Deutschland postkolonial? - Die Gegenwart der imperialen Vergangenheit

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Der Umgang mit der Kolonialgeschichte, die hierzulande lange im Schatten der Aufarbeitung des Nationalsozialismus und des Holocaust stand, unterliegt gegenwärtig einem grundlegenden Wandel. Zwar zählt auch Deutschland faktisch zu den postkolonialen Gesellschaften Europas, doch ist diese Tatsache kaum in das Bewusstsein der Menschen und in das Handeln der Politik vorgedrungen. Der Sammelband zieht Bilanz und will zugleich die notwendige Auseinandersetzung um eine Dekolonisierung globaler wie lokaler Machtverhältnisse und eine Dekolonialisierung der immer noch dominierenden Wissens- und Deutungsmacht des »Westens« anregen. Die aktuellen Debatten um den Völkermord an den Herero und Nama oder die koloniale Beutekunst im geplanten Humboldt Forum in Berlin richten den Fokus ein ums andere Mal auf eine koloniale Vergangenheit, die nicht vergehen will.

Rezension von Norbert Tillmann, in: Außerschulische Bildung, 1/2020, S. 58/59

„Das Buch ‚Deutschland postkolonial‘ geht über die klassische Kolonialhistoriografie – ohne sie zu vernachlässigen – und deren Konstrukte – die aufgelöst werden – hinaus, bezieht Fragestellungen der Mentalitätsgeschichte ein, wendet Strategien der Ressentimentforschung auf den Gegenstand Koloniales Erbe an. Das gewichtige Kompendium […] bietet weit mehr als interdisziplinäre Wissenschaft. Es ist politisch hochaktuell und hat das Potenzial, der öffentlichen Debatte über die ökonomischen und moralischen Nachwirkungen kolonialer Herrschaft und anhaltender Dominanz über die einstigen Kolonien das dringend notwendige Fundament zu geben.[…] Das gut lesbare Handbuch geht über die Ankündigung des Titels weit hinaus. Es leistet nicht nur einen notwendigen Beitrag zum Erinnerungsdiskurs, der auf hohem Niveau (gelegentlich auch abgehoben) in den Feuilletons geführt wird, das Buch ist erfreulich konkret, faktenreich und trotzdem hoch reflektiert.“
Aus der Rezension von Wolfgang Benz in der Süddeutschen Zeitung vom 8. Juli 2019

Beitrag im Tagesspiegel
Deutscher Kolonialismus: Der lange Schatten der „Tropensehnsucht“. Das Erbe des deutschen Kolonialismus wirkt fort, etwa in der Wahrnehmung des Globalen Südens. Analyse einer „Fantasiegeschichte“. Von Dirk van Laak, in: Der Tagesspiegel, 4. Januar 2019
(Der Artikel beruht auf einem Beitrag zum Sammelband „Deutschland postkolonial?“)

Rezension von Bernd Hüttner, Deutschland postkolonial? Ein spannendes Handbuch, das viele Themen abdeckt, bei: Rosa Luxemburg Stiftung – News, 11. Mai 2019

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