Verdrängt – Vertagt – Zurückgewiesen. Die deutsche Reparationsschuld am Beispiel Polens und Griechenlands

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Seit Beginn ihres Bestehens hat sich die Bundesrepublik Deutschland gegen die Reparationsforderungen der Länder Europas gewehrt, die während des Zweiten Weltkriegs unter dem Raubkrieg und Terror der Nazi-Okkupation gelitten hatten. Sie machte nur minimale Zugeständnisse und verhinderte eine vertragliche Lösung mit diplomatischen Tricks und fadenscheinigen Argumenten. Doch ihre Rechnung ist nicht endgültig aufgegangen. Erneut stellen Griechenland und Polen Forderungen an Deutschland.
Die vorliegende Untersuchung arbeitet zunächst die Geschichte der deutschen Besatzungsherrschaft am Beispiel Polens und Griechenlands auf. Anschließend werden die Strategien der deutschen Reparationsverweigerung aufgedeckt und mit dem derzeit bekannten Ausmaß der deutschen Reparationsschuld konfrontiert. Ausgehend von einer am Völkerrecht orientierten Sichtweise wird die Berechtigung der griechischen und polnischen Forderungen nachgewiesen und eine abschließende Regelung der Reparationsfrage vorgeschlagen.

Rezension von Ahlrich Meyer, in: Historischen Zeitschrift Band 311 (2020), S. 554–556
Aus der Rezension:
„Die Sozial- und Wirtschaftshistoriker Karl Heinz Roth und Hartmut Rübner legen eine ergänzte und stark erweiterte Neufassung ihrer 2017 veröffentlichten Studie ‚Reparationsschuld. Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa‘ vor. […] Nunmehr hat Karl Heinz Roth, der für den Darstellungsteil verantwortlich zeichnet, Polen als weiteres Beispiel für die Ausplünderung eines von Deutschland während des Zweiten Weltkriegs besetzten Landes herangezogen. […] Roth greift damit erneut in die aktuelle Reparationsdebatte ein, die in Griechenland und Polen seit einigen Jahren intensiv geführt wird und die mittlerweile auch in Deutschland nicht mehr einfach ignoriert werden kann. Darüber hinaus vergleicht er Polen und Griechenland als ‚Experimentierfelder der Okkupationspolitik‘ mit dem übrigen NS-beherrschten Europa. Dieser komparatistische Abschnitt ermöglicht vielleicht den besten Einstieg in die komplexe Materie der vorliegenden Studie. Schließlich bietet Roth eine hochdifferenzierte, gegenüber der Ausgabe von 2017 teilweise neu berechnete statistische Übersicht über das Ausmaß der Reparationsschulden im Vergleich mit den bisherigen deutschen Reparationsleistungen. Der von Hartmut Rübner besorgte Dokumententeil wurde aus Umfangsgründen diesmal nicht in die Druckfassung mit aufgenommen, sondern ist über den Verlag digital abrufbar.“

Unerledigtes Thema
Karl Heinz Roth und Hartmut Rübner verteidigen die polnischen und griechischen Reparationsansprüche gegenüber der Bundesrepublik
Von Reinhard Lauterbach, in: junge Welt, 13. Juli 2020, Seite 15 / Politisches Buch

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