Gesamtverzeichnis


Gerhard.Umschlag
Claus Gerhard

Der begrenzte Himmel

Drachen- und Gleitschirmfliegen in der DDR
24.00 

Drachenflieger und Paraglider in der DDR lebten gefährlich: Abgesehen von den Unfallgefahren jeder Luftsportart mussten sich die ostdeutschen Piloten davor hüten, entdeckt zu werden, denn die Regierung unterstellte ihnen, sie würden ihre Geräte zur Flucht in den Westen benutzen. Hängegleiten war deshalb streng verboten – eine weltweit einmalige Bestimmung.
Wer trotzdem das faszinierende Gefühl des Drachen- und Gleitschirmfliegens erleben wollte, brauchte Mut, Fantasie und Verschwiegenheit: Die selbst gebauten Fluggeräte und die fehlende Ausbildung bargen Risiken, und das Ministerium für Staatssicherheit überwachte und sanktionierte die Unternehmungen der Piloten.
Claus Gerhard schildert ihre aufregend schönen, oft aber auch bedrückenden Erfahrungen sowie die Reaktion der Sicherheitsorgane. Er konnte Stasi-Akten einsehen und fast einhundert Betroffene zu ihren Erlebnissen befragen. Zahlreiche Abbildungen illustrieren die Geschichte einer mit Begeisterung betriebenen Sportart unter den Bedingungen des DDR-Sozialismus.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2011 ISBN:
978-3-86331-008-0
368 Seiten

Olshtain_Umschlag
Elite Olshtain

Der Lehmofen

Ein Mädchen aus Czernowitz auf dem Weg nach Israel
16.00 

„Allein der Gedanke an die Tatsache, dass ich selbst eine Holocaustüberlebende war, erzeugte in mir Schuldgefühle; niemand sollte etwas davon wissen. Ich versuchte sogar vorzugeben, eine Sabra – eine in Israel Geborene – zu sein, und dass ich eine ganz normale Kindheit gehabt hätte. Ich hatte alles vergessen wollen, aber trotzdem erinnerte ich mich. Es waren zwar nur Bilder aus der Perspektive eines Kleinkindes, aber diese Bilder waren deutlich und lebhaft, und niemand anders hätte etwas von deren Existenz wissen können. Hier also die Geschichte – so wie ich mich daran erinnere: die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs aus der Sicht eines kleinen Mädchens.“

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2011 ISBN:
978-3-86331-028-8
159 Seiten

Heer.VS_Dresden.Umschlag
Hannes Heer, Jürgen Kesting, Peter Schmidt

Verstummte Stimmen

Die Vertreibung der „Juden“ und „politisch Untragbaren“ aus den Dresdner Theatern 1933 bis 1945
16.00 

Die erstmals 2006 in Hamburg gezeigte Wanderausstellung „Verstummte Stimmen“ widmet sich einem kaum untersuchten Kapitel der Nazizeit – der Säuberung der deutschen Opernhäuser. Die aus einem überregionalen und einem jeweils neu recherchierten lokalen Teil bestehende Ausstellung erzählt das Schicksal von 44 prominenten Komponisten, Dirigenten, Regisseuren, Sängerinnen und Sängern, die Opfer der rassistischen Musikpolitik der Nationalsozialisten wurden, darunter Arnold Schönberg, Kurt Weill, Otto Klemperer, Bruno Walter, Gitta Alpár, Delia Reinhardt, Lotte Schöne, Richard Tauber, Joseph Schmidt und Friedrich Schorr.

Die lokale Fallstudie beschäftigt sich mit der Geschichte der Semperoper, des Staatsschauspiels Dresden sowie der Dresdner Privattheater in dieser Zeit. Neben den Solisten der Oper werden auch die verfolgten Schauspieler des Staatsschauspiels vorgestellt. Darüber hinaus erinnern Ausstellung und Katalog an viele bisher Namenlose, die damals entlassen wurden – Chor- und Orchestermitglieder, Bühnenarbeiter und Handwerker. Erstmals wird auch an die Schicksale von ca. 90 ausländischen Arbeitern und Musikern erinnert, die meist mit Zwang nach Dresden geschafft worden waren.
Insgesamt vertrieben die neuen Machthaber bis 1945 in Dresden mehr als 50 Ensemblemitglieder aufgrund ihrer jüdischen Herkunft oder politischen Einstellung.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2011 ISBN:
978-3-86331-032-5
176 Seiten

Reichelt_Lettland_Umschlag
Katrin Reichelt

Lettland unter deutscher Besatzung 1941–1944

Der lettische Anteil am Holocaust
24.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 78

Die Reaktion der Bevölkerung des Baltikums auf die nationalsozialistische Besetzung (1941–1944) war stark von der vorangegangenen traumatischen Erfahrung der sowjetischen Okkupation geprägt. Bei der Verfolgung, Ausbeutung und Ermordung der Juden Lettlands arbeiteten Besatzer und Einheimische oft Hand in Hand. Zwang und Abhängigkeit ebenso wie Antisemitismus und das Streben nach persönlicher Bereicherung machten Letten zu Mittätern. Die Studie zeichnet Täterstrukturen und -profile nach, diskutiert Ursachen und Motive der Kollaboration angesichts der Gewalt der deutschen Okkupationspolitik und bietet Deutungsmuster an.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2011 ISBN:
978-3-940938-84-8
428 Seiten

Buser_Umschlag
Verena Buser

Überleben von Kindern und Jugendlichen in den Konzentrationslagern Sachsenhausen, Auschwitz und Bergen-Belsen

22.00 

Geschichte der Konzentrationslager 1933–1945, Band 13

Über Kinder und Jugendliche in nationalsozialistischen Konzentrationslagern ist nur wenig bekannt. Wenn sie den Mordaktionen entkamen, konnten sie, wie in Sachsenhausen, Opfer medizinischer Experimente werden. Im Lagerkomplex Auschwitz überlebten einige der jüngsten Häftlinge in Maurerschulen. Sie ergriffen immer wieder selbst Maßnahmen, um Massenselektionen und Missbrauch zu entkommen.
Kinder und Jugendliche aus Bergen-Belsen berichteten nach dem Krieg eindrücklich über ihr Leben unter den Bedingungen der KZ-Haft. Die Studie rekonstruiert erstmals Lebens- und Erfahrungswelten Minderjähriger in den drei zentralen Konzentrationslagern Sachsenhausen, Auschwitz und Bergen-Belsen und gibt einen umfassenden Einblick in das Schicksal der jüngsten KZ-Häftlinge.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2011 ISBN:
978-3-940938-83-1
318 Seiten

Apelt_Volkskammerwahl.Umschlag
Andreas H. Apelt (Hrsg.)

Von der Volkskammerwahl zur Deutschen Einheit

Voraussetzungen, Bedingungen, Verlauf
16.00 

Zum 20. Jahrestag der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl veranstaltete die Deutsche Gesellschaft e. V. am 2. Dezember 2010 ein Symposium, das die innen- und außenpolitischen Stationen auf dem Weg zur Wiedervereinigung von der DDR-Volkskammerwahl am 18. März 1990 bis zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 in den Mittelpunkt stellte. Die vorliegende Publikation dokumentiert die Ergebnisse der Tagung.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2011 ISBN:
978-3-86331-017-2
120 Seiten

EO-Belarus_Umschlag_110317.indd
Anna Kaminsky (Hrsg.)

Erinnerungsorte an die Opfer des Kommunismus in Belarus

24.00 

Der vorliegende Band stellt 141 Denkmäler und Erinnerungsorte für die Opfer der kommunistischen Diktatur in Belarus vor. Angesichts der gegenwärtigen Entwicklungen in Belarus ist diese Dokumentation ebenso aktuell wie politisch brisant. Viele Denkmäler und Erinnerungszeichen wurden gegen den massiven Widerstand der staatlichen Machthaber errichtet, viele wurden wiederholt zerstört. Zur kontroversen Erinnerung an die Opfer der kommunistischen Diktatur gehört auch die von Präsident Lukaschenka angeordnete Aufstellung einer Kopie der Statue von Feliks Dscherschinskij im Innenhof des belarussischen Innenministeriums. Sie hatte einst vor dem Hauptquartier des berüchtigten kommunistischen Geheimdienstes in Moskau gestanden.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2011 ISBN:
978-3-86331-016-5
286 Seiten

Verstummte Stimmen_Hessen
Heike Drummer, Sven Fritz, Hannes Heer, Jutta Zwilling

Verstummte Stimmen

Die Vertreibung der „Juden“ und „politisch Untragbaren“ aus den hessischen Theatern 1933 bis 1945
24.00 

Schriften der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen 27

Die Vertreibung von Tausenden „jüdischer“ und „politisch untragbarer“ Ensemblemitglieder 1933 aus den deutschen Theatern war das Ergebnis einer rassistischen Kulturpolitik, die als Kampf gegen den „Musikbolschewismus“ und die „entartete Musik“ lange vorher propagiert und von Teilen des Bürgertums mitgetragen wurde. Am Beispiel der sechs hessischen Theater Darmstadt, Frankfurt, Wiesbaden, Mainz, Gießen und Kassel zeigen die Autoren erstmals die Vertreibungspraxis und die Folgen für die Opfer in einer Region.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2011 ISBN:
978-3-86331-013-4
411 Seiten

Baum_Umschlag
Herwig Baum

Varianten des Terrors

Ein Vergleich zwischen der deutschen und rumänischen Besatzungsverwaltung in der Sowjetunion 1941–1944
29.90 

Rumänien war der wohl wichtigste Bündnispartner des nationalsozialistischen Deutschland beim Überfall auf die Sowjetunion. Das Regime unter Diktator Ion Antonescu erhielt in der Südwestukraine ein eigenes Besatzungsgebiet, das als Transnistrien bezeichnet wurde. An der Seite Deutschlands beteiligte sich Rumänien an der Unterdrückung und Ausbeutung der Bevölkerung, an der Verfolgung und Vernichtung der Juden wie auch von Roma und Sinti. Die Studie vergleicht das Agieren rumänischer und deutscher Dienststellen in Transnistrien und untersucht, in welchem Maße sich die rumänische Okkupationspolitik an die des Verbündeten anlehnte und wo sie sich unterschied.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2011 ISBN:
978-3-940938-85-5
623 Seiten

Enzenbach_Klischees.Umschlag
Isabel Enzenbach

Klischees im frühen historischen Lernen

Jüdische Geschichte und Gegenwart, Nationalsozialismus und Judenfeindschaft im Grundschulunterricht
24.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 79

Die nationalsozialistische Judenverfolgung ist ein Kernthema des historischen Lernens in der Grundschule und in Klasse 5 und 6, auch wenn dies nicht den curricularen Vorgaben entspricht. Die Alltagspräsenz des Themas, Fragen der Schüler und die Bedeutung, die Lehrende dem Holocaust für die historische Sinnbildung beimessen, führen zu vielfältiger Unterrichtspraxis. Die pädagogische Intervention kreist dabei um den Völkermord an den europäischen Juden und wirft beständig die Frage der altersgemäßen Vermittlung und der Vermeidung einer stereotypen Darstellung von Juden auf.
Isabel Enzenbach untersucht Unterrichtskonzeptionen und -praxis zu diesem und den angrenzenden Themen jüdische Geschichte, Zweiter Weltkrieg, Nationalsozialismus und Antisemitismus. Die Studie liefert am Berliner Beispiel empirische Befunde, die die Bedeutung des zeitgeschichtlichen Lernens für die Grundschule und die geschichtsdidaktischen Herausforderungen in der Migrationsgesellschaft belegen.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2011 ISBN:
978-3-940938-89-3
294 Seiten

Heinz_Mähdrescher_Umschlag Front
Michael Heinz

Von Mähdreschern und Musterdörfern

Industrialisierung der DDR-Landwirtschaft und die Wandlung des ländlichen Lebens
29.90 

Nach dem Abschluss der Zwangskollektivierung sah die SED die Chance gekommen, die Verhältnisse auf dem Land von Grund auf umzukrempeln. Die neue Zauberformel hieß „Einführung industriemäßiger Produktionsmethoden“. Die Arbeit der Genossenschaftsbauern in den LPG sollte sich der Tätigkeit der Arbeiterschaft in den Fabriken angleichen, das Leben der Landbevölkerung urbaner werden.
In jahrelanger Forschung hat sich Michael Heinz intensiv mit der Landwirtschaft und dem ländlichen Leben in der DDR nach der Kollektivierung auseinandergesetzt. Entstanden ist ein detailreiches Werk über Anspruch und Wirklichkeit der SED-Agrar- und Strukturpolitik und deren Auswirkungen.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2011 ISBN:
978-3-940938-90-9
558 Seiten

Eckert.Umschlag
Rainer Eckert

SED-Diktatur und Erinnerungsarbeit im vereinten Deutschland: Auswahlbibliografie zu Widerstand und politischer Repression

24.00 

Die Vermittlung von Zivilcourage in der Diktatur und die Beschreibung des Lebens unter totalitären Herrschaftsverhältnissen sind wichtige Beiträge zur Förderung und zum Schutz der Demokratie. Die Forschung zu den Themen Opposition, Widerstand und Repression in der SED-Diktatur ist weit vorangeschritten. Die vorliegende Bibliografie bietet eine umfassende, thematisch gegliederte und beeindruckende Bestandsaufnahme der in 20 Jahren erschienenen Literatur. Damit leistet sie einen bedeutenden Beitrag zur Vermittlung der gewonnenen Erkenntnisse über die Wissenschaft hinaus.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2011 ISBN:
978-3-86331-006-6
400 Seiten

metropol-slider-default DUNKLER HP

umschlagbezug_szepesi_zweite_aufl.indd
Eva Szepesi

Ein Mädchen allein auf der Flucht

Ungarn – Slowakei – Polen (1944–1945)
16.00 

Bibliothek der Erinnerung, Band 22

Als die Deutschen im Frühjahr 1944 in Ungarn einmarschieren, beginnt die Verfolgung und Ermordung der ungarischen Juden. Die elfjährige Eva Szepesi wird von ihrer Mutter in die Slowakei geschickt. Von nun an lebt das jüdische Mädchen auf der Flucht. Sie findet Verstecke bei gutwilligen Menschen, doch schließlich wird sie gefangen genommen und nach Auschwitz verschleppt. Nach dem Krieg schweigt Eva Szepesi fünfzig Jahre lang. Erst Mitte der neunziger Jahre kann sie über das Erlebte sprechen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Februar 2011 ISBN:
978-3-86331-005-9
159 Seiten

Ulmer.Umschlag
Martin Ulmer

Antisemitismus in Stuttgart 1871–1933

28.00 

Antijüdische Krawalle und Übergriffe, Diskriminierungen und antisemitisch gefärbte Medienberichte und Agitationen lassen sich in Stuttgart lange vor der NS-Machtübernahme nachweisen. An diese Strukturen konnten die Nationalsozialisten anknüpfen. Die epochenübergreifende Lokal- und Regionalstudie beleuchtet die Kontinuitäten und Zäsuren des Antisemitismus in öffentlichen Diskursen und in der Alltagswelt der württembergischen Landeshauptstadt mit ihrem dominanten nationalen Milieu. Die historisch-kulturwissenschaftliche Arbeit eröffnet einen neuen Blick auf die codierten und latenten Formen des Antisemitismus und auf die Bedeutung der Ko-existenz von moderater und radikaler Judenfeindschaft in der politischen Kultur. Die Stuttgarter Befunde leisten einen wichtigen Beitrag zu Bedingungen, Formen, Kontinuitäten und Dynamiken von Antisemitismus in Deutschland im Kaiserreich und in der Weimarer Republik.

Download cover Inhaltsverzeichnis Februar 2011 ISBN:
978-3-940938-82-4
478 Seiten

Morsch_Giftgas.JPG_Umschlag
Günter Morsch, Bertrand Perz (Hrsg.)

Neue Studien zu nationalsozialistischen Massentötungen durch Giftgas

Historische Bedeutung, technische Entwicklung, revisionistische Leugnung
24.00 

unter Mitarbeit von Astrid Ley

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 29

Mehr als ein Vierteljahrhundert nach der ersten umfassenden Darstellung zum Thema „Nationalsozialistische Massentötungen durch Giftgas“, die die KZ-Überlebenden Eugen Kogon und Hermann Langbein 1983 zusammen mit anderen vorlegten, wird hier der neueste Forschungsstand präsentiert. International ausgewiesene Wissenschaftler thematisieren die historischen Hintergrunde wie auch die naturwissenschaftlichen und technischen Voraussetzungen der Massentötungen durch Giftgas und ihre konkrete Durchführung im Deutschen Reich und in den besetzten Gebieten. Darüber hinaus werden in länderspezifischen Beiträgen Positionen international agierender Holocaust-Leugner in den Blick genommen und Gegenstrategien formuliert.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2011 ISBN:
978-3-940938-99-2
XXXIV, 446 Seiten

Steinberg_Umschlag
Lucien Steinberg

Nach der Katastrophe

Reflexionen über Antisemitismus und den Holocaust 1970–2007
19.00 

Ausgewählt von Brigitte Mihok
Aus dem Französischen übersetzt von Bjoern Weigel

Bibliothek der Erinnerung, Band 21

Lucien Steinberg (1926–2008) war französischer Patriot und engagierter Humanist, Philanthrop und Kosmopolit. Sein Lebenswerk bestand in der Erforschung der Shoah und ihrer Wurzeln im Antisemitismus, seine besondere Leidenschaft galt dem Widerstand von Juden. Als Publizist war er Chronist und Kommentator seiner Zeit und Berichterstatter und Seismograf für antisemitische Tendenzen in Europa. „Nach der Katastrophe“ versammelt Beiträge, die Lucien Steinberg von 1970 bis 2007 für die Zeitschrift „Presse Nouvelle Magazine Progressiste Juif“ geschrieben hat. Sie erscheinen erstmals in deutscher Sprache.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2011 ISBN:
978-3-86331-003-5
255 Seiten

cover_fs_erb_entwurf_04.indd
Andreas Klärner, Michael Kohlstruck (Hrsg.)

Ausschluss und Feindschaft

Studien zu Antisemitismus und Rechtsextremismus
24.00 

Rainer Erb zum 65. Geburtstag

Die Beiträge des Bandes setzen sich mit Aspekten der mittelalterlichen Judenfeindschaft, des neuzeitlichen Antisemitismus und des aktuellen Rechtsextremismus auseinander. Vereint sind historische und exemplarische Darstellungen sowie theoriegeleitete Analysen. Auch die Möglichkeiten von Prävention und Intervention werden thematisiert.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2011 ISBN:
978-3-86331-002-8
340 Seiten

v.Wrochem_Umschlag
Oliver von Wrochem (Hrsg.)

Das KZ Neuengamme und seine Außenlager

Geschichte, Nachgeschichte, Erinnerung, Bildung
24.00 

Unter Mitarbeit von Lars Jockheck

Neuengammer Kolloquien, Band 1

Die Neuengammer Kolloquien präsentieren aktuelle Forschungen zu Themen, die mit dem ehemaligen Konzentrationslager Neuengamme, seiner Nachgeschichte sowie mit Fragen von Bildung und Erinnerung verbunden sind. Dabei werden die Erfahrungen anderer Gedenkorte mit einbezogen. Der Sammelband bündelt aktuelle Forschungsarbeiten sowie Beiträge, die übergreifende Perspektiven auf die Arbeit in und an Gedenkstätten ermöglichen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2011 ISBN:
978-3-940938-87-9
420 Seiten

Beckert.Umschlag
Rudi Beckert

Glücklicher Sklave

Eine Justizkarriere in der DDR
16.00 

Mit einem Vorwort von Karl Wilhelm Fricke

Rudi Beckert war der fünfthöchste Richter der DDR. Rückblickend schildert er sein Leben und setzt sich mit dem Justizalltag im SED-Staat kritisch auseinander. Das Ergebnis ist „eine vorbehaltlose Rechenschaftslegung“, was seine Lebenserinnerungen exemplarisch macht, so Karl Wilhelm Fricke im Vorwort. Zahlreiche interne Abläufe sowie das Zusammenwirken von Justiz, Partei und Staatssicherheit werden aus der Innenperspektive behandelt. Beckert stellt die Frage nach dem Charakter der DDR als Unrechtsstaat und weicht der Antwort nicht aus – er argumentiert differenziert, indem er seine eigene Rolle als „glücklicher Sklave“ reflektiert.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2011 ISBN:
978-3-86331-004-2
183 Seiten

Bauer.Innere Bilder.Cover
Helmuth Bauer

Helmut Bauer, Innere Bilder wird man nicht los

Die Frauen im KZ-Außenlager Daimler-Benz Genshagen
39.90 

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 30

In der Genshagener Heide südlich von Berlin wurde im Herbst 1944 der nationalsozialistische Kriegsmusterbetrieb Daimler-Benz Genshagen zum Konzentrationslager für 1100 Frauen aus Ravensbrück.
Helmuth Bauer stellt den Bilddokumenten und Darstellungen zur Unternehmens-geschichte seinen in zwei Jahrzehnten angesammelten Schatz an Biografien, Fotografien und Erinnerungen der Überlebenden gegenüber. Eine besondere Würdigung erfahren Edit Kiss und der Zyklus Deportation, den die ungarische Bildhauerin unmittelbar nach ihrer Befreiung gemalt hat. Wir sehen „innere Bilder“, die die Künstlerin nicht mehr losgelassen haben.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2010 ISBN:
978-3-940938-88-6
704 Seiten

Hirsch_Schtetl.Umschlag
Luise Hirsch

Vom Schtetl in den Hörsaal: Jüdische Frauen und Kulturtransfer

24.00 

minima judaica, Band 9

„Was motivierte jüdische Frauen in so erstaunlicher Zahl zum Studium an Universitäten des Kaiserreichs? Dem geht Luise Hirsch am Beispiel der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin nach, an der bis 1914 ein Viertel der Studentinnen jüdisch war. Erstmals unterscheidet sie zwischen den deutschen Studentinnen und denen aus dem Zarenreich – zwei kulturell und sozial völlig getrennte Gruppen. Beide aber profitierten nicht nur von der traditionellen Hochschätzung intellektuellen Lernens im Judentum, sondern auch vom Ausschluss von diesem religiösen Ideal der Männlichkeit, das Frauen mehr weltliche Bildung erlaubt hatte. Die Studentinnen aus Osteuropa, meist aus dem Kleinbürgertum des Schtetl kommend, standen dem traditionellen Judentum näher als die eher bürgerlichen deutschen Studentinnen. Was die russischen Studentinnen vor allem unterschied, war der Einfluss der Praxis weiblicher Berufstätigkeit der Jüdinnen im Zarenreich, orientiert an Selbstständigkeit und Durchsetzungskraft. Auch der russische Nihilismus propagierte Gleichberechtigung und Erwerbstätigkeit der Frau. Geprägt von diesem unbürgerlichen Geschlechtsideal, waren die russischen Studentinnen Pionierinnen des Frauenstudiums in Deutschland und der Schweiz.
Anhand zahlreicher Memoiren wird die so unterschiedliche Lebenswelt beider Gruppen veranschaulicht. Russische Studentinnen lebten oft in Armut und promovierten meist in Medizin. Deutsche Jüdinnen wählten auch andere Fächer und bildeten nach 1918 die Mehrheit der Habilitandinnen. Ihre Lebenswege können oft über erste Karrieren in der Weimarer Zeit bis zur Zerstörung durch den Nationalsozialismus dargestellt werden.
Diese transnationale und interkulturelle Studie kommt zu dem interessanten Schluss, dass die jüdische Minderheit die Avantgarde des Frauenstudiums bildete, gefolgt von der christlichen Mehrheit – dass also der Kulturtransfer von der Minderheit zur Mehrheit verlief, weil sich die kulturellen Werte beider hinreichend nahestanden.“
Prof. Dr. Monika Richarz

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2010 ISBN:
978-3-940938-74-9
400 Seiten

Stirn_Traumschiffe_Umschlag
Andreas Stirn

Traumschiffe des Sozialismus

Die Geschichte der DDR-Urlauberschiffe 1953–1990
29.90 

Als 1960 die „Völkerfreundschaft“ als erstes ostdeutsches Urlauberschiff in See stach, war ein ehrgeiziges DDR-Projekt gestartet: „Verdiente Werktätige“ sollten Ferien auf den Weltmeeren machen. Die erste wissenschaftliche Darstellung zur Geschichte der DDR-Urlauberschiffe erzählt von den frühen Planungen der SED, der Spendenaktion zum Bau der „Fritz Heckert“, von Fluchtversuchen nach dem Mauerbau und von der Begegnung von West- und Ostdeutschen auf der „Arkona“.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2010 ISBN:
978-3-940938-79-4
815 Seiten

2. Aufl.


Büge_1470 KZ.Umschlag
Emil Büge

1470 KZ-Geheimnisse

Heimliche Aufzeichnungen aus der Politischen Abteilung des KZ Sachsenhausen Dezember 1939 bis April 1943
24.00 

Der Reklamefachmann Emil Büge nutzt als Häftling des KZ Sachsenhausen seine Position als Hilfskraft in der Politischen Abteilung der KZ-Kommandantur für seinen persönlichen Rachefeldzug gegen die SS: Dreieinhalb Jahre macht er heimlich Abschriften aus den Akten, die die Willkür und Brutalität von Gestapo und SS, Einzelschicksale von Häftlingen und die Vernichtung ganzer Häftlingsgruppen dokumentieren. Büge kann seine Notizen zwar aus dem Lager schmuggeln, aber sie weder den Alliierten zuspielen noch später veröffentlichen.
1950 nimmt er sich das Leben. Seine Notizen vermitteln einen faszinierenden Einblick in die abgeschlossene Innenwelt und das Schicksal lange vergessener Opfergruppen des Konzentrationslagers der Reichshauptstadt Berlin.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2010 ISBN:
978-3-86331-001-1
480 Seiten

Jelitzki:Wetzel_Umschlag
Jana Jelitzki, Mirko Wetzel

Über Täter und Täterinnen sprechen

Nationalsozialistische Täterschaft in der pädagogischen Arbeit von KZ-Gedenkstätten
19.00 

Die Genese des Holocaust ist ohne den Blick auf die Verantwortlichen des nationalsozialistischen Massenmords nicht zu verstehen. Davon ausgehend untersucht die Studie gedenkstättenpädagogische Konzepte zur Auseinandersetzung mit Täterschaft. Sie fragt danach, wie Täter und Täterinnen dargestellt werden und welche Aspekte für die Vermittlung unter pädagogischen Gesichtspunkten von Bedeutung sind. Grundlage der Untersuchung bilden Interviews mit Gedenkstättenpädagogen sowie die Analyse zweier Expositionen der KZ-Gedenkstätten Neuengamme und Ravensbrück, in denen die Täter und Täterinnen im Zentrum stehen.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2010 ISBN:
978-3-940938-48-0
296 Seiten

Beleites_Klassenkampf_Umschlag
Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf, Michael Beleites, Robert Grünbaum (Hrsg.)

Klassenkampf gegen die Bauern

Die Zwangskollektivierung der ostdeutschen Landwirtschaft und ihre Folgen bis heute
16.00 

Die Umgestaltung der DDR-Landwirtschaft nach sowjetischem Modell folgte ideologischen Vorgaben: Es ging um die Eliminierung der Bauern als Klasse, um eine flächendeckende Proletarisierung des Bauernstandes. Fünfzig Jahre nach dem Abschluss der Zwangskollektivierung im Frühjahr 1960 beleuchten Zeitzeugen, Journalisten und Historiker dieses geschichtliche Ereignis und seine gravierenden Folgen aus unterschiedlichen Perspektiven. Auch nach 20 Jahren Deutscher Einheit und EU-Subventionen sind kommunistisch geprägte Agrarstrukturen eine Herausforderung für die Zukunftsfähigkeit der ländlichen Räume Ostdeutschlands.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2010 ISBN:
978-3-940938-96-1
167 Seiten

Layout 1
Renate Eichmeier, Edith Raim (Hrsg.)

Zwischen Krieg und Liebe

Der Dichter Jehuda Amichai
20.00 

Die Gedichte von Jehuda Amichai (geboren 1924 in Würzburg, gestorben 2000 in Jerusalem) spiegeln ein intensives, konfliktreiches Leben voller Sinnlichkeit und Humor. „Ich bin kein Dichter, ich bin ein Mensch, der Gedichte schreibt.“ So hat er sich selbst beschrieben und so sind seine Gedichte und seine literarischen Arbeiten insgesamt zu verstehen. Obwohl seine Arbeiten in über dreißig Sprachen übersetzt wurden, ist Jehuda Amichai in Deutschland weitgehend unbekannt. Der Band versucht eine Annäherung an Leben und Werk und enthält neben autobiografischen Aufzeichnungen und bisher unübersetzten Gedichten Beiträge von Literaten, Literaturwissenschaftlern und Historikern über verschiedene Aspekte seines literarischen Schaffens.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2010 ISBN:
978-3-940938-98-5
221 Seiten

Benz:Benz_Gewalt.Umschlag
Ute Benz, Wolfgang Benz

Gewalt zwischen den Generationen

Strukturen extremen gesellschaftlichen Verhaltens
17.00 

Gewalt als gesellschaftliches Phänomen geschieht immer in einem historischen, politischen, sozialen und familiären Umfeld. Exzesse sind nicht als Pathologie Einzelner oder von Gruppen zu verstehen. Die Beiträge des Bandes untersuchen strukturell wirksame Zusammenhänge von Gewalt und fragen nach den Einflüssen von bewussten und unbewussten Tradierungen, Idealen, Idealisierungen und Leitbildern. Diese sind unvermeidlich mit Mustern von Entwertungen und Versagensängsten verknüpft, die von einer Generation an die nächste weitergegeben werden.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2010 ISBN:
978-3-940938-95-4
200 Seiten

Jahrbuch_19_Umschlag
Wolfgang Benz (Hrsg.)

Jahrbuch für Antisemitismusforschung 19 (2010)

21.00 

Das Jahrbuch für Antisemitismusforschung ist ein Forum für wissenschaftliche Beiträge zur Antisemitismus-, Vorurteils- und Minderheitenforschung und will dieses disziplinär breite Spektrum bündeln. Es ist deshalb fächerübergreifend und international vergleichend ausgerichtet. Es veröffentlicht Arbeiten zur Geschichte der Judenfeindschaft, zur nationalsozialistischen Verfolgungspolitik, zum Holocaust, zu Emigration und Exil, zum Rechtsextremismus, zu Minoritätenkonflikten und zur Theorie des Vorurteils.

Preis im Abonnement: 16.00 Euro

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2010 ISBN:
978-3-940938-92-3
416 Seiten

Petrov_Umschlag
Nikita Petrov

Die sowjetischen Geheimdienstmitarbeiter in Deutschland

Der leitende Personalbestand der Staatssicherheitsorgane der UdSSR in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands und der DDR von 1945–1954. Biografisches Nachschlagewerk
39.90 

Herausgegeben von Memorial International, Moskau

Der sowjetische Geheimdienst in der SBZ-DDR hatte den Auftrag, die sozialistische Diktatur in Ostdeutschland zu etablieren, zu stabilisieren und die deutschen Staatssicherheitsorgane zu unterweisen. Nikita Petrov konnte annähernd 1000 Mitarbeiter identifizieren. Das Handbuch ist nicht nur für ehemals Verfolgte und deren Angehörige von besonderem Wert, sondern gibt auch der historischen Forschung grundlegendes Material an die Hand.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2010 ISBN:
978-3-940938-80-0
774 Seiten