Gesamtverzeichnis


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Ingrid Belke

Intellektuelle, Demokraten, Emigranten

Lebensbilder und Studien zum Widerstand gegen die politischen Katastrophen des 20. Jahrhunderts
24.00 

Herausgegeben von Wolfgang Benz

Am 24. September 2017 verstarb die Historikerin und Literaturwissenschaftlerin Ingrid Belke. Zum ersten Jahrestag ihres Todes erscheint diese Anthologie aus ihrem umfangreichen und vielfältigen Werk. Die Auswahl bietet mit sieben großen Artikeln und ebenso vielen Kurzbeiträgen einen Querschnitt durch das intellektuelle Spektrum der Autorin und ihres Schaffens. Im Mittelpunkt stehen die deutsch-jüdische Geschichte, die Weimarer Republik, der Nationalsozialismus, das Exil und, als Nukleus, das Frankfurter Institut für Sozialforschung.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2018 ISBN:
978-3-86331-425-5
293 Seiten

Johnen.Cover
Stefanie Johnen

Die Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin

Kunsthochschulgeschichte zwischen Weimarer Republik und NS-Diktatur
29.90 

Die Berliner Kunsthochschule existierte von 1924 bis 1939 unter dem programmatischen Namen „Vereinigte Staatsschulen für freie und angewandte Kunst“. Diese Geschichte der Fakultäten für Bildende Kunst und Gestaltung an der heutigen „Universität der Künste“ verlief parallel zu derjenigen des „Bauhauses“, ist aber weitgehend vergessen. Die Vereinigten Staatsschulen entstanden mit der „modernen Bewegung“ und der Revolution von 1918/19 und waren ein Reformmodell der preußischen Regierungskoalition 1919–1932. Nach 1933 begann der Rückbau hin zu einer konventionellen Akademie.
Die Studie zeichnet diese Entwicklung nach und liefert neue Erkenntnisse zur sozialliberalen Kulturpolitik in Preußen bis Anfang der 1930er-Jahre. Ebenso gerät die NS-Kulturpolitik ins Sichtfeld, die vom modernen Flügel der nationalsozialistischen Bewegung beeinflusst war. Dabei wird deutlich, dass neue Konzepte trotz Säuberungen und Gleichschaltung fortgeführt werden konnten.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2018 ISBN:
978-3-86331-415-6
532 Seiten

Keßler. u. a. Dissidente Kommunisten.Cover
Knud Andresen, Mario Kessler, Axel Schildt (Hrsg.)

Dissidente Kommunisten

Das sowjetische Modell und seine Kritiker
22.00 

Im Zentrum des Sammelbandes stehen ehemalige Kommunisten aus West- und Mitteleuropa, die nach 1945 zu Kritikern des sowjetischen Modells und der daran orientierten Staatenwelt wurden. Vorrangig über personengeschichtliche Zugänge sollen Brüche im Denken und Handeln von Akteuren untersucht werden, die sich der kommunistischen Weltanschauung und Politik verpflichtet hatten. Auch wenn der orthodoxe Kommunismus zunehmend erodierte, besaßen seine Grundlagen gleichwohl eine nur langsam nachlassende Bindekraft. Jenseits von Kampfbegriffen wie dem des Renegaten wird der Blick auf teils prominente, teils weniger bekannte Personen geworfen, die nach ihrem Bruch mit dem Sowjetkommunismus ihren Platz in einer vielgestaltigen demokratischen Linken fanden.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2018 ISBN:
978-3-86331-426-2
264 Seiten

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Karina Korecky, Andrea zur Nieden

Psychiatrischer Alltag

Zwang und Reform in den Anstalten des Landschaftsverbandes Rheinland (1970–1990)
24.00 

Mit einem Beitrag von Enric J. Novella und Thorsten Noack

RHEINPROVINZ. Dokumente und Darstellungen zur Geschichte der rheinischen Provinzialverwaltung
und des Landschaftsverbandes Rheinland. Anstaltswelten Bd. 27/II

Seit Anfang der 1970er-Jahre stand die Psychiatrie zunehmend im Blickpunkt einer kritischen Öffentlichkeit. Es begann ein Reformprozess der Anstalten in der Bundesrepublik. Der Landschaftsverband Rheinland, Träger der Landeskrankenhäuser, spielte in dieser Entwicklung eine wichtige Rolle. Die Studie zeigt, wie kontrastreich und widersprüchlich sich die Praxis der Reform aus der Sicht von Patientinnen und Patienten tatsächlich vollzog. Allmähliche Veränderungen des öffentlichen Diskurses, des Behandlungsstils, der Klinikkultur und des Selbstverständnisses von Betroffenen führten zu einem neuen, institutionell manifestierten Verhältnis von Hilfe und Zwang, Schutz und Disziplinierung. Die Montage verschiedener Quellen erzeugt ein vielschichtiges Bild vom Klinikalltag in den ersten beiden Jahrzehnten der Psychiatriereform.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2018 ISBN:
978-3-86331-430-9
359 Seiten

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Katrin Hieke

Im Spannungsfeld von Politik, Innovation und Tradition: Das Rheinische Museum / Haus der Rheinischen Heimat in Köln 1925–1956

24.00 

RHEINPROVINZ
Dokumente und Darstellungen zur Geschichte der rheinischen Provinzialverwaltung
und des Landschaftsverbandes Rheinland, Bd. 26

1925, auf dem Höhepunkt der Jahrtausendfeiern der Rheinlande, begannen in Köln die Planungen für ein neues Museumsprojekt: das Rheinische Museum. Mit ihm sollte ein neuer Museumstyp der Gattung Heimatmuseen geschaffen werden, und zwar in Form einer umfassenden, interdisziplinär ausgerichteten, landeskundlichen Einrichtung mit einem dezidiert identitäts- und raumpolitischen Auftrag.
Die Studie dokumentiert erstmalig die Geschichte des 1936 als Haus der Rheinischen Heimat eröffneten und bereits 1956 wieder geschlossenen Museums. Sie geht dabei auf die politischen, kulturpolitischen sowie museumsfachlichen Kontexte vor und nach 1933 ein. Zudem zeigt sie die langfristigen Auswirkungen, die das von Zeitgenossen als vorbildliches Modell propagierte Museumskonzept in der deutschen wie internationalen Museumsszene fand. Diese Auswirkungen belegen, dass das Rheinische Museum am Beginn einer Reihe von Entwicklungen stand, die bis heute die Museumslandschaft prägen. Das Konzept des Hauses als solches war jedoch weder erfolgreich noch von nachhaltiger Wirkung.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2018 ISBN:
978-3-86331-410-1
360 Seiten

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Maria Gabrielsen, Oddvar Schjølberg

Angezeigt von Mama

Die Geschichte einer Denunziation
16.00 

Aus dem Norwegischen von Elisabeth Turvold
Herausgegeben von Markus Roth und Elisabeth Turvold

Reihe Studien und Dokumente zur Holocaust- und Lagerliteratur, Band 5

Maria Gabrielsens Bericht ist ein erschütterndes Zeugnis innenfamiliären Verrats im nationalsozialistischen Österreich: die Geschichte einer Denunziation durch die eigene Mutter. Infolgedessen wird Maria als Zehnjährige mit ihren sechs Geschwistern nach Theresienstadt
deportiert – wie durch ein Wunder überleben alle sieben das Getto. Ihre Rückkehr nach Wien bringt einen aufsehenerregenden Prozess gegen ihre Mutter ins Rollen. Nach dem Krieg gelingt es ihr, in Norwegen eine neue Familie und ein neues Zuhause zu finden und sich schließlich ihrer schlimmen Vergangenheit zu stellen, von der sie in diesem Buch erzählt.

Arbeitsstelle Holocaustliteratur der JLU Gießen stellt grausames Schicksal vor. Von Heidrun Helwig, in: Gießener Anzeiger, 21. November 2018

Beitrag von Armin Fuhrer, Meine Mutter lieferte mich an die Nazis aus, weil sie mich nicht wollte, in: Focus Online, 20. Dezember 2018

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2018 ISBN:
978-3-86331-413-2
136 Seiten

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

66. Jg., Heft 9 (2018)
13.00 

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft erscheint monatlich. Sie ist ein Fachorgan für Historiker, Geschichtslehrer, Archivare, Studierende und Interessenten an Geschichte und verwandten Disziplinen wie Völkerkunde, Politische Wissenschaft, Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte u. a.

Einzelheftpreis: 13,– € (zuzügl. Versandkosten und Porto)
Jahresbezugspreis Inland: 129,– € (einschl. Versand und Porto)
Jahresbezugspreis Ausland: 129,– € (zuzügl. 18,– € Versand und Porto)
Studentenvorzugsabonnement: 96,75 € (einschl. Versandkosten und Porto)

Jahresbezugspreis Print & Online: 160,– € (einschl. Versandkosten und Porto)

Alle Preise einschl. MwSt.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2018 ISSN:
0044-2828
ca. 100 Seiten

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Riccardo Altieri, Frank Jacob (Hrsg.)

Krieg und Frieden im Spiegel des Sozialismus 1914–1918

29.00 

Reihe Alternative | Demokratien, Band 2

Der Erste Weltkrieg forderte Millionen Opfer unter Zivilisten und Soldaten. Gegen diesen Mahlstrom der Vernichtung wandten sich Sozialistinnen und Sozialisten, die nicht gewillt waren, zu Erfüllungsgehilfen der imperialistischen Nutznießer des Krieges zu werden. Ihre Kritik und Rolle innerhalb dieser vier Schreckensjahre beleuchtet der vorliegende Band. Er zeigt damit, dass es viele Stimmen gab, die sich gegen das sinnlose Sterben auf den Schlachtfeldern Europas erhoben. Ungeachtet einer möglichen politischen Isolation folgten sie in einer schwierigen Zeit ihrem Gewissen und müssen gerade deshalb eine besondere Würdigung erfahren.

Sammelrezension: Revolutionen in Deutschland und Österreich von Thilo Scholle, in: spw – Zeitschrift für sozialistische Politik und Wirtschaft 5/2018, spw 5_2018

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2018 ISBN:
978-3-86331-406-4
449 Seiten

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Anke Hoffstadt

Gehörlosigkeit als „Behinderung“

Menschen in den Gehörlosen­schulen des Landschaftsverbandes Rheinland nach 1945
22.00 

RHEINPROVINZ
Dokumente und Darstellungen zur Geschichte der rheinischen Provinzialverwaltung
und des Landschaftsverbandes Rheinland, Bd. 27/III

Am Beispiel der Schulen für Gehörlose des Landschaftsverbandes Rheinland beschreibt die Studie die Geschichte von Menschen in Gehörlosenschulen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dabei spielen Zuschreibungs-Macht und »Anstalt«-Kulturen in der totalen Institution Gehörlosenschule ebenso eine Rolle wie die Verschränkungen von »Taubstummenpädagogik« und Psychiatrie. Die Alltagsgeschichte(n) von Menschen in Gehörlosenschulen in der Zeit der 1950er- bis 1970er-Jahre ist zugleich ganz wesentlich geprägt von den widerstreitenden »taubstummenpädagogischen« Konzepten des Organismus und der Gebärden-Kommunikation. Aus dem Blickwinkel der Dis- / A bility History sind es nicht zuletzt die Stimmen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die einen Einblick geben, wie »Gehörlosigkeit« als soziale und kulturelle Konstruktion von »Behinderung« auch im ausgehenden 20. Jahrhundert Lebenswege bestimmte – und dies bis heute tut.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2018 ISBN:
978-3-86331-412-5
312 Seiten

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Wolfgang Wippermann

Verschwörungen

Von Catilina bis al-Kaida
19.00 

Das Wort Verschwörung bezeichnet im Deutschen sowohl eine Organisation als auch eine Theorie. In dieser Studie werden Verschwörungsorganisationen von Verschwörungstheorien unterschieden: Bei Verschwörungsorganisationen handelt es sich um geheime Zusammenschlüsse mehrerer Personen zu einem politischen Zweck, mit denen Menschen ihre Geschichte gemacht haben. Verschwörungstheorien sind gedankliche Konstrukte, mit denen Menschen ihre Geschichte erklärt haben. Religiöse und säkulare Verschwörungsorganisationen von Catilina bis al-Kaida werden analysiert und von den ereignis- und gruppen-bezogenen Verschwörungstheorien abgegrenzt.

Armin Fuhrer, Von Catilina bis Al-Kaida: So funktionieren Verschwörungstheorien, in: FOCUS Online, 22. Januar 2019

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2018 ISBN:
978-3-86331-422-4
183 Seiten

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Verena Kücking

„Das gemeinsame Band“

Schreiben als Praxis – Katholische Jugendgruppen im Zweiten Weltkrieg
24.00 

Reihe: Veröffentlichungen des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, Band 4

Weit über 2000 Briefe und Postkarten, die aus dem Kontext dreier katholischer Jugendgruppen
stammen und während des Zweiten Weltkrieges verfasst wurden, stehen im Zentrum der Studie. Die Korrespondenzen geben Aufschluss über Gruppendynamiken, über mögliche Nischen im totalitären System und über vielschichtige Möglichkeiten, auch aus der Ferne weiterhin gemeinschaftlich zu agieren. Zugleich zeigen sie Akteure, die vor dem Hintergrund eines katholischen Weltbildes mit einem ausgeprägten Kampfeswillen in den Krieg zogen und den deutschen Sieg herbeisehnten.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2018 ISBN:
978-3-86331-398-2
373 Seiten

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Martin Clemens Winter

Gewalt und Erinnerung im ländlichen Raum

Die deutsche Bevölkerung und die Todesmärsche
29.90 

Ausgezeichnet mit dem Stanislav-Zámecník-Preis des Comité International de Dachau

Die Todesmärsche aus den Konzentrationslagern kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren das letzte nationalsozialistische Gesellschaftsverbrechen. Martin Clemens Winter stellt die Rolle der deutschen Bevölkerung bei den Räumungstransporten in den Mittelpunkt seiner Studie, die sich auf zahlreiche neu erschlossene Quellen aus internationalen Archiven stützt. Dabei untersucht er nicht nur den ländlichen Raum, die maßgeblichen Akteure und typische Situationen während der Todesmärsche, sondern auch die Nachgeschichte dieser Massenverbrechen vor der Haustür: die juristische Ahndung durch alliierte und deutsche Behörden, die hSuche nach den Opfern sowie Formen der Erinnerung in der DDR und in der BRD.

Rezension von Dirk Riedel, in: sehepunkte 19 (2019), Nr. 7/8 [15.07.2019]

„Das ‚Comité International de Dachau‘ hat Winters Publikation ‚Gewalt und Erinnerung im ländlichen Raum. Die deutsche Bevölkerung und die Todesmärsche‘ mit dem renommierten ‚Stanislav Zámečník-Preis‘ ausgezeichnet. Zurecht! Dem Autor ist es gelungen, die komplexe Geschichte dieser finalen NS-Verbrechen vor unserer Haustür differenziert und kompetent darzustellen und damit den vielen namenlosen Opfern des Massenmordes ein Denkmal zu setzen. Eine wichtige, auf zahlreichen neu erschlossenen internationalen Quellen basierende Arbeit zur NS-Historie und dem gesellschaftlichen Umgang mit den Verbrechen.“
Aus der Rezension von Jim Tobias, in: haGalil.com vom 11. Februar 2019

Rezension von Barbara Distel in der Süddeutschen Zeitung vom 30. September 2018

Rezension von Andreas Fritsche im Neuen Deutschland vom 30. März 2019

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2018 ISBN:
978-3-86331-416-3
531 Seiten

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Kerstin Hofmann

„Ein Versuch nur – immerhin ein Versuch“

Die Zentrale Stelle in Ludwigsburg unter der Leitung von Erwin Schüle und Adalbert Rückerl (1958–1984)
24.00 

Die Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg befasst sich seit ihrer Gründung 1958 mit dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte. Sie diente in den vergangenen Jahrzehnten in Politik, Justiz und Gesellschaft immer wieder als Projektionsfläche der bundesdeutschen Erinnerungsdebatte. Den Grundstein für die noch immer aktive Ermittlungsbehörde legten die ersten beiden Dienststellenleiter, Erwin Schüle (1913–1993) und Adalbert Rückerl (1925– 1986). Erstmals werden ihre untrennbar mit der Zentralen Stelle verbundenen Lebenswege und ihre Verdienste für die strafrechtliche Aufklärung von NS-Verbrechen umfassend dargestellt.

Rezensiert von Malte Beeker, in: H-Soz-Kult, 5. Februar 2019

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2018 ISBN:
978-3-86331-414-9
488 Seiten

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Marion Papi

Einer aus dem Amt

Walter Staudacher (1900–1968). Eine dokumentierte Biografie
22.00 

Nach der Promotion zum Dr. rer. pol. schlug Walter Staudacher (1900–1968) eine Laufbahn als Diplomat ein. Im katholischen Elternhaus patriotisch erzogen, wertkonservativ und nationalliberal eingestellt, geriet sein zunächst vielversprechender Weg mit dem Machtantritt Hitlers aus dem Lot. Von 1930 bis 1935 war er am Generalkonsulat in Posen akkreditiert. Seine Beziehung zu einer Polin brachte ihn in den folgenden Jahren zunehmend in Konflikt mit dem politischen Geschehen. 1938 wurde er wegen Spannungen mit der Partei von seinem Posten in Südafrika abgezogen und in die Presseabteilung des Auswärtigen Amts versetzt. Während des Warschauer Aufstands 1944 wurde er als Berichterstatter des AA ins Generalgouvernement delegiert. Allerorts absolvierte er einen Balanceakt zwischen Anpassung, Aufbegehren und Pflichterfüllung. Seinen größten Kampf aber focht Legationsrat Dr. Walter Staudacher nach 1945 aus, als er seine ganze Kraft aufbot, um wieder ins AA aufgenommen zu werden. „Einer aus dem Amt“ ist die Biografie Walter Staudachers aus der Feder der Tochter, die dem Vater die Gerechtigkeit und Anerkennung zuteilwerden lassen will, um die er zeitlebens vergebens gerungen hat.

Rezension in der Schwäbischen Zeitung vom 14. Oktober 2018

 

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli 2018 ISBN:
978-3-86331-391-3
360 Seiten

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Günter Morsch (Hrsg.), Yvonne Dörschel (Mitarbeit)

Die Konzentrationslager-SS 1936–1945: Arbeitsteilige Täterschaft im KZ Sachsenhausen

Eine Ausstellung am historischen Ort
24.00 

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 55

unter Mitarbeit von Yvonne Dörschel

Die Ausstellung im original erhaltenen „Kommandantenhaus“ zeigt das Zusammenwirken und Ineinandergreifen der sechs Abteilungen des Kommandanturstabes und der KZ-Wachmannschaft bei der Planung und Durchführung von Massenmordaktionen. Beispielhaft werden zwei größere Mordaktionen von 1941 und 1945 parallel betrachtet. Die Ausstellung thematisiert auch die Biografien der SS-Täter und die juristische Verfolgung ihrer Verbrechen im KZ Sachsenhausen.

Der Katalog enthält nahezu alle Texte und zahlreiche Abbildungen der Dauerausstellung
„Die Konzentrationslager-SS 1936-1945: Arbeitsteilige Täterschaft im KZ Sachsenhausen“.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2018 ISBN:
978-3-86331-403-3
425 Seiten

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

66. Jg., Heft 7/8 (2018)
13.00 

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft erscheint monatlich. Sie ist ein Fachorgan für Historiker, Geschichtslehrer, Archivare, Studierende und Interessenten an Geschichte und verwandten Disziplinen wie Völkerkunde, Politische Wissenschaft, Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte u. a.

Einzelheftpreis: 13,– € (zuzügl. Versandkosten und Porto)
Jahresbezugspreis Inland: 129,– € (einschl. Versand und Porto)
Jahresbezugspreis Ausland: 129,– € (zuzügl. 18,– € Versand und Porto)
Studentenvorzugsabonnement: 96,75 € (einschl. Versandkosten und Porto)

Jahresbezugspreis Print & Online: 160,– € (einschl. Versandkosten und Porto)

Alle Preise einschl. MwSt.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli/August 2018 ISSN:
0044-28281
ca. 100 Seiten

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Ausgewiesen! Berlin, 28. 10. 1938

Die Geschichte der „Polenaktion“
20.00 

Herausgegeben von Alina Bothe und Gertrud Pickhan
unter Mitarbeit von Christine Meibeck

„Polnische Juden unter Einsatz von Schusswaffen über die Grenze gezwungen“, so fasste die englische Presse am 30. Oktober 1938 Ereignisse des vorangegangenen Wochenendes in Deutschland zusammen. Während der ersten Massendeportation im Nationalsozialismus wurden mehr als 17 000 Jüdinnen und Juden polnischer Staatsangehörigkeit binnen weniger Stunden gewaltsam aus dem Deutschen Reich nach Polen verschleppt. Heute ist die „Polenaktion“, eine bis dahin beispiellose Verfolgungsmaßnahme, weitgehend in Vergessenheit geraten. Der Band zeichnet die Lebenswege von 15 Berliner Familien nach. Essays erläutern den historischen Hintergrund.

Uwe Rada, Ausstellung erinnert an „Polenaktion“. Die vergessene Abschiebung, in: taz, 18. Juli 2018

Felix Ackermann: Ausstellung zur „Polenaktion“: Sie bauten sich eine eigene Stadt, in: FAZ, 31. Juli 2018

Buchbesprechung von Sabine Lueken in: https://www.jungewelt.de [6. August 2018]

Christine Schmitt: „Wie Kriminelle wurden wir behandelt“. Eine Sonderausstellung thematisiert die „Polenaktion“ – mit bisher unbekanntem Material, in: Jüdische Allgemeine, 16. August 2018

Rezension von Ernst Reuß, in: Neues Deutschland, 9.10.2018

Einen Beitrag zur „Polenaktion“ hat das ZDF | frontal 21 am 23.10.2018 ausgestrahlt, er ist in der Mediathek verfügbar.

Beitrag zur „Polenaktion“: Armin Fuhrer: Ende Oktober 1938. Massendeportationen über Nacht: So unmenschlich war Hitlers „Polenaktion“, in: Focus Online, 30. Oktober 2018

Ein Beitrag zum Thema erschien am 29. Oktober 2018 auch bei Spiegel Online: Rund 17.000 Juden wurden vor 80 Jahren über Nacht verhaftet und brutal ins Niemandsland an der polnischen Grenze gescheucht, kurz vor den Novemberpogromen. Beide Nazi-Exzesse sind eng verknüpft. Von Hans-Peter Föhrding

Eine einstündige Sendung widmete rbb-Kulturradio dem Thema: Sa 27. Oktober 2018 | 17:04 Uhr. Dossier: „Sie kamen um 5 Uhr in der Früh“. Wissenschaftlerinnen erforschen die Geschichte der Ausweisung polnischer Juden 1938. Von Marie Wildermann

Rezension von Peter Nowak, in: Telepolis, 1. November 2018

Vor 80 Jahren: „Ausgewiesen! Berlin, 28. 10. 1938. Die Geschichte der ‚Polenaktion‘“
Kolumne von Peter Nowak, in: Jungle World 2018/45, 8.11.2018

Rezension von Andrea Rudorff, in: H-Soz-Kult, 30. November 2018

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli 2018 ISBN:
978-3-86331-411-8
288 Seiten

Arend, Christliche Frauen Kopie
Sabine Arend, Insa Eschebach (Hrsg.)

Ravensbrück 1939–1945: Christliche Frauen im Konzentrationslager

Katalog zur Ausstellung
24.00 

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 54

Der Begleitband zur Ausstellung „Ravensbrück 1939–1945: Christliche Frauen im Konzentrationslager“ zeichnet die Lebenswege von dreizehn Frauen nach, die sich aufgrund ihrer religiösen Einstellung kritisch oder oppositionell gegenüber dem NS-Regime verhielten und deshalb verhaftet wurden. Zugleich wirft er ein Schlaglicht auf die Vielfalt unterschiedlicher konfessioneller Kulturen in Europa – die Häftlinge stammten aus römisch-katholischen, griechisch- und russisch-orthodoxen sowie verschiedenen reformatorisch-protestantischen Milieus. Ein Kapitel nimmt das religiöse Umfeld der Frauen in der Zeit vor ihrer Verhaftung in den Blick, ein zweiter Teil widmet sich den religiösen Praktiken im Lager. Auch die Rolle der evangelischen Kirche in der unweit des KZ gelegenen Stadt Fürstenberg während der NS-Zeit wird thematisiert. Sieben Essays vertiefen die Themen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2018 ISBN:
978-3-86331-382-1
294 Seiten

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Winfried Nerdinger

Erinnerung gegründet auf Wissen/Remembrance Based on Knowledge

Das NS-Dokumentationszentrums München/The Munich Documentation Centre for the History of National Socialism
24.00 

Mit dem NS-Dokumentationszentrum München wurde 70 Jahre nach der Besetzung Münchens und der Befreiung vom Nationalsozialismus ein Ort der Aufklärung und des „hellen Bewusstseins“ (Adorno) für Geschichte geschaffen. Dort, wo einst das „Braune Haus“, die Parteizentrale der NSDAP, stand, geht es heute um die rationale Auseinandersetzung mit den Tätern. Wissen soll so vermittelt werden, dass historische Zusammenhänge verstanden, kritisch reflektiert und dauerhaft erinnert werden können. Mit dieser Publikation des Gründungsdirektors Prof. Dr. Winfried Nerdinger wird die Konzeption der Ausstellung des Dokumentationszentrums in einem exemplarischen Rundgang erläutert und sichtbar gemacht.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2018 ISBN:
978-3-86331-402-6
269 Seiten

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Wolfram Kastner

»Nicht ich provoziere, sondern die Zustände provozieren mich.«

29.00 

Herausgegeben von Winfried Nerdinger 
Mit Texten von Hans Holzhaider und Bernd Kastner

„Wenn es darum ginge, den Künstler auszuzeichnen, von dem in Bayern die meisten und stärksten Anstöße zum Nachdenken über die NS-Zeit und zur kritischen Auseinandersetzung mit den Nachwirkungen des Regimes ausgingen, dann müsste Wolfram Kastner mit Ehrungen überhäuft werden. Wenn es darum ginge, die Person zu benennen, die seit Jahrzehnten aus eigenem Antrieb und auf eigene Kosten unermüdlich ihre Mitbürger mit den verdrängten, aber noch vielfach vorhandenen geistigen und materiellen Relikten der NS-Zeit konfrontiert, dann müsste an erster Stelle Wolfram Kastner genannt werden. Wenn es darum ginge, den Künstler zu würdigen, der es seit mehreren Jahrzehnten auf sich nahm, für seinen Kampf gegen das Vergessen von Behörden schikaniert und vor Gericht gestellt zu werden, dann müsste Wolfram Kastner von seinen Mitbürgern verehrt werden.“
Winfried Nerdinger

Streit über Scheingrab von Nazi-Kriegsverbrecher Intelligenter Vandalismus
Der Künstler Wolfram Kastner soll 4088,34 Euro zahlen, weil er ein Grabmal für Naziverbrecher Alfred Jodl beschmierte und beschädigte. Ein Gericht zeigt Verständnis – recht gibt es der Gegenseite.
Von Jan Friedmann, SPIEGEL Online, 4. Dezember 2018

 

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2018 ISBN:
978-3-86331-400-2
184 Seiten

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Klaus Wolbert

Dogmatische Körper – Perfide Schönheitsdiktate

Bedeutungsprofile der programmatischen Aktplastik im Dritten Reich
34.00 

In den öffentlichen Repräsentationsbauten, mit denen die NSDAP ihre Macht möglichst eindrucksvoll in Szene setzen wollte, war der Bildhauerei neben der Architektur eine maßgebliche Mitwirkung zugedacht. Die Beiträge von Bildhauern bestanden dabei darin, solchen Fiktionen eine körperliche Präsenz zu verleihen, die in der rassentheoretischen Ideenwelt der NSDAP imaginär präfiguriert waren. Die physischen Merkmale, die diese Prototypen arischer „Edelmenschen“ auszeichneten, zeigten sich nicht nur in optimierten Körperbildungen, sondern auch in dem befremdlichen Faktum, dass alle diese plastischen Figuren ausnahmslos nackt auftraten. An welche Vorbedingungen die Nationalsozialisten in ihrer Programmatik anschließen konnten, und wie die politische Funktionalisierung des Attraktionswertes nackter Körper in der NS-Plastik zu deuten ist, dies wird vom Autor ebenso eingehend problematisiert, wie die Frage, inwieweit auch die NS-Bildhauer mit ihren Schöpfungen in jenes körpervernichtende Unheil involviert waren, das in den kriegerischen und rassistischen Exzessen der Nationalsozialisten kulminierte. Zu allen diesen Aspekten legt der Autor in interdisziplinären Thematisierungen fundierte Erklärungen vor.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2018 ISBN:
978-3-86331-345-6
603 Seiten

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Jüdische Geschichte & Kultur – Magazin des Dubnow-Instituts

Heft 2: Museum
14.00 

Das Magazin eröffnet Einblicke in die Vielfalt jüdischer Lebenswelten von der Moderne bis zur Gegenwart. Jede Ausgabe widmet sich einem Themenschwerpunkt, der aktuelle Fragen aufgreift, grundlegende Zusammenhänge darstellt und konträre Perspektiven diskutiert. Weitere Aspekte des Gegenstandes werden in den Rubriken Position, Kritik und Archiv behandelt.
Die zweite Ausgabe geht der Entstehung und jüngsten Konjunktur Jüdischer Museen nach – in Deutschland, Europa und über die Grenzen des Kontinents hinaus. In den ständigen Rubriken Position, Kritik und Archiv werden unter anderem zwei Jubiläen aufgegriffen, die in diesem Jahr begangen werden: der 200. Geburtstag von Karl Marx und das ikonische Jahr 1968.

Jüdische Geschichte & Kultur erscheint einmal jährlich.

Editorial von Yfaat Weiss

Leseprobe

 

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2018 ISBN:
978-3-86331-409-5
ISSN: 2567-8469, 64 Seiten

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

66. Jg., Heft 6 (2018)
13.00 

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft erscheint monatlich. Sie ist ein Fachorgan für Historiker, Geschichtslehrer, Archivare, Studierende und Interessenten an Geschichte und verwandten Disziplinen wie Völkerkunde, Politische Wissenschaft, Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte u. a.

Einzelheftpreis: 13,– € (zuzügl. Versandkosten und Porto)
Jahresbezugspreis Inland: 129,– € (einschl. Versand und Porto)
Jahresbezugspreis Ausland: 129,– € (zuzügl. 18,– € Versand und Porto)
Studentenvorzugsabonnement: 96,75 € (einschl. Versandkosten und Porto)

Jahresbezugspreis Print & Online: 160,– € (einschl. Versandkosten und Porto)

Alle Preise einschl. MwSt.

 

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0044-2828
ca. 100 Seiten

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Winfried Nerdinger (Hrsg.)

Zwangsarbeit in München

Das Lager der Reichsbahn in Neuaubing
28.00 

Mitarbeit Angela Hermann, Paul-Moritz Rabe und Sibylle von Tiedemann

Die Verschleppung von Millionen Menschen aus ganz Europa und deren rücksichtslose Ausbeutung waren eines der großen Verbrechen des NS-Staats. Davon profitierten nicht nur die deutsche Kriegswirtschaft, sondern auch die öffentliche Verwaltung und nahezu alle Teile der deutschen Bevölkerung. Allein in München waren während des Zweiten Weltkriegs zwischen
150 000 und 200 000 zivile Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene beschäftigt, darunter auch viele Kinder und Jugendliche. Im Münchner Stadtteil Neuaubing existieren noch acht Baracken eines ehemaligen Zwangsarbeiterlagers, das in der NS-Zeit vom nahe gelegenen Reichsbahn-Ausbesserungswerk betrieben wurde. Als einziges erhaltenes Lager-Ensemble dieser Art in Süddeutschland ist es ein Dokument von größter historischer Bedeutung. In den nächsten Jahren wird dort eine Dependance des NS-Dokumentationszentrums München zur Aufklärung über die Zwangsarbeit an diesem Ort sowie im gesamten Stadtgebiet entstehen.

Die Publikation dokumentiert den aktuellen Forschungsstand zur Zwangsarbeit und zum Lager in Neuaubing. Zahlreiche Lebensgeschichten, die in den letzten Jahren recherchiert werden konnten, vermitteln ein eindringliches Bild vom Arbeiten, Leben und Leiden der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2018 ISBN:
978-3-86331-404-0
354 Seiten

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Detlef Lehnert (Hrsg.)

Revolution 1918/19 in Norddeutschland

24.00 

HISTORISCHE DEMOKRATIEFORSCHUNG

Schriften der Hugo-Preuß-Stiftung und der Paul-Löbe-Stiftung, Band 13

Zum 100. Jahrestag der Novemberrevolution 1918 nimmt dieser Band deren Ursprungsregion Norddeutschland in den Blick. Auch wenn sich zunächst die Matrosen in Wilhelmshaven gegen den Krieg auflehnten, sprang von der viel größeren Marine- und Industriestadt Kiel der Funke in den weiteren politischen Aktionsradius über. Die freien Hansestädte Bremen, Hamburg und Lübeck werden für die Umbruchperiode vom Oktober 1918 bis März 1919 mit einem Schwerpunkt auf intensive Auswertung der materialreichen und meinungsfreudigen Tagespresse untersucht. Dabei treten Gemeinsamkeiten in den Ausgangsbedingungen und Unterschiede im Revolutionsverlauf hervor. Das Gesamtbild wird durch Einbeziehung von Rostock als mittlerer und Lüneburg als kleinerer Stadt komplettiert, sodass sämtliche fünf heute Norddeutschland ausmachenden Länder vertreten sind. Als historischer Leitfaden der Studien zu den sechs betrachteten Städten kristallisiert sich
u. a. Sozialprotest und Demokratiegründung in bewegten Zeiten heraus.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2018 ISBN:
978-3-86331-407-1
383 Seiten

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Juliana Ströbele-Gregor

Transnationale Spurensuche in den Anden

Von geflüchteten Juden, „Altdeutschen“ und Nazis in Bolivien
22.00 

Als Tochter des ersten deutschen Botschafters nach dem Zweiten Weltkrieg kam Juliana Gregor 1952 als Neunjährige nach Bolivien. Die alteingesessene deutsche Kolonie war deutschnational eingestellt, viele ihrer Mitglieder waren überzeugte Nazis. In den 1930er-Jahren war Bolivien für die von den Nationalsozialisten verfolgten Juden zu einem begehrten Zufluchtsland geworden. Nach dem Krieg folgten ihnen NS-Täter, die sich der Strafverfolgung in Europa entziehen wollten, allen voran Klaus Barbie, der „Schlächter von Lyon“, sowie Nazis wie Hans Ertl, einst Kameramann von Leni Riefenstahl. Dessen Tochter Monika soll den Mörder von Che Guevara erschossen haben. Juliana Ströbele-Gregor lernte Menschen aus beiden Einwanderergruppen kennen. Sie setzt sich mit den Lebenswelten der aus völlig unterschiedlichen Gründen in die Anden Geflohenen und ihren wechselseitigen Beziehungen auseinander.

„Auf knapp 210 Seiten bietet Ströbele-Gregor ein vielschichtiges kulturpolitisches Panorama, das durch seine Verknüpfung von persönlichen Erinnerungen, historischen Bezügen, Täter-und Opferbiografien tiefe und neue Einblicke in die jüngere Geschichte des Andenstaates gibt.“
Aus der Rezension von Ursula Prutsch, in: lateinamerika anders. Österreichs Zeitschrift für Lateinamerika und die Karibik, Nr.4/2018, S. 38

„Mit dieser detaillierten Darstellung der Geschichte der deutschen Kolonie als Ergebnis intensiver und akribischer Recherchearbeit legt die Autorin ein wichtiges Buch vor. Es ist nicht nur spannend geschrieben, sondern es zeigt, zugespitzt auf die zentrale Fragestellung von Flucht und Verfolgung, wo die deutsche Kolonie steht und welche Rolle ohne einen erkennbaren Willen zur Aufarbeitung sie bis heute spielt. […] [Das Buch gibt] in geraffter Form einen komprimierten guten Überblick über Boliviens Geschichte seit den 1920er Jahren. […] Das Format, die komplexen Zusammenhänge von den persönlichen Erinnerungssplittern her aufzurollen, gibt dem Buch eine große Authentizität.“
Aus der Rezension von Theo Mutter, in: Peripherie, Nr. 153, 4/2019

Rezension von Ina Friebe, in: Lateinamerika Nachrichten, Nr. 537, 2019

Rezension von Rainer Huhle, 27. August 2018, auf der Website des Nürnberger Menschenrechtszentrums

Rezension von Hans-Ulrich Dillmann, in: ila. Das lateinamerika-Magazin, Nr. 419, Oktober 2018

Rezension von Arno Widman, in: Frankfurter Rundschau, 19. Oktober 2018

Hans-Ulrich Dillmann, Bolivien: Nazis und »Altdeutsche« unter sich. Die Ethnologin Juliana Ströbele-Gregor zeigt, wie Juden im Deutschen Klub in La Paz auch nach der Schoa ausgegrenzt wurden, in: Jüdische Allgemeine Zeitung, 10. April 2019

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2018 ISBN:
978-3-86331-395-1
235 Seiten

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Balthasar Ehret

Kein Kernkraftwerk in Wyhl und auch nicht anderswo

Wie wir den politischen Widerstand organisierten
19.00 

Herausgegeben von Marion Schneider

Seine Freunde und Weggefährten bewunderten ihn, seine Gegner machten ihn zum Paria. Er hatte Zivilcourage und opferte sich für seine Ziele. Wer ihn bei Kundgebungen hörte, erlebte ihn als charismatischen Redner. Er war streitbar und scheute keinen Konflikt. Seine Kraft bezog er aus der Natur, den Rheinauen, den Wäldern und Wiesen seiner Heimat: Balthasar Ehret, der Fischermeister aus Weisweil in Baden-Württemberg, den alle nur »Belz« nannten. Als Gegner der Kernenergie machte er in den Siebzigerjahren bundesweit Schlagzeilen. Er organisierte mit Gleichgesinnten den Widerstand, zuerst im elsässischen Marckolsheim, dann in seiner Heimat am Oberrhein. Nach zähem, langjährigen Kampf war ihm und seinen Weggefährten Erfolg beschieden. Der Konflikt in Wyhl gilt als Meilenstein der Anti-AKW-Bewegung und als Wendepunkt des deutschen Umgangs mit Atomkraftwerken.

Marion Schneider hat Balthasar Ehret in vielen Gesprächen über mehrere Jahre hinweg interviewt. Mit diesem Band liegen seine auf Tonband aufgezeichneten Erinnerungen in schriftlicher Form vor.

Rezension von Dominik Bloedner in: Badische Zeitung [19. Juli 2018]

Rezension von Ilona Hüge in: www.badische-zeitung.de [8. Juni 2018]

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2018 ISBN:
978-3-86331-405-7
176 Seiten

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

66. Jg., Heft 5 (2018)
13.00 

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft erscheint monatlich. Sie ist ein Fachorgan für Historiker, Geschichtslehrer, Archivare, Studierende und Interessenten an Geschichte und verwandten Disziplinen wie Völkerkunde, Politische Wissenschaft, Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte u. a.

Einzelheftpreis: 13,– € (zuzügl. Versandkosten und Porto)
Jahresbezugspreis Inland: 129,– € (einschl. Versand und Porto)
Jahresbezugspreis Ausland: 129,– € (zuzügl. 18,– € Versand und Porto)
Studentenvorzugsabonnement: 96,75 € (einschl. Versandkosten und Porto)

Jahresbezugspreis Print & Online: 160,– € (einschl. Versandkosten und Porto)

Alle Preise einschl. MwSt.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2018 ISSN:
0044-2828
ca. 100 Seiten

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Stephanie Bohra (Hrsg.)

Institutionen des nationalsozialistischen Verfolgungsterrors in Brandenburg

Opfer – Täter – Folgen
16.00 

Für Günter Morsch

Der Band würdigt Günter Morschs besonderes Engagement und seine Leistungen für die zeithistorische Forschung an Gedenkstätten und in der universitären Lehre. In sieben Beiträgen resümieren seine ehemaligen Doktorandinnen und Doktoranden die in den letzten Jahren entstandenen Forschungsarbeiten zur Geschichte des KZ Sachsenhausen, seiner Außenlager und des Zuchthauses Brandenburg-Görden. Die Beiträge befassen sich u. a. mit Musik im KZ Sachsenhausen als Instrument der Unterdrückung und Selbstbehauptung, der Sozialstruktur und den Dienstwegen des KZ-Personals, der Zwangsarbeit im Auftrag der SS und privater Firmen und der Rolle der NS-Justiz bei der Ermordung von „Asozialen“.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2018 ISBN:
978-3-86331-408-8
141 Seiten

ABG II_2018

Arbeit – Bewegung – Geschichte

Zeitschrift für historische Studien 2018/II
14.00 
Schwerpunkt:
Zauber der Theorie. Ideengeschichte der Neuen Linken in Westdeutschland

Im Jahr 2018 liegt „68“ bereits fünzig Jahre zurück. Wie kaum ein anderer Markstein in der Geschichte der Linken in Westdeutschland hat der damalige Aufbruch Spuren in der politischen Theorie hinterlassen. Gerade aus der Perspektive der Theorie bildet „68“ aber nur eine Wegmarke im Lebenszyklus der Neuen Linken. Denn bereits in den 1950er-Jahren begannen Intellektuelle, Ideen zu entwerfen und nach neuen Antworten zu suchen, um die Erstarrungen der Arbeiterbewegung zu überwinden. Die Beiträge des Heftes widmen sich dieser Geschichte. Sie suchen ebenso nach Konstellationen wie nach Quellen der Inspiration – und zeigen dabei, dass politische Praxis kaum von der politischen Theorie zu trennen ist.

Ein Vorabdruck des Beitrags von Michael Hewener „Die Parteien sind Teil des Problems. Johannes Agnolis Theorie der Außerparlamentarischen Opposition“ ist in „konkret“, Heft 4-2018, erschienen (Auszug).

Einzelheftpreis: 14,– Euro
Jahresabonnement Inland (3 Hefte): 35,– Euro
Jahresabonnement Ausland (3 Hefte): 45,– Euro
Alle Preise einschl. Porto und MwSt.

Rezension von Markus Mohr im Neuen Deutschland [25. Juli 2018]

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2018 ISSN:
2366-2387
ISBN: 978-3-86331-399-9 240 Seiten