Gesamtverzeichnis


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Hanni Lévy

Nichts wie raus und durch!

Lebens- und Überlebensgeschichte einer jüdischen Berlinerin
19.00 

Herausgegeben von Beate Kosmala

Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden, Band 9

Hanni Lévy, eine der Hauptpersonen in dem Film „Die Unsichtbaren. Wir wollen leben“ (2017), wurde 1924 als Hanni Weissenberg in Berlin geboren. Im Februar 1943 gelingt der jungen Frau die Flucht vor der Deportation. Als Zwangsarbeiterin hatte sie miterlebt, wie ihre geliebte Großmutter nach Theresienstadt verschleppt wurde. Als die Gestapo wenig später in das „Judenhaus“ in Berlin-Schöneberg eindringt, um die jüdischen Mieter abzuholen – darunter die verwaiste Hanni Weissenberg –, entkommt sie in letzter Minute. Sie steht buchstäblich auf der Straße, ohne Geld, ohne Lebensmittel und ohne ein vorbereitetes Versteck. Doch sie trifft auf Menschen, die ihr zur Seite stehen, Quartiere für sie finden oder sie bei sich aufnehmen. Den „stillen Helden“, denen sie ihr Überleben verdankt, setzt Hanni Lévy mit ihrem Buch ein Denkmal, sie erinnert aber auch an Jugendfreunde und Verwandte, die keine Hilfe fanden.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2019 ISBN:
978-3-86331-449-1
192 Seiten

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Josef Wißkirchen (Hrsg.)

Verlorene Freiheit

Nationalsozialistische Schutzhaft 1933/34 im heutigen Rhein-Erft-Kreis
39.00 

RHEINPROVINZ. Dokumente und Darstellungen zur Geschichte der rheinischen Provinzialverwaltung
und des Landschaftsverbandes Rheinland. Anstaltswelten Bd. 28

Die nationalsozialistische Herrschaft in Deutschland war ein Gewaltregime von Anfang an. Bereits vier Tage nach der Machtübernahme ermöglichte eine Verordnung vom 4. Februar 1933 längere, bis zu dreimonatige Verhaftungen von politischen Gegnern ohne richterlichen Haftbefehl.
Durch die Reichstagsbrandverordnung vom 28. Februar 1933 wurde die Polizei ermächtigt, Personen für unbegrenzte Zeit in sogenannte Schutzhaft zu nehmen. Vor allem Kommunisten, aber auch Sozialdemokraten waren die ersten Opfer. Sie waren der Willkür der Polizei, die mit der SA und SS kooperierte, ausgeliefert.
Für diese Rechtlosen wurde ein neuer Haftstättentypus geschaffen, die sogenannten Schutzhaftlager, aus denen sich dann die ersten frühen Konzentrationslager entwickelten, im Raum des heutigen Rhein-Erft-Kreises das Konzentrationslager Brauweiler. Sie waren die Keimzellen für das spätere Lagersystem, in dem die Brutalität der Nazidiktatur sich am deutlichsten manifestierte.
Am Beispiel des Rhein-Erft-Kreises wird quellen- und ortsnah analysiert, wie seit Februar 1933 innerhalb weniger Monate die Demokratie in Deutschland umgewandelt wurde in ein Terrorregime. Allein im Rhein-Erft-Raum wurden 1933 rund 500 Personen verhaftet; 405 von ihnen werden namentlich in diesem Buch benannt und vorgestellt.

Bericht über die Buchvorstellung in den Rheinischen Anzeigenblättern vom 14. Februar 2019

Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtete am 15. Februar über die Veranstaltung:
Kathrin Höhne: Den Blick ins Heute sensibilisieren. Historiker und Archivare über die Schicksale der Gegner der Nationalsozialisten

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2019 ISBN:
978-3-86331-452-1
664 Seiten

Cover Morsch Prehn Front
Günter Morsch (Hrsg.), Ulrich Prehn (Hrsg.)

,,Religion Evangelisch“

Protestanten im Konzentrationslager Sachsenhausen/Protestants at Sachsenhausen Concentration Camp 1936–1945
16.00 

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 57

Im Konzentrationslager Sachsenhausen waren von 1936 bis 1945 mehr als 200.000 Menschen inhaftiert. Unter ihnen befanden sich auch viele Häftlinge evangelischen Glaubens.
Die Ausstellung richtet den Blick auf die Schicksale von 13 protestantischen Häftlingen aus Deutschland, den Niederlanden, Norwegen und Polen. Doch nicht nur die nationale Herkunft der Inhaftierten wird thematisiert. Auch politische Motivlagen, Handlungsspielräume, Praktiken der Religionsausübung und solidarischen Handelns sind Gegenstände der Darstellung, die versucht, die ganze Bandbreite des Verhaltens dieser Gruppe von Häftlingen und ihre Lebensbedingungen im Lager zu veranschaulichen. Kontrastierend werden die Biografien zweier Männer, die ebenfalls gläubige evangelische Christen, gleichzeitig aber Angehörige des KZ-Kommandanturstabs waren, vorgestellt.

More than 200,000 people were imprisoned at Sachsenhausen Concentration Camp between 1936 and 1945. Among them were also many inmates of Protestant faith.
This exhibition focusses on the fates of thirteen Protestant prisoners from Germany, the Netherlands, Norway, and Poland. But the portrayals of these prisoners go far beyond their national origins. Their political motives, options for action, religious practices, and concrete displays of solidarity are also presented in the exhibition, which aims to illustrate the entire spectrum of conduct shown by this group of inmates, and of their different situations in the camp. This is contrasted against the biographies of two men who were likewise devout Protestants, and yet were serving as members of the camp’s command personnel.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2019 ISBN:
978-3-86331-443-9
160 Seiten

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Yoko Akiyama

Das Schächtverbot von 1893 und die Tierschutzvereine

Kulturelle Nationsbildung der Schweiz in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
24.00 

Warum wurde in der Schweiz im 19. Jahrhundert, parallel zum Ausbau der direkten Demokratie, das Schächten verboten? Die Studie untersucht erstmals umfassend und breit regional differenzierend das Zustandekommen des Schächtverbots im Land. Zwei Jahre zuvor in der Verfassung verankert, wurde mit einem nationalen Initiativreferendum 1893 erstmals ein Gesetz direktdemokratisch beschlossen: das Verbot dieser rituellen Praxis der kleinen jüdischen Minderheit. Träger der Bewegung waren die deutschschweizerischen Tierschutzvereine, begründet wurde die Forderung mit dem Tierschutzgedanken. Den ideellen Boden dafür bildeten sowohl die Exklusionswirkung des damals besonders im deutschsprachigen Raum verbreiteten Antisemitismus als auch der Homogenisierungssog der kulturellen Nationsbildung im Land.

Download cover Inhaltsverzeichnis Februar 2019 ISBN:
978-3-86331-450-7
302 Seiten

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

67. Jg., Heft 2 (2019)
13.00 

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft erscheint monatlich. Sie ist ein Fachorgan für Historiker, Geschichtslehrer, Archivare, Studierende und Interessenten an Geschichte und verwandten Disziplinen wie Völkerkunde, Politische Wissenschaft, Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte u. a.

Einzelheftpreis: 13,– € (zuzügl. Versandkosten und Porto)
Jahresbezugspreis Inland: 129,– € (einschl. Versand und Porto)
Jahresbezugspreis Ausland: 129,– € (zuzügl. 18,– € Versand und Porto)
Studentenvorzugsabonnement: 96,75 € (einschl. Versandkosten und Porto)

Jahresbezugspreis Print & Online: 160,– € (einschl. Versandkosten und Porto)

Alle Preise einschl. MwSt.

Download cover Inhaltsverzeichnis Februar 2019 ISSN:
0044-2828
96 Seiten

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

67. Jg., Heft 1 (2019)
13.00 

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft erscheint monatlich. Sie ist ein Fachorgan für Historiker, Geschichtslehrer, Archivare, Studierende und Interessenten an Geschichte und verwandten Disziplinen wie Völkerkunde, Politische Wissenschaft, Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte u. a.

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0044-2828
96 Seiten

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Gewerkschafter im Konzentrationslager Osthofen 1933/34

Biografisches Handbuch
34.00 

Herausgegeben im Auftrag der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz

Reihe Gewerkschafter im Nationalsozialismus
Verfolgung – Widerstand – Emigration, Band 8

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten und im Zusammenhang mit der Zerschlagung der Freien Gewerkschaften im Frühjahr 1933 wurden zahlreiche Gewerkschaftsfunktionäre in „Schutzhaft“ genommen. Trotz des NS-Terrors schlossen sich nicht wenige ehemals gewerkschaftlich Organisierte in Widerstandsgruppen zusammen. Viele wurden Opfer der NS-Herrschaft. Das Konzentrationslager Osthofen nahm 1933/34 eine Schlüsselstellung bei der Verfolgung der politischen und gewerkschaftlichen Opposition im Volksstaat Hessen ein. Maßgeblich verantwortlich dafür war der damalige Polizeipräsident für den Volksstaat Hessen, der NS-Jurist Dr. Werner Best, der bereits 1931 ein Szenario für die Ausschaltung von Gegnern der NSDAP entworfen hatte.
Dieser biografische Sammelband erinnert an den Widerstand und die Verfolgung von Gewerkschaftsfunktionären, die im Konzentrationslager Osthofen inhaftiert waren. Zugleich erinnert er an das Engagement bei der Neugründung der Gewerkschaften nach Ende des Zweiten Weltkrieges.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2019 ISBN:
978-3-86331-439-2
602 Seiten

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Ines Reich, Maria Schultz (Hrsg.)

Sowjetisches Untersuchungsgefängnis Leistikowstraße Potsdam

19.00 

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 33

Die Dauerausstellung erzählt auf etwa 1000 qm die Geschichte des zentralen Untersuchungsgefängnisses der sowjetischen Spionageabwehr in der Potsdamer Leistikowstraße. Erinnerungsstücke, Alltagsgegenstände, Fotos und Dokumente sowie Filme und Hörstationen veranschaulichen, wie Menschen in vollkommener Isolation und unter katastrophalen Haftbedingungen gelitten haben. Einen Schwerpunkt bilden die Schicksale ehemaliger Häftlinge, insgesamt werden auf drei Etagen 50 Lebensgeschichten vorgestellt. Außerdem informiert die Ausstellung über Strukturen und Personal der sowjetischen Spionageabwehr, die das Gefängnis bis 1991 betrieb. Neunzehn ausführliche Häftlingsbiografien findet der Besucher in drei Räumen im südlichen Flügel des Obergeschosses, in denen der Geheimdienst Häftlinge in Sammelzellen einsperrte.
Der Katalog dokumentiert die gesamte Ausstellung mit allen Texten und Abbildungen von vielen der gezeigten Dokumente, Fotos und Objekte.

Download cover Inhaltsverzeichnis 2. Auflage 2019 ISBN:
978-3-86331-072-1
237 Seiten

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Arbeit – Bewegung – Geschichte

Zeitschrift für historische Studien 2019/I
14.00 

Schwerpunkt: 100 Jahre Revolution 1918/19 – Beiträge:
– Frank Jacob: Der Kultursozialismus Kurt Eisners (1867‒1919): das „Arbeiter-Feuilleton“ und die Aufklärung der deutschen Arbeiterschaft
– Jörn Schütrumpf: Rosa Luxemburg und der Terror
– Klaus Gietinger: Paul Wieczorek – Neues über den ersten Kommandanten der Volksmarinedivision
– David Fernbach: Wolfgang Fernbach (1889‒1919): jüdischer Sozialist und Opfer der Berliner Januarkämpfe 1919
– Gerhard Engel: Einhundert Jahre deutsche Revolution 1918/19. Eine selektive Bücherschau

Erscheinungsweise: 3-mal jährlich (Januar, Mai, September)

Einzelheftpreis: 14,– Euro
Jahresabonnement Inland (3 Hefte): 35,– Euro
Jahresabonnement Ausland (3 Hefte): 45,– Euro
Print & Online: 50,– Euro
Alle Preise einschl. Porto und MwSt.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2019 ISSN:
2366-2387
ISBN: 978-3-86331-453-8 192 Seiten

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

66. Jg., Heft 12 (2018)
13.00 

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft erscheint monatlich. Sie ist ein Fachorgan für Historiker, Geschichtslehrer, Archivare, Studierende und Interessenten an Geschichte und verwandten Disziplinen wie Völkerkunde, Politische Wissenschaft, Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte u. a.

Einzelheftpreis: 13,– € (zuzügl. Versandkosten und Porto)
Jahresbezugspreis Inland: 129,– € (einschl. Versand und Porto)
Jahresbezugspreis Ausland: 129,– € (zuzügl. 18,– € Versand und Porto)
Studentenvorzugsabonnement: 96,75 € (einschl. Versandkosten und Porto)

Jahresbezugspreis Print & Online: 160,– € (einschl. Versandkosten und Porto)

Alle Preise einschl. MwSt.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2018 ISSN:
0044-2828
102 Seiten

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Stefanie Schüler-Springorum (Hrsg.)

Stefanie Schüler-Springorum (Hrsg.), Jahrbuch für Antisemitismusforschung 27 (2018)

21.00 

Das Jahrbuch für Antisemitismusforschung ist ein Forum für wissenschaftliche Beiträge zur Antisemitismus-, Vorurteils- und Minderheitenforschung und will dieses disziplinär breite Spektrum bündeln. Es ist deshalb fächerübergreifend und international vergleichend ausgerichtet.

Schwerpunkte dieser Ausgabe: Antisemitismus in Literatur und Musik | Antisemitismus in Europa in Geschichte und Gegenwart | Verschwörungstheorien | Debatte: Mit Rechten reden

Preis im Abonnement: 16.00 Euro

Rezension von Armin Pfahl-Traughber, in: Humanistischer Pressedienst (hpd), 9. April 2019

Rezension von Armin Pfahl-Traughber, bei: haGalil.com, 7. Mai 2019

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2018 ISBN:
978-3-86331-447-7
256 Seiten

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Andreas A. Apelt, Robert Grünbaum, Heike Tuchscheerer (Hrsg.)

Der lange Schatten des Kommunismus

100 Jahre Russische Revolution und das kommunistische Erbe Europas
16.00 

Herausgegeben unter Mitarbeit von Evelyna Schmidt
im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Deutschen Gesellschaft e. V.

Bis heute werfen die Ereignisse der Russischen Revolution von 1917 Fragen auf, die für das kollektive europäische Gedächtnis von großer Bedeutung sind. Wie gehen Deutschland und Europa mit ihrer totalitären Erfahrung um? Welche Erinnerungskultur hat sich entwickelt und wie beeinflusst sie die Politik in den jeweiligen Ländern? Welche Rolle spielt die kommunistische Ideologie im öffentlichen Diskurs?
100 Jahre nach der Russischen Revolution diskutieren und analysieren Experten aus dem In- und Ausland das kommunistische Vermächtnis.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2018 ISBN:
978-3-86331-438-5
170 Seiten

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Kurt Eisner

Arbeiter-Feuilleton

Band 3: 1914–1917
19.00 

Ediert, eingeleitet und herausgegeben von Doreen Pöschl, Swen Steinberg, Frank Jacob, Cornelia Baddack und Sophia Ebert

Reihe Kurt Eisner-Studien • Band 4

Zwischen Dezember 1909 und Mai 1917 stellte Kurt Eisner eigene Artikel und die Texte befreundeter Autorinnen und Autoren in seinem „Arbeiter-Feuilleton“ zusammen und schickte sie an die Redaktionen vorrangig sozialdemokratischer Zeitungen. Eisner kritisierte in diesen Feuilletons soziale Missstände, er kommentierte das politische Tagesgeschehen oder die deutsche Außenpolitik und legte zudem politische Karikaturen historischer oder regierender Staatsmänner sowie des aktuellen Pressebetriebs vor. Eine Auswahl dieser reichhaltigen journalistischen Arbeiten wird in diesem und weiteren Bänden der Kurt Eisner-Studien erstmals einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2018 ISBN:
978-3-86331-434-7
172 Seiten

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Horst Seferens (Hrsg.)

Schwierige Nachbarschaft?

Das Verhältnis deutscher Städte zu „ihren“ Konzentrationslagern vor und nach 1945
19.00 

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 23

Der Band versammelt die Beiträge einer Tagung, die 2016 anlässlich der 800-Jahr-Feier der Stadt Oranienburg in der Gedenkstätte Sachsenhausen stattfand. Im Mittelpunkt stand dabei das Verhältnis von Konzentrationslagern zu den Städten und Gemeinden, auf deren Territorium sie sich befanden, sowie zu den Einwohnern als Nachbarn der Konzentrationslager. Dabei ging es zum einen um eine historische Perspektive, die sowohl die NS-Zeit als auch die Nachnutzung der Lager und die Gründung von Gedenkstätten in den Blick nimmt, und zum anderen um die aktuelle Fragestellung nach dem heutigen Verhältnis zwischen Kommunen und Gedenkstätten.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2018 ISBN:
978-3-86331-423-1
178 Seiten

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

66. Jg., Heft 11 (2018)
13.00 

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft erscheint monatlich. Sie ist ein Fachorgan für Historiker, Geschichtslehrer, Archivare, Studierende und Interessenten an Geschichte und verwandten Disziplinen wie Völkerkunde, Politische Wissenschaft, Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte u. a.

Einzelheftpreis: 13,– € (zuzügl. Versandkosten und Porto)
Jahresbezugspreis Inland: 129,– € (einschl. Versand und Porto)
Jahresbezugspreis Ausland: 129,– € (zuzügl. 18,– € Versand und Porto)
Studentenvorzugsabonnement: 96,75 € (einschl. Versandkosten und Porto)

Jahresbezugspreis Print & Online: 160,– € (einschl. Versandkosten und Porto)

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Download cover Inhaltsverzeichnis November 2018 ISSN:
0044-2828
96 Seiten

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Francesco Fausto Nitti

Pferde: 8 – Personen: 70

Von Südfrankreich nach Dachau. Ein zeitgenössischer Bericht über den „Geisterzug“ 1944
16.00 

Aus dem Französischen von Günter Leitzgen
Herausgegeben von Charlotte Kitzinger und Markus Roth

Studien und Dokumente zur Holocaust- und Lagerliteratur,
Band 6

Über acht Wochen irrte der „Geisterzug“ im Sommer 1944 mit jüdischen Gefangenen und Widerstandskämpfern durch das besetzte Frankreich. Sein Ziel war das Konzentrationslager Dachau. Francesco Nitti, einer der Deportierten, konnte unterwegs aus dem fahrenden Zug entkommen. Unmittelbar nach seiner Flucht schrieb er diesen eindringlichen und packenden Bericht. Es ist ein Zeugnis nicht nur vom Irrsinn der nationalsozialistischen Deportations- und Repressionspraxis, sondern auch vom Mut und der Selbstbehauptung der Verfolgten.

Rezension von Armin Fuhrer, Ziel KZ Dachau: Zeitzeuge berichtet, wie er sich aus Hitlers „Geisterzug“ befreite, bei Focus Online, Samstag, 16. März 2019

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2018 ISBN:
978-3-86331-418-7
120 Seiten

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Barbara Schäfer

Israel unter den Völkern

Zum Ende des Zionismus
22.00 

Was wollten die Zionisten, als sie auf ihrem ersten Kongress 1897 eine »öffentlich-rechtlich gesicherte Heimstätte in Palästina« für Juden proklamierten: einen »Judenstaat«, wie Theodor Herzl ihn entwarf? Ein »geistiges Zentrum«? Die Diskussionen über die Form des neuen Gemeinwesens, die Rolle der Religion und den Status der lokalen, mehrheitlich arabischen Bevölkerung waren kontrovers. Zu einer einheitlichen Position gelangten die Zionisten und ihre innerjüdischen Widersacher nie. Bis heute sind viele Fragen ungelöst – nur die zentrale Forderung nach politischer Souveränität wurde mit der Staatsgründung 1948 erfüllt. Die Studie geht der Frage nach, ob der Zionismus seine Ziele erreicht oder ob er sich nach der Staatsgründung überlebt hat.

„Diese soeben erschienene klare und nüchterne Geschichte des Zionismus tritt der Gleichsetzung von Ende und Scheitern des Zionismus entgegen. Zu Ende mag sie sein, aber der Zionismus ist nicht gescheitert, ‚hat sich vielmehr – über ein Jahrhundert nach seinen Anfängen – vollendet, denn seine Ziele sind verwirklicht.‘ Diese Epoche wird von der Eingangsfrage ‚Was ist Zionismus‘ über die Vorgeschichte in zehn Kapiteln (darunter auch ‚Der Zionismus in Deutschland‘) sachlich detailreich, mit realistischem Weitblick auf die so turbulente Vergangenheit und die Gegenwart, und dazu gut lesbar dargestellt – ein unaufdringlich lehrreiches Buch.“
Aus: Kalonymos, 21. Jg. 2018, Heft 4

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2018 ISBN:
978-3-86331-428-6
218 Seiten

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Franziska Jahn

Das KZ Riga-Kaiserwald und seine Außenlager 1943–1944

Strukturen und Entwicklungen
24.00 

„So schrecklich wie es war, so viele Tage werden wir noch daran zurückdenken. Wer weiß, was uns jetzt wieder bevorsteht“, schrieb Lore Oppenheimer am Tag ihrer Überstellung aus dem Rigaer Ghetto in das wenige Kilometer entfernte KZ Riga-Kaiserwald. Die Auflösung der Ghettos und die Errichtung von Konzentrationslagern im deutsch besetzten Baltikum stellten seit Frühjahr 1943 eine erneute Radikalisierung der NS-Judenpolitik dar und waren ein weiterer Schritt zur Vernichtung der dort inhaftierten Jüdinnen und Juden. Die Studie rekonstruiert erstmals die Strukturen und Entwicklungen des KZ Riga-Kaiserwald und seiner Außenlager und gibt umfassende Einblicke in die Lebenswelt seiner Häftlinge.

Rezensiert von Tilman Plath, Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte, Universität Greifswald, bei: H-Soz-Kult, 20. März 2019

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2018 ISBN:
978-3-86331-427-9
471 Seiten

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Wolfgang Benz (Hrsg.)

Antisemitismus in der DDR

Manifestationen und Folgen des Feindbildes Israel
19.00 

Antisemitismus war in der DDR, die als antifaschistischer Staat begründet wurde, per se nicht artikulierbar und scheinbar auch nicht vorhanden. Als Element faschistischer Ideologie galt Antisemitismus als überwunden. Dagegen gehörte der politisch instrumentalisierte Antizionismus, der Israel als Feindstaat definierte, jahrelang zur Staatsdoktrin. Die Folgen des negativen Israelbildes sind bis heute spürbar. Vor dem Hintergrund einer neu auflebenden Fremdenfeindlichkeit ist es geboten, die Traditionen und Wirkungen judenfeindlicher Ressentiments in der DDR in den Blick zu nehmen. In zehn Beiträgen wird mit diesem Band ein Versuch dazu unternommen.

Rezension von Angelika Timm, in: sehepunkte 19 (2019), Nr. 6 [15.6.2019]

Beitrag von Wolfgang Benz: Antisemitismus war in der DDR offiziell tabu. Doch mit antizionistischer Propaganda wurden alte Verschwörungstheorien bedient. Das Erbe wirkt bis heute nach, in: Tagesspiegel vom 13. (online)/14. (print) Februar 2019

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2018 ISBN:
978-3-86331-436-1
275 Seiten

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Ewald Ochel

„Was die nächste Zeit bringen wird, sind Kämpfe.“

Erinnerungen eines Revolutionärs (1914–1921)
24.00 

Herausgegeben und mit einer biografischen Notiz versehen von Joachim Schröder

Mitunter muten sie an wie ein Schelmenroman: die Erinnerungen von Ewald Ochel. Sozialdemokrat, dann Kommunist, kein Theoretiker – ein Praktiker der Revolution 1918/19. Parteiisch, rastlos, turbulent schildert Ochel seine Erlebnisse: Widerstand gegen den Krieg, Desertion und Flucht in die Niederlande, die Herausgabe der Zeitung „Der Kampf“ in Amsterdam an der Seite Carl Minsters und Wilhelm Piecks, die Beteiligung an der Revolution an vorderster Front in seiner Heimatstadt Düsseldorf und in der Münchner Räterepublik. Ochels Perspektive spiegelt die Sicht Hunderttausender, die von den Ergebnissen der Revolution enttäuscht waren und in das Lager der radikalen Linken wechselten. Kritisch kommentiert, eingeordnet und mit zahleichen Dokumenten und Abbildungen durch den Herausgeber ergänzt.

Joachim Schröder, Historiker (1973), wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus an der Hochschule Düsseldorf und Leiter des Erinnerungsortes Alter Schlachthof. Forschungen und Publikationen zur Geschichte des Nazismus, der Weltkriege, des Sozialismus und Kommunismus.

„Natürlich ist eine Autobiographie immer eine Konstruktion von Erinnerung. Und doch ist Ochels ein höchst lesenswertes und dazu lebendiges Zeitzeugendokument. Dank des einordnenden Fußnotenapparates fühlt sich der Leser stets gut begleitet beim rechts und links Schauen des Wegs hin zur ersten deutschen Demokratie. Die eben durchaus blutig und mit vielen Toten begann.“
Aus der Besprechung von Melanie Longerich, Deutschlandfunk, Sendung Andruck, 25. Februar 2019

Beitrag in: TERZ – autonome Stattzeitung für Politik und Kultur in Düsseldorf und Umgebung 12/2018

„Der Historiker Joachim Schröder entdeckte das unveröffentlichte Manuskript im Berliner Bundesarchiv. Er ergänzte es durch ein Personenregister, forschte zu Ewald Ochel und stellte die Aufzeichnungen in einen historischen Kontext. Die Biographie von Ewald Ochel ist ein wichtiger Beitrag zur Geschichte der Novemberrevolution – und dies nicht nur aus lokalhistorischer Sicht.“
Aus der Rezension von Lukas Heval, in: Lotta. Antifaschistische Zeitung aus NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen, Nr. 73, Winter 2018/2019

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2018 ISBN:
978-3-86331-435-4
311 Seiten

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Andreas Weigelt

Vorwurf: Aktiver Nazi, Werwolf oder Agent

Die Verhaftungspraxis sowjetischer Geheimdienste in und um Bad Freienwalde 1945–1955
19.00 

Schriftenreihe der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Band 11

Über 120 000 Menschen waren zwischen 1945 und 1950 in sowjetischen Speziallagern in der SBZ interniert oder inhaftiert, weitere 1000 wurden darüber hinaus bis 1955 von sowjetischen Geheimdiensten festgenommen und zum Teil von Militärtribunalen verurteilt. Wer waren diese Menschen, was wurde ihnen vorgeworfen und trafen die Vorwürfe zu? Die vorliegende Fallstudie geht diesen Fragen nach. Die frühere Kreisstadt Bad Freienwalde wurde zufällig ausgewählt und steht nicht exemplarisch für alle Orte in der SBZ oder DDR. Doch da es bisher keine überprüften Angaben über die von den sowjetischen Geheimdiensten nach dem Zweiten Weltkrieg festgenommenen Bürgerinnen und Bürger gibt, kann die Studie Aufschlüsse über die Verhaftungspraxis geben und Anregungen für weitere Forschungen liefern.
Auf der Basis umfangreicher sowjetischer und deutscher Quellen in vielen Archiven rekonstruiert Andreas Weigelt die Biografien von nahezu 319 in Bad Freienwalde und Umgebung zwischen 1945 und 1955 festgenommenen Personen.

Rezensiert von Andreas Hilger, Deutsches Historisches Institut Moskau, bei: H-Soz-Kult, 21. Mai 2019

Beitrag von Reinhard Schmook, in: Märkische Oderzeitung, 3. Januar 2019

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2018 ISBN:
978-3-86331-441-5
326 Seiten

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Susanne Urban

„Mein einziges Dokument ist die Nummer auf der Hand …“

Aussagen Überlebender der NS-Verfolgung im International Tracing Service
22.00 

Frühe Erinnerungen Überlebender der Shoah und der nationalsozialistischen Verfolgung wurden erst in jüngster Zeit neu entdeckt und erforscht. Auch ein Quellenfundus aus dem International Tracing Service (ITS) mit Fragebögen, in denen rund 1000 Überlebende Zeugnis ablegten, war lange Jahre in Wissenschaft und Öffentlichkeit nahezu unbekannt. Dieser Band präsentiert die Dokumente, ihre Herkunft und die darin enthaltene Stimmenvielfalt Überlebender.

»Das Verdienst des Buches ist, dass es kaum bekannte, wenige Jahre nach der Befreiung abgelegte Zeugnisse dokumentiert und jedem Interessierten zugänglich macht.«
Otto Dov Kulka (Hebrew University Jerusalem)

»Eindrucksvoll und bewegend zugleich wird den frühen Stimmen der Überlebenden Gehör verschafft.«
Johannes-Dieter Steinert (University of Wolverhampton)

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2018 ISBN:
978-3-86331-429-3
224 Seiten

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Marianne Bechhaus-Gerst/Joachim Zeller (Hrsg.)

Deutschland postkolonial?

Die Gegenwart der imperialen Vergangenheit
29.00 

Der Umgang mit der Kolonialgeschichte, die hierzulande lange im Schatten der Aufarbeitung des Nationalsozialismus und des Holocaust stand, unterliegt gegenwärtig einem grundlegenden Wandel. Zwar zählt auch Deutschland faktisch zu den postkolonialen Gesellschaften Europas, doch ist diese Tatsache kaum in das Bewusstsein der Menschen und in das Handeln der Politik vorgedrungen. Der Sammelband zieht Bilanz und will zugleich die notwendige Auseinandersetzung um eine Dekolonisierung globaler wie lokaler Machtverhältnisse und eine Dekolonialisierung der immer noch dominierenden Wissens- und Deutungsmacht des »Westens« anregen. Die aktuellen Debatten um den Völkermord an den Herero und Nama oder die koloniale Beutekunst im geplanten Humboldt Forum in Berlin richten den Fokus ein ums andere Mal auf eine koloniale Vergangenheit, die nicht vergehen will.

„Das Buch ‚Deutschland postkolonial‘ geht über die klassische Kolonialhistoriografie – ohne sie zu vernachlässigen – und deren Konstrukte – die aufgelöst werden – hinaus, bezieht Fragestellungen der Mentalitätsgeschichte ein, wendet Strategien der Ressentimentforschung auf den Gegenstand Koloniales Erbe an. Das gewichtige Kompendium […] bietet weit mehr als interdisziplinäre Wissenschaft. Es ist politisch hochaktuell und hat das Potenzial, der öffentlichen Debatte über die ökonomischen und moralischen Nachwirkungen kolonialer Herrschaft und anhaltender Dominanz über die einstigen Kolonien das dringend notwendige Fundament zu geben.[…] Das gut lesbare Handbuch geht über die Ankündigung des Titels weit hinaus. Es leistet nicht nur einen notwendigen Beitrag zum Erinnerungsdiskurs, der auf hohem Niveau (gelegentlich auch abgehoben) in den Feuilletons geführt wird, das Buch ist erfreulich konkret, faktenreich und trotzdem hoch reflektiert.“
Aus der Rezension von Wolfgang Benz in der Süddeutschen Zeitung vom 8. Juli 2019

Beitrag im Tagesspiegel
Deutscher Kolonialismus: Der lange Schatten der „Tropensehnsucht“. Das Erbe des deutschen Kolonialismus wirkt fort, etwa in der Wahrnehmung des Globalen Südens. Analyse einer „Fantasiegeschichte“. Von Dirk van Laak, in: Der Tagesspiegel, 4. Januar 2019
(Der Artikel beruht auf einem Beitrag zum Sammelband „Deutschland postkolonial?“)

Rezension von Bernd Hüttner, Deutschland postkolonial? Ein spannendes Handbuch, das viele Themen abdeckt, bei: Rosa Luxemburg Stiftung – News, 11. Mai 2019

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2018 ISBN:
978-3-86331-393-7
579 Seiten

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Detlef Lehnert (Hrsg.)

Wahl- und Stimmrechtskonflikte in Europa

Ursprünge – Neugestaltungen – Problemfelder
24.00 

Historische Demokratieforschung 14

Wahlen gehören neben Freiheitsrechten zu den wichtigsten Grundlagen für jede Demokratie. Ein gleiches Stimmrecht für die gesamte erwachsene Staatsbürgergesellschaft wurde im 20. Jahrhundert immer mehr zum demokratischen Standard. Dies schloss zunehmend die Einführung des Frauenwahlrechts ein, dessen 100. Jahrestag in Deutschland und einigen Nachbarstaaten mit impulsgebend für diese Publikation ist. Jenseits demokratischer Erfolgsgeschichten werden auch die konfliktreichen Wege der Partizipationserweiterung von modernen Wahlrechtsursprüngen bis zu Gegenwartsfragen wie dem Ausländerstimmrecht betrachtet. Dabei werden Studien zu Wahlkämpfen und Analysen zu Parteiensystemen einbezogen. Außer deutschen Problemlagen und Seitenblicken in die USA gelten die Länderstudien dieses Bandes Großbritannien, Frankreich, Italien, Österreich und der Schweiz. Dabei werden rechts-, politik- und geschichtswissenschaftliche Perspektiven kombiniert.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2018 ISBN:
978-3-86331-440-8
327 Seiten

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Wolfgang Benz

Gewalt im November 1938

Die „Reichskristallnacht“ – Initial zum Holocaust
19.00 

Mit der „Reichskristallnacht“ begann offene Gewalt gegen Juden, staatlich inszeniert, ausgeübt nicht nur von fanatischen Nationalsozialisten, sondern auch von Menschen, die zuvor freundliche Nachbarn und friedliche Mitbürger waren. Die Gewalt im November 1938 – Brandstiftung gegen Synagogen, Plünderung und öffentliche Misshandlung der Juden – war ein Rückfall in finstere Barbarei. Ihr folgten die Beraubung und Entrechtung der Juden durch die Regierung, die NSDAP und eine willfährige Bürokratie, Anfang 1939 war die wirtschaftliche und öffentliche Existenz der deutschen Juden zerstört. Ghettoisierung in „Judenhäusern“, Reglementierung des Alltags, Zwangsarbeit und schließlich völliger Rechtlosigkeit folgten das Verbot der Auswanderung, die Kennzeichnung mit dem „Judenstern“, die Deportation in Ghettos und Vernichtungsstätten im Osten und der organisierte systematische Judenmord. Die „Reichskristallnacht“ war der Auftakt zum Holocaust.

Ein Beitrag zum Thema von Wolfgang Benz erschien unter dem Titel „Hannchen B. war begeistert“ in der ZEIT, Nr. 45 vom 31. Oktober 2018, online ist er ebenfalls zu erwerben.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2018 ISBN:
978-3-86331-421-7
232 Seiten

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Kurt Eisner

Arbeiter-Feuilleton

Band 2: 1912–1913
19.00 

Ediert, eingeleitet und herausgegeben von Cornelia Baddack, Swen Steinberg, Frank Jacob, Sophia Ebert und Doreen Pöschl

Reihe Kurt Eisner-Studien • Band 3

Zwischen Dezember 1909 und Mai 1917 stellte Kurt Eisner eigene Artikel und die Texte befreundeter Autorinnen und Autoren in seinem „Arbeiter-Feuilleton“ zusammen und schickte sie an die Redaktionen vorrangig sozialdemokratischer Zeitungen. Eisner kritisierte in diesen Feuilletons soziale Missstände, er kommentierte das politische Tagesgeschehen oder die deutsche Außenpolitik und legte zudem politische Karikaturen historischer oder regierender Staatsmänner sowie des aktuellen Pressebetriebs vor. Eine Auswahl dieser reichhaltigen journalistischen Arbeiten wird in diesem und weiteren Bänden der Kurt Eisner-Studien erstmals einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2018 ISBN:
978-3-86331-433-0
162 Seiten

Deutschkron.Cover
Inge Deutschkron

Auschwitz war nur ein Wort

Berichte über den Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963–1965
24.00 

Herausgegeben und aus dem Englischen übertragen von Beate Kosmala

Über den ersten Frankfurter Auschwitzprozess (1963–1965), der die Deutschen mit der Judenvernichtung konfrontierte und die deutsche Gesellschaft nachhaltig veränderte, berichtete auch die Journalistin Inge Deutschkron. Vielen wurde sie bekannt durch ihre Überlebensgeschichte als verfolgte Jüdin im Berliner Untergrund. Der Band, eine Hommage an Inge Deutschkron, versammelt einen Großteil ihrer täglichen Berichte aus Frankfurt nach Tel Aviv, die sie als Bonner Deutschlandkorrespondentin der israelischen Zeitung Maariv verfasste, sowie einige Reportagen über den Auschwitz-Prozess. Sie stand vor der fast unlösbaren Aufgabe, das Grauen von Auschwitz und die Versuche, diesem Verbrechen mit juristischen Mitteln zu begegnen, ihren israelischen Lesern nahezubringen, unter denen viele Überlebende waren.

Rezension von Wilfried Weinke, Die couragierte Aufklärerin.
Inge Deutschkron ist eine leidenschaftliche Journalistin. Nun sind ihre Artikel über den Auschwitz-Prozess in sorgsam editierter Buchform erschienen, in: taz, 17. Mai 2019

Rezension von Peter Steinbach, in: Passauer Neue Presse vom 26. Februar 2019

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2018 ISBN:
978-3-86331-417-0
328 Seiten

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

66. Jg., Heft 10 (2018)
13.00 

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft erscheint monatlich. Sie ist ein Fachorgan für Historiker, Geschichtslehrer, Archivare, Studierende und Interessenten an Geschichte und verwandten Disziplinen wie Völkerkunde, Politische Wissenschaft, Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte u. a.

Einzelheftpreis: 13,– € (zuzügl. Versandkosten und Porto)
Jahresbezugspreis Inland: 129,– € (einschl. Versand und Porto)
Jahresbezugspreis Ausland: 129,– € (zuzügl. 18,– € Versand und Porto)
Studentenvorzugsabonnement: 96,75 € (einschl. Versandkosten und Porto)

Jahresbezugspreis Print & Online: 160,– € (einschl. Versandkosten und Porto)

Alle Preise einschl. MwSt.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2018 ISSN:
0044-2828
100 Seiten

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Günter Morsch (ed.), Yvonne Dörschel (Support)

The Concentration Camp SS 1936–1945: Division of Labour among the Perpetrators in Sachsenhausen Concentration Camp

An exhibition at the historical site
24.00 

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten,
Band 56

The exhibition in the preserved original “Commandant‘s House” shows the collaboration and intermeshed organization of the six departments of the command staff and the concentration camp guard troops in the planning and execution of mass killing operations. Specifically, the exhibition focuses on two of the larger killing operations, which took place in 1941 and 1945. It also examines the biographies of SS perpetrators and the legal prosecution of the crimes they committed in Sachsenhausen concentration camp. The catalogue contains almost all texts and numerous illustrations from the permanent exhibition “The Concentration Camp SS 1936-1945: Division of Labour among the Perpetrators in Sachsenhausen Concentration Camp”

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2018 ISBN:
978-3-86331-420-0
426 Seiten

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Susanne Beer

Die Banalität des Guten

Hilfeleistungen für jüdische Verfolgte 1941–1945
24.00 

Schätzungen gehen davon aus, dass sich während des Zweiten Weltkriegs einige Zehntausend Deutsche dazu entschlossen, jüdische Verfolgte bei der Flucht vor den Deportationen zu unterstützen. Wie lässt sich die Entstehung dieser Form des Widerstands im Land der Täter erklären? Die vorliegende Untersuchung lädt dazu ein, Schritt für Schritt nachzuvollziehen, wie sich die Praxis der Hilfe entfaltete. Dabei wird deutlich, dass es mitunter recht banale Umstände waren, die den Prozess in Gang brachten. Zugleich treten Widersprüche im Verhalten der Helfenden zutage, die unsere Vorstellungen vom Wesen des Guten ins Wanken bringen.

Beitrag »Wer half Juden im Holocaust, unterzutauchen? Oft waren es alltägliche Gesten unter Nachbarn, die im Zweiten Weltkrieg zu Helferkarrieren führten. Aber nicht alle handelten uneigennützig.« Von Susanne Beer, in: Der Tagesspiegel, 2. August 2019

Rezension von Ernst Reuß auf dem Blog »Historisches Sachbuch«, 3. Juli 2019

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2018 ISBN:
978-3-86331-396-8
385 Seiten