Gesamtverzeichnis


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NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, SK Stiftung Kultur (Hrsg.)

Erich Sander

Gefängnisbriefe 1935–1944
24.00 

Veröffentlichungen des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, Band 2

Erich Sander (1903–1944), Sohn des berühmten Fotografen August Sander, saß wegen Widerstands gegen das NS-Regime von September 1935 bis zu seinem Tod im März 1944 als Häftling in der Strafanstalt Siegburg ein. Intensiv korrespondierte er mit seinen Eltern. Seit 1941 war er in der Lage, Briefe an der Zensur vorbei aus der Anstalt zu schmuggeln, die teilweise mit Geheimtinte geschrieben wurden.
Die Edition umfasst 144 Briefe von Erich Sander sowie seinen Eltern Anna und August aus den Jahren 1935 bis 1944. Es handelt sich um eine einzigartige Dokumentation des Gefängnislebens während des Nationalsozialismus, die Einblicke in eine bisher weitgehend unbekannte Lebensphase der Familie von August Sander bietet.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2016 ISBN:
978-3-86331-286-2
355 Seiten

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Raphael Ben Nescher (Hrsg.)

Götzen

Die Autobiografie von Adolf Eichmann
39.00 

Herausgegeben und kommentiert von Raphael Ben Nescher

1960 wird Adolf Eichmann vom israelischen Geheimdienst in Argentinien entführt, nach Israel gebracht und dort vor Gericht gestellt. In der Gefängniszelle verfasst er seine Memoiren, die hier erstmals ausführlich kommentiert herausgegeben werden. Eichmanns Manuskript ist ein umfassendes Täterzeugnis, in dem der millionenfache Mord unumwunden zugegeben, gerechtfertigt und beschrieben wird. Es gibt Einblick in das Denken einer Person, die eifrig und pflichtbewusst eine zentrale Rolle bei der Organisation des Holocaust einnahm.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2016 ISBN:
978-3-86331-291-6
560 Seiten

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Cornelia Baddack, Sophia Ebert, Frank Jacob, Doreen Pöschl

Kurt Eisner: Gefängnistagebuch

19.00 

Ediert, eingeleitet und herausgegeben von Frank Jacob, Cornelia Baddack, Sophia Ebert und Doreen Pöschl

Kurt Eisner-Studien, Band 1

Kurt Eisner (1867–1919) war nicht nur erster Ministerpräsident des Freistaates Bayern, er war auch Journalist und Kritiker des Ersten Weltkrieges. Seine Schriften und Reden sowie die Organisation eines Massenstreiks in München im Januar 1918 führten zu seiner Verhaftung. Im Gefängnis, nicht wissend, ob seine Aufzeichnungen jemals Leser finden würden, rechnete er nicht nur mit den Militärs des Landes, sondern auch mit der Sozialdemokratie ab. Dabei zeigt das sogenannte Gefängnistagebuch die Vielschichtigkeit der Person Eisners, der seine Gedanken der Nachwelt übermittelte.
Die Aufzeichnungen werden nun, knapp einhundert Jahre nach den Ereignissen, in einer kritischen Edition erstmals veröffentlicht. Eisners „Tagebuch“ ist ein historischer Beleg dafür, dass es in Deutschland vehemente Stimmen gegen den Krieg und gegen den politischen Burgfrieden gegeben hat. Kurt Eisner sollte deshalb nicht in Vergessenheit geraten, sondern vielmehr als mahnendes Beispiel für einen offenen politischen Diskurs, der auch unangenehme Wahrheiten nennt, dienen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2016 ISBN:
978-3-86331-295-4
224 Seiten

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Dagmar Lieske

Unbequeme Opfer?

„Berufsverbrecher“ als Häftlinge im KZ Sachsenhausen
24.00 

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 16

Ab November 1933 konnte die Kriminalpolizei im Rahmen der „vorbeugenden Verbrechensbekämpfung“ Vorbestrafte in Konzentrationslager einweisen. Dies betraf mehrere Zehntausend Menschen, von denen ca. 9000 als „Berufsverbrecher“ im KZ Sachsenhausen inhaftiert wurden. Anhand einzelner Schicksale stellt der Band ihre Verfolgung, die kriminalpolizeiliche Praxis wie auch die Situation von „Berufsverbrechern“ im Lager und innerhalb der Häftlingsgesellschaft dar. Thematisiert wird auch ihr Ausschluss aus der Erinnerungskultur und der materiellen Entschädigung.

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/brandenburg [24.4.2017]

www.hsozkult.de [19.1.2017], Rezension von Michael Löffelsender

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2016 ISBN:
978-3-86331-297-8
422 Seiten

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Ulrich Mählert (Hrsg.)

Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2016

29.00 

Herausgegeben von
Ulrich Mählert, Jörg Baberowski, Bernhard H. Bayerlein, Bernd Faulenbach,
Ehrhart Neubert, Peter Steinbach, Stefan Troebst, Manfred Wilke

Gefälschte Papiere und Decknamen waren gang und gäbe, die Überwachung der eigenen Reihen und die Unterwanderung des Gegners gehörten zum Handwerkszeug. Konspiration zählte von Beginn an zu den Grundprinzipien kommunistischer Parteiarbeit. Ende des 19. Jahrhunderts in Europa und im zaristischen Russland selbst politischer Verfolgung ausgesetzt, entwickelte die revolutionäre Linke in ihrer konspirativen Arbeit ungeahnte Dynamiken. Wo immer eine kommunistische Partei die Macht errang, wurden die geheimen Parteistrukturen zum Nukleus von Geheimdiensten, die die eigene Herrschaft absicherten. Kommunistische Parteien sahen sich zeit ihrer Existenz dem Verdacht ausgesetzt, zu taktieren, konspirative Praktiken zu verfolgen und subversiv zu wirken. Dass diese Vorhaltungen berechtigt waren, zeigen auch die Beiträge zum Schwerpunkt des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung 2016.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2016 ISBN:
978-3-86331-280-0
288 Seiten

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Oliver von Wrochem (Hrsg.)

Nationalsozialistische Täterschaften

Nachwirkungen in Gesellschaft und Familie
24.00 

Neuengammer Kolloquien, Band 6

Unter Mitarbeit von Christine Eckel

Familiäre, wissenschaftliche und gesellschaftliche Formen der Erinnerung an den Nationalsozialismus stehen in einem engen wechselseitigen Verhältnis zueinander. Der Sammelband bündelt mit 34 Beiträgen eine fünfjährige intensive Auseinandersetzung mit nationalsozialistischer Täterschaft und ihren Folgen. Die ersten drei Kapitel stellen internationale Forschungsergebnisse zur Diskussion, in den folgenden zwei Themenblöcken präsentieren Kinder und Enkel von Täterinnen und Tätern ihre Sicht auf die Folgewirkungen in Familie und Gesellschaft. Der als DVD beiliegende Film „Nationalsozialistische Täterschaft in der eigenen Familie. Erinnerungsberichte der zweiten und dritten Generation“ versammelt zehn filmische Porträts, in denen Nachkommen von NS-Täterinnen und Tätern über ihre Auseinandersetzung mit Täterschaft in der Familie und deren Auswirkungen auf ihr eigenes Leben berichten.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2016 ISBN:
978-3-86331-277-0
535 Seiten

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Insa Eschebach, Katharina Zeiher

Ravensbrück 1945 – Der lange Weg zurück ins Leben

Ausstellungskatalog
22.00 

Der vorliegende Band versammelt Erinnerungen Überlebender
an die Auflösung des Konzentrationslagers und an ihre ersten
Schritte in die Freiheit. Er dokumentiert die Gefahren und
Heraus forderungen, denen die Frauen auf ihrem Weg durch das
zerstörte Europa begegneten, und schildert die ersten Versuche
eines „Lebns aufs neu“. Thema sind auch die Hoffnungen und
Schwierigkeiten, die mit der Ankunft der ehemaligen Häftlinge
zu Hause oder in der Fremde verbunden waren.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2016 ISBN:
978-3-86331-270-1
236 Seiten

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Christian Dürr

„Verschwunden“

Verfolgung und Folter unter der argentinischen Militärdiktatur (1976–1983)
19.00 

ZeitgeschichteN, Band 15

Zehntausende Menschen wurden während der argentinischen Militärdiktatur 1976 bis 1983 aus politischen Gründen entführt und in geheimen Internierungszentren gefoltert und ermordet. Nur eine Minderheit kam frei. 30 000 sind bis heute „verschwunden“. Die Botschaft der Überlebenden war ambivalent: Zum einen sahen sie es als ihre Pflicht an, die Gräuel der Lager zu bezeugen. Zum anderen trugen ihre Berichte zur weiteren Traumatisierung einer terrorisierten Gesellschaft bei.
Stimmen von Überlebenden bilden die Grundlage der Untersuchung. Um ihre Erfahrung historisch und soziologisch zu verorten, geht die Studie aber einen Schritt weiter. Sie stellt die argentinischen Internierungszentren in analytischen Bezug zu dem wohl mörderischsten staatlichen Terrorapparat des 20. Jahrhunderts: das System der nationalsozialistischen Konzentrationslager.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2016 ISBN:
978-3-86331-279-4
221 Seiten

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International Holocaust Remembrance Alliance (ed.)

Bystanders, Rescuers or Perpetrators?

The Neutrals and the Shoah
19.00 

IHRA series, vol. 2

Editors: Corry Guttstadt (Project Coordinator) Thomas Lutz (Topography of Terror Foundation, Berlin) Bernd Rother (Willy Brandt Foundation, Berlin) Yessica San Román (Centro Sefarad-Israel, Madrid)

The volume Bystanders, Rescuers or Perpetrators? The Neutral Countries and the Shoah offers a trans-national, comparative perspective on the varied reactions of the neutral countries to the Nazi persecution and murder of the European Jews. It examines the often ambivalent policies of these states towards Jewish refugees as well as towards their own Jewish nationals living in German-occupied countries. By breaking down persistent myths, this volume contributes to a more nuanced understanding of an under-researched chapter of Holocaust history and also considers the challenges and opportunities related to Holocaust education and remembrance in the neutral countries.

Buchbesprechung von Wolf Kaiser, http://www.hsozkult.de [16.9.2016]

 

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2016 ISBN:
978-3-86331-287-9
336 Seiten

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Christhard Hoffmann (ed.)

The Exclusion of Jews in the Norwegian Constitution of 1814

Origins – Contexts – Consequences
19.00 

Studien zum Antisemitismus in Europa, Band 10

The Norwegian Constitution of May 1814 was regarded as the most liberal constitution of its time, yet it was also radically exclusive against Jews, Jesuits and monastic orders. None of these groups were allowed to enter the kingdom, and those who did, even accidentally, were subject to imprisonment and deportation. Why did the Norwegian Constituent Assembly introduce Europe’s most antisemitic clause to Europe’s most liberal constitution? The essays collected in this volume present new historical research on the exclusion of Jews in the Norwegian Constitution to an international public. They examine the intellectual origins of the anti-Jewish clause, explore the enforcement of the constitutional ban in vivid detail and place the Norwegian case into a broader transnational European context.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2016 ISBN:
978-3-86331-276-3
198 Seiten

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Mendel Szajnfeld

Erzähl, was mit uns geschehen ist!

Erinnerungen an den Holocaust
22.00 

Bearbeitet von Simon Szajnfeld

Als junger Mann erlebt Mendel Szajnfeld den Holocaust im besetzten Polen in einem Kleinstadt-Ghetto, als Zwangsarbeiter sowie als Häftling des Lagers Plaszów. Szajnfeld zeichnet ein individuelles und plastisches Bild vom Leben und Leiden abseits der bekannten Ghettos und Lager wie Warschau oder Auschwitz, von der Befreiung bis zum verschlungenen Weg eines Überlebenden von Polen über Deutschland nach Norwegen.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2016 ISBN:
978-3-86331-275-6
304 Seiten

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Arbeit – Bewegung – Geschichte

Zeitschrift für historische Studien I/2016
14.00 

Schwerpunkt:
Linke Betriebsintervention, wilde Streiks und operaistische Politik 1968 bis 1988

Arbeit – Bewegung – Geschichte wendet sich an Historikerinnen, Historiker, Studierende und historisch Interessierte. Sie präsentiert Ergebnisse der historischen Forschung zur deutschen, europäischen und außereuropäischen Arbeiterbewegung, zur Sozialgeschichte und Geschichte der Arbeitswelt, zur Geschichte demokratischer sozialer Bewegungen, zur Alltagsgeschichte u. a. m. Jede Ausgabe enthält wissenschaftliche Aufsätze und Mitteilungen, Beiträge zur Diskussion, biografische Skizzen, Erinnerungen, Dokumente, Berichte über wissenschaftliche Tagungen, Informationen über Projekte, wissenschaftliche Bildungseinrichtungen, Archive und Gedenkstätten sowie Rezensionen.

Bis Dezember 2015: JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung
Erscheinungsweise: 3-mal jährlich (Februar, Mai, September)

Einzelheftpreis: 14,– Euro
Jahresabonnement (3 Hefte): 35,– Euro (Ausland 45,– Euro), einschl. Porto

Abonnement-Bestellungen bitte an: veitl@metropol-verlag.de

Download cover Inhaltsverzeichnis Februar 2016 ISSN:
2366-2387
ISBN: 978-3-86331-281-7 231 Seiten

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Ulrich Mählert (Hrsg.)

Die DDR als Chance

Neue Perspektiven auf ein altes Thema
19.00 

Seit 1990 sind im vereinigten Deutschland fast 7000 Bücher zur DDR-Geschichte erschienen. Und die Zahl der neuen Titel bleibt alljährlich nahezu konstant. Immer wieder diskutieren Historiker über die Frage, ob die DDR mittlerweile überforscht sei. Tatsächlich sagen die Zahlen mehr aus über das anhaltende öffentliche Interesse an der SED-Diktatur als über den Stellenwert des Themas in der Geschichtswissenschaft.
In einer umfassenden Expertise beschreiben die Historiker Dierk Hoffmann, Michael Schwartz und Hermann Wentker die Perspektiven des Themas DDR für künftige historische Forschungen. 18 Autoren nehmen dazu kontrovers Stellung und formulieren zugleich eigene neue Fragen an das alte Thema. Der Sammelband lädt zur Diskussion und zu einer Neubewertung des Forschungsfeldes DDR ein.

Download cover Inhaltsverzeichnis Februar 2016 ISBN:
978-3-86331-283-1
220 Seiten

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Andreas H. Apelt, Robert Grünbaum, Jens Schöne (Hrsg.)

Erinnerungsort DDR

Alltag – Herrschaft – Gesellschaft
16.00 

Was war die DDR? – Den Widerspruch zwischen SED-Diktatur und privatem Leben, zwischen Herrschaftsgeschichte und Alltagshistorie decken die Autorinnen und Autoren des vorliegenden Bandes auf und zeigen, wie bunt, vielfältig, differenziert und persönlich der „Erinnerungsort DDR“ wirklich war.

Download cover Inhaltsverzeichnis Februar 2016 ISBN:
978-3-86331-284-8
211 Seiten

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Konstanze Körner

Leitungsstile in der DDR

Ein Vergleich der Eliten in Partei, Industrie und Dienstleistungszweig 1971 bis 1989
22.00 

Für die „Führungs- und Leitungskader“ der DDR gilt gemeinhin ein einheitlicher Leitungsstil als selbstverständlich. Aber wie viel Gestaltungsspielraum boten die zentral gesteuerten Betriebe bei der Entwicklung eines individuellen Leitungsstils tatsächlich? Pflegten die Parteifunktionäre einen sozialistischen Stil? Was widerfuhr „staatlichen Leitern“ und Funktionären, die dem staatssozialistischen Ideal in ihrer täglichen Leitungsarbeit nicht folgten? Auf diese Fragen versucht die Studie Antworten zu geben. Sie rekonstruiert und analysiert die Spielräume, die die Führungskräfte in der Wahl und Gestaltung ihres Leitungsstils in Partei, Industrie und Dienstleistungszweig hatten. Die Praxis der Leitungsstile der siebziger Jahre wird verglichen mit der Praxis der von politischer und ökonomischer Krise gekennzeichneten achtziger Jahre.

Download cover Inhaltsverzeichnis Februar 2016 ISBN:
978-3-86331-271-8
309 Seiten

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Susanne Lanwerd (Hrsg./Ed.)

The Urban Sacred

Städtisch-religiöse Arrangements in Amsterdam, Berlin und London How Religion Makes and Takes Place in Amsterdam, Berlin and London
20.00 

Ausstellungskatalog · Exhibition catalogue

Texte von · Texts by
Daan Beekers, Steph Berns, Rolf Engelbart, Kim Knott, Volkhard Krech, Susanne Lanwerd und Birgit Meyer

The Urban Sacred untersucht die Präsenz von Religion in Amsterdam, Berlin und London. Deutlich wird, dass diese Städte, die gemeinhin zu den säkularsten der Welt zählen, nach wie vor durch Religion mitgeprägt sind, wenngleich gelegentlich auf überraschende Weise. Die Essays des Katalogs bieten konzeptionelle Ansätze, die auf innovative Weise der Präsenz und Materialität von Religion begegnen. Sie werden durch Fotos ergänzt, deren künstlerischer Zugang noch einmal andere, vielleicht ungewohnte Perspektiven auf Menschen und Orte, Städte und Gebäude ermöglicht.

The Urban Sacred investigates the presence of religion in Amsterdam, Berlin and London. It shows that these cities, commonly counted among the most secularized places of the world, continue to be permeated by religion – albeit in sometimes unexpected ways. The essays of this catalogue show the conceptual framework of how to approach the materiality of religion in Western European cities today. The texts are complemented by photographs. The specific perspectives of the artists offer an alternative approach, allowing unattended entanglements between people, places and spaces to emerge.

Download cover Inhaltsverzeichnis Februar 2016 ISBN:
978-3-86331-285-5
176 Seiten

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Christina Herkommer

Erinnerung, Medien, Geschlecht

Frauen im Nationalsozialismus in der Berichterstattung des SPIEGEL 1947–2010
22.00 

Inwiefern ist der öffentlich-mediale Diskurs zu Frauen im Nationalsozialismus Bestandteil des deutschen Erinnerungsdiskurses zu Nationalsozialismus und Holocaust und wie prägen heteronormative und hegemoniale Vorstellungen von Geschlecht und Geschlechterrollenverhalten den Diskurs? Mit diesen Fragen befasst sich die Untersuchung über Frauen in der Berichterstattung des SPIEGEL 1947–2010.
Die Analyse macht deutlich, dass nicht zuletzt die (Massen-) Medien und ihre Funktion der Auswahl, Darstellung und Verbreitung von Informationen Erinnerungskultur konstruieren. Dabei strukturiert die Kategorie Geschlecht sowohl die Auswahl von Informationen, die in der medialen Berichterstattung als erinnerungsrelevant betrachtet werden, als auch die Art und Weise der Berichterstattung. Ein derart medial vermittelter und geschlechtlich strukturierter Erinnerungsdiskurs nimmt Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung und Bewertung des Nationalsozialismus allgemein und die Rolle von Frauen im Nationalsozialismus im Besonderen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2016 ISBN:
978-3-86331-266-4
344 Seiten

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Ulrich Wyrwa

Gesellschaftliche Konfliktfelder und die Entstehung des Antisemitismus

Das Deutsche Kaiserreich und das Liberale Italien im Vergleich
24.00 

Studien zum Antisemitismus in Europa, Band 9

Wo liegen die Ursachen des Antisemitismus? Wie kam es dazu, dass im 19. Jahrhundert eine neue Form von Judenfeindschaft entstand? Ulrich Wyrwa greift die Methode des historischen Vergleichs sowie die von Pierre Bourdieu entwickelte Theorie des Feldes für die Antisemitismusforschung auf und geht diesen Fragen am Beispiel von Deutschland und Italien zwischen 1879 und 1914 nach.
Antisemitismus, so ein Ergebnis der Studie, war Symptom einer totalen Anti-Haltung gegen die gesellschaftlichen Umwälzungen der Zeit. Juden wurde die Schuld an allen damit verbundenen Problemen aufgebürdet. Die Projektion der sozialen Verwerfungen und mentalen Verunsicherungen auf die Juden führte zu antisemitischen Einstellungen, die in die Kämpfe um kulturelle Hegemonie auf den verschiedenen gesellschaftlichen Konfliktfeldern eingingen. Der Vergleich wirft dabei ein neues Licht sowohl auf das Deutsche Kaiserreich als auch das Liberale Italien.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2016 ISBN:
978-3-86331-273-2
448 Seiten

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Andreas Methner

„Diagnose: verhaltensgestört“

Das Kombinat der Sonderheime in der DDR
19.00 

Schriftenreihe der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen
der kommunistischen Diktatur, Band 8

Mit einem Beitrag von Silvana Hilliger

Das Kombinat der Sonderheime für Psychodiagnostik und pädagogisch-psychologische Therapie war eine Jugendhilfeeinrichtung in der DDR für Kinder und Jugendliche, die als verhaltensgestört galten, weil sie in anderen Heimen, in der Schule oder in der Familie aufgefallen waren. Die Einrichtung nahm Kinder und Jugendliche aus dem gesamten Land auf, die zuvor in einer Aufnahmestelle in Berlin diagnostiziert und dann in eines der vier Sonderheime eingewiesen wurden. Dort sollten durch pädagogische und therapeutische Maßnahmen Verhaltensänderungen herbeigeführt werden. Wichtigstes Instrument dafür war die sozialistische Kollektiverziehung. In der Praxis bedeutete dies einen stark geregelten Lebensalltag, Gruppenzwang und strenge Disziplinierung. Der Einsatz von Psychopharmaka zur Ruhigstellung der Kinder war verbreitet.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2015 ISBN:
978-3-86331-268-8
272 Seiten

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Verena Haug

Am „authentischen“ Ort

Paradoxien der Gedenkstättenpädagogik
22.00 

Die seit den 1980er-Jahren entstandene Gedenkstättenpädagogik hat sich als pädagogisches Arbeitsfeld mit Anspruch auf Eigenständigkeit etabliert und institutionalisiert. Gedenkstätten gelten vor allem wegen ihrer „Authentizität“ als geeignete Lernorte für die Auseinandersetzung mit Verbrechen der Vergangenheit. Dies suggeriert eine unmittelbare Begegnung und verschweigt die aufwendigen Aushandlungen von Geschichte vor Ort, die erst zum Verstehen beitragen. Was in den Führungen, Seminaren und Studientagen geschieht, worüber wie gesprochen wird und welche Widersprüche sich in den pädagogischen Interaktionen zeigen, entzog sich bislang einer erziehungswissenschaftlichen Reflexion und Analyse. Die vorliegende Arbeit erlaubt nun einen Blick in die black box der gedenkstättenpädagogischen Praxis zu NS-Verbrechen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2015 ISBN:
978-3-86331-267-1
320 Seiten

Hardcover


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Gedenkstätte Dachau (Hrsg.)

Das Internationale Mahnmal von Nandor Glid

Idee, Wettbewerbe, Realisierung Katalog zur Sonderausstellung
16.00 

Herausgegeben von Andrea Riedle und Lukas Schretter
im Auftrag der KZ-Gedenkstätte Dachau

Das Internationale Mahnmal ist der zentrale Gedenkort in der KZ-Gedenkstätte Dachau. Es wurde in den 1950er Jahren vom Comité International de Dachau (CID), der Vereinigung von Überlebenden des Konzentrationslagers, initiiert. Zur Realisierung des Mahnmals führte das CID in den Jahren 1959 und 1965 zwei internationale Gestaltungswettbewerbe durch, die der jugoslawische Künstler Nandor Glid mit seinem Entwurf einer großen Mahnmalanlage und einer zentralen Bronzeskulptur gewann. Die Einweihung, die von Studentenprotesten und tätlichen Auseinandersetzungen überschattet war, fand am 8. September 1968 statt. Der Katalog präsentiert das künstlerische Werk von Nandor Glid und erzählt die Geschichte des Wettbewerbs.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2015 ISBN:
978-3-86331-263-3
132 Seiten

deutsch-englisch


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Anna Rohr

Dr. Heinrich Spiero (1876–1947)

Sein Wirken für die Christen jüdischer Herkunft unter dem NS-Regime
22.00 

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Heinrich Spiero ein bekannter und erfolgreicher Schriftsteller und Literaturhistoriker – bis sich 1933 mit der Machtübernahme Hitlers die Situation in Deutschland radikal veränderte. Den Nationalsozialisten galt Spiero ungeachtet seiner christlichen Taufe als Jude. Dadurch gehörte er zu einer Gruppe von Verfolgten, die bis heute kaum wahrgenommen wird: den Christen jüdischer Herkunft.
Angehörige dieser Gruppe gründeten bereits im Juli 1933 den „Reichsverband christlich-deutscher Staatsbürger nichtarischer oder nicht rein arischer Abstammung“ (seit 1936 Paulus-Bund). 1935 übernahm Heinrich Spiero deren Vorsitz, musste ihn aber 1937 aufgrund seiner Einstufung als „Volljude“ abgeben. Er erreichte die Eröffnung einer privaten Hilfsstelle, des Büros Dr. Heinrich Spiero, doch 1939 wurde auch diese verboten und in das Büro Pfarrer Grüber überführt.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2015 ISBN:
978-3-86331-269-5
312 Seiten

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Stefanie Schüler-Springorum (Hrsg.)

Jahrbuch für Antisemitismusforschung 24 (2015)

21.00 

Herausgegeben von Stefanie Schüler-Springorum
für das Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin

Das Jahrbuch für Antisemitismusforschung ist ein Forum für wissenschaftliche Beiträge zur Antisemitismus-, Vorurteils- und Minderheitenforschung und will dieses disziplinär breite Spektrum bündeln. Es ist deshalb fächerübergreifend und international vergleichend ausgerichtet.
Themen des Jahrbuchs 24: Antisemitismus im 18. und 19. Jahrhundert; Die Radikalisierung des Antisemitismus im Ersten Weltkrieg und in der Weimarer Republik; Antisemitismus und Holocaust in Griechenland; Konzeptionelle Überlegungen zum Antisemitismus; Antisemitismus in rechtsextremen Medien.

Preis im Abonnement: 16.00 Euro

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2015 ISBN:
978-3-86331-274-9
348 Seiten

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Detlef Garbe, Günter Morsch (Hrsg.)

Kriegsendverbrechen zwischen Untergangschaos und Vernichtungsprogramm

16.00 

Konzentrationslager. Studien zur Geschichte des NS-Terrors, Heft 1

Die Zeitschrift versteht sich als ein Forum zur Erforschung der nationalsozialistischen Zwangslager, das dem gesamten Spektrum der mit dem Lagersystem und seiner Nachgeschichte verbundenen Themen Raum geben und die geschichtswissenschaftliche Debatte über den Nationalsozialismus und die staatliche Massengewalt im 20. Jahrhundert anregen möchte.
Die erste Ausgabe befasst sich mit den Kriegsendverbrechen. Die Endphase des „Dritten Reiches“ ging mit einer kaum noch für möglich gehaltenen Steigerung von Terror und Gewalt einher. Es gab keine Mordtat, vor der die Nationalsozialisten nicht zurückschreckten, keine Grausamkeit, derer sie sich nicht bedienten, keinen „Feind“, der vor ihnen sicher war. Dem „totalen Krieg“ entsprach die „totale Vernichtung“ von Menschen, Ländern, Städten, Dörfern. Der allumfassende Vernichtungswille des NS-Regimes kannte keinerlei systemische oder ökonomische Zweckrationalität mehr.
Die Zeitschrift wird im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft der KZ-Gedenkstätten herausgegeben von Insa Eschebach, Detlef Garbe, Gabriele Hammermann, Volkhard Knigge, Habbo Knoch, Ricola Lüttgenau, Thomas Lutz, Günter Morsch, Thomas Rahe, Jörg Skriebeleit, Jens-Christian Wagner.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2015 ISSN:
978-3-86331-282-4
167 Seiten

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Nicole Hördler

Prettin liegt in Deutschland

Stadt und Land zwischen Aufbruch, Resignation und Identitätssuche, 1990 bis 2010
29.00 

Die ethnologische Feldstudie untersucht den Transformationsprozess der ostdeutschen Kleinstadt Prettin (Sachsen-Anhalt) vom letzten Jahrzehnt vor dem Zusammenbruch der DDR bis in die Gegenwart. Ziel ist es, übergreifende Zusammenhänge städtischen und ländlichen Wandels zu beschreiben sowie Kontinuitäten und Brüche lokal und vergleichend zu analysieren und zu bilanzieren.
Die Autorin kann das oft reproduzierte Bild, der Osten Deutschlands sei durch hohe Arbeitslosigkeit und Abwanderung in Depression und Lethargie gefallen, differenzieren. Sie zeigt, dass trotz extremer wirtschaftlicher, kultureller und sozialer Veränderungen ein breites Engagement für Prettin existiert. Ehrenamtliches Handeln und das Wohl der Gemeinde stehen nicht selten über prekären finanziellen und beruflichen Verhältnissen. Die Heimat und der Mikrokosmos der Lokalgemeinde werden zum Eckpfeiler nicht nur von gemeinschaftlicher Sicherheit, sondern auch von neuer Identität und ersetzen die überkommene DDR-Sozialisation.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2015 ISBN:
978-3-86331-272-5
536 Seiten

Hardcover


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Dietrich Heither, Adelheid Schulze

Die Morde von Mechterstädt 1920

Zur Geschichte rechtsradikaler Gewalt in Deutschland
29.00 

„Wer die bestialisch zugerichteten Leichen gesehen hat, der wird mir sicher zustimmen, dass Individuen, die solcher Taten fähig sind, nicht nur heute in sturmbewegter Zeit, sondern immer eine Gefahr für ihre Mitmenschen bilden.“
Johann Seehofer, Sozialdemokrat und Gewerkschafter

In den Morgenstunden des 25. März 1920 wurden bei Mechterstädt in Thüringen 15 Arbeiter aus Thal von 14 Marburger Verbindungsstudenten des Marburger Studentenkorps „auf der Flucht“ erschossen. Absprachen zwischen Anklage und Verteidigung, manipulierte Zeugen und sogar das Verschwindenlassen von Beweismitteln machten bereits im Ansatz ein rechtsstaatlichen Ansprüchen genügendes Gerichtsverfahren unmöglich. Die Täter wurden freigesprochen. „Mechterstädt“ steht seither synonym für den barbarischen innenpolitischen Krieg gegen die „Novemberverbrecher“, für die Kontinuitäten einer vordemokratischen Gesinnungsjustiz und die folgenschwere Radikalisierung des Konservatismus im Netzwerk völkisch-nationalistischer Organisationen.
Die umfassende Studie analysiert Ursachen wie folgenschwere Wirkungen rechtsradikaler Gewalt der akademischen Rechten in der Weimarer Republik.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2015 ISBN:
978-3-86331-261-9
527 Seiten

Hardcover


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NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln (Hrsg.)

August Sanders unbeugsamer Sohn

Erich Sander als Häftling und Gefängnisfotograf im Zuchthaus Siegburg 1935–1944
24.00 

Veröffentlichungen des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, Band 1

Begleitband zur Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Erich Sander, Sohn des berühmten Kölner Fotografen August Sander, saß in der NS-Zeit fast zehn Jahre wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ im Zuchthaus Siegburg ein. Er konnte als Gefängnisfotograf arbeiten und schmuggelte Briefe und Fotografien aus dem Gefängnis, um den Häftlingsalltag zu dokumentieren. Am 23. März 1944 starb Erich Sander in Haft. Der reich bebilderte Begleitband zur Ausstellung schildert ausführlich Erich Sanders Leben, sein politisches Wirken, seine Haft und präsentiert seine Werke sowie zahlreiche Fotografien seines Vaters August.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2015 ISBN:
978-3-86331-262-6
288 Seiten

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Enoh Meyomesse

Darmstadt

Eine afrikanische Liebeserklärung
14.00 

Herausgegeben von Jürgen Strasser und Sascha Feuchert
Aus dem Französischen übertragen von Jürgen Strasser

Über drei Jahre saß der Dichter, Politiker und Menschenrechtsaktivist Enoh Meyomesse in Kamerun im Gefängnis – weil er sein Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnahm. Im Oktober 2015 konnte er nach Deutschland ausreisen, um in Darmstadt als Elsbeth-Wolffheim-Stipendiat frei leben und arbeiten zu können. Kurz vor seiner Ausreise hat er diesen Gedichtband seiner neuen Heimat, aber auch der gemeinsamen deutsch-kamerunischen Geschichte gewidmet.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2015 ISBN:
978-3-86331-259-6
124 Seiten