€ 22.00
2. Auflage 2026
Herausgegeben von Johannes Spohr unter Mitarbeit von Claudia Krieg
Zehn Geschichten, zehn Wege: Nachfahren berichten, wie sie zum Nationalsozialismus in der eigenen Familie recherchiert haben, was sie herausgefunden haben und wie sie mit den Erkenntnissen umgehen. Sie geben damit Einblick in persönliche Erinnerungspraktiken einer wachsenden Minderheit in der deutschen Gesellschaft. Ergänzt werden die Erfahrungsberichte durch Beiträge, die gesellschaftliche Entwicklungen zum Thema sowie Neuerungen in den Archiven darstellen. Ein Ermutigungsbuch für alle, die sich auf die Suche begeben wollen.
Dr. Johannes Spohr lebt als Historiker in Berlin und betreibt dort den Archivrecherchedienst „Present Past“ zum Nationalsozialismus in Familie und Gesellschaft. Promoviert wurde er 2020 an der Universität Hamburg mit einer Arbeit zur späten Phase deutscher Besatzung in der Zentralukraine während des Zweiten Weltkrieges. 2021 erschien seine Dissertation unter dem Titel: „Die Ukraine 1943/44. Loyalitäten und Gewalt im Kontext der Kriegswende“. 2022 veröffentlichte er zusammen mit Clemens Böckmann „Phantastische Gesellschaft. Gespräche über falsche und imaginierte Familiengeschichte zur NS-Verfolgung“. Johannes Spohr ist Vorstandsmitglied des Vereins Kontakte-Kontakty e.V.
Claudia Krieg wurde 1977 in Magdeburg geboren. Sie arbeitet vor allem im Bereich Redaktion, Recherche und Textproduktion.
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»Niemand ist durch unmittelbaren Zwang in die NSDAP eingetreten«
Johannes Spohr forscht beruflich in Archiven zur NS-Vergangenheit der Deutschen. Hier erklärt der Historiker, wie aufschlussreich die veröffentlichten NSDAP-Mitgliedskarteien sind. Und wo man noch fündig wird.
Ein Interview von Katja Iken, in: Spiegel Online, 28. März 2026
Waren Oma und Opa Nazis?
Was haben die eigenen Vorfahren in der Nazi-Zeit gemacht? Darüber wurde in deutschen Familien lange geschwiegen. Jetzt hat das US-Nationalarchiv Millionen NSDAP-Mitgliedsausweise online zugänglich gemacht.
Von Suzanne Cords, in: DW, 27. März 2026
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