Termine


Nächste Veranstaltungen

Montag, 21. Oktober 2019 | 18.30 Uhr
Ledigenheim

Rehhoffstraße 1–3
20459 Hamburg

Bauhaus Gespräche im Ledigenheim
Vorstellung des Buchs: 100 Jahre Bauhaus – Vielfalt, Konflikt und Wirkung

Vielfalt, Konflikt und Wirkung stehen dafür, wenig beachtete Seiten des Bauhauses ins Licht zu rücken. In dieser Bildungsstätte, die vor 100 Jahren in der jungen Weimarer Republik gegründet wurde, ging es um grundsätzliche gesellschaftliche, handwerkliche, industrielle und künstlerische Erneuerung. Inwiefern wurden diese hohen Ansprüche eingelöst? Welche unterschiedlichen Meinungen und Ziele fanden Ausdruck? Wie offen war das Bauhaus und welche Vielfalt wurde dort gelebt, die heute beachtenswert wäre?
Drei Kunst- und Geschichtswissenschaftler/innen regen mit ihren Beiträgen an, über die Bauhaus-Vielfalt zu diskutieren:
Georg Leidenberger (Mexiko-Stadt) spricht über den Radius des Architekten und Bauhaus-Direktors Hannes Meyer, Monika Wucher (Hamburg) über Bauhaus-Kritik von innen und Valerija Kuzema (Berlin) über Grundlagen der Freien Kunst am Bauhaus.

Der Eintritt ist frei.
Mit Dank an das Kunstgeschichtliche Seminar der Universität Hamburg.

Eine Veranstaltung der projektgruppe, hamburg und der Stiftung ros,
in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg,
gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.
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Bernd Hüttner/Georg Leidenberger (Hrsg.)
100 Jahre Bauhaus. Vielfalt, Konflikt und Wirkung,
Berlin 2019
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Mittwoch, 23. Oktober 2019, 19 Uhr
Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Zweite Etage, Saal 2B
Stauffenbergstraße 13-14
10785 Berlin

Dr. Tanja von Fransecky:
Bis ans Maul der Bestie.
Nelly Klein – eine österreichische Jüdin im belgischen Widerstand

Begrüßung: Barbara Schieb, Gedenkstätte Stille Helden
Die Autorin ist im Gespräch mit Eva Sturm, Nelly Kleins Tochter.
Gesprächsmoderation: Dr. Annette Leo (Publizistin, Historikerin)

Sofort nach dem Einmarsch der Wehrmacht in Österreich im März 1938 setzen dort antisemitische Ausschreitungen und Hetzjagden gegen die jüdische Bevölkerung ein. Nachdem sie ihres Hab und Guts beraubt worden ist, flieht die jüdische Familie Klein im August 1939 aus Wien nach Belgien. Völlig mittellos ist sie auf die Hilfe des Flüchtlingskomitees angewiesen. Als die Wehrmacht im Mai 1940 auch in Belgien einmarschiert, gerät Familie Klein erneut ins Visier der nationalsozialistischen Judenverfolgung. Tochter Nelly schließt sich der kommunistischen Sektion Travail allemand an, deren Ziel es ist, den Kampfgeist der Deutschen zu brechen. Nelly soll Kontakte zu Wehrmachtsoldaten knüpfen, um sie zum Verrat militärischer Geheimnisse, zum Desertieren und zur Mitarbeit im Widerstand zu bewegen.

Wegen der begrenzten Platzzahl bitten wir Sie um Anmeldung bis zum 20. Oktober 2019
per E-Mail: veranstaltung@gedenkstaette-stille-helden.de oder Telefon: (030) 26 99 50 00.
> Info
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Tanja von Fransecky: Bis ans Maul der Bestie. Nelly Klein – eine österreichische Jüdin im belgischen Widerstand, Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden, Band 8, März 2019 ISBN: 978-3-86331-444-6 | 155 Seiten | 16,– €
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Mittwoch, 30. Oktober 2019 | 18.00 Uhr
Ehemaliges Jüdisches Waisenhaus

Berliner Straße 120/121
13187 Berlin

»Ich suchte das Leben bei den Toten«
Zeitzeugengespräch und Lesung mit Halina Birenbaum

Begrüßung: Univ. Prof. Dr. Peter-Alexis Albrecht, Vorstand der gemeinnützigen Cajewitz-Stiftung
Grußwort: Sören Benn, Bürgermeister von Pankow
Historische Einführung: Dr. Beate Kosmala
Lesung und Gespräch: Halina Birenbaum mit Beate Kosmala

Halina Birenbaum (*1929) wird als Tochter von Jakub und Pola Grynsztejn in Warschau geboren und wächst mit zwei älteren Brüdern auf. Bald nach dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 muss ihre Familie in das Warschauer Ghetto übersiedeln. Im Juli 1943 wird sie in das KZ Majdanek und von dort nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Sie überlebt den Todesmarsch im Januar 1945. Am 2. Mai 1945 wird sie von der Roten Armee als »Kind-Greisin« im Lager Neustadt-Glewe befreit. Ihre Eltern und ein Bruder wurden ermordet. 1947 gelingt ihr die Einwanderung in Palästina, wo sie zunächst in Kibbuzim arbeitet. 1950 heiratet sie Henryk Birenbaum und bekommt zwei Söhne. In ihrem Buch »Ich suchte das Leben bei den Toten« (auf Deutsch Metropol 2019), das hier vorgestellt wird, beschreibt die Schriftstellerin und Dichterin Halina Birenbaum eindringlich ihre Erinnerungen an ihre Familie, ihr Leben in Israel und was es bedeutet, in Polen und Deutschland Zeitzeugin zu sein.

Um Anmeldung bis 29. Oktober 2019 unter veranstaltungen@stiftung-denkmal.de
oder Tel. 030-26 39 43-11 wird gebeten.

> Info
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Freitag, 8. November 2019 | 19.00 Uhr
Haus International Kempten
Poststraße 22
87439 Kempten

Gabi (1937–1943)
Geboren im Allgäu – Ermordet in Auschwitz
Buchvorstellung und Lesung mit Leo Hiemer

Im Rahmen der Wanderausstellung „Geliebte Gabi“

Veranstalter: Deutsch-Israelische Gesellschaft Kempten und VVN Gruppe Allgäu
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Donnerstag, 14. November 2019 | 19.00 Uhr
Stadtbibliothek Memmingen
Antonierhaus
Martin-Luther-Platz 1
87700 Memmingen

Gabi (1937–1943)
Geboren im Allgäu – Ermordet in Auschwitz
Buchvorstellung und Lesung mit Leo Hiemer

Im Rahmen der Wanderausstellung „Geliebte Gabi“

Veranstalter: Buchhandlung Javurek und Stadtbibliothek Memmingen
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Freitag, 15. November 2019 | 20.00 Uhr
Stadtbücherei Wangen im Kornhaus
Postplatz 1
88239 Wangen im Allgäu

Gabi (1937–1943)
Geboren im Allgäu – Ermordet in Auschwitz
Buchvorstellung und Lesung mit Leo Hiemer

Im Rahmen der Wanderausstellung „Geliebte Gabi“

Veranstalter: Stadtbücherei und Kulturverein Kultrast e.V.
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Dienstag, 19. November 2019 | 19.00 Uhr
Stadtbibliothek „Rudolf Hagelstange“
Nikolaiplatz 1
99734 Nordhausen

Wolfgang Benz: Antisemitismus in der DDR
Manifestationen und Folgen des Feindbilds Israel
Lesung & Gespräch mit Wolfgang Benz

In der DDR galt der Antisemitismus als Element faschistischer Ideologie als überwunden. Der politisch instrumentalisierte Antizionismus, der Israel als „Agressorstaat“ definierte, gehörte hingegen jahrzehntelang zur Staatsdoktrin. Erst 1988, als der 50. Jahrestag der Novemberpogrome erstmals in Ostberlin aufwändig begangen wurde, kam es zu einer taktischen Annäherung an Israel. Die zehn Beiträge des Sammelbands „Antisemitismus in der DDR“ nehmen die Traditionen und Wirkungen judenfeindlicher Ressentiments in der DDR in den Blick und setzen sich mit deren Auswirkungen bis in die Gegenwart auseinander. In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung lädt die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora ganz herzlich zu einer Lesung mit dem Herausgeber Wolfgang Benz am 19. November um 19.00 Uhr in den Ratssaal der Stadtbibliothek Nordhausen.
>> Info
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Wolfgang Benz (Hrsg.): Antisemitismus in der DDR.
Manifestationen und Folgen des Feindbildes Israel
ISBN: 978-3-86331-436-1 | 275 Seiten | 19,– €
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Donnerstag, 6. Februar 2020 | 19.00 Uhr
Stadtmuseum Kaufbeuren
Kaisergäßchen 12–14
87600 Kaufbeuren

Gabi (1937–1943)
Geboren im Allgäu – Ermordet in Auschwitz
Buchvorstellung und Lesung mit Leo Hiemer

Im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung „Kaufbeuren unterm Hakenkreuz. Eine Stadt geht auf Spurensuche.“ Oktober 2018–Mai 2020
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Vergangene Veranstaltungen

Donnerstag, 10. Oktober 2019 | 15.00 Uhr
Gemeindehaus

Kleiner Saal der Evangelischen Kirchengemeinde
Kirchweg 6
14129 Berlin

Die Stasi, der König und der Zimmermann – Eine Geschichte von Verrat
Lesung & Vortrag mit der Autorin Petra Riemann

Petra Riemann liest aus ihrer neuen Publikation. Sie arbeitet in ihrem neuen Buch die Stasi-Vergangenheit ihres Vaters und bekannten DDR-Schauspielers Lutz Riemann auf. Im Sommer 2013 berichtet die WELT AM SONNTAG, Lutz Riemann habe als IM für die HVA der Stasi gearbeitet. Unter dem Decknamen „Richard König“ habe er in den 70er-Jahren Peer Steinbrück bespitzelt und Künstlerkollegen in Thüringen ausspioniert. Nicht nur den SPD-Kanzlerkandidaten trifft die Nachricht wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Auch bei der Tochter, Petra Riemann, geht sie „rein wie ein Messer“, denn Steinbrück ist ihr Onkel. Lutz Riemann, bekannt als „Oberleutnant Zimmermann“ aus der Reihe „Polizeiruf 110“, bestreitet zwar, über „seinen Freund“ Peer berichtet zu haben. Seine Stasi-Tätigkeit aber gibt er unumwunden zu. Petra Riemann ist schockiert und kann nicht glauben, dass ihr Vater ein linientreuer IM war, der über Kollegen ans MfS berichtete. Wer verbirgt sich hinter „Richard König“?
Bei der multimedialen Lesung steht Petra Riemann im Sprechwechsel mit ihrem Mann, dem Filmemacher Torsten Sasse, der aus Stasi-Akten zitiert.
>>Info
Veranstalter: Evangelische Gemeinde Nikolassee & Buchhandlung Lesezeichen
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Samstag, 19. Oktober 2019 | 19.00 Uhr
Rathaussaal Marktoberdorf
Richard-Wengenmeier-Platz 1
87616 Marktoberdorf

Gabi (1937–1943)
Geboren im Allgäu – Ermordet in Auschwitz
Buchvorstellung und Lesung mit Leo Hiemer

Im Rahmen der Wanderausstellung „Geliebte Gabi“

Leo Hiemer hat sich viele Jahre intensiv mit dem Schicksal von Gabriele Schwarz beschäftigt. Bereits 1994 schilderte er in seinem preisgekrönten Spielfilm »Leni … muss fort« die Geschichte von Gabi, dem Mädchen aus dem Allgäu, das die Nazis zur Vernichtung bestimmt hatten. Das auf vielen Dokumenten und Fotografien beruhende Buch berichtet nun umfassend über den kurzen Lebensweg des kleinen Kindes. Gabis Mutter Lotte war getaufte Jüdin aus Augsburg, den Vater hat sie niemals angegeben. Ihre ebenfalls getaufte kleine Tochter gab sie in die Obhut frommer Pflegeeltern im Allgäu. Auf deren Bauernhof wuchs Gabi in ländlicher Idylle zunächst unbeschwert auf. Währenddessen versuchte Lotte, sich und ihre kleine Tochter mit Hilfe von Kardinal Faulhaber ins Ausland zu retten. Doch im September 1941 wurde Lotte verhaftet, ins KZ Ravensbrück überstellt und in der NS-Tötungsanstalt Bernburg umgebracht. Im Februar 1943 musste auch Gabi ihrer Heimat für immer Lebewohl sagen. Über die Zwischenstation München wurde die Fünfjährige nach Auschwitz verschleppt, wo sie an Ort und Stelle ermordet wurde.
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Leo Hiemer: Gabi (1937–1943). Geboren im Allgäu – Ermordet in Auschwitz
ISBN: 978-3-86331-455-2 | 415 Seiten | 24,– €
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Dienstag, 1. Oktober 2019 | 19.30 Uhr
Allerweltshaus Köln

Körnerstraße 77–79
50823 Köln

Rassismus und Widerstand
Lesung, Buchvorstellung und Gespräch

mit den Autor*innen Andreas Nakic, Gewaltpräventionstrainer, und Marianne Bechhaus-Gerst, Afrikanistin und Kulturwissenschaftlerin.

Andreas Nakic wird 1962 als uneheliches Kind einer weißen US-Amerikanerin und eines äthiopischen Austauschstudenten geboren. Er wird zur Adoption freigegeben. Mit seiner Adoption durch eine deutsch-amerikanische Familie und deren Übersiedlung nach Deutschland beginnt für ihn ein Leben, das durch Gewalt und rassistische Übergriffe geprägt ist. Als Jugendlicher erkämpft Andreas seine Unabhängigkeit von den ungeliebten Adoptiveltern und geht seinen eigenen Weg. Als 51-Jähriger trifft er zum ersten Mal seine leibliche Mutter. Das Buch kombiniert autobiografische Texte und Sachtexte, die die individuelle Lebensgeschichte in einen größeren historischen und gesellschaftlichen Kontext einordnen.
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Andreas Nakic/Marianne Bechhaus-Gerst
mit Diane Truly
Über Rassismus und Widerstand
Eine US-amerikanisch-deutsch-äthiopische Lebensgeschichte
Oktober 2019 | ISBN: 978-3-86331-492-7 | 240 Seiten | 19,– €
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Dienstag, 1. Oktober 2019 | 18.00 Uhr
Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus e.V.

Nikolaikirchplatz 5-7
10178 Berlin (Nikolaiviertel)

Die Stasi, der König und der Zimmermann: Eine Geschichte von Verrat
Buchvorstellung & multimediale Lesung

mit
Petra Riemann, Autorin und Filmschnittmeisterin beim RBB, und
Torsten Sasse, Journalist

Im Sommer 2013 berichtet die WELT AM SONNTAG, der bekannte DDR-Schauspieler Lutz Riemann habe als IM für die HVA der Stasi gearbeitet. Unter dem Decknamen „Richard König“ habe er in den 70er-Jahren Peer Steinbrück bespitzelt und Künstlerkollegen in Thüringen ausspioniert. Nicht nur den SPD-Kanzlerkandidaten trifft die Nachricht wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Auch bei der Tochter, Petra Riemann, geht sie „rein wie ein Messer“, denn Steinbrück ist ihr Onkel. Lutz Riemann, bekannt als „Oberleutnant Zimmermann“ aus der Reihe „Polizeiruf 110“, bestreitet zwar, über „seinen Freund“ Peer berichtet zu haben. Seine Stasi-Tätigkeit aber gibt er unumwunden zu. Petra Riemann ist schockiert …
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Donnerstag, 26. September 2019 | 18.00 Uhr
Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald
Belower Damm 1
16909 Wittstock/Dosse

„Im guten Einvernehmen“ – Die Stadt Oranienburg und die Konzentrationslager Oranienburg und Sachsenhausen 1933–1945
Buchvorstellung und Diskussion mit dem Autor Frédéric Bonnesoeur
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Mittwoch, 25. September 2019 | 19.00 Uhr
Meininger Staatstheater

Foyer der Kammerspiele
Bernhardstraße 5
98617 Meiningen

Im Rahmen der Reihe „Blauer Salon“
Buchvorstellung und Lesung mit Petra Riemann und Torsten Sasse
„Die Stasi, der König und der Zimmermann“

Begrüßung: Ansgar Haag, Intendant des Staatstheaters Meiningen
Lesung: Petra Riemann und Torsten Sasse
Moderation: Heike Langguth, Leiterin des Bildungszentrums Meiningen

Im Sommer 2013, mitten im Bundestagswahlkampf, berichtet die „WELT am Sonntag“: Der bekannte DDR-Schauspieler Lutz Riemann arbeitete als IM für die HV A der Stasi. Unter dem Decknamen „Richard König“ habe er in den 70er Jahren Peer Steinbrück bespitzelt und Künstlerkollegen in Thüringen ausspioniert. Nicht nur den SPD-Kanzlerkandidaten trifft die Nachricht wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Auch bei der Tochter des Schauspielers, Petra Riemann, geht sie „rein wie ein Messer“, denn Steinbrück ist ihr Onkel. Lutz Riemann, bekannt als „Oberleutnant Zimmermann“ aus der Reihe „Polizeiruf 110“, bestreitet zwar, über „seinen Freund“ Peer berichtet zu haben. Seine Stasi-Tätigkeit aber gibt er unumwunden zu. Petra Riemann ist schockiert. Sie kann nicht glauben, dass ihr Vater ein linientreuer IM war, der über Kollegen ans MfS berichtete. Petra Riemann arbeitet schließlich die eigene Familiengeschichte auf. Im Ergebnis entsteht das Buch „Die Stasi, der König und der Zimmermann“, das am 9. Mai erstmalig von der Autorin präsentiert wird.
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Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Landesbeauftragten des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA) beim Thüringer Landtag und dem Bildungszentrum der Thüringer Polizei
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Petra Riemann (mit Torsten Sasse)
Die Stasi, der König und der Zimmermann
Eine Geschichte von Verrat
ISBN: 978-3-86331-465-1 | ca. 240 Seiten | 22,00 Euro
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Montag, 23. September 2019 | 19.00 UHR
Begegnungsstätte Kleine Synagoge

An der Stadtmünze 5
99084 Erfurt

Buchvorstellung und Diskussion
Steven Robins: Briefe aus Stein. Von Nazi-Deutschland nach Südafrika

Das alte Postkartenfoto kannte Steven Robins schon, als er in den 1960er- und 1970er-Jahren im südafrikanischen Port Elizabeth aufwuchs. Es zeigt drei ihm unbekannte Frauen. Erst später erfuhr er, dass das Bild die Mutter und die Schwestern seines Vaters im Jahr 1937 in Berlin zeigt, bevor sie in Auschwitz getötet wurden. Seit der Namensänderung von Robinski in Robins erzählte Steven Robins’ Vater nichts mehr über seine Vergangenheit in Europa, nichts über seine Flucht aus Nazi-Deutschland, nichts über das Schicksal seiner Familie – bis Steven, inzwischen ein junger Anthropologe, ihn im Jahr vor seinem Tod befragte. Doch die Informationen, die sein Vater mitteilte, waren dürftig. Schließlich fand Steven Robins Unterlagen über seine Familie in Archiven und entdeckte über hundert Briefe, die die Familie von 1936 bis 1943 aus Berlin an seinen Vater und Onkel geschickt hatte. Dabei las Steven Robins auch Worte der Frauen auf dem Foto.
„Briefe aus Stein“ ist die ergreifende Rekonstruktion einer Familiengeschichte. Die Hilferufe seiner im Nazi-Staat gefangenen Angehörigen erreichten Steven Robins’ Vater in Südafrika, der jedoch nicht helfen konnte und schließlich den Rückzug ins Schweigen wählte.
In seinem Buch untersucht Steven Robins auch die Komplizenschaft seines Fachgebietes, der Anthropologie, die ebenso wie die Eugenik und die Ethnologie die vermeintlich wissenschaftlichen Grundlagen für den nationalsozialistischen Rassismus legte.

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.
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Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit der Initiative „Decolonize Erfurt“ und der Professur für Wissenschaftsgeschichte der Universität Erfurt.
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Steven Robins
Briefe aus Stein. Von Nazi-Deutschland nach Südafrika
ISBN: 978-3-86331-477-4
ca. 300 Seiten | 24,00 Euro
Erscheinungstermin: September 2019
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Dienstag, 24. September 2019 | 19:00 Uhr
Erinnerungsort Topf & Söhne

Sorbenweg 7
99099 Erfurt

Die Gegenwart der kolonialen Vergangenheit
Kontroversen um eine Dekolonisierung der Erinnerungskultur
Vortrag von Dr. Joachim Zeller, Historiker, Berlin

Der Umgang mit der Kolonialgeschichte, die hierzulande lange im Schatten der Aufarbeitung des Nationalsozialismus und des Holocaust stand, unterliegt gegenwärtig einem grundlegenden Wandel. Zwar zählt auch Deutschland faktisch zu den postkolonialen Gesellschaften Europas, doch ist diese Tatsache kaum in das Bewusstsein der Menschen und in das Handeln der Politik vorgedrungen.

In den vergangenen Jahren haben sich zahlreiche zivilgesellschaftliche Initiativen gegründet, um die notwendige Auseinandersetzung um eine Dekolonisierung der globalen und lokalen Machtverhältnisse voranzubringen. Eine Trendwende weg vom Vergessen und Verdrängen der kolonialen Vergangenheit bedeutete auch die 2016/2017 im Deutschen Historischen Museum in Berlin gezeigte Ausstellung Deutscher Kolonialismus. Fragmente seiner Geschichte und Gegenwart. Aufhorchen ließ nicht zuletzt der im November 2016 verabschiedete Koalitionsvertrag der neuen Berliner Landesregierung aus SPD, Grünen und Die Linke. Er bekundet die Absicht, zusammen „mit dem Bund eine zentrale Gedenkstätte als Lern- und Erinnerungsort“ zum deutschen Kolonialismus in der Bundeshauptstadt einrichten zu wollen.

Nach einer Einführung in diese Debatte stellt Joachim Zeller ausgewählte Aktionen und Projekte zur Weiterentwicklung einer postkolonialen Gedenkkultur in Deutschland vor. Angesprochen werden dabei auch die aktuellen Debatten um den Völkermord an den Herero und Nama und die koloniale Beutekunst im geplanten Berliner Humboldt Forum.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Interkulturellen Woche 2019 der Landeshauptstadt Erfurt und in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung statt.
Veranstalter: Stadtverwaltung Erfurt, Erinnerungsort Topf & Söhne
>> Info
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Marianne Bechhaus-Gerst/Joachim Zeller (Hrsg.)
Deutschland postkolonial? Die Gegenwart der imperialen Vergangenheit
November 2018 | ISBN: 978-3-86331-393-7 | 579 Seiten | 29, €
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Dienstag, 24. September 2019 | 18:30 Uhr

Schlossmuseum Oranienburg
Schlossplatz 1
16515 Oranienburg

„Im guten Einvernehmen“ – Die Stadt Oranienburg und die Konzentrationslager Oranienburg und Sachsenhausen 1933–1945
Buchvorstellung und Diskussion mit dem Autor Frédéric Bonnesoeur

Für die Einrichtung der nationalsozialistischen Konzentrationslager war das kommunale Umfeld von grundlegender Bedeutung. Die KZ waren keine isolierten Orte, sondern über ein engmaschiges Netz von verwaltungstechnischen, wirtschaftlichen und sozialen Beziehungen in ihre Umgebungsgesellschaft eingebunden. Paradigmatisch für dieses wechselseitige Zusammenspiel steht die Einrichtung der Konzentrationslager Oranienburg und Sachsenhausen in der Stadt Oranienburg. Frédéric Bonnesoeur fragt nach den Interessen von Stadtverwaltung und örtlicher Wirtschaft bei der Etablierung von zwei der zeitweise größten Konzentrationslager des Deutschen Reiches und den Auswirkungen kommunalpolitischer Entscheidungen. Darüber hinaus beleuchtet er die Kontakte zwischen SA, SS, KZ-Gefangenen und Bevölkerung.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Gedenkstätte Sachsenhausen
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Frédéric Bonnesoeur: Im guten Einvernehmen. Die Stadt Oranienburg und die Konzentrationslager Oranienburg und Sachsenhausen 1933–1945
ISBN: 978-3-86331-397-5 | 184 Seiten | 16,– €
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Dienstag, den 24. September 2019 | 18.00 Uhr
Martin-Niemöller-Haus
Pacelliallee 61
14195 Berlin-Dahlem

Lesung und Gespräch
Katrin Rudolph: Hilfe beim Sprung ins Nichts
Franz Kaufmann und die Rettung von Juden und „nichtarischen“ Christen“

Als in Berlin im August 1943 eine untergetauchte Jüdin nach der Denunziation durch eine ehemalige Nachbarin von der Gestapo festgenommen wurde, löste das eine Welle von Verhaftungen aus. Nach und nach wurde ein Teil eines Retternetzes aufgedeckt, das „Illegalen“ falsche Papiere und Lebensmittelkarten zur Verfügung gestellt hatte. Katrin Rudolph hat die Struktur dieses Retternetzes um Franz Kaufmann und Helene Jacobs untersucht. Sie beschreibt vier Helferbündnisse, die in der Bekennenden Kirche verwurzelt waren, sowie diverse Querverbindungen zu anderen Rettern.

Moderation: Martina Voigt, Historikerin und Kuratorin der Dauerausstellung im Martin-Niemöller-Haus zur Geschichte der Bekennenden Kirche in Dahlem

Eintritt frei – Spenden erbeten

> Info

Katrin Rudolph: Hilfe beim Sprung ins Nichts
Franz Kaufmann und die Rettung von Juden und „nichtarischen“ Christen
ISBN: 978-3-86331-351-7 | 392 Seiten | 19,– €
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Donnerstag, 19. September 2019 | 19.00 Uhr

FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum
5. Etage / Dachgeschoss
Adalbertstr. 95A
10999 Berlin

Buchvorstellung
Briefe aus Stein: Von Nazi-Deutschland nach Südafrika
mit dem Autor Steven Robins

Port Elizabeth, Südafrika. Ein Foto von drei Frauen auf einem kleinen Tisch. Steven Robins erfuhr erst später, dass es sich bei diesem Foto um die Mutter und die Schwestern seines Vaters handelte. Es entstand 1937, bevor sie dem Holocaust zum Opfer fielen. Allein Robins Vater gelang die rettende rechtzeitige Flucht. Er sollte jedoch niemals über das Schicksal seiner Familie sprechen.
Jahre später findet Robins schließlich fast hundert Briefe, die den Briefwechsel zwischen den einzelnen Familienmitgliedern in Berlin und Südafrika während des nationalsozialistischen Terrors dokumentieren. Während seiner Recherchen entdeckt er in Kreuzberg in die Straße eingelassene Steine mit den Lebens- und Deportationsdaten von Juden.
Daraufhin kontaktiert Robins den verantwortlichen Künstler Gunter Demnig und das Friedrichshain-Kreuzberg Museum. Mit Unterstützung der BVV erreichten sie, dass am 4. Juli 2000 die ersten zwei amtlich genehmigten Stolpersteine für Siegfried und Edith Robinski in der Naunynstraße 46 verlegt wurden.
In seiner Publikation „Briefe aus Stein“ erweckt Steven Robins die Briefe der Familie zu neuem Leben und gibt den Hinterbliebenen eine Stimme. Er untersucht ebenso die Komplizenschaft seines Fachgebietes, der Anthropologie, die ebenso wie die Eugenik und die Ethnologie die vermeintlich wissenschaftlichen Grundlagen für den nationalsozialistischen Rassismus legte.
Das Friedrichshain-Kreuzberg Museum lädt gemeinsam mit dem Jüdischen Museum Berlin und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Interessierte zur Präsentation der deutschsprachigen Ausgabe des Buches ein. Anschließend übergibt Steven Robins den Briefbestand seiner Familie dem Jüdischen Museum Berlin zur Verwahrung und Forschung.

Mit Grußworten von Regine Sommer-Wetter (BVV-Vorsteherin der BVV Friedrichshain-Kreuzberg) und Natalie Bayer (Museum FHXB). Moderation: Albert Scharenberg (RLS)
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Das Buch:
Steven Robins: Briefe aus Stein. Von Nazi-Deutschland nach Südafrika.
ISBN: 978-3-86331-477-4 | 320 Seiten | 24,00 Euro

In Kooperation mit dem FHXB Museum, der Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) und dem Jüdischen Museum
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Montag, 16. September 2019 | 19.00 Uhr
W. M. Blumenthal Akademie,
Klaus Mangold Auditorium

Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz 1
10969 Berlin
(gegenüber dem Jüdischen Museum)

Zvi Aviram: Dem Tod von der Schippe gesprungen
Zeitzeug*innen im Gespräch – Erfahrungen und Schicksale deutscher Jüdinnen*Juden im Nationalsozialismus

Zvi Aviram wurde 1927 als Heinz Abrahamsohn in Berlin geboren. Nach der Deportation seiner Eltern am 27. Februar 1943 tauchte der 16-Jährige auf eigene Faust unter. Er fand Kontakt zu der Widerstandsgruppe Chug Chaluzi, die kurz zuvor von jüdischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Berlin gegründet worden war und in der er fortan aktiv mitwirkte. Auch zu einem kommunistischen Kreis hatte er Verbindung. Während seiner Odyssee durch verschiedene Verstecke wurde er zweimal verhaftet. In den letzten Kriegstagen, als er um sein Leben bangte, wurde er überraschend aus dem Gefängnis des Sammellagers in der Schulstraße in Berlin-Wedding entlassen. Nach der Befreiung gelangte er auf abenteuerlichen Wegen nach München, wo er für die Jewish Agency tätig war, bis er 1948 nach Palästina auswandern konnte.

>> Info
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Zvi Aviram: Mit dem Mut der Verzweiflung. Mein Widerstand im Berliner Untergrund 1943–1945
ISBN: 978-3-86331-237-4 | 223 Seiten | 19,– €
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Dienstag, 3. September 2019 | 18:30 Uhr
Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen


Besucherinformationszentrum
Straße der Nationen 22
16515 Oranienburg

Vorwurf: Aktiver Nazi, Werwolf oder Agent
Die Verhaftungspraxis sowjetischer Geheimdienste in und um Bad Freienwalde 1945–1955

Andreas Weigelt rekonstruiert in seiner Studie „Vorwurf: Aktiver Nazi, Werwolf oder Agent.“ die Biografien von über 300 Personen, die zwischen 1945 und 1955 in Bad Freienwalde und Umgebung vom sowjetischen Geheimdienst festgenommenen worden sind. Viele von ihnen wurden im sowjetischen Speziallager in Sachsenhausen inhaftiert. Wer waren diese Menschen, was wurde ihnen vorgeworfen und trafen die Vorwürfe zu?
Im Anschluss an die Buchvorstellung diskutieren der Autor Andreas Weigelt und Rainer Potratz (Referent bei der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur) mit Enrico Heitzer (Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen) über die Studie.
Andreas Weigelt ist Historiker und forscht seit vielen Jahren zur Geschichte der Sowjetischen Besatzungszone in Deutschland und zum Nationalsozialismus. 2011 wurde er mit einer Studie über Lieberose, ein Außenlager des KZ Sachsenhausen, promoviert. Er leitet die Dokumentationsstelle Lager Jamlitz der Evangelischen Kirchengemeinde Lieberose und Land.

>> Info
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Andreas Weigelt
Vorwurf: Aktiver Nazi, Werwolf oder Agent
Die Verhaftungspraxis sowjetischer Geheimdienste in und um Bad Freienwalde 1945–1955
ISBN: 978-3-86331-441-5 | 326 Seiten | 19,– €
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Montag, 9. September 2019 | 19.00 Uhr
Berliner Geschichtswerkstatt

Goltzstraße 49
10781 Berlin

Untergetaucht auf Reiswerder
Buchvorstellung mit der Autorin Christiane Carstens

Am 23. August 1944 erreichten Beamte der Gestapo mit einem Ruderboot das Ufer der Insel Reiswerder im Tegeler See. Dort war eine kleine Gruppe von Jüdinnen und Juden auf der Flucht vor Verfolgung und Deportation untergetaucht. 18 Monate hatten sie auf der Insel versteckt und geschützt gelebt, ohne einander zu kennen. Nun aber hatte ein Spitzel sie denunziert. Die Gestapobeamten verhafteten an jenem Mittwochnachmittag Gerda Lesser, Erna und Gerhart Fleck, Lotte Basch und Hermann Dietz. Gerda Lesser und das Ehepaar Fleck wurden über Theresienstadt nach Auschwitz deportiert, Lotte Basch kam direkt nach Auschwitz, Hermann Dietz wurde in das KZ Buchenwald verschleppt. Erna Fleck, Lotte Basch und Hermann Dietz überlebten; Gerhart Fleck jedoch verstarb im November 1944 in einem Außenlager von Auschwitz an Hungertyphus, Gerda Lesser wurde nur wenige Tage nach ihrer Ankunft in Auschwitz am 1. Oktober 1944 ermordet.
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Christiane Carstens
Untergetaucht auf Reiswerder
Spurensuche auf einer Insel im Norden Berlins
ISBN: 978-3-86331-468-2 | 96 Seiten | 12,– €
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Freitag, den 21. Juni 2019 | 19.00 Uhr
Plenarsaal des Kammergerichts

Elßholzstraße 30 – 33
(Zugang zum Haupteingang von der Kleistparkseite aus)
10781 Berlin

Ruth Barnett – Ein Leben für Mitmenschlichkeit und gegen den Hass
Im Rahmen der Reihe Zeitzeugen im Gespräch

Ruth Barnett, geb. Michaelis, wurde in Berlin geboren. Zum Schutz vor den Nazis schickten ihre Eltern Ruth und ihren älteren Bruder Martin Michaelis 1939 über einen von Quäkern organisierten Kindertransport nach England, wo beide den zweiten Weltkrieg überlebten.
Ihr Vater Dr. Robert Michaelis war bereits 1933 von den Nazis wegen seiner Vorfahren jüdischen Glaubens aus dem Richteramt in Berlin vertrieben worden. Er emigrierte 1939 nach Shanghai. Dort verblieb er, bis er 1948 zu seiner Ehefrau nach Deutschland zurückkehren konnte, die dort überlebt hatte.
Nach zehn Jahren Trennung traf Ruth ihre Eltern in den schwierigen Verhältnissen im Nachkriegsdeutschland wieder. Ruth entschied sich für ein Leben in England, wo sie heute lebt, aber über die Familie ihres Bruders stets im Kontakt mit Deutschland war und ist.
Ihr Vater gestaltete ab 1949 als Vorsitzender Richter am Landgericht Mainz den Neuanfang der Justiz in Deutschland mit. Doch litt er stark unter dem oft missglückten und kalt-bürokratischen Umgang der bundesdeutschen Nachkriegsbürokratie mit Verfolgten des Naziregimes. Er ist posthum einer breiten Öffentlichkeit durch das Buch „Landgericht“ von Ursula Krechel bekannt geworden.

Anschließend Empfang
> Einladung

Eine Veranstaltung von Forum Recht und Kultur im Kammergericht e.V.
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Ruth Barnett, Nationalität: Staatenlos
Die Geschichte der Selbstfindung eines Kindertransportkindes
ISBN: 978-3-86331-309-8 | 276 Seiten | 19,– €

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Mittwoch, 19. Juni 2019 | 19.00 Uhr
Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Zweite Etage, Saal 2B
Stauffenbergstr. 13-14
10785 Berlin

Buchvorstellung
Dr. Susanne Beer: Die Banalität des Guten.
Hilfeleistungen für jüdische Verfolgte 1941-1945

Einführung: Martina Voigt, freie Mitarbeiterin der Gedenkstätte Stille Helden

Schätzungen gehen davon aus, dass sich während des Zweiten Weltkriegs einige Zehntausend Deutsche dazu entschlossen, jüdische Verfolgte bei der Flucht vor den Deportationen zu unterstützen. Wie lässt sich die Entstehung dieser Form des Widerstands im Land der Täter erklären? Die Untersuchung der Sozialwissenschaftlerin Dr. Susanne Beer lädt dazu ein, Schritt für Schritt nachzuvollziehen, wie sich die Praxis der Hilfe entfaltete. Dabei wird deutlich, dass es mitunter recht banale Umstände waren, die den Prozess in Gang brachten.

Wegen der begrenzten Platzzahl bitten wir Sie um Anmeldung
bis zum 16. Juni 2019
per E-Mail: veranstaltung@gedenkstaette-stille-helden.de
oder Telefon: (030) 26 99 50 00.
> Einladung
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Susanne Beer: Die Banalität des Guten
Hilfeleistungen für jüdische Verfolgte 1941–1945
ISBN:978-3-86331-396-8 | 385 Seiten | 24,– €
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Sonntag, 16. Juni 2019 | 14.00 bis 16.00 Uhr
Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Besucherinformationszentrum (Treffpunkt)
Straße der Nationen 22
16515 Oranienburg

Auf der Führung am historischen Tatort gibt die Historikerin Stephanie Bohra detaillierte Einblicke in die Praxis der juristischen Aufarbeitung der Verbrechen im KZ Sachsenhausen. Dabei werden gesellschaftliche, politische und rechtliche Faktoren aufgezeigt, die die Strafverfolgung hemmten und beförderten.
Stephanie Bohra ist Autorin des Buches „Tatort Sachsenhausen“ (2019).

Teilnahmegebühr: 3 Euro (ermäßigt 2 Euro)
Kontakt und Anmeldung: Mareike Otters (veranstaltungen@gedenkstaette-sachsenhausen.de)
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Samstag, 15. Juni 2019 | 15.00 Uhr
Evangelische Studierenden-Gemeinde Gießen (ESG)

Henselstraße 7
35390 Gießen

Buchvorstellung: Die »Reinigung des Volkskörpers«. Eugenik und »Euthanasie« im Nationalsozialismus. Mit Armin Trus (Autor)

Die »Reinigung des deutschen Volkskörpers« war das erklärte Staatsziel der nationalsozialistischen Machthaber. Sie verstanden darunter sowohl den Ausschluss »Fremdrassiger« als auch die Isolierung und Beseitigung von »Minderwertigen« der »eigenen Rasse«. Bereits 1933 schuf das »Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses« die Grundlage für die Zwangssterilisation von etwa 400 000 »Erbkranken«. Während des Krieges fielen dem Vernichtungswillen der Nationalsozialisten etwa 250 000 Psychiatriepatienten zum Opfer.
> Info
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Armin Trus
Die „Reinigung des Volkskörpers“
Eugenik und „Euthanasie“ im Nationalsozialismus. Eine Einführung mit Materialien
ISBN: 978-3-86331-457-6 | 364 Seiten | 24,– €
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Donnerstag, 13. Juni 2019 | 20.00 Uhr
Literaturforum im Brecht-Haus
Chausseestraße 125
10115 Berlin

Reihe Lebenszeugnisse
Gabis Tod in Auschwitz – Zur Dokumentation einer tragischen Geschichte
Wolfgang Benz im Gespräch mit Leo Hiemer

Gabi kommt im Mai 1937 als Tochter einer jüdischen Mutter und eines unbekannten Vaters zur Welt und wächst bei Pflegeeltern auf einem Bauernhof im Allgäu auf. Ihre Mutter ist zum katholischen Glauben übergetreten und auch Gabi ist getauft. Nach der NS Rassenideologie ist das kleine Mädchen trotzdem Jüdin, im Februar 1943 ist ihr Schicksal besiegelt. Gabis Mutter Lotte war bereits im September 1941 ins KZ Ravensbrück deportiert und im Frühjahr 1942 ermordet worden, als die Fünfjährige vom Aichele-Hof in Stiefenhofen abgeholt und von der Gestapo nach München gebracht und weiter nach Auschwitz deportiert und ermordet wurde. Die tragische Geschichte des kleinen Mädchens, in die Kardinal Faulhaber persönlich verstrickt war, hat der Filmemacher und Buchautor Leo Hiemer erforscht und beschrieben.
> Info

Eintritt: 5,- € / ermäßigt: 3,- €
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Montag, 3. Juni 2019 | 19.00 Uhr
Erinnerungsort Topf & Söhne

Sorbenweg 7
99099 Erfurt
&
Dienstag, 4. Juni 2019 | 20.00 Uhr
Deutsches Nationaltheater

Foyer
Theaterplatz 2
99423 Weimar

Buchvorstellung
Wolfgang Benz (Hrsg.): Antisemitismus in der DDR.
Manifestationen und Folgen des Feindbildes Israel

Eine Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen.
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Wolfgang Benz (Hrsg.): Antisemitismus in der DDR.
Manifestationen und Folgen des Feindbildes Israel
ISBN: 978-3-86331-436-1 | 275 Seiten | 19,– €
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Montag, 3. Juni 2019 | 19 Uhr
A.B. von Stetten’sches Institut

Am Katzenstadel 18 a
Barbarasaal
86152 Augsburg

Leo Hiemer liest aus seinem soeben erschienen Buch
Gabi (1937-1943)

Geboren im Allgäu. Ermordet in Auschwitz

Direkt im Anschluss an die Einweihung eines Erinnerungsbandes vor der benachbarten Gesundbrunnenstraße 3 stellt Leo Hiemer im Stetten sein neues Buch über Gabi, Tochter einer Augsburger Jüdin, vor, die in Auschwitz mit fünf Jahren ihr Leben lassen musste.
> Erinnerungswerkstatt Augsburg
> Veranstaltungshinweis Augsburger Allgemeine

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Leo Hiemer: Gabi (1937–1943)
Geboren im Allgäu – Ermordet in Auschwitz
Mai 2019 | ISBN: 978-3-86331-455-2 | 415 Seiten | 24,– €
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Dienstag, 28. Mai 2019, 18.00 Uhr
Dokumentationszentrum Topographie des Terrors

Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
Berlin-Kreuzberg

In Erinnerung an Prof. Dr. Reinhard Rürup (27. Mai 1934 – 6. April 2018)

Begrüßung
Prof. Dr. Andreas Nachama, Berlin
Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum, Berlin

Grußwort
Prof. Dr. Bernd Faulenbach, Bochum

Vorträge
Reinhard Rürup. Wegweisender Forscher und öffentlich präsenter Historiker
Prof. Dr. Wolfgang Schieder, Göttingen
Die Revolution in Deutschland 1918/1919
Prof. Dr. Peter Brandt, Berlin
Reinhard Rürups Geschichte des Antisemitismus und der Emanzipation
Prof. Dr. Shulamit Volkov, Tel Aviv
»Der Krieg gegen die Sowjetunion 1941–1945«. Eine Ausstellung in der »Topographie des Terrors« 1991
Prof. Dr. Michael Wildt, Berlin

Eine gemeinsame Veranstaltung der Stiftung Topographie des Terrors, des Zentrums für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin und der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft des Leo Baeck Instituts in der Bundesrepublik Deutschland
Im Anschluss laden wir zu einem Empfang.

> Einladung

Zur Veranstaltung erscheint Heft 5 der Zeitschrift für Geschichtswissenschaft mit Beiträgen von Wolfgang Schieder (Wegweisender Forscher und öffentlich präsenter Historiker), Detlef Lehnert (Erforschung der Revolution 1918/19), Shulamit Volkov (Antisemitismus und das Dilemma der Integration), Werner Bergmann/Ulrich Wyrwa (Gründung des Zentrums für Antisemitismusforschung), Michael Wildt (Eine Ausstellung in der „Topographie des Terrors“ 1991), Rüdiger Hachtmann (Reinhard Rürup als Wissenschaftshistoriker).
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Samstag, 25. Mai 2019 | 13.00–16.00 Uhr
GRASSI Museum für Angewandte Kunst

Johannisplatz 5–11
04103 Leipzig

LECTURE 100 Jahre Bauhaus. Vielfalt, Konflikt und Wirkung
mit Laura Rosengarten, der Agentur Schroeter & Berger sowie Clemens Bach, anlässlich der gleichnamigen Publikation
> Info
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Bernd Hüttner/Georg Leidenberger (Hrsg.):
100 Jahre Bauhaus. Vielfalt, Konflikt und Wirkung
Berlin: Metropol Verlag April 2019
ISBN: 978-3-86331-458-3 | 272 Seiten | 22,– Euro
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Donnerstag, 23. Mai 2019 | 18.00 Uhr
Rathaussaal der Stadt Marktoberdorf

Richard-Wengenmeier-Platz 1
87616 Marktoberdorf

Buchpräsentation
„Gabi – geboren im Allgäu – ermordet in Auschwitz“
von Leo Hiemer

2017 wurde im Rahmen einer Gedenkveranstaltung im Rathaussaal der Stadt Marktoberdorf an das Schicksal der am 24. Mai 1937 in Marktoberdorf geborenen Gabriele Schwarz erinnert. Das katholisch getaufte Kind jüdischer Herkunft wuchs bei Pflegeeltern in Stiefenhofen auf. 1943 wurde das Mädchen auf Befehl der Gestapo in ein „Jüdisches Sammellager“ nach München gebracht und kurze Zeit später in der Gaskammer in Auschwitz ermordet.
Der Allgäuer Autor und Regisseur Leo Hiemer beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit dem Schicksal von Gabriele. Von ihrem kurzen Leben handelte schon sein Spielfilm „Leni … muss fort“ aus dem Jahr 1994. Nun veröffentlicht Leo Hiemer sein von der Stadt Marktoberdorf gefördertes Buch „Gabi – geboren im Allgäu – ermordet in Auschwitz“, das am 23. Mai 2019 im Rathaussaal der Stadt Marktoberdorf erstmalig präsentiert wird.
> Info
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Leo Hiemer:
Gabi (1937–1943). Geboren im Allgäu – ermordet in Auschwitz
ISBN: 978-3-86331-455-2
420 Seiten | 24,00 €
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Donnerstag, 23. Mai 2019 | 20.00 Uhr
Literaturforum im Brecht-Haus

Chausseestraße 125
10115 Berlin

Reihe Lebenszeugnisse
Untergetaucht auf Reiswerder
Wolfgang Benz im Gespräch mit Christiane Carstens

Am 23. August 1944 landen Beamte der Gestapo mit einem Ruderboot am Ufer der Insel Reiswerder im Tegeler See. Dort war eine kleine Gruppe von Jüdinnen und Juden auf der Flucht vor Verfolgung und Deportation untergetaucht. 18 Monate hatten sie auf der Insel versteckt und geschützt gelebt, ohne einander zu kennen. Nun aber hatte ein Spitzel sie denunziert. Die Gestapobeamten verhafteten an jenem Mittwochnachmittag Gerda Lesser, Erna und Gerhart Fleck, Lotte Basch und Hermann Dietz. Gerda Lesser und das Ehepaar Fleck wurden über Theresienstadt nach Auschwitz deportiert, Lotte Basch kam direkt nach Auschwitz, Hermann Dietz wurde ins KZ Buchenwald verschleppt. Nur drei von ihnen überlebten. Christiane Carstens hat ein Buch über die Schicksale der illegalisierten jüdischen Inselbewohner geschrieben.
> Info
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Christiane Carstens
Untergetaucht auf Reiswerder
Spurensuche auf einer Insel im Norden Berlins
ISBN: 978-3-86331-468-2 | 96 Seiten | 12,– €
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Veranstaltungsarchiv