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Ökonomisten, Philanthropen, Humanitäre – Professorensozialismus in der akademischen Provinz

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Über deutsche Professoren ist viel Abwertendes gesagt worden. Im Elfenbeinturm lebensferner Wissenschaft, so heißt es, hätten sie sich verschanzt und fällige Bildungsreformen verhindert. Gelehrtenpolitik sei „Klassenkampf von oben“ gewesen. Die vorliegende Studie macht eine andere Rechnung auf. Sie zeigt für den Zeitraum zwischen Frühaufklärung und Erstem Weltkrieg am Beispiel einer klassischen Universität, wie wissenschaftliche Innovation, sozialer Sinn und politisches Handeln ineinandergriffen. Im kommunalstaatlichen Maßstab wird die Spur eines langlebigen und temporär erfolgreichen Professorensozialismus nachgezeichnet, der sich durch originelle Problemlösungsstrategien den Herausforderungen des Wandels gewachsen zeigte. Um 1900 erreichte dieser Trend, verstärkt durch Einflüsse des englischen New Liberalism und der Settlement-Bewegung, einen gewissen Höhepunkt.

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