Kolonialrevisionismus im Rheinland 1919–1943. Akteure, koloniale Propaganda und „Mobilisierung der Massen“

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„Wenn der Krieg zu Ende ist, werden wir Kolonien haben, das weiß jedes Kind“, schrieb die Heinsberger Volkszeitung im November 1940.
Nach 1919 wurde auch ohne überseeische Gebiete Kolonialpolitik betrieben. Der „Kolonialrevisionismus/Kolonialismus ohne Kolonien“ war sowohl politische Realität als auch Teil einer Fantasiegeschichte der kolonial Bewegten, die von der Rückgewinnung eines Reiches in Übersee überzeugt waren. In seinen regionalen und lokalen Ausprägungen ist der Kolonialrevisionismus bislang kaum erforscht worden. Mit der vorliegenden Studie soll diese Lücke für die Region des nördlichen Rheinlands geschlossen werden.

Prof. Dr. Marianne Bechhaus-Gerst ist Afrikanistin, Historikerin und Kulturwissenschaftlerin. Sie forscht und schreibt zur afrodeutschen Geschichte, zur deutschen Kolonialgeschichte, zum Kolonialismus im Rheinland und zu Frauen im deutschen Kolonialismus. Als Kuratorin hat sie unter anderem Ausstellungen zur kolonialen Vergangenheit Kölns und Aachens sowie aktuell zum Kolonialrevisionismus im Rheinland betreut. Zu ihren letzten Publikationen gehört der mit Stefanie Michels und Fabian Fechner herausgegebene Sammelband „Nordrhein-Westfalen und der Imperialismus“ (Berlin 2022). Sie ist die Initiatorin und Vorsitzende von „Köln Postkolonial – ein lokalhistorisches Projekt der Erinnerungsarbeit“

 

 

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