Gesamtverzeichnis


Neumeyer, Wir wollen
Alexander Karl Neumeyer, Alfred Neumeyer, Imanuel Noy-Meir

»Wir wollen den Fluch in Segen verwandeln«

Drei Generationen der jüdischen Familie Neumeyer: eine autobiografische Trilogie
24.00 

Bibliothek der Erinnerung, Band 18

Herausgegeben von Robert Schopflocher und Rainer Traub

Die Lebenserinnerungen von Angehörigen dreier Generationen der Familie Neumeyer spiegeln deutsch-jüdische Geschichte über einen Zeitraum von 140 Jahren: vom sozialen Aufstieg im Kaiserreich über den wachsenden Antisemitismus in der Weimarer Republik und die Verfolgung unter dem NS-Regime bis zum Neubeginn erst in Argentinien, dann in Israel.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2007 ISBN:
978-3-938690-63-5
560 Seiten

Lehmensiek_Jüdin
Anning Lehmensiek

»Ich war und bin eine stolze Jüdin«

Eva Lux Braun – eine Begegnung
18.00 

„Ich habe mich auf die Suche nach den Spuren, die Deine Erlebnisse in Auschwitz hinterlassen haben, gemacht und war verwirrt, als ich nicht das gefunden habe, was ich mir vorgestellt habe. Ganz schön vermessen! Ich habe nach Schmerz, nach Leiden, nach Depression, nach
Resignation gesucht und habe eine tätige, zupackende, sehr bestimmende und bestimmte Frau gefunden. Ich habe Gebrochenheit erwartet und eine Frau gefunden, die sich nicht hat brechen lassen.“

Aus einer zufälligen Begegnung in Yad Vashem entsteht eine Freundschaft zwischen Eva Lux Braun und Anning Lehmensiek, die zu einem beide bewegenden Projekt führt: der Auseinandersetzung einer während des Krieges geborenen Deutschen mit der ebensgeschichte einer Jüdin aus Ungarn, die als 16-Jährige nach Auschwitz-Birkenau deportiert wurde.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2007 ISBN:
978-3-938690-68-0
199 Seiten

Morsch_Ley Medical Care
Astrid Ley, Günter Morsch

Medical Care and Crime

The Infirmary at Sachsenhausen Concentration Camp 1936–1945
22.00 

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Vol. 22

The book contains the complete text and many illustrations from the exhibition “Medical Care and Crime. The Infirmary at Sachsenhausen Concentration Camp 1936–1945”. It was opened in November 2004 in the original barracks R I and R II. In the infirmary “racial research” and numerous medical experiments were carried out on inmates. SS doctors performed compulsory sterilisations and castrations. Several thousand inmates were murdered in systematically planned programmes to dispose of the sick. The infirmary was also intended to provide a minimal medical care for inmates. Overcrowding, inhuman treatment and a poor supply of medicine led to mostly excruciating conditions in the infirmary. Care and treatment for the ill and dying came mainly from inmates assigned to work as medical assistants and doctors.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2007 ISBN:
978-3-938690-69-7
412 Seiten

Morsch_Ley_Medizin
Astrid Ley, Günter Morsch

Medizin und Verbrechen

Das Krankenrevier des KZ Sachsenhausen 1936–1945
22.00 

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 21

Der Band enthält alle Texte und viele Abbildungen der Ausstellung „Medizin und Verbrechen. Das Krankenrevier des KZ Sachsenhausen 1936–1945“, die Ende 2004 in den Originalbaracken R I und R II eröffnet wurde. Im Krankenrevier wurden zahlreiche medizinische Experimente und „Rassenforschungen“ an Häftlingen durchgeführt. SS-Ärzte nahmen Zwangssterilisationen und Zwangskastrationen vor. Mehrere tausend KZ-Häftlinge wurden im Rahmen systematischer Krankenmordaktionen getötet. Das Krankenrevier sollte aber auch eine minimale medizinische Versorgung der Häftlinge sicherstellen. Aufgrund von Überfüllung, schlechter Versorgung mit Arzneien und unmenschlicher Behandlung waren die Bedingungen in den Krankenbaracken größtenteils katastrophal. Hilfe erhielten die Kranken und Sterbenden vor allem durch Häftlingspfleger und -ärzte.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2007 ISBN:
978-3-938690-12-3
412 Seiten

Heitzer_2007
Enrico Heitzer

„Einige greifen der Geschichte in die Speichen.“

Jugendlicher Widerstand in Altenburg/Thüringen 1948 bis 1950
18.00 

Herausgegeben von Uwe Schwabe und Rainer Eckert

Dezember 1949, Stalins 70. Geburtstag. In Altenburg versuchen Angehörige einer Widerstandsgruppe, mit einem Radiosender die Übertragung der Rede Wilhelm Piecks zu Ehren des sowjetischen Diktators zu stören und selbst auf Sendung zu gehen. Der Sprecher prangert das DDR-Regime an, verlangt die Entlassung von politischen Häftlingen und freie Wahlen. Drei Monate später wird die Gruppe vom Ministerium für Staatssicherheit der DDR und von der sowjetischen Geheimpolizei zerschlagen. Sowjetische Militärgerichte führen den Prozess gegen ein Dutzend Angeklagte. Vier junge Männer werden zum Tod verurteilt und hingerichtet.
Die Studie spürt einem weithin unbekannten Kapitel der frühen DDR-Geschichte nach und beleuchtet detailliert die Tätigkeit der Gruppe, ihre Zerschlagung und Verurteilung.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2007 ISBN:
978-3-938690-64-2
230 Seiten

Ellger_Zwangsarbeit
Hans Ellger

Zwangsarbeit und weibliche Überlebensstrategien

Die Geschichte der Frauenaußenlager des Konzentrationslagers Neuengamme 1944/45
21.00 

Geschichte der Konzentrationslager 1933–1945, Band 8

Im letzten Kriegsjahr 1944/45 existierten in Nordwestdeutschland 24 Frauenaußenlager, die zum Verwaltungsbereich des KZ Neuengamme gehörten. Unter den ca. 13 700 dort inhaftierten KZ-Häftlingen befanden sich etwa zwei Drittel Jüdinnen. Die Frauen mussten in Rüstungsbetrieben arbeiten oder wurden für die Trümmerbeseitigung und den Bau von Behelfsunterkünften eingesetzt. Bei der Räumung der Außenlager im April 1945 wurden viele Frauen nach Bergen-Belsen gebracht, wo Hunderte von ihnen aufgrund der katastrophalen Haftbedingungen noch in den letzten Kriegstagen den Tod fanden.

Mit dieser Studie liegt erstmals eine umfassende Untersuchung über die Frauenaußenlager des KZ Neuengamme und das Schicksal der dort Inhaftierten vor.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2007 ISBN:
978-3-938690-48-2
375 Seiten

Leichsenring 2007
Jana Leichsenring

Die Katholische Kirche und „ihre Juden“

Das „Hilfswerk beim Bischöflichen Ordinariat Berlin“ 1938–1945
22.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 67

Die Studie behandelt die Frage, wie die Katholische Kirche mit jenem Teil ihrer Gläubigen verfuhr, die die Nationalsozialisten zu „Juden“ erklärten und aus „rassischen“ Gründen verfolgten. Im Zentrum steht das „Hilfswerk beim Bischöflichen Ordinariat Berlin“, das sich um diesen Personenkreis kümmern sollte. Jana Leichsenring kommt zu dem Ergebnis, dass die Hilfe in der Seelsorge stecken blieb und mehr auf das Jenseits als auf das Diesseits zielte. Leben zu retten betrachtete das Hilfswerk hingegen nicht als seine Aufgabe, obgleich die deutschen Bischöfe genaue Informationen über die Judenverfol-gungen und die Deportationen besaßen.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2007 ISBN:
978-3-938690-58-1
349 Seiten

Schreiber_Arisierung in Berlin
Christof Biggeleben, Beate Schreiber, Kilian J. L. Steiner (Hrsg.)

„Arisierung“ in Berlin

22.00 

Obgleich Berlin in der NS-Zeit das deutsche Wirtschafts- und Finanzzentrum war und vor 1933 die größte jüdische Gemeinde beherbergte, fehlt bisher eine Gesamtdarstellung zur „Arisierung“ in der ehemaligen Reichshauptstadt. Auf der Grundlage jüngster Forschungen publiziert der vorliegende Band Fall-studien über die Verdrängung jüdischer Manager und Unternehmer aus Schlüssel-positionen der Wirtschaft und zur „Arisierung“ von Unternehmen in den Jahren zwischen 1933 und 1938. Darüber hinaus wird die Frage der Restitution von jüdischem Eigentum nach 1945 in Berlin behandelt.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli 2007 ISBN:
978-3-938690-55-0
340 Seiten

Lars Karl_2007
Lars Karl (Hrsg.)

Leinwand zwischen Tauwetter und Frost

Der osteuropäische Spiel- und Dokumentarfilm im Kalten Krieg
19.00 

Als Projektionsfläche für Sehnsüchte, Ängste und Stimmungen, als Träger kollektiver Erinnerungen und nicht zuletzt als Mittel ideologischer Einflussnahme liefern Filme wichtige Hinweise auf gesellschaftliche und politische Orientierungen europäischer Staaten im blockübergreifenden Wettbewerb der Systeme. Der Sammelband unternimmt erstmalig den Versuch, die nationalen Filmkulturen Osteuropas vor dem Hintergrund des Kalten Krieges vergleichend zu analysieren. Behandelt werden dabei die Rolle des Films als Herrschafts- und Repräsentationsmittel, Filmöffentlichkeiten und Zensur, Aspekte von „Kulturaußenpolitik“ sowie die Funktion sozialistischer Filmfestivals.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2007 ISBN:
978-3-938690-54-3
320 Seiten

Ciechanower_2007
Mordechai Ciechanower

Der Dachdecker von Auschwitz-Birkenau

19.00 

Mit einem Vorwort von Gideon Greif
Herausgegeben von Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V., Sektion Böblingen-Herrenberg-Tübingen

Bibliothek der Erinnerung, Band 17

Mordechai Ciechanower erzählt von seiner Kindheit in der Welt der osteuropäischen Juden in einem polnischen Shtetl. Er wird nach Auschwitz deportiert und überlebt in einem Dachdeckerkommando. Über das KZ Stutthof/Danzig kommt er in das Außenlager Hailfingen/Tailfingen. In Bergen-Belsen wird er befreit, ehe er eine abenteuerliche Reise nach Israel antreten kann.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2007 ISBN:
978-3-938690-53-6
256 Seiten

Tauchert_Identitäten
Stephanie Tauchert (Hrsg.)

Jüdische Identitäten in Deutschland

Das Selbstverständnis von Juden in der Bundesrepublik und der DDR 1950 bis 2000
24.00 

Für die Mehrheit der überlebenden Juden, die sich in den ersten Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland aufhielten, war das Land der Täter nur eine Durchgangsstation auf dem Weg in die Emigration. Einige von ihnen konnten oder wollten jedoch nicht auswandern, andere kehrten in den nächsten Jahren nach Deutschland zurück. In beiden Teilen Nachkriegsdeutschlands entstanden wieder jüdische Gemeinden.
Welche neuen Formen jüdischen Selbstverständnisses entwickelten sich aus den Trümmern der zerstörten Lebenswelten und wie veränderten sie sich über fünfzig Jahre? Dass jüdische Identitäten in Deutschland zwischen 1950 und 2000 mit dem Schlagwort „Holocaust-Identität“ keineswegs zutreffend beschrieben sind, ist eines der Ergebnisse der vorliegenden Studie.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2007 ISBN:
978-3-938690-32-1
410 Seiten

Opfermann_Zigeuner_2007
Ulrich Friedrich Opfermann

„Seye kein Ziegeuner, sondern kayserlicher Cornet“

Sinti im 17. und 18. Jahrhundert. Eine Untersuchung anhand archivalischer Quellen
24.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 65

Anton La Grave galt in Hessen-Kassel als „Räuber-hauptmann“. Er wurde gesucht, während er zugleich im benachbarten Kurmainz die höchste Polizeifunktion innehatte und beauftragt war, das Land von „Zigeunern“ zu säubern. In Hessen-Kassel galt er selbst als „Ziegeuner“, ein Etikett, das die Kurmainzer Behörden vermieden.
Der kurmainzische Landleutnant ist nur ein Beispiel unter anderen. Die vorliegende Arbeit beschreibt die widerspruchsvolle Geschichte und Lebenswirklichkeit der im Westen Deutschlands lebenden Sinti im 17. und 18. Jahrhundert: zwischen Vertreibung und Duldung, zwischen Repression und energischer Selbstbehauptung, denunziert und gejagt von den Eingesessenen und von ihnen beherbergt. Die Studie stützt sich in einem bislang nicht erreichten Umfang auf zeitgenössische Quellen zahlreicher Archive.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2007 ISBN:
978-3-938690-41-3
454 Seiten

Dagan_2007
Batsheva Dagan

Wenn Sterne sprechen könnten

14.00 

Bilder von Avi Kaz

Ein Kinderbuch über die Geschichte einer Familie, die die Nazis ins Ghetto verschleppten. Bevor die Mutter ins Konzentrationslager gebracht wird, gibt sie ihren Kindern ein Versprechen: Immer wenn die Sterne am Himmel stehen, wird sie bei ihnen sein.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2007 ISBN:
978-3-938690-60-4
32 Seiten

Bruder_Ukrainischen Staat_2007
Franziska Bruder

„Den ukrainischen Staat erkämpfen oder sterben!“

Die Organisation ukrainischer Nationalisten (OUN) 1929–1948
19.00 

Als der ukrainische Präsident Viktor Juscenko vor wenigen Jahren dazu aufrief, die Gräben der Vergangenheit zuzuschütten und die ehemaligen Soldaten der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA) den Veteranen der Roten Armee gleichzustellen, löste er damit heftige Kontroversen aus. Die historische Bewertung der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) und ihres militärischen Arms, der UPA, ist bis heute heftig umstritten. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der OUN unter Stepan Bandera und der UPA für das Gebiet der Westukraine. Kontinuitäten wie Brüche in Bezug auf Ziele, Mobilisierungsstrukturen und Aktionsstrategien der Organisation werden herausgearbeitet und damit die Grundlagen einer differenzierten Beurteilung geschaffen.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2007 ISBN:
978-3-938690-33-8
304 Seiten

Simone Erpel_Ravensbrück
Simone Erpel (Hrsg.)

Im Gefolge der SS: Aufseherinnen des Frauen-KZ Ravensbrück

22.00 

Begleitband zur Ausstellung

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 17

Das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück diente zwischen 1942 und 1944 als zentrales Ausbildungslager für weibliches KZ-Personal.
Über 3500 SS-Aufseherinnen hielten in ihren zumeist niederen Rängen das Lagersystem am Laufen. Sie nahmen Verbrechen billigend in Kauf oder waren selbst daran beteiligt. Wer waren diese Frauen und wie wurde ihre Beteiligung an den KZ-Verbrechen nach 1945 juristisch geahndet? Wie gingen überlebende Häftlinge mit den Erinnerungen an ihre Peinigerinnen um? Auf welche Weise wurde weibliche Täterschaft im öffentlichen Gedächtnis, aber auch im Familiengedächtnis und in der Nachbarschaft des ehemaligen Frauen-KZ tradiert?
Die in dem Begleitband zur Ausstellung versammelten Beiträge gehen diesen Fragen nach.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2007 ISBN:
978-3-938690-19-2
374 Seiten

Pädagogik 2007
Ulrich Wiegmann

Pädagogik und Staatssicherheit

24.00 

Die Studie nimmt sich der beträchtlichen schriftlichen Überlieferung an, die über das Verhältnis von Erziehung und Staatssicherheit existiert. Vorgestellt werden die geheimdienstliche Beobachtung der Erziehungstatsachen, die Einflussnahme der Staatssicherheit auf die schulische und außerschulische Erziehung, die Rekrutierung, Erziehung und Ausbildung junger Inoffizieller Mitarbeiter des MfS und der Versuch, die Bedingungen des Aufwachsens in der DDR in pädagogischer Absicht konspirativ zu korrigieren.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2007 ISBN:
978-3-938690-56-7
375 Seiten

Zwangsarbeit_Siemens 2007

»... warum es lebenswichtig ist, die Erinnerung wachzuhalten«

Zwangsarbeit für Siemens in Auschwitz und Berlin
16.00 

Dokumentation einer Begegnung mit ehemaligen KZ-Häftlingen
Herausgegeben von Zwangsarbeit erinnern e. V.

Sie waren zwischen 17 und 20 Jahre alt, als sie in Auschwitz zur Zwangsarbeit für Siemens ausgewählt wurden: Marcel Tuchman, Gilbert Michlin, Paul Schaffer und Henry Schwarzbaum.
Mehr als 60 Jahre später besuchen sie auf Einladung von
»Zwangsarbeit erinnern e. V.« das heutige Berlin.
Der Band dokumentiert die Begegnung der vier Überlebenden mit Spandauer Schülerinnen und Schülern im November 2005. Auf der beigefügten DVD sprechen die jüdischen ehemaligen KZ-Häftlinge über ihre Verfolgung.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2007 ISBN:
978-3-938690-47-5
120 Seiten

Riffel_2007
Dennis Riffel

Unbesungene Helden

Die Ehrungsinitiative des Berliner Senats 1958 bis 1966
19.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 63

Im Jahr 1958 rief der damalige Westberliner Innensenator Joachim Lipschitz eine Initiative ins Leben, in deren Verlauf bis 1966 insgesamt 760 Menschen vom Berliner Senat geehrt und bei Bedürftigkeit finanziell unterstützt wurden, weil sie während der NS-Zeit Verfolgte, in den meisten Fällen Jüdinnen und Juden, unterstützt, versteckt und verpflegt hatten. Die Ehrungen waren die erste öffentliche Würdigung für diesen Personenkreis, der sonst in der Erinnerungskultur der Nachkriegszeit nicht vorkam.
Dennis Riffel untersucht das Zustandekommen, die administrative Umsetzung und die öffentliche Darstellung der Ehrungsinitiative „Unbesungene Helden“. Er zeigt, welche politischen Ziele mit dieser Initiative verbunden waren, nach welchen Kriterien über die Ehrungswürdigkeit entschieden wurde, welche Probleme sich dabei ergaben und wie die Initiative aus Sicht der Geehrten und Nichtgeehrten betrachtet wurde.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2007 ISBN:
978-3-938690-22-2
200 Seiten

Fit machen_Demokratie2007

Schneppen_Odessa 2007
Heinz Schneppen

Odessa und das Vierte Reich

Mythen der Zeitgeschichte
19.00 

ZeitgeschichteN, Band 3

Gab es eine Geheimorganisation namens Odessa, die seit 1945 Nazigrößen nach Südamerika geschleust hat? Was sagen die Quellen über die Straßburger Konferenz hoher Partei- und Wirtschaftsführer vom August 1944, auf der Pläne über die Zukunft und eine „Wiedergeburt des Reiches“ geschmiedet worden sein sollen? Tatsächlich war Argentinien Zielland vieler gerichtlich gesuchter Nazis. Die katholische Kirche und der Vatikan ebneten einigen Flüchtigen den Weg nach Südamerika. Reichte der Arm von Odessa bis in den Vatikan?
Mit Simon Wiesenthal hat der Prozess der Mythenbildung über Odessa zwar nicht begonnen, aber er hat ihn erheblich gestaltet. Die Stasi hat sich seiner als Quelle bedient. Wissenschaftler und Publizisten im In- und Ausland sind diesen Spuren gefolgt. Am Ende blieb viel Verschwörung und wenig Substanz.
Heinz Schneppen zerstört die Mythen, indem er zeigt, wie es zur Mythenbildung kam. Das Buch ist ein Lehrstück für einen kritischen Umgang mit den Quellen. Es ist spannend im Inhalt, flüssig im Stil, umfassend in der Recherche, überraschend im Ergebnis.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2007 ISBN:
978-3-938690-52-9
280 Seiten

Schmidt_Schändungen 2007
Monika Schmidt

Schändungen jüdischer Friedhöfe in der DDR

Eine Dokumentation
16.00 

Positionen – Perspektiven – Diagnosen, Band 1

Übergriffe auf jüdische Friedhöfe waren in der DDR kein seltenes Phänomen. Sie umfassten das Umstoßen und Beschädigen der Grabsteine, in einigen Fällen ein regelrechtes Zertrümmern der Denkmale, aber auch nazistische Schmierereien. Häufig wurden Grabsteine gestohlen, Friedhofsmauern eingerissen und abgetragen. Nicht wenige Friedhöfe waren darüber hinaus nahezu unkenntlich geworden, verwahrlost oder eingeebnet und bebaut, andere als private Gärten oder Äcker vereinnahmt.
Täter wurden selten ermittelt, die Schändungen meist verschwiegen – so sind antisemitische Übergriffe bis heute nicht im öffentlichen Bewusstsein über die DDR-Geschichte präsent.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2007 ISBN:
978-3-938690-49-9
144 Seiten

Rölecke_2007
Tom Rölecke

OSTour

14.00 

„Tom Rölecke, Jahrgang 1980, begab sich mit dem Fotoapparat auf die Suche nach Relikten und Handlungsräumen der zweiten deutschen Diktatur. Die facettenreiche Dokumentation dieser Suche ist in Form von anspruchsvollen Bildern, deren ausdrucksvolle Motive viel Raum für Emotionen lassen, festgehalten. Prägnante Zitate und informative Texte rahmen dabei die jeweils dargestellten Aspekte ein, pointieren und erläutern.“
(Aus dem Vorwort von Rainer Eppelmann)

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2007 ISBN:
978-3-938690-44-4
64 Seiten

Hardcover


KZ-Verbrechen

Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager und ihrer Erinnerung

19.00 

Herausgegeben von Wojciech Lenarczyk, Andreas Mix, Johannes Schwartz, Veronika Springmann

Dieser Band präsentiert die Ergebnisse des zwölften Workshops zur Geschichte der Konzentrationslager, der vom 26. bis zum 30. Oktober 2005 in Lublin in Zusammenarbeit mit den Gedenkstätten Majdanek und Beec stattfand.
An dem Workshop nahmen insgesamt
42 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus Polen, Litauen, Weißrussland, Dänemark, Großbritannien, Japan, Österreich und Deutschland teil.
Die 17 Autorinnen und Autoren beschäftigen sich mit den Biografien einzelner KZ-Täter, der Bedeutung von Sport und Musik für KZ-Häftlinge, der Darstellung von Konzentrationslagern in Mahnmalen, Film und Literatur sowie heutigen und zukünftigen Konzepten der Pädagogik, der Erinnerungskultur und der Ausstellungen in KZ-Gedenkstätten.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2007 ISBN:
978-3-938690-50-5
256 Seiten

Endlich_Wege zur Erinnerung
Stefanie Endlich

Wege zur Erinnerung

Gedenkstätten und -orte für die Opfer des Nationalsozialismus in Berlin und Brandenburg
29.90 

„Wege zur Erinnerung“ führen zu den Orten von Verfolgung und Widerstand im Nationalsozialismus, die hier umfassend und auf aktuellem Stand beschrieben werden. Die Orte sind zugleich Erinnerungs-Räume, die das historische Geschehen in die Gegenwart zurückholen. Gedenkstätten, Denkmäler, Dokumentationen und Erinnerungszeichen tragen dazu auf unterschiedliche Weise bei.
Die Text- und Bilddokumentation mit 200 Fotos und Hunderten von Ortsbeschreibungen gibt präzise Auskunft über Erinnerungsorte in Berlin und Brandenburg. Sie informiert über
– die Ereignisse und Personen der NS-Zeit
– Entstehung, Erscheinungsbild und Vermittlungsangebote der aktiven Gedenkstätten
– Zustandekommen und künstlerische Konzepte von Denkmälern und Erinnerungszeichen
– materielle Spuren und Relikte.

Download cover Inhaltsverzeichnis Februar 2007 ISBN:
978-3-938690-45-1
597 Seiten

Brosch_Exclusive Solidarität 2007
Matthias Brosch, Michael Elm, Norman Geißler, Brigitta Elisa Simbürger, Oliver von Wrochem (Hrsg.)

Exklusive Solidarität

Linker Antisemitismus in Deutschland
24.00 

Inklusion, Solidarität und Gleichheit gehören traditionell zu den konstitutiven Begriffen und Motiven linker Weltanschauung und linken Handelns. Dennoch kam und kommt in der Argumentation und Politik der deutschen Linken beim Thema Israel und Judentum nicht selten eine Kerndoktrin rechter politischer Ideologie zum Tragen: die Exklusion. Die Studien des Sammelbandes diskutieren die Bedeutung antisemitischer Topoi in der deutschen Linken in Geschichte und Gegenwart. Sie belegen, dass Antisemitismus keine Randerscheinung, sondern in vielen Fällen ein struktureller Bestandteil linker Ideologien und Bewegungen ist.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2007 ISBN:
978-3-938690-28-4
440 Seiten

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Exklusive Solidarität

Linker Antisemitsmus in Deutschland. Vom Idealismus zur Antiglobalisierungsbewegung
24.00 
Herausgegeben von Matthias Brosch, Michael Elm, Norman Geißler, Brigitta E. Limburger und Oliver von Wrochem

Inklusion, Solidarität und Gleichheit gehören traditionell zu den konstitutiven Begriffen und Motiven linker Weltanschauung und linken Handelns. Dennoch kam und kommt in der Argumentation und Politik der deutschen Linken beim Thema Israel und Judentum nicht selten eine Kerndoktrin rechter politischer Ideologie zum Tragen: die Exklusion. Die Studien des Sammelbandes diskutieren die Bedeutung antisemitischer Topoi in der deutschen Linken in Geschichte und Gegenwart. Sie belegen, dass Antisemitismus keine Randerscheinung, sondern in vielen Fällen ein struktureller Bestandteil linker Ideologien und Bewegungen ist.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2006 ISBN:
978-3-938690-28-4
440 Seiten

metropol-slider-default DUNKLER HP
Wolfgang Benz (Hrsg.)

Jahrbuch für Antisemitismusforschung 15 (2006)

21.00 

Das Jahrbuch für Antisemitismusforschung ist ein Forum für wissenschaftliche Beiträge zur Antisemitismus- und Minderheitenforschung und will dieses disziplinär breite Spektrum bündeln. Es ist deshalb fächerübergreifend und international vergleichend ausgerichtet. Es veröffentlicht Arbeiten zur Geschichte der Judenfeindschaft, zur nationalsozialistischen Verfolgung, zum Holocaust, zu Emigration und Exil, zum Rechtsextremismus, zu Minoritätenkonflikten und zur Theorie des Vorurteils.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2006 ISBN:
978-3-938690-46-8
399 Seiten

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Leonore Ansorg

Politische Häftlinge im Strafvollzug der DDR: Die Strafvollzugsanstalt Brandenburg-Görden

21.00 

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 15

Im Zuchthaus Brandenburg-Görden als der größten Haftanstalt Deutschlands verbüßten Tausende von politisch Verurteilten der NS-Justiz ihre meist langjährigen Freiheitsstrafen. Harte Behandlung und schwerste Haftbedingungen, die sich während des Krieges noch verschärften, prägten ihren Zuchthausalltag. Ab 1940 wurden etwa 1800 politische Todesurteile vollstreckt.
Die Studie richtet den Blick auf die Differenziertheit der Gruppe der politisch Verurteilten, zu denen auch Erich Honecker und Robert Havemann gehörten: Wie waren die sozialen Beziehungen untereinander, gab es Hierarchien innerhalb der Häftlingsgesellschaft, kam es zu Ausgrenzungen unter ihnen und welche Stellung hatte die KPD im Zuchthaus? Auch die Rolle der Beamten des Strafvollzugs im Umgang mit den politischen Gefangenen wird thematisiert. Durch umfangreiche Auswertung von Archivquellen und Erinnerungsberichten können Antworten auch auf bislang mit einer Legendenbildung belegte Fragen gegeben werden.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2006 ISBN:
978-3-938690-21-5
411 Seiten

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