Gesamtverzeichnis


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Philipp Dinkelaker

Das Sammellager in der Berliner Synagoge Levetzowstraße 1941/42

19.00 

ZeitgeschichteN, Band 18

Die Berliner Gestapo richtete im Oktober 1941 in der damals zweitgrößten Synagoge Berlins das Sammellager Levetzowstraße ein. Es diente dem NS-Regime bis Herbst 1942 als temporärer Haftort zur Vorbereitung der Deportation von ca. 20 000 antisemitisch verfolgten Menschen in Ghettos und KZ. Die Studie schildert die Abläufe im Lager, die Leiden der Opfer, ihre Widerstandsstrategien, aber auch die Handlungsräume und Motivationen der Täter. Ein besonderes Augenmerk gilt der Beschreibung und Analyse der Wahrnehmbarkeit der Vorgänge um das Sammellager sowie der Rolle der Berliner Bevölkerung. Das Schlusskapitel befasst sich mit der Nachkriegsgeschichte des Ortes und der gescheiterten justiziellen Aufarbeitung.

Buchbesprechung von Andreas Conrad in: Tagesspiegel [9. November 2017]

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2017 ISBN:
978-3-86331-339-5
291 Seiten

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Bjoern Weigel

Vom deutschen zum „arischen“ Theater

Die Verdrängung jüdischer Theaterunternehmer in Berlin in der NS-Zeit
24.00 

Berlin hatte bis 1933 mit Abstand die meisten privatwirtschaftlich geführten Theater Deutschlands. Viele der bedeutendsten Bühnenleiter waren Juden, doch schon im Sommer 1933 amtierte kein einziger mehr. Die Studie geht der Frage nach, wie die Nationalsozialisten die Theaterleiter aus den Häusern verdrängten, ohne an den privatwirtschaftlichen Unternehmensstrukturen zu rütteln.
Die Betrachtung der wirtschaftlichen und politischen Hintergründe zeigt auch, wie der Primat ideologischer Zielsetzungen des NS-Regimes mit wirtschaftlichen Interessen in Einklang gebracht werden konnte, um aus deutschen Renommier-Bühnen ein „arisches“ Theater zu schaffen.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2017 ISBN:
978-3-86331-362-3
300 Seiten

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Anne-Kathrin Steinmetz

Landeskultur, Stadtökologie und Umweltschutz

Die Bedeutung von Natur und Umwelt 1970 bis 1989. Eine deutsch-deutsche Betrachtung
24.00 

Debatten über den Umweltschutz prägten in den 1970er- und 1980er-Jahren Politik und Gesellschaft in der alten Bundesrepublik. Die Grünen zogen in die Parlamente und veränderten nachhaltig die politische Landschaft. Aber wie sah es auf der anderen Seite der Mauer aus? Die Studie zeigt anhand der Naturschützer in der staatlichen Massenorganisation Kulturbund, welche Rolle der Umweltschutz in der DDR spielte, welche Möglichkeiten es gab, sich für die Umwelt stark zu machen, und wie das Thema schließlich auch im gleichgeschalteten Osten Deutschlands politisch wurde.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2017 ISBN:
978-3-86331-363-0
339 Seiten

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Maria Borowski

Parallelwelten: Lesbisch-schwules Leben in der frühen DDR

19.00 

Im Zentrum der Studie steht die Situation von Homosexuellen in der DDR zwischen 1949 und 1969,
ein Zeitraum, der bisher kaum dokumentiert wurde. Maria Borowski wertet Sexual-Ratgeber der 1950er-Jahre aus und zeichnet die Perspektiven der Ärzte auf die »Krankheit« der gleichgeschlechtlich Liebenden nach. Auszüge aus 13 Interviews mit Männern und Frauen geben die Sicht der damals jungen Homosexuellen über ihr Leben in der frühen DDR wieder, über ihre Kindheit, Jugend und das Erwachsenwerden.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2017 ISBN:
978-3-86331-361-6
256 Seiten

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Mario Wenzel

Arbeitszwang und Judenmord

Die Arbeitslager für Juden im Distrikt Krakau des Generalgouvernements 1939–1944
24.00 

Arbeitslager für Juden waren ein Spezifikum der NS-Besatzungsherrschaft in Osteuropa. Schätzungsweise 900 bis 1000 Lager dieses Typus sind zwischen 1939 und 1944 allein in den okkupierten polnischen und sowjetischen Gebieten errichtet worden. In seiner Studie konzentriert sich Mario Wenzel auf den südwestlichen Distrikt Krakau des Generalgouvernements – eine Region, die von der Holocaustforschung bisher wenig Beachtung gefunden hat. Der Autor zeigt, dass die Arbeitslager für Juden integraler Bestandteil der gesamten Judenverfolgung im besetzten Polen waren, sowohl in der Phase der „Judenpolitik“ bis Anfang 1942 als auch in der Phase der physischen Vernichtung. Die sich verändernde Verfolgungspraxis spiegelte sich in den Unterstellungsverhältnissen und im äußeren Aufbau der Lager, in den Arbeits- und Lebensbedingungen der Insassen, den Einfluss- und Betreuungsmöglichkeiten jüdischer Institutionen und in der Funktion der Lager.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2017 ISBN:
978-3-86331-354-8
399 Seiten

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Arbeit – Bewegung – Geschichte

Zeitschrift für historische Studien 2017/III
14.00 

Schwerpunktthema:
An den Rändern der Revolution – Marginalisierung und Emanzipation im internationalen Revolutionszyklus ab 1917

Das Heft widmet sich dem europäischen Revolutionszyklus ab 1917. Neben den Revolutionen
in Deutschland und Österreich erfasste die revolutionäre Welle auch zahlreiche andere Länder Europas und hielt bis 1923 Herrschende und Beherrschte gleichermaßen in Atem. Will man in diesem vielschichtigen Geflecht von Kräften und Interessen einen roten Faden finden, so ist es wohl dieser:
Es waren politisch, sozial und kulturell marginalisierte Gruppen, die ab 1917 vehement mit ihren Bedürfnissen und Forderungen die Bühne betraten.

Erscheinungsweise: 3-mal jährlich (Februar, Mai, September)

Einzelheftpreis: 14,– Euro
Jahresabonnement (3 Hefte): 35,– Euro (Ausland 45,– Euro), einschl. Porto

Abonnement-Bestellungen bitte an: veitl@metropol-verlag.de

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2017 ISSN:
2366-2387
ISBN: 978-3-86331-360-9 196 Seiten

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Peter Jahn, Florian Wieler, Daniel Ziemer (Hrsg.)

Der deutsche Krieg um „Lebensraum im Osten“ 1939–1945

Ereignisse und Erinnerung
19.00 

Herausgegeben im Auftrag der Initiative Gedenkort für die Opfer der NS-Lebensraumpolitik

Das Schicksal der in der NS-Ideologie als „rassisch minderwertig“ diffamierten „Slawen“, die dem nationalsozialistischen Vernichtungskrieg zum Opfer fielen, wird im kollektiven Gedächtnis der Deutschen bis heute nur am Rande wahrgenommen. Sieben Beiträge ausgewiesener Historiker und ein Dokumentenanhang informieren über diesen Komplex nationalsozialistischer Verbrechen, über die Millionen Opfer und über die jahrzehntelang verweigerte Erinnerung in der deutschen Öffentlichkeit.

Aberwitzige Pläne. Die „Lebensraum“-Politik. Buchbesprechung von Jost Dülffer in der FAZ [9. Januar 2018], S. 6

Rezension von Ernst Reuß im „Neuen Deutschland“ [18. September 2017]

Kurzfassung des Beitrags von Wolfgang Wippermann aus dem Buch im „Tagesspiegel“

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978-3-86331-359-3
195 Seiten

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Klaus Bästlein (Hrsg.)

Martin Gutzeit. Ein deutscher Revolutionär

Die Umwälzung in der DDR 1989/90
24.00 

Festschrift zum 65. Geburtstag und 25. Jubiläum als Landesbeauftragter
unter Mitarbeit von Markus Meckel, Armin Mitter und Falco Werkentin

Einer der wichtigsten Akteure der Umwälzung in der DDR 1989/90 war Martin Gutzeit. Der gelernte Elektromonteur hatte sein Abitur an der Abendschule abgelegt, den Wehrdienst totalverweigert und das Studium der Theologie am Sprachenkonvikt in Berlin absolviert. 1982 übernahm er eine Pfarrstelle im mecklenburgischen Schwarz und wurde 1986 Assistent am Sprachenkonvikt. 1989 stieß er die Gründung der SDP an, vertrat die „Ost-SPD“ in der „Kontaktgruppe der Opposition“, nahm am Zentralen Runden Tisch teil und wurde 1990 Mitglied der Volkskammer.
30 Mitstreiter und Freunde haben anlässlich seines 65. Geburtstages und seines 25. Dienstjubiläums als Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen Erinnerungen an gemeinsam Erlebtes und miteinander Erörtertes zusammengetragen. 13 persönliche Zeitbilder und 17 wissenschaftliche Aufsätze  ergeben das Porträt eines „deutschen Revolutionärs“, wie Sigmar Gabriel Martin Gutzeit genannt hat.

Buchbesprechung in Berliner Stimme, Nr. 15 [18. November 2017]

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978-3-86331-358-6
382 Seiten

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Occupation – Annihilation – Forced Labour

Papers from the 20th Workshop on the History and Memory of National Socialist Concentration Camps
22.00 

Edited by Frédéric Bonnesoeur, Philipp Dinkelaker, Sarah Kleinmann
Jens Kolata and Anja Reuss
Translated by Andreas Förster and Lindsay Marcks

The present anthology is the result of the 20th  Workshop on the History and Memory of National Socialist Concentration Camps that took place in Minsk, Belarus in April 2015. It assembles research papers of up-and-coming scholars from Western and Eastern Europe who, from different perspectives, deal with problems of political, economic and ideological processes and dynamics in the context of the German policy of occupation, annihilation and forced labour. Furthermore, some essays discuss the partly confl icting and politically delicate debate on and the struggle for the commemoration of World War II and National Socialism.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2017 ISBN:
978-3-86331-346-3
259 Seiten

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Anna von Arnim-Rosenthal, Jens Hüttmann (Hrsg.)

Diktatur und Demokratie im Unterricht: Der Fall DDR

19.00 

Die Geschichte von Diktatur und Demokratie in Deutschland lässt sich im Schulunterricht hervorragend am Beispiel der deutschen Nachkriegsgeschichte und der DDR diskutieren. Denn Schüler besitzen zwar in der Regel wenig Faktenwissen, aber großes Interesse für die Zeitgeschichte nach 1945. Der Sammelband enthält 25 Beiträge, die sich mit dem Forschungsstand in der Geschichtswissenschaft, den Erkenntnissen der Geschichtsdidaktik, der Aufarbeitung sowie der Realität des Klassenzimmers auseinandersetzen. Es werden geschichtsdidaktische und fachpolitische Kontroversen sichtbar und die Rahmenbedingungen des zeithistorischen Lernens vorgestellt. Einen besonderen Schwerpunkt bilden die Chancen und Herausforderungen der Zeitzeugenarbeit. Nicht zuletzt kommen Lehrkräfte und andere Bildungsmultiplikatoren mit ihren Erfahrungen und Projekten zu Wort.

 Interview der Süddeutschen Zeitung mit Jens Hüttmann, 8. Dezember 2017

Buchbesprechung in der taz [28.10.2017]

Beitrag von Jens Hüttmann und Anna von Arnim Rosenthal im Tagesspiegel, 26.9.2017

Anna von Arnim-Rosenthal im rbb über Diktatur und Demokratie im Unterricht, 26.9.2017

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2017 ISBN:
978-3-86331-337-1
285 Seiten

Hardcover


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Ines Reich (Hrsg.)

Vom Monument zur Erinnerung

25 Jahre Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten in 25 Objekten
24.00 

Günter Morsch zum 65. Geburtstag

Herausgegeben von Ines Reich im Auftrag des Fördervereins der Gedenkstätte
und des Museums Sachsenhausen e. V.

25 Objekte erzählen eine kleine Geschichte der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten. Dafür haben die Autorinnen und Autoren den Objekten mit viel Einfühlungsvermögen ihre Geschichte(n) abgelauscht. Sie zeugen von vielen Begebenheiten und Erfahrungen, von Themen und Personen, die die Stiftung durch ein Vierteljahrhundert der Erinnerung und des Gedenkens, des Neubeginns und der Spurensicherung begleitet und beschäftigt haben. Fesselnde Essays werden zu einer großen Erzählung, chronologisch geordnet nach dem Fortschritt bei der Neugestaltung der historischen Orte: über die nationalsozialistischen Konzentrationslager Oranienburg, Sachsenhausen und Ravensbrück, die provisorische Raststätte des Todesmarsches im Belower Wald, die Euthanasie-Anstalt in Brandenburg an der Havel und das Zuchthaus Brandenburg-Görden, aber auch über das sowjetische Speziallager Nr. 7/Nr. 1 in den vormaligen Häftlingsbaracken des KZ Sachsenhausen und das zum sowjetischen Geheimdienstgefängnis umgebaute Pfarrhaus in der Potsdamer Leistikowstraße.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2017 ISBN:
978-3-86331-357-9
238 Seiten

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Detlef Lehnert (Hrsg.)

Verfassungsdenker

Deutschland und Österreich 1870–1970
24.00 

HISTORISCHE DEMOKRATIEFORSCHUNG
Schriften der Hugo-Preuß-Stiftung und der Paul-Löbe-Stiftung, Band 11

Hans Kelsen, Carl Schmitt und Wolfgang Abendroth (vorne abgebildet) sind bekannte Verfassungsdenker des 20. Jahrhunderts: Kelsen entwarf 1919/20 wesentlich die im Kern bis heute geltende österreichische Verfassung. Schmitts „Verfassungslehre“ aus der Weimarer Republik ist das meistdiskutierte Werk derartigen Titels. Abendroths „Kampf um Verfassungspositionen“ galt in der Bundesrepublik primär dem Sozialstaatspostulat des Grundgesetzes.

Weitere Autoren werden neu entdeckt: der Weimarer „Verfassungsvater“ Hugo Preuß mit Bezügen
z. B. auf Otto von Gierke und Robert Redslob ebenso wie Adolf Julius Merkl, der im „Stufenbau der Rechtsordnung“ Kelsen ergänzte. Pluralistischen Kontrast zu Schmitt bieten die spätere „Verfassungslehre“ von Karl Loewenstein und der Wiener Leo Wittmayer. Auch dem Preuß-Mitarbeiter Willibalt Apelt, dem Schmitt im „Preußenschlag“-Prozess 1932 entgegentretenden Bundesstaats-Theoretiker Hans Nawiasky und dem verfassungsvergleichenden Historiker Otto Hintze sind Beiträge gewidmet.

Informationsmittel (IFB), Buchbesprechung von Till Kinzel

 

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2017 ISBN:
978-3-86331-350-0
360 Seiten

Hardcover


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Robert Grünbaum, Heike Tuchscheerer (Hrsg.)

1956 – Aufbruch im Osten

Die Entstalinisierung in Ostmitteleuropa und ihre Folgen
19.00 

Herausgegeben im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Deutschen Gesellschaft e. V.

In seiner berühmten Geheimrede von 1956 rechnete der sowjetische Parteichef Nikita Chruschtschow mit seinem gefürchteten Vorgänger und dessen Verbrechen ab. Drei Jahre nach Stalins Tod stürzte damit Chruschtschow den Tyrannen vom Sockel. Seine Politik der Entstalinisierung führte zu einer innen- und außenpolitischen Entspannung, welche die kommunistische Staatenwelt schließlich in ihrer Existenz bedrohen sollte. Diese besondere historische Entwicklung steht im Mittelpunkt der vorliegenden Publikation, deren Beiträge einen analytischen Blick auf das europäische Schicksalsjahr 1956 werfen.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2017 ISBN:
978-3-86331-355-5
232 Seiten

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Iulia Onac

„In der rumänischen Antisemiten-Citadelle“

Zur Entstehung des politischen Antisemitismus in Rumänien 1878–1914
19.00 

Studien zum Antisemitismus in Europa, Band 13
Herausgegeben von Werner Bergmann und Ulrich Wyrwa

Rumänische Politiker seien Gefangene „in der rumänischen Antisemiten-Citadelle“ gewesen, hieß es in der 1900 in Wien erschienenen Schrift Romanicae Res. Der Autor bestätigte damit das in der europäisch-jüdischen Öffentlichkeit herrschende Bild von Rumänien als jenem Land in Europa, in dem neben Russland die Lage der Juden am schwierigsten und der Antisemitismus am heftigsten war.
Als die Unabhängigkeit des 1861 gegründeten Staates 1878 auf dem Berliner Kongress völkerrechtlich anerkannt wurde, hätte den rumänischen Juden die Staatsbürgerschaft verliehen werden müssen. Doch das rumänische Parlament hintertrieb nicht nur den in Berlin unterzeichneten Vertrag, die Regierung erließ darüber hinaus eine Vielzahl von Gesetzen gegen die Juden. Antisemitismus wurde zu einem bestimmenden Merkmal der politischen Kultur Rumäniens.
Iulia Onac zeichnet die  antisemitische Politik des jungen Staates nach, skizziert die Herausbildung des Antisemitismus als politische Bewegung sowie Fälle von kollektiver Gewalt gegen Juden. Sie geht den Äußerungen von Antisemitismus in der Zivilgesellschaft nach, untersucht die Reaktionen rumänischer Juden und diskutiert das Rumänienbild in der europäischen Öffentlichkeit.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli 2017 ISBN:
978-3-86331-352-4
198 Seiten

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Annette Eberle

Die Ärzteschaft in Bayern und die Praxis der Medizin im Nationalsozialismus

22.00 

Die Ärzteschaft hatte wesentlichen Anteil am Programm der Nationalsozialisten zur Zwangssterilisation und »Euthanasie«. Nach dem »Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses« vom Juli 1933 wurden bis Kriegsende etwa 400 000 Menschen zwangssterilisiert. Den Krankenmorden fielen Schätzungen zufolge insgesamt 300 000 Menschen zum Opfer. Im Zentrum der Studie steht die Funktion der ärztlichen Standesorganisationen in Bayern, der Landesärztekammer und der kassenärztlichen Vereinigung als politische Verwalter einer Gesundheitspolitik des »Ausmerzens« zwischen 1933 und 1945. Ausgehend von den Geschehnissen in der »Hauptstadt der Bewegung« zeichnet Annette Eberle die verantwortliche Beteiligung der regionalen Ärzteführer an dem ideologischen und strukturellen Umgestaltungsprozess nach, der Voraussetzung für die Verstrickung in die NS-Verbrechen war.

Rezension von Robert Probst in der Süddeutschen Zeitung [19. Juni 2018]

Buchbesprechung von Klaus Schreiber in „Informationsmittel“ (IFB)

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli 2017 ISBN:
978-3-86331-338-8
336 Seiten

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Claudia Busching, Pomona Zipser (Hrsg.)

In den Raum zeichnen

umreißen — verdichten — spuren. Ausstellungskatalog
15.00 

EIN KOOPERATIONSPROJEKT ÜBER LINEARE SKULPTUR IN BERLIN
Galerie Parterre Berlin
Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten
Haus am Kleistpark

Der Katalog erscheint im Rahmen einer Ausstellungsreihe, die untersucht, wie sich Bildhauer, Maler, Video- und Medienkünstler im Dialog mit historischen Positionen den Raum aneignen. Dem Diskurs über die Linie wird ein dreidimensionaler Kosmos zur Seite gestellt. Die Ausstellungen sind ein Kooperationsprojekt über lineare Skulptur in Berlin mit der Galerie Parterre Berlin, der Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten und dem Haus am Kleistpark.

Mit Texten von:
Stefanie Endlich, Angela Lammert, Robert Kudielka und einem Interview von Monika Bartholomé mit Claudia Busching und Pomona Zipser

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli 2017 ISBN:
978-3-86331-347-0
109 Seiten

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Ramona Saavedra Santis, Christl Wickert (Hrsg.)

„... unmöglich, diesen Schrecken aufzuhalten“

Die medizinische Versorgung durch Häftlinge im Frauen-KZ Ravensbrück. Beiträge zu einer Ausstellung
20.00 

Krankenreviere in Konzentrationslagern haben in Öffentlichkeit und Forschung bislang wenig Aufmerksamkeit gefunden. Im Mittelpunkt des Bandes und der begleitenden Ausstellung stehen das Krankenrevier im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück und dessen Häftlingspersonal.
Ärztinnen und Pflegerinnen mussten eine Gratwanderung zwischen den Befehlen der SS, den Bedürfnissen der Kranken und ihren eigenen Überlebensinteressen bewältigen. Schriftzeugnisse und SS-Dokumente, Fotos und Zeichnungen ehemaliger Revierarbeiterinnen und ihrer Patientinnen schildern eindringlich den Alltag im Krankenrevier.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli 2017 ISBN:
978-3-86331-344-9
216 Seiten

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Semjon Shpungin

Vor und nach der Flucht

Erinnerungen eines lettischen Juden an die deutsche Okkupation, das Ghetto Daugavpils und sein Überleben danach
16.00 

Herausgegeben von Heinrich R. Eberhardt
Aus dem Russischen übersetzt von Horst Koop

Die unbeschwerte Kindheit des 1929 im lettischen Daugavpils geborenen Semjon Shpungin endete mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht 1941 jäh. Die Familie musste in die als Ghetto genutzte Festung umsiedeln; Mutter, Vater und Schwester wurden ermordet. Semjon gelang 1943 die Flucht. Er gab sich bei der Gestapo als russischer Flüchtling aus und musste bei einem Bauern arbeiten. Nach dem Krieg holte er den Schulabschluss nach und studierte, gefördert von Ilja Ehrenburg, an der Moskauer Lomonossow-Universität Journalistik. 30 Jahre war er für die Nachrichtenagentur TASS tätig; wiederholt erfuhr er Antisemitismus und Misstrauen gegenüber Juden. Seit 2000 lebt er in Israel.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli 2017 ISBN:
978-3-86331-348-7
192 Seiten

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Jutta Begenau

Staatssicherheit an der Charité

Der IM „Harald Schmidt“ und die „Sicherheitspolitik von Partei und Regierung“ an der Charité 1972 bis 1987
24.00 

In den siebziger Jahren brachte die Staatssicherheit die größte medizinische Einrichtung der DDR, die Charité, zunehmend unter ihre Kontrolle. Dabei konnte sie sich nicht nur auf die Inoffiziellen Mitarbeiter (IM) und die Partei stützen, sondern ebenso auf die Leitungsebene von Charité und Humboldt-Universität, die Volkspolizei und das Ministerium für Hoch- und Fachschulwesen. An der Charité entstand eine geheimpolizeiliche Parallelwelt. Das erschließt ein exemplarischer Einzelfall: der IM „Harald Schmidt“. Als junger Funktionär der FDJ wurde Helmut Weidmann Inoffizieller Mitarbeiter. Denunziation und Verrat eröffneten ihm eine Stasikarriere an der Charité. Doch neben Überwachung und Bespitzelung, Misstrauen und zerstörten sozialen Beziehungen gab es an dem Klinikum auch Anstand, Eigensinn und zivilen Ungehorsam und damit Grenzen der Macht der Stasi.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2017 ISBN:
978-3-86331-349-4
372 Seiten

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Matthias Steinbach

Von der Spiegelgasse in den Kreml

Lenins Reise nach Russland 1917. Szenische Lesung in zwei Akten
16.00 

ZeitgeschichteN, Band 17

Seit 1914 saß Wladimir Iljitsch Lenin in der neutralen Schweiz fest. Obgleich nie ein „Agent des Kaisers“, konnte er im April 1917 dank deutscher Unterstützung nach Russland ausreisen. Für Churchill wurde er damals von den Deutschen „wie ein Pest-Bazillus“ ins verdämmernde Zarenreich eingeschleust. Dabei war Lenin mehr als nur ein Objekt oder „Projektil“ im Spiel der Weltkriegspolitik. In der „szenischen Lesung“, die aus diplomatischen wie literarischen Quellen  arbeitet und mit einem Dokumentenanhang versehen ist, erscheint er als strenger Theoretiker, aber auch als skrupelloser Pragmatiker der Revolution, der seine Gegner besser kannte als sie ihn. Ob Lenins Reise eine „Sternstunde der Menschheit“ war, wie noch Stefan Zweig behauptete, oder nur ein folgenschwerer Unglücksfall der Geschichte – darüber gehen die Meinungen weit auseinander. Lenins Sieg entzauberte die Revolution. Was blieb, war eine Menschheitshoffnung.

Buchbesprechung von Volker Külow in: https://www.neues-deutschland.de [11.8.2017]

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2017 ISBN:
978-3-86331-341-8
139 Seiten