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Studien zum Antisemitismus in Europa, Band 17
Die Einschätzung des eigenen Antisemitismus vor dem Holocaust in den USA und Deutschland ist umgekehrt proportional zur historischen Wirklichkeit. Während der Antisemitismus in den USA in der Rückschau marginal erscheint, wird er in Deutschland in teleologischer Betrachtung oft so gezeichnet, als habe er notwendig zum Holocaust führen müssen. Wie Richard E. Frankel in seiner Studie über den Antisemitismus in beiden Ländern von den 1880er- bis in die 1930er-Jahre zeigt, teilten amerikanische und deutsche Antisemiten viele Grundüberzeugungen. Der Antisemitismus in Deutschland war, so das Ergebnis der Untersuchung, nicht so einzigartig, wie er in der Rückschau erscheint, und der Antisemitismus in den USA besaß durchaus gefährliche Tendenzen.
Richard E. Frankel ist Professor für Neuere deutsche Geschichte an der University of Louisiana at Lafayette. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Antisemitismus- und Nationalismusforschung sowie in Studien zur politischen Kultur. Promoviert hatte er über den Bismarck-Kult vom späten Kaiserreich bis zum Ende des Dritten Reiches.
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