Gesamtverzeichnis


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Andreas H. Apelt, Robert Grünbaum

Das letzte Jahr der DDR

Von der Volkskammerwahl zur Wiedervereinigung
14.00 

Über 40 Jahre dauerte es, bis ein Parlament in der DDR frei gewählt werden konnte. Wie kam es zu der ersten demokratischen Wahl in der DDR? Wie handlungsfähig waren Volkskammer und die letzte Regierung der DDR? Wie setzten sie die Gestaltung der parlamentarischen Demokratie um? Vor welchen politischen, administrativen und persönlichen Herausforderungen standen die Abgeordneten und die Regierungsmitglieder auf dem Weg zur Wiedervereinigung? Im 25. Jubiläumsjahr der Deutschen Einheit werfen Zeitzeugen und Experten in vorliegender Publikation einen analytischen Blick auf die bewegte Übergangszeit vom 18. März 1990 bis zum 3. Oktober 1990.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2015 ISBN:
978-3-86331-260-2
145 Seiten

Morsch IKL Cover dt Druck
Günter Morsch, Agnes Ohm (Hrsg.)

Die Zentrale des KZ-Terrors

Die Inspektion der Konzentrationslager 1934–1945
24.00 

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 47

Im Frühjahr 1934 unterstellten die Nationalsozialisten alle Konzentrationslager einer neu geschaffenen Dienststelle der SS: der „Inspektion der Konzentrationslager“ (IKL). Im Auftrag des Reichsführers SS Heinrich Himmler verwaltete die IKL 32 Hauptlager mit über 1000 Nebenlagern. Von 1938 bis Kriegsende residierte die IKL in einem von Häftlingen erbauten repräsentativen Gebäude am Rande des KZ Sachsenhausen in Oranienburg. Etwa 100 SS-Männer entschieden hier über Ernährung, Bekleidung und Unterbringung der Häftlinge, über Transporte und Todesmärsche, über Strafen und Hinrichtungen, Zwangsarbeit, medizinische Experimente und Massenmorde.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2015 ISBN:
978-3-86331-251-0
352 Seiten

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Wolfgang Benz, Peter Eckel, Andreas Nachama (Hrsg.)

Kunst im NS-Staat

Ideologie, Ästhetik, Protagonisten
24.90 

Welche Rolle spielte Kunst für das NS-Regime? Welchen Verlockungen und welchen Zwängen unterlagen die Künstlerinnen und Künstler des „Dritten Reichs“ und wie gingen sie damit um? Gibt es eine spezifisch „nationalsozialistische Kunst“? Welche Freiräume gab es? Welches Vakuum hinterließen die emigrierten bzw. mit Berufsverbot bedachten Künstler?
Der Band fasst die Ergebnisse einer Veranstaltungsreihe in der Topographie des Terrors in Berlin zusammen, die der staatlich geförderten und gefeierten Kunst im „Dritten Reich“ gewidmet war. Die 28 von Fachexperten verfassten Beiträge präsentieren die Ergebnisse. Sie beschäftigen sich im Überblick sowie in exemplarischer Vertiefung mit den Gattungen Bildende Kunst, Literatur, Theater und Tanz, Film, Architektur und Musik sowie der Politik der diesen Gattungen zugeordneten Einzelkammern der Reichskulturkammer.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2015 ISBN:
978-3-86331-264-0
472 Seiten

Hardcover


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Marco Brenneisen, Christine Eckel, Laura Haendel, Julia Pietsch (Hrsg.)

Stigmatisierung – Marginalisierung – Verfolgung

Beiträge des 19. Workshops zur Geschichte und Gedächtnisgeschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager
22.00 

Der Sammelband präsentiert Ergebnisse des 19. Workshops zur Geschichte und Gedächtnisgeschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Die Beiträge widmen sich Facetten und Kontinuitäten der staatlichen wie (lager-)gesellschaftlichen Stigmatisierung und Marginalisierung von im Nationalsozialismus verfolgten Gruppen und beleuchten das Spektrum unterschiedlicher NS-Zwangslager. Aus geschichtswissenschaftlicher, soziologischer, politologischer, bauhistorischer und erziehungswissenschaftlicher Perspektive werden Leerstellen in Historiografie und Erinnerungskultur aufgezeigt.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2015 ISBN:
978-3-86331-257-2
267 Seiten

Morsch IKL Cover engl schmal
Günter Morsch, Agnes Ohm (ed.)

The administrative centre of the concentration camp terror

The concentration camps inspectorate 1934 –1945 An exhibition at the historical site
24.00 

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 48

In the spring of 1934, the National Socialists made all concentration camps subject to a newly created office of the SS: the „Inspectorate of Concentration Camps“ (IKL). On behalf of the Reichsführer SS Heinrich Himmler, the IKL managed 32 main camps with over 1000 satellite camps. From 1938 to the end of the war, the IKL resided in a prestigious house built by prisoners on the edge of Sachsenhausen Concentration Camp in Oranienburg. Today, it is the most important building preserved from that era that bears witness to the masterminds behind the National Socialist terror. About 100 SS men here decided on inmates‘ food, clothing and housing, on transports to other camps and death marches, on punishments and executions, forced labour, medical experiments and mass murder. The catalogue contains all the texts and numerous illustrations from the permanent exhibition „The administrative Centre of the Concentration Camp Terror. The Concentration Camps Inspectorate 1934—1945.

An exhibition at the historical site“.

Download cover Inhaltsverzeichnis October 2015 ISBN:
978-3-86331-252-7
352 Seiten

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Peter Jochen Winters

Den Mördern ins Auge gesehen

Berichte eines jungen Journalisten vom Auschwitz-Prozess 1963–1965
19.00 

ZeitgeschichteN, Band 14

Am 20. August 1965 endete vor dem Landgericht Frankfurt am Main nach 183 Verhandlungstagen der Auschwitz-Prozess mit der Verkündung des Urteils. Der Prozess gilt als Wegmarke der deutschen Geschichte: der noch nicht beendeten ernsthaften Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit als „Gerichtstag halten über uns selbst“ (Fritz Bauer).
Peter Jochen Winters (Jahrgang 1934) hat als Redakteur der Wochenzeitung „Christ und Welt“ den Prozess besucht und darüber geschrieben. Das Buch enthält seine damaligen Beiträge, die heute Zeitzeugenberichte sind. Ergänzt werden sie durch spätere Artikel des Autors zu Auschwitz aus der F. A. Z. Im Anhang finden sich zudem Auszüge aus dem Frankfurter Urteil, der Zeugenaussage des SS-Richters Konrad Morgen und dem Urteil des Obersten Gerichts der DDR im Verfahren gegen den Auschwitz-Arzt Dr. Horst Fischer

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2015 ISBN:
978-3-86331-253-4
236 Seiten

Der Kreml_Karner
Stefan Karner, Mark Kramer, Peter Ruggenthaler, Manfred Wilke (Hrsg.)

Der Kreml und die deutsche Wiedervereinigung 1990

Interne sowjetische Analysen
24.00 

Der Fall der Berliner Mauer 1989 und die deutsche Wiedervereinigung 1990 haben die Landkarte Zentraleuropas nachhaltig verändert. Die NATO rückte bis an die polnische Grenze. Warum stimmte Gorbatschow einer NATO-Mitgliedschaft des vereinten Deutschland zu? Mit dem Zerfall des Warschauer Paktes entstand an der Peripherie der Sowjetunion ein militärisches Machtvakuum. Neue russische Dokumente aus den Schaltzentren sowjetischer Politik, verschollen geglaubte Tagebuch-Notizen engster Berater der Sowjetführung, die Aufzeichnungen der Gespräche und Interventionen führender deutscher Oppositionspolitiker in Moskau gegen die Linie Kohls machen deutlich, wie schmal der Grat war, auf dem die Vereinigung schließlich gelang.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2015 ISBN:
978-3-86331-254-1
372 Seiten

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Peter Lange

Ein amerikanischer Europäer

Die zwei Leben des Dirigenten Hans Schwieger
24.00 

Der Dirigent Hans Schwieger stand 1933 vor einer großen Karriere. Sein Aufstieg wurde jäh unterbrochen, weil er eine jüdische Ehefrau hatte. Nach Zwischenstationen in Danzig und Tokio emigrierte er 1938 in die USA, wo ihm nach schwierigen Anfängen eine zweite Karriere gelang. In den 1950er-Jahren wurde er zu einem der wichtigsten Orchesterleiter seiner Zeit und für die klassische Musik zu einer Schlüsselfigur im europäisch- amerikanischen Kulturtransfer. Peter Langes Biografie über Hans Schwieger handelt von einem sehr lesenswerten und bislang unbekannten Kapitel der Exilgeschichte nach 1933. Sie entreißt ein Jahrhundertleben der Vergessenheit, das es wert ist, im kollektiven Gedächtnis festgehalten zu werden.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2015 ISBN:
978-3-86331-249-7
467 Seiten

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Ingeborg Szöllösi (Hrsg.)

Die Brückenbauer

Junge Deutsche zwischen zwei Kulturen. Essaywettbewerb
16.00 

„Sind auch Sie ein Brückenbauer?“ – Das war die Frage eines Essaywettbewerbs, den die Deutsche Gesellschaft e.V. Ende 2014 ausgeschrieben hatte. Der Wettbewerb richtete sich an junge Deutsche, deren Vorfahren aus unterschiedlichen Regionen des östlichen Europa stammen. Die eingesandten Beiträge widerspiegeln das vielfältige Potenzial, das junge Erwachsene mit diesem besonderen biografischen Hintergrund anbieten, sowie den Nuancenreichtum ihres Verständnisses von Heimat. In vorliegender Publikation sind die 24 besten Essays nachzulesen.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2015 ISBN:
978-3-86331-250-3
152 Seiten

Krell Cover Druck
Else Krell

Wir rannten um unser Leben

Illegalität und Flucht aus Berlin 1943
19.00 

Herausgegeben von Claudia Schoppmann

Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden, Band 5

Else Krell, geboren 1900, heiratete zwanzigjährig den Kaufmann Adolf Murzynski. 1936 müssen sie und ihr ebenfalls jüdischer Mann ihr Kaufhaus in Weiden in der Oberpfalz verkaufen und ziehen nach Berlin.
In ihrem Bericht beschreibt die Autorin, wie nach 1933 Diskriminierung und Verfolgung das Leben ihrer Familie immer mehr einschränkten und sie schließlich auseinanderrissen. Ende Januar 1943 entgingen sie und ihre Tochter Margot in letzter Minute der drohenden Deportation. Monatelang lebten sie „illegal“ in Berlin und Umgebung, immer auf der Suche nach neuen Verstecken. Im November 1943 gelang ihnen schließlich eine dramatische Flucht in die Schweiz, wo sie das Kriegsende erlebten.

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978-3-86331-238-1
229 Seiten

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Leonore Ansorg

Politische Häftlinge im nationalsozialistischen Strafvollzug: Das Zuchthaus Brandenburg-Görden

28.00 

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten,
Band 15

IIm Zuchthaus Brandenburg-Görden als der größten Haftanstalt Deutschlands verbüßten Tausende von politisch Verurteilten der NS-Justiz ihre meist langjährigen Freiheitsstrafen. Harte Behandlung und schwerste Haftbedingungen, die sich während des Krieges noch verschärften, prägten ihren Zuchthausalltag. Ab 1940 wurden etwa 1800 politische Todesurteile vollstreckt.
Die Studie richtet den Blick auf die Differenziertheit der Gruppe der politisch Verurteilten, zu denen auch Erich Honecker und Robert Havemann gehörten: Wie waren die sozialen Beziehungen untereinander, gab es Hierarchien innerhalb der Häftlingsgesellschaft, kam es zu Ausgrenzungen unter ihnen und welche Stellung hatte die KPD im Zuchthaus? Auch die Rolle der Beamten des Strafvollzugs im Umgang mit den politischen Gefangenen wird thematisiert. Durch umfangreiche Auswertung von Archivquellen und Erinnerungsberichten können Antworten auch auf bislang mit einer Legendenbildung belegte Fragen gegeben werden.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli 2015 ISBN:
978-3-86331-246-6
555 Seiten

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Iris Bork-Goldfield

„Wir wollten was tun“

Widerstand von Jugendlichen in Werder an der Havel 1949–1953
19.00 

Schriftenreihe der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Band 7

Über den politischen Widerstand in Brandenburg zwischen Kriegsende und dem Aufstand am 17. Juni 1953 ist bis heute wenig bekannt. Iris Bork-Goldfield rekonstruiert die Geschichte ihres Vaters Werner Bork und seiner Freunde, die in Werder und Umgebung in der Nachkriegszeit für freie Wahlen, Meinungsfreiheit und Demokratie in der SBZ und späteren DDR kämpften. Sie schrieben und verteilten heimlich Flugblätter, die sie auch mit einer „Rakete“ an belebte Orte schossen. Als Werner Bork ins Visier des Staatsapparates geriet, flüchtete er nach West-Berlin. Von hier aus betrieb er seine Widerstandsarbeit mit Freunden in Brandenburg weiter. 1951 wurden mehrere seiner Mitstreiter von der Stasi verhaftet, verhört und gefoltert. Sieben seiner Freunde wurden in Potsdam zum Tode verurteilt und in Moskau erschossen, viele andere zu Zuchthaus- und Lagerhaftstrafen in der DDR und der Sowjetunion verurteilt.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2015 ISBN:
978-3-86331-247-3
196 Seiten

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Ulrich Wiegmann

Agenten – Patrioten – Westaufklärer

Staatssicherheit und Akademie der Pädagogischen Wissenschaften der DDR
24.00 

In der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre beschäftigte die Ostberliner Zentrale der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften (APW) fast 800 Mitarbeiter/innen. Etwas mehr als 700 Beschäftigte konnten anhand einer in den Wirren des DDR-Untergangs aufgefundenen Mitgliederkartei der Gewerkschaft durch den Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR überprüft werden. Rund 100 von ihnen waren für die Stasi als Inoffizielle Mitarbeiter/innen tätig. Mehr als die Hälfte wurde während ihrer Anstellung in der pädagogischen Großforschungseinrichtung verpflichtet.
Vorwiegend anhand überlieferter IM-Akten wird unter ihren Decknamen erzählt, wie die pädagogischen Wissenschaftler rekrutiert wurden, welche Aufgaben sie im Verborgenen zu erfüllen hatten und wie sich die Ex-IM bei der Reform der APW 1990 verhielten.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2015 ISBN:
978-3-86331-231-2
397 Seiten

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Werner Pfennig

Bibliografie zum Deutschen Einigungsprozess/Bibliography on the Process of German Unification

29.00 

Weder Politik noch Wissenschaft oder Medien hatten die Entwicklungen 1989/1990 für möglich gehalten: die Friedliche Revolution und die Wiedervereinigung. Seither ist die Fülle an Publikationen darüber kaum mehr zu überblicken. Diese Bibliografie enthält rund 8300 Titel, gegliedert in 20 Teilbereiche des deutschen Einigungsprozesses. Sie berücksichtigt auch die Bestimmungsfaktoren, die zum Niedergang der DDR führten – die Vorgeschichte, die internationalen Rahmenbedingungen und die Einbindung der Bundesrepublik in den europäischen Integrationsprozess. Die Handreichung soll dazu beitragen, das Dickicht der Literatur über den Einigungsprozess zu entwirren.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2015 ISBN:
978-3-86331-241-1
503 Seiten

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Katerina Capková, Michal Frankl, Piotr Kendziorek, Ferenc Laczó, Andreas Reinke

Die „Judenfrage“ in Ostmitteleuropa

Historische Pfade und politisch-soziale Konstellationen
24.00 

Studien zum Antisemitismus in Europa, Band 8

Das Schlagwort „Judenfrage“ fand im 19. Jahrhundert Eingang in die politischen Auseinandersetzungen vieler Länder Europas. Nichtjuden wie Juden, Philosemiten wie Antisemiten, Liberale, Konservative und Sozialisten benutzten es, um ihre jeweiligen Positionen zur Gleichstellung der Juden darzulegen, aber auch, um allgemeine Fragen des jeweiligen nationalen Selbstverständnisses zu verhandeln. Ihre Dynamik entfalteten die Debatten um die „Judenfrage“ nicht nur aus traditionellen, religiös fundierten antijüdischen Ressentiments oder ökonomischem Konkurrenzdenken heraus. Ursächlich waren – so die zentrale These der hier vorgelegten Studien – die grundlegenden Umbruchprozesse, die sich mit dem Übergang von der ständischen zur bürgerlichen Gesellschaft, der Staaten- und Nationsbildung und der Industrialisierung in weiten Teilen Europas vollzogen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2015 ISBN:
978-3-86331-191-9
481 Seiten

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Johannes Heil, Annette Weber (Hrsg.)

Ersessene Kunst – Der Fall Gurlitt

19.00 

Der Fall Gurlitt war über den Skandal hinaus auch Symptom für den bis heute ungenügenden Umgang mit den Folgen des NS-Kunstraubs. Die Beiträge des Bandes, die auf eine Tagung in Heidelberg vom Januar 2014 zurückgehen, erhellen die Geschichte der Sammlung Gurlitt und befassen sich mit Kunsthandel und Museumspraxis vor und nach 1945. Sie verhandeln rechtliche und ethische Dimensionen des „Schwabinger Kunstfundes“, seine Bedeutung für die Provenienzforschung und die Restituierungspraxis im Kontext des deutschen und internationalen Rechts.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2015 ISBN:
978-3-86331-229-9
240 Seiten

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Sebastian Bischoff, Frank Oliver Sobich

Feinde werden

Zur nationalen Konstruktion existenzieller Gegnerschaft: Drei Fallstudien
24.00 

Das 20. Jahrhundert war ein Jahrhundert nationaler Feindbilder. Und wiewohl das Zeitalter der Extreme mit 1989 zu Ende gegangen sein soll, gibt es wenig Hinweise darauf, dass das 21. Jahrhundert das Zeitalter der allgemeinen, vorurteilslosen Menschenverbrüderung und -verschwisterung wird. Feindbilder sind darum ein wichtiges Thema, nicht nur für Historiker und Historikerinnen. Die Autoren wollen anhand eines Blickes in die Geschichte der Feindbildkonstruktion entlang dreier Fallbeispiele – China 1900, Südwestafrika 1904–1907, Belgien 1914 – einen Beitrag zu der Frage leisten, wie und warum eine nationale Öffentlichkeit Menschengruppen zu existenziellen Gegnern erklärt.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2015 ISBN:
978-3-86331-154-4
361 Seiten

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Gedenkstättenpädagogik

Kontext, Theorie und Praxis der Bildungsarbeit zu NS-Verbrechen
22.00 

Herausgegeben von Elke Gryglewski, Verena Haug, Gottfried Kößler, Thomas Lutz und Christa Schikorra im Auftrag der AG Gedenkstättenpädagogik

Seit vielen Jahren sind Gedenkstätten für die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen auch Lernorte. Der vorliegende Band gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Bildungsarbeit vor Ort. Er beleuchtet die gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen, führt in grundsätzliche Debatten ein und stellt die vielfältige pädagogische Arbeit ebenso wie ein breites Spektrum an Gedenkstätten vor. Als Bindeglied zwischen Theorie und Praxis wendet sich das Buch an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Gedenkstätten, an Lehrkräfte in Schulen und außerschulischen Einrichtungen sowie an Studierende.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2015 ISBN:
978-3-86331-243-5
363 Seiten

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Andrea Quitz

Staat · Macht · Moral

Die medizinische Ethik in der DDR
24.00 

Die Medizinethik der DDR unterlag in besonderem Maße ideologischer Einflussnahme: Als sozialistische Gesellschaftswissenschaft stand sie im Spannungsfeld zwischen Staatsdoktrin, medizinspezifischen und philosophischen Werten. Unter Zuhilfenahme theoretischer Ansätze, die allgemein Aufklärung über das Zusammenwirken von Macht und Moral geben, und basierend auf einer umfassenden Auswertung medizinethischer Primärliteratur der DDR diskutiert die vorliegende Studie die Herausforderungen für Moral in der Diktatur. Sie sucht Antworten auf die Frage, wie es möglich war, dass Ethiker und Ethikerinnen, deren tägliches Geschäft die Moraltheorie war, selbst moralisch fragwürdig handelten. Dokumente der Staatssicherheit machen zudem eine enge Verstrickung zwischen Staat und Vertretern der Medizinethik offensichtlich.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2015 ISBN:
978-3-86331-242-8
440 Seiten

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Martin Ahrends (Hrsg.)

Verführung, Kontrolle, Verrat Das MfS und die Familie

Zeitzeugen berichten
19.00 

Schriftenreihe der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Band 6

Die Menschen in der DDR waren auch in ihrem Privatleben mit Manipulation, Verführung, Einschüchterung und „Zersetzung“ durch die Staatssicherheit konfrontiert. Selbst Beziehungen zwischen Geschwistern, Kindern und Eltern, unter Ehe- und Liebespaaren wurden vom MfS instrumentalisiert. Die Einsicht, dass die hier versammelten Geschichten vom „sozialen Gift“ dieser Eingriffe keine Einzelfälle und nicht nur Privatsache sind, sondern in den öffentlichen Diskurs um die Erbschaft der DDR gehören, hat sich in den letzten Jahren bei vielen Betroffenen durchgesetzt. Gleichviel, wie sie sich heute politisch bewertet finden, werden Opfer und Täter als Menschen erkennbar: in ihrer Befangenheit, ihrer Verletzung und Wut, ihrer Resignation, ihrem Verzeihen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2015 ISBN:
978-3-86331-245-9
232 Seiten

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Bilder kollektiver Gewalt – Kollektive Gewalt im Bild

Annäherungen an eine Ikonographie der Gewalt. Für Werner Bergmann zum 65. Geburtstag
24.00 

Herausgegeben von Michael Kohlstruck, Stefanie Schüler-Springorum und Ulrich Wyrwa

Kollektive Gewalttätigkeiten im Medium des Bildes sind das Thema des Bandes. Aufsätze zu antisemitischer Gewalt nehmen zwar einen besonders prominenten Rang ein, die Beiträge sind aber nicht auf Gewalt gegen Juden beschränkt. Intention ist es vielmehr, diese als Moment einer allgemeinen Gewaltgeschichte hervortreten zu lassen.
Wie wird Gewalt ins Bild gesetzt? Welche spezifische Botschaft geht von visuellen Gewaltdarstellungen aus? In welchem Verhältnis stehen Bildpräsentationen zu anderen Überlieferungen von Gewaltereignissen und Gewalterzählungen?
Räumlich sind die Beiträge auf Europa konzentriert, sie führen von Berlin-Zehlendorf über Celle, Heiligengrabe, Nürnberg und Frankfurt am Main bis nach Oslo, Kopenhagen, Paris, Bratislava, Budapest, Mailand, Barcelona oder Istanbul, bieten aber auch Ausblicke nach Amerika und Afrika. Zeitlich reichen die dargestellten Ereignisse vom späten Mittelalter bis in die jüngste Gegenwart.
Die Autorinnen und Autoren der 27 Beiträge kommen aus den Geschichts-, Sozial-, Politik- und Kulturwissenschaften.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2015 ISBN:
978-3-86331-248-0
368 Seiten

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Anja Reuss

Kontinuitäten der Stigmatisierung

Sinti und Roma in der deutschen Nachkriegszeit
19.00 

Während die Alliierten nach dem Sieg über das NS-Regime bemüht waren, Antisemitismus aus der deutschen Gesellschaft zu bannen, blieben Antiziganismus und die nationalsozialistischen Verbrechen an den Sinti und Roma weitgehend unbeachtet. Die Überlebenden sahen sich in den ersten Nachkriegsjahren vor die Aufgabe gestellt, sich eine neue Existenz aufzubauen und einen Umgang mit dem Verlust ihrer Angehörigen und ihren eigenen traumatischen Erfahrungen zu finden. Doch politische und gesellschaftliche (Ausgrenzungs-)Mechanismen prägten ihr Leben auch nach der Befreiung. Im Kontakt mit deutschen Behörden, aber auch mit der Bevölkerung wurden Kontinuitäten restriktiver Politik gegenüber Sinti und Roma offenbar. Diskriminierung und Ablehnung beeinflussten den Neuanfang beziehungsweise das Weiterleben der Minderheit entscheidend.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2015 ISBN:
978-3-86331-240-4
253 Seiten

Zvi Aviram Cover Druck
Zvi Aviram

Mit dem Mut der Verzweiflung

Mein Widerstand im Berliner Untergrund 1943–1945
19.00 

Herausgegeben von Beate Kosmala und Patrick Siegele

Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden, Band 6

Zvi Aviram wurde 1927 als Heinz Abrahamsohn in Berlin geboren. Nach der Deportation seiner Eltern am 27. Februar 1943 tauchte der 16-Jährige auf eigene Faust unter. Er fand Kontakt zu der Widerstandsgruppe Chug Chaluzi, die kurz zuvor von jüdischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Berlin gegründet worden war und in der er fortan aktiv mitwirkte. Auch zu einem kommunistischen Kreis hatte er Verbindung. Während seiner Odyssee durch verschiedene Verstecke wurde er zweimal verhaftet. In den letzten Kriegstagen, als er um sein Leben bangte, wurde er überraschend aus dem Gefängnis des Sammellagers in der Schulstraße in Berlin-Wedding entlassen. Nach der Befreiung gelangte er auf abenteuerlichen Wegen nach München, wo er für die Jewish Agency tätig war, bis er 1948 nach Palästina auswandern konnte.

http://www.juedische-allgemeine.de [20.7.2017]

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2015 ISBN:
978-3-86331-237-4
223 Seiten

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Michael Kraus

Tagebuch 1942–1945

Aufzeichnungen eines Fünfzehnjährigen aus dem Holocaust. Aus dem Tschechischen von Kristina Kallert
19.00 

Studien und Dokumente zur Holocaust- und Lagerliteratur, Band 1

Direkt nach seiner Befreiung verfasst der Jugendliche Michael Kraus seine Erinnerungen, die heute ein Zeugnis von unmittelbarer Eindringlichkeit sind. Mit dem Blick des Kindes in zahlreichen Zeichnungen und mit der Sprache eines überwältigt um Worte Ringenden beschreibt Kraus die Stationen seines Leidens und Verlustes: Theresienstadt, Auschwitz und Mauthausen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2015 ISBN:
978-3-86331-236-7
143 Seiten

Genest Cover Druck
Andrea Genest (Hrsg.)

Damit die Welt es erfährt …

Illegale Dokumente polnischer Häftlinge aus dem Konzentrationslager Ravensbrück
19.00 

Mit einem Vorwort von Wanda Kiedrzynska
Aus dem Polnischen übersetzt von Inge Gerlinghoff und Barbara Lubos-Kroll

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 14

„Unabhängig davon, ob wir nun zurückkehren oder nicht, muss doch die Geschichte der Polinnen in Ravensbrück und überhaupt die Geschichte des ganzen Lagers möglichst genau und in vollem Umfang an das Tageslicht gelangen, wahrhaftig und unverfälscht.“
Zofia Pocilowska, Brief vom 9. Oktober 1943

Polnische Häftlinge schmuggelten Nachrichten aus dem Frauen- Konzentrationslager Ravensbrück. Kriegsgefangene aus dem Stalag II A Fünfeichen bei Neubrandenburg hielten Kontakt zu den Frauen, leiteten ihre Informationen weiter und unterstützten sie mit Lebensmitteln, Literatur oder Arzneimitteln. Einige der Briefe an die Kriegsgefangenen aus dem Jahr 1943 wurden später bei Neubrandenburg aufgefunden; sie waren neben Listen mit den Namen erschossener Polinnen und von Opfern medizinischer Experimente, Gedichten, einer Zeichnung und einer geschnitzten Miniatur in einem wasserdicht verschlossenen Medizinglas vergraben. 1980 wurden die Dokumente in Polen herausgegeben, der vorliegende Band macht sie der deutschsprachigen Öffentlichkeit zugänglich.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2015 ISBN:
978-3-86331-235-0
240 Seiten

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Hermann Kaienburg

Der Militär- und Wirtschaftskomplex der SS im KZ-Standort Sachsenhausen-Oranienburg

Schnittpunkt von KZ-System, Waffen-SS und Judenmord
24.00 

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 16

Ab 1936 siedelten die Nationalsozialisten bei Oranienburg nordöstlich von Berlin einen ausgedehnten Komplex verschiedenartiger Einrichtungen an: das KZ Sachsenhausen, die Inspektion der Konzentrationslager und den Führungsstab der Totenkopfverbände, Truppenteile der Waffen-SS, Nachschublager, Wirtschaftsbetriebe sowie zwei Wohnanlagen für SS-Angehörige. Entstehung, Hintergründe und Ziele des Organisationszentrums lagen bisher weitgehend im Dunkeln. Hermann Kaienburg geht in seiner umfassenden Studie der Geschichte des Militär- und Wirtschaftskomplexes nach.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2015 ISBN:
978-3-938690-03-1
428 Seiten

2. Aufl.


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Ines Reich, Maria Schultz (Hrsg.)

Sprechende Wände

Häftlingsinschriften im Gefängnis Leistikowstraße Potsdam
29.90 

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 13

Im ehemaligen sowjetischen Untersuchungsgefängnis Leistikowstraße Potsdam haben sich 1500 Inschriften erhalten. Sie stammen vor allem von Deutschen und Sowjetbürgern, die die sowjetische militärische Spionageabwehr nach dem Zweiten Weltkrieg an diesem Ort unter menschenunwürdigen Bedingungen inhaftierte. Nach wie vor ist unbekannt, wie viele Personen der Geheimdienst an diesem Ort inmitten der Geheimdienststadt „Militärstädtchen Nr. 7“ in Potsdam zwischen 1945 und 1991 festhielt. Die Namenseinritzungen im Haftkeller des ehemaligen Gefängnisses sind in vielen Fällen die letzten Lebenszeichen von Frauen, Männern und Jugendlichen, die am Ende der Stalin-Ära von sowjetischen Militärtribunalen zum Tode verurteilt, nach Moskau verschleppt und dort erschossen wurden. Ihre Inhaftierung im Gefängnis Leistikowstraße konnte erstmals belegt und die Hintergründe der Verhaftungen im Kontext des Kalten Krieges ausführlicher dargelegt werden. Die Dokumentation der Inschriften liefert einen Beitrag zur Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels der Besatzungszeit. Ausgehend von den Inschriften und auf Basis umfangreicher Archivrecherchen in Deutschland, Russland, Polen und den USA rekonstruieren die Autoren 49 Schicksale ehemaliger deutscher Inhaftierter und liefern einen eigenen Beitrag zu den russischsprachigen Inschriften.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2015 ISBN:
978-3-86331-147-6
464 Seiten

Hardcover


Lesebuch Ohm Cover Druck

Zwischen Tod und Freiheit

Überlebende berichten von den letzten Tagen als Häftlinge des Konzentrationslagers Sachsenhausen 1944/45
19.00 

Ausgewählt, bearbeitet und kommentiert von Ursula Breymayer und Bernd Ulrich

ÜberLebenszeugnisse, Band 7

Mehr als 200 000 Häftlinge aus über 40 Ländern waren vom Sommer 1936 bis zur Befreiung im Frühjahr 1945 im Hauptlager des KZ Sachsenhausen oder in einem der rund 100 Außenlager inhaftiert. Mehrere Zehntausend überlebten die Lagerhaft nicht. In der Nacht zum 21. April 1945 begann die SS, das Lager aufzulösen. Über 33 000 Häftlinge, darunter Frauen und Kinder, wurden in Richtung Nordwesten getrieben. Unterwegs starben Hunderte von ihnen an Entkräftung oder wurden von SS-Angehörigen ermordet. Für die meisten Überlebenden endete der Todesmarsch zwischen dem 3. und 6. Mai 1945 im Raum Parchim–Ludwigslust– Schwerin. Etwa 3000 in Sachsenhausen zurückgebliebene Häftlinge hatten sowjetische und polnische Soldaten bereits am 22./23. April 1945 befreit. Das Lesebuch versammelt Zeugnisse von Häftlingen des KZ Sachsenhausen über die letzten Monate und Tage im Lager, den Todesmarsch und die Befreiung, ergänzt um erläuternde Kommentare und biografische Informationen.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2015 ISBN:
978-3-86331-239-8
197 Seiten

Kempken Einspruch Cover Druck
Katharina Kempken (Hrsg.)

„Einspruch gegen die Gültigkeit der Wahl!“

Die Kommunalwahlen in der DDR im Jahr 1989
16.00 

Tagungsband
Herausgegeben im Auftrag des Thüringer Archivs für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“

Freie und geheime Wahlen sind Voraussetzung und Grundpfeiler einer jeden Demokratie. Sie stellen jene grundlegende Form politischer Partizipation dar, über die einzelne Bürger die politische Richtlinie ihres Landes mitbestimmen können. Politische Teilhabe in Form von freien und geheimen Wahlen war auch wesentlicher Bestandteil der Forderungen friedlich protestierender Bürger der DDR im Herbst 1989. Die Ereignisse um die Aufdeckung der gefälschten Kommunalwahlen im Mai 1989 stellen im Bewusstsein vieler ehemaliger Akteure eine Zäsur dar, die sie zum Handeln bewegte. Mit der Tagung „Einspruch gegen die Gültigkeit der Wahl!“ – Die Kommunalwahlen in der DDR im Jahr 1989 beleuchtete das ThürAZ diesen weitgehend unbeachteten Aspekt der Friedlichen Revolution.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2015 ISBN:
978-3-86331-234-3
159 Seiten

Templin Ukraine Cover Druck
Christiane Schubert, Wolfgang Templin

Dreizack und Roter Stern

Geschichtspolitik und historisches Gedächtnis in der Ukraine
19.90 

Christiane Schubert und Wolfgang Templin stellen eine andere Sicht auf die Ukraine als Nachbarstaat Russlands vor. Das russische System unter Wladimir Putin untermauert seinen Herrschaftsanspruch gegenüber der Ukraine mit historischen Argumenten. Die Annexion der Krim, die Unterstützung separatistischer und terroristischer Kräfte im Osten der Ukraine und der unerklärte Krieg im Donbass markieren eine Ideologie, die dem „kleinrussischen Bruder“ jede wirkliche Selbstständigkeit abspricht und ihn als ewigen Teil des eigenen Imperiums sieht.
Die Studie folgt dem Weg der Ukraine, die lange Zeit ohne eigenen Staat blieb. Mit dem Zerfall der Sowjetunion und der unabhängigen Ukraine erreichten Nationalbewegung und damit verbundene Identitätskonflikte eine neue Stufe. Der orangene Majdan von 2004 und der Euro-Majdan des Jahres 2014 dokumentieren das Ringen um eine moderne Staatsbürgernation, die sich auf ihrem Weg nach Europa ethnonationalistischer Enge und postsowjetischer Prägung entzieht.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2015 ISBN:
978-3-86331-232-9
224 Seiten