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„Erst wenn der Mond bei Seckbachs steht“ - Juden im alten Halberstadt

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Wie auch in anderen Städten Deutschlands lebte in Halberstadt eine jüdisch-orthodoxe Gemeinde über Jahrhunderte mit der Mehrheit ihrer meist christlichen Mitbürger zusammen. Orthodoxe Juden sind gesetzestreu, sie befolgen fast wörtlich die Gebote des Allmächtigen, die dieser ihnen über den Propheten Mose am Sinai verkündet hat.
Das führt dazu, dass auch in Halberstadt Parallelgesellschaften entstanden, denn die Lebensweisen von strenggläubigen Juden und Nicht-Juden unterscheiden sich diametral. Trotzdem nahmen die orthodoxen Juden hier und anderswo lebhaften Anteil an ihren Heimatkommunen und trugen unter anderem als Ärzte, Kaufleute oder Handwerker Wesentliches zu deren Entwicklung bei – bis sie von den Nazis beraubt, deportiert und ermordet wurden, wenn sie nicht rechtzeitig fliehen konnten.
Sabine Klamroth schildert dieses Zusammenleben am Beispiel einzelner Familien, Straßen, Feste und gesellschaftlicher Ereignisse.

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