Gesamtverzeichnis


Steinke_Ravensbrück
Karolin Steinke

Züge nach Ravensbrück

Transporte mit der Reichsbahn 1939–1945. Trains to Ravensbrück Transports by the Reichsbahn 1939–1945
19.00 

Begleitband zur Ausstellung in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 26

Das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück war von den Diensten der Deutschen Reichsbahn abhängig. Mit gewöhnlichen Personenwagen, vergitterten Zellenwagen und Güterwagen ließ die SS mehr als 123 000 Häftlinge aus ganz Europa in das Lager nördlich von Berlin transportieren. Seit 1939 mussten sie vor aller Augen am Bahnhof Fürstenberg (Havel) aussteigen. Drei Jahre später erhielt Ravensbrück einen eigenen Bahnhaltepunkt. Zahllose Waggons mit Raubgut und Rohstoffen für die Zwangsarbeit kamen ebenfalls auf dem Schienenweg. Der Katalog gibt den Inhalt der Ausstellung „Züge nach Ravensbrück“ auf dem Freigelände der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück wieder. Ein historischer Güterwagen erinnert dort an ein vergessenes Thema der Lagergeschichte.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2008 ISBN:
978-3-940938-27-5
144 Seiten

deutsch-englische Ausgabe


Performing_grau

Performing 68/89

Die Oberfläche und die Untergründe
12.00 

Herausgegeben von Jürgen Danyel, Jennifer Schevardo und Stephan Kruhl

Performing 68/89 und Transforming 68/89 sind Teil des Projektes „68/89 – Kunst.Zeit.Geschichte.“, in dem Historiker und Künstler aus Deutschland, Tschechien und der Slowakei gemeinsam die europäischen Aufbruchbewegungen der Jahre 1968 und 1989 und verschiedenen Aspekten behandeln und neu bewerten.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2008 ISBN:
978-3-940938-25-1
158 Seiten

deutsch-tschechische Ausgabe


Cernyak-Spatz
Susan Fernyak-Spatz, Ravensbrück

»Ich wollte leben ...«

Theresienstadt, Auschwitz-Birkenau und Ravensbrück. Drei Stationen meines Lebens
16.00 

Herausgegeben von Hans H. Pöschko
Aus dem Amerikanischen von Dirk Brinkmann unter Mitwirkung von Renate Overbeck

Susan Cernyak-Spatz, als Susanne Eckstein in Wien geboren, wächst in Wien und Berlin auf. Im Mai 1942 wird sie zusammen mit ihrer Mutter nach Theresienstadt deportiert, von dort im Januar 1943 nach Auschwitz-Birkenau. Weil die SS sie der Schreibstube und später der Bauleitung zuteilt, kann sie der Vernichtung entkommen. Im Januar 1945 wird sie mit der Frauengruppe des Arbeitskommandos „Kanada“ auf den „Todesmarsch“ in das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück geschickt. Nach einem neuerlichen Marsch aus Ravensbrück erlebt sie im Frühjahr 1945 die Befreiung durch die US-Army.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2008 ISBN:
978-3-940938-18-3
158 Seiten

Transforming_dunkel

Roginskij_Moskau
Frank Drauschke, Anna Kaminsky, Arsenij Roginskij (Hrsg.)

„Erschossen in Moskau …“

Die deutschen Opfer des Stalinismus auf dem Moskauer Friedhof Donskoje 1950–1953
22.00 

Annähernd eintausend Deutsche wurden zwischen 1950 und 1953 von östlichen Geheimdiensten verhaftet, von sowjetischen Militärtribunalen in der DDR wegen angeblicher Spionage und antisowjetischer Agitation zum Tode verurteilt und in Moskau hingerichtet. Die Toten wurden im Krematorium des Moskauer Friedhofs Donskoje verbrannt und in einem Massengrab verscharrt. Über Jahrzehnte hatten Moskau und Ost-Berlin alles daran gesetzt, die Spuren der Opfer zu verwischen.
In einem gemeinsamen Forschungsprojekt ist es der russischen Menschenrechtsorganisation „Memorial“ International Moskau, Facts & Files – Historisches Forschungsinstitut Berlin und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gelungen, Akten über die Verurteilungen, Hinrichtungen und die verzweifelte Suche der Angehörigen aufzufinden. Das Leben und der gewaltsame Tod dieser Frauen und Männer werden in dem vorliegenden Totenbuch dokumentiert.

Ein beachtlicher Zuwachs an neuen Informationen führte dazu, dass sich der bisherige Wissensstand erheblich erweitert hat. Es war daher unverzichtbar, die letzte Auflage des Buches komplett zu überarbeiten. Der neue Band stellt das Ergebnis dieser umfassenden Aktualisierung dar.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2008 ISBN:
978-3-938690-14-7
476 Seiten

3., vollständig überarbeitete Auflage


Raim_Kaufering
Edith Raim (Hrsg.)

Überlebende von Kaufering

Biografische Skizzen jüdischer ehemaliger Häftlinge
19.00 

Materialien zum KZ-Außenlagerkomplex Kaufering

Der Band vereint Kurzbiografien von über vierzig jüdischen Überlebenden aus ganz Europa, die als Kinder und Jugendliche in Ghettos und Lager verschleppt wurden und deren Lebenswege sich in dem Dachauer KZ-Außenlagerkomplex Kaufering kreuzten. Begleitet werden die Lebensläufe von zahlreichen Privatfotos aus der Zeit vor der Verfolgung, der unmittelbaren Nachkriegszeit und der Gegenwart. Außerdem enthält der Band Auszüge aus der Kauferinger Lagerzeitung „Nitzotz“ (Der Funke), zwei 1947 auf Jiddisch entstandene Schilderungen zum Todesmarsch von Kaufering nach Dachau und zwei autobiografische Texte Überlebender.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2008 ISBN:
978-3-938690-97-0
191 Seiten

Littmann _Lehrkräfte
Ingrid Littmann-Hotopp

Jüdische Lehrkräfte an den Berliner Gemeindeschulen zwischen 1875 und 1914

22.00 

Auch nach dem Emanzipationsedikt von 1812 und dem Reichsgesetz von 1869 über die Gleichberechtigung der Konfessionen blieb Juden der Zugang zu Ämtern im Staatsdienst häufig versagt. Die Auseinandersetzungen zwischen dem Berliner Magistrat und dem Kultusministerium ab 1895 zeigen, wie auf dem Verwaltungsweg durch Erlasse und Gesetze jüdische Lehrkräfte von einer Anstellung an öffentlichen Schulen ausgegrenzt wurden.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2008 ISBN:
978-3-938690-95-6
222 Seiten

Eschebach_Krieg und G.
Insa Eschebach, Regina Mühlhäuser (Hrsg.)

Krieg und Geschlecht

Sexuelle Gewalt im Krieg und Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern
19.00 

In Kriegs- und Krisengebieten kommt es regelmäßig zu sexueller Gewalt. Die Täter stammen aus unterschiedlichen sozialen Gruppen. Die Opfer können weiblich oder männlich, jung oder alt, arm oder reich sein.
In den letzten 20 Jahren haben Menschenrechtsorganisationen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Fälle sexueller Gewalt dokumentiert und die Bedeutung und Funktion dieser Gewaltform untersucht. Der vorliegende Band resümiert den aktuellen Forschungsstand.
Thema ist auch die Geschichte der Bordelle, die die SS während des Zweiten Weltkriegs in zehn Konzentrationslagern einrichtete, um die Leistungsbereitschaft männlicher Häftlinge bei der Zwangsarbeit zu steigern. Die SS rekrutierte die Frauen für diesen „Arbeitseinsatz im Bordell“ im KZ Ravensbrück. Der Band fragt nach der besonderen Funktion und Bedeutung dieser Form sexueller Gewalt.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2008 ISBN:
978-3-940938-21-3
299 Seiten

Markert_Das Kalte Herz
Joy Markert

Das Kalte Herz – Die schöne Lau

Erzählung
14.90 

Eine kurze Zeit zwischen zwei großen Ereignissen: Sonnenfinsternis im Sommer 1999 und Neujahr 2000. Eine Clique hat sich am Berliner Stadtrand ein altes Haus gekauft, als alle sich beruflich noch sicher fühlten. In der nun brüchig werdenden Existenz merken sie, wie sehr sie sich übernommen haben. Bei den aufbrechenden Konflikten erwachen Erinnerungen an entscheidende Lebensmomente: Jugend, sechziger und siebziger Jahre, die Wendezeit um 1990, verpasste Chancen und unauslöschliche Träume. Im Mittelpunkt steht das Paar Olga und Gecko mit seinen Krisen und Leidenschaften. Im Spätherbst sucht Olgas Zwillingsschwester Rose bei ihnen Zuflucht vor immer wiederkehrenden psychischen Problemen. Olga, die ihre Schwester mehr liebt als jeden anderen Menschen, drängt Gecko, sich um Rose zu kümmern, was unausweichlich zu einem „Happyend der Tragödien“ führt.
Joy Markert schrieb Drehbücher für Kinofilme und Fernsehspiele, Theaterstücke, rund siebzig Hörspiele, zahlreiche Essays, Radioerzählungen und Features sowie Geschichten und Hörspiele für Kinder, Lyrik und Prosa. Er veröffentlichte u. a. Asyl (1985), Malta – Reisen eines Ahnungslosen in die Steinzeit (1989), Nachtcafé Schroffenstein (1994, gemeinsam mit Sibylle Nägele), Die Potsdamer Straße. Geschichten, Mythen und Metamorphosen (gemeinsam mit Sibylle Nägele, Metropol Verlag 2006).

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2008 ISBN:
978-3-940938-13-8
196 Seiten

Mess_Sonnernschein
Kathrin Mess

„... als fiele ein Sonnenschein in meine einsame Zelle“

Das Tagebuch der Luxemburgerin Yvonne Useldinger aus dem Frauen-KZ Ravensbrück
24.00 

Am 3. Dezember 1944, etwa 18 Monate nach ihrer Ankunft im Frauen-KZ Ravensbrück, beginnt die damals 23-jährige Luxemburgerin Yvonne Useldinger ein Tagebuch zu schreiben. Wegen ihres aktiven Widerstands gegen die nationalsozialistische Besetzung ihres Landes war sie im Jahr 1942 von der Geheimen Staatspolizei verhaftet und in das Landgerichtsgefängnis Trier gebracht worden. Dort, in einem dem Gefängnis unterstehenden Kloster, kam ihre Tochter Fernande zur Welt.
Am 30. Juni 1943 wurde Yvonne Useldinger in das Frauen-KZ Ravensbrück überstellt, wo sie für den Rüstungskonzern Siemens & Halske arbeiten musste.
Die Schwierigkeit, im KZ ein Tagebuch zu führen und dabei eine dem Grauen entsprechende Sprache zu finden, ist Yvonne Useldinger bewusst: Ungeheuerliches soll beschrieben, Unfassbares überliefert werden. Es entsteht ein authentisches, erschütterndes Zeugnis über die letzten Monate im Konzentrationslager.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2008 ISBN:
978-3-940938-01-5
327 Seiten

Endlich_Christenkreuz
Stefanie Endlich, Monica Geyler von Bernus, Beate Rosie

Christenkreuz und Hakenkreuz

Kirchenbau und sakrale Kunst im Nationalsozialismus
19.00 

Zeigte sich nationalsozialistische Ideologie auch in Kirchenarchitektur und kirchlicher Kunst? Wie anfällig waren die Gemeinden beider Konfessionen für Volksgemeinschafts-Propaganda, Rassismus und Totenkult?
Die Ausstellung „Christenkreuz und Hakenkreuz. Kirchenbau und sakrale Kunst im Nationalsozialismus“ hat diese Fragen an Beispielen aus ganz Deutschland untersucht.
Mehr als eintausend Kirchenneubauten, Umgestaltungen und neue Gemeindehäuser aus den Jahren 1933 bis 1944 widerlegen die verbreitete Ansicht, Kirchenbau und Kirchenkunst seien in der NS-Zeit nahezu zum Erliegen gekommen. Architektur-Ansätze jener Zeit propagierten die Rückkehr zum mittelalterlichen Bauen oder beschworen die völkische „Blut und Boden“-Ideologie. Beispiele der Kirchenkunst zeigen, wie christliche Motive nationalsozialistisch umgedeutet wurden, NS-Propaganda in den kirchlichen Bereich eindrang und nationalsozialistische Symbole und Figuren den Altarraum prägten.
Das Katalogbuch dokumentiert die Ausstellung; sechs Beiträge verschiedener Autorinnen und Autoren geben Einblick in die historischen Zusammenhänge und bieten Ansätze für eine kritische Aufarbeitung.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2008 ISBN:
978-3-940938-12-1
163 Seiten

Jahrbuch 17
Wolfgang Benz (Hrsg.)

Jahrbuch für Antisemitismusforschung 17 (2008)

21.00 

Das Jahrbuch für Antisemitismusforschung ist ein Forum für wissenschaftliche Beiträge zur Antisemitismus-, Vorurteils- und Minderheitenforschung und will dieses disziplinär breite Spektrum bündeln. Es ist deshalb fächerübergreifend und international vergleichend ausgerichtet. Es veröffentlicht Arbeiten zur Geschichte der Judenfeindschaft, zur nationalsozialistischen Verfolgungspolitik, zum Holocaust, zu Emigration und Exil, zum Rechtsextremismus, zu Minoritätenkonflikten und zur Theorie des Vorurteils.

Preis im Abonnement: 16.00 Euro

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2008 ISBN:
978-3-940938-20-6
352 Seiten

Heer_VS Stuttgart
Hannes Heer, Jürgen Kesting, Peter Schmidt

Verstummte Stimmen

Die Vertreibung der „Juden“ aus der Oper 1933 bis 1945. Der Kampf um das Württembergische Landestheater Stuttgart
16.00 

Die erstmals 2006 in Hamburg gezeigte Wanderausstellung „Verstummte Stimmen“ widmet sich einem kaum untersuchten Kapitel der Nazizeit – der Säuberung der deutschen Opernhäuser. Die aus einem überregionalen und einem jeweils neu recherchierten lokalen Teil bestehende Ausstellung erzählt das Schicksal von 44 prominenten Komponisten, Dirigenten, Regisseuren, Sängerinnen und Sängern, die Opfer der rassistischen Musikpolitik der Nationalsozialisten wurden.
Neben prominenten Namen wie Arnold Schönberg, Kurt Weill, Otto Klemperer, Bruno Walter, Gitta Alpár, Delia Reinhardt, Lotte Schöne, Richard Tauber, Joseph Schmidt, Friedrich Schorr werden auch die unbekannten verfolgten Ensemblemitglieder des Württembergischen Landestheaters Stuttgart erinnert – die Solisten aus der zweiten Reihe, die Kapellmeister, die Mitglieder von Chor und Orchester, die Arbeiter, Handwerker und Angestellten hinter der Bühne.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2008 ISBN:
978-3-940938-14-5
126 Seiten

Döscher_Gustav Stille
Hans-Jürgen Döscher

„Kampf gegen das Judenthum“: Gustav Stille (1845–1920)

19.00 

Texte – Dokumente – Materialien, Band 71

Gustav Stille (1845–1920), Mediziner und -Schriftsteller, war einer der frühen Propheten und intellektuellen Vorkämpfer des Antisemitismus. Rasse und Lebensraum, Volkskraft und Weltpolitik bildeten die Axiome seines innen- und außenpolitischen Programms, mit dem er zentrale Ideologeme des Nationalsozialismus antizipierte. In seinem Buch „Der Kampf gegen das Judenthum“, das zwischen 1891 und 1912 acht Auflagen erzielte, forderte Stille nicht nur die Entfernung der Juden aus dem kulturellen und wirtschaftlichen Leben Deutschlands, sondern auch deren existenzielle Vernichtung. Mit seiner Schrift „Volkskraft und Weltpolitik“ (1897) propagierte er die Abkehr von der Kolonialpolitik, stattdessen die Lebensraumerweiterung im Osten, letztlich dessen Germani-sierung. Biografie, Zielsetzungen und Rezeption Stilles werfen ein neues Licht auf die Entstehung und Reichweite des Rassenantisemitismus in Deutschland.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2008 ISBN:
978-3-938690-90-1
173 Seiten

Kaneko_Judenpolitik
Martin Kaneko

Die Judenpolitik der japanischen Kriegsregierung

19.00 

Die Studie geht der Frage nach, ob es in Japan unter der Kriegsregierung eine offizielle Politik der „Judenfreundlichkeit“ gegeben hat. Die Verfechter dieser These beziehen sich vor allem auf drei Argumente: die von Sugihara Chiune in Kaunas/Litauen an jüdische Flüchtlinge erteilten Visa (Juli/August 1940), den „projüdischen“ Beschluss der Fünf-Minister-Konferenz (1938) und die Aufnahme von angeblich 20 bis 30 000 deutsch-jüdischen Flüchtlingen in der Mandschurei (März 1938). Martin Kaneko unterzieht diese Behauptungen einer quellenkritischen Analyse. Er kommt zu einem anderen Ergebnis. Nicht nur die Medien und Teile der Öffentlichkeit, sondern auch Regierungsvertreter waren antisemitisch eingestellt, obwohl nur etwa 1000 Juden in Japan lebten.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2008 ISBN:
978-3-938690-91-8
236 Seiten

Lemke_Konfrontation
Michael Lemke (Hrsg.)

Konfrontation und Wettbewerb

24.00 

Keine andere europäische Metropole war nach 1948 intensiver vom Kalten Krieg betroffen, nahm aber gleichzeitig auf ihn einen nachhaltigeren Einfluss als das geteilte Berlin. Fünfzehn Experten gehen der Frage nach, wie die Verflechtungs- und Teilungsgesellschaften auf beiden Seiten der Großstadt in der alltäglichen Systemkonkurrenz die je eigene Rechtmäßigkeit und Überlegenheit demonstrierten. „Magnetismus“ im Innern wie nach außen war ein herausragendes Instrument der Herrschaftsstabilisierung. Aussagekräftige Beispiele aus Wissenschaft, Technik und Kultur stellen Funktionen und Formen von schroffer wie modifizierter Konfrontation bis hin zum konstruktiven interaktiven Wettbewerb vor. Sie lassen Berliner Geschichten im Ost-West-Konflikt – etwa über die konkurrierende Stadt- und „Küchentechnik“ – kenntnisreich und vergnüglich aufleben.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2008 ISBN:
978-3-938690-85-7
360 Seiten

Heitzer_Affäre Waltehr
Enrico Heitzer

„Affäre Walter“

Die vergessene Verhaftungswelle
18.00 

Am 8. September 1951 wurde „Fred Walter“ in Ost-Berlin von der sowjetischen Geheimpolizei festgenommen. „Walter“ war Mitarbeiter der anti-kommunistischen „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit“ (KgU), im Frühjahr 1951 aber zum amerikanischen Geheimdienst übergewechselt. Nur Stunden später begann eine heute nahezu vergessene Verhaftungswelle, die den Namen ihres mutmaßlichen Verursachers erhielt – „Affäre Walter“. Bei dieser Aktion, die nach Gründung der DDR wohl die meisten Todesopfer gefordert hat, wurden etwa 200 Personen festgenommen. Sie hatten Flugblätter gegen das kommunistische Regime verteilt und Informationen gesammelt. In einer Reihe von Geheimprozessen fällten sowjetische Militärtribunale nach bisheriger Kenntnis ca. 50 Todesurteile; mindestens 43 Menschen wurden in Moskau erschossen oder starben im Lager.
Enrico Heitzer legt die erste Gesamtdarstellung der Verhaftungsaktion vor, ergänzt um eine DVD mit weiterführenden Informationen, Zeit-zeugeninterviews sowie pädagogischen Materialien.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2008 ISBN:
978-3-940938-11-4
205 Seiten

Niemann_Mein guter Vater
Beate Niemann

Mein guter Vater

Leben mit seiner Vergangenheit. Biografie meines Vaters als Täter
19.00 

„Ich bin immer von der Unschuld meines Vaters ausgegangen. Dass er, Bruno Sattler, etwas gewusst hatte von Kriegsverbrechen, war gewiss nicht zu leugnen, aber das hatte er mit vielen Deutschen gemein. Es hatte sie zu Mitwissern, nicht aber zu Mittätern gemacht. Über die Zeit meines Vaters als Kriminalbeamter, dann Gestapobeamter, hatte es in der Familie immer geheißen, er sei ein echter preußischer Beamter gewesen, habe im Jahr 1928 eine gute Ausbildung bei der Berliner Polizei erhalten und sei dann in die Gestapo ›übernommen‹ worden.
Als ich die Spurensuche nach dem vermeintlich unschuldigen Vater begann, hatte ich nicht erwartet, dass aus dem Mitwisser ein Täter werden könnte. Jetzt wird mir klar, dass Bruno Sattler ein Mörder gewesen ist. Was mein Vater zu verantworten hat, liegt außerhalb meiner Vorstellungswelt.“

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2008 ISBN:
978-3-940938-02-2
220 Seiten

3. überarbeitete und ergänzte Auflage


Möller_Mählert, Abgrenzung
Ulrich Mählert, Frank Möller (Hrsg.)

Abgrenzung und Verflechtung

Das geteilte Deutschland in der zeithistorischen Debatte
19.00 

Bis in die jüngste Zeit haben Historiker die deutsch-deutsche Nachkriegsgeschichte überwiegend als voneinander getrennte Geschichte zweier Teilstaaten geschrieben. Auch wenn sich mittlerweile der Konsens herausgebildet hat, dass die im doppelten Wortsinn geteilte deutsche Nachkriegsgeschichte stärker integrativ betrachtet werden sollte, bestehen nach wie vor Kontroversen über das Für und Wider einer vergleichenden DDR-Forschung. Der Band dokumentiert wesentliche Debattenbeiträge der letzten Jahre und gibt sieben Gespräche mit renommierten Historikern wieder, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln Standortbestimmungen zur Geschichtsschreibung über das geteilte Deutschland vornehmen und Themen diskutieren, die durch eine gesamtdeutsche Betrachtung präzisere Konturen gewinnen.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2008 ISBN:
978-3-940938-03-9
208 Seiten

Hüttmann, DDR-Geschichte
Jens Hüttmann

DDR-Geschichte und ihre Forscher

Akteure und Konjunkturen der bundesdeutschen DDR-Forschung
24.00 

Die friedliche Revolution von 1989/1990 hatte kein Ende der DDR-Forschung zur Folge. Gerade als historisches Untersuchungsobjekt fand die DDR-Geschichte im vereinigten Deutschland großes Interesse, es entwickelte sich ein regelrechter Forschungsboom. Mehr als 1500 Forschungsprojekte seit 1990 verdecken jedoch, dass sich bereits seit der „doppelten Staatsgründung“ 1949 im Laufe von 40 Jahren in der Bundesrepublik eine Community etabliert hatte, deren wissenschaftliches Interesse der DDR galt. Die Studie rekonstruiert erstmals die Geschichte der DDR-Forschung und beleuchtet die Rahmenbedingungen, in denen ihre Akteure handelten. Ältere Konzepte, Praktiken und Ergebnisse werden neu entdeckt und mit den Forschungsanstrengungen nach 1990 in Beziehung gesetzt.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2008 ISBN:
978-3-938690-83-3
474 Seiten

Die DDR im Blick
Susanne Muhle, Hedwig Richter, Juliane Schütterle

Die DDR im Blick

Ein zeithistorisches Lesebuch
19.00 

„Die DDR im Blick“ präsentiert 28 prägnante „Geschichten“ aus den Forschungswerkstätten junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die zu einem vielfältigen und anschaulichen Streifzug durch die DDR-Vergangenheit einladen. Sie berichten über eine Lebenswelt, die vom totalen Machtanspruch des Regimes durchdrungen war, von Begegnungen zwischen Ost und West, aber auch von Ausbruchsversuchen aus dem realsozialistischen Alltag. So spiegeln die Texte aktuelle Debatten in der DDR-Forschung wider und zeugen von der Doppelbödigkeit und Komplexität der DDR-Geschichte, hinter deren nostalgischer Verklärung oft die Verdrängung von Verantwortung steht. Die Beiträge sollen zum Weiterlesen anregen, zur Diskussion über die jüngste deutsche Vergangenheit anstiften und die Erinnerung an die SED-Diktatur wachhalten.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2008 ISBN:
978-3-940938-04-6
317 Seiten

Pöschko_Ermittler
Hans Pöschko (Hrsg.)

Die Ermittler von Ludwigsburg

Deutschland und die Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen
19.00 

Die „Zentrale Stelle“ hat seit ihrer Gründung 1958 die juristische Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen maßgeblich vorangetrieben und darüber hinaus der historischen Forschung grundlegendes Quellenmaterial hinterlassen.
Zum 50-jährigen Bestehen der Behörde gibt der Band einen Einblick in die Geschichte der Institution und ihrer Funktion als Ort der Forschung und Information.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli 2008 ISBN:
978-3-938690-37-6
192 Seiten

Mayer von Götz, Terror
Irene Mayer von Götz

Terror im Zentrum der Macht

19.00 

Geschichte der Konzentrationslager 1933–1945, Band 9

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten entstanden in Berlin über 170 Folterstätten und elf frühe Konzentrationslager der SA und SS. Sie waren über die ganze Stadt verteilt und sollten die Bevölkerung, insbesondere in den Arbeiterbezirken, einschüchtern. Der Terror fand nicht im Verborgenen, sondern in aller Öffentlichkeit statt.
Der vorliegende Band analysiert die erste Phase der frühen Berliner Konzentrationslager, die im März 1933 begann und mit der Schließung des Konzentrationslagers Columbia-Haus im November 1936 endete.
Bestandteil der Studie sind der Umgang der Justiz mit den begangenen Verbrechen sowie das Gedenken an den Standorten der ehemaligen Lager.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli 2008 ISBN:
978-3-938690-87-1
286 Seiten

Ibel_Einvernehmliche Zusammenarbeit
Johannes Ibel (Hrsg.)

Einvernehmliche Zusammenarbeit?

Wehrmacht, Gestapo, SS und sowjetische Kriegsgefangene
19.00 

SS-Angehörige ermordeten Zehntausende sowjetischer Kriegsgefangener in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern oder setzten sie unmenschlichen Lebensbedingungen aus. Anhand neuer Forschungsergebnisse stellen Experten die Hintergründe und Dimensionen dieser Verbrechen dar und versuchen, die Beteiligung von Wehrmacht, Gestapo und SS zu klären. Exemplarisch werden die Vorgänge in den Konzentrationslagern Dachau, Flossenbürg, Mauthausen und Ravensbrück rekonstru-iert. Darüber hinaus behandelt der Sammelband den Versuch, Kriegsgefangene als Agenten hinter der Front einzusetzen, die archäologische Ausgrabung eines Kriegsgefangenenlagers, die Bemühungen zur Gründung einer Gedenkstätte sowie erste Erfahrungen in einer jungen Gedenkstätte.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli 2008 ISBN:
978-3-938690-65-9
224 Seiten

Benz_Königseder,Das Konzentrationslager Dachau
Wolfgang Benz, Angelika Königseder (Hrsg.)

Das Konzentrationslager Dachau

Geschichte und Wirkung nationalsozialistischer Repression
24.00 

In dreißig Beiträgen renommierter Autoren werden die Entwicklung des KZ Dachau von der Gründung im März 1933 bis zur Befreiung durch die US-Army Ende April 1945 beschrieben und die Geschichte der Nachnutzung als Internierungs-, Kriegsgefangenen- und DP-Lager bis zur Errichtung der Gedenkstätte 1965 und ihrer Entwicklung bis zur Gegenwart dargestellt.
Exemplarisch sind Täter und Opfer thematisiert, die Gesellschaft der Gefangenen steht im Mittelpunkt des Bandes: Kinder und Jugendliche als Häftlinge, Nationalitäten, »Aktionsjuden«, Zeugen Jehovas, »Asoziale« und »Berufsverbrecher«, Geistliche.
Sieben Überlebende des Konzentrationslagers kommen mit autobiografischen Texten zu Wort.
Der Band bietet auf dem aktuellen Stand der Forschung ein Kompendium aller Aspekte der Geschichte des Konzentrationslagers Dachau vom frühen KZ bis zur meistbesuchten Gedenkstätte am Ort eines ehemaligen Konzentrationslagers.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli 2008 ISBN:
978-3-940938-10-7
461 Seiten

Crossing 68:89
Jürgen Danyel, Stephan Kruhl, Jennifer Schevardo (Hrsg.)

Crossing 68/89

Grenzüberschreitungen und Schnittpunkte zwischen den Umbrüchen
12.00 

Herausgegeben von Jürgen Danyel, Jennifer Schevardo und Stephan Kruhl

Ist der Osten 1989 nach Europa zurückgekehrt? Wenn ja, setzte sich damit die westliche Sicht auf die Geschichte Europas durch? Ausgangspunkt der Überlegungen von deutschen, tschechischen und slowakischen Historikern, Künstlern, Schriftstellern, Politikern und ehemaligen Aktivisten ist der als Prager Frühling bekannte Reformprozess in der damaligen Tschechoslowakei. Im Rahmen eines gemeinsamen Projektes wird „1968“ in die europäische und globale Geschichte der sozialen Protestbewegungen der späten sechziger Jahre eingeordnet. Dabei stehen Ähnlichkeiten und Interdependenzen zwischen den Bewegungen, kulturelle Transfers sowie ideologische Annäherungen und Trennungen im Vordergrund.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2008 ISBN:
978-3-940938-08-4
160 Seiten

Deutsch und Tschechisch


Misunderstanding
Jürgen Danyel, Stephan Kruhl, Jennifer Schevardo (Hrsg.)

Misunderstanding 68/89

Fremde Zeitgenossen und umstrittene Deutungen
12.00 

„Misunderstanding 68/89“ dokumentiert ideologische und persönliche Missverständnisse der „68er“ in Ost und West, deckt verbreitete Mythen und Fehldeutungen auf und untersucht die gegenseitige Wahrnehmung der Akteure diesseits und jenseits des Eisernen Vorhangs. Es geht um den Prager Frühling und den Pariser Mai, um Rudi Dutschkes Besuch in Prag, die schwierigen Begegnungen deutscher und tschechoslowakischer Studenten, um die Rolle der „68er“ in Ost und West heute, um die Frage, wann der Prager Frühling endete, und um die ostdeutsche Beteiligung am Einmarsch.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2008 ISBN:
978-3-940938-09-1
160 Seiten

Deutsch und Tschechisch


Schrader_Jederzeit
Bärbel Schrader

„Jederzeit widerruflich“

Die Reichskulturkammer und die Sondergenehmigungen in Theater und Film des NS-Staates
29.90 

„Jederzeit widerruflich“ – so hieß es ab 1935 in jenen Schreiben der Reichskulturkammer, mit denen Künstler jüdischer Herkunft und andere Verfolgte eine Sondergenehmigung erhielten, die sie von den Berufsverboten vorerst ausnahm. Die zum Goebbels-Ministerium gehörende Reichskulturkammer suchte auf diese Weise zu verschleiern, dass sie bei allen „Säuberungsaktionen“ auf eine Vielzahl bewährter Kräfte – bis hin zum technischen Personal – nicht verzichten konnte.
Anhand der Auswertung mehrerer hundert überlieferter Personalakten von Film- und Theaterschaffenden aus deutschen, österreichischen und tschechischen Archiven weist die Studie erstmals nach, in welchem Umfang und in welchen Abstufungen Sondergenehmigungen erteilt wurden. Sie wendet sich dabei nicht nur dem Schicksal der Betroffenen zu, sondern untersucht zugleich die wechselvolle Geschichte der Reichskulturkammer und ihres Beamtenapparates.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2008 ISBN:
978-3-938690-70-3
672 Seiten

Benz_Der Hasse gegen die J.
Wolfgang Benz (Hrsg.)

Der Hass gegen die Juden

Dimensionen und Formen des Antisemitismus
19.00 

Positionen – Perspektiven – Diagnosen, Band 2

Judenfeindschaft in ihren verschiedenen Erscheinungsformen – christlicher Antijudaismus, Rassenantisemitismus, sekundärer Antisemitismus der Schuldumkehr nach dem Holocaust, Antizionismus – präsentiert sich in so vielen Facetten, dass oft von einem „neuen Antisemitismus“ gesprochen wird. Tatsächlich ist es aber immer der alte Hass, der mit stereotypen Bildern von Juden, mit Klischees und tradierten Einstellungsmustern transportiert wird. Theodor W. Adorno hat den Antisemitismus „das Gerücht über den Juden“ genannt und damit den Kern aller Judenfeindschaft enthüllt: Die Minderheit wird über Feindbilder definiert, um sie negativ instrumentalisieren zu können.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2008 ISBN:
978-3-938690-82-6
228 Seiten

Verstummte Stimmern 2008
Hannes Heer, Jürgen Kesting, Peter Schmidt

Verstummte Stimmen

Die Vertreibung der „Juden“ aus der Oper 1933 bis 1945
16.00 

Die erstmals 2006 in Hamburg gezeigte Wanderausstellung „Verstummte Stimmen“ widmet sich einem kaum untersuchten Kapitel der Nazizeit – der Säuberung der deutschen Opernhäuser. Die aus einem überregionalen und einem jeweils neu recherchierten lokalen Teil bestehende Ausstellung erzählt das Schicksal von 44 prominenten Komponisten, Dirigenten, Regisseuren, Sängerinnen und Sängern, die Opfer der rassistischen Musikpolitik der Nationalsozialisten wurden.
Neben prominenten Namen wie Arnold Schönberg, Kurt Weill, Otto Klemperer, Bruno Walter, Gitta Alpár, Delia Reinhardt, Lotte Schöne, Richard Tauber, Joseph Schmidt, Friedrich Schorr werden auch die unbekannten verfolgten Ensemblemitglieder der Berliner Staatsoper Unter den Linden erinnert – die Solisten aus der zweiten Reihe, die Kapellmeister, die Mitglieder von Chor und Orchester, die Arbeiter, Handwerker und Angestellten hinter der Bühne.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2008 ISBN:
978-3-938690-98-7
124 Seiten