Termine


Dienstag, 4. Juni 2019, 20.00 Uhr
Deutsches Nationaltheater

Foyer
Theaterplatz 2
99423 Weimar
&
Montag, 3. Juni 2019 | 19.00 Uhr
Erinnerungsort Topf & Söhne

Sorbenweg 7
99099 Erfurt

Buchvorstellung
Wolfgang Benz (Hrsg.): Antisemitismus in der DDR.
Manifestationen und Folgen des Feindbildes Israel

Die DDR verstand sich als antifaschistischer Staat. Damit galt auch der Antisemitismus als Element faschistischer Ideologie als überwunden. Dagegen gehörte der politisch instrumentalisierte Antizionismus, der Israel als „Agressorstaat“ definierte, jahrzehntelang zur Staatsdoktrin. Bereits Anfang der 50er-Jahre machte die Sowjetunion das junge Israel als neuen „imperialistischen“ Feind aus. Stalins Politik bestimmte den gesamten sowjetischen Machtbereich. In Prag fand Ende November 1952 der sogenannte Slánský-Prozess statt, in dem den Angeklagten „Agententätigkeit für den Zionismus“ vorgeworfen wurde und Todesurteile gegen Rudolf Slánský und zehn weitere hohe kommunistische Funktionäre verhängt wurden. Er und die meisten anderen Angeklagten waren Juden. In diesem Kontext erreichten auch in der DDR die Repressionen gegen Überlebende des Holocaust mit Hausdurchsuchungen bei jüdischen Gemeinden und der Verhaftung jüdischer Kommunisten Anfang 1953 ihren Höhepunkt. Erst 1988, als der 50. Jahrestag der Novemberpogrome erstmals in Ost-Berlin aufwändig begangen wurde, kam es zu einer taktischen Annäherung an Israel. Vor dem Hintergrund einer neu auflebenden Fremdenfeindlichkeit und zunehmenden Antisemitismus wird der Vortrag auch die Traditionen und Wirkungen judenfeindlicher Ressentiments und des negativen Israelbildes in der DDR bis heute in den Blick nehmen.

Eine Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen.
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Wolfgang Benz (Hrsg.): Antisemitismus in der DDR.
Manifestationen und Folgen des Feindbildes Israel
ISBN: 978-3-86331-436-1 | 275 Seiten | 19,– €
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Donnerstag, 23. Mai 2019 | 18.00 Uhr
Rathaussaal der Stadt Marktoberdorf

Richard-Wengenmeier-Platz 1
87616 Marktoberdorf

Buchpräsentation
„Gabi – geboren im Allgäu – ermordet in Auschwitz“
von Leo Hiemer

2017 wurde im Rahmen einer Gedenkveranstaltung im Rathaussaal der Stadt Marktoberdorf an das Schicksal der am 24. Mai 1937 in Marktoberdorf geborenen Gabriele Schwarz erinnert. Das katholisch getaufte Kind jüdischer Herkunft wuchs bei Pflegeeltern in Stiefenhofen auf. 1943 wurde das Mädchen auf Befehl der Gestapo in ein „Jüdisches Sammellager“ nach München gebracht und kurze Zeit später in der Gaskammer in Auschwitz ermordet.
Der Allgäuer Autor und Regisseur Leo Hiemer beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit dem Schicksal von Gabriele. Von ihrem kurzen Leben handelte schon sein Spielfilm „Leni … muss fort“ aus dem Jahr 1994. Nun veröffentlicht Leo Hiemer sein von der Stadt Marktoberdorf gefördertes Buch „Gabi – geboren im Allgäu – ermordet in Auschwitz“, das am 23. Mai 2019 im Rathaussaal der Stadt Marktoberdorf erstmalig präsentiert wird.
> Info
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Leo Hiemer:
Gabi (1937–1943). Geboren im Allgäu – ermordet in Auschwitz
ISBN: 978-3-86331-455-2
420 Seiten | 24,00 €
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Mittwoch, 15. Mai 2019 | 18 Uhr
Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Ort der Information
Cora-Berliner-Straße 1
10117 Berlin

Buchvorstellung und Lesung
»Mein einziges Dokument ist die Nummer auf der Hand …«

Begrüßung: Dr. Ulrich Baumann, stellvertretender Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Einführung: Dr. Susanne Urban, Historikerin und Autorin
Lesung: Christiane Carstens, Schauspielerin
Gespräch mit Dr. Susanne Urban und Dr. Ulrich Baumann

Frühe Erinnerungen Überlebender des Holocaust und der nationalsozialistischen Verfolgung wurden erst in jüngster Zeit neu entdeckt und erforscht. Auch ein Quellenfundus aus dem International Tracing Service in Bad Arolsen (ITS) mit Fragebögen, in denen rund 1.000 Personen Zeugnis ablegten, war lange Jahre in Wissenschaft und Öffentlichkeit nahezu unbekannt. Dieser Band präsentiert die Dokumente, ihre Herkunft und die darin enthaltene Stimmenvielfalt Überlebender.

Flyer
Um Anmeldung bis 14. Mai 2019 unter veranstaltungen@stiftung-denkmal.de oder Tel. 030-26 39 43-11 wird gebeten.
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Susanne Urban„Mein einziges Dokument ist die Nummer auf der Hand …“
Aussagen Überlebender der NS-Verfolgung im International Tracing Service
ISBN: 978-3-86331-429-3 | 224 Seiten | 22,– €
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Donnerstag, 9. Mai 2019 | 18.00 Uhr
Haus Dacheröden

Anger 37
99084 Erfurt

Buchpremiere und Lesung mit Petra Riemann
„Die Stasi, der König und der Zimmermann“

Im Sommer 2013, mitten im Bundestagswahlkampf, berichtet die „WELT am Sonntag“: Der bekannte DDR-Schauspieler Lutz Riemann arbeitete als IM für die HV A der Stasi. Unter dem Decknamen „Richard König“ habe er in den 70er Jahren Peer Steinbrück bespitzelt und Künstlerkollegen in Thüringen ausspioniert. Nicht nur den SPD-Kanzlerkandidaten trifft die Nachricht wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Auch bei der Tochter des Schauspielers, Petra Riemann, geht sie „rein wie ein Messer“, denn Steinbrück ist ihr Onkel. Lutz Riemann, bekannt als „Oberleutnant Zimmermann“ aus der Reihe „Polizeiruf 110“, bestreitet zwar, über „seinen Freund“ Peer berichtet zu haben. Seine Stasi-Tätigkeit aber gibt er unumwunden zu. Petra Riemann ist schockiert. Sie kann nicht glauben, dass ihr Vater ein linientreuer IM war, der über Kollegen ans MfS berichtete. Petra Riemann arbeitet schließlich die eigene Familiengeschichte auf. Im Ergebnis entsteht das Buch „Die Stasi, der König und der Zimmermann“, das am 9. Mai erstmalig von der Autorin präsentiert wird.
>>> Info
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Petra Riemann (mit Torsten Sasse)
Die Stasi, der König und der Zimmermann
Eine Geschichte von Verrat
ISBN: 978-3-86331-465-1 | ca. 240 Seiten | 22,00 Euro
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Donnerstag, 9. Mai 2019 | 19.00 Uhr
Bürgersaal im Bürgerhaus

Nikolaiplatz 1
99734 Nordhausen

Buchvorstellung
Martin Clemens Winter: Gewalt und Erinnerung im ländlichen Raum.
Die deutsche Bevölkerung und die Todesmärsche

Die Todesmärsche aus den Konzentrationslagern kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs waren das letzte nationalsozialistische Gesellschaftsverbrechen. Martin Clemens Winter stellt die Rolle der deutschen Bevölkerung bei den Räumungstransporten in den Mittelpunkt seiner Studie, die sich auf zahlreiche neu erschlossene Quellen aus internationalen Archiven stützt. Dabei untersucht er nicht nur den ländlichen Raum, die maßgeblichen Akteure und typischen Situationen während der Todesmärsche, sondern auch die Nachgeschichte dieser Massenverbrechen vor der Haustür: die juristische Ahndung durch alliierte und deutsche Behörden, die Suche nach den Opfern sowie Formen der Erinnerung in der DDR und in der Bundesrepublik.

Eine Veranstaltung der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen.
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Martin Clemens Winter:
Gewalt und Erinnerung im ländlichen Raum.
Die deutsche Bevölkerung und die Todesmärsche
ISBN: 978-3-86331-416-3 | 531 Seiten | 29,90 €
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Montag, 6. Mai 2019 | 19.00 Uhr
Rosa-Luxemburg-Stiftung
Salon
, 1. Stock
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin, Deutschland

Buchpräsentation
Vortrag: Bernd Hüttner: 100 Jahre Bauhaus – Kritische Beiträge und Perspektiven

Das bauhaus vertrat einen dynamischen, innovativen und auch radikalen Standpunkt. Es stellte sich der Herausforderung, angesichts von beginnendem Massenkonsum und Massenproduktion Antworten auf die Fragen nach einem „guten Leben für alle“ und dessen Gestaltung zu finden. Fragen, die auch heute wieder mehr als aktuell sind.
Die 19 AutorInnen des Buches „100 Jahre Bauhaus. Vielfalt, Konflikt und Wirkung“ kommen aus einem halben Dutzend Ländern. Sie fragen in kritischer Absicht nach dem historischen und gegenwärtigen Stellenwert dieser Schule und Produktionsstätte. Sie untersuchen auch neue, unterbelichtete und vergessene Aspekte des bauhaus. Die Themen reichen von den Designschulen des Kaiserreichs, über die Gestaltung für die arbeitenden Schichten, die Tiraden des Dessauer Bürgertums gegen das Bauhaus bis zur Auswanderung von Bauhäuslern nach Süd- und Nordamerika.
An diesem Abend wird das mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung entstandene Buch präsentiert. Das Autorenteam Schroeter & Berger wird zu Beginn das antifaschistische Wirken des Grafikers Max Gebhard (1906-1990), der am bauhaus studierte, vorstellen. Danach Diskussion mit Bernd Hüttner, Mitherausgeber des Bandes, und einigen AutorInnen.
Veranstalter: Hermann Henselmann Stiftung (in der Reihe Bauhaus-Lectures), in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Infos zu den BAUHAUS LECTURES

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Bernd Hüttner/Georg Leidenberger (Hrsg.):
100 Jahre Bauhaus. Vielfalt, Konflikt und Wirkung
Berlin: Metropol Verlag April 2019
ISBN: 978-3-86331-458-3 | 272 Seiten | 22,– Euro
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Samstag, 4. Mai 2019 | 15–18 Uhr
im Rahmen von „DenkmalAmOrt“ (Nr. 11)
Insel Reiswerder im Tegeler See, Berlin-Reinickendorf

Treffpunkt 14:50 Uhr Fähranleger Reiswerder/Baumwerder am DLRG-Haus auf der Festlandseite.
U7 / Station Haselhorst oder U6 / Station Holzhauser Straße mit Bus 133 bis Haltestelle „Weg nach Reiswerder“.
1 Minute Fußweg durch den Wald in Richtung See zum DLRG-Haus.

Buchvorstellung, Video + Open-Air-Ausstellung
Untergetaucht auf Reiswerder. Spurensuche auf einer Insel im Norden Berlins

Am 23. August 1944 erreichten Beamte der Gestapo mit einem Ruderboot das Ufer der Insel Reiswerder im Tegeler See. Dort war eine kleine Gruppe von Jüdinnen und Juden auf der Flucht vor Verfolgung und Deportation untergetaucht. 18 Monate hatten sie auf der Insel versteckt und geschützt gelebt, ohne einander zu kennen. Nun aber hatte ein Spitzel sie denunziert. Die Gestapobeamten verhafteten an jenem Mittwochnachmittag Gerda Lesser, Erna und Gerhart Fleck, Lotte Basch und Hermann Dietz. Gerda Lesser und das Ehepaar Fleck wurden über Theresienstadt nach Auschwitz deportiert, Lotte Basch kam direkt nach Auschwitz, Hermann Dietz wurde in das KZ Buchenwald verschleppt. Erna Fleck, Lotte Basch und Hermann Dietz überlebten; Gerhart Fleck jedoch verstarb im November 1944 in einem Außenlager von Auschwitz an Hungertyphus, Gerda Lesser wurde nur wenige Tage nach ihrer Ankunft in Auschwitz am 1. Oktober 1944 ermordet.
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Christiane Carstens:
Untergetaucht auf Reiswerder. Spurensuche auf einer Insel im Norden Berlins
Berlin: Metropol Verlag Mai 2019
ISBN: 978-3-86331-468-2 | 96 Seiten | 12,00 Euro
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Mittwoch, 10. April 2019 | 18.00 Uhr
Rathaus Schöneberg

John-F.-Kennedy-Platz 1
Ausstellungshalle
10825 Berlin

Lesung und Buchvorstellung
Dr. Beate Kosmala mit Oranna Dimmig
Hanni Lévy wird persönlich anwesend sein.

Hanni Lévy, geb. Weißenberg (1924), verlor schon früh ihre Eltern. Während der NS-Zeit musste sie Zwangsarbeit leisten und war nach der Deportation der Großmutter gänzlich auf sich gestellt. Wie sie mit Hilfe von Unterstützern die Verfolgung in Berlin überlebte, ist schon länger ihrem Album in der Ausstellung „Wir waren Nachbarn“ zu entnehmen. Nun hat Dr. Beate Kosmala, Historikerin, noch einmal ihre Geschichte, die auch in dem Film „Die Unsichtbaren. Wir wollen leben“ (2017) zu sehen ist, bearbeitet. In dem neuen Buch „Nichts wie raus und durch“, wird im besonderen Maße der „Stillen Helden“, die Hanni Lévy das Überleben ermöglichten, gedacht.
>>> Info
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Hanni Lévy
Nichts wie raus und durch!
Lebens- und Überlebensgeschichte einer jüdischen Berlinerin
Herausgegeben von Beate Kosmala
Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden, Band 9
Januar 2019 | ISBN: 978-3-86331-449-1 | 192 Seiten | 19,– €
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Dienstag, 9. April 2019 | 18.00 Uhr
Schwarzkopf-Stiftung

Konferenzraum
Sophienstraße 28–29
10178 Berlin

Lesung mit Hanni Lévy aus ihrem Buch:
Nichts wie raus und durch!
Lebens- und Überlebensgeschichte einer jüdischen Berlinerin

Moderation: Dr. Beate Kosmala,

Als die Gestapo im Februar 1943 in das „Judenhaus“ in Berlin-Schöneberg eindringt, um die jüdischen Mieter festzunehmen, gelingt der 19-jährigen Hanni Weissenberg in letzter Minute die Flucht. Die verwaiste junge Frau hat miterlebt, wie ihre geliebte Großmutter nach Theresienstadt deportiert wurde. Als Zwangsarbeiterin weiß sie, dass immer mehr Kolleginnen und Kollegen „abgeholt“ werden. Nach ihrer Flucht steht sie buchstäblich auf der Straße, ohne Geld, ohne Lebensmittel und ohne ein vorbereitetes Versteck. Doch sie trifft auf Menschen, die ihr zur Seite stehen, Quartiere für sie finden oder sie bei sich aufnehmen. Mit ihrem Buch setzt Hanni Lévy, eine Protagonistin im Film „Die Unsichtbaren“, ihren „Stillen Helden“ ein Denkmal. Sie erinnert aber auch an Jugendfreunde und Verwandte, die keine Hilfe fanden.
Seit Ende 1946 lebt Hanni Lévy in Paris.

Um Anmeldung wird gebeten bis zum 5. April: anmeldung@schwarzkopf-stiftung.de
oder per Fax: 030/280 95 150
Flyer
Eine Veranstaltung der Inge Deutschkron Stiftung, der Schwarzkopf-Stiftung, der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand
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Hanni Lévy
Nichts wie raus und durch!
Lebens- und Überlebensgeschichte einer jüdischen Berlinerin
Herausgegeben von Beate Kosmala
Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden, Band 9
Januar 2019 | ISBN: 978-3-86331-449-1 | 192 Seiten | 19,– €
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Dienstag, 9. April 2019 | 19.00 Uhr
Galerie KUB

Kantstraße 18
04275 Leipzig (Südvorstadt)

Gewalt und Erinnerung im ländlichen Raum: Die deutsche Bevölkerung und die Todesmärsche
Vortrag von Martin Clemens Winter

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die nationalsozialistischen Konzentrationslager geräumt. Die Häftlinge wurden von der SS auf mörderische Gewaltmärsche und Zugtransporte gezwungen, die sich mitten durch die Gesellschaft der Kriegsendphase bewegten. Martin Clemens Winter untersucht in seinem Buch die Rolle der deutschen Bevölkerung während der KZ-Räumungstransporte, die Ahndung dieses Massenverbrechens inmitten der „Volksgemeinschaft“ durch alliierte und deutsche Behörden sowie Formen der Erinnerung in DDR und Bundesrepublik. Im Vortrag wird er einen Schwerpunkt auf die lokalen Bezüge zu Sachsen und Leipzig legen.
Martin Clemens Winter wurde mit dieser Arbeit an der Universität Leipzig promoviert. Er war Vorsitzender des Fördervereins und Mitarbeiter der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig. Seit 2017 arbeitet er als Referent im Geschäftsbereich des Oberbürgermeister der Stadt Leipzig mit dem Schwerpunkt Erinnerungskultur und Gedenkveranstaltungen.

Eine Veranstaltung der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig.
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Martin Clemens Winter:
Gewalt und Erinnerung im ländlichen Raum.Die deutsche Bevölkerung und die Todesmärsche
ISBN: 978-3-86331-416-3 | 531 Seiten | 29.90 €
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Donnerstag, 4. April 2019 | 19.00 Uhr
NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Appellhofplatz 23–25
50667 Köln

Buchvorstellung und Gespräch
Rechts zum Leben, links zum Tod
Ein jüdischer Junge überlebt Litzmannstadt, Auschwitz und Buchenwald

Mit Dr. Karola Fings

Von den 2011 jüdischen Kölnerinnen und Kölnern, die im Oktober 1941 in das Ghetto Litzmannstadt deportiert wurden, haben nur 23 überlebt. Der 1928 in Köln geborene Henry H. Oster ist einer von ihnen. Er war vier Jahre alt, als er im März 1933 an der Hand seines Vaters die Straßen Kölns entlangspazierte, und ein 16-jähriges, dem Tode nahes Waisenkind, als er in Buchenwald im April 1945 befreit wurde. Die Erlebnisse dieser zwölf Jahre schildert er aus der Perspektive des Kindes, Jungen und Jugendlichen.

Die Publikation, erschienen in einer neuen Reihe des NS-Dokumentationszentrums, ist ein eindrückliches Zeugnis über den alltäglichen Antisemitismus, die Gewalterfahrungen, schließlich das Ausgeliefertsein des Jungen im Ghetto Litzmannstadt, im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und im KZ Buchenwald.

Dr. Karola Fings, die die Autobiografie aus dem Amerikanischen übersetzte, ergänzte und bearbeitete, führt in die Lebensgeschichte ein.

Dr. Henry Oster ist am 17. März 2019 verstorben.

Eintritt 4,50 €, ermäßigt 2,– €
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Henry H. Oster, Rechts zum Leben, links zum Tod
Ein jüdischer Junge überlebt Litzmannstadt, Auschwitz und Buchenwald
ISBN: 978-3-86331-437-8 | 235 Seiten | 19,– €
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Samstag, 23. März 2019, 16.00 Uhr
Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“

Kinosaal
Dittrichring 24
04109 Leipzig

Antisemitismus in der DDR. Manifestationen und Folgen des Feindbildes Israel
Buchvorstellung mit dem Herausgeber Wolfgang Benz

Antisemitismus war in der DDR, die als antifaschistischer Staat begründet wurde, per se nicht artikulierbar und scheinbar auch nicht vorhanden. Als Element faschistischer Ideologie galt Antisemitismus als überwunden. Dagegen gehörte der politisch instrumentalisierte Antizionismus, der Israel als Feindstaat definierte, jahrelang zur Staatsdoktrin. Die Folgen des negativen Israelbildes sind bis heute spürbar. Vor dem Hintergrund einer neu auflebenden Fremdenfeindlichkeit ist es geboten, die Traditionen und Wirkungen judenfeindlicher Ressentiments in der DDR in den Blick zu nehmen. In zehn Beiträgen wird mit diesem Band ein Versuch dazu unternommen.

Eine Veranstaltung der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ und des Metropol Verlags
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Wolfgang Benz (Hrsg.): Antisemitismus in der DDR. Manifestationen und Folgen des Feindbildes Israel
November 2018 | ISBN: 978-3-86331-436-1 | 275 Seiten | 19,– €
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Samstag, 23. März 2019, 14.00 Uhr
Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“

Kinosaal
Dittrichring 24
04109 Leipzig

Vorwurf: Aktiver Nazi, Werwolf oder Agent. Die Verhaftungspraxis sowjetischer Geheimdienste in und um Bad Freienwalde 1945–1955
Buchvorstellung und Gespräch mit dem Autor Dr. Andreas Weigelt

Moderation: Rainer Potratz, Referent für Historische Forschung, Gedenkstätten und Öffentlichkeitsarbeit bei der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD)

Über 120 000 Menschen waren zwischen 1945 und 1950 in sowjetischen Speziallagern in der SBZ interniert oder inhaftiert, weitere 1000 wurden darüber hinaus bis 1955 von sowjetischen Geheimdiensten festgenommen und zum Teil von Militärtribunalen verurteilt. Wer waren diese Menschen, was wurde ihnen vorgeworfen und trafen die Vorwürfe zu? Die vorliegende Fallstudie geht diesen Fragen nach. Die frühere Kreisstadt Bad Freienwalde wurde zufällig ausgewählt und steht nicht exemplarisch für alle Orte in der SBZ oder DDR. Doch da es bisher keine überprüften Angaben über die von den sowjetischen Geheimdiensten nach dem Zweiten Weltkrieg festgenommenen Bürgerinnen und Bürger gibt, kann die Studie Aufschlüsse über die Verhaftungspraxis geben und Anregungen für weitere Forschungen liefern.
Auf der Basis umfangreicher sowjetischer und deutscher Quellen in vielen Archiven rekonstruiert Andreas Weigelt die Biografien von nahezu 319 in Bad Freienwalde und Umgebung zwischen 1945 und 1955 festgenommenen Personen.

Eine Veranstaltung der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ und des Metropol Verlags
Zum Gesamtprogramm von „Leipzig liest“ in der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
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Andreas Weigelt: Vorwurf: Aktiver Nazi, Werwolf oder Agent. Die Verhaftungspraxis sowjetischer Geheimdienste in und um Bad Freienwalde 1945–1955
Schriftenreihe der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Band 11
November 2018 | ISBN: 978-3-86331-441-5 | 326 Seiten | 19,– €
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Freitag, 22. März 2019 | 19.00 Uhr
NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Appellhofplatz 23–25
50667 Köln

Vortrag und Buchvorstellung
Das Transitghetto Izbica im System des Holocaust

mit Dr. Steffen Hänschen

Am 15. Juni 1942 verließ ein Zug mit rund 1000 jüdischen Kindern, Frauen und Männern das Kölner Stadtgebiet. Als Zielbahnhof war die Station Izbica angebeben, wo das größte Transitghetto im deutsch besetzten Polen bestand. In kurzer Zeit wurden fast 20.000 Juden aus sechs verschiedenen europäischen Ländern in diesen Ort verschleppt.
Diese Deportation ist bis heute für die Kölner Opfer kaum erforscht. Auch ist nicht geklärt, ob die aus dem Rheinland über Köln deportierten Juden und Jüdinnen nach Izbica gelangten oder ob der Zug direkt in das Mordlager Sobibor geleitet wurde. Im Rahmen des Vortrags präsentiert Dr. Steffen Hänschen, Autor des 2018 erschienenen Buches Das Transitghetto Izbica im System des Holocaust, die Ergebnisse seiner Forschung über diese bisher kaum bekannte Phase des Mordes an der jüdischen Bevölkerung.
Sein Vortrag beleuchtet auch das Wirken der Täter, darunter der in Köln-Lindenthal geborene SS-Hauptsturmführer Kurt Engels (1915–1958), der als der örtliche Gestapo-Chef wegen seiner Brutalität als „Teufel von Izbica“ gefürchtet war.

Eine Veranstaltung des Jugendclub Courage in Kooperation mit dem NS-DOK Köln
Eintritt 4,50 €, ermäßigt 2,– €
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Steffen Hänschen: Das Transitghetto Izbica im System des Holocaust
ISBN: 978-3-86331-381-4 | 608 Seiten | 29,90 €
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Donnerstag, 21. März 2019 | 19.30 Uhr
Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal

Genügsamkeitstraße
42105 Wuppertal

Das Transitghetto Izbica im System des Holocaust.
Die Deportationen in den Distrikt Lublin im Frühjahr 1942

Vortrag von Dr. Steffen Hänschen, Berlin

Die Deportation von über 60 Jüdinnen und Juden aus Wuppertal und den Bergischen Nachbarstädten am 21. April 1942 führte in das kleine Städtchen Izbica bei Lublin im Osten Polens. Dieser Transport gehörte zur so genannten „Aktion Reinhardt“, ein nationalsozialistisches Mordprogramm, dem im Laufe von nur anderthalb Jahren fast 2 Millionen Menschen zum Opfer fielen.
Bis Juni 1942 wurden die Deportierten jedoch nicht sofort in den Mordlagern Bełżec, Sobibór und Treblinka getötet, sondern auf sogenannte Transitghettos verteilt. Die Bedingungen, mit denen die Deportierten dort konfrontiert wurden, waren katastrophal. Viele starben an Unterernährung, den ungenügenden hygienischen Zuständen oder nach Repressalien. Das größte Transitghetto befand sich in Izbica. In den Ort wurden fast 20.000 Juden aus sechs verschiedenen europäischen Ländern verschleppt. Im Herbst 1942, ein halbes Jahr nach den ersten Deportationen, waren sämtliche Bewohner ermordet. Auch von dem Transport aus Wuppertal überlebte niemand.

Zum Referenten Dr. Steffen Hänschen: Möglich wurde die Veröffentlichung des gleichnamigen Buches (Berlin: Metropol 2018) durch das jahrelange Engagement des Autors im Rahmen seiner Tätigkeit im Bildungswerk Stanisław Hantz e.V. in der Lubliner Region und in Izbica, durch die Kontakte zu jüdischen Überlebenden wie zur örtlichen Schule.

Eintritt: 3,00 €
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Sonntag, 17. März 2019 | 14.00 Uhr
Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald

Belower Damm 1
16909 Wittstock/Dosse

Buchvorstellung mit Martin Clemens Winter
Gewalt und Erinnerung im ländlichen Raum

Die Todesmärsche aus den Konzentrationslagern kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren das letzte nationalsozialistische Gesellschaftsverbrechen. Martin Clemens Winter stellt die Rolle der deutschen Bevölkerung bei den Räumungstransporten in den Mittelpunkt seiner Studie, die sich auf zahlreiche neu erschlossene Quellen aus internationalen Archiven stützt. Dabei untersucht er nicht nur den ländlichen Raum, die maßgeblichen Akteure und typische Situationen während der Todesmärsche, sondern auch die Nachgeschichte dieser Massenverbrechen vor der Haustür: die juristische Ahndung durch alliierte und deutsche Behörden, die Suche nach den Opfern sowie Formen der Erinnerung in der DDR und in der Bundesrepublik.
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Martin C. Winter: Gewalt und Erinnerung im ländlichen Raum.
Die deutsche Bevölkerung und die Todesmärsche
ISBN: 978-3-86331-416-3 | 531 Seiten | 29.90 €
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Donnerstag, 14. März 2019 | 20.00 Uhr
Literaturforum im Brecht-Haus
Chausseestraße 125
10115 Berlin

Reihe Lebenszeugnisse
Angezeigt von Mama: Die Geschichte einer Denunziation
Wolfgang Benz im Gespräch mit Markus Roth

Maria Gabrielsens Bericht ist ein erschütterndes Zeugnis innenfamiliären Verrats im nationalsozialistischen Österreich: die Geschichte einer Denunziation durch die eigene Mutter. Infolgedessen wird Maria als Zehnjährige mit ihren sechs Geschwistern nach Theresienstadt deportiert – wie durch ein Wunder überleben alle sieben das Getto. Ihre Rückkehr nach Wien bringt einen aufsehenerregenden Prozess gegen ihre Mutter ins Rollen. Nach dem Krieg gelingt es ihr, in Norwegen eine neue Familie und ein neues Zuhause zu finden und sich schließlich ihrer schlimmen Vergangenheit zu stellen, von der sie in diesem Buch erzählt.

Eintritt: 5,- € / ermäßigt: 3,- €
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Maria Gabrielsen/Oddvar Schjølberg:
Angezeigt von Mama: Die Geschichte einer Denunziation
Aus dem Norwegischen von Elisabeth Turvold
Herausgegeben von Markus Roth und Elisabeth Turvold
ISBN: 978-3-86331-413-2 | 136 Seiten | 16,– €
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Donnerstag, 14. März 2019 | 18.30 Uhr
Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Besucherzentrum

Straße der Nationen 22
16515 Oranienburg

Buchvorstellung
„Der Häftlingseinsatz wurde befohlen.“

Handlungsspielräume beim Einsatz von Häftlingen des KZ Sachsenhausen im Heinkel-Flugzeugwerk Oranienburg

Das Heinkel-Flugzeugwerk Oranienburg war im Nationalsozialismus mit etwa 14 400 Beschäftigten im Juni 1944 eines der bedeutendsten Unternehmen der Luftfahrtindustrie. Ab 1940 forderte die Betriebsleitung Häftlinge aus dem Konzentrationslager Sachsenhausen an. Der Gründer und Inhaber Ernst Heinkel stand dem Unternehmen zu diesem Zeitpunkt vor. Knapp 7000 Männer aus dem KZ mussten allein im Juni 1944 für den Konzern am Standort Oranienburg Zwangsarbeit leisten.
Die Studie beschreibt detailliert die Geschichte des größten Außenlagers des KZ Sachsenhausen und lotet anhand zahlreicher Quellen wie Firmenakten, Gerichtsurteilen und Aussagen von Zeitzeugen den Spielraum Ernst Heinkels und seiner leitenden Angestellten beim Einsatz von KZ-Häftlingen aus. In der Gesamtanalyse werden die Verantwortlichkeiten sowie die Vorreiter- und Vorbildrolle des Flugzeugherstellers im Kontext der Zwangsarbeit neu bewertet.
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Roman Fröhlich
„Der Häftlingseinsatz wurde befohlen.“
Handlungsspielräume beim Einsatz von Häftlingen des KZ Sachsenhausen im Heinkel-Flugzeugwerk Oranienburg
Reihe Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 21
2018 | ISBN: 978-3-86331-386-9 | 465 Seiten | 24,– Euro

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Dienstag, 12. März 2019 | 19.00 Uhr
Stiftung Topographie des Terrors

Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
Berlin-Kreuzberg

Tatort Sachsenhausen. Strafverfolgung von KZ-Verbrechen in der Bundesrepublik Deutschland
Vortrag: Dr. Stephanie Bohra, Berlin
Moderation: Prof. Dr. Günter Morsch, Oranienburg

Während der nationalsozialistischen Herrschaft wurden in den Konzentrationslagern zahllose staatlich legitimierte Gewaltverbrechen an Menschen verübt. Allein im KZ Sachsenhausen kamen mehrere Zehntausend ums Leben. Die strafrechtliche Aufarbeitung der Verbrechen durch die deutsche Justiz begann bereits 1945/46 und ist bis heute nicht abgeschlossen.
In ihrer Studie Tatort Sachsenhausen (2019) beleuchtet Stephanie Bohra die Strafverfolgungspraxis bei KZ-Verbrechen in den westlichen Besatzungszonen und der Bundesrepublik Deutschland. Hierfür analysiert sie die zwischen 1946 und 1996 geführten Strafverfahren zum KZ Sachsenhausen und zeichnet nach, welche gesellschaftlichen, politischen und rechtlichen Faktoren die Strafverfolgung hemmten und beförderten. Infolge einer zunehmenden Professionalisierung der Ermittlungsarbeit wurden zahlreiche Gewaltverbrechen im KZ Sachsenhausen aufgedeckt. Dennoch scheiterten viele Verfahren im Ermittlungsstadium, und auch die Verurteilungsbilanz der Gerichte blieb dürftig. Die Strafbarkeit der KZ-Täter ergab sich nicht aus ihrer Funktion und den damit verbundenen Aufgaben. Vielmehr musste ihnen eine konkrete Tat und ein eigener Täterwille nachgewiesen werden. Gerade Letzteres war eine subjektive Ermessensfrage, die von den Gerichten unter Verwendung schuldbefreiender Rechtsfiguren oft zugunsten der Täter beantwortet wurde.

Eine Veranstaltung der Stiftung Topographie des Terrors und des Metropol Verlags

>>> Infos

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Montag, 11. März 2019 | 19.00 Uhr
DGB-Haus München

Schwanthalerstr. 64
80336 München

Buchvorstellung
„Was die nächste Zeit bringen wird, sind Kämpfe“.
Der Revolutionär Ewald Ochel in der Münchner Räterepublik

Aus der Reihe „Revolution in München – Alltag und Erinnerung“

Ewald Ochel (1875–1957) führte ein bewegtes Leben: illegale Arbeit und Haft nach Beginn des Ersten Weltkriegs, Desertion, politische Arbeit in den Niederlanden, in Düsseldorf Beteiligung an der „Spartakusherrschaft“. Als die Freikorps einrücken, flüchtet Ochel nach München und wird Mitglied der kommunistischen Räteregierung. Nach der Niederschlagung der Räterepublik wird er wieder inhaftiert, doch gelingt ihm ein weiteres Mal die Flucht …
Joachim Schröder präsentiert die Erinnerungen dieses weitgehend unbekannten Revolutionärs. Joachim Schröder ist Historiker und Leiter des Erinnerungsorts Alter Schlachthof, Hochschule Düsseldorf.
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Das Buch ist im November 2018 im Metropol Verlag erschienen, herausgegeben und mit einer biografischen Notiz versehen von Joachim Schröder:
ISBN: 978-3-86331-435-4 | 311 Seiten | 24,– €
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Samstag, 9. März 2019 | 16.00 Uhr
Teehäuschen des Schlosses Freienwalde

Rathenaustraße 3
16259 Bad Freienwalde (Oder)

Buchvorstellung und Diskussion
„Vorwurf: Aktiver Nazi, Werwolf oder Agent“
Die Verhaftungspraxis sowjetischer Geheimdienste in und um Bad Freienwalde 1945-1955

Podiumsteilnehmer:
Dr. Andreas Weigelt, Historiker und Autor
Dr. Reinhard Schmook, Leiter des Oderlandmuseums Bad Freienwalde
Dr. Axel Drecoll, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und Leiter des Museums und Gedenkstätte Sachsenhausen
Eckart Fichtmüller, Superintendent i. R. und Vorsitzender der Initiativgruppe Internierungslager Ketschendorf e. V.
Moderation:
Dr. Maria Nooke, Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges vereinbarten die alliierten Siegermächte eine Entnazifizierung der deutschen Bevölkerung. In der Sowjetischen Besatzungszonen (SBZ) und der DDR waren nach sowjetischen Angaben 122 671 deutsche Männer, Frauen und Jugendliche von 1945 bis 1950 in den sowjetischen Speziallagern interniert. Sie wurden nach Befehl 00315 des Volkskommissars für Innere Angelegenheiten der UdSSR ohne Urteil in anfangs zehn Lagern in der SBZ verbracht. Später wurden auch von Sowjetischen Militärtribunalen (SMT) Verurteilte in einige dieser Lager, z. B. Sachsenhausen, eingeliefert. Bis heute gibt es jedoch kaum gesicherte Angaben über die tatsächlichen Verhaftungsgründe.

Der Historiker Dr. Andreas Weigelt hat am Beispiel der Stadt Bad Freienwalde untersucht, wie viele Menschen zwischen 1945 und 1955 aus diesem Ort von sowjetischen Geheimdiensten verhaftet wurden und aus welchen Gründen das erfolgte. Er ermittelte eine Gesamtzahl von 317 Betroffenen, von denen 255 ohne Urteil interniert waren, die anderen wurden von einem Sowjetischen Militärtribunal verurteilt. Er hat die Verhaftungsgründe dargestellt und die Lebenswege in vielen Fällen rekonstruiert.
Bei der Buchvorstellung werden die Ergebnisse vorgestellt und diskutiert.

Zur Einladung
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Tuesday, March 5th 2019 | 5.30 pm
Embassy of Luxembourg

Klingelhöferstraße 7
10785 Berlin

Presentation of the book
„Mass Murder of People with Disabilities and the Holocaust“

Ceremony to mark the handover of the Chairmanship of the
International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA)
from Italy to Luxembourg

Programme

Welcome address: H.E. Ambassador Jean Graff
Adress: H.E. Ambassador Sandro De Bernardin (Outgoing IHRA Chair)

[Musical interlude #1]: Danièle Patz, soprano & Nadine Kauffmann, saxophone

Speech: H.E. Ambassador Georges Santer (Incoming IHRA Chair)

Presentation of the book:
Dr. Juliane Wetzel (Center for Research on Antisemitism, TU Berlin)
Dr. Brigitte Bailer (Institute of Contemporary History, University of Vienna)

[Musical interlude #2]

Speech: „Cultures of Memory and Practices of Forgetting in the Digital Age”
Dr. Andreas Fickers (Luxembourg Centre for Contemporary and Digital History, University of Luxembourg)

[Musical interlude #3]

Reception

R.S.V.P until March 1st with your personal registration code 61-7B20-116 at luxemburg-veranstaltungen.eu
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International Holocaust Remembrance Alliance (Ed.)
Mass Murder of People with Disabilities and the Holocaust
Edited by Brigitte Bailer and Juliane Wetzel
IHRA series, vol. 5
ISBN: 978-3-86331-459-0 | 260 Seiten | 19,– €
E-Book: ISBN: 978-3-86331-907-6 | 15,– €

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Donnerstag, 21. Februar 2019 | 19 Uhr
Gedenkstätte Berliner Mauer

Besucherzentrum
Bernauer Straße 119
13355 Berlin

Antisemitismus in der DDR
Buchvorstellung mit Wolfgang Benz, Clemens Escher, Christian Gaubert und Esther Sattig
Moderation: Angelika Königseder

Antisemitismus war in der DDR, die als antifaschistischer Staat begründet wurde, per se nicht artikulierbar und scheinbar auch nicht vorhanden. Als Element faschistischer Ideologie galt Antisemitismus als überwunden. Dagegen gehörte der politisch instrumentalisierte Antizionismus, der Israel als Feindstaat definierte, jahrelang zur Staatsdoktrin. Die Folgen des negativen Israelbildes sind bis heute spürbar. Vor dem Hintergrund einer neu auflebenden Fremdenfeindlichkeit ist es geboten, die Traditionen und Wirkungen judenfeindlicher Ressentiments in der DDR in den Blick zu nehmen. In zehn Beiträgen wird mit diesem Band ein Versuch dazu unternommen.

In Kooperation mit der Gedenkstätte Berliner Mauer und der Berliner Landeszentrale für politische Bildung.

>>> Zur Einladung
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Wolfgang Benz (Hrsg.): Antisemitismus in der DDR. Manifestationen und Folgen des Feindbildes Israel
November 2018 | ISBN: 978-3-86331-436-1 | 275 Seiten | 19,– €
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Samstag, 16. Februar 2019 | 19.30 Uhr
Allerweltshaus Köln

Körnerstraße 77–79
50823 Köln

Deutschland postkolonial?
Die Gegenwart der imperialen Vergangenheit

Buchvorstellung und Gespräch mit den Herausgeber*innen
Marianne Bechhaus-Gerst, Afrikanistin an der Universität Köln, und Joachim Zeller, Historiker in Berlin

Wie gehen wir in Deutschland mit der kolonialen Vergangenheit um? Diese Frage wird mittlerweile sehr viel breiter diskutiert als noch vor wenigen Jahren. Dabei unterliegt der Umgang mit der Kolonialgeschichte, die allzu lange im Schatten der Aufarbeitung des Nationalsozialismus und des Holocaust stand, hierzulande einem grundlegenden Wandel.
Zwar zählt auch Deutschland faktisch zu den postkolonialen Gesellschaften Europas; doch ist diese Tatsache in das Bewusstsein einer Mehrheit der Menschen vorgedrungen und reagiert die Politik adäquat darauf? Beispiele liefern die aktuellen Debatten um den Völkermord an den Herero und Nama oder koloniale Beutekunst im geplanten Humboldt Forum in Berlin, die ein ums andere Mal den Fokus auf eine koloniale Vergangenheit richten, die nicht vergehen will.
Der Sammelband DEUTSCHLAND POSTKOLONIAL? zieht Bilanz und will gleichzeitig die notwendige Auseinandersetzung um eine Dekolonisierung globaler wie lokaler Machtverhältnisse anregen und eine Dekolonialisierung der immer noch dominierenden Wissens- und Deutungsmacht des „Westens“ weiter voranbringen.
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Marianne Bechhaus-Gerst/Joachim Zeller (Hrsg.)Deutschland postkolonial?
Die Gegenwart der imperialen Vergangenheit
November 2018 | ISBN: 978-3-86331-393-7 | 579 Seiten | 29,– €
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Bis 15. Februar 2019 in der ARD-Mediathek
Film „Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“
Wiederholung in der ARD am: 17.1.2019 | 0:35 Uhr

Berlin, 1943. Das Nazi-Regime hat die Reichshauptstadt offiziell für „judenrein“ erklärt. Doch einigen Juden gelingt tatsächlich das Undenkbare. Sie werden unsichtbar für die Behörden. Oft ist es pures Glück und ihre jugendliche Unbekümmertheit, die sie vor dem gefürchteten Zugriff der Gestapo bewahrt. Nur wenige Vertraute wissen von ihrer wahren Identität. Da ist Cioma Schönhaus, der heimlich Pässe fälscht und so das Leben Dutzender anderer Verfolgter zu retten versucht. Die junge Hanni Lévy blondiert sich die Haare, um als scheinbare „Arierin“ unerkannt über den Ku’damm spazieren zu können. Eugen Friede verteilt nachts im Widerstand Flugblätter. Tagsüber versteckt er sich in der Uniform der Hitlerjugend und im Haus einer deutschen Familie. Und Ruth Gumpel serviert, als Kriegswitwe getarnt, NS-Offizieren Schwarzmarkt-Delikatessen. Sie alle kämpfen für ein Leben in Freiheit, ohne wirklich frei zu sein…
DIE UNSICHTBAREN ist ein Doku-Drama, dessen Drehbuch auf Interviews basiert, die Regisseur Claus Räfle und Ko-Autorin Alejandra López mit Zeitzeugen geführt und in ihren Film integriert haben. Sie erzählen die spannende und hoch emotionale Geschichte dieser wagemutigen Helden und widmen sich damit einem weitgehend unbekannten Kapitel des jüdischen Widerstands.
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Von einer der drei, Hanny Lévy, erscheint Ende Januar ein Buch, in dem sie ihre Überlebensgeschichte im Nollendorfkiez in Berlin-Schöneberg schildert: Hanni Lévy: Nichts wie raus und durch! Lebens- und Überlebensgeschichte einer jüdischen Berlinerin, ISBN: 978-3-86331-449-1 | 192 Seiten | 19,00 Euro
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Donnerstag, 14. Februar 2019 | 19.00 Uhr
Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Zweite Etage, Saal 2B
Stauffenbergstraße 13
10785 Berlin

Buchvorstellung
Inge Deutschkron: Auschwitz war nur ein Wort.
Berichte über den Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963–1965

Einführung: Dr. Beate Kosmala und André Schmitz
Lesung: Nina Lorck-Schierning

Inge Deutschkron war 1956 nach Deutschland zurückgekehrt, in die damalige Hauptstadt Bonn. Sie arbeitete dort zunächst als freie Journalistin, ab 1958 als Deutschland-Korrespondentin der israelischen Zeitung MAARIV. In dieser Zeit war das Interesse an einer Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit in der Bundesrepublik gering. Die strafrechtliche Aufarbeitung der NS-Vergangenheit durch bundesdeutsche Gerichte begann erst zögerlich, als die Verjährung von Tötungsdelikten drohte. Der Auschwitz-Prozess war nicht der erste, aber der historisch und politisch bedeutsamste Versuch, die Verbrechen der Nationalsozialisten strafrechtlich zu verfolgen und die Deutschen mit der Judenvernichtung zu konfrontieren. Als Korrespondentin der Tageszeitung MAARIV sah sich Inge Deutschkron vor die besondere Herausforderung gestellt, die Geschehnisse von Auschwitz einer israelischen Leserschaft zu schildern, die diese zum Teil selbst erlebt hatte. Sie hat an der Eröffnung des Prozesses im Dezember 1963, am Ortstermin in Auschwitz im Dezember 1964 und im Jahr 1964 als ständige Korrespondentin am Prozessgeschehen teilgenommen. Dr. Beate Kosmala hat die Berichte von Inge Deutschkron nun aus dem Englischen übertragen und herausgegeben.

Eine Veranstaltung der Inge Deutschkron Stiftung und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand.
>>> Zur Einladung

Inge Deutschkron: Auschwitz war nur ein Wort.
Berichte über den Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963–1965
ISBN: 978-3-86331-417-0 | 328 Seiten | 24,– €
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Mittwoch, 13. Februar 2019 | 18.00 Uhr
LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler

Gierden-Saal
Ehrenfriedstraße 19
50259 Pulheim-Brauweiler

Buchvorstellung
Verlorene Freiheit. Nationalsozialistische Schutzhaft 1933/34 im heutigen Rhein-Erft-Kreis

Begrüßung: Dr. Mark Steinert, LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum
Einführung: Josef Wißkirchen, Pulheim (Herausgeber)Moderiertes Gespräch mit den Autorinnen und Autoren: Michael Cöln, Wolfgang Drösser, Susanne Harke-Schmidt, Dr. Jochen Menge, Josef WißkirchenModeration: Dr. Wolfgang Schaffer, Archiv des LVR

In zahlreichen Beiträgen befasst sich die von Josef Wißkirchen herausgegebene Publikation „Verlorene Freiheit“ mit dem Thema der „Nationalsozialistischen Schutzhaft 1933/34 im heutigen Rhein-Erft-Kreis“.
Unmittelbar nach der Machtübernahme durch die Hitler-Regierung ermöglichte eine Verordnung vom 4. Februar 1933 bis zu dreimonatige Inhaftierungen von politischen Gegnern ohne richterlichen Beschluss. Durch die „Reichstagsbrandverordnung“ vom 28. Februar 1933 wurde die Polizei ermächtigt, Personen für unbegrenzte Zeit in sogenannte Schutzhaft zu nehmen. Vor allem Kommunisten, aber auch Sozialdemokraten waren die ersten Opfer. Für diese Inhaftierten wurde ein neuer Haftstätten-Typus geschaffen, die sogenannten Schutzhaftlager. Aus ihnen entwickelten sich die frühen Konzentrationslager. Im Bereich des heutigen Rhein-Erft-Kreises war dies das KZ Brauweiler, für das Teile der Arbeitsanstalt Brauweiler genutzt wurden und das bis März 1934 bestand. Allein im Raum Rhein-Erft wurden 1933 rund 500 Personen verhaftet.

Eine Veranstaltung des LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrums.
>>> Zur Einladung
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Josef Wißkirchen (Hrsg.): Verlorene Freiheit.
Nationalsozialistische Schutzhaft 1933/34 im heutigen Rhein-Erft-Kreis
Rheinprovinz. Dokumente und Darstellungen zur Geschichte der Rheinischen Provinzialverwaltung und des Landschaftsverbandes Rheinland, Band 28
ISBN: 978-3-86331-452-1 | 664 Seiten | 39,00 Euro
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Donnerstag, 7. Februar 2019 | 18.00 Uhr
Gedenkstätte KZ Osthofen

Ziegelhüttenweg 38
67574 Osthofen

Buchpräsentation und Ausstellungseröffnung
Gewerkschafter im Konzentrationslager Osthofen

mit Angelika Arenz-Morch, Dr. Stefan Heinz, Prof. Dr. Siegfried Mielke, Renate Knigge-Tesche, Kerstin Hetzel, Wolfgang Hasibether und anderen

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten und im Zusammenhang mit der Zerschlagung der Freien Gewerkschaften im Frühjahr 1933 wurden zahlreiche Gewerkschaftsfunktionäre in „Schutzhaft“ genommen. Trotz des NS-Terrors schlossen sich nicht wenige ehemals gewerkschaftlich Organisierte in Widerstandsgruppen zusammen. Viele wurden Opfer der NS-Herrschaft. Das Konzentrationslager Osthofen nahm 1933/34 eine Schlüsselstellung bei der Verfolgung der politischen und gewerkschaftlichen Opposition im Volksstaat Hessen ein. Maßgeblich verantwortlich dafür war der damalige Polizeipräsident für den Volksstaat Hessen, der NS-Jurist Dr. Werner Best, der bereits 1931 ein Szenario für die Ausschaltung von Gegnern der NSDAP entworfen hatte.
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Angelika Arenz-Morch/Stefan Heinz (Hrsg.)
Gewerkschafter im Konzentrationslager Osthofen 1933/34
Biografisches Handbuch
Herausgegeben im Auftrag der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz
Gewerkschafter im Nationalsozialismus
Verfolgung – Widerstand – Emigration, Band 8
Januar 2019 | ISBN: 978-3-86331-439-2 | 602 Seiten | 34,00 Euro
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Dienstag 5. Februar 2019 | 19.00 Uhr
Topographie des Terrors

Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
Berlin-Kreuzberg

Buchpräsentation
Der Fall Globke

Propaganda und Justiz in Ost und West
Vortrag: Dr. Klaus Bästlein, Berlin
Moderation: Prof. Dr. Dr. Ingo Müller, Berlin

Der Jurist Hans Globke (1898–1973) verfasste nicht nur den wichtigsten Kommentar zu den NS-Rassengesetzen, sondern schuf auch jene Verordnungen, die der Deportation der Juden den Weg bereiteten. Nach dem Krieg machte ihn Adenauer zum Chef des Bundeskanzleramts.
In seiner Studie „Der Fall Globke“ führt Klaus Bästlein aus, dass Globke nicht nur für die Integration der NS-Eliten in fast alle Bereiche der bundesdeutschen Gesellschaft stand, sondern auch Propaganda-Attacken der DDR gegen die „Kontinuität faschistischer Herrschaft“ auslöste. Sein Fall verdeutlicht das Scheitern der Strafverfolgung von NS-Verbrechen in der Bundesrepublik. Das Oberste Gericht der DDR verurteilte Globke 1963 in Abwesenheit wegen „in Mittäterschaft begangenen fortgesetzten Kriegsverbrechens und Verbrechens gegen die Menschlichkeit in teilweiser Tateinheit mit Mord“ zu lebenslangem Zuchthaus. Das bemerkenswerte Urteil ist jedoch kaum bekannt.
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Klaus Bästlein: Der Fall Globke. Propaganda und Justiz in Ost und West
September 2018 | ISBN: 978-3-86331-424-8 | 304 Seiten | 22,00 €
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Freitag, 18. Januar 2019
Café Kollektiv Kabale

Geismar Landstr. 19
37083 Göttingen

Veranstaltung und Buchvorstellung:
Das Transitghetto Izbica im System des Holocaust
Referent: Steffen Hänschen, Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V.

Mehr Infos: https://www.bw-verdi.de/…/AWB-819101_transitghettos_18.01.2…
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Steffen Hänschens Buch „Das Transitghetto Izbica im System des Holocaust“ erschien 2018:
ISBN: 978-3-86331-381-4 | 608 Seiten | 29,90 €
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Dienstag, 15. Januar 2019 | 15 Uhr
Berliner Landeszentrale für politische Bildung

im Amerika Haus am Bahnhof Zoo
Hardenbergstraße 22
10623 Berlin

Zeitzeugenbörse
Auf den Spuren geflüchteter Juden und Nazis in Bolivien

Referentin Dr. Juliana Ströbele-Gregor
Moderation: Eva Geffers

Bolivien war lange Zeit ein Zufluchtsland der Deutschen. In den 1930er-Jahren fanden verfolgte Juden und Gegner des Nazi-Regimes dort Schutz. Die deutsche Minderheit verhielt sich reserviert ihnen gegenüber, denn viele Mitglieder vertraten eine nationalsozialistische Gesinnung. Nach 1945 kamen NS-Anhänger nach Bolivien, um einer Strafverfolgung in Europa zu entgehen. Beispiele sind Klaus Barbie, der „Schlächter von Lyon“ und dann CIA-Agent, und Hans Ertl, ehemaliger Kameramann von Leni Riefenstahl, dessen Tochter Monika sich später der Guerilla-Bewegung anschloss. Die Kultur- und Sozialanthropologin Dr. Juliana Ströbele-Gregor (FU Berlin) hat als Jugendliche in den 1950er-Jahren diese merkwürdige soziopolitische Gemengelage erlebt und später erforscht.

Die Zeitzeugenbörse findet in Kooperation mit der Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz statt.
Wegen der begrenzten Platzzahl wird um Anmeldung bis zum 10. Januar 2019 gebeten:
info@zeitzeugenboerse.de oder: (030) 4404 6378.
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Sonntag, 27. Januar 2019 | 11.30 Uhr
Bürgerzentrum Villa Leon

Großer Saal
Schlachthofstraße/Philipp-Koerber-Weg 1
90439 Nürnberg

Transnationale Spurensuche in den Anden
Von geflüchteten Juden, „Altdeutschen“ und Nazis in Bolivien

Literarische Matinee mit Juliana Ströbele-Gregor

Als Tochter des ersten deutschen Botschafters nach dem Zweiten Weltkrieg kam Juliana Gregor 1952 als Neunjährige nach Bolivien. Die alteingesessene deutsche Kolonie war deutschnational eingestellt, viele ihrer Mitglieder waren überzeugte Nazis. In den 1930er-Jahren war Bolivien für die von den Nationalsozialisten verfolgten Juden zu einem begehrten Zufluchtsland geworden. Nach dem Krieg folgten ihnen NS-Täter, die sich der Strafverfolgung in Europa entziehen wollten, allen voran Klaus Barbie, der „Schlächter von Lyon“, sowie Nazis wie Hans Ertl, einst Kameramann von Leni Riefenstahl. Dessen Tochter Monika soll den Mörder von Che Guevara erschossen haben. Juliana Ströbele-Gregor lernte Menschen aus beiden Einwanderergruppen kennen. Sie setzt sich mit den Lebenswelten der aus völlig unterschiedlichen Gründen in die Anden Geflohenen und ihren wechselseitigen Beziehungen auseinander.

Eintritt (nur Tageskasse): 5/3 € (erm.)
Die Veranstaltung findet in spanischer und deutscher Sprache statt.
http://www.lateinamerikawoche.de/2019/programm_detail.php#matinee

Das Buch ist im Mai 2018 im Metropol Verlag erschienen:
Juliana Ströbele-Gregor: Transnationale Spurensuche in den Anden
Von geflüchteten Juden, „Altdeutschen“ und Nazis in Bolivien
ISBN: 978-3-86331-395-1 | 235 Seiten | 22,– €
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Dienstag, 15. Januar 2019 | 19.30 Uhr
Buchhandlung BiBaBuZe

Aachener Straße 1
40223 Düsseldorf

Buchvorstellung
Ewald Ochel: „Was die nächste Zeit bringen wird, sind Kämpfe“
Erinnerungen eines Revolutionärs (1914-1921)

mit Joachim Schröder
Moderation: Sabine Reimann
in Kooperation mit dem Rosa-Luxemburg-Club Düsseldorf

Mitunter muten sie an wie ein Schelmenroman: die Erinnerungen von Ewald Ochel. Sozialdemokrat, dann Kommunist, kein Theoretiker – ein Praktiker der Revolution 1918/19. Parteiisch, rastlos, turbulent schildert Ochel seine Erlebnisse: Widerstand gegen den Krieg, Desertion und Flucht in die Niederlande, die Herausgabe der Zeitung „Der Kampf“ in Amsterdam an der Seite Carl Minsters und Wilhelm Piecks, die Beteiligung an der Revolution an vorderster Front in seiner Heimatstadt Düsseldorf und in der Münchner Räterepublik. Ochels Perspektive spiegelt die Sicht Hunderttausender, die von den Ergebnissen der Revolution enttäuscht waren und in das Lager der radikalen Linken wechselten. Kritisch kommentiert, eingeordnet und mit zahleichen Dokumenten und Abbildungen durch den Herausgeber ergänzt.

Joachim Schröder, Historiker (1973), wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus an der Hochschule Düsseldorf und Leiter des Erinnerungsortes Alter Schlachthof. Forschungen und Publikationen zur Geschichte des Nazismus, der Weltkriege, des Sozialismus und Kommunismus.

Das Buch ist im November 2018 im Metropol Verlag erschienen, herausgegeben und mit einer biografischen Notiz versehen von Joachim Schröder:
ISBN: 978-3-86331-435-4 | 311 Seiten | 24,– €
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Dienstag, 27. November 2018 | 19.00 Uhr
Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraß 8
Berlin-Kreuzberg

Gewalt im November 1938
Die „Reichskristallnacht“ – Initial zum Holocaust

Buchpräsentation: Prof. Dr. Wolfgang Benz, Berlin
Moderation: Uwe Neumärker, Berlin

Das Buch ist im Oktober im Metropol Verlag erschienen:
ISBN: 978-3-86331-421-7 | 232 Seiten | 19,00 €
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Freitag, 23. November 2018 | 19.30 Uhr
Afrika-Haus Berlin

Bochumer Straße 25
10555 Berlin

Buchvorstellung
Marianne Bechhaus-Gerst/Joachim Zeller (Hrsg.)
Deutschland postkolonial? Die Gegenwart der imperialen Vergangenheit

Lesung der Autoren/Herausgeber:
Prof. Dr. Marianne Bechhaus-Gerst, Afrikanistin an der Universität Köln
Dr. Joachim Zeller, Historiker, Berlin

Wie gehen wir in Deutschland mit der kolonialen Vergangenheit um? Diese Frage wird mittlerweile sehr viel breiter diskutiert als noch vor wenigen Jahren. Dabei unterliegt der Umgang mit der Kolonialgeschichte, die allzu lange im Schatten der Aufarbeitung des Nationalsozialismus und des Holocaust stand, hierzulande einem grundlegenden Wandel.
Zwar zählt auch Deutschland faktisch zu den postkolonialen Gesellschaften Europas; doch ist diese Tatsache in das Bewusstsein einer Mehrheit der Menschen vorgedrungen und reagiert die Politik adäquat darauf?
Der Sammelband zieht Bilanz und will gleichzeitig die notwendige Auseinandersetzung um eine Dekolonisierung globaler wie lokaler Machtverhältnisse und eine Dekolonialisierung der immer noch dominierenden Wissens- und Deutungsmacht des „Westens“ anregen und weiter voranbringen.
Die aktuellen Debatten um den Völkermord an den Herero und Nama oder koloniale Beutekunst im geplanten Humboldt Forum in Berlin richten den Fokus ein ums andere Mal
auf eine koloniale Vergangenheit, die nicht vergehen will.

Infos

Marianne Bechhaus-Gerst/Joachim Zeller (Hrsg.)
Deutschland postkolonial?
Die Gegenwart der imperialen Vergangenheit
Metropol Verlag | November 2018
580 Seiten
ISBN: 978-3-86331-393-7 | 29,– €
ISBN: 978-3-86331-714-0 (E-Book) | 23,– €
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Donnerstag, 22. November 2018 | 19.00 Uhr
Stadtarchiv Stuttgart
Bellingweg 21
Bad Cannstatt

Das Transitghetto Izbica im System des Holocaust
Vortrag von Steffen Hänschen

„Das Transitghetto Izbica im System des Holocaust. Die Deportationen in den Distrikt Lublin im Frühsommer 1942“ ist das Thema am Donnerstag, 22. November, um 19 Uhr. Der Referent Steffen Hänschen arbeitet als Dozent für Deutsch als Fremdsprache und Übersetzer. Seit vielen Jahren begleitet er Bildungsreisen an die Tatorte des Holocaust in der Region Lublin, der Ukraine und dem Baltikum. Im Februar erschien seine Monografie „Das Transitghetto Izbica im System des Holocaust“ im Metropol Verlag.

Infos
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Donnerstag, 22. November 2018 | 18.00 Uhr
Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Oranienburger Straße 28-30, 10117 Berlin

Staatsangehörigkeiten als politische Herausforderung 1938–2018

Podiumsdiskussion mit
Dr. Dani Kranz,
Prof. Dr. Günter Krings
Dr. Miriam Rürup
Grußwort: Dr. Eva Högl
Moderation: Dr. Anja Siegemund

Zur Ausstellung „Ausgewiesen! Berlin, 28.10.1938. Die Geschichte der ‚Polenaktion‘“ erschien 2018 ein Begleitband im Metropol Verlag: ISBN: 978-3-86331-411-8 | 288 Seiten | 20,00 €
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Montag, 19. November 2018 | 19.00 Uhr
Volkshochschule (VHS) Aalen

Paul-Ulmschneider-Saal
Gmünder Str. 9
73430 Aalen

Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Benz:
Antisemitismus in Deutschland – gestern und heute

Ein unterschwellig immer vorhandenes Phänomen erlebt derzeit wieder öffentliche Aufmerksamkeit: der Antisemitismus. Wer geglaubt hat, dass Judenhass in der deutschen Gesellschaft verschwunden oder gar überwunden sei, wurde in der jüngeren Zeit eines Besseren belehrt. Antisemitische Aktionen in Wort, Schrift und Tat, gefährden die Demokratie. Es ist notwendig, aufzuklären und zu analysieren, welche Mechanismen den Hass auf Juden prägen und wie Vorurteile auch gegen andere Minderheiten wirksam sind.
Diesen Fragen geht mit Prof. Dr. Wolfgang Benz, Verfasser von Standardwerken zum Nationalsozialismus, zum Widerstand und zur deutschen Nachkriegszeit, einer der besten Kenner des alten und des neuen Antisemitismus nach. In seinen zahlreichen Arbeiten hat Wolfgang Benz, von 1990 bis 2011 Direktor des Zentrums für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin, Ursachen, Funktionen und Wirkungen des Antisemitismus in seiner historischen Dimension ergründet: „Judenfeindschaft gilt als das älteste soziale, kulturelle, religiöse und politische Vorurteil der Menschheit.“

Eine Veranstaltung von Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V. Ostwürttemberg
Mehr Infos

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Samstag, 17. November | 19.00 Uhr
Café Courage
Treibhaus e.V.

Bahnhofstr. 56
04720 Döbeln

Das Transitghetto Izbica im System des Holocaust – Buchpräsentation mit Steffen Hänschen

In den Jahren 2017 und 2018 jährt sich die „Aktion Reinhardt“zum 75. Mal. Diesem nationalsozialistischen Mordprogramm fielen im Laufe von nur anderthalb Jahren fast zwei Millionen Menschen zum Opfer. Die übergroße Mehrheit der Jüdinnen und Juden, die Ende 1941 auf dem Gebiet des Deutschen Reichs lebte, wurde im Laufe des Jahrs 1942 „nach Osten“ deportiert und ermordet. Der Distrikt Lublin im Generalgouvernement war eines der Hauptziele der Deportationen. Bis Juni 1942 wurden die Deportierten jedoch nicht sofort in den Mordlagern der „Aktion Reinhardt“ (Belzec, Sobibor und Treblinka) getötet, sondern auf sogenannte Transitghettos verteilt. Das größte Transitghetto befand sich in Izbica. An diesem Ort wurden fast 20.000 Juden und Jüdinnen aus verschiedenen europäischen Ländern verschleppt.
Steffen Hänschen, der Autor des Buches „Das Transitghetto Izbica im System des Holocaust“, präsentiert seine Forschungsergebnisse zu dieser bisher kaum bekannten Phase des deutschen Mordes an den Jüdinnen und Juden Europas.

Infos
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Donnerstag, 15. November 2018 | 19.00 Uhr
NS-Dokumentationszentrum München, Auditorium

Novemberrevolution und die Juden
Im Rahmen der stadtweiten Veranstaltungsreihe „1918 | 2018 Was ist Demokratie?“

Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Benz

Das Ende der Monarchie, das der Pazifist und USPD-Politiker Kurt Eisner am 7. November 1918 in München ausrief, die Revolution und die kurzlebige Räteherrschaft nach seiner Ermordung wurden für die bayerischen Bürger zum Trauma. Auf der Suche nach Schuldigen waren antisemitische Ressentiments willkommen: Juden und Bolschewisten seien verantwortlich für den verlorenen Krieg, für das Ende der „guten alten Zeit“, für Nachkriegselend und Chaos.
Die Tatsache, dass einige Protagonisten der Oktoberrevolution in Russland wie der Räterepublik in München jüdische Wurzeln hatten, diente nicht nur Demagogen wie Hitler als „Beweis“ für Verschwörungstheorien. Bis in die Gegenwart wird im rechten Lager behauptet, „das Judentum“ habe den Bolschewismus erfunden, um die Weltherrschaft zu erringen. Das Trauma der Novemberrevolution wurde genährt von Meinungsführern wie Ludwig Thoma, der half Judenfeindschaft salonfähig zu machen. Den Folgen, nicht nur für die bayerische Politik, geht der Vortrag nach.

Ein Themenheft der Zeitschrift für Geschichtswissenschaft zur Novemberrevolution 1918/19 ist im Oktober 2018 im Metropol Verlag erschienen: ISSN 044-2828 | 13,00 €.
Darin u. a. ein Beitrag von Wolfgang Benz „Ressentiment und Trauma – Juden und Novemberrevolution in Bayern“.

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Donnerstag, 8. November 2018 | 19.00 Uhr
Region Hannover
Hildesheimer Straße 18
30169 Hannover

Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Benz: Gewalt im November 1938

Die „Reichskristallnacht“ als inszenierte Entfesselung der Gewalt ist am 8. November Thema bei der Veranstaltung der Gedenkstätte Ahlem im Haus der Region Hannover.
Vor 80 Jahren brach in der „Reichskristallnacht“ am 9. November 1938 offene Gewalt gegen Juden aus – staatlich inszeniert, verübt von fanatischen Nationalsozialisten, aber auch von Menschen, die zuvor freundliche Nachbarn und friedliche Mitbürger waren. Auf Einladung der Gedenkstätte Ahlem spricht Prof. Dr. Wolfgang Benz über die Entfesselung der Gewalt in dieser Nacht, die das Ende der Diskriminierung und den Beginn von Verfolgung und Vernichtung markiert.
Zur Erinnerung an die „Reichskristallnacht“ gehört die Illusion, die Mehrheit der Deutschen habe die Gewalt gegen Juden missbilligt. Auch die Legende, die Pogromtäter seien fanatische Nazis, bösartige Antisemiten, auf jeden Fall „Fremde“ gewesen, nicht Nachbarn und Mitbürger, hält sich hartnäckig. Wolfgang Benz geht in seinem Vortrag auf die Inszenierung dieser Nacht ein und betont, dass die Lektion aus der Geschichte erst vollständig gelernt und begriffen ist, wenn die Diskriminierung aller Minderheiten, sei es wegen ihrer Religion oder Kultur, ihrer Herkunft oder ihrer sozialen Situation geächtet ist.

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Montag, 5. November 2018 | 19.00 Uhr
Erinnerungsort Topf & Söhne
Sorbenweg7
99099 Erfurt

Die „Reichskristallnacht“ im November 1938: Inszenierte Gewalt gegen Juden
Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Benz
Grußwort von Prof. Dr. Reinhard Schramm, Vorsitzender der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen.

Vor 80 Jahren brach in der „Reichskristallnacht“ am 9. November 1938 offene Gewalt gegen Juden aus, staatlich inszeniert, verübt nicht nur von fanatischen Nationalsozialisten, sondern auch von ganz normalen Menschen, die zuvor freundliche Nachbarn und friedliche Mitbürger waren. Der Gewalt folgten die Beraubung und Entrechtung durch die Regierung, die NSDAP und eine willfährige Bürokratie.
Am 9. November 1938 änderte sich alles: Die Pogrome, staatlich inszeniert und von der Öffentlichkeit hingenommen, beendeten das für die Juden immer mühsame Zusammenleben mit der Mehrheit der Deutschen. Aus dem Antisemitismus, der die gesellschaftliche Diskriminierung der Juden begründete und seit 1933 Staatsdoktrin war, wurde Verfolgung, die in Vernichtung mündete. Die „Reichskristallnacht“ war das Fanal für alles Künftige, nach der Diskriminierung und Entrechtung begann im November 1938 der Holocaust.

Eine Veranstaltung im Rahmen der 26. Thüringer Tage der jüdisch-israelischen Kultur und in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen und der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen.

Das Buch zum Thema erschien im Oktober 2018 im Metropol Verlag:
ISBN: 978-3-86331-421-7 | 232 Seiten | 19,00 €

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Sonntag, 4. November 2018 | 11.00 Uhr
Volkshochschule Trier
Domfreihof, R. 005
Domfreihof 1b
54290 Trier

Die „Reichskristallnacht“ im November 1938: Inszenierte Gewalt gegen Juden

Das Buch zum Thema erschien im Oktober 2018 im Metropol Verlag:
ISBN: 978-3-86331-421-7 | 232 Seiten | 19,00 €

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Montag, 29. Oktober 2018, 17.00 Uhr

Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Oranienburger Str. 28–30
10117 Berlin

Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der „Polenaktion“

Klavier: Katarzyna Wasiak, Simon Laks – Ballade „Hommage a Chopin“

Begrüßung: Dr. Anja Siegemund, Direktorin Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

Grußworte:
Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages
Michelle Müntefering, Staatsministerin im Auswärtigen Amt
Ramona Pop, Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe von Berlin
Dr. Gideon Joffe, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

Klavier: Katarzyna Wasiak, Wladysław Szpilman – Kleine Klaviersuite in C-Dur

Zum historischen Ereignis: Dr. Alina Bothe, Kuratorin der Ausstellung „Ausgewiesen!“

Erinnerungen der Familie Berger-Adler:
Rita Berger (geb. Adler), Zeitzeugin und Überlebende der „Polenaktion“
Dr. Susan S. Berger, Tochter von Rita Berger

Moderation: Dr. Peter Frey, Chefredakteur des ZDF

Anschließend Empfang und Ausstellungsrundgang

Wir bitten um Anmeldung bis 22. Oktober an: presse@centrumjudaicum.de
Bitte planen Sie ausreichend Zeit für die Sicherheitskontrolle ein.
Einlass nur bis 16.30 Uhr.
Die Veranstaltung wird simultan ins Englische übersetzt.

Die Ausstellung „Ausgewiesen! Berlin, 28. 10. 1938. Die Geschichte der ‚Polenaktion‘“ ist bis zum 31. 12. 2018 im Centrum Judaicum zu sehen.
Der Katalog ist im Metropol Verlag 2018 erschienen, ISBN: 978-3-86331-411-8 | 288 Seiten | 20,00 €

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Donnerstag, 25. Oktober 2018 | 19.00 Uhr
Mahn- und Gedenkstätte Steinwache
Steinstr. 50
44147 Dortmund

Vortrag:
Steffen Hänschen, Das Transitghetto Izbica im System des Holocaust. Die Deportationen in den Distrikt Lublin im Frühsommer 1942

m Laufe des Jahres 1942 wurden Zehntausende deutsche Jüdinnen und Juden in den Distrikt Lublin im besetzten Polen verschleppt. Zunächst wurden die Deportierten nicht unmittelbar in den Lagern der „Aktion Reinhardt“ ermordet. In „Transitghettos“, wo unmenschliche Lebensbedingungen herrschten, mussten sie auf ihre Weiterfahrt in den Tod warten. Das größte dieser „Transitghettos“ war Izbica. Buchautor Dr. Steffen Hänschen, Mitarbeiter des Bildungswerks Stanisław Hantz e.V., rekonstruiert, was in Izbica geschah, wie es den Überlebenden nach dem Krieg erging und verfolgt die Nachkriegsverfahren gegen deutsche Täter und polnische Kollaborateure.

Dr. Steffen Hänschen, Autor und Übersetzer, ist Mitarbeiter des Bildungswerks Stanisław Hantz e. V. Sein Buch „Das Transitghetto Izbica im System des Holocaust“ (608 Seiten | 29,90 €) erschien 2018 im Metropol Verlag.

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Donnerstag, 11. Oktober, 19 Uhr
NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Appellhofplatz 23–25
50667 Köln

Buchvorstellung und Gespräch

Henry H. Oster: Rechts zum Leben, links zum Tod. Ein jüdischer Junge überlebt Litzmannstadt, Auschwitz und Buchenwald
Metropol Verlag 2018, 230 Seiten, 19,00 €

Heinz Adolf Oster, 1928 in Köln geboren, wird als Jugendlicher mit seinen Eltern in das Ghetto Litzmannstadt und von dort nach Auschwitz verschleppt. Weil er als arbeitsfähig eingestuft wird, überlebt er das Vernichtungslager. Im Zuge des Todesmarsches wird er nach Buchenwald getrieben. Dort erlebt er die Befreiung.

Henry H. Oster reist zur Buchvorstellung aus den USA an.

Begrüßung: Dr. Werner Jung, Direktor des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln

Dr. Karola Fings, stellvertretende Direktorin des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, im Gespräch mit Henry H. Oster

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Donnerstag, 11. Oktober, 19 Uhr
Stiftung Topographie des Terrors
Niederkirchnerstr. 8
10963 Berlin

Buchvorstellung

Fabian Wendler: NS-Täter in der Geschichtsschreibung der SBZ und DDR bis in die 1960er-Jahre
Metropol Verlag 2017, 470 Seiten, 24,00 €

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Donnerstag, 27. September 2018, 18.30 Uhr
Gedenkstätte und Museum Sachenhausen

Buchvorstellung und Gespräch

Frédéric Bonneseur: Im guten Einvernehmen. Die Stadt Oranienburg und die Konzentrationslager Oranienburg und Sachsenhausen 1933–1945
Metropol Verlag 2018, 184 Seiten, 16,00 €

Vortrag von Frédéric Bonnesoeur. Anschließend Gespräch des Autors mit Dr. Axel Drecoll, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, und Dr. Astrid Ley, stellv. Leiterin der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Konzentrationslager waren keine isolierten Orte, sondern über ein engmaschiges Netz von verwaltungstechnischen, wirtschaftlichen und sozialen Beziehungen in ihre Umgebungsgesellschaft eingebunden. Die Studie fragt nach den Interessen von Stadtverwaltung und örtlicher Wirtschaft bei der Etablierung der KZ Oranienburg und Sachsenhausen und den Auswirkungen kommunalpolitischer Entscheidungen. Darüber hinaus werden Kontakte zwischen SA, SS, KZ-Gefangenen und Bevölkerung beleuchtet.

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Dienstag, 18. September 2018, 19 Uhr
Stiftung Topographie des Terrors
Niederkirchnerstr. 8
10963 Berlin

Buchvorstellung und Gespräch

Mario Wenzel: Arbeitszwang und Judenmord. Die Arbeitslager für Juden im Distrikt Krakau des Generalgouvernements 1939–1944
Metropol Verlag 2017, 400 Seiten, 24,00 €

Arbeitslager für Juden waren ein Spezifikum der NS-Besatzungsherrschaft in Osteuropa. Schätzungsweise 900 bis 1000 Lager dieses Typus sind zwischen 1939 und 1944 allein in den okkupierten polnischen und sowjetischen Gebieten errichtet worden. Mario Wenzel zeigt, dass die Arbeitslager für Juden integraler Bestandteil der gesamten Judenverfolgung im besetzten Polen waren.

Begrüßung: Dr. Christine Glauning, Leiterin NS-Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
Vortrag: Dr. Mario Wenzel, Historiker, Berlin
Im Gespräch: Dr. Mario Wenzel mit Prof. Dr. Wolfgang Benz

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Mittwoch, 19. September 2018, 19 Uhr
Scheune
Hauptstraße 6
79369 Wyhl

Buchvorstellung
Balthasar Ehret: Kein Kernkraftwerk in Wyhl und auch nicht anderswo

Metropol Verlag 2018, 176 Seiten, 19,00 €

Balthasar Ehret (1928–1994), Fischermeister aus Weisweil, machte als Gegner der Kernenergie in den Siebzigerjahren bundesweit Schlagzeilen. Nach zähem, langjährigen Kampf war ihm und seinen Weggefährten Erfolg beschieden. Der Konflikt in Wyhl gilt als Meilenstein der Anti-AKW-Bewegung und als Wendepunkt des deutschen Umgangs mit Atomkraftwerken.

Die Herausgeberin Marion Schneider, die Balthasar Ehret in vielen Gesprächen interviewt hat, stellt das Buch vor.

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Freitag, 21. September 2018, 17.00 Uhr
Berliner Landeszentrale für politische Bildung
Hardenbergstraße 22–24
10623 Berlin

Berlin vor 80 Jahren

Vortrag von Prof. Dr. Wolf Gruner
Moderation: Dr. Christoph Kreutzmüller

Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung „Ausgewiesen! Berlin, 28. 10. 1938. Die Geschichte der ‚Polenaktion‘“

Der Katalog ist im Metropol Verlag 2018 erschienen, 288 Seiten, 20,00 €

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31. Juli 2018 | 19 Uhr
Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Zweite Etage, Saal 2B
Stauffenbergstr. 13/14
10785 Berlin

Buchvorstellung

Zvi Aviram
Mit dem Mut der Verzweiflung: Mein Widerstand im Berliner Untergrund
Metropol Verlag, LP: 19,00 €

Zvi Aviram wurde 1927 als Heinz Abrahamsohn in Berlin geboren. Nach der Deportation seiner Eltern
am 27. Februar 1943 tauchte der 16-Jährige unter und schloss sich der zionistischen Widerstandsgruppe »Chug Chaluzi« (Kreis der Pioniere) an. Während seiner Odyssee durch verschiedene Verstecke wurde er zweimal verhaftet. In den letzten Kriegstagen, als er um sein Leben bangte, wurde er überraschend aus dem Sammellager Schulstraße in Berlin-Wedding entlassen. Nach der Befreiung gelangte er auf abenteuerlichen Wegen nach München, wo er für die Jewish Agency tätig war, bis er 1948 nach Palästina auswandern konnte. Seine Erinnerungen erschienen im Jahr 2015.

Wegen der begrenzten Platzzahl bitten wir Sie um Anmeldung bis zum 29. Juli 2018 per E-Mail: veranstaltungen@stiftung-denkmal.de
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26. April 2018 | 20 Uhr
Literaturforum im Brecht-Haus
Chausseestraße 125
10115 Berlin

Buchvorstellung
Zweimal verfolgt: Schicksale von Jehovas Zeugen im „Dritten Reich“ und in der DDR
Wolfgang Benz im Gespräch mit Falk Bersch

Falk Bersch
Aberkannt!
Die Verfolgung von Jehovas Zeugen im Nationalsozialismus und in der SBZ/DDR
Metropol Verlag Dezember 2017, LP: 19,00 €

Die Verfolgung von Jehovas Zeugen in Deutschland begann 1933 und endete in der DDR erst 1990 – mit einer kurzen Unterbrechung nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Nationalsozialisten warfen der Religionsgemeinschaft vor, jüdisch-kommunistische Ziele zu verfolgen, die SED wiederum bezeichnete sie als „faschistische Organisation“. Zeugen Jehovas sind unter beiden Diktaturen diskriminiert und verfolgt worden, 325 von ihnen waren sowohl unter dem NS-Regime als auch in der DDR in Haft. Falk Bersch erzählt die Biografien von 13 Frauen und Männern, die nach ihrer Entlassung aus dem Konzentrationslager Ravensbrück erneut Opfer staatlicher Repression wurden. Im Gespräch mit Wolfgang Benz berichtet der Historiker Falk Bersch, Autor des Buches „Aberkannt!“ über die Verfolgung von Jehovas Zeugen im Nazideutschland und in der DDR.

Eintritt: 5,- € / ermäßigt: 3,- €
Einlass: ab 19:00 Uhr
Keine Reservierung. Karten ausschließlich ab Zeitpunkt des Einlasses.

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21. April 2018 | 17 Uhr
Unabhängiges Jugendzentrum Pankow JUP e.V.
Florastr. 84
13187 Berlin

Philipp Dinkelaker
„Das Sammellager in der Berliner Synagoge Levetzowstraße“
Metropol Verlag 2017

Lesung mit dem Autor
Veranstalter: Unabhängiges Jugendzentrum Pankow JUP e.V.

Die Berliner Gestapo richtete im Oktober 1941 in der damals zweitgrößten Synagoge Berlins das Sammellager Levetzowstraße ein. Es diente dem NS-Regime bis Herbst 1942 als temporärer Haftort zur Vorbereitung der Deportation von ca. 20 000 antisemitisch verfolgten Menschen in Ghettos und KZ. Die Studie schildert die Abläufe im Lager, die Leiden der Opfer, ihre Widerstandsstrategien, aber auch die Handlungsräume und Motivationen der Täter. Ein besonderes Augenmerk gilt der Beschreibung und Analyse der Wahrnehmbarkeit der Vorgänge um das Sammellager sowie der Rolle der Berliner Bevölkerung. Das Schlusskapitel befasst sich mit der Nachkriegsgeschichte des Ortes und der gescheiterten justiziellen Aufarbeitung.

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19. April 2018 | 19 Uhr

Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Stauffenbergstraße 13–14
10785 Berlin

Buchvorstellung

Aleksandr Petscherski
Bericht über den Aufstand in Sobibor
Metropol Verlag 2018, LP: 19,00 €

Am 14. Oktober 1943 wagten jüdische Häftlinge des Vernichtungs lagers Sobibor, angeführt von Aleksandr Petscherski, den Aufstand: Mit Äxten und Messern bewaffnet, griffen sie ihre Bewacher an. Mehr als 300 Häftlingen gelang zunächst die Flucht, doch nur 200 erreichten den nahe gelegenen Wald. Viele wurden von den Wachmannschaften erschossen oder von Minen getötet.
Die russische Neuverfilmung des Aufstands in Sobibor, die sich auch auf Petscherskis Erinnerungen stützt, hat im Mai in Berlin Premiere.

Begrüßung: Prof. Dr. Johannes Tuchel
Einführung: Ingrid Damerow, Herausgeberin und Übersetzerin
Vortrag: Prof. Stephan Lehnstaedt: Das Vernichtungslager Sobibor
Lesung aus dem Text von Petscherski: Bertram von Boxberg, Schauspieler und Regiseur, Berlin

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Montag, 5. März 2018 | 19 Uhr
Italienisches Kulturinstitut
Hildebrandstraße 2
Berlin-Tiergarten
Bus 200 Tiergartenstraße; Bus M29 Hiroshimasteg

Buchvorstellung
„Als Italienerin in Ravensbrück. Politische Gefangene berichten über ihre Deportation und ihre Haft im Frauen-Konzentrationslager“

Grußworte:

Prof. Luigi Reitani, Leiter des Italienischen Kulturinstituts Berlin
RA’in Simonetta Donà, Präsidentin des Com.It.Es Berlin
Dr. Insa Eschebach, Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Podiumsteilnehmerinnen:

Johanna Kootz (Herausgeberin der deutschen Ausgabe von „Als Italienerin in Ravensbrück“) und Martina Kempter (Übersetzerin)
Moderation: Dr. Silvia Cresti, Historikerin

Nach Jahren des Schweigens reagierten Lidia Beccaria Rolfi sowie vier weitere Überlebende mit der Veröffentlichung ihrer Erinnerungen auf zutiefst demütigende Darstellungen von Haftbedingungen von Frauen im KZ. Sie hatten dem Widerstand gegen das faschistische Regime und die deutsche Besatzungsmacht in Italien angehört. Nach ihrer Verhaftung 1944 wurden sie, ebenso wie über 1000 weitere Italienerinnen, nach Ravensbrück deportiert. Unterstützt von der Historikerin Anna Maria Bruzzone schildern sie die letzte Phase des Lagers aus der Perspektive von isolierten und diskriminierten Häftlingen, die sich selbst zum Subproletariat der „Häftlingsgesellschaft“ zählten. Lidia Beccaria Rolfi verbindet ihr autobiografisches Zeugnis mit einer historisch-soziologischen Analyse des Lagers. Sie wurde in Italien zur Chronistin des KZ Ravensbrück. Die Zeitzeugenberichte vermitteln die Vielfalt der Herkunftsmilieus, der Haftgründe und der Deportationswege italienischer Gefangener.

Die italienische Originalausgabe erschien 1978 und zuletzt 2003 unter dem Titel „Le donne di Ravensbrück“ bei Giulio Einaudi Editore. Seit 2016 liegt die deutsche Ausgabe vor.

Ein Veranstaltung von Com.It.Es Berlin, Italienischem Kulturinstitut Berlin und Gegen Vergessen – für Demokratie e.V. in Zusammenarbeit mit der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

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Dienstag, 20. Februar 2018 | 19.00 Uhr
Stiftung Topographie des Terrors
Auditorium
Niederkirchnerstr. 8
10963 Berlin

Buchvorstellung und Gespräch
Steffen Hänschen, Das Transitghetto Izbica im System des Holocaust

Die große Mehrheit der Juden, die Ende 1941 noch auf dem Gebiet des Deutschen Reichs lebten, wurde 1942 „nach Osten“ deportiert und ermordet. Auch aus dem Protektorat Böhmen und Mähren, der Slowakei und Luxemburg verschleppten die Nationalsozialisten weite Teile der jüdischen Bevölkerung in die Ghettos und Lager im besetzten Polen. Ein Hauptziel war der Distrikt Lublin, wo die Deportierten nicht sofort getötet, sondern auf Durchgangsghettos verteilt wurden. Das größte dieser Ghettos war Izbica. Im März 1942 begannen die „Aussiedlungen“ aus Izbica, im November 1942 erklärten die Deutschen den Ort für „judenrein“. Im Zentrum der Studie stehen die Deportationen nach Izbica, das Geschehen am Ort sowie die Nachkriegsverfahren gegen deutsche Täter und polnische Kollaborateure.

Vortrag:
Dr. Steffen Hänschen, Autor und Übersetzer, Mitarbeiter des Bildungswerks Stanisław Hantz e. V.

Gespräch:
Dr. Steffen Hänschen und Dr. Ulrich Baumann, stellvertretender Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Eine Veranstaltung der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, der Stiftung Topographie des Terrors und des Metropol Verlags

Donnerstag, 1. Februar 2018 | 20.00 Uhr
k-fetisch
Wildenbruchstraße 86
12045 Berlin

Buchvorstellung
„Arbeitszwang und Judenmord“
Mario Wenzel (Autor) im Gespräch mit Wolfgang Benz (Historiker, ehem. Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin)

Arbeitslager für Juden waren ein Spezifikum der NS-Besatzungsherrschaft in Osteuropa. Schätzungsweise 900 bis 1000 Lager dieses Typus sind zwischen 1939 und 1944 allein in den okkupierten polnischen und sowjetischen Gebieten errichtet worden. In seiner Studie konzentriert sich Mario Wenzel auf den südwestlichen Distrikt Krakau des Generalgouvernements – eine Region, die von der Holocaustforschung bisher wenig Beachtung gefunden hat. Der Autor zeigt, dass die Arbeitslager für Juden integraler Bestandteil der gesamten Judenverfolgung im besetzten Polen waren, sowohl in der Phase der „Judenpolitik“ bis Anfang 1942 als auch in der Phase der physischen Vernichtung. Die sich verändernde Verfolgungspraxis spiegelte sich in den Unterstellungsverhältnissen und im äußeren Aufbau der Lager, in den Arbeits- und Lebensbedingungen der Insassen, den Einfluss- und Betreuungsmöglichkeiten jüdischer Institutionen und in der Funktion der Lager.

Mittwoch, 24. Januar 2018 | 19.00 Uhr
Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
Britzer Straße 5
12439 Berlin-Schöneweide

Buchvorstellung und Lesung
Zygmunt Klukowski, Tagebuch aus den Jahren der Okkupation 1939–1944

Begrüßung und Einführung:
Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit

Grußworte:
Dariusz Pawłoś, Vorsitzender der Stiftung Polnisch-Deutsche Aussöhnung
Andrew Klukowski, Enkelsohn von Zygmunt Klukowski

Lesung:
Achim Buch, Schauspieler und Sprecher

Historischer Kommentar:
Dr. Ingo Loose, Historiker, Institut für Zeitgeschichte Berlin–München

Im Anschluss findet ein kleiner Empfang statt.

Zygmunt Klukowski, polnischer Arzt, Historiker und Sammler, schrieb während des Zweiten Weltkrieges fast täglich in seinem Tagebuch detailliert über die Ereignisse in der ostpolnischen Region Zamość. Er wollte damit Zeugnis ablegen über die „unerhörte Geschichte“ eines Gebiets, das Heinrich Himmler zum ersten deutschen Siedlungsgebiet und zum bevölkerungspolitischen Laboratorium für den „Generalplan Ost“ erklärt hatte.

Dieses wichtige zeithistorische Dokument ist nunmehr im Auftrag des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit erstmalig in deutscher Übersetzung erschienen.

Eine Veranstaltung des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit, der Stiftung Topographie des Terrors und des Metropol Verlags

Freitag, 27. Oktober 2017 | 19.30 Uhr
Literaturhaus Berlin (Kaminraum)
Fasanenstr. 23, 10719 Berlin

Buchvorstellung

Karl Heinz Roth im Gespräch mit Eberhard Rondholz über die Reparationsfrage

Karl Heinz Roth und Hartmut Rübner
Reparationsschuld. Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa
ISBN: 978-3-86331-265-7 | LP 29,90 €

Die Reparationsfrage ist nach wie vor ein brisantes und umstrittenes Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte. Während die großen Siegermächte in den ersten Nachkriegsjahren umfangreich entschädigt wurden, gingen die kleineren Länder Europas und zahlreiche Opfergruppen weitgehend leer aus. Zu ihnen gehörte auch Griechenland, das bis auf den heutigen Tag Entschädigungen für die Opfer der Massaker und die Ausplünderung seiner Volkswirtschaft einfordert.

Dr. Karl Heinz Roth, Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts, Mediziner und Historiker, ist Autor zahlreicher Bücher zur Zeitgeschichte.
Eberhard Rondholz, Journalist, war Redakteur beim WDR. Er hat zahlreiche Beiträge zu Griechenland und zur Reparationsfrage verfasst.

Eine Veranstaltung von exantas Berlin e.V. und des Metropol Verlags.

Freitag, 27. Oktober 2017 | 20.00 Uhr
Meininger Staatstheater
Kammerspiele
Bernhardstr. 5
98617 Meiningen

Lesung mit Musik

Jerzy Jurandot
Die Liebe sucht eine Wohnung
Eine Komödie aus dem Warschauer Getto
ISBN: 978-3-86331-333-3 | 16,00 €
Metropol Verlag 2017

Jerzy Jurandots (1911–1979) Liebeskomödie wurde im Januar 1942 im Warschauer Getto uraufgeführt– ein halbes Jahr vor dem Beginn der Deportationen ins Vernichtungslager Treblinka. Danach wurde das Stück nie wieder gespielt. Jurandot hatte seine Notizbücher im Getto vergraben, sodass der Stücktext erhalten geblieben ist. In die Öffentlichkeit gelangte die „Komödie“ jedoch erst durch die Recherchen des Schriftstellers David Safier. Seit Februar 2017 liegt der Text in deutscher Sprache vor.

Vortrag von Markus Roth: Theater im Getto
Aus dem Stück lesen: Elisabeth Stützer, Mandy Rudski, Vivian Frey, Yannick Fischer, Mira Elisa Goeres, Evelyn Fuchs
Gesang: Elisabeth Stützer
Klavier: Fiona Macleod

Dramaturgie: Anna Katharina Setecki

Donnerstag, 19. Oktober 2017 | 20 Uhr
Literaturforum im Brecht-Haus
Chausseestr. 125, 10115 Berlin

Buchvorstellung und Gespräch

Drangsaliert, verfolgt, verjagt – Opposition in der DDR
Wolfgang Benz im Gespräch mit Doris Liebermann

Doris Liebermann
Gespräche mit Oppositionellen
ISBN: 978-3-86331-318-0 | 24,00 €

Doris Liebermann studierte Theologie in Jena, als Wolf Biermann im Herbst 1976 ausgebürgert wurde. Sie selbst, engagiert in der Jungen Gemeinde, wurde vorübergehend festgenommen, exmatrikuliert und zusammen mit der „staatsfeindlichen Jenaer Gruppe“ und dem Schriftsteller Jürgen Fuchs nach West-Berlin ausgebürgert. Sie hatte Einreiseverbot in die DDR. Im Gespräch mit Wolfgang Benz berichtet sie über die Erfahrung der Opposition in einem Staat, der den Konsens über die richtige Gesellschaftsform erzwingen wollte und Dissidenten bestrafte.

Donnerstag, 28. September 2017 | 20.00 Uhr
Literaturforum im Brecht-Haus
Chausseestraße 125
10115 Berlin-Mitte

Lebenszeugnisse

Schwul- und Lesbischsein in der DDR – Heterosexualität als Bürgerpflicht

Wolfgang Benz im Gespräch mit Maria Borowski

Diskriminierung und Verfolgung gleichgeschlechtlich orientierter Sexualität überdauerten die NS-Zeit. Im Zeichen der Systemkonkurrenz wurden im Westen Homosexuelle als Agenten des Kommunismus denunziert, da die DDR gegenüber der Minderheit als liberaler galt und die einschlägigen Paragraphen früher als die BRD aus dem Gesetzbuch strich. Aber auch der Arbeiter- und Bauernstaat hatte Probleme mit seinen schwulen und lesbischen Bürgern, ebenso diese mit der Obrigkeit. Die Stasi betrachtete Organisierungsversuche der Szene als „Erscheinungsformen der politischen Untergrundtätigkeit“ und das Verhalten Homosexueller als „tendenziell konspirativ“. Maria Borowski hat in Interviews mit Männern und Frauen schwule und lesbische Lebenswelten im Sozialismus untersucht. Sie berichtet darüber im Gespräch mit Wolfgang Benz.

Eintritt: 5,– € / ermäßigt: 3,– €

http://lfbrecht.de/event/schwul-und-lesbischsein-in-der-ddr-heterosexualitaet-als-buergerpflicht/

Maria Borowski
Parallelwelten: Lesbisch-schwules Leben in der frühen DDR
ISBN: 978-3-86331-361-6
256 Seiten; 19,00 Euro

Donnerstag, 28. September 2017 | 18.00 Uhr
Café Vernunft, Haus 19, Stasi-Zentrale
Ruschestraße 109
10365 Berlin

Podiumsgespräch über Oppositionelle in der DDR mit Doris Liebermann und Stefan Brandt
Moderation: Sabine Kuder
Stefan Brandt ist einer der im Buch Porträtierten. 1958 flüchtete er mit Eltern und Geschwistern in den Westen, als sein Vater Heinz Brandt ins Visier der Machthaber geriet. Stefan Brandt erlebte als Kind die Flucht. Sein Vater wurde 1962 von der Stasi in die DDR entführt. Stefan Brandt wuchs mehrere Kindheitsjahre ohne seinen Vater auf.
Doris Liebermann
Gespräche mit Oppositionellen
ISBN: 978-3-86331-318-0 | 360 Seiten | 24,00 €
Metropol Verlag 2017
Eine Veranstaltung der Robert-Havemann-Gesellschaft in Kooperation mit dem Metropol Verlag.

Dienstag, 19. September 2017 | 20.00 Uhr
Polittbüro
Steindamm 45
20099 Hamburg

Teilnahmebeitrag: 10,00 Euro
(eine Teilnahme scheitert nicht am Geld)

Vortrag:
Reparationsschuld. Hypotheken der deutschen Völkermord- und Vernichtungspolitik im 20. Jahrhundert

Veranstalter: Polittbüro, Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg, Metropol Verlag,
Buchhandlung Seitenweise.
Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung.

Dreimal hat Deutschland im 20. Jahrhundert Vernichtungskriege geführt: in seinen südwest- und ostafrikanischen Kolonialgebieten, im Ersten Weltkrieg und im Zweiten Weltkrieg. Die dabei begangenen Verbrechen – bis hin zum Völkermord – an den Bevölkerungen der okkupierten Gebiete blieben weitgehend ungesühnt – strafrechtlich wie zivilrechtlich. Das Völkerrecht kennt jedoch keine Verjährung, und die ausgebliebene Entschädigung der Opfer und ihrer Nachkommen verhindert bis heute eine wirkliche Versöhnung. Beispiele sind die seit Jahren stagnierenden Verhandlungen mit Namibia bzw. den Herero und Nama sowie mit Griechenland und den übrigen Ländern der europäischen Peripherie.
Karl Heinz Roth umreißt das Ausmaß der von den Deutschen während der Kolonialkriege und der beiden Weltkriege angerichteten materiellen Zerstörungen und humanitären Schäden und thematisiert die deutsche Obstruktionspolitik in den Entschädigungsverhandlungen nach dem Zweiten Weltkrieg – insbesondere am Beispiel Namibias und Griechenlands. Zum Schluss stellt Roth eine abschließende Regelung der Reparationsfrage zur Diskussion, die zu einer wirklichen Versöhnung beitragen könnte.

Donnerstag, den 7. September 2017 | 19.30 Uhr
Berliner Rathaus | Wappensaal | Rathausstraße 15 | Berlin-Mitte
Festakt zur Übergabe der Festschrift für Martin Gutzeit – 65. Geburtstag und 25. Jubiläum als Landesbeauftragter

Begrüßung und Würdigung des Jubilars
Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin

Kurzvortrag Dr. Klaus Bästlein
Die Bedeutung der Gründung der Sozialdemokratischen Partei in der DDR

Podiumsdiskussion mit

Priv.-Doz. Dr. Siegfried Heimann, FU Berlin
Prof. Dr. Eckhard Jesse, TU Chemnitz
Markus Meckel, Mitbegründer der SDP | Außenminister a. D.
Dr. Klaus Bästlein

Moderation: Dr. Falco Werkentin, Stellv. Berliner Landesbeauftragter a. D.
Übergabe des ersten Exemplars

Martin Gutzeit. Ein deutscher Revolutionär.
Die Umwälzung in der DDR 1989/90

Festschrift zum 65. Geburtstag und 25. Jubiläum als Landesbeauftragter
Herausgegeben von Klaus Bästlein mit Markus Meckel, Armin Mitter, Falco Werkentin

382 Seiten | ISBN:978-3-86331-358-6 | 24,– €

Erwiderung des Jubilars: Martin Gutzeit hat das letzte Wort.
Anschließend kleiner Empfang

Montag, den 4. September 2017, 19.00 Uhr
Kontake | KOHTAKTbI | Feurigstr. 68 | 10827 Berlin

Buchvorstellung
Der deutsche Krieg um „Lebensraum im Osten“ 1939–1945
Ereignisse und Erinnerung

Podiumsgespräch mit:
Prof. Dr. Wolfgang Benz, Historiker, bis 2011 Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin
Dr. Peter Jahn, bis 2006 Leiter des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst

Peter Jahn | Florian Wieler | Daniel Ziemer (Hrsg.)
Der deutsche Krieg um „Lebensraum im Osten“ 1939–1945
Ereignisse und Erinnerung
Mit Beiträgen von Ulrich Herbert, Wolfgang Wippermann, Christoph Dieckmann, Johannes Hürter, Milan Ristović, Axel Schildt, Peter Jahn
195 Seiten | ISBN: 978-3-86331-359-3 | 19,– €

Mittwoch, 12. Juli 2017, 18 Uhr
Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung
Heinrich-Mann-Allee 107, Haus 17
14473 Potsdam

Buchvorstellung

Vortrag: Matthias Grünzig, Autor
Kommentar: Prof. Dr. Martin Sabrow, Direktor am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Matthias Grünzig
Für Deutschtum und Vaterland. Die Potsdamer Garnisonkirche im 20. Jahrhundert
ISBN: 978-3-86331-296-1 | 24,00 €

Mittwoch, 12. Juli 2017, 19 Uhr
Haus am Kleistpark
Grunewaldstraße 6–7

10823 Berlin

Katalogpräsentation: In den Raum zeichnen
Mit den Kuratorinnen Claudia Busching und Pomona Zipser sowie Nicola Kuhn (Der Tagesspiegel)

In den Raum zeichnen
umreißen – verdichten – spuren
Ausstellungskatalog mit Texten von Stefanie Endlich, Angela Lammert, Robert Kudielka, einem Interview von Monika Bartholomé mit Claudia Busching und Pomona Zipser sowie Fotos der Künstlerarbeiten und der drei Ausstellungen
ISBN: 978-3-86331-347-0 | 15,00 €

Dienstag, 11. Juli 2017, 18 Uhr
Landtag Brandenburg
Alter Markt 1

14467 Potsdam

Ausstellungseröffnung und Buchvorstellung
Die medizinische Versorgung durch Häftlinge im Frauen-KZ Ravensbrück

Grußworte: Dr. Insa Eschebach, Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
Karin Bergdoll, Projektleiterin, Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V.

Vortrag: Dr. Astrid Ley, Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen: „Das Dilemma von Häftlingsärztinnen und -ärzten in Konzentrationslagern“

Ramona Saavedra Santis und Christl Wickert
„… unmöglich, diesen Schrecken aufzuhalten“
Die medizinische Versorgung durch Häftlinge im Frauen-KZ Ravensbrück
ISBN: 978-3-86331-344-9 | 22,00 €

Donnerstag, 22. Juni 2017, 19 Uhr
Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Zweite Etage, Saal B
Stauffenbergstr. 13–14
10785 Berlin

Buchvorstellung

Miriam Schulz
Der Beginn des Untergangs
Die Zerstörung der jüdischen Gemeinden in Polen und das Vermächtnis des Wilnaer Komitees
ISBN: 978-3-86331-312-8 | 22,00 €

Dienstag, 20. Juni 2017, 19 Uhr
Topographie des Terrors
Niederkirchner Str. 8
10963 Berlin

Buchvorstellung und Lesung:

Zwangssterilisierte und Geschädigte der NS-„Euthanasie“ in der Bundesrepublik

Begrüßung: Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Grußwort: Günter Saathoff, Vorstand der Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft«
Lesung einzelner Biografien: Linn Sanders und Andreas Pfaffenberger, Schauspieler
Kommentar: Margret Hamm, Arbeitsgemeinschaft Bund der „Euthanasie“-Geschädigten und Zwangssterilisierten

Margret Hamm (Hrsg.)
Ausgegrenzt! Warum?
Zwangssterilisierte und Geschädigte der NS-„Euthanasie“ in der Bundesrepublik Deutschland

ISBN: 978-3-86331-335-7
239 S. | 19,00 €

Donnerstag, 15. Juni 2017, 19 Uhr
Berliner Medizinhistorisches Museum, Charité

Charitéplatz 1
10117 Berlin

Stasi an der Charité
Buchvorstellung und Podiumsdiskussion
mit Martin Gutzeit, Prof. Dr. Harald Mau, Dr. Helmut Müller-Enbergs
Moderation: Prof. Dr. Sabine Schleiermacher

Jutta Begenau
Staatssicherheit an der Charité
Der IM „Harald Schmidt“ und die „Sicherheitspolitik von Partei und Regierung“ an der Charité 1972 bis 1987

ISBN: 978-3-86331-349-4
376 S. | 24,00 €

Donnerstag, 15. Juni 2017, 19.30 Uhr
Kulturzentrum Pumpe
Haßstraße 22
24103 Kiel

Buchvorstellung | Griechenlandsolikomitee Kiel

Karl Heinz Roth und Hartmut Rübner: Reparationsschuld
Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

ISBN: 978-3-86331-265-7
645 S. | 29,90 €

Mittwoch, 14. Juni 2017, 18.30 Uhr
Zentrum Ökumene

Praunheimer Landstraße 206
60488 Frankfurt am Main

Buchvorstellung

Matthias Grünzig: Für Deutschtum und Vaterland
Die Potsdamer Garnisonkirche im 20. Jahrhundert

ISBN: 978-3-86331-296-1
383 S. | 24,00 €

Einführung: Dekanin Dr. Ursula Schoen
Vortrag Matthias Grünzig: Die Potsdamer Garnisonkirche
Michael Karg: Die Position der Martin-Niemöller-Stiftung
Moderation: Dr. Hermann Düringer

Dienstag, 13. Juni 2017, 19.30 Uhr
Stadtbibliothek Halle
Salzgrafenstraße 2
06108 Halle
Lesung und Gespräch mit Doris Liebermann und Heidi Bohley
Doris Liebermann
Gespräche mit Oppositionellen
ISBN: 978-3-86331-318-0
360 S. | 24,00 €

Freitag, 9. Juni 2017, 19 Uhr
Färberei
Peter-Hansen-Platz 1
42275 Wuppertal

Entschädigungszahlungen für Griechenland?
Buchvorstellung mit Karl Heinz Roth und Hartmut Rübner

Karl Heinz Roth und Hartmut Rübner
Reparationsschuld
Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

ISBN: 978-3-86331-265-7
645 S. | 29,90 €

Freitag, 26. Mai 2017, 14 Uhr
Emmaus-Kirche

Lausitzer Platz 8a
10997 Berlin

Streitfall: Garnisonkirche
Podiumsdiskussion mit Matthias Grünzig

Matthias Grünzig: Für Deutschtum und Vaterland
Die Potsdamer Garnisonkirche im 20. Jahrhundert

ISBN: 978-3-86331-296-1
383 S. | 24,00 €

Donnerstag, 25. Mai 2017, 18.05 Uhr

Jerzy Jurandot
Die Liebe sucht eine Wohnung
Eine Komödie aus dem Warschauer Ghetto
Mitwirkende
Andreas Helgi Schmid, Guido Gallmann, Maria Magdalena Wardzinska, Effi Rabsilber u. a.
Bearbeitung: David Safier
Regie: Hans Helge OttHörspielpremiere und Gespräch im
Theater am Goetheplatz
Goetheplatz 1-3
28203 BremenDer Text zu Jerzy Jurandots „Komödie“ ist im Februar 2017 im Metropol Verlag erschienen.
ISBN: 978-3-86331-333-3 · 159 Seiten · 16,00 €

Sonntag, 21. Mai 2017, 11:00 Uhr

Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne
Lippstädter Weg 26
33758 Schloß Holte-Stukenbrock

14.00 Uhr Podiumsgespräch mit Oliver von Wrochem: „Nationalsozialistische Täterschaft in der Familie“

„Spurensuche – Mut zur Verantwortung“ ist der diesjährige Schwerpunkt des Internationalen Museumtages. Ulrich Gantz hatte den Mut zur Verantwortung und suchte nach den Spuren eines Familienangehörigen, der im NS-Regime tätig war. Über seine Erfahrungen, Herausforderungen und Schwierigkeiten im Umgang mit der NS-Vergangenheit innerhalb der Familie spricht Ulrich Gantz mit Oliver von Wrochem, stellvertretender Leiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, in der Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne.

Oliver von Wrochem (Hrsg.)
unter Mitarbeit von Christine Eckel
Nationalsozialistische Täterschaften
Nachwirkungen in Gesellschaft und Familie

Reihe Neuengammer Kolloquien, Band 6

ISBN: 978-3-86331-277-0
535 Seiten | € 24.00

Dienstag, 9. Mai 2017, 19.00 bis 21.00 Uhr

Rathaus der Stadt Gießen
Hermann-Levi-Saal
Berliner Platz 1
35390 Gießen

Lesung aus

Jerzy Jurandot
Die Liebe sucht eine Wohnung
Eine Komödie aus dem Warschauer Getto

Die Schauspieler Anne-Elise Minetti und Roman Kurtz vom Stadttheater Gießen werden ausgewählte Szenen aus dem Stück vortragen. Anschließend werden Sascha Feuchert (Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur) und die Herausgeber des Buches Markus Roth (stellv. Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur) und David Safier im gemeinsamen Gespräch über das Stück und seinen Kontext sprechen.

Der Eintritt ist frei

Die Lesung ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Arbeitsstelle Holocaustliteratur und des Literarischen Zentrums Gießen (LZG) mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturamt der Stadt Gießen und die Ernst-Ludwig Chambré-Stiftung zu Lich

Donnerstag, 6. April 2017, 19 Uhr

DGB-Haus Berlin
Wilhelm-Leuschner-Saal
Keithstraße 1/3
10787 Berlin

Veranstalter: Initiative Deutschlands unbeglichene Schuld(en), DGB Berlin-Brandenburg, Berliner Gesellschaft für Faschismus- und Weltkriegsforschung e. V., Buchladen Schwarze Risse und Metropol Verlag

In den derzeitigen Verhandlungen der Europäischen Zentralbank, der EU-Kommission und des Internationalen Währungsfonds mit Griechenland über die Fortsetzung des Schuldendienstes fordert vorrangig Deutschland weitere Maßnahmen, die anhaltend zu Verarmung und wirtschaftlicher Ruinierung führen. Die eigenen Schulden infolge von Krieg, Vernichtung und Besatzung in den Jahren 1941 bis 1944 sind dabei längst unter den Tisch gekehrt. Die heutigen Gläubiger- und Machtverhältnisse sind jedoch ohne die Geschichte nicht denkbar. Nach dem Krieg wurde alles getan, um die offenen Forderungen nach Reparationen und Entschädigungen zahlreicher Opfergruppen und Länder abzuwehren. So auch die von Griechenland, das bis auf den heutigen Tag Entschädigungen für die Opfer der Massaker und für die Ausplünderung seiner Volkswirtschaft einfordert.
Karl Heinz Roth und Hartmut Rübner analysieren in diesem Arbeits- und Dokumentenband die Kontexte, die strategischen Optionen und Taktiken des deutschen Vorgehens, die in der Ausklammerung der Reparationsfrage aus dem De-Facto-Friedensvertrag von 1990 („Zwei-plus-Vier-Vertrag“) kulminierten.

– Eintritt frei –

Karl Heinz Roth/Hartmut Rübner
Reparationsschuld
Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

ISBN: 978-3-86331-265-7, Hardcover
Preis: 29.90 €

Dienstag, 28. März 2017, 19 Uhr

Topographie des Terrors Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
10963 Berlin

Antisemitismus im Deutschschweizer Protestantismus 1870–1950:
Diskurse, Konjunkturen, Transformationen

Vortrag: Dr. des. Thomas Metzger, St. Gallen, Schweiz
Moderation: Prof. Dr. Werner Bergmann, Berlin

Die Schweiz zeichnet sich nicht nur durch ihre sprachliche, sondern auch durch ihre konfessionelle Vielfalt aus. In der deutschsprachigen Schweiz war der Protestantismus im Untersuchungszeitraum von 1870 bis 1950 in sich noch einmal durch mehrere kirchenpolitische Richtungen und theologische Strömungen geprägt. Signifikant war insbesondere eine Polarisierung zwischen protestantischem Konservatismus und Liberalismus.
In seinem Vortrag analysiert Thomas Metzger antisemitische Diskurse und Feindbilder der verschiedenen protestantischen Gruppierungen und untersucht deren Konjunkturen und Transformationen sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Die judenfeindlichen Positionen im Deutschschweizer Protestantismus werden auch im Vergleich zum Antisemitismus in Deutschland diskutiert. Insbesondere wird für die Zeit zwischen 1933 und 1945 nach dem Einfluss des Nationalsozialismus auf Akzentverschiebungen innerhalb der antisemitischen Argumentationen im Deutschschweizer Protestantismus sowie nach Reaktionen auf die nationalsozialistische Politik der Verfolgung und Vernichtung der Juden gefragt.

Thomas Metzger ist Dozent für Geschichte und Co-Leiter der Fachstelle „Demokratiebildung und Menschenrechte“ an der Pädagogischen Hochschule St. Gallen.

Werner Bergmann, Soziologe, war Professor für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin und verantwortlicher Leiter des Forschungskollegs „Antisemitismus in Europa“.

– Eintritt frei –

Thomas Metzger
Antisemitismus im Deutschschweizer Protestantismus 1870 bis 1950:
Diskurse, Konjunkturen, Transformationen

Reihe: Studien zum Antisemitismus in Europa, Band 12

ISBN: 978-3-86331-340-1
Preis: 24.00 Euro

Samstag, 25. März 2017, 18 Uhr

Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
Kinosaal
Dittrichring 24
04109 Leipzig

Eine Veranstaltung der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ und des Metropol Verlags

Während ihrer langjährigen Beschäftigung als Rundfunkautorin führte die Autorin Doris Liebermann zahlreiche Interviews mit DDR-Oppositionellen. Das umfangreiche Tonmaterial, das sie für Radiosendungen zusammentrug, wurde nie in vollem Umfang ausgestrahlt. In ihrem neuen Buch veröffentlicht Doris Liebermann die Langfassung einiger besonders aussagekräftiger Interviews bekannter DDR-Oppositioneller.

Im Gespräch mit der Autorin berichten Rainer Eppelmann, Stefan Brandt und Lilo Fuchs (angefragt) über das Leben im SED-Staat und die Überwachung durch die Staatssicherheit.

Doris Liebermann, *1953, Studium der Slawistik und Theologie, wurde 1977 nach Protest gegen Biermann-Ausbürgerung mit der Jenaer Gruppe um den Schriftsteller Jürgen Fuchs nach West-Berlin ausgebürgert, Arbeit als Autorin und Journalistin.

– Eintritt frei –

Doris Liebermann
Gespräche mit Oppositionellen

ISBN: 978-3-86331-318-0
Preis: 24.00 €

Freitag, 24. März 2017, 19 Uhr

Bahnhof Langendreer
Studio 108
Wallbaumweg 108
44894 Bochum

Vortrag und Diskussion

Veranstalter: Hellas Solidarität, Occupy und Bahnhof Langendreer
http://bahnhof-langendreer.de/reparationsschuld.html

Karl Heinz Roth, Hartmut Rübner
Reparationsschuld

Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

ISBN: 978-3-86331-265-7
Preis: 29.90 Euro

Mittwoch, 22. März 2017, 19 Uhr

Villa Ichon
Saal 5, 1. Stock
Goetheplatz 4
28203 Bremen

Moderation: Norbert Schepers, Politikwissenschaftler, Geschäftsführer der Rosa-Luxemburg-Initiative

Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Initiative – Die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen, Sympáthia – deutsch-griechische Solidarität, Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts und Attac Bremen

http://www.rosa-luxemburg.com/wp-content/uploads/2017/02/170322-Flyer-VA-Reparationsschuld.pdf

Karl Heinz Roth, Hartmut Rübner
Reparationsschuld

Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

ISBN: 978-3-86331-265-7
Preis: 29.90 Euro

Sonntag den 19. März 2017, 18 Uhr

Filmforum im Museum Ludwig
Bischofsgartenstraße 1
50667 Köln

SALONIKA – city of ghosts
Filmvorführung und Podiumsdiskussion

Thessaloniki, einst das Jerusalem des Balkans genannt und heutige Metropole Nordgriechenlands, ist Protagonistin der Kurzdokumentation „Salonika – A city with amnesia“. Längst vergessen sind die jüdischen Hafenarbeiter, die Tänze der Derwische und Rufe der Imame. Die Kurzdokumentation soll die Geschichte und den Einfluss der Muslime und Juden in Thessaloniki aufarbeiten, die das Leben der Stadt neben den Christen bis 1942 kulturell und gesellschaftlich prägten.

D/GR/ENG 2017, 12 Min, HD, Buch & Regie: Max Geilke und Mario Forth

Filmvorführung und anschließendes Gespräch mit den Filmemachern Mario Forth und Max Geilke sowie Podiumsdiskussion mit der Historikerin Rena Molho (Der Holocaust der griechischen Juden, Dietz Verlag 2016) und dem Sozialwissenschaftler Dr. Karl Heinz Roth (Reparationsschuld. Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa, Metropol Verlag 2017).

Veranstalter: Eyedolon Pictureworks, in Kooperation mit ΠΟΠ-Initiativgruppe griechische Kultur, A und A Kulturstiftung, Stadt Köln – Referat für Popkultur und Filmkultur

Weitere Infos: Eyedolon Pictureworks, Michael Steinwand, Tel: 0221-220-64307125

Karl Heinz Roth, Hartmut Rübner
Reparationsschuld

Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

ISBN: 978-3-86331-265-7
Preis: 29.90 Euro

Dienstag, 14. März 2017, 19 Uhr

Kulturzentrum Pavillon
Kleiner Saal
Lister Meile 4
30161 Hannover

Reparationsschuld. Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa
Buchvorstellung und Gespräch mit Karl Heinz Roth

Veranstalter: Griechenland-Solidarität-Hannover, Projekt Moderner Sozialismus und ver.di-Bildungswerk
http://www.griechenland-solidaritaet-hannover.de/vorschau

Karl Heinz Roth, Hartmut Rübner
Reparationsschuld

Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa

ISBN: 978-3-86331-265-7
Preis: 29.90 Euro

15. Februar 2017, 19 Uhr

KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora
Kohnsteinweg 20
99734 Nordhausen

Buchvorstellung

Wolfgang Benz/Brigitte Mihok (Hrsg.)
„Juden unerwünscht“
Anfeindungen und Ausschreitungen nach dem Holocaust

ISBN: 978-3-86331-305-0
Preis: 19.00 Euro

14. Februar 2017, 19 Uhr

Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen

Erinnerungsort Topf & Söhne
Sorbenweg 7
99099 Erfurt

Moderation: Rebekka Schubert

Buchvorstellung

Wolfgang Benz/Brigitte Mihok (Hrsg.)
„Juden unerwünscht“
Anfeindungen und Ausschreitungen nach dem Holocaust

ISBN: 978-3-86331-305-0
Preis: 19.00 Euro

13. Februar 2017, 19 Uhr

Rathaus Gießen (Hermann-Levi-Saal)
Berliner Platz 1
35390 Gießen

Buchvorstellung und Lesung

Moderation: Heidrun Helwig (Gießener Anzeiger)

Gemeinschaftsveranstaltung des Vereins Criminalium e. V. und der Arbeitsstelle Holocaustliteratur an der JLU Gießen

Ruth Barnett
Nationalität: Staatenlos
Die Geschichte der Selbstfindung eines Kindertransportkindes

Studien und Dokumente zur Holocaust- und Lagerliteratur, Band 3

ISBN: 978-3-86331-309-8
Preis: 19.00 Euro

Als Vierjährige gelangte Ruth Barnett 1939 mit ihrem Bruder in einem Kindertransport nach Großbritannien. Der jüdische Vater entkam nach Shanghai, während die nicht-jüdische Mutter in Deutschland blieb. Erst zehn Jahre später sah Barnett ihre Eltern wieder.
Unter dem Titel „Person of No Nationality. A Story of Childhood Loss and Recovery“ erschienen Barnetts Erinnerungen an ihre Kindheit bereits 2009 in England. Anschaulich erzählt sie darin von ihrer schwierigen Existenz als heimat- und staatenloses Mädchen in der Fremde, von ihren Jahren in Heimen und Pflegefamilien. Nach dem Krieg wurde Ruth gegen ihren Willen nach Deutschland zu ihren Eltern zurückgeholt, durfte aber nach England zurückkehren als deutlich wurde, wie unwohl sie sich in Deutschland und bei ihren leiblichen Eltern, von denen sie sich völlig entfremdet hatte, fühlte. Deutschland besuchte sie von da an nur noch in den Ferien. Nach dem Studium heiratete Ruth ihren jüdischen Freund und konvertierte zum Judentum. Sie bekamen drei Kinder und 2008 feierten sie goldene Hochzeit. Ruth Barnett war 19 Jahre lang Lehrerin und 28 Jahre lang als Psychotherapeutin tätig. Bis heute erzählt sie ihre Geschichte häufig in Schulklassen und vor Studenten.
Anfang Dezember 2016 erschien das Buch nun auch erstmals in deutscher Übersetzung in der gemeinsamen Schriftenreihe der Ernst-Ludwig Chambré-Stiftung und der Arbeitsstelle Holocaustliteratur „Studien und Materialen zur Holocaust- und Lagerliteratur“ unter dem Titel „Nationalität: Staatenlos. Die Geschichte der Selbstfindung eines Kindertransportkindes“ im Metropol-Verlag.

Seit Ursula Krechels Roman „Landgericht“ ist Barnetts Lebensgeschichte einer großen Leserschaft bekannt. Der Roman erzählt den Lebensweg der Familie des jüdischen Richters Richard Korinther – er war der Vater von Ruth Barnett. Mit Ruth Barnetts Bericht liegt nun die Geschichte auch aus der Sicht der Tochter vor. Das ZDF hat den preisgekrönten Roman von Ursula Krechel 2016 unter der Regie von Matthias Glasner verfilmt. Der Zweiteiler wurde Anfang Februar 2017 im ZDF ausgestrahlt.

9. Februar 2017, 19 Uhr

Logenhaus (Johannisloge „Zur unverbrüchlichen Einigkeit“)
Moorweidenstr. 36 
20146 Hamburg

Buchvorstellung

Prof. Dr. Frank Bajohr (Zentrum für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte in München)
und Dr. Beate Meyer (Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg)
stellen die Neuerscheinung der Landeszentrale für politische Bildung vor:

Beate Meyer (Hrsg.)
Deutsche Jüdinnen und Juden in Ghettos und Lagern (1941–1945)
Lodz. Chelmno. Minsk. Riga. Auschwitz. Theresienstadt

ISBN: 978-3-86331-314-2
Preis: 19.00 Euro

Noch immer ist weitgehend unbekannt, unter welchen Bedingungen die deutsch-jüdischen Deportierten in Ghettos und Lagern lebten, welche Stellung sie in der jeweiligen Häftlingsgesellschaft einnahmen und wie sie selbst ihre Situation reflektierten. Ausgewiesene Forscherinnen und Forscher gehen in ihren Beiträgen diesen Fragen für größere und bekanntere Ghettos und Lager nach, in die deutsche Jüdinnen und Juden ab Oktober 1941 deportiert wurden. Zudem geben Biografien (aus dem Projekt „Stolpersteine in Hamburg – biographische Spurensuche) Einblick in die Lebensgeschichten der Betroffenen vor und während der nationalsozialistischen Verfolgung.

22. Januar 2017, 11 Uhr

Haus der Wannsee-Konferenz
Am Großen Wannsee 56–58 
14109 Berlin

Buchvorstellung mit Mark Roseman, Otto Dov Kulka, Hans-Christian Jasch und Christoph Kreutzmüller

Hans-Christian Jasch/Christoph Kreutzmüller (Hrsg.)
Die Teilnehmer
Die Männer der Wannsee-Konferenz

ISBN: 978-3-86331-306-7
Preis: 24.00 Euro

Aufgrund der begrenzten Platzzahl ist eine vorherige Anmeldung
unter: office@ghwk.de bis 13.01.2017 erforderlich!

17. Januar 2017, 20 Uhr

Akademie der Künste
Pariser Platz 4 
10117 Berlin

Akademie-Dialog

Wolfgang Benz im Gespräch mit Jeanine Meerapfel
Wer nicht erinnert, wiederholt die Fehler.

Zum Auftakt der neuen Reihe der Akademie-Dialoge diskutieren der Historiker und Vorurteilsforscher Wolfgang Benz und die Filmemacherin und Akademie-Präsidentin Jeanine Meerapfel über Xenophobie und Feindbilder anhand des 2016 von Wolfgang Benz und Brigitte Mihok herausgegebenen Buches „Juden unerwünscht“. Erörtert werden die Abneigung gegen die Opfer des Genozids und die Gründe dafür sowie der Vergleich zur heutigen Angst vor Muslimen. Inwieweit kann man sagen, dass der Mangel an juristischer Aufarbeitung und die Unterlassungssünden der Vergangenheit zu neuen Feindbildern, neuen Ressentiments in Deutschland geführt haben?
Das Publikum ist eingeladen, sich nach einer Weile an dem Austausch zu beteiligen.

Wolfgang Benz/Brigitte Mihok (Hrsg.)
„Juden unerwünscht“
Anfeindungen und Ausschreitungen nach dem Holocaust

ISBN: 978-3-86331-305-0
Preis: 19.00 Euro

Eintritt: 5.00 Euro (ermäßigt: 3.00 Euro)
Kartenreservierung: Tel. (030) 200 57-1000, ticket@adk.de

16. Januar 2017, 20.00 Uhr

Stadtteilarchiv Eppendorf
Julius-Reincke-Stieg 13a
20251 Hamburg

Buchpräsentation, Filmausschnitte und Gespräch

Barbara Brix im Gespräch mit Oliver von Wrochem
Stadtteilarchiv Eppendorf/Kulturhaus Eppendorf in Zusammenarbeit mit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme,
im Rahmen der Woche des Gedenkens in Hamburg-Nord

Der stellvertretende Leiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Oliver von Wrochem stellt an diesem Abend das Buch „Nationalsozialistische Täterschaften. Nachwirkungen in Gesellschaft und Familie“ vor. Er spricht über den wissenschaftlichen Ertrag für die Täterforschung und die Motivation für die Nachkommen von NS-TäterInnen, sich ihrer Familiengeschichte zu stellen. Es werden Ausschnitte aus dem Interview mit Barbara Brix gezeigt, in denen sie über ihre Auseinandersetzung mit NS-Täterschaft in der eigenen Familie und ihre Motivation, sich an dem Buch- und Filmprojekt zu beteiligen spricht.

Oliver von Wrochem (Hrsg.)
Nationalsozialistische Täterschaften
Nachwirkungen in Gesellschaft und Familie

Reihe Neuengammer Kolloquien, Band 6

Unter Mitarbeit von Christine Eckel

ISBN: 978-3-86331-277-0
Preis: 24.00 Euro

Donnerstag, 15. Dezember 2016, 18 Uhr

Botschaft der Tschechischen Republik in Berlin
Wilhelmstraße 44
10117 Berlin

Ravensbrück Rückblicke 2016
Bilder, Lesung, Musik. Benefizveranstaltung

Moderation: Dr. Jacqueline Boysen, Freie Journalistin, Berlin
Musikalische Begleitung: Ivana Bilej Brouková, Sopran Ursula Meyer, Klavier

Buchvorstellung

Johanna Kootz (Hrsg.)
Lidia Beccaria Rolfi/Anna Maria Bruzzone
Als Italienerin in Ravensbrück
Politische Gefangene berichten über ihre Deportation und ihre Haft im Konzentrationslager

ISBN: 978-3-86331-324-1
432 Seiten; 24.00 Euro

Die Spenden werden in diesem Jahr für die Restaurierung des Taschentuches von Milena Jesenská eingesetzt. Das Taschentuch wurde von Gefangenen in Ravensbrück angefertigt und ihr aus Anlass ihres 47. Geburtstages am 10. August 1943 übergeben.

Dienstag, 6. Dezember 2016, 19.00 Uhr

ANTISEMITISMUS IN EUROPA 1879–1945
Eine Vortragsreihe (Teil 2)

Topographie des Terrors
Niederkirchnerstraße 8
10963 Berlin-Kreuzberg

Antisemitismus in Deutschland und Italien im Vergleich
Begrüßung: Prof. Dr. Andreas Nachama (Stiftung Topographie des Terrors, Berlin)
Vortrag: Prof. Dr. Ulrich Wyrwa (ZfA, Berlin)
Moderation: Prof. Dr. Werner Bergmann (ZfA, Berlin)

Eine Veranstaltungsreihe der Stiftung Topographie des Terrors und dem Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin (ZfA) in Verbindung mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Ulrich Wyrwa
Gesellschaftliche Konfliktfelder und die Entstehung des Antisemitismus
Das Deutsche Kaiserreich und das Liberale Italien im Vergleich

ISBN: 978-3-86331-273-2
448 Seiten; 24.00 Euro

Dienstag, 29. November 2016, 20 Uhr

Justus-Liebig-Universität Gießen (Biologischer Hörsaal, Haupteingang, 2. Stock)
Ludwigstraße 23
35390 Gießen

Die Hessische Landeszentrale für politische Bildung und die Arbeitsstelle Holocaustliteratur laden
am 29. November 2016 um 20 Uhr zur Buchvorstellung und Diskussion „Gerüchte – Hetze – Hass. Verliert die demokratische Gesellschaft ihre Mitte?“ mit Prof. Dr. Wolfgang Benz, ehemaliger Leiter des Zentrum für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin, ein.
Moderieren wird den Abend Anika Binsch (Arbeitsstelle Holocaustliteratur).

Wolfgang Benz

Fremdenfeinde und Wutbürger
Verliert die demokratische Gesellschaft ihre Mitte?

ISBN: 978-3-86331-301-2
300 Seiten; 19.00 Euro

Montag, 28. November 2016, 13 Uhr

The Wiener Library for the Study of the Holocaust and Genocide
29 Russell Square
London
WC1B 5DP

PhD and a Cup of Tea: Wiener Library Documents Section 532
The Committee to Collect Materials on the Destruction of Polish Jewry, 1939

We’re delighted to welcome Ph.D. candidate, Miriam Schulz, to discuss her research on the Wiener Library’s
Documents Section 532 –– the archive of the as yet unknown, first Jewish historical committee documenting
the Holocaust in Eastern Europe.

Miriam Schulz
Der Beginn des Untergangs
Die Zerstörung der jüdischen Gemeinden in Polen und das Vermächtnis des Wilnaer Komitees

ISBN: 978-3-86331-312-8
308 Seiten; 22.00 Euro

Mittwoch, 23. November 2016, 13.30 Uhr

NS-Dokumentationszentrum
Appellhofplatz 23-25
Köln-Innenstadt

Hürtgenwald – eine einzigartige Erinnerungslandschaft NS-DOK legt Dokumentation zur Geschichtspolitik in der Nordeifel vor

Das NS-DOK legt mit dem dritten Band seiner Reihe „Veröffentlichungen“ im Metropol Verlag nun eine kritische Bestandsaufnahme vor, die sich deutlich von dem bis heute einseitigen und mythendurchsetzten Schrifttum der Region abhebt. Der reich illustrierte Band zeichnet die Geschichte der Erinnerungskonflikte nach, wägt das historische und touristische Potenzial der „Erinnerungslandschaft Hürtgenwald“ ab und gibt Hinweise zu ihrer Veränderung und Weiterentwicklung. Als Bestandsaufnahme und kritische Würdigung hat das Buch exemplarische Bedeutung auch für andere Regionen der Bundesrepublik, in denen die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg lebendig und umstritten ist.

Bei einer Pressekonferenz stehen Ihnen Dr. Karola Fings, stellvertretende Direktorin des NS-DOK,
und Frank Möller, Gesellschaft für interdisziplinäre Praxis e.V., als die Herausgeber des Bandes,
sowie der Bürgermeister der Gemeinde Hürtgenwald, Axel Buch,
und Dr. Werner Jung, Direktor des NS-DOK, als Gesprächspartner zur Verfügung.

Karola Fings/Frank Möller (Hrsg.)
Hürtgenwald – Perspektiven der Erinnerung
Veröffentlichungen des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, Band 3
ISBN: 978-3-86331-317-3
239 Seiten, 134 Abbildungen, 22.00 Euro

Dienstag, 22. November 2016, Einlass ab 19 Uhr

Literaturforum im Brecht-Haus
Chausseestraße 125
10115 Berlin

Das Vermächtnis des Wilnaer Komitees. Die ersten Zeugnisse des Holocaust

Wolfgang Benz im Gespräch mit Miriam Schulz

Ende 1939 floh eine Gruppe jüdischer Schriftsteller und Journalisten aus dem besetzten Polen nach Wilna, um den Untergang der polnischen Juden für die Nachwelt zu dokumentieren. Im Ergebnis entstand die früheste Sammlung von Zeugnissen der Shoah. Ähnliche Archive wurden später in den Ghettos Bialystok, Kaunas und Litzmannstadt/Lodz angelegt, berühmt ist die von Emanuel Ringelblum begründete Sammlung in Warschau. Das Wilnaer Komitee, dessen Bedeutung für die Historiografie des Holocaust im Mittelpunkt des Abends steht, war lange vergessen. Die Berliner Historikerin Miriam Schulz, Autorin des neu erschienenen Buches „Der Beginn des Untergangs. Die Zerstörung der jüdischen Gemeinden in Polen und das Vermächtnis des Wilnaer Komitees“, stellt ihre diesbezüglichen Studien vor.

Eintritt: 5,- € / ermäßigt: 3,- €

Miriam Schulz
Der Beginn des Untergangs
Die Zerstörung der jüdischen Gemeinden in Polen und das Vermächtnis des Wilnaer Komitees

ISBN: 978-3-86331-312-8
308 Seiten; 22.00 Euro

Donnerstag, 17. November 2016, 19 Uhr

Buchvorstellung

Stiftung Topographie des Terrors
Niederkirchnerstraße 8
10963 Berlin

Vorstellung des Buches:
Wolfgang Benz (Hrsg.):
„Gemeinschaftsfremde“
Zwangserziehung im Nationalsozialismus, in der Bundesrepublik und der DDR

Donnerstag, 27. Oktober 2016, 18 Uhr

Buchvorstellung

Landeshaus des Landschaftsverbandes Rheinland Köln-Deutz
Kennedy-Ufer 2
50679 Köln

Vorstellung des Buches: Uwe Kaminsky/Thomas Roth:
Verwaltungsdienst, Gesellschaftspolitik und Vergangenheitsbewältigung nach 1945
Udo Klausa, Direktor des Landschaftsverbandes Rheinland (1954–1975)

Mittwoch, 26. Oktober, 2016, 19 Uhr

Ausstellungseröffnung

NS-Dokumentationszentrum München
Brienner Straße 34
80333 München

Eröffnung der Ausstellung
„Die Verfolgung der Sinti und Roma in München und Bayern
1933–1945“

Begrüßung: Dieter Reiter, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München
Grußwort: Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma
Zur Ausstellung: Prof. Dr. Winfried Nerdinger, NS-Dokumentationszentrum München
Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Metropol Verlag

Ausstellung 27. Oktober 2016 – 29. Januar 2017

Mittwoch, 26. Oktober 2016, 19 Uhr

Buchvorstellung

NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Appellhofplatz 23–25
50667 Köln

Oliver von Wrochem unter Mitarbeit von Christine Eckel (Hrsg.)
Nationalsozialistische Täterschaften
Nachwirkungen in Gesellschaft und Familie

535 Seiten, 24,00 €, mit DVD (Film)Podiumsdiskussion: Nationalsozialistische Täterschaften.
Nachkommen stellen sich ihrer NS-Familiengeschichte

Mit Oliver von Wrochem und Alexandra SenfftModeration Peter Pogany-WnendtEine Veranstaltung des Arbeitskreises für Intergenerationelle Folgen des Holocausts, ehem. PAKH e.V., in Zusammenarbeit mit dem NS-DOK. Treffpunkt: EL-DE-Haus | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00