„Der Stürmer“ und seine Leser. Ein analoges antisemitisches Netzwerk. Zur Geschichte und Propagandawirkung eines nationalsozialistischen Massenmediums

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Im April 1923 erschien die erste Ausgabe des radikal-antisemitischen Wochenblatts „Der Stürmer“. Noch immer gilt die Privat­zeitung des fränkischen Gauleiters Julius Streicher als Musterbeispiel erfolgreicher Indoktrination. Die vorliegende Studie reflektiert diese Einschätzung mit dem interdisziplinären Ansatz einer historischen Medienwirkungsforschung. Grundlage der Untersuchung bildet die umfassende Analyse des Blattes als zeit­genössisch neuartiger „antisemitischer Boulevard“ und weit über den Erscheinungsort Nürnberg hin aus äußerst populäres Massen­medium. Die Auswertung vielfältiger historischer Reaktionsquellen offenbart das Zusammenspiel zwischen der Leserschaft und der „Stürmer“-Schriftleitung: Massenhafte Einsendungen an den Verlag bis hin zu speziellen Aktivitäten wie der eigeninitiativen Errichtung unzähliger „Stürmerkästen“ sind Ausdrucksformen der bewussten Zustimmung eines Teils der deutschen Bevölkerung zu den antisemitischen Inhalten des Blattes.

Antisemitischer Boulevard
Melanie Wager dokumentiert eindringlich, wie das nationalsozialistische Hetzblatt „Der Stürmer“ seiner Leserschaft den Antisemitismus einbläute – und das Publikum eifrig mitmachte
Von Günther Fetzer, in: literaturkritik.de, 14. März 2024

Rezension von Jim Tobias, in: haGalil.com, 4. März 2024 – 24 Adar I 5784

Gedruckter Judenhass
„Der Stürmer“ und seine Leser: Sensationslust, Empörungskultur – und Parallelen zur Gegenwart
Von Timo Lechner, in: Sonntagsblatt, 25. Februar 2024

Julius Streichers Echokammer
Rezension von Robert Probst, in: Süddeutsche Zeitung, 21. Januar 2024

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