Gesamtverzeichnis


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Marcel Tuchman

Nie vergessen

Meine Geschichten vom Überleben und darüber hinaus
19.00 

Aus dem Englischen von Erica Fischer
Herausgegeben von Thomas Irmer

Gemeinsam mit seinem Vater überlebte der 1921 geborene Marcel Tuchman das Ghetto von Przemyśl im Südosten Polens, die Inhaftierung im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, die Zwangsarbeit für Siemens in den KZ-Außenlagern Bobrek und Berlin-Siemensstadt sowie den Todesmarsch der Häftlinge des KZ Sachsenhausen. Nach der Befreiung nahm er in Heidelberg ein Medizin-Studium auf; nach dessen Abschluss ging er in die USA, wo er ein international anerkannter Arzt wurde.
Wie so viele Überlebende brach er sein Schweigen über das Erlebte und Erlittene erst spät. Aus Marcel Tuchmans Erinnerungen sprechen ein unbeugsamer Lebensmut und das tiefe Bedürfnis, dem Vergessen und Leugnen der Shoah entgegenzutreten. Sie sind Zeugnis eines in der Geschichte bis dahin beispiellosen Verbrechens, von Menschen, die zu grausamsten Taten fähig waren, aber auch von Menschen, die Verfolgten wie Marcel Tuchman und seinem Vater halfen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2016 ISBN:
978-3-86331-323-4
228 Seiten

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Frieder Boehne, Bernhard Bremberger, Matthias Heisig (Hrsg.)

„Da müsst ihr euch mal drum kümmern“ – Werner Gutsche (1923–2012) und Neukölln

Spuren, Erinnerungen, Anregungen
22.00 

Werner Gutsche (1923–2012) wuchs im Arbeitermilieu am Schlesischen Tor in Kreuzberg auf. Der begeisterte Schwimmer kam bereits früh mit dem Arbeiter sport in Berührung. Im Zweiten Weltkrieg wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Sein Jahrgang gehörte zu denen, die die höchsten Verluste zu beklagen hatten. Die Kriegserfahrung und die anschließende Gefangenschaft prägten sein weiteres Leben: „Nie wieder Krieg“ und „Nie wieder Faschismus“ lauteten seine politischen Maximen. Nach seiner Rückkehr ins zerstörte Berlin wurde Neukölln sein Lebensmittelpunkt. Vor allem dort engagierte er sich bei Aktionen und Protesten für die Friedensbewegung und die damalige SED/SEW. Er wirkte als Kommunikator und Initiator von Forschungen und Ausstellungen über antifaschistischen Widerstand und NS-Verfolgung im Bezirk. Dafür wurde er 2004 mit der Neuköllner Ehren nadel geehrt.
Freunde und Weggefährten haben ihre Erinnerungen an Werner Gutsche festgehalten und sind seiner häufig gehörten Äußerung „Da müsst ihr euch mal drum kümmern“ gefolgt. Die Autorinnen und Autoren zeichnen nicht nur ein Porträt des Menschen Werner Gutsche, sondern sie stellen mit neuen Forschungsergebnissen auch die Breite der Neuköllner Themen vor, die ihm am Herzen lagen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2016 ISBN:
978-3-86331-322-7
312 Seiten

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Ruth Barnett

Nationalität: Staatenlos

Die Geschichte der Selbstfindung eines Kindertransportkindes
19.00 

Studien und Dokumente zur Holocaust- und Lagerliteratur, Band 3

Seit Ursula Krechels Roman „Landgericht“ weiß eine große Leserschaft vom Lebensweg der Familie des jüdischen Richters Richard Kornitzer, von deren Verfolgung, ihrem Exil und der schwierigen Rückkehr. Mit Ruth Barnett Bericht liegt nun die authentische Geschichte eines der Kinder erstmals auf Deutsch vor. Ruth Barnett entkam 1939 als kleines Mädchen fast in letzter Minute den Nationalsozialisten. Mit ihrem Bruder gelangte sie in einem Kindertransport nach Großbritannien. Anschaulich erzählt sie von ihrer schwierigen Existenz als heimat- und staatenloses Mädchen in der Fremde, von ihren Jahren in Heimen und Pflegefamilien.

ZDF-Interview mit Ruth Barnett

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2016 ISBN:
978-3-86331-309-8
276 Seiten

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Stefanie Schüler-Springorum (Hrsg.)

Jahrbuch für Antisemitismusforschung 25 (2016)

21.00 

Das Jahrbuch für Antisemitismusforschung ist ein Forum für wissenschaftliche Beiträge zur Antisemitismus-, Vorurteils- und Minderheitenforschung und will dieses disziplinär breite Spektrum bündeln. Es ist deshalb f.cherübergreifend und international vergleichend ausgerichtet. Es veröffentlicht Arbeiten zur Geschichte der Judenfeindschaft, zur nationalsozialistischen Verfolgungspolitik, zum Holocaust, zu Emigration und Exil, zum Rechtsextremismus, zu Minoritätenkonflikten und zur Theorie des Vorurteils.

Preis im Abonnement: 16.00 Euro

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2016 ISBN:
978-3-86331-320-3
366 Seiten

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Doris Liebermann

Gespräche mit Oppositionellen

24.00 

Dieser Band enthält ausgewählte Gespräche mit bekannten DDR-Oppositionellen
wie Jürgen Fuchs, Lilo Fuchs, Bärbel Bohley, Wolfgang Ullmann, Rainer Eppelmann, Jens Reich und anderen sowie dem Botschafter a. D. der Tschechischen Republik in Deutschland, František Černý. Die Gespräche basieren auf der langjährigen Rundfunkarbeit der Autorin, die 1977 mit der sogenannten Jenaer Gruppe um den Schriftsteller Jürgen Fuchs nach West-Berlin ausgebürgert wurde. Das umfangreiche Tonmaterial, das sie für Radiosendungen zusammentrug, wurde nie in vollem Umfang ausgestrahlt. Hier werden die Langfassungen einiger besonders aussagekräftiger Interviews veröffentlicht.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2016 ISBN:
978-3-86331-318-0
360 Seiten

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Enrico Heitzer, Günter Morsch, Robert Traba, Katarzyna Woniak (Hrsg.)

Von Mahnstätten über zeithistorische Museen zu Orten des Massentourismus?

Gedenkstätten an Orten von NS-Verbrechen in Polen und Deutschland
19.00 

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 18

Unter grundsätzlich unterschiedlichen Ausgangsbedingungen entstand in Polen, in der DDR sowie der Bundesrepublik Deutschland nach 1945 eine Vielzahl von Gedenkstätten, Museen und Mahnmalen, die an die deutschen Verbrechen in der Zeit der NS-Diktatur erinnern. Nach 1989/90 kam es sowohl in Polen als auch in Deutschland zu einer gesellschaftlichpolitischen Neubestimmung der Rolle der NS-Gedenkstätten. Mit dem zunehmenden Abstand zu den historischen Ereignissen, mit dem Sterben der Zeitzeugen und unter neuen politischen Rahmen bedingungen veränderten sich die Gedenkstätten in beiden Ländern sehr stark. Der Band dokumentiert die Beiträge einer polnisch-deutschen Tagung, die den 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges zum Anlass nahm, eine Zwischenbilanz der jeweiligen erinnerungskulturellen Entwicklung zu ziehen. Polnische und deutsche Historiker und Gedenkstättenexperten nutzten die vom Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften (PAN) und von der Gedenkstätte Sachsenhausen organisierte Konferenz, um kritisch über den Funktions- und Bedeutungswandel der Gedenkstätten und über die Zukunft der Erinnerungskultur in beiden Nachbarländern zu diskutieren.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2016 ISBN:
978-3-86331-325-8
221 Seiten

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Günter Morsch

Sachsenhausen. The ‘concentration camp by the “Reich” capital’

Formation and development
22.00 

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 17

Sachsenhausen, the “concentration camp near the Reich capital city”, was built in the summer of 1936 at great cost to its inmates, while at exactly the same time, only a few kilometres away, hundreds of thousands of people were cheering Hitler at the Olympic Games. Sachsenhausen was described by “Reichsführer SS” Heinrich Himmler as “a completely new concentration camp for the modern age, which can be extended at any time”. Just eight kilometres from the gates of Berlin, this was the first large, purpose-built concentration camp complex. Planned in every detail by an SS architect, it served at the same time as a model camp and an SS training centre. This book traces the development of the camp up to the departure of its first commandant in the summer of 1937. It includes not only crucial documents and plans, but also nearly 100 photos of this initial construction phase.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2016 ISBN:
978-3-86331-304-3
291 Seiten

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Karola Fings, Frank Möller (Hrsg.)

Hürtgenwald – Perspektiven der Erinnerung

22.00 

Veröffentlichungen des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, Band 3

Der in der Nordeifel gelegene Hürtgenwald war gegen Ende des Zweiten Weltkriegs Schauplatz schwerer Kämpfe. Nach dem Krieg errichtete Kriegsgräberstätten, Gedenksteine, Kreuze, Tafeln und künstlerische Objekte bilden dort heute eine in der Bundesrepublik einzigartige Erinnerungslandschaft. In den letzten Jahren ist diese jedoch zunehmend in die Kritik geraten. Verengung auf das militärische Geschehen, Ausblendung wesentlicher Aspekte der nationalsozialistischen Herrschaft sowie Dominanz eines Veteranenverbandes bei Gedenkpraktiken lauten einige Kritikpunkte. Der reich illustrierte Band zeichnet die Geschichte der Erinnerungskonflikte nach, wägt das Potenzial der „Erinnerungslandschaft Hürtgenwald“ ab und gibt Hinweise zu ihrer Weiterentwicklung. Als Bestandsaufnahme und kritische Würdigung hat er exemplarische Bedeutung auch für andere Regionen der Bundesrepublik, in denen die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg lebendig und ebenfalls umstritten ist.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2016 ISBN:
978-3-86331-317-3
239 Seiten

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Kerstin Langwagen

Die DDR im Vitrinenformat

Zur Problematik musealer Annäherungen an ein kollektives Gedächtnis
24.00 

Als ab Mitte der 1990er-Jahre die ersten DDR-Museen entstanden und auf ein stetig wachsendes Besucherinteresse stießen, war die öffentliche Kritik am überwiegend unreflektiert ausgestellten DDR-Alltag zwischen Konsumladen und Wohnzimmerschrankwand groß. An der Frage der Bedeutung der überkommenen DDR-Produktkultur entzündete sich schließlich ein Streit um Erinnerungen, Identitätsstiftungen und Geschichtsbilder kollektiver Gedächtnisse. Die Studie zeichnet diesen erinnerungspolitischen Aushandlungsprozess anhand verschiedener musealer Ansätze nach und analysiert ihn am Beispiel mehrerer Dauerausstellungen zum Thema „Alltag in der DDR“ aus gedächtnistheoretischer und kulturwissenschaftlicher Perspektive.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2016 ISBN:
978-3-86331-316-6
313 Seiten

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Miriam Schulz

Der Beginn des Untergangs

Die Zerstörung der jüdischen Gemeinden in Polen und das Vermächtnis des Wilnaer Komitees
22.00 

ZeitgeschichteN, Band 16

Zwei Monate nach Beginn des Zweiten Weltkriegs schlossen sich 60 jüdische Schriftsteller und Journalisten, die aus Polen nach Wilna geflüchtet waren, in einem Komitee zusammen, um die Zerstörung des polnischen Judentums seit September 1939 zu dokumentieren. Es war die wohl früheste jüdische historische Kommission in Osteuropa, die im Schatten der deutschen Verbrechen ihre Arbeit aufnahm. Die Studie erforscht das Komitet tsu zamlen materialn vegn yidishn khurbn in Poyln 1939 erstmals. Die sechs Bulletins aus seiner Sammlung werden in deutscher Übersetzung veröffentlicht.

Hosenfeld-Szpilman-Preis 2017 für Miriam Schulz

http://www.hagalil.com/fun-jidiszn-churbn-in-pojln, Buchbesprechung vom 30.1.2017

http://holocaustliteratur.de/Die Anfänge der Holocaustforschung, Buchbesprechung vom 15.3.2017

Bulletins Komitet tsu zamlen_Wiener Library Doc Section 532 MF Doc 54 Reel 10_11

 

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2016 ISBN:
978-3-86331-312-8
308 Seiten

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Roland Reichen

Heinrich Manns Romane zwischen Anti- und Philosemitismus

19.00 

Die Studie liest sieben Romane Heinrich Manns (1871–1950) aus den Jahren 1894 bis 1943 im Kontext des antisemitischen Diskurses ihrer Entstehungszeit. Sie zeichnet nach, wie sich die Repräsentation der Juden von Werk zu Werk allmählich verändert: wirtschaftlich, sozial und sexuell bedrohliche Gestalten in den Romanen um die Jahrhundertwende; ambivalente Darstellungen von Juden und Judenfeindschaft in den Texten, die während der Weimarer Republik erschienen sind; philosemitisch geprägte Repräsentationen im Werk der Exilzeit ab 1933.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2016 ISBN:
978-3-86331-315-9
223 Seiten

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Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.)

„Gemeinschaftsfremde“

Zwangserziehung im Nationalsozialismus, in der Bundesrepublik und der DDR
19.00 

Kontinuitäten der Ausgrenzung und der zwangsweisen Erziehung zur Konformität waren allen deutschen Gesellschaften vor, während und nach der NS -Zeit gemeinsam. Umerziehungs- und Ordnungsdenken von politischen Instanzen, sozialen Einrichtungen und Erziehern sind systemübergreifende Phänomene. Unterschiede bestanden darin, dass Gewalt, Missbrauch, Demütigung teilweise »nur« ignoriert oder stillschweigend geduldet, teilweise aber aus Staatsräson verübt wurden.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2016 ISBN:
978-3-86331-313-5
239 Seiten

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Christoph Leiska

Räume der Begegnung – Räume der Differenz

Jüdische Integration und Antisemitismus in Göteborg und Kopenhagen 1850–1914
24.00 

Studien zum Antisemitismus in Europa, Band 11

Der Umgang der skandinavischen Gesellschaften mit Fragen kultureller und religiöser Vielfalt im 19. Jahrhundert ist bislang kaum thematisiert worden. Welches Ausmaß kultureller Pluralität erlaubten ihre jeweiligen Integrationsmodelle? Am Beispiel der jüdischen Gemeinschaften in Kopenhagen und Göteborg nimmt Christoph Leiska das dynamische Wechselspiel von Partizipation und Ausgrenzung in den Blick. Über die Analyse verschiedener städtischer Interaktionsräume zeichnet er ein vielschichtiges Bild der Beziehungen von Juden und Nichtjuden. Neben überraschenden Freiräumen pluraler städtischer Kulturen zeigt er die spezifische Ausprägung antisemitischer Bilder und Denkfiguren in beiden Städten. Die Studie wirft ein neues Licht auf die wenig bekannte jüdische Geschichte Schwedens und Dänemarks und ermöglicht Einsichten in die Ambivalenzen der Verhandlung von Homogenität und Differenz im 19. Jahrhundert.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2016 ISBN:
978-3-86331-311-1
425 Seiten

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Dina Dor-Kasten

Versteckt unter der Erde

Die Überlebensgeschichte der Familie Kasten. Nach Erzählungen von Lina-Liba Kasten
16.00 

Im März 1942 flohen Jossel und Lina-Liba Kasten mit ihren beiden kleinen Kindern Schmulik und Dina aus dem Ghetto Rohatyn, das die Deutschen nach dem Überfall auf die Sowjetunion 1941 in dem ukrainischen Ort eingerichtet hatten. Die Familie versteckte sich zweieinhalb Jahre lang in einer eigenhändig gegrabenen Höhle im Wald. Mit einem beeindruckenden Willen zum Weiterleben überstand sie die Bedrohungen durch deutsche Nazis und ukrainische Kollaborateure. Im August 1944 befreiten sowjetische Soldaten sie aus dem Erdloch. 1948 emigrierte die Familie Kasten vom DP-Lager Wegscheid/Linz aus nach Israel. Die Überlebensgeschichte von Jossel und Lina-Liba Kasten und ihren Kindern gewährt einen Einblick in das Leben und die Geschichte der Juden im östlichen Galizien vor und während der Shoa.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2016 ISBN:
978-3-86331-299-2
200 Seiten

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Uwe Kaminsky, Thomas Roth

Verwaltungsdienst, Gesellschaftspolitik und Vergangenheitsbewältigung nach 1945

Udo Klausa, Direktor des Landschaftsverbandes Rheinland (1954–1975)
39.00 

Die Studie untersucht Nachkriegskarriere und berufliches Selbstverständnis des politischen Verwaltungsbeamten Udo Klausa und sein Handeln in Feldern wie der Personalpolitik, der Jugendhilfe, Psychiatrie und Kulturpflege. Aufgezeigt werden mentale und politische Kontinuitäten über 1945 hinweg, aber auch Versuche der Anpassung an das neue politische System und den gesellschaftlichen Wandel unter dem Leitbild „konservative Modernisierung“. Schließlich wird der apologetische Umgang des Landesdirektors mit der (eigenen) NS-Vergangenheit dargestellt. Klausa steht dabei exemplarisch für das Agieren von Verwaltungsjuristen aus der NS-Zeit in der Bundesrepublik.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2016 ISBN:
978-3-86331-310-4
636 Seiten

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Winfried Nerdinger (Hrsg.)

Die Verfolgung der Sinti und Roma in München und Bayern 1933–1945

34.00 

Publikation zur Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum München
27. Oktober 2016 bis 29. Januar 2017

Seit Jahrhunderten bestimmen Stereotype und Ressentiments den Blick der Mehrheitsgesellschaft auf die Volksgruppe der Sinti und Roma. Mit Gründung des Deutschen Kaiserreichs 1871 verstärkten sich Ausgrenzung und Repressionen. Im Nationalsozialismus setzte eine staatlich organisierte Verfolgung ein, die in den rassenideologisch motivierten Völkermord an den Sinti und Roma mündete. Nach 1945 mussten die wenigen Überlebenden oft jahrzehntelang um Anerkennung als rassistisch Verfolgte und um Entschädigung für das erlittene Unrecht kämpfen. Noch heute ist die Minderheit mit Vorurteilen konfrontiert.
Der Katalog enthält Fachaufsätze sowie die Texte und Bilder der Ausstellung des NS-Dokumentationszentrums München und verweist erstmals umfassend auf die Münchner Opfer. Dabei werden den Bilddokumenten der Ausgrenzung und Verfolgung private Zeugnisse und die Selbstsicht der Sinti und Roma gegenübergestellt.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2016 ISBN:
978-3-86331-307-4
318 Seiten

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Arbeit – Bewegung – Geschichte

Zeitschrift für historische Studien 2016/III
14.00 

Arbeit – Bewegung – Geschichte. Zeitschrift für historische Studien (bis Dezember 2015 JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung) wendet sich an Historikerinnen, Historiker, Studierende und historisch Interessierte. Sie präsentiert Ergebnisse der historischen Forschung zur deutschen, europäischen und außereuropäischen Arbeiterbewegung, zur Sozialgeschichte und Geschichte der Arbeitswelt, zur Geschichte demokratischer sozialer Bewegungen, zur Alltagsgeschichte u. a. m. Jede Ausgabe enthält wissenschaftliche Aufsätze und Mitteilungen, Beiträge zur Diskussion, biografische Skizzen, Erinnerungen, Dokumente, Berichte über wissenschaftliche Tagungen, Informationen über Projekte, wissenschaftliche Bildungseinrichtungen, Archive und Gedenkstätten sowie Buchbesprechungen.

Bis Dezember 2015: JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung
Erscheinungsweise: 3-mal jährlich (Februar, Mai, September)

Einzelheftpreis: 14,– Euro
Jahresabonnement (3 Hefte): 35,– Euro (Ausland 45,– Euro), einschl. Porto

Abonnement-Bestellungen bitte an: veitl@metropol-verlag.de

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2016 ISSN:
2366-2387
ISBN: 978-3-86331-308-1 224 Seiten

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Nicole Glocke

Peter Jochen Winters

Ein Leben als politischer Journalist im 20. Jahrhundert
24.00 

Leben und Werk des Journalisten und Publizisten Peter Jochen Winters sind eng mit zwei Kernfragen der Nachkriegszeit verbunden: der Aufarbeitung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen und der Auseinandersetzung mit der DDR. Das NS-Regime erlebte er als Kind. Für seine Berichterstattung über den Frankfurter Auschwitzprozess (1963–1965) erhielt der junge Redakteur der Wochenzeitung Christ und Welt den Deutschen Journalistenpreis. Den SED-Staat lernte er Jahre später als dort akkreditierter Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung kennen. Er schrieb nicht nur über Missstände, sondern stand Bedrängten zur Seite und half Schriftstellern und Künstlern, ihre Schicksale und Werke im Westen publik zu machen. Scharfsinnig befasste er sich mit der zeitlosen Frage des Widerstandes in einer Diktatur. Winters’ Lebensgeschichte und Persönlichkeit zeugen von einem Bewusstsein, das für eine rechtsstaatlich, von ethisch-moralischen Werten geprägte politische Kultur und die Stabilität einer Demokratie unerlässlich ist.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2016 ISBN:
978-3-86331-290-9
392 Seiten

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Esther Sattig

Das Zigeunerlager Ravensburg Ummenwinkel

Die Verfolgung der oberschwäbischen Sinti
24.00 

Im November 1937 errichtete die Stadt Ravensburg in kommunaler Eigeninitiative ohne Rechtsgrundlage ein Zigeunerlager. Dies markierte den vorläufigen Höhepunkt einer Politik der Abschreckung, die sich nach dem Ersten Weltkrieg zunehmend verschärft hatte und auf die Vertreibung der Ravensburger Sinti zielte. Etwa 100 Sinti, darunter rund 60 Kinder und Jugendliche, waren im Zwangslager Ravensburg Ummenwinkel interniert. Sie waren vor dem Bau des Lagers „rassenbiologisch“ erfasst worden. Die „Gutachten“ dienten als Grundlage für die Selektion der zwangsinternierten Sinti, von denen im März 1943 rund drei Dutzend nach Auschwitz deportiert wurden. Die im Zigeunerlager verbliebenen Sinti lebten weiter unter elenden Bedingungen, mussten Zwangsarbeit leisten oder wurden in anderen Lagern interniert. Die wenigen Überlebenden kehrten 1945 in ihren Heimatort zurück. Für sie begann ein langjähriger Kampf um Anerkennung und Entschädigung.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2016 ISBN:
978-3-86331-258-9
448 Seiten

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Wolfgang Benz, Brigitte Mihok (Hrsg.)

„Juden unerwünscht“

Anfeindungen und Ausschreitungen nach dem Holocaust
19.00 

Nirgendwo waren Juden, die den Holocaust überlebt hatten, willkommen. Der Befreiung aus Konzentrationslagern und Zwangsarbeit folgte die Erkenntnis, dass sie in ihrer Heimat unerwünscht waren – gleich ob diese in Polen oder Ungarn, in der Slowakei oder Rumänien lag. Deutschland war ein Sonderfall: Hier sammelten sich unter Obhut der US-Army und britischer Besatzungstruppen jene, die keine Heimat mehr hatten oder nicht in die Länder zurückkehren wollten, in denen sie gedemütigt worden waren und ihre Angehörigen verloren hatten. Die jüdischen „Displaced Persons“ sammelten sich vor allem in der amerikanischen und britischen Besatzungszone. Doch ihnen war keineswegs das Mitgefühl schuldbewusster Deutscher sicher. Im Gegenteil: Anwohner der DPCamps beklagten sich über die Juden, Behörden veranlassten mit dem Vorwand des Verdachts auf Schwarzmarktgeschäfte Razzien. Auch osteuropäische Juden waren in ihrer Heimat mit der Kälte ehemaliger Nachbarn konfrontiert. Am erschreckendsten war 1946 das Wiederaufflammen von Judenhass, der sich im Pogrom von Kielce entlud. 42 Überlebende des Holocaust fanden den Tod. Aber auch in weiteren polnischen Orten, in der Slowakei, in Ungarn und Rumänien wurde nach dem Holocaust Gewalt gegen Juden verübt.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2016 ISBN:
978-3-86331-305-0
235 Seiten

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Hannes Heer, Jürgen Kesting, Peter Schmidt

Die Bayreuther Festspiele und die „Juden“ 1876 bis 1945

Eine Ausstellung von Hannes Heer, Jürgen Kesting und Peter Schmidt
24.00 

Die erstmals 2006 in Hamburg gezeigte Wanderausstellung „Verstummte Stimmen. Die Vertreibung der ‚Juden‘ aus der Oper 1933 bis 1945“ widmet sich einem kaum untersuchten Kapitel der Nazizeit – der „Säuberung“ der deutschen Opernhäuser. Die aus einem überregionalen und einem jeweils neu recherchierten lokalen Teil bestehende Ausstellung erzählt das Schicksal von prominenten Komponisten, Dirigenten, Regisseuren, Sängerinnen und Sängern, die Opfer der rassistischen Musikpolitik der Nationalsozialisten wurden.
Die lokale Fallstudie „Die Bayreuther Festspiele und die ‚Juden‘ 1876 bis 1945“ behandelt drei bisher nicht untersuchte Themen: den Missbrauch der Festspiele als Mittel der antisemitisch deutsch-nationalen Mobilisierung, die lange vor 1933 praktizierte Diffamierung und Ausgrenzung „jüdischer“ Künstler und die Schicksale derjenigen, die in Bayreuth auftraten und dann zu Opfern des NS-Regimes wurden. Die Biografien von 29 dieser in der Ära Cosima und Siegfried Wagner Diffamierten sowie die Schicksale der 53 im Dritten Reich Verfolgten werden ausführlich erinnert.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli 2016 ISBN:
978-3-86331-303-6
350 Seiten

3. Auflage


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Svetlana Burmistr

Die „Minsker Zeitung“

Selbst- und Fremdbilder in der nationalsozialistischen Besatzungspresse
24.00 

Die „Minsker Zeitung“ erschien von April 1942 bis Juni 1944 in derHauptstadt des Generalkommissariats Weißruthenien. Mit ihr war ein neuer Zeitungstyp in der nationalsozialistischen Medienlandschaft etabliert: die Besatzungspresse, die offen den deutschen Anspruch auf dauerhafte Herrschaft über Europa unterstreichen sollte.
Svetlana Burmistr gibt in ihrer Studie einen Überblick über die deutschsprachige Besatzungspresse in Europa und deren Förderung durch den Zentralverlag der NSDAP Franz Eher Nachf.  Sie beleuchtet den journalistischen Hintergrund der Redaktionsmitglieder der „Minsker Zeitung“ und beschreibt den Einsatz jüdischer Zwangsarbeiter in der Druckerei und den Wirtschaftsbetrieben. Schwerpunkt der Studie ist die umfassende Analyse von Selbst- und Fremdbildern in der Berichterstattung der Zeitung. Sichtbar werden die Komplexität und Vielschichtigkeit des nationalsozialistischen Weltbildes, das die Journalisten an die Situation vor Ort und stets auch an den Kriegsverlauf anpassten.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli 2016 ISBN:
978-3-86331-300-5
365 Seiten

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Swen Steinberg

„Karl Herschowitz kehrt heim“

Der Schriftsteller-Journalist Edgar Hahnewald zwischen sächsischer Identität und der Heimat im Exil. Mit einer kritischen Edition
24.00 

Alternative | Demokratien. Studien zur Geschichte der Sozialdemokratie und des Sozialismus, Band 1

Edgar Hahnewald (1884–1961) war ein sozialdemokratischer Schriftsteller und Journalist, der 1933 als politisch Verfolgter seine Heimat Sachsen verlassen musste und zunächst in die Tschechoslowakei, 1938 dann nach Schweden emigrierte. Swen Steinberg zeichnet den Lebensweg von Edgar Hahnewald nach und präsentiert eine kritische Edition des Romans „Karl Herschowitz kehrt heim. Eine Geschichte aus unserer Zeit“, den der einstige Redakteur der „Dresdner Volkszeitung“ mutmaßlich im Frühjahr 1936 in Prag veröffentlichte. Die Erzählung beschreibt Aufstieg und Machtübernahme der Nationalsozialisten in Sachsen und Dresden. Die Orientierung auf die neue Heimat und die solidarische Aufnahme der deutschen politischen Flüchtlinge in der Tschechoslowakei führten bei Hahnewald zur „Heimkehr ins Exil“. 1938 sollte ihm und seiner Frau diese neue Heimat erneut verloren gehen.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli 2016 ISBN:
978-3-86331-294-7
420 Seiten

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Andreas Stirn, Sebastian Stude

„Und wir haben ja auch diesen Staat überdauert …“

Die evangelische Kirche in der Prignitz zwischen 1971 und 1989/90
19.00 

Schriftenreihe der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen
der kommunistischen Diktatur, Band 9

Das Verhältnis des DDR-Staates zu den Kirchen war stets angespannt. Die Sozialistische Einheitspartei nahm die Religion und deren Anspruch auf Wahrheit als Bedrohung wahr. Die Studie über die ehemaligen Kirchenkreise in der Prignitz untersucht für die Zeit von 1979 bis 1990 Anpassung und Widerstand der Gemeinden und ihrer Pfarrer. Dargestellt wird, welchen Zwängen Christen ausgesetzt waren, wenn sie ihren Glauben leben wollten und sich staatlichen Vorgaben widersetzten, etwa weil sie ihre Kinder konfirmieren ließen oder den Aufnäher „Schwerter zu Pflugscharen“ trugen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2016 ISBN:
978-3-86331-293-0
300 Seiten

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Gerd Kühling

Erinnerung an nationalsozialistische Verbrechen in Berlin

Verfolgte des Dritten Reiches und geschichtspolitisches Engagement im Kalten Krieg 1945–1979
29.00 

In den Auseinandersetzungen zwischen der Bundesrepublik und der DDR zählte der Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit zu den umstrittensten Themen. Besonders deutlich traten die geschichtspolitischen Konflikte im geteilten Berlin in Erscheinung, wo sich die unterschiedlichen Richtungen der Vergangenheitsaufarbeitung beider deutscher Staaten prägnant offenbarten. Die Studie untersucht die Entwicklung der Berliner Gedenk- und Erinnerungslandschaft unter den Bedingungen des Kalten Krieges und zeigt, wie die tiefer gehende Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Dritten Reiches über Jahrzehnte vor allem vom Engagement ehemals Verfolgter und ihrer Organisationen geprägt war.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2016 ISBN:
978-3-86331-278-7
582 Seiten

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Monika Schmidt

Übergriffe auf verwaiste jüdische Gräber

Friedhofsschändungen in der SBZ und der DDR
22.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 83

Bei Übergriffen auf jüdische Friedhöfe in der DDR wurden Grabsteine umgestoßen und beschädigt, Denkmale zertrümmert oder die Stätten mit antisemitischen und nazistischen Parolen beschmiert. Die Täter wurden selten ermittelt, die Schändungen meist verschwiegen. Sie passten nicht zur Doktrin der Staats- und Parteiführung, der zufolge
Antisemitismus und Faschismus in der DDR überwunden und bewältigt seien.
Diese erste umfassende Dokumentation zeigt das hohe Ausmaß landesweit begangener Schändungen jüdischer Friedhöfe. Und sie belegt das Engagement der kleinen, nach 1945 wiedergegründeten jüdischen Gemeinden sowie einzelner Bürger. Ihnen ist es zu verdanken, dass Begräbnisstätten erhalten und gepflegt und Übergriffe registriert und angezeigt wurden. Bis heute sind antisemitische Übergriffe nicht im öffentlichen Bewusstsein über die DDR-Geschichte präsent.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2016 ISBN:
978-3-86331-153-7
344 Seiten

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Rüdiger Zimmermann

Vordenker und Strategen

Die Gewerkschaftspresse im grafischen Gewerbe und ihre Redakteure seit 1863
29.90 

Lange Zeit haben sich die Gewerkschaften schwergetan, die Lebensläufe ihrer führenden Repräsentanten aufzuarbeiten. Auch die Geschichtswissenschaft hat ihnen im Gegensatz zu Politikern, Unternehmern, Wissenschaftlern, Künstlern oder Militärs bis heute kein besonderes Interesse entgegengebracht. Es ist das Ziel der Studie von Rüdiger Zimmermann, durch den Filter individueller Lebensläufe die breite Palette gewerkschaftlicher Deutungen gesellschaftlicher und politischer Krisen und die Vielfalt gewerkschaftlicher Handlungsentwürfe darzustellen. Frühe prägende Faktoren in den Lebensläufen der „Vordenker und Strategen“ der Gewerkschaftspresse, die soziale Herkunft, das regionale Milieu, die gesellschaftliche Mentalität während der Berufsausbildung und die generationenspezifische Erfahrung führender Repräsentanten bieten vielfältige Erklärungen für den politischen und theoretischen Standort der Gewerkschaften in Kaiserreich, in Weimarer Republik und Nachkriegszeit.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2016 ISBN:
978-3-86331-302-9
480 Seiten

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Klaus Voigt

Villa Emma

Jüdische Kinder auf der Flucht 1940–1945
22.00 

Über ein Jahr bot die Villa Emma im italienischen Nonantola bis zu 73 jüdischen Kindern und ihren Betreuern eine Bleibe. Sie waren vor nationalsozialistischer Verfolgung geflohen und stammten aus Deutschland, Österreich, Jugoslawien und Polen. Als deutsche Truppen im Herbst 1943 die Stadt besetzten, fanden die Kinder schnell ein Versteck im örtlichen Priesterseminar, bei Nonnen und einheimischen Familien. Die einzigartige Hilfe war die Voraussetzung ihrer Rettung durch die anschließende Flucht in die Schweiz.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2016 ISBN:
978-3-86331-292-3
336 Seiten

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Wolfgang Benz

Fremdenfeinde und Wutbürger

Verliert die demokratische Gesellschaft ihre Mitte?
19.00 

Wahlen stehen derzeit im Zeichen von Politikverachtung, artikuliert auf der Straße und im Internet von „Bürgern in Wut“ und von einer Bewegung, die mit antimodernen Parolen Stimmung macht. Die Erfolge rechter Demagogen verstören und machen ratlos. Argumente sind fruchtlos, weil die Agitation rechter Wutbürger anderen Regeln folgt als denen der Vernunft. Die Grundwerte unserer Demokratie werden verachtet: Die neuen Bewegungen sind auf grundsätzlichen Dissens, auf unbedingte Polarisierung, auf die Verletzung von Normen fixiert. Rechtspopulisten fordern mehr plebiszitäre Partizipation, verharren aber in der Ablehnung der Strukturen der parlamentarischen Demokratie. Sie sind von Feindbildern gesteuert und von Hass gegen „Fremde“ getrieben. Empörung allein hilft wenig. Wirksame Gegenstrategien können Politik und Gesellschaft nur entwickeln, wenn Inhalte und Formen rechter Diskurse offengelegt werden. Das Buch leistet einen Beitrag dazu.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2016 ISBN:
978-3-86331-301-2
300 Seiten

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Arbeit – Bewegung – Geschichte

Zeitschrift für historische Studien 2016/II
14.00 

Arbeit – Bewegung – Geschichte. Zeitschrift für historische Studien (bis Dezember 2015 JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung) wendet sich an Historikerinnen, Historiker, Studierende und historisch Interessierte. Sie präsentiert Ergebnisse der historischen Forschung zur deutschen, europäischen und außereuropäischen Arbeiterbewegung, zur Sozialgeschichte und Geschichte der Arbeitswelt, zur Geschichte demokratischer sozialer Bewegungen, zur Alltagsgeschichte u. a. m. Jede Ausgabe enthält wissenschaftliche Aufsätze und Mitteilungen, Beiträge zur Diskussion, biografische Skizzen, Erinnerungen, Dokumente, Berichte über wissenschaftliche Tagungen, Informationen über Projekte, wissenschaftliche Bildungseinrichtungen, Archive und Gedenkstätten sowie Buchbesprechungen.

Bis Dezember 2015: JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung
Erscheinungsweise: 3-mal jährlich (Februar, Mai, September)

Einzelheftpreis: 14,– Euro
Jahresabonnement (3 Hefte): 35,– Euro (Ausland 45,– Euro), einschl. Porto

Abonnement-Bestellungen bitte an: veitl@metropol-verlag.de

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2016 ISSN:
2366-2387
ISBN: 978-3-86331-298-5 219 Seiten