Gesamtverzeichnis


Köhler_Der aufrechte Gang

Der aufrechte Gang

Opposition und Widerstand in SBZ und DDR
19.00 

Bundespräsident Horst Köhler und Rainer Eppelmann im Gespräch mit Zeitzeugen und Schülern

Herausgegeben vom Bundespräsidialamt und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Die Gesprächsreihe „Für Freiheit und Demokratie“, durchgeführt von Bundespräsident Horst Köhler und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, brachte 2007 und 2008 Schüler und Schülerinnen mit Verfolgten und Gegnern der SED-Herrschaft im Schloss Bellevue und in der Gedenkstätte Bautzen zusammen. „Wie hättest du selber dich verhalten“, lautete eine der vielen Fragen, die bewusst machen, wie wichtig die Erinnerung an das SED-Unrecht und an den Widerstand dagegen ist. Die Berichte, Bilder und Zitate in diesem Buch dokumentieren die fruchtbaren und spannenden Begegnungen von Schülern mit Zeitzeugen.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2009 ISBN:
978-3-940938-33-6
196 Seiten

In den Tod geschickt

In den Tod geschickt. Sent to Their Deaths

Die Deportationen von Juden, Roma und Sinti aus Hamburg 1940 bis 1945
19.00 

Herausgegeben von Linde Apel im Auftrag der Behörde für Kultur, Sport und Medien, in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg
und der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Katalog zur Ausstellung

Zwischen 1940 und 1945 verließen 20 Deportationszüge den Hannoverschen Bahnhof in Hamburg. Mit ihnen wurden 7692 Juden, Roma und Sinti aus Hamburg und Norddeutschland in die Ghettos und Vernichtungslager Ost- und Mitteleuropas verschleppt. Die meisten kehrten nicht zurück. Der Hannoversche Bahnhof war damit der letzte Ort, den Hamburger Bürgerinnen und Bürger von ihrer Heimatstadt sahen, bevor sie in den Tod geschickt wurden.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2009 ISBN:
978-3-940938-30-5
288 Seiten

deutsch-englische Ausgabe


Dublon-Knebel_Schnittpunkt Holocaust
Irith Dublon-Knebel

Schnittpunkt des Holocaust: Jüdische Frauen und Kinder im Konzentrationslager Ravensbrück

19.00 

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 28

Tausende von jüdischen Frauen, Mädchen und Kindern waren im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück und dessen Außenlagern inhaftiert. Jüdische Häftlinge befanden sich im Lager, auch nachdem der industrielle Massenmord in den Osten „exportiert“ wurde und die Konzentrationslager innerhalb Deutschlands „judenfrei“ werden sollten.
Der Sammelband umfasst soziohistorische Analysen des jüdischen Kapitels im Mikrokosmos von Ravensbrück von der Anfangsphase bis zur Befreiung. Dabei werden Aspekte des nationalsozialistischen KZ-Systems, die Situation der Häftlinge, geschlechtsspezifische Aspekte des Holocaust, zwischenmenschliche Kontakte sowie die Beziehungen der verschiedenen Gruppen untereinander vor dem Hintergrund des Gesamtkontextes Konzentrationslager untersucht. Auch die Nachkriegserfahrungen der Überlebenden werden berücksichtgt.

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978-3-940938-38-1
303 Seiten

Birle_Gryglewski_Urbane Er.
Peter Birle, Elke Gryglewski, Estela Schindel (Hrsg.)

Urbane Erinnerungskulturen im Dialog: Berlin und Buenos Aires

21.00 

Der Sammelband dokumentiert die zwischen Wissenschaftlern, Künstlern, staatlichen und zivilgesellschaftlichen Vertretern aus Berlin und Buenos Aires seit einigen Jahren geführten Diskussionen über die urbane Erinnerung an Diktaturen und Menschenrechtsverletzungen. Trotz der unterschiedlichen Geschichte Argentiniens und Deutschlands stellen sich in beiden Ländern ähnliche Fragen im Hinblick auf den Umgang mit der Vergangenheit. Deutsche und argentinische Autorinnen und Autoren berichten über unterschiedliche Formen des Erinnerns und diskutieren über Erfahrungen und Herausforderungen im Zusammenhang mit Denkmalen, Mahnmalen sowie Orten des Terrors, die zu Orten des Gedenkens werden sollen. Auch verschiedene künstlerische Sprachen des Gedenkens werden thematisiert, ebenso wie die Chancen und Schwierigkeiten des Zusammenspiels zwischen zivilgesellschaftlichen und staatlichen Akteuren der Erinnerung. Die Beiträge des Bandes zeigen, wie wichtig und sinnvoll es ist, die in beiden Städten gesammelten Erfahrungen wechselseitig fruchtbar zu machen.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2009 ISBN:
978-3-938690-96-3
312 Seiten

Benz_Mihok_Holocaust
Wolfgang Benz, Brigitte Mihok (Hrsg.)

Holocaust an der Peripherie

Judenpolitik und Judenmord in Rumänien und Transnistrien 1940–1944
19.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 73

Die rumänische Geschichtsschreibung hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg lange Zeit mehrheitlich darauf berufen, dass das Land quasi von den Deutschen besetzt gewesen sei. Damit gingen die Gräueltaten auf das Konto der Nationalsozialisten. Die volle historische Wahrheit ist freilich komplizierter: Das mit NS-Deutschland verbündete Land ließ die Juden rumänischer Nationalität im Kerngebiet Rumäniens unbehelligt, vertrieb und mordete aber die Juden in den neu gewonnenen Landesteilen Bukowina und Bessarabien erbarmungslos.
Die Beiträge des Sammelbandes über den Holocaust in Rumänien basieren auf einer internationalen Konferenz des Zentrums für Antisemitismusforschung im Jahr 2008. Die Autoren sind renommierte Holocaustforscher aus Rumänien, Großbritannien, den USA und Deutschland, die verschiedene Aspekte der Verfolgung in Transnistrien behandeln und Einblick in die aktuelle Diskussion zur rumänischen und deutschen Verantwortung geben.

Der Titel ist vergriffen

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978-3-940938-34-3
263 Seiten

Kimmel_Marienfelde
Elke Kimmel

„… war ihm nicht zuzumuten, länger in der SBZ zu bleiben“

DDR-Flüchtlinge im Notaufnahmelager Marienfelde
14.00 

Herausgegeben von der Erinnerungsstätte Marienfelde – Stiftung Berliner Mauer

Etwa 1,3 Millionen Flüchtlinge und Übersiedler aus der DDR passierten zwischen 1953 und 1990 das Notaufnahmelager Marienfelde als „Tor zum Westen“. Auf ihrem Weg in ein neues Leben waren die Angekommenen einer kritischen Bewertung durch Behörden und die Öffentlichkeit ausgesetzt: Hatte man es mit „echten“ Flüchtlingen zu tun, die politischer Druck zum Weggehen getrieben hatte – oder mit Taugenichtsen, Abenteurern und solchen, die nur ihren wirtschaftlichen Vorteil suchten? Die Studie von Elke Kimmel verdeutlicht, dass glaubwürdig vorgebrachte Gründe sowohl im Notaufnahmeverfahren als auch bei der Gewährung staatlicher Unterstützungsleistungen in den 1950er- und 1960er-Jahren eine entscheidende Rolle spielten. In zahlreichen Fallbeispielen skizziert sie die Schicksale, die sich hinter den Anträgen, Eingaben und Widersprüchen verbergen.

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978-3-940938-36-7
116 Seiten

Lezzi_Salzer_Dialog der Disziplinen
Eva Lezzi, Dorothea M. Salzer (Hrsg.)

Dialog der Disziplinen: Jüdische Studien und Literaturwissenschaft

24.00 

minima judaica, Band 6

Als interdisziplinäres Fach sind die Jüdischen Studien eine große Herausforderung. Die methodischen Diskussionen der beteiligten Disziplinen müssen nicht nur nachvollzogen, sondern auch auf Forschungsperspektiven der Jüdischen Studien hin überprüft und oft revidiert werden. Gerade in der Literaturwissenschaft haben sich theoretische Zugänge in den letzten Jahrzehnten verändert und die Philologien beispielsweise auf kulturwissenschaftliche Fragestellungen hin erweitert. Was dies für die Jüdischen Studien bedeutet, die sich textlichen Überlieferungen aus verschiedenen Epochen und kulturellen Zusammenhängen zuwenden, ist bisher jedoch noch nicht vertiefend reflektiert worden. Ebenso gilt es zu klären, inwiefern Themen und Perspektiven der Jüdischen Studien paradigmatisch für die Literaturwissenschaft sind. In vierzehn Beiträgen analysieren international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die wechselseitige Befruchtung zwischen den Jüdischen Studien und neueren literaturtheoretischen Ansätzen und bieten sowohl eine methodologische Standortbestimmung als auch beispielhafte Textanalysen. In ihrer Bedeutung für die Jüdischen Studien beleuchtet werden u. a. Übersetzungstheorien, Diskursanalyse und Medientheorie, literaturwissenschaftliche Ansätze in den gender studies und in den postcolonial studies sowie Theorien der Performativität, der Intertextualität und der Interkulturalität.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2009 ISBN:
978-3-938690-92-5
526 Seiten

Veltri_Wiese_Jüdische Bildung
Giuseppe Veltri, Christian Wiese (Hrsg.)

Jüdische Bildung und Kultur in Sachsen-Anhalt von der Aufklärung bis zum Nationalsozialismus

24.00 

minima judaica, Band 7

Das heutige Sachsen-Anhalt war im 18. und 19. Jahrhundert Zentrum einer lebendigen jüdischen Bildungs- und Kulturlandschaft. Die Namen bedeutender Gelehrter wie Moses Mendelssohn, Esriel Hildesheimer, Leopold Zunz, Samuel Hirsch, Ludwig Philippson, Hermann Cohen und Emil Fackenheim sind mit Dessau, Halberstadt, Halle und Magdeburg verbunden, und das jüdische Buchdruckereigewerbe und Zeitungswesen erlebte hier eine beispiellose Blüte. In Auseinandersetzung mit den von Wittenberg und Halle ausgehenden Strömungen der christlichen Hebraistik und der protestantischen Judenmission sowie mit den Herausforderungen der Moderne trugen jüdische Intellektuelle zur Ausbreitung der Ideen der Aufklärung und der religiösen Reform bei. Historiker und Judaisten zeichnen in diesem Band die Geschichte der im 20. Jahrhundert zerstörten jüdischen Kulturlandschaft nach und entwerfen ein facettenreiches Bild der jüdischen Religion, Bildung und Gelehrsamkeit in der Region im Zeitraum zwischen Aufklärung und Nationalsozialismus.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2009 ISBN:
978-3-940938-05-3
438 Seiten

Benz_Islamfeindschaft
Wolfgang Benz (Hrsg.)

Islamfeindschaft und ihr Kontext

Dokumentation der Konferenz „Feindbild Muslim – Feindbild Jude“
16.00 

Positionen – Perspektiven – Diagnosen, Band 3

Die wachsende Feindschaft gegen Muslime war Thema einer Tagung, die das Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin im Dezember 2008 veranstaltete. Ziel der Konferenz war es, die aktuellen Ressentiments gegen Muslime in Europa und insbesondere in Deutschland zu thematisieren und mit dem Instrumentarium der Vorurteilsforschung, der Antisemitismus als wichtigstes Paradigma dient, zu untersuchen. Die teilweise heftigen Reaktionen in der Presse, in Internetforen und in der Bloggerszene, überwiegend ohne Kenntnis der Vorträge verfasst, gaben Anlass, die Tagung zu dokumentieren.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis Februar 2009 ISBN:
978-3-940938-32-9
151 Seiten

Lewyn_Versteckt in Berlin
Bert Lewyn, Bev Saltzman Lewyn

Versteckt in Berlin

Eine Geschichte von Flucht und Verfolgung 1942–1945
19.00 

Berlin 1943: Dagobert Lewin ist noch keine 20 Jahre alt, als er gemeinsam mit seiner frisch angetrauten Frau und deren Sohn in Berlin untertauchen muss, um der Deportation zu entgehen. Viele unbekannte „stille Helden“ helfen ihnen beim Überleben: ein Arbeitskollege aus der Fabrik, ein Alkoholiker aus Kreuzberg, ein blinder Kommunist, Zeugen Jehovas und ein katholisches Ehepaar aus Lübars. Kurz vor Kriegsende scheint dennoch alles umsonst ge-wesen zu sein: Die versteckte Familie wird festgenommen. Während Ilse Lewin mit ihrem Sohn nach Bergen-Belsen verschleppt wird, gelingt Dagobert das Unglaubliche: Er überlebt bei untergetauchten Freunden, direkt im Haus einer ehemaligen NSDAP-Dienststelle.

Dagobert Lewin, geb. 1923, lebt seit 1949 unter dem Namen Bert Lewyn in den USA.
Bev Saltzman Lewyn, vormalige Mitarbeiterin in der Nachrichtenredaktion von CNN, hat die Geschichte ihres Schwiegervaters Bert Lewyn gemeinsam mit ihm aufgeschrieben.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2009 ISBN:
978-3-940938-29-9
352 Seiten

Brauer_Musik im KZ
Juliane Brauer

Musik im Konzentrationslager Sachsenhausen

24.00 

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 25

Singen und Musizieren auf Befehl gehörten als Instrument der Disziplinierung und Demütigung zur alltäglichen Herrschaftspraxis der SS. Die Erinnerungen der Überlebenden sprechen aber auch dafür, dass Gesang und Musik für zahlreiche Häftlinge eine Lebens-, sogar Überlebensstrategie wurden, mithilfe derer sie ihren Alltag bewältigen konnten.
Die Suche nach Musik im Konzentrationslager Sachsenhausen führte zu Häftlingskapellen, die auf Befehl der Lagerkommandantur entstanden. Es konnten aber auch heimlich verfasste Liederbücher sowie 122 Liedkompositionen in sieben Sprachen gefunden werden. Der vorliegende Band lotet erstmals die Dimension von Musik in einem Konzentrationslager beispielhaft aus. Anhand detaillierter Rekonstruktion der musikalischen Aktivitäten der deutschen kommunistischen Häftlinge, der tschechischen, polnischen, norwegischen und jüdischen Gefangenen sowie der Zeugen Jehovas gelingt eine differenzierte Nahsicht auf Alltagswahrnehmungen und soziale Binnenverhältnisse im KZ Sachsenhausen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2009 ISBN:
978-3-940938-16-9
453 Seiten

Wachsmuth
Iris Wachsmuth

NS-Vergangenheit in Ost und West

Tradierung und Sozialisation
21.00 

Wie hat die Großelterngeneration ihre Erlebnisse und Erfahrungen aus der Zeit des Nationalsozialismus an die nachfolgenden Generationen weitergegeben und inwieweit werden die Lebensläufe der Eltern- und Kindergeneration durch diese Übertragungsprozesse mitbestimmt? Zwar gibt es eine breite und differenzierte öffentliche Erinnerungskultur in Deutschland, aber die vorliegende Untersuchung zeigt, dass die „private“ Familiengeschichte in der Enkel- und Enkelinnengeneration emotional und kognitiv von der „großen Geschichte“ getrennt wird. Die Studie eröffnet neue Perspektiven und Einblicke über die Tradierungsweisen von Familiengeschichte in der Verschränkung von Zeitgeschichte und familialem Beziehungsgeflecht.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2008 ISBN:
978-3-940938-06-0
323 Seiten Seiten

Kosta_Milotova
Jirí Kosta, Jaroslava Milotová, Zlatica Zudová-Lesková

Tschechische und slowakische Juden im Widerstand 1938–1945

19.00 

Über den Widerstand der europäischen Juden gegen die NS-Diktatur sind in den letzten Jahren wichtige Beiträge erschienen. Nur ganz sporadisch ist jedoch in der deutschen Literatur das Auflehnen tschechischer und slowakischer Juden gegen ihre Unterdrücker thematisiert worden. Der Grund hierfür ist nicht zuletzt in der Tatsache zu suchen, dass das kommunistische Regime in der ehemaligen CSSR die Rolle der Juden im Widerstand gegen die Okkupanten vertuscht und damit die Forschung behindert hat. Dieses Verschweigen äußerte sich auch in der nicht ausgewiesenen Anzahl der ermordeten Jüdinnen und Juden.
Die 18 Beiträge des Sammelbandes sind in ihrer Originalfassung nach 1989 publiziert worden. Sie geben einen fundierten Überblick über die Strukturen und Einzelaktivitäten des tschechischen bzw. slowakischen Widerstandes gegen das NS-Regime.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2008 ISBN:
978-3-940938-15-2
272 Seiten

Steinke_Ravensbrück
Karolin Steinke

Züge nach Ravensbrück

Transporte mit der Reichsbahn 1939–1945. Trains to Ravensbrück Transports by the Reichsbahn 1939–1945
19.00 

Begleitband zur Ausstellung in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 26

Das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück war von den Diensten der Deutschen Reichsbahn abhängig. Mit gewöhnlichen Personenwagen, vergitterten Zellenwagen und Güterwagen ließ die SS mehr als 123 000 Häftlinge aus ganz Europa in das Lager nördlich von Berlin transportieren. Seit 1939 mussten sie vor aller Augen am Bahnhof Fürstenberg (Havel) aussteigen. Drei Jahre später erhielt Ravensbrück einen eigenen Bahnhaltepunkt. Zahllose Waggons mit Raubgut und Rohstoffen für die Zwangsarbeit kamen ebenfalls auf dem Schienenweg. Der Katalog gibt den Inhalt der Ausstellung „Züge nach Ravensbrück“ auf dem Freigelände der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück wieder. Ein historischer Güterwagen erinnert dort an ein vergessenes Thema der Lagergeschichte.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2008 ISBN:
978-3-940938-27-5
144 Seiten

deutsch-englische Ausgabe


Performing_grau

Performing 68/89

Die Oberfläche und die Untergründe
12.00 

Herausgegeben von Jürgen Danyel, Jennifer Schevardo und Stephan Kruhl

Performing 68/89 und Transforming 68/89 sind Teil des Projektes „68/89 – Kunst.Zeit.Geschichte.“, in dem Historiker und Künstler aus Deutschland, Tschechien und der Slowakei gemeinsam die europäischen Aufbruchbewegungen der Jahre 1968 und 1989 und verschiedenen Aspekten behandeln und neu bewerten.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2008 ISBN:
978-3-940938-25-1
158 Seiten

deutsch-tschechische Ausgabe


Cernyak-Spatz
Susan Fernyak-Spatz

»Ich wollte leben ...«

Theresienstadt, Auschwitz-Birkenau und Ravensbrück. Drei Stationen meines Lebens
16.00 

Herausgegeben von Hans H. Pöschko
Aus dem Amerikanischen von Dirk Brinkmann unter Mitwirkung von Renate Overbeck

Susan Cernyak-Spatz, als Susanne Eckstein in Wien geboren, wächst in Wien und Berlin auf. Im Mai 1942 wird sie zusammen mit ihrer Mutter nach Theresienstadt deportiert, von dort im Januar 1943 nach Auschwitz-Birkenau. Weil die SS sie der Schreibstube und später der Bauleitung zuteilt, kann sie der Vernichtung entkommen. Im Januar 1945 wird sie mit der Frauengruppe des Arbeitskommandos „Kanada“ auf den „Todesmarsch“ in das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück geschickt. Nach einem neuerlichen Marsch aus Ravensbrück erlebt sie im Frühjahr 1945 die Befreiung durch die US-Army.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2008 ISBN:
978-3-940938-18-3
158 Seiten

Transforming_dunkel

Roginskij_Moskau
Frank Drauschke, Anna Kaminsky, Arsenij Roginskij (Hrsg.)

„Erschossen in Moskau …“

Die deutschen Opfer des Stalinismus auf dem Moskauer Friedhof Donskoje 1950–1953
22.00 

Annähernd eintausend Deutsche wurden zwischen 1950 und 1953 von östlichen Geheimdiensten verhaftet, von sowjetischen Militärtribunalen in der DDR wegen angeblicher Spionage und antisowjetischer Agitation zum Tode verurteilt und in Moskau hingerichtet. Die Toten wurden im Krematorium des Moskauer Friedhofs Donskoje verbrannt und in einem Massengrab verscharrt. Über Jahrzehnte hatten Moskau und Ost-Berlin alles daran gesetzt, die Spuren der Opfer zu verwischen.
In einem gemeinsamen Forschungsprojekt ist es der russischen Menschenrechtsorganisation „Memorial“ International Moskau, Facts & Files – Historisches Forschungsinstitut Berlin und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gelungen, Akten über die Verurteilungen, Hinrichtungen und die verzweifelte Suche der Angehörigen aufzufinden. Das Leben und der gewaltsame Tod dieser Frauen und Männer werden in dem vorliegenden Totenbuch dokumentiert.

Ein beachtlicher Zuwachs an neuen Informationen führte dazu, dass sich der bisherige Wissensstand erheblich erweitert hat. Es war daher unverzichtbar, die letzte Auflage des Buches komplett zu überarbeiten. Der neue Band stellt das Ergebnis dieser umfassenden Aktualisierung dar.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2008 ISBN:
978-3-938690-14-7
476 Seiten

3., vollständig überarbeitete Auflage


Raim_Kaufering
Edith Raim (Hrsg.)

Überlebende von Kaufering

Biografische Skizzen jüdischer ehemaliger Häftlinge
19.00 

Materialien zum KZ-Außenlagerkomplex Kaufering

Der Band vereint Kurzbiografien von über vierzig jüdischen Überlebenden aus ganz Europa, die als Kinder und Jugendliche in Ghettos und Lager verschleppt wurden und deren Lebenswege sich in dem Dachauer KZ-Außenlagerkomplex Kaufering kreuzten. Begleitet werden die Lebensläufe von zahlreichen Privatfotos aus der Zeit vor der Verfolgung, der unmittelbaren Nachkriegszeit und der Gegenwart. Außerdem enthält der Band Auszüge aus der Kauferinger Lagerzeitung „Nitzotz“ (Der Funke), zwei 1947 auf Jiddisch entstandene Schilderungen zum Todesmarsch von Kaufering nach Dachau und zwei autobiografische Texte Überlebender.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2008 ISBN:
978-3-938690-97-0
191 Seiten

Littmann _Lehrkräfte
Ingrid Littmann-Hotopp

Jüdische Lehrkräfte an den Berliner Gemeindeschulen zwischen 1875 und 1914

22.00 

Auch nach dem Emanzipationsedikt von 1812 und dem Reichsgesetz von 1869 über die Gleichberechtigung der Konfessionen blieb Juden der Zugang zu Ämtern im Staatsdienst häufig versagt. Die Auseinandersetzungen zwischen dem Berliner Magistrat und dem Kultusministerium ab 1895 zeigen, wie auf dem Verwaltungsweg durch Erlasse und Gesetze jüdische Lehrkräfte von einer Anstellung an öffentlichen Schulen ausgegrenzt wurden.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2008 ISBN:
978-3-938690-95-6
222 Seiten

Eschebach_Krieg und G.
Insa Eschebach, Regina Mühlhäuser (Hrsg.)

Krieg und Geschlecht

Sexuelle Gewalt im Krieg und Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern
19.00 

In Kriegs- und Krisengebieten kommt es regelmäßig zu sexueller Gewalt. Die Täter stammen aus unterschiedlichen sozialen Gruppen. Die Opfer können weiblich oder männlich, jung oder alt, arm oder reich sein.
In den letzten 20 Jahren haben Menschenrechtsorganisationen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Fälle sexueller Gewalt dokumentiert und die Bedeutung und Funktion dieser Gewaltform untersucht. Der vorliegende Band resümiert den aktuellen Forschungsstand.
Thema ist auch die Geschichte der Bordelle, die die SS während des Zweiten Weltkriegs in zehn Konzentrationslagern einrichtete, um die Leistungsbereitschaft männlicher Häftlinge bei der Zwangsarbeit zu steigern. Die SS rekrutierte die Frauen für diesen „Arbeitseinsatz im Bordell“ im KZ Ravensbrück. Der Band fragt nach der besonderen Funktion und Bedeutung dieser Form sexueller Gewalt.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2008 ISBN:
978-3-940938-21-3
299 Seiten

Markert_Das Kalte Herz
Joy Markert

Das Kalte Herz – Die schöne Lau

Erzählung
14.90 

Eine kurze Zeit zwischen zwei großen Ereignissen: Sonnenfinsternis im Sommer 1999 und Neujahr 2000. Eine Clique hat sich am Berliner Stadtrand ein altes Haus gekauft, als alle sich beruflich noch sicher fühlten. In der nun brüchig werdenden Existenz merken sie, wie sehr sie sich übernommen haben. Bei den aufbrechenden Konflikten erwachen Erinnerungen an entscheidende Lebensmomente: Jugend, sechziger und siebziger Jahre, die Wendezeit um 1990, verpasste Chancen und unauslöschliche Träume. Im Mittelpunkt steht das Paar Olga und Gecko mit seinen Krisen und Leidenschaften. Im Spätherbst sucht Olgas Zwillingsschwester Rose bei ihnen Zuflucht vor immer wiederkehrenden psychischen Problemen. Olga, die ihre Schwester mehr liebt als jeden anderen Menschen, drängt Gecko, sich um Rose zu kümmern, was unausweichlich zu einem „Happyend der Tragödien“ führt.
Joy Markert schrieb Drehbücher für Kinofilme und Fernsehspiele, Theaterstücke, rund siebzig Hörspiele, zahlreiche Essays, Radioerzählungen und Features sowie Geschichten und Hörspiele für Kinder, Lyrik und Prosa. Er veröffentlichte u. a. Asyl (1985), Malta – Reisen eines Ahnungslosen in die Steinzeit (1989), Nachtcafé Schroffenstein (1994, gemeinsam mit Sibylle Nägele), Die Potsdamer Straße. Geschichten, Mythen und Metamorphosen (gemeinsam mit Sibylle Nägele, Metropol Verlag 2006).

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2008 ISBN:
978-3-940938-13-8
196 Seiten

Mess_Sonnernschein
Kathrin Mess

„... als fiele ein Sonnenschein in meine einsame Zelle“

Das Tagebuch der Luxemburgerin Yvonne Useldinger aus dem Frauen-KZ Ravensbrück
24.00 

Am 3. Dezember 1944, etwa 18 Monate nach ihrer Ankunft im Frauen-KZ Ravensbrück, beginnt die damals 23-jährige Luxemburgerin Yvonne Useldinger ein Tagebuch zu schreiben. Wegen ihres aktiven Widerstands gegen die nationalsozialistische Besetzung ihres Landes war sie im Jahr 1942 von der Geheimen Staatspolizei verhaftet und in das Landgerichtsgefängnis Trier gebracht worden. Dort, in einem dem Gefängnis unterstehenden Kloster, kam ihre Tochter Fernande zur Welt.
Am 30. Juni 1943 wurde Yvonne Useldinger in das Frauen-KZ Ravensbrück überstellt, wo sie für den Rüstungskonzern Siemens & Halske arbeiten musste.
Die Schwierigkeit, im KZ ein Tagebuch zu führen und dabei eine dem Grauen entsprechende Sprache zu finden, ist Yvonne Useldinger bewusst: Ungeheuerliches soll beschrieben, Unfassbares überliefert werden. Es entsteht ein authentisches, erschütterndes Zeugnis über die letzten Monate im Konzentrationslager.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2008 ISBN:
978-3-940938-01-5
327 Seiten

Endlich_Christenkreuz
Stefanie Endlich, Monica Geyler von Bernus, Beate Rosie

Christenkreuz und Hakenkreuz

Kirchenbau und sakrale Kunst im Nationalsozialismus
19.00 

Zeigte sich nationalsozialistische Ideologie auch in Kirchenarchitektur und kirchlicher Kunst? Wie anfällig waren die Gemeinden beider Konfessionen für Volksgemeinschafts-Propaganda, Rassismus und Totenkult?
Die Ausstellung „Christenkreuz und Hakenkreuz. Kirchenbau und sakrale Kunst im Nationalsozialismus“ hat diese Fragen an Beispielen aus ganz Deutschland untersucht.
Mehr als eintausend Kirchenneubauten, Umgestaltungen und neue Gemeindehäuser aus den Jahren 1933 bis 1944 widerlegen die verbreitete Ansicht, Kirchenbau und Kirchenkunst seien in der NS-Zeit nahezu zum Erliegen gekommen. Architektur-Ansätze jener Zeit propagierten die Rückkehr zum mittelalterlichen Bauen oder beschworen die völkische „Blut und Boden“-Ideologie. Beispiele der Kirchenkunst zeigen, wie christliche Motive nationalsozialistisch umgedeutet wurden, NS-Propaganda in den kirchlichen Bereich eindrang und nationalsozialistische Symbole und Figuren den Altarraum prägten.
Das Katalogbuch dokumentiert die Ausstellung; sechs Beiträge verschiedener Autorinnen und Autoren geben Einblick in die historischen Zusammenhänge und bieten Ansätze für eine kritische Aufarbeitung.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2008 ISBN:
978-3-940938-12-1
163 Seiten

Jahrbuch 17
Wolfgang Benz (Hrsg.)

Jahrbuch für Antisemitismusforschung 17 (2008)

21.00 

Das Jahrbuch für Antisemitismusforschung ist ein Forum für wissenschaftliche Beiträge zur Antisemitismus-, Vorurteils- und Minderheitenforschung und will dieses disziplinär breite Spektrum bündeln. Es ist deshalb fächerübergreifend und international vergleichend ausgerichtet. Es veröffentlicht Arbeiten zur Geschichte der Judenfeindschaft, zur nationalsozialistischen Verfolgungspolitik, zum Holocaust, zu Emigration und Exil, zum Rechtsextremismus, zu Minoritätenkonflikten und zur Theorie des Vorurteils.

Preis im Abonnement: 16.00 Euro

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2008 ISBN:
978-3-940938-20-6
352 Seiten

Heer_VS Stuttgart
Hannes Heer, Jürgen Kesting, Peter Schmidt

Verstummte Stimmen

Die Vertreibung der „Juden“ aus der Oper 1933 bis 1945. Der Kampf um das Württembergische Landestheater Stuttgart
16.00 

Die erstmals 2006 in Hamburg gezeigte Wanderausstellung „Verstummte Stimmen“ widmet sich einem kaum untersuchten Kapitel der Nazizeit – der Säuberung der deutschen Opernhäuser. Die aus einem überregionalen und einem jeweils neu recherchierten lokalen Teil bestehende Ausstellung erzählt das Schicksal von 44 prominenten Komponisten, Dirigenten, Regisseuren, Sängerinnen und Sängern, die Opfer der rassistischen Musikpolitik der Nationalsozialisten wurden.
Neben prominenten Namen wie Arnold Schönberg, Kurt Weill, Otto Klemperer, Bruno Walter, Gitta Alpár, Delia Reinhardt, Lotte Schöne, Richard Tauber, Joseph Schmidt, Friedrich Schorr werden auch die unbekannten verfolgten Ensemblemitglieder des Württembergischen Landestheaters Stuttgart erinnert – die Solisten aus der zweiten Reihe, die Kapellmeister, die Mitglieder von Chor und Orchester, die Arbeiter, Handwerker und Angestellten hinter der Bühne.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2008 ISBN:
978-3-940938-14-5
126 Seiten

Döscher_Gustav Stille
Hans-Jürgen Döscher

„Kampf gegen das Judenthum“: Gustav Stille (1845–1920)

19.00 

Texte – Dokumente – Materialien, Band 71

Gustav Stille (1845–1920), Mediziner und -Schriftsteller, war einer der frühen Propheten und intellektuellen Vorkämpfer des Antisemitismus. Rasse und Lebensraum, Volkskraft und Weltpolitik bildeten die Axiome seines innen- und außenpolitischen Programms, mit dem er zentrale Ideologeme des Nationalsozialismus antizipierte. In seinem Buch „Der Kampf gegen das Judenthum“, das zwischen 1891 und 1912 acht Auflagen erzielte, forderte Stille nicht nur die Entfernung der Juden aus dem kulturellen und wirtschaftlichen Leben Deutschlands, sondern auch deren existenzielle Vernichtung. Mit seiner Schrift „Volkskraft und Weltpolitik“ (1897) propagierte er die Abkehr von der Kolonialpolitik, stattdessen die Lebensraumerweiterung im Osten, letztlich dessen Germani-sierung. Biografie, Zielsetzungen und Rezeption Stilles werfen ein neues Licht auf die Entstehung und Reichweite des Rassenantisemitismus in Deutschland.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2008 ISBN:
978-3-938690-90-1
173 Seiten

Kaneko_Judenpolitik
Martin Kaneko

Die Judenpolitik der japanischen Kriegsregierung

19.00 

Die Studie geht der Frage nach, ob es in Japan unter der Kriegsregierung eine offizielle Politik der „Judenfreundlichkeit“ gegeben hat. Die Verfechter dieser These beziehen sich vor allem auf drei Argumente: die von Sugihara Chiune in Kaunas/Litauen an jüdische Flüchtlinge erteilten Visa (Juli/August 1940), den „projüdischen“ Beschluss der Fünf-Minister-Konferenz (1938) und die Aufnahme von angeblich 20 bis 30 000 deutsch-jüdischen Flüchtlingen in der Mandschurei (März 1938). Martin Kaneko unterzieht diese Behauptungen einer quellenkritischen Analyse. Er kommt zu einem anderen Ergebnis. Nicht nur die Medien und Teile der Öffentlichkeit, sondern auch Regierungsvertreter waren antisemitisch eingestellt, obwohl nur etwa 1000 Juden in Japan lebten.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2008 ISBN:
978-3-938690-91-8
236 Seiten

Lemke_Konfrontation
Michael Lemke (Hrsg.)

Konfrontation und Wettbewerb

24.00 

Keine andere europäische Metropole war nach 1948 intensiver vom Kalten Krieg betroffen, nahm aber gleichzeitig auf ihn einen nachhaltigeren Einfluss als das geteilte Berlin. Fünfzehn Experten gehen der Frage nach, wie die Verflechtungs- und Teilungsgesellschaften auf beiden Seiten der Großstadt in der alltäglichen Systemkonkurrenz die je eigene Rechtmäßigkeit und Überlegenheit demonstrierten. „Magnetismus“ im Innern wie nach außen war ein herausragendes Instrument der Herrschaftsstabilisierung. Aussagekräftige Beispiele aus Wissenschaft, Technik und Kultur stellen Funktionen und Formen von schroffer wie modifizierter Konfrontation bis hin zum konstruktiven interaktiven Wettbewerb vor. Sie lassen Berliner Geschichten im Ost-West-Konflikt – etwa über die konkurrierende Stadt- und „Küchentechnik“ – kenntnisreich und vergnüglich aufleben.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2008 ISBN:
978-3-938690-85-7
360 Seiten

Heitzer_Affäre Waltehr
Enrico Heitzer

„Affäre Walter“

Die vergessene Verhaftungswelle
18.00 

Am 8. September 1951 wurde „Fred Walter“ in Ost-Berlin von der sowjetischen Geheimpolizei festgenommen. „Walter“ war Mitarbeiter der anti-kommunistischen „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit“ (KgU), im Frühjahr 1951 aber zum amerikanischen Geheimdienst übergewechselt. Nur Stunden später begann eine heute nahezu vergessene Verhaftungswelle, die den Namen ihres mutmaßlichen Verursachers erhielt – „Affäre Walter“. Bei dieser Aktion, die nach Gründung der DDR wohl die meisten Todesopfer gefordert hat, wurden etwa 200 Personen festgenommen. Sie hatten Flugblätter gegen das kommunistische Regime verteilt und Informationen gesammelt. In einer Reihe von Geheimprozessen fällten sowjetische Militärtribunale nach bisheriger Kenntnis ca. 50 Todesurteile; mindestens 43 Menschen wurden in Moskau erschossen oder starben im Lager.
Enrico Heitzer legt die erste Gesamtdarstellung der Verhaftungsaktion vor, ergänzt um eine DVD mit weiterführenden Informationen, Zeit-zeugeninterviews sowie pädagogischen Materialien.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2008 ISBN:
978-3-940938-11-4
205 Seiten