Gesamtverzeichnis


Friedenberger_Ausplünderung
Martin Friedenberger

Fiskalische Ausplünderung

Die Berliner Steuer- und Finanzverwaltung und die jüdische Bevölkerung 1933–1945
24.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 69

Die Reichsfinanzverwaltung war seit 1933 eine der wichtigsten Stützen der Verfolgungsmaßnahmen des NS-Regimes. Während sie in den Anfangsjahren des Dritten Reiches die Enteignung der Emigranten vollzog, wirkte sie im Zuge der eskalierenden antisemitischen Politik durch Sondersteuern und Vollstreckungsmaßnahmen wesentlich an der wirtschaftlichen Existenzvernichtung der jüdischen Bevölkerung mit. Das Oberfinanzpräsidium Berlin-Brandenburg und die Berliner Finanzämter spielten bei der staatlichen Ausplünderung eine besondere Rolle: Sie nahmen zentrale Aufgaben für das gesamte Reichsgebiet wahr und kooperierten besonders eng mit der Gestapo. Auf der Grundlage bisher weitgehend unbekannten Quellenmaterials schildert die Studie ein unheilvolles Kapitel deutscher Verwaltungsgeschichte.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2008 ISBN:
978-3-938690-86-4
432 Seiten

Hajak_München
Stefanie Hajak, Jürgen Zarusky (Hrsg.)

München und der Nationalsozialismus

Menschen. Orte. Strukturen.
24.00 

Von München nahm der Nationalsozialismus seinen Ausgang. Hier wurde die NSDAP gegründet, hier fanden sich Partei, „Führer“ und frühe Förderer, hier errangen die Nationalsozialisten erste Erfolge. Der gescheiterte Hitlerputsch wurde alljährlich als „Märtyrergedenken“ kultisch inszeniert. In München befand sich das Verwaltungszentrum der Partei, das nach der Machtübernahme 1933 auf Tausende von Mitarbeitern anwuchs.
In Aufsätzen, Essays und einem Interview gehen Historiker, Literaturwissenschaftler, Publizisten und Zeitzeugen der doppelten Leitfrage nach, welche Bedeutung München für den Nationalsozialismus und welche dieser für die Stadt und ihre Bürger hatte. Wie es der Metropole gelang, das Signum „Hauptstadt der Bewegung“ zu erhalten, wird ebenso untersucht wie die vielfältigen Erscheinungsformen von Terror und Verfolgung, Täterschaft und Kollaboration, Widerstehen und Überleben, aber auch die scheinbar alltäglichen Mechanismen sozialer Integration und Ausgrenzung.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2008 ISBN:
978-3-938690-79-6
410 Seiten

Lehmann-Waldschütz_Berichte
Wolfgang Goszczak, Gertrud Lehmann-Waldschütz

Berichte über sowjetische Speziallager in Deutschland

16.00 

Herausgegeben von Andreas Weigelt

Die Schriftstellerin Gertrud Lehmann-Waldschütz (1905–2001) aus Wünsdorf bei Berlin und der frühere Hitlerjunge Wolfgang Goszczak (1929–2006) aus Ruhland wurden 1945 durch den sowjetischen Geheimdienst verhaftet und in den Speziallagern Frankfurt (Oder), Jamlitz, Mühlberg und Buchenwald interniert.
Der Schriftstellerin wurden ihre Aktivitäten für die NS-Frauenschaft vor 1945 vorgeworfen, dem Hitlerjungen angebliche Partisanen-Tätigkeit nach der Befreiung und Besetzung Ostdeutschlands durch die Rote Armee.
Die Berichte sind zum einen Zeugnisse einer verfehlten Entnazifizierungspolitik sowie der Wirklichkeit in den sowjetischen Speziallagern. Zum anderen fragen die Autoren nach dem Verhältnis zwischen individueller Verantwortung im Nationalsozialismus und ihrer Haft in den sowjetischen Lagern. Wolfgang Goszczak wurde 1950 ohne Verurteilung entlassen, blieb in der DDR und trat später der SED bei. Gertrud Lehmann-Waldschütz wurde 1950 in den sogenannten Waldheimer Kriegsverbrecher-Prozessen zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, jedoch bereits zwei Jahre später amnestiert. Sie floh 1953 vor erneuter Verfolgung in die BRD.

Download cover Inhaltsverzeichnis Februar 2008 ISBN:
978-3-938690-78-9
144 Seiten

Elm_Zeugenschaft im Film
Michael Elm

Zeugenschaft im Film

Eine erinnerungskulturelle Analyse filmischer Erzählungen des Holocaust
21.00 

Die Studie geht der Frage nach, wie lebensgeschichtliche Berichte von Zeitzeugen des Holocaust im Medium Film ins kulturelle Gedächtnis eingeschrieben werden. Anhand von Produktionen wie Der Untergang oder der Fernsehdokumentation Holokaust (Leitung Guido Knopp) werden die historiografischen Funktionen der Zeitzeugendarstellungen analysiert. Durch Rekurs auf die erinnerungskulturelle Tradition der Zeugenschaft und andere Ansätze diskutiert Michael Elm, welche filmsprachlichen Mittel den Berichten der jüdischen Überlebenden angemessen erscheinen. Die gewonnenen Einsichten werden anhand von Filmen wie Der Pianist und Zeitzeugenportraits des Fortunoff Video Archives reflektiert und auf ihre bildungstheoretischen und medienpädagogischen Gehalte hin befragt.

Download cover Inhaltsverzeichnis Februar 2008 ISBN:
978-3-938690-77-2
345 Seiten

Pagenstecher_Zwangsarbeit in Berlin
Bernhard Bremberger, Cord Pagenstecher, Gisela Wenzel

Zwangsarbeit in Berlin

Archivrecherchen, Nachweissuche und Entschädigung
22.00 

Zwangsarbeiter, die Ansprüche auf Entschädigung geltend machen wollten, mussten ihren während des Nationalsozialismus geleisteten Arbeitseinsatz nachweisen. Allein in Berlin stellten 20 000 Überlebende meist formlos gehaltene Anträge. Die im Jahr 2001 eingerichtete Koordinierungsstelle Zwangsarbeit an der Berliner Entschädigungsbehörde konnte durch umfangreiche Recherchen mehr als 8000 Überlebenden zu Ausgleichszahlungen verhelfen.
Im Zuge der Nachforschungen wurden neue Quellen auch für künftige Projekte zur NS-Zwangsarbeit erschlossen. Der Band schildert die Arbeit der Koordinierungsstelle, stellt spezielle Archive vor und charakterisiert wichtige Quellengruppen, von den Dokumenten der Standes- und Gesundheitsämter über Firmenakten bis zu persönlichen Unterlagen der Betroffenen.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2008 ISBN:
78-3-938690-74-1
320 Seiten

Koutsoukou
Fedra Koutsoukou

Die deutsche Kulturpolitik in Griechenland in der Zeit des Nationalsozialismus (1933–1944)

19.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 66

Die Studie beleuchtet Entwicklungen, Prioritäten und Besonderheiten des nationalsozialistischen „Kulturexports“ nach Griechenland. Ziel des NS-Regimes war es, seine politische und ökonomische Machtstellung durch kulturpolitische Initiativen zu festigen und auszubauen. Dazu gehörten die Aktivitäten der Deutschen Akademie – Vorläuferin des Goethe Instituts –, des Deutschen Wissenschaftlichen Instituts, des Deutschen Archäologischen Instituts, Deutscher Schulen wie auch griechisch-deutscher Gesellschaften in Athen und in der Provinz.
Während die wissenschaftlich-kulturellen Beziehungen der Vorkriegszeit von Zeitgenossen beider Länder als nahezu harmonisch angesehen wurden, zeigte die Gewalt in der Besatzungszeit erst das ganze Bild der nationalsozialistischen Politik in Griechenland.

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978-3-938690-57-4
294 Seiten

Gunther R. Lys 2008
Gunther R. Lys

Geheimes Leid – Geheimer Kampf

Ein Bericht über das Außenlager Lieberose des KZ Sachsenhausen
24.00 

Herausgegeben von Andreas Weigelt

Gunther R. Lys war von 1941 bis 1945 politischer Häftling des KZ Sachsenhausen und des Außenlagers Lieberose im ostbrandenburgischen Jamlitz. Im Jahr 1948 veröffentlichte er den viel beachteten und heute zu Unrecht vergessenen Roman „Kilometerstein 12,6“ über den Todesmarsch der Häftlinge des KZ Sachsenhausen im April 1945. Er ist Autor des preisgekrönten Films „Ein Tag“ (1965) in der Regie von Egon Monk, der einen Tag in einem KZ-Aufbaulager zeigt.
Zu seinem 100. Geburtstag im Jahr 2007 hat Andreas Weigelt aus Lys‘ Nachlass den vorliegenden „Bericht eines Nichtjuden über die Judenverfolgung“ herausgegeben und kommentiert, der in den Jahren 1976/77 in Israel entstanden ist. Er schildert in Episoden wesentliche Ereignisse im KZ-Außenlager Lieberose, in dem Tausende Häftlinge den Tod fanden. Gunther R. Lys gehörte als Revierschreiber zu einer Widerstandsgruppe um den deutschen Kommunisten Siegmund Sredzki, den sowjetischen Kriegsgefangenen Viktor Braschnikow und den deutschen Juden Hans Landshut.
Der Bericht wird durch eine Biografie des Herausgebers über Gunther R. Lys ergänzt.

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978-3-938690-76-5
408 Seiten

Rolfi 2008
Lidia Beccaria Rolfi

Zurückkehren als Fremde

Von Ravensbrück nach Italien: 1945–1948
17.00 

Herausgegeben von Johanna Kootz

Lidia Beccaria Rolfi (1925–1996), deportiert wegen ihrer Beteiligung an der Resistenza, verlässt mit Tausenden Häftlingen am 27. April 1945 das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück. Eine Monate dauernde Rückkehr nach Italien beginnt. Zunächst noch als Gefangene der Nazis, dann als Displaced Person, erlebt sie die wiedergewonnene Freiheit in den Sammellagern der Alliierten.
Nüchtern und aus erzwungener Distanz beurteilt sie die Reaktionen ihrer Mitbürger auf die heimkehrenden KZ-Häftlinge. Eine selbstbewusste und politisch engagierte Frau schildert die Konfrontation mit den Zumutungen und Bewältigungsstrategien der italienischen Nachkriegsgesellschaft, in der sie eine Fremde ist und als unbequeme Zeugin behandelt wird. Als Lehrerin, Autorin und kritische Zeitgenossin versucht sie, die Erfahrungen der Deportation und Lagerhaft vor dem Vergessen, aber auch vor verfälschenden Umdeutungen zu bewahren.

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978-3-938690-67-3
207 Seiten

Eschebach, Ravensbrück.Der Zellenbau
Insa Eschebach (Hrsg.)

Ravensbrück. Der Zellenbau

Geschichte und Gedenken. Begleitband zur Ausstellung
19.00 

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 18

Ravensbrück. Der Zellenbau
Geschichte und Gedenken
Begleitband zur Ausstellung

Ravensbrück. The Cell Building
History and Commemoration
Essays accompanying the exhibition

Der Band dokumentiert aktuelle Forschungsergebnisse zur Geschichte und Nachgeschichte des Lagergefängnisses im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. In einem Beitrag zur Geschichte des Arrestgebäudes von 1939 bis 1945 wird über unterschiedliche Häftlingsgruppen und ihren häufig von Dunkelhaft und Nahrungsentzug geprägten Haftalltag berichtet. Darüber hinaus wird die Geschichte des Gebäudes unter bautypologischen Aspekten dargestellt. Ein eigener Teil des Bandes ist den nationalen Gedenkräumen gewidmet, in denen sich vielfältige Formen europäischen Gedenkens manifestieren.

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978-3-938690-59-8
190 Seiten

Deutsch und Englisch


Silvija Kavcic

Überleben und Erinnern

Slowenische Häftlinge im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück
19.00 

Die Studie nimmt erstmals die Verfolgungswege slowenischer Frauen während des Nationalsozialismus in den Blick. Sie rekonstruiert die individuellen Schicksale der Deportierten, aber auch die Bemühungen, als Kollektiv im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück zu überleben. Über 30 Interviews mit zurückgekehrten Frauen bilden die Basis der Untersuchung.
Gefragt wird aber auch nach den Erinnerungsmustern. Wie erzählen die Frauen von ihrer Verfolgung und wie reagierte die slowenische Gesellschaft auf ihre Erinnerungen? Während das neu gegründete sozialistische Jugoslawien das Bild des heldenhaften Partisanen kultivierte, führten Verdächtigungen und staatliche Reglementierungen bei den Frauen zu einer Anpassung der Erinnerungen.

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978-3-938690-15-4
349 Seiten

Klein, Flüchtlingspolitik
Anne Klein

Flüchtlingspolitik und Flüchtlingshilfe 1940–1942

Varian Fry und die Komitees zur Rettung politisch Verfolgter in New York und Marseille
24.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 61

Varian Fry und die von ihm geleiteten Hilfskomitees konnten in den Jahren 1940 bis 1942 unter erheblichen persönlichen Risiken und trotz politischer Hindernisse einer großen Anzahl verfolgter Emigranten die Flucht in die Vereinigten Staaten ermöglichen. Mit dem Kriegseintritt der USA im Dezember 1941 waren die letzten offiziellen Emigrationswege unterbrochen. Die in Südfrankreich tätigen Hilfsorganisationen mussten daher kluge und weitsichtige Entscheidungen treffen, wenn sie ihren Auftrag der Hilfe für Verfolgte erfüllen wollten. Aus akteurszentrierter Sicht und unter Berücksichtigung lokaler und transnationaler Zusammenhänge schildert die Studie die Geschichte des Varian Fry-Komitees im Spannungsfeld von Flüchtlingspolitik und Flüchtlingshilfe mitten in den Wirren des Zweiten Weltkriegs.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2007 ISBN:
978-3-938690-17-8
542 Seiten

Jahrbuch 16
Wolfgang Benz (Hrsg.)

Jahrbuch für Antisemitismusforschung 16 (2007)

21.00 

Das Jahrbuch für Antisemitismusforschung ist ein Forum für wissenschaftliche Beiträge zur Antisemitismus-, Vorurteils- und Minderheitenforschung und will dieses disziplinär breite Spektrum bündeln. Es ist deshalb fächerübergreifend und international vergleichend ausgerichtet. Es veröffentlicht Arbeiten zur Geschichte der Judenfeindschaft, zur nationalsozialistischen Verfolgungspolitik, zum Holocaust, zu Emigration und Exil, zum Rechtsextremismus, zu Minoritätenkonflikten und zur Theorie des Vorurteils.

Preis im Abonnement: 16.00 Euro

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2007 ISBN:
978-3-938690-71-0
352 Seiten

Schlaginweit 2007
Marlene Rupprecht, Reinhard Schlagintweit (Hrsg.)

Zwischen Integration und Isolation

Zur Lage von Kindern aus Roma-Familien in Deutschland und Südosteuropa
16.00 

Mit etwa zehn Millionen Angehörigen sind Roma heute die größte Minderheit Europas. Seit Jahrhunderten werden sie als „Zigeuner“ verfolgt und diskriminiert. Kinder aus Roma-Familien haben in ganz Europa schlechtere Bildungschancen als Kinder aus anderen Gruppen. Im Südosten des Kontinents kämpfen viele täglich ums Überleben. Auch in Deutschland werden Roma-Flüchtlinge benachteiligt. Ob Kinder aus Roma-Familien ihre Rechte auf Bildung, Gesundheit und einen angemessenen Lebensstandard verwirklichen können, hängt vor allem von ihrem Aufenthaltsstatus ab.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2007 ISBN:
978-3-938690-73-4
174 Seiten

Richter_Norm und Eigensinn
Sebastian Richter

Norm und Eigensinn

Die Selbstlegitimation politischen Protests in der DDR 1985–1989
18.00 

ZeitgeschichteN, Band 4

Die Studie geht der Frage nach, ob und in welcher Form Oppositionelle in der DDR zwischen 1985 und 1989 ihren Protest selbst für legitim hielten. Sie entwickelt anhand dreier unabhängiger Gruppen (Initiative Frieden und Menschenrechte, Arbeitskreis Solidarische Kirche und Grünes Netzwerk Arche) ein alternatives Konzept zur Analyse politischen Widerspruchs in der DDR, indem sie nach den Normen fragt, an denen sich der Protest orientierte und mit denen er sich legitimierte, und den Oppositionsbegriff an das Konzept vom gesellschaftlichen Eigensinn koppelt.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2007 ISBN:
978-3-938690-62-8
223 Seiten

Schaller, Operette
Wolfgang Schaller (Hrsg.)

Operette unterm Hakenkreuz

Zwischen hoffähiger Kunst und „Entartung“
21.00 

Beiträge einer Tagung der Staatsoperette Dresden

Hitler liebte die Operetten Franz Lehárs. Die Nationalsozialisten hielt das jedoch nicht davon ab, jüdische Interpreten und Textdichter der Werke des Komponisten zu verfolgen, zu vertreiben und zu ermorden. Während die Operette bis in die 1930er-Jahre hinein im Dialog mit der künstlerischen Avantgarde stand, degenerierte sie nach 1933 zu einem willfährigen Instrument der staatlich gelenkten Unterhaltungsindustrie. Einige ideologische und ästhetische Urteile über das Genre haben das Ende des NS-Regimes überdauert.
Im Mai 2005 initiierte die Staatsoperette Dresden eine Tagung, die erstmals systematisch nach Ursprüngen, Ereignissen und Nachwirkungen der „Operette unterm Hakenkreuz“ fragte. Künstler-Porträts, Analysen der zeitgenössischen Musiklandschaft und des Repertoires entwerfen das Panorama einer unter dem Nationalsozialismus ausblutenden und nach 1945 kulturgeschichtlich unterschätzten Gattung.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2007 ISBN:
978-3-938690-35-2
231 Seiten

Leo_Schwert
Annette Leo

„Das ist so’n zweischneidiges Schwert hier unser KZ ...“

Der Fürstenberger Alltag und das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück
16.00 

Fürstenberg ist ein Beispiel. Es steht für viele ostdeutsche Orte, in denen die Menschen ihre widersprüchlichen Erfahrungen ähnlich erzählen. Zweifellos hat die unmittelbare Nachbarschaft zum Frauenkonzentrationslager und später zur sowjetischen Garnison auf dem Gelände die Situation dramatisch zugespitzt. Wie in einem Mikrokosmos drängen sich hier die Brüche und Kontinuitäten in der Erinnerungslandschaft des vergangenen gewalttätigen Jahrhunderts zusammen.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2007 ISBN:
978-3-938690-61-1
185 Seiten

Morsch_From Sachsenburg
Günter Morsch (ed.)

From Sachsenburg to Sachsenhausen

24.00 

Pictures from the Photograph Album of a Concentration Camp Commandant

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Vol. 20

The exhibition catalogue presents for the first time some two hundred photographs from the service album of the first Commandant of Sachsenhausen, Karl Otto Koch, which were found by the Sachsenhausen Memorial in the archives of the Russian Secret Service. In this album not only the construction and setting-up phase of Sachsenhausen Concentration Camp but also the development of the concentration camp system in Germany from 1933 to July 1937 is documented from the point of view of the SS perpetrators. The pictures document the rise of Koch from being an SS officer to being an expert on the reorganisation and reconstruction of concentration camps.
The pictures are accompanied by scholarly commentaries; their perpetrator perspective is moreover balanced by reports by former inmates which make reference to the pictures and provide an alternative view of them. The exhibition catalogue also includes a comprehensive depiction of the formation phase of Sachsenhausen Concentration Camp, articles on the early concentration camps at Hohnstein, Sachsenburg, Columbia and Esterwegen, on the self-image of the SS and on photo-historical and biographical aspects.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2007 ISBN:
978-3-938690-72-7
370 Seiten

Morsch_Sachsenburg
Günter Morsch (Hrsg.)

Von der Sachsenburg nach Sachsenhausen

Bilder aus dem Fotoalbum eines KZ-Kommandanten
24.00 

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 19

Der Ausstellungskatalog präsentiert rund 200 Aufnahmen aus dem dienstlichen Fotoalbum des ersten Kommandanten von Sachsenhausen, Karl Otto Koch, das die Gedenkstätte Sachsenhausen in den Archiven des russischen Geheimdienstes fand. Aus dem Blickwinkel der SS-Täter wird darin nicht nur die Errichtungsphase des KZ Sachsenhausen dokumentiert, sondern auch der Aufbau des KZ-Systems in Deutschland von 1933 bis Juli 1937. Die Bilder zeigen den Aufstieg Kochs vom SS-Führer zum Fachmann für die Reorganisation und den Neuaufbau von Konzentrationslagern.
Die Fotografien sind mit wissenschaftlichen Kommentaren versehen; ihrer Täter-Perspektive werden Berichte von ehemaligen Häftlingen entgegengestellt, die auf die Bilder Bezug nehmen und diese konterkarieren. Außerdem enthält der Ausstellungskatalog eine ausführliche Darstellung der Gründungsphase des KZ Sachsenhausen, Beiträge zu den frühen KZ Hohnstein, Sachsenburg, Columbia und Esterwegen, zum Selbstbild der SS sowie zu fotohistorischen und biografischen Aspekten.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2007 ISBN:
978-3-938690-36-9
370 Seiten

Neumeyer, Wir wollen
Alexander Karl Neumeyer, Alfred Neumeyer, Imanuel Noy-Meir

»Wir wollen den Fluch in Segen verwandeln«

Drei Generationen der jüdischen Familie Neumeyer: eine autobiografische Trilogie
24.00 

Bibliothek der Erinnerung, Band 18

Herausgegeben von Robert Schopflocher und Rainer Traub

Die Lebenserinnerungen von Angehörigen dreier Generationen der Familie Neumeyer spiegeln deutsch-jüdische Geschichte über einen Zeitraum von 140 Jahren: vom sozialen Aufstieg im Kaiserreich über den wachsenden Antisemitismus in der Weimarer Republik und die Verfolgung unter dem NS-Regime bis zum Neubeginn erst in Argentinien, dann in Israel.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2007 ISBN:
978-3-938690-63-5
560 Seiten

Lehmensiek_Jüdin
Anning Lehmensiek

»Ich war und bin eine stolze Jüdin«

Eva Lux Braun – eine Begegnung
18.00 

„Ich habe mich auf die Suche nach den Spuren, die Deine Erlebnisse in Auschwitz hinterlassen haben, gemacht und war verwirrt, als ich nicht das gefunden habe, was ich mir vorgestellt habe. Ganz schön vermessen! Ich habe nach Schmerz, nach Leiden, nach Depression, nach
Resignation gesucht und habe eine tätige, zupackende, sehr bestimmende und bestimmte Frau gefunden. Ich habe Gebrochenheit erwartet und eine Frau gefunden, die sich nicht hat brechen lassen.“

Aus einer zufälligen Begegnung in Yad Vashem entsteht eine Freundschaft zwischen Eva Lux Braun und Anning Lehmensiek, die zu einem beide bewegenden Projekt führt: der Auseinandersetzung einer während des Krieges geborenen Deutschen mit der ebensgeschichte einer Jüdin aus Ungarn, die als 16-Jährige nach Auschwitz-Birkenau deportiert wurde.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2007 ISBN:
978-3-938690-68-0
199 Seiten

Morsch_Ley Medical Care
Astrid Ley, Günter Morsch

Medical Care and Crime

The Infirmary at Sachsenhausen Concentration Camp 1936–1945
22.00 

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Vol. 22

The book contains the complete text and many illustrations from the exhibition “Medical Care and Crime. The Infirmary at Sachsenhausen Concentration Camp 1936–1945”. It was opened in November 2004 in the original barracks R I and R II. In the infirmary “racial research” and numerous medical experiments were carried out on inmates. SS doctors performed compulsory sterilisations and castrations. Several thousand inmates were murdered in systematically planned programmes to dispose of the sick. The infirmary was also intended to provide a minimal medical care for inmates. Overcrowding, inhuman treatment and a poor supply of medicine led to mostly excruciating conditions in the infirmary. Care and treatment for the ill and dying came mainly from inmates assigned to work as medical assistants and doctors.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2007 ISBN:
978-3-938690-69-7
412 Seiten

Morsch_Ley_Medizin
Astrid Ley, Günter Morsch

Medizin und Verbrechen

Das Krankenrevier des KZ Sachsenhausen 1936–1945
22.00 

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 21

Der Band enthält alle Texte und viele Abbildungen der Ausstellung „Medizin und Verbrechen. Das Krankenrevier des KZ Sachsenhausen 1936–1945“, die Ende 2004 in den Originalbaracken R I und R II eröffnet wurde. Im Krankenrevier wurden zahlreiche medizinische Experimente und „Rassenforschungen“ an Häftlingen durchgeführt. SS-Ärzte nahmen Zwangssterilisationen und Zwangskastrationen vor. Mehrere tausend KZ-Häftlinge wurden im Rahmen systematischer Krankenmordaktionen getötet. Das Krankenrevier sollte aber auch eine minimale medizinische Versorgung der Häftlinge sicherstellen. Aufgrund von Überfüllung, schlechter Versorgung mit Arzneien und unmenschlicher Behandlung waren die Bedingungen in den Krankenbaracken größtenteils katastrophal. Hilfe erhielten die Kranken und Sterbenden vor allem durch Häftlingspfleger und -ärzte.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2007 ISBN:
978-3-938690-12-3
412 Seiten

Heitzer_2007
Enrico Heitzer

„Einige greifen der Geschichte in die Speichen.“

Jugendlicher Widerstand in Altenburg/Thüringen 1948 bis 1950
18.00 

Herausgegeben von Uwe Schwabe und Rainer Eckert

Dezember 1949, Stalins 70. Geburtstag. In Altenburg versuchen Angehörige einer Widerstandsgruppe, mit einem Radiosender die Übertragung der Rede Wilhelm Piecks zu Ehren des sowjetischen Diktators zu stören und selbst auf Sendung zu gehen. Der Sprecher prangert das DDR-Regime an, verlangt die Entlassung von politischen Häftlingen und freie Wahlen. Drei Monate später wird die Gruppe vom Ministerium für Staatssicherheit der DDR und von der sowjetischen Geheimpolizei zerschlagen. Sowjetische Militärgerichte führen den Prozess gegen ein Dutzend Angeklagte. Vier junge Männer werden zum Tod verurteilt und hingerichtet.
Die Studie spürt einem weithin unbekannten Kapitel der frühen DDR-Geschichte nach und beleuchtet detailliert die Tätigkeit der Gruppe, ihre Zerschlagung und Verurteilung.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2007 ISBN:
978-3-938690-64-2
230 Seiten

Ellger_Zwangsarbeit
Hans Ellger

Zwangsarbeit und weibliche Überlebensstrategien

Die Geschichte der Frauenaußenlager des Konzentrationslagers Neuengamme 1944/45
21.00 

Geschichte der Konzentrationslager 1933–1945, Band 8

Im letzten Kriegsjahr 1944/45 existierten in Nordwestdeutschland 24 Frauenaußenlager, die zum Verwaltungsbereich des KZ Neuengamme gehörten. Unter den ca. 13 700 dort inhaftierten KZ-Häftlingen befanden sich etwa zwei Drittel Jüdinnen. Die Frauen mussten in Rüstungsbetrieben arbeiten oder wurden für die Trümmerbeseitigung und den Bau von Behelfsunterkünften eingesetzt. Bei der Räumung der Außenlager im April 1945 wurden viele Frauen nach Bergen-Belsen gebracht, wo Hunderte von ihnen aufgrund der katastrophalen Haftbedingungen noch in den letzten Kriegstagen den Tod fanden.

Mit dieser Studie liegt erstmals eine umfassende Untersuchung über die Frauenaußenlager des KZ Neuengamme und das Schicksal der dort Inhaftierten vor.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2007 ISBN:
978-3-938690-48-2
375 Seiten

Leichsenring 2007
Jana Leichsenring

Die Katholische Kirche und „ihre Juden“

Das „Hilfswerk beim Bischöflichen Ordinariat Berlin“ 1938–1945
22.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 67

Die Studie behandelt die Frage, wie die Katholische Kirche mit jenem Teil ihrer Gläubigen verfuhr, die die Nationalsozialisten zu „Juden“ erklärten und aus „rassischen“ Gründen verfolgten. Im Zentrum steht das „Hilfswerk beim Bischöflichen Ordinariat Berlin“, das sich um diesen Personenkreis kümmern sollte. Jana Leichsenring kommt zu dem Ergebnis, dass die Hilfe in der Seelsorge stecken blieb und mehr auf das Jenseits als auf das Diesseits zielte. Leben zu retten betrachtete das Hilfswerk hingegen nicht als seine Aufgabe, obgleich die deutschen Bischöfe genaue Informationen über die Judenverfol-gungen und die Deportationen besaßen.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2007 ISBN:
978-3-938690-58-1
349 Seiten

Schreiber_Arisierung in Berlin
Christof Biggeleben, Beate Schreiber, Kilian J. L. Steiner (Hrsg.)

„Arisierung“ in Berlin

22.00 

Obgleich Berlin in der NS-Zeit das deutsche Wirtschafts- und Finanzzentrum war und vor 1933 die größte jüdische Gemeinde beherbergte, fehlt bisher eine Gesamtdarstellung zur „Arisierung“ in der ehemaligen Reichshauptstadt. Auf der Grundlage jüngster Forschungen publiziert der vorliegende Band Fall-studien über die Verdrängung jüdischer Manager und Unternehmer aus Schlüssel-positionen der Wirtschaft und zur „Arisierung“ von Unternehmen in den Jahren zwischen 1933 und 1938. Darüber hinaus wird die Frage der Restitution von jüdischem Eigentum nach 1945 in Berlin behandelt.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli 2007 ISBN:
978-3-938690-55-0
340 Seiten

Lars Karl_2007
Lars Karl (Hrsg.)

Leinwand zwischen Tauwetter und Frost

Der osteuropäische Spiel- und Dokumentarfilm im Kalten Krieg
19.00 

Als Projektionsfläche für Sehnsüchte, Ängste und Stimmungen, als Träger kollektiver Erinnerungen und nicht zuletzt als Mittel ideologischer Einflussnahme liefern Filme wichtige Hinweise auf gesellschaftliche und politische Orientierungen europäischer Staaten im blockübergreifenden Wettbewerb der Systeme. Der Sammelband unternimmt erstmalig den Versuch, die nationalen Filmkulturen Osteuropas vor dem Hintergrund des Kalten Krieges vergleichend zu analysieren. Behandelt werden dabei die Rolle des Films als Herrschafts- und Repräsentationsmittel, Filmöffentlichkeiten und Zensur, Aspekte von „Kulturaußenpolitik“ sowie die Funktion sozialistischer Filmfestivals.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2007 ISBN:
978-3-938690-54-3
320 Seiten

Ciechanower_2007
Mordechai Ciechanower

Der Dachdecker von Auschwitz-Birkenau

19.00 

Mit einem Vorwort von Gideon Greif
Herausgegeben von Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V., Sektion Böblingen-Herrenberg-Tübingen

Bibliothek der Erinnerung, Band 17

Mordechai Ciechanower erzählt von seiner Kindheit in der Welt der osteuropäischen Juden in einem polnischen Shtetl. Er wird nach Auschwitz deportiert und überlebt in einem Dachdeckerkommando. Über das KZ Stutthof/Danzig kommt er in das Außenlager Hailfingen/Tailfingen. In Bergen-Belsen wird er befreit, ehe er eine abenteuerliche Reise nach Israel antreten kann.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2007 ISBN:
978-3-938690-53-6
256 Seiten

Tauchert_Identitäten
Stephanie Tauchert (Hrsg.)

Jüdische Identitäten in Deutschland

Das Selbstverständnis von Juden in der Bundesrepublik und der DDR 1950 bis 2000
24.00 

Für die Mehrheit der überlebenden Juden, die sich in den ersten Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland aufhielten, war das Land der Täter nur eine Durchgangsstation auf dem Weg in die Emigration. Einige von ihnen konnten oder wollten jedoch nicht auswandern, andere kehrten in den nächsten Jahren nach Deutschland zurück. In beiden Teilen Nachkriegsdeutschlands entstanden wieder jüdische Gemeinden.
Welche neuen Formen jüdischen Selbstverständnisses entwickelten sich aus den Trümmern der zerstörten Lebenswelten und wie veränderten sie sich über fünfzig Jahre? Dass jüdische Identitäten in Deutschland zwischen 1950 und 2000 mit dem Schlagwort „Holocaust-Identität“ keineswegs zutreffend beschrieben sind, ist eines der Ergebnisse der vorliegenden Studie.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2007 ISBN:
978-3-938690-32-1
410 Seiten

Opfermann_Zigeuner_2007
Ulrich Friedrich Opfermann

„Seye kein Ziegeuner, sondern kayserlicher Cornet“

Sinti im 17. und 18. Jahrhundert. Eine Untersuchung anhand archivalischer Quellen
24.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 65

Anton La Grave galt in Hessen-Kassel als „Räuber-hauptmann“. Er wurde gesucht, während er zugleich im benachbarten Kurmainz die höchste Polizeifunktion innehatte und beauftragt war, das Land von „Zigeunern“ zu säubern. In Hessen-Kassel galt er selbst als „Ziegeuner“, ein Etikett, das die Kurmainzer Behörden vermieden.
Der kurmainzische Landleutnant ist nur ein Beispiel unter anderen. Die vorliegende Arbeit beschreibt die widerspruchsvolle Geschichte und Lebenswirklichkeit der im Westen Deutschlands lebenden Sinti im 17. und 18. Jahrhundert: zwischen Vertreibung und Duldung, zwischen Repression und energischer Selbstbehauptung, denunziert und gejagt von den Eingesessenen und von ihnen beherbergt. Die Studie stützt sich in einem bislang nicht erreichten Umfang auf zeitgenössische Quellen zahlreicher Archive.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2007 ISBN:
978-3-938690-41-3
454 Seiten