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Nach dem Sturz des „Dritten Reichs“ war die Rehabilitation der Verfolgten eine zentrale humanitäre und politische Aufgabe. Sie war ein Prüfstein für den demokratischen Veränderungswillen der Deutschen und die Entschlossenheit der westlichen Besatzungsmächte, diesen Wandel durchzusetzen. Die Ausgangssituation und die Behandlung der Verfolgtengruppen unterschieden sich dabei oft erheblich. Das unumstrittene Ziel ihrer Wiedereingliederung in die deutsche Gesellschaft wurde immer wieder durch andere politische Prioritäten, wie die Sorge um die Finanz- und Wirtschaftskraft des ruinierten Landes oder – wie im Fall der britischen Besatzungsmacht – die Interessen in Palästina, durchkreuzt. Auf der Grundlage umfangreicher Recherchen in britischen und deutschen Archiven untersucht Ursula Büttner die Erfahrungen der jüdischen Verfolgten, der politischen Regimeopfer und der Remigranten mit der Besatzungsmacht, den deutschen Verantwortlichen und internationalen jüdischen Akteuren und zeichnet das Zusammenspiel und Gegeneinander dieser Kräfte nach.
Ursula Büttner wurde nach dem Studium der Geschichtswissenschaft und Germanistik in Heidelberg, Cambridge (GB) und Hamburg 1979 hier promoviert und 1990 habilitiert. Von 1975 bis 2011 war sie an der „Forschungsstelle für die Geschichte des Nationalsozialismus (seit 1997: für Zeitgeschichte) in Hamburg“ tätig und lehrte an der dortigen Universität. 1995 erhielt sie den Hamburger „Max-Brauer-Preis“. Sie war an der inhaltlichen Planung des Museums der Arbeit in Hamburg und des Hauses der Weimarer Republik beteiligt und gehört zum Wissenschaftlichen Beirat der „Forschungsstelle Weimarer Republik“. Mit dem Leo Baeck Institut ist sie als Gründungsmitglied seiner Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft in der Bundesrepublik Deutschland und langjähriges Board-Mitglied des Year Books eng verbunden. Sie veröffentlichte zahlreiche Bücher und Aufsätze zur deutschen und hamburgischen Geschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
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