978-3-86331-498-9 | 456 Seiten | 24,– €
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Freitag, 7. Februar 2020 | 19.00 Uhr
Gedenkstätte Zellentrakt

Rathausplatz 1
32052 Herford

Das Transitghetto Izbica im System des Holocaust
Lesung mit Dr. Steffen Hänschen

(Mitarbeiter des Bildungswerks Stanisław Hantz e. V., Kassel)

Im Begleitprogramm zur Ausstellung:
AKTION REINHARDT – Sie kamen ins Ghetto und gingen ins Unbekannte

Im Jahr 2020 jährt sich die „Aktion Reinhard“ zum 78. Mal. Diesem nationalsozialistischen Mordprogramm fielen im Laufe von nur anderthalb Jahren fast 2 Millionen Menschen zum Opfer. Fast alle Opfer waren Jüdinnen und Juden aus dem deutsch besetzten Polen, teilweise kamen sie aber auch aus dem Deutschen Reich, dem Protektorat Böhmen und Mähren, der Slowakei, den Niederlanden und weiteren westeuropäischen Ländern. Die übergroße Mehrheit der Jüdinnen und Juden, die Ende 1941 auf dem Gebiet des Deutschen Reichs lebten, wurde im Laufe des Jahrs 1942 »nach Osten« deportiert und ermordet.
Der Distrikt Lublin im Generalgouvernement war eines der Hauptziele der Deportationen. Bis Juni 1942 wurden die Deportierten jedoch nicht sofort in den Mordlagern der »Aktion Reinhardt« (Belzec, Sobibor und Treblinka) getötet, sondern auf sogenannte Transitghettos verteilt. Die Bedingungen, mit denen die Deportierten in den Transitghettos konfrontiert wurden, waren katastrophal. Viele starben an Unterernährung, den ungenügenden hygienischen Zuständen oder aufgrund von Repressalien. Das größte Transitghetto befand sich in Izbica. In den Ort wurden fast 20000 Juden aus sechs verschiedenen europäischen Ländern verschleppt. Am 26. April 1942 ging ein Sammeltransport auch von Stuttgart nach Izbica. Parallel zu der Ankunft der Deportierten ab März 1942 begannen die Verschleppungen in die Mordlager Sobibor und Belzec. Im Herbst 1942, ein halbes Jahr nach den ersten Deportationen in die Transitghettos waren diese bereits aufgelöst und die Bewohner ermordet.
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Steffen Hänschen: Das Transitghetto Izbica im System des Holocaust
Berlin 2018
ISBN: 978-3-86331-381-4 | 608 Seiten | 29,90 €
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Donnerstag, 6. Februar | 19 Uhr
Geschichtsort Villa ten Hompel

Kaiser-Wilhelm-Ring 28
48145 Münster

Fotos aus Sobibor
Die Niemann-Sammlung zu Holocaust und Nationalsozialismus

Dr. Steffen Hänschen (Berlin)
Einblicke in die Welt der Vernichtung

Unterschiedliche Orte und Aspekte der nationalsozialistischen Verbrechen haben bis heute keinen adäquaten Platz in der gesellschaftlichen Erinnerung eingenommen. Hierzu zählt im Besonderen die als “Aktion Reinhard” bezeichnete Ermordung von mehr als 1,8 Millionen überwiegend polnischen Jüdinnen und Juden in den Mordlagern Sobibor, Belzec und Treblinka.
Die privaten Fotos des NS-Täters Johann Niemann gewähren neue Einblicke in die von den Nationalsozialisten eigentlich mit einem generellen Bilderverbot belegte Welt der Vernichtung der europäischen Juden. Sichtbar werden der Alltag von Akteuren der “Euthanasie”-Morde im Deutschen Reich der Jahre 1940 und 1941 sowie der Alltag an jenen Dienstorten im deutsch besetzten Polen, die für einige der Täter auf ihren Einsatz in der “T4”-Aktion folgten: die Vernichtungslager Belzec und Sobibor.
Die Foto-Kollektion wurde in einem Kooperationsprojekt des Bildungswerk Stanisław Hantz und der Forschungsstelle Ludwigsburg in jahrelanger Arbeit wissenschaftlich ausgewertet.

Dr. Steffen Hänschen ist Mitarbeiter des Bildungswerks Stanisław Hantz e. V. und begleitet die Bildungsreise zur “Aktion Reinhard”. Zu seinen Publikationen zählt „Das Transitghetto Izbica im System des Holocaust“ (2018). Er ist Übersetzer des Bandes „Das Vernichtungslager Bełżec“ von Robert Kuwałek (2014). Hänschen führt regelmäßig Zeitzeugengespräche, hier im Bild mit der Überlebenden des Warschauer Ghettos, Ada Willenberg.

Am Stand des Buchladens „Rosta“ können Bücher des Autors erworben werden, die Steffen Hänschen auf Wunsch signiert.

In Kooperation mit dem Evangelischen Forum Münster e. V., Gegen Vergessen – Für Demokratie Regionalgruppe Münsterland e. V., der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e. V.
> Info
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Fotos aus Sobibor
Die Niemann-Sammlung zu Holocaust und Nationalsozialismus
Herausgegeben vom Bildungswerk Stanisław Hantz e. V.
und von der Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart
Autorinnen und Autoren: Martin Cüppers, Annett Gerhardt, Karin Graf, Steffen Hänschen, Andreas Kahrs, Anne Lepper, Florian Ross
ISBN: 978-3-86331-506-1 | 382 Seiten | 29,– Euro
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Donnerstag, 6. Februar 2020 | 19.00 Uhr
Stadtmuseum Kaufbeuren
Kaisergäßchen 12–14
87600 Kaufbeuren

Gabi (1937–1943)
Geboren im Allgäu – Ermordet in Auschwitz
Buchvorstellung und Lesung mit Leo Hiemer

Im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung „Kaufbeuren unterm Hakenkreuz. Eine Stadt geht auf Spurensuche.“ Oktober 2018–Mai 2020
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Dienstag, 28. Januar 2020 | 19.00 Uhr
Topographie des Terrors

Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
10963 Berlin-Kreuzberg

Fotos aus Sobibor
Die Niemann-Sammlung zu Holocaust und Nationalsozialismus

Buchpräsentation mit:
PD Dr. Martin Cüppers, Andreas Kahrs, Anne Lepper
Moderation: Prof. Dr. Michael Wildt

Eine Veranstaltung der Stiftung Topographie des Terrors gemeinsam mit dem Bildungswerk Stanisław Hantz e.V., der Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart und dem Metropol Verlag
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Fotos aus Sobibor
Die Niemann-Sammlung zu Holocaust und Nationalsozialismus
Herausgegeben vom Bildungswerk Stanisław Hantz e. V.
und von der Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart
Autorinnen und Autoren: Martin Cüppers, Annett Gerhardt, Karin Graf, Steffen Hänschen, Andreas Kahrs, Anne Lepper, Florian Ross
ISBN: 978-3-86331-506-1 | 384 Seiten | 29,– Euro
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Montag, 27. Januar 2020 | 18.30 Uhr
Museum Mahnmal St. Nikolai

Willy-Brandt-Straße 60,
20457 Hamburg

„Im Reich der Nummern, wo die Männer keine Namen haben”
Haft und Exil der Novemberpogrom-Gefangenen im KZ Sachsenhausen

Andacht und Eröffnung der Sonderausstellung in Kooperation mit dem Förderverein Mahnmal St. Nikolai e.V.

18.30 Uhr Carillonkonzert
Werner Lamm, Kirchenmusiker und Carillonneur

19.00 Uhr Ökumenische Andacht
Dr. Martin Vetter, Hauptpastor und Propst der Hauptkirche St. Nikolai
Dr. Jacek Bystron, Pfarrer der Polnischen Katholischen Mission Hamburg

19.30 Uhr Eröffnung der Sonderausstellung
Begrüßung: Klaus Francke, Förderkreis Mahnmal St. Nikolai e.V.
Grußwort: David Patrician, Freier Journalist und Tagungsleiter der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.
Einführender Vortrag: Dr. Astrid Ley, Ausstellungskuratorin der Gedenkstätte Sachsenhausen
Moderation: Dr. Sabine Bamberger-Stemmann, Direktorin der Landeszentrale für Politische Bildung
> Info
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Dienstag, 21. Januar 2020, 19 Uhr
Ausstellungsraum der IG Metall

Alte Jakobstraße 149
10969 Berlin

Eröffnung der Wanderausstellung
„Seid wachsam, dass über Deutschland nie wieder die Nacht hereinbricht.“

Gewerkschafter in Konzentrationslagern 1933–1945
mit einer Einführung von Prof. Dr. Günter Morsch
&
Kleine Buchvorstellung
„Alwin Brandes – Oppositioneller, Reformer, Widerstandskämpfer“

mit Autor Dr. Stefan Heinz
> Info
Anmeldung unter: manuela.raddatz@igmetall.de
Die Ausstellung wird vom 22. Januar bis 28. Februar im IG Metall-Haus gezeigt.
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 9 bis 18 Uhr, Freitag 9 bis 14.30 Uhr
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Siegfried Mielke/Stefan Heinz:
Alwin Brandes (1866–1949)
Oppositioneller – Reformer – Widerstandskämpfer
ISBN: 978-3-86331-486-6 | 566 Seiten | 29,– €
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Siegfried Mielke/Günter Morsch (Hrsg.):
„Seid wachsam, dass über Deutschland nie wieder die Nacht hereinbricht.“ Gewerkschafter in Konzentrationslagern 1933–1945
ISBN: 978-3-86331-031-8 / 240 Seiten | 19,– €
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Dienstag, 21. Januar 2020 | 18 bis 19.30 Uhr
Museum Reinickendorf

Kabinett
Alt-Hermsdorf 35
13467 Berlin

Lesung der Autorin Christiane Carstens aus ihrem Buch „Untergetaucht auf Reiswerder“

Am 23. August 1944 landeten Beamte der Gestapo mit einem Ruderboot am Ufer der Insel Reiswerder im Tegeler See. Dort war eine kleine Gruppe von Jüdinnen und Juden auf der Flucht vor Verfolgung und Deportation untergetaucht. 18 Monate hatten sie auf der Insel versteckt und geschützt gelebt, ohne einander zu kennen. Nun aber hatte ein Spitzel sie denunziert.
Christiane Carstens erzählt die Geschichte des Ehepaares Wilhelm und Margarete Daene, jenen „stillen Helden“, die drei jüdische Zwangsarbeiterinnen monatelang auf der kleinen Insel versteckten. Carstens hat die Geschichten aufwendig recherchiert und schildert das Schicksal der verfolgten Jüdinnen und Juden. Nach der Lesung stellt die Autorin anhand von filmischen Interviews die Entstehung des Buches dar und lädt das Publikum zu einem Gespräch ein.

Anmeldung unter info@museum-reinickendorf.de oder Telefon 4044062.
> Info
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Christiane Carstens
Untergetaucht auf Reiswerder
Spurensuche auf einer Insel im Norden Berlins
ISBN: 978-3-86331-468-2 | 96 Seiten | 12,– €
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Dienstag, 21. Januar 2020, 18 Uhr
Archiv der Hansestadt Wismar

Gerberstraße 9a
23966 Wismar

Aberkannt! Die Verfolgung von Jehovas Zeugen im Nationalsozialismus und in der SBZ/DDR
Buchvorstellung mit Falk Bersch

Vom 28. Januar bis zum 28. Februar 2020 wird in der Gerichtslaube im Wismarer Rathaus die Wanderausstellung „Jehovas Zeugen im KZ Ravensbrück und in Haftanstalten der DDR“ gezeigt. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück und der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur und wurde 2018 erstmals in der Gedenkstätte Ravensbrück gezeigt. Sie widmet sich Zeuginnen und Zeugen Jehovas (auch als Bibelforscher bekannt), die im NS-Staat unter anderem im Konzentrationslager Ravensbrück inhaftiert und später in der DDR erneut verfolgt waren. Von völkischen und nationalsozialistischen Kreisen wurden die Bibelforscher bereits in den 1920er-Jahren als „jüdische Bolschewisten“, „Volksverräter“ und „Kommunisten“ verunglimpft. Rund 2800 deutsche Zeuginnen und Zeugen Jehovas sowie 1400 aus den besetzen Ländern wurden als „Schutzhäftlinge“ der Gestapo in die Konzentrationslager deportiert. Im KZ Ravensbrück waren bis zur Befreiung 782 weibliche und 218 männliche Bibelforscher inhaftiert.
Zur Einführung wird Falk Bersch sein Buch „Aberkannt! Die Verfolgung von Jehovas Zeugen im Nationalsozialismus und in der SBZ/DDR“ vorstellen.
> Info
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Falk Bersch:
Aberkannt! Die Verfolgung von Jehovas Zeugen im Nationalsozialismus und in der SBZ/DDR
ISBN: 978-3-86331-379-1 | 350 Seiten | 19,– €
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Donnerstag, 23. Januar 2020 | 18.00 Uhr
Freie Universität Berlin

Hörsaal B | Friedrich-Meinecke-Institut
Koserstraße 20
14195 Berlin
(U-Bahnhof Podbielskiallee)

Buchvorstellung
Gunst und Gewalt. Sport in nationalsozialistischen Konzentrationslagern

Dr. Veronika Springmann im Gespräch mit Prof. Dr. Michael Wildt
Moderation: Prof. Dr. Martin Lücke
Anschließend Empfang

Sport war in den Konzentrations- und später auch in den Vernichtungslagern allgegenwärtig. Übungen aus dem Kanon des Sports oder der Leibesübungen wurden von Aufseher*innen gewaltförmig gegen die Häftlinge gerichtet. Doch auch von den Häftlingen organisierte Fußball spiele fanden in den Lagern statt. Zur Unterhaltung der SS wurden regelmäßig Boxkämpfe veranstaltet, in denen Häftlinge gegeneinander kämpfen mussten. Veronika Springmann untersucht in dieser ersten
Studie zu Sport in NS-Konzentrationslagern das Wechselverhältnis von Geschlecht, insbesondere von Männlichkeit, Sport und Gewalt. Mit ihrer Analyse der Wirkungsweisen von Macht und Gewalt beleuchtet sie einen wichtigen Aspekt der Alltagsgeschichte der Konzentrationslager.

Eine Veranstaltung der Freien Universität Berlin und des Arbeitsbereichs
Didaktik der Geschichte der Freien Universität Berlin
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Veronika Springmann:
Gunst und Gewalt. Sport in nationalsozialistischen Konzentrationslagern
ISBN: 978-3-86331-500-9 | 310 Seiten | 22,– Euro
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Donnerstag, 5. Dezember 2019 | 18.30 Uhr
Ledigenheim

Rehhoffstraße 1-3
20459 Hamburg

2. Bauhaus Gespräch im Ledigenheim
Vorstellung des Buchs: 100 Jahre Bauhaus – Vielfalt, Konflikt und Wirkung

Vielfalt, Konflikt und Wirkung stehen dafür, wenig beachtete Seiten des Bauhauses ins Licht zu rücken. In dieser Bildungsstätte, die vor 100 Jahren in der jungen Weimarer Republik gegründet wurde, ging es um grundsätzliche produktive, künstlerische und gesellschaftliche Neugestaltung. An wen richteten sich die Errungenschaften des Bauhauses? Wohin orientierte sich die Arbeit nach Schließung der Schule? Welche Ergebnisse sind heute aktuell?

Das 2. Bauhaus Gespräch im Ledigenheim diskutiert Wirkungen: Bernd Hüttner (Bremen) zeigt, wie das Bauhaus vereinnahmt wurde. Laura Rosengarten (Leipzig) beleuchtet Zusammenhänge der Zeit nach 1933, nach 1945 und der Gegenwart. Schroeter & Berger (Berlin) stellen ihr Projekt „Das Bauhaus und die kleinen Folgen“ vor. Bianca Hein und Monika Wucher (Hamburg) fragen nach den Möglichkeiten verantwortlicher Bauhaus-Aneignung.
Mit Filmbeispielen. Der Eintritt ist frei.

Besonderen Dank an das Kunstgeschichtliche Seminar der Universität Hamburg.
Eine Veranstaltung der projektgruppe, hamburg und der Stiftung Ros.
In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg, gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.
> Info
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100 Jahre Bauhaus. Vielfalt, Konflikt und Wirkung.
Hrsg. v. Bernd Hüttner und Georg Leidenberger.
Berlin, Metropol Verlag, 2019.
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Donnerstag, 28. November 2019 | 19.00 Uhr
NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Appellhofplatz 23–25
50667 Köln

Erzähl-Abend mit Lesung
Henry Oster: Ein jüdischer Junge überlebt Auschwitz

Mit Dr. Karola Fings (Stv. Direktorin NS-DOK), Aaron Knappstein (Mitarbeiter NS-DOK) und Jörg Fabrizius (Schauspieler)

Mit vier Jahren spaziert er 1939 an der Hand seines Vaters durch die Straßen Kölns. Mit 16 Jahren wird er im April 1945, dem Tod nahe und nun Waise, in Buchenwald befreit. Er emigriert 1946 in die USA und schwört sich, nie wieder deutschen Boden zu betreten. Doch dann bricht er den Schwur und kommt 2010 mit dem Besuchsprogramm der Stadt Köln nach Köln. Er nimmt Kontakt zum NS-DOK auf, und es entsteht ein dynamischer Prozess, der alle Beteiligten bereichert, In seinem Auftrag forscht das NS-DOK nach Holocaust-Überlebenden seiner Familie und findet Mickey Maxwell, eine Groß-Cousine, die ebenfalls in den USA lebt.

Dr. Karola Fings und Aaron Knappstein erzählen von ihren Begegnungen mit (Heinz) Henry Oster, die sie tief berührt und beeindruckt haben. Ein weiteres Ergebnis der Begegnung ist die Autobiografie „Rechts zum Leben, links zum Tod“, aus der der Kölner Schauspieler Jörg Fabrizius einige Passagen vorlesen wird. So kommt Henry Oster in dieser Veranstaltung auch sebst zu Wort, obwohl er leider kurz nach Fertigstellung des Buches am 17. März 2019 verstarb.
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Henry H. Oster, Rechts zum Leben, links zum Tod
Ein jüdischer Junge überlebt Litzmannstadt, Auschwitz und Buchenwald
ISBN: 978-3-86331-437-8 | 235 Seiten | 19,– €
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Mittwoch, 27. November 2019, 18.15 Uhr
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Campus Westend

Norbert-Wollheim-Platz 1
Casino-Gebäude
Raum 1.801
60323 Frankfurt

Buchvorstellung
Inge Deutschkron: Auschwitz war nur ein Wort

Berichte über den Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963–1965
mit der Herausgeberin und Übersetzerin Dr. Beate Kosmala

Über den ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963–1965), der die deutsche Gesellschaft mit der Judenvernichtung konfrontierte und sie nachhaltig veränderte, berichtete auch die Journalistin Inge Deutschkron. Der vorgestellte Band versammelt einen Großteil ihrer täglichen Berichte aus Frankfurt nach Tel Aviv, die sie als Bonner Deutschlandkorrespondentin der israelischen Zeitung Maariv verfasste, sowie einige Reportagen über den Prozess. Sie stand vor der fast unlösbaren Aufgabe, das Grauen von Auschwitz und die Versuche, ihm mit juristischen Mitteln zu begegnen, ihren israelischen Lesern nahezubringen, unter denen viele Überlebende waren.

Dr. Beate Kosmala ist Historikerin und Übersetzerin. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung sowie Kuratorin der Gedenkstätte »Stille Helden« in der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin. Die 2019 auf Deutsch erschienenen Beiträge Inge Deutschkrons wurden von ihr übersetzt und herausgegeben.

Eine Kooperation mit dem Förderverein Fritz Bauer Institut e.V.
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Inge Deutschkron
Auschwitz war nur ein Wort
Berichte über den Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963–1965
Herausgegeben und aus dem Englischen übertragen von Beate Kosmala
Oktober 2018 | ISBN: 978-3-86331-417-0 | 328 Seiten | 24,– €
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Freitag, 22. November 2019, 19.30 Uhr
Afrika-Haus Berlin

Bochumer Str. 25
10555 Berlin

Über Rassismus und Widerstand –
Eine US-amerikanisch-deutsch-äthiopische Lebensgeschichte
Lesung und Gespräch

mit den Autor*innen Andreas Nakic, Gewaltpräventionstrainer,
Marianne Bechhaus-Gerst, Afrikanistin und Kulturwissenschaftlerin,
und dem Schauspieler Sunga Weineck

Andreas Nakic wird am 16.08.1962 in Denver/Colorado als uneheliches Kind der 19-jährigen weißen US-Amerikanerin Diane Elizabeth Robbie und des äthiopischen Austauschstudenten Bekele Walde Semayat geboren. Er wird zur Adoption freigegeben und nach drei Jahren im Heim von einer weißen deutsch-amerikanischen Familie adoptiert, die bereits vier leibliche Söhne hat.
Die Adoptiveltern lassen ihn spüren, dass er anders ist und eigentlich nicht dazu gehört. Psychische wie physische Gewalt prägen das Leben in der Familie. In der Schule, im gesellschaftlichen Umfeld und in der Adoptivfamilie gehören rassistische Übergriffe für ihn zur alltäglichen Erfahrung. Doch Andreas setzt sich zur Wehr, erkämpft mit 17 seine Unabhängigkeit von den ungeliebten Adoptiveltern und beginnt, seinen eigenen Weg zu gehen.
Mit 51 beschließt er, seine leibliche Mutter zu suchen. Die Wiedervereinigung von Mutter und Sohn findet im Herbst 2013 in Köln statt. Schnell stellt sich heraus, dass beider Leben von Lug und Betrug durch ein jeweils vermeintlich wohlmeinendes Umfelds geprägt wurden.

Das Buch entstand auf der Grundlage von Interviews, in denen Andreas seine Lebensgeschichte in seinen eigenen Worten, unzensiert und roh, erzählen konnte. Auch Andreas Mutter kommt zu Wort und beschreibt ihre Erfahrungen mit Verlust und Wiedervereinigung. Ergänzt werden die Interviews und Erfahrungsberichte durch Sachtexte, die helfen sollen, die individuellen Lebensgeschichten in einen größeren historischen und gesellschaftlichen Kontext einzuordnen.
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Andreas Nakic/Marianne Bechhaus-Gerst
Über Rassismus und Widerstand
Eine US-amerikanisch-deutsch-äthiopische Lebensgeschichte
September 2019 | ISBN: 978-3-86331-492-7 | 240 Seiten | 19,– €
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Dienstag, 19. November 2019 | 19.00 Uhr
Stadtbibliothek „Rudolf Hagelstange“
Nikolaiplatz 1
99734 Nordhausen

Wolfgang Benz: Antisemitismus in der DDR
Manifestationen und Folgen des Feindbilds Israel
Lesung & Gespräch mit Wolfgang Benz

In der DDR galt der Antisemitismus als Element faschistischer Ideologie als überwunden. Der politisch instrumentalisierte Antizionismus, der Israel als „Agressorstaat“ definierte, gehörte hingegen jahrzehntelang zur Staatsdoktrin. Erst 1988, als der 50. Jahrestag der Novemberpogrome erstmals in Ostberlin aufwändig begangen wurde, kam es zu einer taktischen Annäherung an Israel. Die zehn Beiträge des Sammelbands „Antisemitismus in der DDR“ nehmen die Traditionen und Wirkungen judenfeindlicher Ressentiments in der DDR in den Blick und setzen sich mit deren Auswirkungen bis in die Gegenwart auseinander. In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung lädt die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora ganz herzlich zu einer Lesung mit dem Herausgeber Wolfgang Benz am 19. November um 19.00 Uhr in den Ratssaal der Stadtbibliothek Nordhausen.
>> Info
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Wolfgang Benz (Hrsg.): Antisemitismus in der DDR.
Manifestationen und Folgen des Feindbildes Israel
ISBN: 978-3-86331-436-1 | 275 Seiten | 19,– €
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Freitag, 15. November 2019 | 20.00 Uhr
Stadtbücherei Wangen im Kornhaus
Postplatz 1
88239 Wangen im Allgäu

Gabi (1937–1943)
Geboren im Allgäu – Ermordet in Auschwitz
Buchvorstellung und Lesung mit Leo Hiemer

Im Rahmen der Wanderausstellung „Geliebte Gabi“

Veranstalter: Stadtbücherei und Kulturverein Kultrast e.V.
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Donnerstag, 14. November 2019 | 19.00 Uhr
Stadtbibliothek Memmingen
Antonierhaus
Martin-Luther-Platz 1
87700 Memmingen

Gabi (1937–1943)
Geboren im Allgäu – Ermordet in Auschwitz
Buchvorstellung und Lesung mit Leo Hiemer

Im Rahmen der Wanderausstellung „Geliebte Gabi“

Veranstalter: Buchhandlung Javurek und Stadtbibliothek Memmingen
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Dienstag, 12. November 2019 | 19.00 Uhr
Dokumentationszentrum Topographie des Terrors

Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
Berlin-Kreuzberg

Opfer, Täter, vecinos?
Das Erbe des Nationalsozialismus in Südamerika nach 1945

Begrüßung: Prof. Dr. Andreas Nachama, Berlin
Impulsvortrag: Prof. Dr. Holger M. Meding, Köln
Podiumsgespräch mit: Prof. Dr. Holger M. Meding, Prof. Jeanine Meerapfel, Berlin, und Dr. Juliana Ströbele-Gregor, Berlin
Im Anschluss: Skype-Gespräch mit Gastón Chillier, Buenos Aires
Moderation: Prof. Dr. Dr. h.c. Stefan Rinke, Berlin

Nach der Machtübernahme Hitlers begann die erzwungene Emigration Tausender von den Nationalsozialisten verfolgter Juden nach Südamerika. Nach dem Zweiten Weltkrieg entschieden sich zahlreiche NS-Täter für eine Flucht nach Übersee, um sich der Strafverfolgung in Europa zu entziehen.
Der Vortrag und das Podiumsgespräch geben einen Überblick über die beiden Einwan­derungsgruppen in Südamerika und gehen insbesondere der Frage nach, welche Beziehungen unter ihnen sowie zur ansässigen Bevölkerung bestanden. Im Skype-Gespräch wird auch nach der Bedeutung des Erbes des Nationalsozialismus in Südamerika für die dortigen Erinnerungskulturen gefragt.

Holger M. Meding, 1962 geboren, ist Professor für Iberische und Lateinamerikanische Geschichte an der Universität zu Köln. 1992 veröffentlichte er Flucht vor Nürnberg? Deutsche und österreichische Einwanderung in Argentinien 1945–1955.
Jeanine Meerapfel, 1943 in Buenos Aires als Tochter deutsch-jüdischer Emigranten geboren, ist Präsidentin der Berliner Akademie der Künste. 1964 verließ sie Argentinien und studierte am Institut für Filmgestaltung der hfg Ulm. Zu ihren Werken gehört der u. a. in Buenos Aires gedrehte Spielfilm Der deutsche Freund (2012).
Juliana Ströbele-Gregor, 1943 geboren, ist freiberufliche Kultur- und Sozialanthropologin. Als Tochter des ersten deutschen Botschafters nach dem Zweiten Weltkrieg kam sie 1952 nach Bolivien. 2018 erschien ihr Buch Transnationale Spurensuche in den Anden. Von geflüchteten Juden, „Altdeutschen” und Nazis in Bolivien.
Gastón Chillier ist Direktor des Centro de Estudios Legales y Sociales (CELS) in Buenos Aires. Die nichtstaatliche Organisation wurde 1979 in der letzten Phase der argentinischen Militärdiktatur gegründet und setzt sich für die Einhaltung von Menschenrechten ein.
Stefan Rinke, 1965 geboren, ist Professor für Geschichte Lateinamerikas am Lateinamerika-Institut und am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin.
> Info
Eine Veranstaltung der Stiftung Topographie des Terrors
gemeinsam mit dem Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin

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Juliana Ströbele-Gregor
Transnationale Spurensuche in den Anden
Von geflüchteten Juden, „Altdeutschen“ und Nazis in Bolivien
2018 | ISBN: 978-3-86331-395-1 | 235 Seiten | 22,– €
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Freitag, 8. November 2019 | 19.00 Uhr
Haus International Kempten
Poststraße 22
87439 Kempten

Gabi (1937–1943)
Geboren im Allgäu – Ermordet in Auschwitz
Buchvorstellung und Lesung mit Leo Hiemer

Im Rahmen der Wanderausstellung „Geliebte Gabi“

Veranstalter: Deutsch-Israelische Gesellschaft Kempten und VVN Gruppe Allgäu
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Mittwoch, 6. November 2019 | 19.00 Uhr
Saal der Stadtbücherei Münster

Alter Steinweg 11
48143 Münster

Münsters Stadtverwaltung und der Nationalsozialismus
Mit Philipp Erdmann und Annika Hartmann (Münster)

Welche Rolle spielte die Stadtverwaltung Münster im verbrecherischen Gewaltsystem des nationalsozialistischen Deutschlands und wie waren die Entwicklungen vor 1933 und nach 1945 personell und inhaltlich?
Auf Initiative der Stadt Münster hat der Rat der Stadt Münster eine unabhängige wissenschaftliche Aufarbeitung des Themas initiiert, die der Geschichtsort Villa ten Hompel und weitere städtische Institutionen begleitet haben.
Im Rahmen einer Buchpräsentation stellen Philipp Erdmann und Annika Hartmann ihre frisch in der Schriftenreihe der Villa ten Hompel veröffentlichten Dissertationen anhand von analytischen Handlungsfeldern und konkreten Fallbeispielen vor.

Philipp Erdmann und Annika Hartmann haben in Münster Neuere und Neueste Geschichte studiert und sind am Lehrstuhl von Prof. Dr. Großbölting promoviert worden. Philipp Erdmann ist wissenschaftlich-pädagogischer Mitarbeiter im Stadtarchiv Münster, Annika Hartmann ist zurzeit in Elternzeit, zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Lüneburg.
> Info
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Annika Hartmann
Verwaltung vor Ort zwischen Konflikt und Kooperation
Die Stadtverwaltung Münster und der Nationalsozialismus
Villa ten Hompel Schriften 13
ISBN: 978-3-86331-497-2 | 368 Seiten | 24,– Euro

Philipp Erdmann
Kommunales Krisenhandeln im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit
Die Stadtverwaltung Münster zwischen Nationalsozialismus und Demokratisierung
Villa ten Hompel Schriften 14
ISBN: 978-3-86331-493-4 | 476 Seiten | 26,– Euro
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Mittwoch, 30. Oktober 2019 | 18.00 Uhr
Ehemaliges Jüdisches Waisenhaus

Berliner Straße 120/121
13187 Berlin

»Ich suchte das Leben bei den Toten«
Zeitzeugengespräch und Lesung mit Halina Birenbaum

Begrüßung: Univ. Prof. Dr. Peter-Alexis Albrecht, Vorstand der gemeinnützigen Cajewitz-Stiftung
Grußwort: Sören Benn, Bürgermeister von Pankow
Historische Einführung: Dr. Beate Kosmala
Lesung und Gespräch: Halina Birenbaum mit Beate Kosmala

Halina Birenbaum (*1929) wird als Tochter von Jakub und Pola Grynsztejn in Warschau geboren und wächst mit zwei älteren Brüdern auf. Bald nach dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 muss ihre Familie in das Warschauer Ghetto übersiedeln. Im Juli 1943 wird sie in das KZ Majdanek und von dort nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Sie überlebt den Todesmarsch im Januar 1945. Am 2. Mai 1945 wird sie von der Roten Armee als »Kind-Greisin« im Lager Neustadt-Glewe befreit. Ihre Eltern und ein Bruder wurden ermordet. 1947 gelingt ihr die Einwanderung in Palästina, wo sie zunächst in Kibbuzim arbeitet. 1950 heiratet sie Henryk Birenbaum und bekommt zwei Söhne. In ihrem Buch »Ich suchte das Leben bei den Toten« (auf Deutsch Metropol 2019), das hier vorgestellt wird, beschreibt die Schriftstellerin und Dichterin Halina Birenbaum eindringlich ihre Erinnerungen an ihre Familie, ihr Leben in Israel und was es bedeutet, in Polen und Deutschland Zeitzeugin zu sein.

> Info
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Montag, 21. Oktober 2019 | 18.30 Uhr
Ledigenheim

Rehhoffstraße 1–3
20459 Hamburg

Bauhaus Gespräche im Ledigenheim
Vorstellung des Buchs: 100 Jahre Bauhaus – Vielfalt, Konflikt und Wirkung

Vielfalt, Konflikt und Wirkung stehen dafür, wenig beachtete Seiten des Bauhauses ins Licht zu rücken. In dieser Bildungsstätte, die vor 100 Jahren in der jungen Weimarer Republik gegründet wurde, ging es um grundsätzliche gesellschaftliche, handwerkliche, industrielle und künstlerische Erneuerung. Inwiefern wurden diese hohen Ansprüche eingelöst? Welche unterschiedlichen Meinungen und Ziele fanden Ausdruck? Wie offen war das Bauhaus und welche Vielfalt wurde dort gelebt, die heute beachtenswert wäre?
Drei Kunst- und Geschichtswissenschaftler/innen regen mit ihren Beiträgen an, über die Bauhaus-Vielfalt zu diskutieren:
Georg Leidenberger (Mexiko-Stadt) spricht über den Radius des Architekten und Bauhaus-Direktors Hannes Meyer, Monika Wucher (Hamburg) über Bauhaus-Kritik von innen und Valerija Kuzema (Berlin) über Grundlagen der Freien Kunst am Bauhaus.

Mit Dank an das Kunstgeschichtliche Seminar der Universität Hamburg.

Eine Veranstaltung der projektgruppe, hamburg und der Stiftung ros,
in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg,
gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.
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Bernd Hüttner/Georg Leidenberger (Hrsg.)
100 Jahre Bauhaus. Vielfalt, Konflikt und Wirkung,
Berlin 2019
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Mittwoch, 23. Oktober 2019, 19 Uhr
Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Zweite Etage, Saal 2B
Stauffenbergstraße 13-14
10785 Berlin

Dr. Tanja von Fransecky:
Bis ans Maul der Bestie.
Nelly Klein – eine österreichische Jüdin im belgischen Widerstand

Begrüßung: Barbara Schieb, Gedenkstätte Stille Helden
Die Autorin ist im Gespräch mit Eva Sturm, Nelly Kleins Tochter.
Gesprächsmoderation: Dr. Annette Leo (Publizistin, Historikerin)

Sofort nach dem Einmarsch der Wehrmacht in Österreich im März 1938 setzen dort antisemitische Ausschreitungen und Hetzjagden gegen die jüdische Bevölkerung ein. Nachdem sie ihres Hab und Guts beraubt worden ist, flieht die jüdische Familie Klein im August 1939 aus Wien nach Belgien. Völlig mittellos ist sie auf die Hilfe des Flüchtlingskomitees angewiesen. Als die Wehrmacht im Mai 1940 auch in Belgien einmarschiert, gerät Familie Klein erneut ins Visier der nationalsozialistischen Judenverfolgung. Tochter Nelly schließt sich der kommunistischen Sektion Travail allemand an, deren Ziel es ist, den Kampfgeist der Deutschen zu brechen. Nelly soll Kontakte zu Wehrmachtsoldaten knüpfen, um sie zum Verrat militärischer Geheimnisse, zum Desertieren und zur Mitarbeit im Widerstand zu bewegen.

Wegen der begrenzten Platzzahl bitten wir Sie um Anmeldung bis zum 20. Oktober 2019
per E-Mail: veranstaltung@gedenkstaette-stille-helden.de oder Telefon: (030) 26 99 50 00.
> Info
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Tanja von Fransecky: Bis ans Maul der Bestie. Nelly Klein – eine österreichische Jüdin im belgischen Widerstand, Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden, Band 8, März 2019 ISBN: 978-3-86331-444-6 | 155 Seiten | 16,– €
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Donnerstag, 10. Oktober 2019 | 15.00 Uhr
Gemeindehaus

Kleiner Saal der Evangelischen Kirchengemeinde
Kirchweg 6
14129 Berlin

Die Stasi, der König und der Zimmermann – Eine Geschichte von Verrat
Lesung & Vortrag mit der Autorin Petra Riemann

Petra Riemann liest aus ihrer neuen Publikation. Sie arbeitet in ihrem neuen Buch die Stasi-Vergangenheit ihres Vaters und bekannten DDR-Schauspielers Lutz Riemann auf. Im Sommer 2013 berichtet die WELT AM SONNTAG, Lutz Riemann habe als IM für die HVA der Stasi gearbeitet. Unter dem Decknamen „Richard König“ habe er in den 70er-Jahren Peer Steinbrück bespitzelt und Künstlerkollegen in Thüringen ausspioniert. Nicht nur den SPD-Kanzlerkandidaten trifft die Nachricht wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Auch bei der Tochter, Petra Riemann, geht sie „rein wie ein Messer“, denn Steinbrück ist ihr Onkel. Lutz Riemann, bekannt als „Oberleutnant Zimmermann“ aus der Reihe „Polizeiruf 110“, bestreitet zwar, über „seinen Freund“ Peer berichtet zu haben. Seine Stasi-Tätigkeit aber gibt er unumwunden zu. Petra Riemann ist schockiert und kann nicht glauben, dass ihr Vater ein linientreuer IM war, der über Kollegen ans MfS berichtete. Wer verbirgt sich hinter „Richard König“?
Bei der multimedialen Lesung steht Petra Riemann im Sprechwechsel mit ihrem Mann, dem Filmemacher Torsten Sasse, der aus Stasi-Akten zitiert.
>>Info
Veranstalter: Evangelische Gemeinde Nikolassee & Buchhandlung Lesezeichen
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Samstag, 19. Oktober 2019 | 19.00 Uhr
Rathaussaal Marktoberdorf
Richard-Wengenmeier-Platz 1
87616 Marktoberdorf

Gabi (1937–1943)
Geboren im Allgäu – Ermordet in Auschwitz
Buchvorstellung und Lesung mit Leo Hiemer

Im Rahmen der Wanderausstellung „Geliebte Gabi“

Leo Hiemer hat sich viele Jahre intensiv mit dem Schicksal von Gabriele Schwarz beschäftigt. Bereits 1994 schilderte er in seinem preisgekrönten Spielfilm »Leni … muss fort« die Geschichte von Gabi, dem Mädchen aus dem Allgäu, das die Nazis zur Vernichtung bestimmt hatten. Das auf vielen Dokumenten und Fotografien beruhende Buch berichtet nun umfassend über den kurzen Lebensweg des kleinen Kindes. Gabis Mutter Lotte war getaufte Jüdin aus Augsburg, den Vater hat sie niemals angegeben. Ihre ebenfalls getaufte kleine Tochter gab sie in die Obhut frommer Pflegeeltern im Allgäu. Auf deren Bauernhof wuchs Gabi in ländlicher Idylle zunächst unbeschwert auf. Währenddessen versuchte Lotte, sich und ihre kleine Tochter mit Hilfe von Kardinal Faulhaber ins Ausland zu retten. Doch im September 1941 wurde Lotte verhaftet, ins KZ Ravensbrück überstellt und in der NS-Tötungsanstalt Bernburg umgebracht. Im Februar 1943 musste auch Gabi ihrer Heimat für immer Lebewohl sagen. Über die Zwischenstation München wurde die Fünfjährige nach Auschwitz verschleppt, wo sie an Ort und Stelle ermordet wurde.
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Leo Hiemer: Gabi (1937–1943). Geboren im Allgäu – Ermordet in Auschwitz
ISBN: 978-3-86331-455-2 | 415 Seiten | 24,– €
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Dienstag, 1. Oktober 2019 | 19.30 Uhr
Allerweltshaus Köln

Körnerstraße 77–79
50823 Köln

Rassismus und Widerstand
Lesung, Buchvorstellung und Gespräch

mit den Autor*innen Andreas Nakic, Gewaltpräventionstrainer, und Marianne Bechhaus-Gerst, Afrikanistin und Kulturwissenschaftlerin.

Andreas Nakic wird 1962 als uneheliches Kind einer weißen US-Amerikanerin und eines äthiopischen Austauschstudenten geboren. Er wird zur Adoption freigegeben. Mit seiner Adoption durch eine deutsch-amerikanische Familie und deren Übersiedlung nach Deutschland beginnt für ihn ein Leben, das durch Gewalt und rassistische Übergriffe geprägt ist. Als Jugendlicher erkämpft Andreas seine Unabhängigkeit von den ungeliebten Adoptiveltern und geht seinen eigenen Weg. Als 51-Jähriger trifft er zum ersten Mal seine leibliche Mutter. Das Buch kombiniert autobiografische Texte und Sachtexte, die die individuelle Lebensgeschichte in einen größeren historischen und gesellschaftlichen Kontext einordnen.
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Andreas Nakic/Marianne Bechhaus-Gerst
mit Diane Truly
Über Rassismus und Widerstand
Eine US-amerikanisch-deutsch-äthiopische Lebensgeschichte
Oktober 2019 | ISBN: 978-3-86331-492-7 | 240 Seiten | 19,– €
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Dienstag, 1. Oktober 2019 | 18.00 Uhr
Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus e.V.

Nikolaikirchplatz 5-7
10178 Berlin (Nikolaiviertel)

Die Stasi, der König und der Zimmermann: Eine Geschichte von Verrat
Buchvorstellung & multimediale Lesung

mit
Petra Riemann, Autorin und Filmschnittmeisterin beim RBB, und
Torsten Sasse, Journalist

Im Sommer 2013 berichtet die WELT AM SONNTAG, der bekannte DDR-Schauspieler Lutz Riemann habe als IM für die HVA der Stasi gearbeitet. Unter dem Decknamen „Richard König“ habe er in den 70er-Jahren Peer Steinbrück bespitzelt und Künstlerkollegen in Thüringen ausspioniert. Nicht nur den SPD-Kanzlerkandidaten trifft die Nachricht wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Auch bei der Tochter, Petra Riemann, geht sie „rein wie ein Messer“, denn Steinbrück ist ihr Onkel. Lutz Riemann, bekannt als „Oberleutnant Zimmermann“ aus der Reihe „Polizeiruf 110“, bestreitet zwar, über „seinen Freund“ Peer berichtet zu haben. Seine Stasi-Tätigkeit aber gibt er unumwunden zu. Petra Riemann ist schockiert …
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Donnerstag, 26. September 2019 | 18.00 Uhr
Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald
Belower Damm 1
16909 Wittstock/Dosse

„Im guten Einvernehmen“ – Die Stadt Oranienburg und die Konzentrationslager Oranienburg und Sachsenhausen 1933–1945
Buchvorstellung und Diskussion mit dem Autor Frédéric Bonnesoeur
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Mittwoch, 25. September 2019 | 19.00 Uhr
Meininger Staatstheater

Foyer der Kammerspiele
Bernhardstraße 5
98617 Meiningen

Im Rahmen der Reihe „Blauer Salon“
Buchvorstellung und Lesung mit Petra Riemann und Torsten Sasse
„Die Stasi, der König und der Zimmermann“

Begrüßung: Ansgar Haag, Intendant des Staatstheaters Meiningen
Lesung: Petra Riemann und Torsten Sasse
Moderation: Heike Langguth, Leiterin des Bildungszentrums Meiningen

Im Sommer 2013, mitten im Bundestagswahlkampf, berichtet die „WELT am Sonntag“: Der bekannte DDR-Schauspieler Lutz Riemann arbeitete als IM für die HV A der Stasi. Unter dem Decknamen „Richard König“ habe er in den 70er Jahren Peer Steinbrück bespitzelt und Künstlerkollegen in Thüringen ausspioniert. Nicht nur den SPD-Kanzlerkandidaten trifft die Nachricht wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Auch bei der Tochter des Schauspielers, Petra Riemann, geht sie „rein wie ein Messer“, denn Steinbrück ist ihr Onkel. Lutz Riemann, bekannt als „Oberleutnant Zimmermann“ aus der Reihe „Polizeiruf 110“, bestreitet zwar, über „seinen Freund“ Peer berichtet zu haben. Seine Stasi-Tätigkeit aber gibt er unumwunden zu. Petra Riemann ist schockiert. Sie kann nicht glauben, dass ihr Vater ein linientreuer IM war, der über Kollegen ans MfS berichtete. Petra Riemann arbeitet schließlich die eigene Familiengeschichte auf. Im Ergebnis entsteht das Buch „Die Stasi, der König und der Zimmermann“, das am 9. Mai erstmalig von der Autorin präsentiert wird.
>>> Info
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Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Landesbeauftragten des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA) beim Thüringer Landtag und dem Bildungszentrum der Thüringer Polizei
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Petra Riemann (mit Torsten Sasse)
Die Stasi, der König und der Zimmermann
Eine Geschichte von Verrat
ISBN: 978-3-86331-465-1 | ca. 240 Seiten | 22,00 Euro
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Montag, 23. September 2019 | 19.00 UHR
Begegnungsstätte Kleine Synagoge

An der Stadtmünze 5
99084 Erfurt

Buchvorstellung und Diskussion
Steven Robins: Briefe aus Stein. Von Nazi-Deutschland nach Südafrika

Das alte Postkartenfoto kannte Steven Robins schon, als er in den 1960er- und 1970er-Jahren im südafrikanischen Port Elizabeth aufwuchs. Es zeigt drei ihm unbekannte Frauen. Erst später erfuhr er, dass das Bild die Mutter und die Schwestern seines Vaters im Jahr 1937 in Berlin zeigt, bevor sie in Auschwitz getötet wurden. Seit der Namensänderung von Robinski in Robins erzählte Steven Robins’ Vater nichts mehr über seine Vergangenheit in Europa, nichts über seine Flucht aus Nazi-Deutschland, nichts über das Schicksal seiner Familie – bis Steven, inzwischen ein junger Anthropologe, ihn im Jahr vor seinem Tod befragte. Doch die Informationen, die sein Vater mitteilte, waren dürftig. Schließlich fand Steven Robins Unterlagen über seine Familie in Archiven und entdeckte über hundert Briefe, die die Familie von 1936 bis 1943 aus Berlin an seinen Vater und Onkel geschickt hatte. Dabei las Steven Robins auch Worte der Frauen auf dem Foto.
„Briefe aus Stein“ ist die ergreifende Rekonstruktion einer Familiengeschichte. Die Hilferufe seiner im Nazi-Staat gefangenen Angehörigen erreichten Steven Robins’ Vater in Südafrika, der jedoch nicht helfen konnte und schließlich den Rückzug ins Schweigen wählte.
In seinem Buch untersucht Steven Robins auch die Komplizenschaft seines Fachgebietes, der Anthropologie, die ebenso wie die Eugenik und die Ethnologie die vermeintlich wissenschaftlichen Grundlagen für den nationalsozialistischen Rassismus legte.

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.
>> Info

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit der Initiative „Decolonize Erfurt“ und der Professur für Wissenschaftsgeschichte der Universität Erfurt.
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Steven Robins
Briefe aus Stein. Von Nazi-Deutschland nach Südafrika
ISBN: 978-3-86331-477-4
ca. 300 Seiten | 24,00 Euro
Erscheinungstermin: September 2019
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Dienstag, 24. September 2019 | 19:00 Uhr
Erinnerungsort Topf & Söhne

Sorbenweg 7
99099 Erfurt

Die Gegenwart der kolonialen Vergangenheit
Kontroversen um eine Dekolonisierung der Erinnerungskultur
Vortrag von Dr. Joachim Zeller, Historiker, Berlin

Der Umgang mit der Kolonialgeschichte, die hierzulande lange im Schatten der Aufarbeitung des Nationalsozialismus und des Holocaust stand, unterliegt gegenwärtig einem grundlegenden Wandel. Zwar zählt auch Deutschland faktisch zu den postkolonialen Gesellschaften Europas, doch ist diese Tatsache kaum in das Bewusstsein der Menschen und in das Handeln der Politik vorgedrungen.

In den vergangenen Jahren haben sich zahlreiche zivilgesellschaftliche Initiativen gegründet, um die notwendige Auseinandersetzung um eine Dekolonisierung der globalen und lokalen Machtverhältnisse voranzubringen. Eine Trendwende weg vom Vergessen und Verdrängen der kolonialen Vergangenheit bedeutete auch die 2016/2017 im Deutschen Historischen Museum in Berlin gezeigte Ausstellung Deutscher Kolonialismus. Fragmente seiner Geschichte und Gegenwart. Aufhorchen ließ nicht zuletzt der im November 2016 verabschiedete Koalitionsvertrag der neuen Berliner Landesregierung aus SPD, Grünen und Die Linke. Er bekundet die Absicht, zusammen “mit dem Bund eine zentrale Gedenkstätte als Lern- und Erinnerungsort” zum deutschen Kolonialismus in der Bundeshauptstadt einrichten zu wollen.

Nach einer Einführung in diese Debatte stellt Joachim Zeller ausgewählte Aktionen und Projekte zur Weiterentwicklung einer postkolonialen Gedenkkultur in Deutschland vor. Angesprochen werden dabei auch die aktuellen Debatten um den Völkermord an den Herero und Nama und die koloniale Beutekunst im geplanten Berliner Humboldt Forum.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Interkulturellen Woche 2019 der Landeshauptstadt Erfurt und in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung statt.
Veranstalter: Stadtverwaltung Erfurt, Erinnerungsort Topf & Söhne
>> Info
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Marianne Bechhaus-Gerst/Joachim Zeller (Hrsg.)
Deutschland postkolonial? Die Gegenwart der imperialen Vergangenheit
November 2018 | ISBN: 978-3-86331-393-7 | 579 Seiten | 29, €
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Dienstag, 24. September 2019 | 18:30 Uhr

Schlossmuseum Oranienburg
Schlossplatz 1
16515 Oranienburg

„Im guten Einvernehmen“ – Die Stadt Oranienburg und die Konzentrationslager Oranienburg und Sachsenhausen 1933–1945
Buchvorstellung und Diskussion mit dem Autor Frédéric Bonnesoeur

Für die Einrichtung der nationalsozialistischen Konzentrationslager war das kommunale Umfeld von grundlegender Bedeutung. Die KZ waren keine isolierten Orte, sondern über ein engmaschiges Netz von verwaltungstechnischen, wirtschaftlichen und sozialen Beziehungen in ihre Umgebungsgesellschaft eingebunden. Paradigmatisch für dieses wechselseitige Zusammenspiel steht die Einrichtung der Konzentrationslager Oranienburg und Sachsenhausen in der Stadt Oranienburg. Frédéric Bonnesoeur fragt nach den Interessen von Stadtverwaltung und örtlicher Wirtschaft bei der Etablierung von zwei der zeitweise größten Konzentrationslager des Deutschen Reiches und den Auswirkungen kommunalpolitischer Entscheidungen. Darüber hinaus beleuchtet er die Kontakte zwischen SA, SS, KZ-Gefangenen und Bevölkerung.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Gedenkstätte Sachsenhausen
>> Info

Frédéric Bonnesoeur: Im guten Einvernehmen. Die Stadt Oranienburg und die Konzentrationslager Oranienburg und Sachsenhausen 1933–1945
ISBN: 978-3-86331-397-5 | 184 Seiten | 16,– €
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Dienstag, den 24. September 2019 | 18.00 Uhr
Martin-Niemöller-Haus
Pacelliallee 61
14195 Berlin-Dahlem

Lesung und Gespräch
Katrin Rudolph: Hilfe beim Sprung ins Nichts
Franz Kaufmann und die Rettung von Juden und „nichtarischen“ Christen”

Als in Berlin im August 1943 eine untergetauchte Jüdin nach der Denunziation durch eine ehemalige Nachbarin von der Gestapo festgenommen wurde, löste das eine Welle von Verhaftungen aus. Nach und nach wurde ein Teil eines Retternetzes aufgedeckt, das „Illegalen“ falsche Papiere und Lebensmittelkarten zur Verfügung gestellt hatte. Katrin Rudolph hat die Struktur dieses Retternetzes um Franz Kaufmann und Helene Jacobs untersucht. Sie beschreibt vier Helferbündnisse, die in der Bekennenden Kirche verwurzelt waren, sowie diverse Querverbindungen zu anderen Rettern.

Moderation: Martina Voigt, Historikerin und Kuratorin der Dauerausstellung im Martin-Niemöller-Haus zur Geschichte der Bekennenden Kirche in Dahlem

> Info

Katrin Rudolph: Hilfe beim Sprung ins Nichts
Franz Kaufmann und die Rettung von Juden und „nichtarischen“ Christen
ISBN: 978-3-86331-351-7 | 392 Seiten | 19,– €
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Donnerstag, 19. September 2019 | 19.00 Uhr

FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum
5. Etage / Dachgeschoss
Adalbertstr. 95A
10999 Berlin

Buchvorstellung
Briefe aus Stein: Von Nazi-Deutschland nach Südafrika
mit dem Autor Steven Robins

Port Elizabeth, Südafrika. Ein Foto von drei Frauen auf einem kleinen Tisch. Steven Robins erfuhr erst später, dass es sich bei diesem Foto um die Mutter und die Schwestern seines Vaters handelte. Es entstand 1937, bevor sie dem Holocaust zum Opfer fielen. Allein Robins Vater gelang die rettende rechtzeitige Flucht. Er sollte jedoch niemals über das Schicksal seiner Familie sprechen.
Jahre später findet Robins schließlich fast hundert Briefe, die den Briefwechsel zwischen den einzelnen Familienmitgliedern in Berlin und Südafrika während des nationalsozialistischen Terrors dokumentieren. Während seiner Recherchen entdeckt er in Kreuzberg in die Straße eingelassene Steine mit den Lebens- und Deportationsdaten von Juden.
Daraufhin kontaktiert Robins den verantwortlichen Künstler Gunter Demnig und das Friedrichshain-Kreuzberg Museum. Mit Unterstützung der BVV erreichten sie, dass am 4. Juli 2000 die ersten zwei amtlich genehmigten Stolpersteine für Siegfried und Edith Robinski in der Naunynstraße 46 verlegt wurden.
In seiner Publikation „Briefe aus Stein“ erweckt Steven Robins die Briefe der Familie zu neuem Leben und gibt den Hinterbliebenen eine Stimme. Er untersucht ebenso die Komplizenschaft seines Fachgebietes, der Anthropologie, die ebenso wie die Eugenik und die Ethnologie die vermeintlich wissenschaftlichen Grundlagen für den nationalsozialistischen Rassismus legte.
Das Friedrichshain-Kreuzberg Museum lädt gemeinsam mit dem Jüdischen Museum Berlin und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Interessierte zur Präsentation der deutschsprachigen Ausgabe des Buches ein. Anschließend übergibt Steven Robins den Briefbestand seiner Familie dem Jüdischen Museum Berlin zur Verwahrung und Forschung.

Mit Grußworten von Regine Sommer-Wetter (BVV-Vorsteherin der BVV Friedrichshain-Kreuzberg) und Natalie Bayer (Museum FHXB). Moderation: Albert Scharenberg (RLS)
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Das Buch:
Steven Robins: Briefe aus Stein. Von Nazi-Deutschland nach Südafrika.
ISBN: 978-3-86331-477-4 | 320 Seiten | 24,00 Euro

In Kooperation mit dem FHXB Museum, der Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) und dem Jüdischen Museum
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Montag, 16. September 2019 | 19.00 Uhr
W. M. Blumenthal Akademie,
Klaus Mangold Auditorium

Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1
10969 Berlin
(gegenüber dem Jüdischen Museum)

Zvi Aviram: Dem Tod von der Schippe gesprungen
Zeitzeug*innen im Gespräch – Erfahrungen und Schicksale deutscher Jüdinnen*Juden im Nationalsozialismus

Zvi Aviram wurde 1927 als Heinz Abrahamsohn in Berlin geboren. Nach der Deportation seiner Eltern am 27. Februar 1943 tauchte der 16-Jährige auf eigene Faust unter. Er fand Kontakt zu der Widerstandsgruppe Chug Chaluzi, die kurz zuvor von jüdischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Berlin gegründet worden war und in der er fortan aktiv mitwirkte. Auch zu einem kommunistischen Kreis hatte er Verbindung. Während seiner Odyssee durch verschiedene Verstecke wurde er zweimal verhaftet. In den letzten Kriegstagen, als er um sein Leben bangte, wurde er überraschend aus dem Gefängnis des Sammellagers in der Schulstraße in Berlin-Wedding entlassen. Nach der Befreiung gelangte er auf abenteuerlichen Wegen nach München, wo er für die Jewish Agency tätig war, bis er 1948 nach Palästina auswandern konnte.

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Zvi Aviram: Mit dem Mut der Verzweiflung. Mein Widerstand im Berliner Untergrund 1943–1945
ISBN: 978-3-86331-237-4 | 223 Seiten | 19,– €
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Dienstag, 3. September 2019 | 18:30 Uhr
Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen


Besucherinformationszentrum
Straße der Nationen 22
16515 Oranienburg

Vorwurf: Aktiver Nazi, Werwolf oder Agent
Die Verhaftungspraxis sowjetischer Geheimdienste in und um Bad Freienwalde 1945–1955

Andreas Weigelt rekonstruiert in seiner Studie „Vorwurf: Aktiver Nazi, Werwolf oder Agent.“ die Biografien von über 300 Personen, die zwischen 1945 und 1955 in Bad Freienwalde und Umgebung vom sowjetischen Geheimdienst festgenommenen worden sind. Viele von ihnen wurden im sowjetischen Speziallager in Sachsenhausen inhaftiert. Wer waren diese Menschen, was wurde ihnen vorgeworfen und trafen die Vorwürfe zu?
Im Anschluss an die Buchvorstellung diskutieren der Autor Andreas Weigelt und Rainer Potratz (Referent bei der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur) mit Enrico Heitzer (Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen) über die Studie.
Andreas Weigelt ist Historiker und forscht seit vielen Jahren zur Geschichte der Sowjetischen Besatzungszone in Deutschland und zum Nationalsozialismus. 2011 wurde er mit einer Studie über Lieberose, ein Außenlager des KZ Sachsenhausen, promoviert. Er leitet die Dokumentationsstelle Lager Jamlitz der Evangelischen Kirchengemeinde Lieberose und Land.

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Andreas Weigelt
Vorwurf: Aktiver Nazi, Werwolf oder Agent
Die Verhaftungspraxis sowjetischer Geheimdienste in und um Bad Freienwalde 1945–1955
ISBN: 978-3-86331-441-5 | 326 Seiten | 19,– €
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Montag, 9. September 2019 | 19.00 Uhr
Berliner Geschichtswerkstatt

Goltzstraße 49
10781 Berlin

Untergetaucht auf Reiswerder
Buchvorstellung mit der Autorin Christiane Carstens

Am 23. August 1944 erreichten Beamte der Gestapo mit einem Ruderboot das Ufer der Insel Reiswerder im Tegeler See. Dort war eine kleine Gruppe von Jüdinnen und Juden auf der Flucht vor Verfolgung und Deportation untergetaucht. 18 Monate hatten sie auf der Insel versteckt und geschützt gelebt, ohne einander zu kennen. Nun aber hatte ein Spitzel sie denunziert. Die Gestapobeamten verhafteten an jenem Mittwochnachmittag Gerda Lesser, Erna und Gerhart Fleck, Lotte Basch und Hermann Dietz. Gerda Lesser und das Ehepaar Fleck wurden über Theresienstadt nach Auschwitz deportiert, Lotte Basch kam direkt nach Auschwitz, Hermann Dietz wurde in das KZ Buchenwald verschleppt. Erna Fleck, Lotte Basch und Hermann Dietz überlebten; Gerhart Fleck jedoch verstarb im November 1944 in einem Außenlager von Auschwitz an Hungertyphus, Gerda Lesser wurde nur wenige Tage nach ihrer Ankunft in Auschwitz am 1. Oktober 1944 ermordet.
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Christiane Carstens
Untergetaucht auf Reiswerder
Spurensuche auf einer Insel im Norden Berlins
ISBN: 978-3-86331-468-2 | 96 Seiten | 12,– €
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Freitag, den 21. Juni 2019 | 19.00 Uhr
Plenarsaal des Kammergerichts

Elßholzstraße 30 – 33
(Zugang zum Haupteingang von der Kleistparkseite aus)
10781 Berlin

Ruth Barnett – Ein Leben für Mitmenschlichkeit und gegen den Hass
Im Rahmen der Reihe Zeitzeugen im Gespräch

Ruth Barnett, geb. Michaelis, wurde in Berlin geboren. Zum Schutz vor den Nazis schickten ihre Eltern Ruth und ihren älteren Bruder Martin Michaelis 1939 über einen von Quäkern organisierten Kindertransport nach England, wo beide den zweiten Weltkrieg überlebten.
Ihr Vater Dr. Robert Michaelis war bereits 1933 von den Nazis wegen seiner Vorfahren jüdischen Glaubens aus dem Richteramt in Berlin vertrieben worden. Er emigrierte 1939 nach Shanghai. Dort verblieb er, bis er 1948 zu seiner Ehefrau nach Deutschland zurückkehren konnte, die dort überlebt hatte.
Nach zehn Jahren Trennung traf Ruth ihre Eltern in den schwierigen Verhältnissen im Nachkriegsdeutschland wieder. Ruth entschied sich für ein Leben in England, wo sie heute lebt, aber über die Familie ihres Bruders stets im Kontakt mit Deutschland war und ist.
Ihr Vater gestaltete ab 1949 als Vorsitzender Richter am Landgericht Mainz den Neuanfang der Justiz in Deutschland mit. Doch litt er stark unter dem oft missglückten und kalt-bürokratischen Umgang der bundesdeutschen Nachkriegsbürokratie mit Verfolgten des Naziregimes. Er ist posthum einer breiten Öffentlichkeit durch das Buch „Landgericht“ von Ursula Krechel bekannt geworden.

Anschließend Empfang
> Einladung

Eine Veranstaltung von Forum Recht und Kultur im Kammergericht e.V.
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Ruth Barnett, Nationalität: Staatenlos
Die Geschichte der Selbstfindung eines Kindertransportkindes
ISBN: 978-3-86331-309-8 | 276 Seiten | 19,– €

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Mittwoch, 19. Juni 2019 | 19.00 Uhr
Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Zweite Etage, Saal 2B
Stauffenbergstr. 13-14
10785 Berlin

Buchvorstellung
Dr. Susanne Beer: Die Banalität des Guten.
Hilfeleistungen für jüdische Verfolgte 1941-1945

Einführung: Martina Voigt, freie Mitarbeiterin der Gedenkstätte Stille Helden

Schätzungen gehen davon aus, dass sich während des Zweiten Weltkriegs einige Zehntausend Deutsche dazu entschlossen, jüdische Verfolgte bei der Flucht vor den Deportationen zu unterstützen. Wie lässt sich die Entstehung dieser Form des Widerstands im Land der Täter erklären? Die Untersuchung der Sozialwissenschaftlerin Dr. Susanne Beer lädt dazu ein, Schritt für Schritt nachzuvollziehen, wie sich die Praxis der Hilfe entfaltete. Dabei wird deutlich, dass es mitunter recht banale Umstände waren, die den Prozess in Gang brachten.

> Einladung
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Susanne Beer: Die Banalität des Guten
Hilfeleistungen für jüdische Verfolgte 1941–1945
ISBN:978-3-86331-396-8 | 385 Seiten | 24,– €
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Sonntag, 16. Juni 2019 | 14.00 bis 16.00 Uhr
Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Besucherinformationszentrum (Treffpunkt)
Straße der Nationen 22
16515 Oranienburg

Auf der Führung am historischen Tatort gibt die Historikerin Stephanie Bohra detaillierte Einblicke in die Praxis der juristischen Aufarbeitung der Verbrechen im KZ Sachsenhausen. Dabei werden gesellschaftliche, politische und rechtliche Faktoren aufgezeigt, die die Strafverfolgung hemmten und beförderten.
Stephanie Bohra ist Autorin des Buches “Tatort Sachsenhausen” (2019).
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Samstag, 15. Juni 2019 | 15.00 Uhr
Evangelische Studierenden-Gemeinde Gießen (ESG)

Henselstraße 7
35390 Gießen

Buchvorstellung: Die »Reinigung des Volkskörpers«. Eugenik und »Euthanasie« im Nationalsozialismus. Mit Armin Trus (Autor)

Die »Reinigung des deutschen Volkskörpers« war das erklärte Staatsziel der nationalsozialistischen Machthaber. Sie verstanden darunter sowohl den Ausschluss »Fremdrassiger« als auch die Isolierung und Beseitigung von »Minderwertigen« der »eigenen Rasse«. Bereits 1933 schuf das »Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses« die Grundlage für die Zwangssterilisation von etwa 400 000 »Erbkranken«. Während des Krieges fielen dem Vernichtungswillen der Nationalsozialisten etwa 250 000 Psychiatriepatienten zum Opfer.
> Info
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Armin Trus
Die „Reinigung des Volkskörpers“
Eugenik und „Euthanasie“ im Nationalsozialismus. Eine Einführung mit Materialien
ISBN: 978-3-86331-457-6 | 364 Seiten | 24,– €
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Donnerstag, 13. Juni 2019 | 20.00 Uhr
Literaturforum im Brecht-Haus
Chausseestraße 125
10115 Berlin

Reihe Lebenszeugnisse
Gabis Tod in Auschwitz – Zur Dokumentation einer tragischen Geschichte
Wolfgang Benz im Gespräch mit Leo Hiemer

Gabi kommt im Mai 1937 als Tochter einer jüdischen Mutter und eines unbekannten Vaters zur Welt und wächst bei Pflegeeltern auf einem Bauernhof im Allgäu auf. Ihre Mutter ist zum katholischen Glauben übergetreten und auch Gabi ist getauft. Nach der NS Rassenideologie ist das kleine Mädchen trotzdem Jüdin, im Februar 1943 ist ihr Schicksal besiegelt. Gabis Mutter Lotte war bereits im September 1941 ins KZ Ravensbrück deportiert und im Frühjahr 1942 ermordet worden, als die Fünfjährige vom Aichele-Hof in Stiefenhofen abgeholt und von der Gestapo nach München gebracht und weiter nach Auschwitz deportiert und ermordet wurde. Die tragische Geschichte des kleinen Mädchens, in die Kardinal Faulhaber persönlich verstrickt war, hat der Filmemacher und Buchautor Leo Hiemer erforscht und beschrieben.
> Info
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Montag, 3. Juni 2019 | 19.00 Uhr
Erinnerungsort Topf & Söhne

Sorbenweg 7
99099 Erfurt
&
Dienstag, 4. Juni 2019 | 20.00 Uhr
Deutsches Nationaltheater

Foyer
Theaterplatz 2
99423 Weimar

Buchvorstellung
Wolfgang Benz (Hrsg.): Antisemitismus in der DDR.
Manifestationen und Folgen des Feindbildes Israel

Eine Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen.
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Wolfgang Benz (Hrsg.): Antisemitismus in der DDR.
Manifestationen und Folgen des Feindbildes Israel
ISBN: 978-3-86331-436-1 | 275 Seiten | 19,– €
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Montag, 3. Juni 2019 | 19 Uhr
A.B. von Stetten’sches Institut

Am Katzenstadel 18 a
Barbarasaal
86152 Augsburg

Leo Hiemer liest aus seinem soeben erschienen Buch
Gabi (1937-1943)

Geboren im Allgäu. Ermordet in Auschwitz

Direkt im Anschluss an die Einweihung eines Erinnerungsbandes vor der benachbarten Gesundbrunnenstraße 3 stellt Leo Hiemer im Stetten sein neues Buch über Gabi, Tochter einer Augsburger Jüdin, vor, die in Auschwitz mit fünf Jahren ihr Leben lassen musste.
> Erinnerungswerkstatt Augsburg
> Veranstaltungshinweis Augsburger Allgemeine

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Leo Hiemer: Gabi (1937–1943)
Geboren im Allgäu – Ermordet in Auschwitz
Mai 2019 | ISBN: 978-3-86331-455-2 | 415 Seiten | 24,– €
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Dienstag, 28. Mai 2019, 18.00 Uhr
Dokumentationszentrum Topographie des Terrors

Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
Berlin-Kreuzberg

In Erinnerung an Prof. Dr. Reinhard Rürup (27. Mai 1934 – 6. April 2018)

Begrüßung
Prof. Dr. Andreas Nachama, Berlin
Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum, Berlin

Grußwort
Prof. Dr. Bernd Faulenbach, Bochum

Vorträge
Reinhard Rürup. Wegweisender Forscher und öffentlich präsenter Historiker
Prof. Dr. Wolfgang Schieder, Göttingen
Die Revolution in Deutschland 1918/1919
Prof. Dr. Peter Brandt, Berlin
Reinhard Rürups Geschichte des Antisemitismus und der Emanzipation
Prof. Dr. Shulamit Volkov, Tel Aviv
»Der Krieg gegen die Sowjetunion 1941–1945«. Eine Ausstellung in der »Topographie des Terrors« 1991
Prof. Dr. Michael Wildt, Berlin

Eine gemeinsame Veranstaltung der Stiftung Topographie des Terrors, des Zentrums für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin und der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft des Leo Baeck Instituts in der Bundesrepublik Deutschland
Im Anschluss laden wir zu einem Empfang.

> Einladung

Zur Veranstaltung erscheint Heft 5 der Zeitschrift für Geschichtswissenschaft mit Beiträgen von Wolfgang Schieder (Wegweisender Forscher und öffentlich präsenter Historiker), Detlef Lehnert (Erforschung der Revolution 1918/19), Shulamit Volkov (Antisemitismus und das Dilemma der Integration), Werner Bergmann/Ulrich Wyrwa (Gründung des Zentrums für Antisemitismusforschung), Michael Wildt (Eine Ausstellung in der „Topographie des Terrors“ 1991), Rüdiger Hachtmann (Reinhard Rürup als Wissenschaftshistoriker).
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Samstag, 25. Mai 2019 | 13.00–16.00 Uhr
GRASSI Museum für Angewandte Kunst

Johannisplatz 5–11
04103 Leipzig

LECTURE 100 Jahre Bauhaus. Vielfalt, Konflikt und Wirkung
mit Laura Rosengarten, der Agentur Schroeter & Berger sowie Clemens Bach, anlässlich der gleichnamigen Publikation
> Info
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Bernd Hüttner/Georg Leidenberger (Hrsg.):
100 Jahre Bauhaus. Vielfalt, Konflikt und Wirkung
Berlin: Metropol Verlag April 2019
ISBN: 978-3-86331-458-3 | 272 Seiten | 22,– Euro
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Donnerstag, 23. Mai 2019 | 18.00 Uhr
Rathaussaal der Stadt Marktoberdorf

Richard-Wengenmeier-Platz 1
87616 Marktoberdorf

Buchpräsentation
„Gabi – geboren im Allgäu – ermordet in Auschwitz“
von Leo Hiemer

2017 wurde im Rahmen einer Gedenkveranstaltung im Rathaussaal der Stadt Marktoberdorf an das Schicksal der am 24. Mai 1937 in Marktoberdorf geborenen Gabriele Schwarz erinnert. Das katholisch getaufte Kind jüdischer Herkunft wuchs bei Pflegeeltern in Stiefenhofen auf. 1943 wurde das Mädchen auf Befehl der Gestapo in ein „Jüdisches Sammellager“ nach München gebracht und kurze Zeit später in der Gaskammer in Auschwitz ermordet.
Der Allgäuer Autor und Regisseur Leo Hiemer beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit dem Schicksal von Gabriele. Von ihrem kurzen Leben handelte schon sein Spielfilm „Leni … muss fort“ aus dem Jahr 1994. Nun veröffentlicht Leo Hiemer sein von der Stadt Marktoberdorf gefördertes Buch „Gabi – geboren im Allgäu – ermordet in Auschwitz“, das am 23. Mai 2019 im Rathaussaal der Stadt Marktoberdorf erstmalig präsentiert wird.
> Info
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Leo Hiemer:
Gabi (1937–1943). Geboren im Allgäu – ermordet in Auschwitz
ISBN: 978-3-86331-455-2
420 Seiten | 24,00 €
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Donnerstag, 23. Mai 2019 | 20.00 Uhr
Literaturforum im Brecht-Haus

Chausseestraße 125
10115 Berlin

Reihe Lebenszeugnisse
Untergetaucht auf Reiswerder
Wolfgang Benz im Gespräch mit Christiane Carstens

Am 23. August 1944 landen Beamte der Gestapo mit einem Ruderboot am Ufer der Insel Reiswerder im Tegeler See. Dort war eine kleine Gruppe von Jüdinnen und Juden auf der Flucht vor Verfolgung und Deportation untergetaucht. 18 Monate hatten sie auf der Insel versteckt und geschützt gelebt, ohne einander zu kennen. Nun aber hatte ein Spitzel sie denunziert. Die Gestapobeamten verhafteten an jenem Mittwochnachmittag Gerda Lesser, Erna und Gerhart Fleck, Lotte Basch und Hermann Dietz. Gerda Lesser und das Ehepaar Fleck wurden über Theresienstadt nach Auschwitz deportiert, Lotte Basch kam direkt nach Auschwitz, Hermann Dietz wurde ins KZ Buchenwald verschleppt. Nur drei von ihnen überlebten. Christiane Carstens hat ein Buch über die Schicksale der illegalisierten jüdischen Inselbewohner geschrieben.
> Info
—-
Christiane Carstens
Untergetaucht auf Reiswerder
Spurensuche auf einer Insel im Norden Berlins
ISBN: 978-3-86331-468-2 | 96 Seiten | 12,– €
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