Briefe aus Stein - Von Nazi-Deutschland nach Südafrika

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Port Elizabeth, Südafrika. Auf einem kleinen Tisch liegt ein Foto von drei Frauen. Steven Robins hatte es schon als Jugendlicher gesehen, als er in den 1970er-Jahren in der südafrikanischen Stadt aufwuchs. Erst später erfuhr er, dass das Bild die Mutter und die Schwestern seines Vaters im Jahr 1937 in Berlin zeigt, bevor sie einige Jahre später in Auschwitz getötet wurden. Allein seinem Vater und dessen jüngerem Bruder Artur war die Flucht gelungen. Der Vater schwieg über das Schicksal seiner Familie – bis sein Sohn, inzwischen ein junger Anthropologe, ihn im Jahr vor seinem Tod befragte. Doch die Informationen, die er ihm gab, waren dürftig. Jahre später entdeckte Steven über einhundert Briefe, die die Familie während des nationalsozialistischen Terrors aus Berlin an seinen Vater und Onkel geschickt hatte.
»Briefe aus Stein« ist die ergreifende Rekonstruktion einer Familiengeschichte. Steven Robins untersucht zudem die Verantwortung seines Fachgebietes, der Anthropologie, die ebenso wie die Eugenik und die Ethnologie die vermeintlich wissenschaftlichen Grundlagen für den nationalsozialistischen Rassismus legte.

Steinige Korrespondenz. Von Guenter G. Rodewald auf seinem Blog, 14. Februar 2020

Rezension von Ernst Reuß auf dem Blog »Historisches Sachbuch«, 1. November 2019

Die Verzweiflung der Robinskis. Briefe aus Berlin: Ein südafrikanischer Anthropologe entdeckt seine jüdische Familiengeschichte. Von Ernst Reuß, in: Der Tagesspiegel, 10. Oktober 2019

Rezension von Christine Schirmer, Auf der Spur einer Welt, die es nicht mehr gibt, in: UNZ – Unsere Neue Zeitung, 8. Oktober 2019

„Mit ‚Briefe aus Stein‘ ist [dem Autor Steven Robins] ein spannendes Buch gelungen, das nicht nur die schrecklichen Ereignisse in Europa beleuchtet, sondern auch Aspekte der Geschichte Südafrikas einbezieht. Zwar wurde die jüdische Bevölkerung in Südafrika während der Apartheid als ‚weiß‘ eingestuft, trotzdem gab es auch dort einen starken Antisemitismus. Steven Robins entdeckt inhaltliche Parallelen zwischen Nazi-Rassenideologie und der Apartheid. Schädelvermessungen gab es auch an seiner Universität in Südafrika. Robins verbindet auf interessante Weise seine Lebensgeschichte mit den Erfahrungen der langsamen Enthüllung der Lebensumstände seiner Familie in Nazideutschland, bis zu deren Tod. Ein eindringlich aufgeschriebenes Stück Zeitgeschichte über Flucht, Flüchtlinge, Rassismus und Antisemitismus.“

Aus der Rezension von Ernst Reuß, Die Verzweiflung der Robinskis. Briefe aus Berlin: Ein südafrikanischer Anthropologe entdeckt seine jüdische Familiengeschichte, in: Der Tagesspiegel, 10. Oktober 2019

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