Das Konzentrationslager Sachsenhausen 1936–1945. Zentrallager des KZ-Systems

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Das KZ Sachsenhausen war nicht nur das „Konzentrationslager bei der Reichshauptstadt“, sondern ein zentrales Muster- und Ausbildungslager. Von Sachsenhausen aus wurden viele neue Konzentrationslager gegründet und aufgebaut. Immer wieder diente es als Zentrum zur Verteilung der Gefangenen von Massentransporten aus dem Osten auf andere Lager. In Sachsenhausen wurden Mordtechniken entwickelt und erprobt. Beim Umfang der Menschenversuche für medizinische und andere Zwecke erreichte das KZ einen traurigen Rekord. Anhand alter und neuer Quellen informiert die Forschungsarbeit über die Vorgeschichte, die bauliche und wirtschaftliche Entwicklung, die verschiedenen Gruppen der Inhaftierten, den Wandel der Existenzbedingungen in den verschiedenen Perioden, die Todesmärsche am Kriegsende, die Menschenversuche, Exekutionen, Solidarität und Widerstand sowie über die Nachgeschichte. Die Außenlager werden zusammenfassend betrachtet. Damit liegt erstmals auf dem neusten Stand der Forschung die Gesamtgeschichte eines der wichtigsten Lager des nationalsozialistischen KZ-Systems vor.

Rezension von Peter Steinbach, in: Mitteilungen des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes Folge 246 (Mai 2021), S. 9

Aus der Rezension:
„Vor einigen Jahren überzeugte der in London lehrende Nikolaus Wachsmann mit einer Geschichte der Konzentrationslager in der NS-Zeit. Nun legt Hermann Kaienburg eine ähnlich monumentale Arbeit vor, konzentriert sich aber auf das Konzentrationslager Sachsenhausen. Das Ergebnis einer jahrelangen Arbeit reicht umfangmäßig an die Studie von Wachsmann heran. Es ist mehr als eine Ergänzung und Abrundung, sondern belegt die Leistungskraft einer mikrohistorischen Tiefenbohrung. […] Mit Kaienburgs Studie liegt ein Opus magnum zeitgeschichtlich wegweisender und grundlegender Geschichtsschreibung der Konzentrationslager vor, vergleichbar mit Hans-Günther Adlers Studien über Theresienstadt und das System der Menschen- und Deportationsverwaltung. […] Kaienburg hat vor mehr als zehn Jahren die erste Skizze zum Stammlager Sachsenhausen vorgelegt. Dieses Buch ist allerdings mehr als nur der verspätete Abschluss einer Arbeit. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Lebenswerk, das den Stand der neuesten Forschung verarbeitet und die hervorragend gestaltete Fallstudie einer umfassend erforschten Lagergeschichte zum Maßstab künftiger Lagergeschichten aufwachsen lässt.“

Rezension von Engelbrecht Boese, in: ekz.bibliotheksservice – Besprechungsdienst für öffentliche Bibliotheken, ID bzw. IN 2021/18

Aus der Rezension:
Mit „dieser voluminösen, mit Abbildungen und grafischen Darstellungen üppig ausgestatteten Studie [liegt nun ]eine wissenschaftliche Gesamtdarstellung vor. […] Kaienburgs Darstellung ist auf breiter Quellenbasis streng systematisch gebaut, gut lesbar und durch viele ausführlich zitierte Zeugenberichte auch von hoher Anschaulichkeit. Mit Tabellenanhang, ausführlicher Bibliografie sowie diversen Registern. – Standardwerk wichtig schon für mittlere Bibliotheken.“

Rezension von Ernst Reuß auf dem Blog Historisches Sachbuch, 21. April 2021

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