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Aus dem Albanischen übersetzt und herausgegeben von Feride Berisha und Cord Pagenstecher
Seit dem Ende der kommunistischen Diktatur 1990 flohen Zehntausende Albaner vor Elend und Hoffnungslosigkeit über das Meer in ein neues Leben. Viele Tausende ertranken dabei, blieben für immer vermisst. Die „Stumme Karte für die Ertrunkenen“ ist ein großes Klagelied, das den namenlosen Opfern des Meeres Gestalt und Stimme gibt.
Der Kapitänssohn, Dichter und Literaturwissenschaftler Arian Leka ist eine der prominentesten Stimmen der albanischen Gegenwartsliteratur. Aus Zeitungsmeldungen, Gedichten, Kindheitserinnerungen und Essays komponiert er ein sorgfältig arrangiertes Mosaik voll berührender Sachlichkeit und erschütternder Lakonik, voll Sprachreichtum und historischer Bezüge.
Arian Leka ist Literaturwissenschaftler, Schriftsteller, Übersetzer und Musiker. Er begründete das Lyrikfestival Poeteka, aus dem die gleichnamige Zeitschrift hervorging. Er schreibt Gedichte, Erzählungen und Romane, u.a. „Gjarpri i Shtëpisë“ (Die Schlange des Hauses), „Në kërkim të këmishës së humbur“ (Auf der Suche nach dem verlorenen Hemd). Seine Werke wurden in mehrere Sprachen übersetzt, u.a. „Enver und sein Paradies. Illusionen und Propaganda im kommunistischen Albanien“.
Feride Berisha arbeitet als Lehrerin und Literaturübersetzerin. Unter anderem hat sie Max Frisch, Robert Walser, Hans Fallada, Hans Magnus Enzensberger und Katerina Poladjan ins Albanische übersetzt.
Cord Pagenstecher ist Historiker an der Freien Universität Berlin. Aus dem Albanischen übersetzt hat er „Das Mädchen mit der Nummer 67 203. Albanische Partisaninnen im KZ Ravensbrück“ von Liri und Miro Xhunga sowie „Abseits unter Menschen. Erinnerungen einer Verbannten, 1973–1990“ von Liri Lubonja.
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