Karl Süßheim Bey (1878–1947). Eine Biografie über Grenzen

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Eine Publikation des Instituts für Zeitgeschichte München–Berlin

Er war ein glühender bayerischer Patriot, tiefgläubiger Jude und leidenschaftlicher Orientalist: Der in Vergessenheit geratene Karl Süßheim hat die Grenzen seiner Zeit herausgefordert wie kaum ein anderer. Er wuchs in Nürnberg auf, lebte als junger Mann lange im Nahen Osten. Sein Tagebuch verfasste er auf Italienisch, Osmanisch und Arabisch. Ob über den Aufbruch der Türkei in die Moderne, die Waffenbrüderschaft im Ersten Weltkrieg oder den Genozid an den Armeniern: Süßheims Notizen geben einzigartige Einblicke in die Ambivalenzen der deutsch-türkischen Geschichte. An der Universität München unterrichtete er bekannte Wissenschaftler wie Gershom Scholem und Franz Babinger, bis die Nationalsozialisten ihn entließen. 1941 sah der zur Emigration gezwungene Professor Istanbul schließlich wieder: Mit seiner Flucht entkam er in letzter Minute dem Holocaust. Die erste Biografie über Süßheim erkundet die Möglichkeitsräume eines deutsch-jüdischen Lebens in einer Welt voller Vielfalt und Ambiguität – und voll von deren Feinden.

Der bayerisch-türkische Grenzgänger
Von Christiane Schlötzer, in: Süddeutsche Zeitung, 21. August 2022

Glühender Patriot und gläubiger Jude
Die Historikerin Kristina Milz stellte im Literaturhaus ihre Biografie des Orientalisten Karl Süßheim Bey vor
Von Ellen Presser, in: Jüdische Allgemeine, 11. August 2022

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Zusammenschnitt der Veranstaltung vom 27. Juni 2022 im Literaturhaus München:
Kristina Milz im Gespräch mit Michael Brenner (Ludwig-Maximilians-Universität München), Impulsvortrag von Lisa R. D’Angelo, Karl Süßheims Enkelin, moderiert von Andreas Wirsching (Institut für Zeitgeschichte München–Berlin).

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