Gunst und Gewalt. Sport in nationalsozialistischen Konzentrationslagern

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Sport war in den Konzentrations- und später auch in den Vernichtungslagern allgegenwärtig. Übungen aus dem Kanon des Sports oder der Leibesübungen wurden von Aufseher*innen gewaltförmig gegen die Häftlinge gerichtet. Doch auch von den Häftlingen organisierte Fußballspiele fanden in den Lagern statt. Zur Unterhaltung der SS wurden regelmäßig Boxkämpfe veranstaltet, in denen Häftlinge gegeneinander kämpfen mussten. Veronika Springmann untersucht in dieser ersten Studie zu Sport in NS-Konzentrationslagern das Wechselverhältnis von Geschlecht, insbesondere von Männlichkeit, Sport und Gewalt. Mit ihrer Analyse der Wirkungsweisen von Macht und Gewalt beleuchtet sie einen wichtigen Aspekt der Alltagsgeschichte der Konzentrationslager.

Rezension von Dirk Riedel, in: sehepunkte 21 (2021), Nr. 9, 15. September 2021

Gewalt, Erniedrigung, Selbstermächtigung: Über Sport im Lager
WDR 5 Sport inside – der Podcast: kritisch, konstruktiv, inklusiv 17. April 2021

Rezension von Martin Liepach, in: Einsicht. Bulletin des Fritz Bauer Instituts 2020, S. 102

Rezension von Thomas Kühne, in: Historische Zeitschrift (HZ) Band 311 (2020), S. 847–848

„Theoretisch inspiriert durch die neuere praxeologische Gewaltforschung (Michel Foucault, Heinrich Popitz, Wolfgang Sofsky, Alf Lüdtke und Pierre Bourdieu stehen Pate), gelingt es Veronika Springmann […], die Vielfalt und Komplexität der Semantiken [von Sport-‚Übungen‘ und Wettkämpfen, zu denen die SS Häftlinge zwang] in NS-Konzentrationslagern einzufangen.“ (Thomas Kühne in: HZ)

Rezension von Yves Müller, in: H-Soz-Kult, 15. Oktober 2020

Interview von Robert Claus mit Veronika Springmann, in: ZEIT Online, 8. Mai 2020

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