Gesamtverzeichnis


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Katerina Capková, Michal Frankl, Piotr Kendziorek, Ferenc Laczó, Andreas Reinke

Die „Judenfrage“ in Ostmitteleuropa

Historische Pfade und politisch-soziale Konstellationen
24.00 

Das Schlagwort „Judenfrage“ fand im 19. Jahrhundert Eingang in die politischen Auseinandersetzungen vieler Länder Europas. Nichtjuden wie Juden, Philosemiten wie Antisemiten, Liberale, Konservative und Sozialisten benutzten es, um ihre jeweiligen Positionen zur Gleichstellung der Juden darzulegen, aber auch, um allgemeine Fragen des jeweiligen nationalen Selbstverständnisses zu verhandeln. Ihre Dynamik entfalteten die Debatten um die „Judenfrage“ nicht nur aus traditionellen, religiös fundierten antijüdischen Ressentiments oder ökonomischem Konkurrenzdenken heraus. Ursächlich waren – so die zentrale These der hier vorgelegten Studien – die grundlegenden Umbruchprozesse, die sich mit dem Übergang von der ständischen zur bürgerlichen Gesellschaft, der Staaten- und Nationsbildung und der Industrialisierung in weiten Teilen Europas vollzogen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2015 ISBN:
978-3-86331-191-9
481 Seiten

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Johannes Heil, Annette Weber (Hrsg.)

Ersessene Kunst – Der Fall Gurlitt

19.00 

Der Fall Gurlitt war über den Skandal hinaus auch Symptom für den bis heute ungenügenden Umgang mit den Folgen des NS-Kunstraubs. Die Beiträge des Bandes, die auf eine Tagung in Heidelberg vom Januar 2014 zurückgehen, erhellen die Geschichte der Sammlung Gurlitt und befassen sich mit Kunsthandel und Museumspraxis vor und nach 1945. Sie verhandeln rechtliche und ethische Dimensionen des „Schwabinger Kunstfundes“, seine Bedeutung für die Provenienzforschung und die Restituierungspraxis im Kontext des deutschen und internationalen Rechts.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2015 ISBN:
978-3-86331-229-9
240 Seiten

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Sebastian Bischoff, Frank Oliver Sobich

Feinde werden

Zur nationalen Konstruktion existenzieller Gegnerschaft: Drei Fallstudien
24.00 

Das 20. Jahrhundert war ein Jahrhundert nationaler Feindbilder. Und wiewohl das Zeitalter der Extreme mit 1989 zu Ende gegangen sein soll, gibt es wenig Hinweise darauf, dass das 21. Jahrhundert das Zeitalter der allgemeinen, vorurteilslosen Menschenverbrüderung und -verschwisterung wird. Feindbilder sind darum ein wichtiges Thema, nicht nur für Historiker und Historikerinnen. Die Autoren wollen anhand eines Blickes in die Geschichte der Feindbildkonstruktion entlang dreier Fallbeispiele – China 1900, Südwestafrika 1904–1907, Belgien 1914 – einen Beitrag zu der Frage leisten, wie und warum eine nationale Öffentlichkeit Menschengruppen zu existenziellen Gegnern erklärt.

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978-3-86331-154-4
361 Seiten

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Gedenkstättenpädagogik

Kontext, Theorie und Praxis der Bildungsarbeit zu NS-Verbrechen
22.00 

Herausgegeben von Elke Gryglewski, Verena Haug, Gottfried Kößler, Thomas Lutz und Christa Schikorra im Auftrag der AG Gedenkstättenpädagogik

Seit vielen Jahren sind Gedenkstätten für die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen auch Lernorte. Der vorliegende Band gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Bildungsarbeit vor Ort. Er beleuchtet die gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen, führt in grundsätzliche Debatten ein und stellt die vielfältige pädagogische Arbeit ebenso wie ein breites Spektrum an Gedenkstätten vor. Als Bindeglied zwischen Theorie und Praxis wendet sich das Buch an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Gedenkstätten, an Lehrkräfte in Schulen und außerschulischen Einrichtungen sowie an Studierende.

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978-3-86331-243-5
363 Seiten

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Andrea Quitz

Staat · Macht · Moral

Die medizinische Ethik in der DDR
24.00 

Die Medizinethik der DDR unterlag in besonderem Maße ideologischer Einflussnahme: Als sozialistische Gesellschaftswissenschaft stand sie im Spannungsfeld zwischen Staatsdoktrin, medizinspezifischen und philosophischen Werten. Unter Zuhilfenahme theoretischer Ansätze, die allgemein Aufklärung über das Zusammenwirken von Macht und Moral geben, und basierend auf einer umfassenden Auswertung medizinethischer Primärliteratur der DDR diskutiert die vorliegende Studie die Herausforderungen für Moral in der Diktatur. Sie sucht Antworten auf die Frage, wie es möglich war, dass Ethiker und Ethikerinnen, deren tägliches Geschäft die Moraltheorie war, selbst moralisch fragwürdig handelten. Dokumente der Staatssicherheit machen zudem eine enge Verstrickung zwischen Staat und Vertretern der Medizinethik offensichtlich.

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978-3-86331-242-8
440 Seiten

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Martin Ahrends (Hrsg.)

Verführung, Kontrolle, Verrat Das MfS und die Familie

Zeitzeugen berichten
19.00 

Schriftenreihe der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Band 6

Die Menschen in der DDR waren auch in ihrem Privatleben mit Manipulation, Verführung, Einschüchterung und „Zersetzung“ durch die Staatssicherheit konfrontiert. Selbst Beziehungen zwischen Geschwistern, Kindern und Eltern, unter Ehe- und Liebespaaren wurden vom MfS instrumentalisiert. Die Einsicht, dass die hier versammelten Geschichten vom „sozialen Gift“ dieser Eingriffe keine Einzelfälle und nicht nur Privatsache sind, sondern in den öffentlichen Diskurs um die Erbschaft der DDR gehören, hat sich in den letzten Jahren bei vielen Betroffenen durchgesetzt. Gleichviel, wie sie sich heute politisch bewertet finden, werden Opfer und Täter als Menschen erkennbar: in ihrer Befangenheit, ihrer Verletzung und Wut, ihrer Resignation, ihrem Verzeihen.

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978-3-86331-245-9
232 Seiten

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Bilder kollektiver Gewalt – Kollektive Gewalt im Bild

Annäherungen an eine Ikonographie der Gewalt. Für Werner Bergmann zum 65. Geburtstag
24.00 

Herausgegeben von
Michael Kohlstruck, Stefanie Schüler-Springorum und Ulrich Wyrwa

Kollektive Gewalttätigkeiten im Medium des Bildes sind das Thema des Bandes. Aufsätze zu antisemitischer Gewalt nehmen zwar einen besonders prominenten Rang ein, die Beiträge sind aber nicht auf Gewalt gegen Juden beschränkt. Intention ist es vielmehr, diese als Moment einer allgemeinen Gewaltgeschichte hervortreten zu lassen.
Wie wird Gewalt ins Bild gesetzt? Welche spezifische Botschaft geht von visuellen Gewaltdarstellungen aus? In welchem Verhältnis stehen Bildpräsentationen zu anderen Überlieferungen von Gewaltereignissen und Gewalterzählungen?
Räumlich sind die Beiträge auf Europa konzentriert, sie führen von Berlin-Zehlendorf über Celle, Heiligengrabe, Nürnberg und Frankfurt am Main bis nach Oslo, Kopenhagen, Paris, Bratislava, Budapest, Mailand, Barcelona oder Istanbul, bieten aber auch Ausblicke nach Amerika und Afrika. Zeitlich reichen die dargestellten Ereignisse vom späten Mittelalter bis in die jüngste Gegenwart.
Die Autorinnen und Autoren der 27 Beiträge kommen aus den Geschichts-, Sozial-, Politik- und Kulturwissenschaften.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2015 ISBN:
978-3-86331-248-0
368 Seiten

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Anja Reuss

Kontinuitäten der Stigmatisierung

Sinti und Roma in der deutschen Nachkriegszeit
19.00 

Während die Alliierten nach dem Sieg über das NS-Regime bemüht waren, Antisemitismus aus der deutschen Gesellschaft zu bannen, blieben Antiziganismus und die nationalsozialistischen Verbrechen an den Sinti und Roma weitgehend unbeachtet. Die Überlebenden sahen sich in den ersten Nachkriegsjahren vor die Aufgabe gestellt, sich eine neue Existenz aufzubauen und einen Umgang mit dem Verlust ihrer Angehörigen und ihren eigenen traumatischen Erfahrungen zu finden. Doch politische und gesellschaftliche (Ausgrenzungs-)Mechanismen prägten ihr Leben auch nach der Befreiung. Im Kontakt mit deutschen Behörden, aber auch mit der Bevölkerung wurden Kontinuitäten restriktiver Politik gegenüber Sinti und Roma offenbar. Diskriminierung und Ablehnung beeinflussten den Neuanfang beziehungsweise das Weiterleben der Minderheit entscheidend.

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978-3-86331-240-4
253 Seiten

Zvi Aviram Cover Druck
Zvi Aviram

Mit dem Mut der Verzweiflung

Mein Widerstand im Berliner Untergrund 1943–1945
19.00 

Herausgegeben von Beate Kosmala und Patrick Siegele

Reihe Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden, Band 6

Zvi Aviram wurde 1927 als Heinz Abrahamsohn in Berlin geboren. Nach der Deportation seiner Eltern am 27. Februar 1943 tauchte der 16-Jährige auf eigene Faust unter. Er fand Kontakt zu der Widerstandsgruppe Chug Chaluzi, die kurz zuvor von jüdischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Berlin gegründet worden war und in der er fortan aktiv mitwirkte. Auch zu einem kommunistischen Kreis hatte er Verbindung. Während seiner Odyssee durch verschiedene Verstecke wurde er zweimal verhaftet. In den letzten Kriegstagen, als er um sein Leben bangte, wurde er überraschend aus dem Gefängnis des Sammellagers in der Schulstraße in Berlin-Wedding entlassen. Nach der Befreiung gelangte er auf abenteuerlichen Wegen nach München, wo er für die Jewish Agency tätig war, bis er 1948 nach Palästina auswandern konnte.

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978-3-86331-237-4
223 Seiten

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Michael Kraus

Tagebuch 1942–1945

Aufzeichnungen eines Fünfzehnjährigen aus dem Holocaust. Aus dem Tschechischen von Kristina Kallert
19.00 

Studien und Dokumente zur Holocaust- und Lagerliteratur, Band 1

Direkt nach seiner Befreiung verfasst der Jugendliche Michael Kraus seine Erinnerungen, die heute ein Zeugnis von unmittelbarer Eindringlichkeit sind. Mit dem Blick des Kindes in zahlreichen Zeichnungen und mit der Sprache eines überwältigt um Worte Ringenden beschreibt Kraus die Stationen seines Leidens und Verlustes: Theresienstadt, Auschwitz und Mauthausen.

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978-3-86331-236-7
143 Seiten

Genest Cover Druck
Andrea Genest (Hrsg.)

Damit die Welt es erfährt …

Illegale Dokumente polnischer Häftlinge aus dem Konzentrationslager Ravensbrück
19.00 

Mit einem Vorwort von Wanda Kiedrzynska
Aus dem Polnischen übersetzt von Inge Gerlinghoff und Barbara Lubos-Kroll

Reihe Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 14

„Unabhängig davon, ob wir nun zurückkehren oder nicht, muss doch die Geschichte der Polinnen in Ravensbrück und überhaupt die Geschichte des ganzen Lagers möglichst genau und in vollem Umfang an das Tageslicht gelangen, wahrhaftig und unverfälscht.“
Zofia Pocilowska, Brief vom 9. Oktober 1943

Polnische Häftlinge schmuggelten Nachrichten aus dem Frauen- Konzentrationslager Ravensbrück. Kriegsgefangene aus dem Stalag II A Fünfeichen bei Neubrandenburg hielten Kontakt zu den Frauen, leiteten ihre Informationen weiter und unterstützten sie mit Lebensmitteln, Literatur oder Arzneimitteln. Einige der Briefe an die Kriegsgefangenen aus dem Jahr 1943 wurden später bei Neubrandenburg aufgefunden; sie waren neben Listen mit den Namen erschossener Polinnen und von Opfern medizinischer Experimente, Gedichten, einer Zeichnung und einer geschnitzten Miniatur in einem wasserdicht verschlossenen Medizinglas vergraben. 1980 wurden die Dokumente in Polen herausgegeben, der vorliegende Band macht sie der deutschsprachigen Öffentlichkeit zugänglich.

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978-3-86331-235-0
240 Seiten

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Hermann Kaienburg

Der Militär- und Wirtschaftskomplex der SS im KZ-Standort Sachsenhausen-Oranienburg

Schnittpunkt von KZ-System, Waffen-SS und Judenmord
24.00 

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 16

Ab 1936 siedelten die Nationalsozialisten bei Oranienburg nordöstlich von Berlin einen ausgedehnten Komplex verschiedenartiger Einrichtungen an: das KZ Sachsenhausen, die Inspektion der Konzentrationslager und den Führungsstab der Totenkopfverbände, Truppenteile der Waffen-SS, Nachschublager, Wirtschaftsbetriebe sowie zwei Wohnanlagen für SS-Angehörige. Entstehung, Hintergründe und Ziele des Organisationszentrums lagen bisher weitgehend im Dunkeln. Hermann Kaienburg geht in seiner umfassenden Studie der Geschichte des Militär- und Wirtschaftskomplexes nach.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2015 ISBN:
978-3-938690-03-1
428 Seiten

2. Aufl.


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Ines Reich, Maria Schultz (Hrsg.)

Sprechende Wände

Häftlingsinschriften im Gefängnis Leistikowstraße Potsdam
29.90 

Reihe Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 13

Im ehemaligen sowjetischen Untersuchungsgefängnis Leistikowstraße Potsdam haben sich 1500 Inschriften erhalten. Sie stammen vor allem von Deutschen und Sowjetbürgern, die die sowjetische militärische Spionageabwehr nach dem Zweiten Weltkrieg an diesem Ort unter menschenunwürdigen Bedingungen inhaftierte. Nach wie vor ist unbekannt, wie viele Personen der Geheimdienst an diesem Ort inmitten der Geheimdienststadt „Militärstädtchen Nr. 7“ in Potsdam zwischen 1945 und 1991 festhielt. Die Namenseinritzungen im Haftkeller des ehemaligen Gefängnisses sind in vielen Fällen die letzten Lebenszeichen von Frauen, Männern und Jugendlichen, die am Ende der Stalin-Ära von sowjetischen Militärtribunalen zum Tode verurteilt, nach Moskau verschleppt und dort erschossen wurden. Ihre Inhaftierung im Gefängnis Leistikowstraße konnte erstmals belegt und die Hintergründe der Verhaftungen im Kontext des Kalten Krieges ausführlicher dargelegt werden. Die Dokumentation der Inschriften liefert einen Beitrag zur Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels der Besatzungszeit. Ausgehend von den Inschriften und auf Basis umfangreicher Archivrecherchen in Deutschland, Russland, Polen und den USA rekonstruieren die Autoren 49 Schicksale ehemaliger deutscher Inhaftierter und liefern einen eigenen Beitrag zu den russischsprachigen Inschriften.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2015 ISBN:
978-3-86331-147-6
464 Seiten

Hardcover


Lesebuch Ohm Cover Druck

Zwischen Tod und Freiheit

Überlebende berichten von den letzten Tagen als Häftlinge des Konzentrationslagers Sachsenhausen 1944/45
19.00 

Ausgewählt, bearbeitet und kommentiert von Ursula Breymayer und Bernd Ulrich

Reihe ÜberLebenszeugnisse, Band 7

Mehr als 200 000 Häftlinge aus über 40 Ländern waren vom Sommer 1936 bis zur Befreiung im Frühjahr 1945 im Hauptlager des KZ Sachsenhausen oder in einem der rund 100 Außenlager inhaftiert. Mehrere Zehntausend überlebten die Lagerhaft nicht. In der Nacht zum 21. April 1945 begann die SS, das Lager aufzulösen. Über 33 000 Häftlinge, darunter Frauen und Kinder, wurden in Richtung Nordwesten getrieben. Unterwegs starben Hunderte von ihnen an Entkräftung oder wurden von SS-Angehörigen ermordet. Für die meisten Überlebenden endete der Todesmarsch zwischen dem 3. und 6. Mai 1945 im Raum Parchim–Ludwigslust– Schwerin. Etwa 3000 in Sachsenhausen zurückgebliebene Häftlinge hatten sowjetische und polnische Soldaten bereits am 22./23. April 1945 befreit. Das Lesebuch versammelt Zeugnisse von Häftlingen des KZ Sachsenhausen über die letzten Monate und Tage im Lager, den Todesmarsch und die Befreiung, ergänzt um erläuternde Kommentare und biografische Informationen.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2015 ISBN:
978-3-86331-239-8
197 Seiten

Kempken Einspruch Cover Druck
Katharina Kempken (Hrsg.)

„Einspruch gegen die Gültigkeit der Wahl!“

Die Kommunalwahlen in der DDR im Jahr 1989
16.00 

Tagungsband
Herausgegeben im Auftrag des Thüringer Archivs für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“

Freie und geheime Wahlen sind Voraussetzung und Grundpfeiler einer jeden Demokratie. Sie stellen jene grundlegende Form politischer Partizipation dar, über die einzelne Bürger die politische Richtlinie ihres Landes mitbestimmen können. Politische Teilhabe in Form von freien und geheimen Wahlen war auch wesentlicher Bestandteil der Forderungen friedlich protestierender Bürger der DDR im Herbst 1989. Die Ereignisse um die Aufdeckung der gefälschten Kommunalwahlen im Mai 1989 stellen im Bewusstsein vieler ehemaliger Akteure eine Zäsur dar, die sie zum Handeln bewegte. Mit der Tagung „Einspruch gegen die Gültigkeit der Wahl!“ – Die Kommunalwahlen in der DDR im Jahr 1989 beleuchtete das ThürAZ diesen weitgehend unbeachteten Aspekt der Friedlichen Revolution.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2015 ISBN:
978-3-86331-234-3
159 Seiten

Templin Ukraine Cover Druck
Christiane Schubert, Wolfgang Templin

Dreizack und Roter Stern

Geschichtspolitik und historisches Gedächtnis in der Ukraine
19.90 

Christiane Schubert und Wolfgang Templin stellen eine andere Sicht auf die Ukraine als Nachbarstaat Russlands vor. Das russische System unter Wladimir Putin untermauert seinen Herrschaftsanspruch gegenüber der Ukraine mit historischen Argumenten. Die Annexion der Krim, die Unterstützung separatistischer und terroristischer Kräfte im Osten der Ukraine und der unerklärte Krieg im Donbass markieren eine Ideologie, die dem „kleinrussischen Bruder“ jede wirkliche Selbstständigkeit abspricht und ihn als ewigen Teil des eigenen Imperiums sieht.
Die Studie folgt dem Weg der Ukraine, die lange Zeit ohne eigenen Staat blieb. Mit dem Zerfall der Sowjetunion und der unabhängigen Ukraine erreichten Nationalbewegung und damit verbundene Identitätskonflikte eine neue Stufe. Der orangene Majdan von 2004 und der Euro-Majdan des Jahres 2014 dokumentieren das Ringen um eine moderne Staatsbürgernation, die sich auf ihrem Weg nach Europa ethnonationalistischer Enge und postsowjetischer Prägung entzieht.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2015 ISBN:
978-3-86331-232-9
224 Seiten

Benz Trawniki Cover Druck
Angelika Benz

Handlanger der SS

Die Rolle der Trawniki-Männer im Holocaust
24.00 

Die Trawniki-Männer gehörten zu den „fremdvölkischen“ Hilfstruppen im Dienst des NS-Regimes. Die überwiegend unter sowjetischen Kriegsgefangenen rekrutierten und im SS-Ausbildungslager Trawniki angelernten Männer hatten maßgeblich Anteil an der Umsetzung der „Aktion Reinhardt“. Meist pauschal als Ukrainer oder Hilfswillige bezeichnet, handelte es sich tatsächlich um eine sehr heterogene Gruppe. Die Studie diskutiert erstmals ihre Rolle als Werkzeug der SS, ihre Motive und Handlungsräume.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2015 ISBN:
978-3-86331-203-9
309 Seiten

JHK 2015 Cover_Schmal
Ulrich Mählert (Hrsg.)

Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2015

29.00 

Herausgegeben von Ulrich Mählert, Jörg Baberowski, Bernhard H. Bayerlein, Bernd Faulbach, Erhard Neubert, Peter Steinbach, Stefan Triebst und Manfred Wilke im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Die kommunistischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts versprachen Frauen Emanzipation und politische Teilhabe. Doch weder in der Zeit der Opposition noch an der Macht gelang es ihren Parteien und Organisationen, dem selbst gestellten Anspruch gerecht zu werden. Dies verdeutlichen die Beiträge zum Schwerpunkt des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung 2015.
Während Frauen auf lokaler Ebene in den kommunistischen Regimen den Männern zunehmend gleichgestellt waren, galt dies keineswegs für die höheren und höchsten Ränge der Nomenklatur von Partei, Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Auch lösten sich patriarchale Denkmuster und Strukturen nur langsam auf, blieben Kindererziehung und Haushalt letztlich Sache der Frauen.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2015 ISBN:
978-3-86331-225-1
319 Seiten

IHRA Killing Sites Cover Druck
International Holocaust Remembrance Alliance (ed.)

Killing Sites

Research and Remembrance
16.00 

IHRA series, vol. 1

More than 2,000,000 Jews were killed by shooting during the Holocaust at several thousand mass killing sites across Europe. The International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) aims to raise awareness of this centrally important aspect of the Holocaust by bringing together organizations and individuals dealing with the subject. This publication is the first relatively comprehensive and up-to-date anthology on the topic that reflects both the research and the fieldwork on the killing sites.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2015 ISBN:
978-3-86331-233-6
234 Seiten

Apelt Umbrueche 1989 Cover Druck
Andreas H. Apelt, Robert Grünbaum, Martin Gutzeit (Hrsg.)

Umbrüche und Revolutionen in Ostmitteleuropa 1989

16.00 

Das Ende der kommunistischen Diktatur prägt unsere Gegenwart bis heute. Die Umbrüche, getragen vom Wunsch nach Freiheit und Demokratie, wurden maßgeblich von den Freiheitsbewegungen in den ostmitteleuropäischen Ländern eingeleitet. 25 Jahre nach der Friedlichen Revolution werden in vorliegendem Band Gemeinsamkeiten und spezifische nationale Besonderheiten der Bürgerrechtsbewegungen in Ostmitteleuropa herausgearbeitet. Im Fokus stehen die DDR, Ungarn, Polen und die CSSR.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2015 ISBN:
978-3-86331-228-2
160 Seiten

Coppi Majchrzak Sonnenburg_Cover
Hans Coppi, Kamil Majchrzak (Hrsg.)

Das Konzentrationslager und Zuchthaus Sonnenburg

19.00 

Sonnenburg symbolisiert wie kaum ein anderer Ort Beginn und Ende der zwölf Jahre währenden Schreckensherrschaft des NS-Regimes. Als eine der größten frühen Folter- und Haftstätten im Deutschen Reich wurde das Konzentrationslager Sonnenburg Anfang April 1933 eingerichtet. Nach dessen Auflösung im Frühjahr 1934 fungierte die Haftstätte als Zuchthaus. Von 1942 bis 1944 waren hier über 1500 Häftlinge aus dem besetzten Westeuropa und Norwegen inhaftiert, die aufgrund des Nacht-und-Nebel-Erlasses vom 7. Dezember 1941 verschleppt worden waren. Mit dem Näherrücken der Roten Armee wurde die Evakuierung der Haftanstalt angeordnet. In der Nacht vom 30. zum 31. Januar 1945 erschoss ein 17-köpfiges SS-Kommando 819 Häftlinge. Erstmals widmet sich eine Publikation der in der deutschen Erinnerungskultur weitgehend unbekannten Geschichte des Konzentrationslagers und Zuchthauses Sonnenburg von 1933 bis 1945. Die einhundert Kilometer von Berlin entfernte polnische Gemeinde Slonsk, das frühere Sonnenburg, ist mit dem neu gestalteten Museum und dem Friedhof mit den 16 Massengräbern ein europäischer Gedenk- und Mahnort.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2015 ISBN:
978-3-86331-227-5
240 Seiten

Fava Cover Druck
Rosa Fava

Die Neuausrichtung der Erziehung nach Auschwitz in der Einwanderungsgesellschaft

Eine rassismuskritische Diskursanalyse
24.00 

Seit Ende der 1990er-Jahre hat sich ein erziehungswissenschaftlicher Diskurs darüber entwickelt, dass das Lernen über den Nationalsozialismus „anders“ konzipiert werden müsse, um „die Migrantenkinder“ zu „erreichen“, ihnen „die Rolle des Holocaust“ zu vermitteln und sie zu „integrieren“. Dabei kommt eine Reihe von quasi selbstverständlichen Annahmen und Setzungen zum Ausdruck: „Migrantenkinder“ stünden jenseits der NS-Erinnerung, es gebe eine deutsche Art und Weise des Lernens über den Nationalsozialismus, „Migranten“- und „Nichtmigrantenkinder“ seien offensichtlich unterscheidbar u. a. Die rassismuskritisch fundierte Diskursanalyse arbeitet das Bild von Migrantenkindern vor dem Hintergrund des allgemeinen Migranten-Diskurses heraus und hat zum Ergebnis, dass Migranten primär als Gegenbild zu Deutschen konzipiert werden. Im Zentrum stehen dabei das Fehlen beziehungsweise Bestehen familienbiografischer Involvierung in Schuld. Im Sprechen über Migranten wird das deutsche Selbstverständnis verhandelt, die nationale Identität als Aufarbeitungsgemeinschaft, die aus den NS-Verbrechen gelernt habe.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2015 ISBN:
978-3-86331-202-2
397 Seiten

Meyer_Klatt_Cover Schutzumschlag
Winfried Meyer

Klatt

Hitlers jüdischer Meisteragent gegen Stalin: Überlebenskunst in Holocaust und Geheimdienstkrieg
49.90 

Im Krieg gegen die Sowjetunion von 1941 bis 1945 bezog der Generalstab des deutschen Heeres den Großteil seiner Informationen von einem Agenten, der in der Abwehr als „der Jude Klatt“ bekannt war. Der ehemalige Wiener Immobilienmakler Richard Kauder arbeitete unter dem Decknamen Klatt als V-Mann für den militärischen Geheimdienst des NS-Regimes, um sich und seine Mutter vor Verfolgung und Ermordung zu schützen. Beide galten nach den NS-Gesetzen als „Volljuden“.
Winfried Meyer schildert das aufregende Leben Richard Kauders in seinen wechselnden zeitgeschichtlichen Kontexten von der k. u. k.-Monarchie bis zum Österreich des Kalten Krieges. Grundlage für die umfassende Studie sind die Akten der Geheimdienste diverser Staaten. Geklärt wird u. a. die Herkunft von Klatts legendären „Max“-Meldungen, die die deutschen Generalstäbe für kriegswichtig erklärt hatten und nach deren Quellen die Geheimdienste der Alliierten bis weit in die Nachkriegszeit vergeblich fahndeten. Die Meldungen des V-Manns Klatt blieben für sie „eines der größten Rätsel des Krieges“.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2015 ISBN:
978-3-86331-201-5
1287 Seiten

Garbe_Cover
Detlef Garbe

Neuengamme im System der Konzentrationslager

Studien zur Ereignis- und Rezeptionsgeschichte
24.00 

Reihe Neuengammer Kolloquien, Band 5

Das 1938 in den Hamburger Landgebieten errichtete KZ Neuengamme entwickelte sich im Zweiten Weltkrieg mit 86 Außen lagern und mehr als 100 000 Häftlingen zum größten Konzentrationslager in Nordwestdeutschland. Während die Häftlinge bei Kriegsende in die „Auffanglager“ Bergen-Belsen, Sandbostel und Wöbbelin gebracht wurden oder bei der Bombardierung der KZ-Schiffe „Cap Arcona“ und „Thielbek“ in der Lübecker Bucht starben, fanden die britischen Befreier in Neuengamme, das als einziges der KZ-Hauptlager vollständig von Häftlingen geräumt war, einen Ort vor, der die dort verübten Verbrechen weitgehend verbarg. Dies und die 55-jährige Nachnutzung als Gefängnis führten dazu, dass das KZ Neuengamme weitgehend in Vergessenheit geriet. Erst Anfang der 1980er-Jahre hat sich dies geändert. Heute umfasst die Gedenkstätte nahezu das gesamte ehemalige Lagergelände mit 17 erhaltenen KZ-Gebäuden, fünf Dauerausstellungen und einem Studienzentrum.
Die Einzelstudien dieses Bandes behandeln Geschichte und Nachgeschichte des KZ Neuengamme in ihren Zusammenhängen: im Verhältnis zur Stadt Hamburg, im System der Konzentrationslager, im Blickwinkel unterschiedlicher Akteure und im Kontext der bundesdeutschen Erinnerungskultur. Detlef Garbe, der seit 1989 die KZ-Gedenkstätte Neuengamme leitet, blickt zurück auf die Verwandlung eines Unortes zu einem Lernort. Er sieht in der Entwicklung der Gedenkstätten eine Erfolgsgeschichte, die heute allerdings mit neuen Herausforderungen und mit geschichtspolitischem Gegenwind konfrontiert ist.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2015 ISBN:
978-3-86331-220-6
517 Seiten

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Michael Becker, Dennis Bock, Henrike Illig (Hrsg.)

Orte und Akteure im System der NS-Zwangslager

Ergebnisse des 18. Workshops zur Geschichte und Gedächtnisgeschichte nationalsozialistischer Konzentrationslager
22.00 

Der Sammelband fasst die Ergebnisse des 18. Workshops zur Geschichte und Gedächtnisgeschichte nationalsozialistischer Konzentrationslager zusammen, der im Sommer 2012 in Bremen stattfand. Die Beiträge von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern aus Tschechien, Deutschland und den USA beantworten anhand von Einzelstudien unter anderem Fragen nach kollektiven Ordnungen, sozialen Beziehungen, Prozessen und Dynamiken im NS-Zwangslagersystem sowie nach dessen Erinnerung im Kontext von politischem, sprachlichem und fotografischnarrativem Handeln.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2015 ISBN:
978-3-86331-226-8
284 Seiten

Gelieu Cover
Claudia von Gélieu

Barnimstraße 10

Das Berliner Frauengefängnis 1868–1974
22.00 

Mehr als einhundert Jahre diente das Gefängnis in der Berliner Barnimstraße 10 als zentrale Haftanstalt für Frauen. Seine Geschichte vom Kaiserreich über die Weimarer Republik, den Nationalsozialismus bis in die DDR spiegelt eindrücklich den Frauenstrafvollzug unter verschiedenen politischen Systemen wider.
Claudia von Gélieu geht den besonderen Gründen und Bedingungen für die Einrichtung von Frauengefängnissen nach, sie stellt die Unterschiede bei den Haftgründen und im Strafvollzug von Frauen und Männern dar und porträtiert prominente Gefangene wie Rosa Luxemburg, Widerstandskämpferinnen gegen das NS-Regime wie Olga Benario und Häftlinge des SED-Staates. Sie befragte ehemalige Insassinnen und wertete literarische Zeugnisse und umfangreiches Aktenmaterial aus. Zahlreiche neue Erkenntnisse sind in die erweiterte Neuauflage eingeflossen, die aus Anlass der Eröffnung der Gedenkstätte für das Frauengefängnis erscheint.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2014 ISBN:
978-3-86331-224-4
318 Seiten

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Insa Eschebach (Hrsg.)

Das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück

Neue Beiträge zur Geschichte und Nachgeschichte
24.00 

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 12

Die Forschung zur Geschichte des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück hat sich in den vergangenen zwei Dekaden geradezu sprunghaft entwickelt. Dieser Band versammelt neue Studien zu einzelnen Häftlingsgruppen aus West- und Osteuropa, aber auch aus den USA. Weitere Beiträge schildern das Schicksal von Frauen, die als „Zigeunerinnen“, „Geltungsjüdinnen“, „Mischehefrauen“ oder britische Agentinnen verfolgt wurden oder denen man „Verkehr mit Fremdvölkischen“ vorwarf.
Gegenstand der Beiträge sind darüber hinaus der Alltag, die Kultur und die religiöse Praxis im Konzentrationslager Ravensbrück. Historische Quellen wie Fotografien und Zeichnungen sind ebenso Thema wie Fragen der Repräsentation und der Erinnerungsgeschichte.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2014 ISBN:
978-3-86331-216-9
341 Seiten

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Monika Schmidt

Die jüdischen Aktionäre des Zoologischen Gartens zu Berlin

Namen und Schicksale
19.00 

Im Herzen der Metropole gelegen, war der Zoologische Garten zu Berlin, in dessen Actien-Verein sich in außergewöhnlich hohem Maß das assimilierte Berliner Judentum engagierte, vor 1933 zu einem Ort der Begegnung, Zerstreuung und Repräsentanz des großstädtischen Bürgertums avanciert. Hier trafen sich die Aktionärsfamilien und genossen den Zoo als attraktive kulturelle Vergnügungsstätte und Enklave der Erholung.
1933 kam es zu einem jähen Bruch, als Aufsichtsrat und Vorstand des Zoos vorauseilend den Ausschluss der jüdischen Aufsichtsratsmitglieder, der jüdischen Aktionäre und schließlich der jüdischen Besucher betrieben. Sein vom jüdischen Aktionärskreis entscheidend mitgeprägtes Gesicht verlor der Zoologische Garten im Nationalsozialismus unwiederbringlich.
Die Schicksale der jüdischen Aktionäre und ihrer Familien, ihre Erfahrung der Ausgrenzung und Verfolgung ab 1933 werden in diesem Buch in Biografien nachgezeichnet.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2014 ISBN:
978-3-86331-223-7
216 Seiten

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Stefan Heinz, Siegfried Mielke (Hrsg.)

Emigrierte Metallgewerkschafter im Kampf gegen das NS-Regime

36.00 

Reihe Gewerkschafter im Nationalsozialismus. Verfolgung – Widerstand – Emigration, Band 3

Unter Mitarbeit von Julia Pietsch

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten und der Zerschlagung der freien Gewerkschaften im Frühjahr 1933 gingen zahlreiche Metallgewerkschafter in die Emigration. Nicht wenige organisierten sich dort in gewerkschaftlichen Widerstandsgruppen wie zum Beispiel in der „Auslandsvertretung der deutschen Gewerkschaften“, später in den „Landesgruppen deutscher Gewerkschafter“ in Schweden und Großbritannien, im „Koordinationsausschuss deutscher Gewerkschaftler in Frankreich“ oder in den „Deutschen Sprachgruppen“ der französischen Gewerkschaftsbewegung. Die Metallgewerkschafter einte der Wille, das NS-Regime aus dem Ausland zu bekämpfen und den Krieg zu beenden. Oft hielten sie Verbindung ins Reich und unterstützten den Widerstand vor Ort. Dieser biografische Sammelband erinnert an den Widerstand und die Verfolgung von emigrierten Funktionären der Metallgewerkschaften der Weimarer Republik. Zugleich werden Aktivitäten bedeutender gewerkschaftlicher Exil-Gruppen beleuchtet.

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978-3-86331-210-7
876 Seiten

Jochem
Gerhard Jochem, Georg Seiderer (Hrsg.)

Entrechtung, Vertreibung, Mord

NS-Unrecht in Slowenien und seine Spuren in Bayern 1941–1945
19.00 

Die Geschichte der deutschen Okkupation Sloweniens zwischen 1941 und 1945 gehört zu den letzten weißen Flecken der NS-Forschung. Die Autoren des Sammelbandes – Historiker, Journalisten und Zeitzeugen aus Slowenien und Deutschland – bieten erstmals in deutscher Sprache eine umfassende und kompakte Darstellung der widersprüchlichen Aspekte nationalsozialistischer Besatzungspolitik in dem Alpenstaat und ihrer Konsequenzen im „Altreich“ am Beispiel Bayerns. Im Spannungsfeld zwischen den rassistischen Wahnvorstellungen Himmlers, den Interessen der Gauleiter Kärntens und der Steiermark als Chefs der Zivilverwaltung sowie den militärischen und wirtschaftlichen Begehrlichkeiten des Reiches wurde die einheimische Bevölkerung zum Spielball unterschiedlicher Machtfaktoren. Ihre Wege führten in die Gefängnisse und Konzentrationslager, zu den Partisanen oder zur „Eindeutschung“ in die Verbannung fern ihrer Heimat.

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978-3-86331-217-6
348 Seiten

2. Auflage