Gesamtverzeichnis


Vulesica_Benz_Umschlag
Angelika Benz, Marija Vulesica (Hrsg.)

Bewachung und Ausführung

Alltag der Täter in nationalsozialistischen Lagern
19.00 

Geschichte der Konzentrationslager 1933–1945, Band 14

Das unterste Glied des nationalsozialistischen Vernichtungsapparats – das KZ-Wachpersonal – fand in der Täterforschung bisher kaum Berücksichtigung. Die Beiträge des Bandes untersuchen, wer diese Menschen waren, die Gefangene in Lagern ganz unterschiedlichen Typs innerhalb des Deutschen Reichs wie auch in besetzten oder mit dem NS-Regime kollaborierenden Ländern bewachten, die Mordbefehle ausführten, aber auch eigeninitiativ und willkürlich Menschen töteten. Wie wurden sie rekrutiert, wie sah ihr Dienstalltag aus?
Der Tagungsband beantwortet zentrale Fragen und regt zugleich neue Arbeiten an, darüber hinaus gibt er einen Überblick über die aktuelle Täterforschung.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2011 ISBN:
978-3-86331-036-3
208 Seiten

Adler_Froim_Umschlag
David A. Adler

Froim – Der Junge aus dem Warschauer Ghetto

12.00 

Herausgegeben von der Sektion Böblingen-Herrenberg-Tübingen des
Vereins Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V.

Aus dem Englischen übersetzt von Birgit und Heribert Kipfer

Das Kinder- und Jugendbuch erzählt die Geschichte von Erwin (Froim) Baum. 1926 in Warschau geboren, wurde er nach dem Tod seines Vaters 1939 in das Waisenhaus von Janusz Korczak gebracht. Im Oktober 1940 musste er mit seiner Familie ins Ghetto ziehen und wurde 1942 nach Auschwitz deportiert. Im Herbst 1944 kam er in das KZ-Außenlager Hailfingen, befreit wurde er auf dem Todesmarsch.

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978-3-86331-061-5
32 Seiten

Mit Illustrationen von
Karen Ritz


de Vries_Umschlag
Erna de Vries

Der Auftrag meiner Mutter

Eine Überlebende der Shoah erzählt
14.00 

Erna de Vries war 19 Jahre alt, als ihre Mutter 1943 deportiert wurde. Um sie nicht alleinzulassen, folgte sie ihr auf den Transport »in den Osten« – nach Auschwitz. Ernas Mutter wurde dort ermordet. Sie selbst wurde nach Ravensbrück verschleppt und überlebte. Mit diesem Bericht löst Erna de Vries das Versprechen ein, das sie ihrer Mutter gab: Zeugnis abzulegen. Aber sie beschreibt auch, wie sie nach der Befreiung wieder Fuß fassen konnte, in Lathen, einem kleinen Ort im Emsland. Dort waren ihr Mann und sie die einzigen Überlebenden der Shoah.

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978-3-86331-045-5
112 Seiten

Vereinsheime

Vereinsheime

Kommunikationsräume für Toleranz
16.00 

Herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg und anschlaege.de

Toleranz beginnt im Alltag. Wenn ein Indianer im Schützenverein einen Workshop veranstaltet oder Travestiekünstler gemeinsam mit dem Herrenballett des Karnevalsvereins auftreten, kann es zum kulturellen Crash kommen. Oder zum Abbau von Vorurteilen. Dieses Buch dokumentiert ein Experiment. Menschen aus Brandenburg setzten sich mit Menschen anderer Kulturen und Szenen auseinander. Und diese mit ihnen. Das Ergebnis überraschte Einheimische wie Fremde.

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978-3-86331-058-5
196 Seiten

Linne_Umschlag
Florian Dierl, Karsten Linne (Hrsg.)

Arbeitskräfte als Kriegsbeute: Der Fall Ost- und Südosteuropa 1939–1945

19.00 

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges befanden sich über vier Millionen zivile Arbeitskräfte aus Ost- und Südosteuropa im Deutschen Reich. Hunderttausende mussten zudem in ihren Heimatländern für die deutsche Kriegswirtschaft Zwangsarbeit leisten. Ihre Rekrutierung und ihr Einsatz wurden von deutschen Arbeitsverwaltungen im Reich und in den besetzten Ländern organisiert und gesteuert. Über deren Geschichte und Tätigkeit in den Besatzungsgebieten ist bislang nur wenig bekannt. Anhand von zehn Fallbeispielen versucht der Sammelband diese Forschungslücke zu schließen und die zentrale Bedeutung der Arbeitsverwaltung in der Polykratie der nationalsozialistischen Besatzungsherrschaft darzustellen.

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978-3-86331-054-7
320 Seiten

Rentrop_Umschlag
Petra Rentrop

Tatorte der „Endlösung“

Das Ghetto Minsk und die Vernichtungsstätte von Maly Trostinez
22.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 80

Minsk war zur Zeit der deutschen Besetzung (1941–1944) ein zentraler Schauplatz des Holocaust. Den Verbrechen im örtlichen Ghetto und in der Vernichtungsstätte bei Maly Trostinez vor den Toren der Stadt fielen Zehntausende zum Opfer, darunter über 20 000 österreichische, tschechische und deutsche Juden. Sie starben an den extremen Existenzbedingungen im Ghetto, wurden erschossen oder in Gaswagen erstickt. Petra Rentrop stellt die Ereignisse dar und untersucht ihre Bedeutung im Gesamtprozess der nationalsozialistischen „Endlösung der Judenfrage“. Zugleich schildert sie das Schicksal der Opfer und liefert eine dichte Beschreibung des Lebens im Ghetto und im Arbeitslager von Maly Trostinez.

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978-3-86331-038-7
256 Seiten

Schäfer_Umschlag
Ralf Schäfer

Militarismus, Nationalismus, Antisemitismus: Carl Diem und die Politisierung des bürgerlichen Sports im Kaiserreich

29.90 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 74

Carl Diem (1882–1962), der Organisator der Olympischen Spiele von 1936, gilt in der Traditionspflege der Sportverbände bis heute als „Vater des deutschen Sports“. Zuletzt aber wurde aus Diem, dessen Karriere vom Kaiserreich bis in die Bundesrepublik reichte und der stets an der Schnittstelle zwischen Sport und Politik tätig war, die Cause célèbre des deutschen Sports: Der Sportpädagoge und Olympiafunktionär war noch im März 1945 als Durchhalteredner vor der HJ hervorgetreten, galt nach dem Krieg aber wieder als moralische Autorität.
Diese biografische Studie, die mit Diem zugleich das Milieu des organisierten Sports in den Blick nimmt, geht der Frage nach, welche Konzepte Diem bei seiner Politik mit dem Sport verfolgte. Im Fokus stehen Diems kaum erforschte Initiativen im wilhelminischen Reich, in denen Diem die Einstellungen entwickelte, die ihm die Mitarbeit im NS-Regime gestatteten.

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978-3-940938-67-1
512 Seiten

Nägele_Markert_Potsdamer Straße
Joy Markert, Sibylle Nägele

Die Potsdamer Straße

Geschichten, Mythen und Metamorphosen
29.90 

Die Potsdamer Straße war in ihrer Ausstrahlung und Widersprüchlichkeit schon immer eine der faszinierendsten Straßen Berlins: mit Alteingesessenen und Migranten, Kultur und Amüsement, Glanz und Milieu, Kontinuität und Brüchen. Sie war ein Ort der künstlerischen Neuerungen und der Emanzipationsbewegungen. Hier lebten Chamisso, Menzel, Fontane, Hedwig Dohm, Joseph Roth. Die Schriftstellerin Lina Morgenstern aus der Potsdamer Straße initiierte 1896 den ersten internationalen Frauenkongress. 1910 wurde der „Sportpalast“ eröffnet. 1913 veranstaltete Herwarth Walden den „Ersten Deutschen Herbstsalon“ internationaler moderner Kunst. 1923 kam aus dem „Vox-Haus“ die erste allgemeine Rundfunksendung. 1954 zog der Verlag „Der Tagesspiegel“ in die Potsdamer Straße. 1970 wurde das „Quartier Latin“ eröffnet, ein Ort für Jazz, Rock und Pop. Heute ist hier das Varieté „Wintergarten“. Renommierte Kulturinstitutionen, vielfältige Medienfirmen und Kunstorte befinden sich entlang der Straße und ihrer Umgebung, vom Potsdamer Platz über das Kulturforum bis zum Heinrich-von-Kleist-Park. Filmhaus, Neue Nationalgalerie, Philharmonie, Staatsbibliothek, Medienhaus der UdK, Galerien, Stiftungen. Das Buch zeigt alle Facetten der über zweihundertjährigen Geschichte in einer Symbiose aus Literatur und Dokumentation. Eine Liebeserklärung.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2011 ISBN:
978-3-86331-052-3
464 Seiten

2., vollständig überarbeitete
und erweiterte Auflage


Wild_Roder_Haus 3
Bernt Roder, Volker Wild

Haus 3

Haftort des sowjetischen Geheimdienstes und der Staatssicherheit in Berlin-Prenzlauer Berg
19.00 

Im Mai 1945 errichtete der sowjetische Geheimdienst in einem Gebäudekomplex an der Prenzlauer Allee/ Fröbelstraße einen Haftkeller. In den folgenden Jahren verschwanden dort Hunderte – Verdächtige, Schuldige und Unschuldige. Von 1950 bis 1957 führte der Staatssicherheitsdienst der DDR den Haftort fort.
Dieser Band erzählt die Geschichte von Haus 3 als erinnerte Geschichte und als Geschichte der Erinnerung. Er enthält Porträts der Häftlinge und Interviews mit denen, die das Projekt eines Denkzeichens für die Opfer auf den Weg gebracht haben. Darüber hinaus wird der künstlerische Wettbewerb zur Gestaltung des Denkzeichens dokumentiert.

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978-3-86331-014-1
232 Seiten

Voyage 2011

Voyage. Jahrbuch für Reise & Tourismusforschung

Das Hotel
22.00 

Herausgegeben von Nikola Langreiter, Klara Löffler und Hasso Spode

Jahrbuch für Reise- und Tourismusforschung, Band 9

Der Tourismus als eine der weltgrößten Wirtschaftsbranchen beeinflusst das Leben von Millionen Menschen – als Konsumenten und als Dienstleister. Als ein modernes „Kulturgut“ ist er aber noch immer wenig erforscht. Wo liegen die Triebkräfte, was bewirkt der Tourismus? Das interdisziplinäre Forum Voyage will diese Diskussion weiter voranbringen. Der neunte Band widmet sich dem Lebensraum Hotel.

 

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978-3-86331-064-6
237 Seiten

Weigelt_Umschlag
Andreas Weigelt

Judenmord im Reichsgebiet

Lieberose: Außenlager des KZ Sachsenhausen
24.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 76

Berichte und Zeugenaussagen von Opfern, Tätern und Zuschauern bilden die Grundlage dieser Studie über eines der größten jüdischen Häftlingslager in Deutschland. In dem ostbrandenburgischen Dorf Jamlitz gründete die Waffen-SS 1943 unter dem Namen der Nachbarstadt Lieberose ein Außenlager des KZ Sachsenhausen. Zur Errichtung des Truppenübungsplatzes „Kurmark“ waren neben politischen Häftlingen mehrere Tausend Juden aus ganz Europa, vor allem aus Polen und Ungarn, eingesetzt. Nur wenige Hundert von ihnen erlebten die Befreiung. Die Geschichte des Lagers Lieberose als Ort des Judenmordes wird in diesem Band erstmals umfassend dokumentiert.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2011 ISBN:
978-3-940938-69-5
414 Seiten

Ries_Umschlag
Birgit E. Klein, Rotraud Ries (Hrsg.)

Selbstzeugnisse und Ego-Dokumente frühneuzeitlicher Juden in Aschkenas

Beispiele, Methoden, Konzepte
24.00 

minima judaica, Band 10

Lange dienten vormoderne Selbstzeugnisse von Juden allenfalls als Quellen für positivistische Narrative, nur zögernd setzte eine Neubewertung der Quellengattung ein. Der vorliegende Band, der auf eine Tagung des interdisziplinären Forums „Jüdische Geschichte und Kultur in der Frühen Neuzeit“ in Düsseldorf zurückgeht, weitet den Blick. Er widmet sich Quellen, die Juden selbst schrieben, die deren mündliche Aussagen verschriftlichten oder das Urteil der Nachlebenden als Fremdbeschreibung festhielten. Konkret werden vorgestellt: Testamente, autobiografische Texte, Briefe, Aussagen vor Gericht, Supplikationen und Grabinschriften. Damit betritt der Band in methodischer und konzeptioneller Hinsicht Neuland.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2011 ISBN:
978-3-86331-018-9
359 Seiten

Schneppen_Umschlag
Heinz Schneppen

Walther Rauff – Organisator der Gaswagenmorde

Eine Biografie
19.00 

ZeitgeschichteN, Band 7

Als Gruppenleiter Technik im Reichssicherheitshauptamt war der SS-Standartenführer Walther Rauff maßgeblich an der Entwicklung der „Gaswagen“ beteiligt, die die Massenerschießungen der Einsatzkommandos ergänzen oder ersetzen sollten. Nach Kriegsende gelang ihm die Flucht. In Syrien und Italien arbeitete er für verschiedene Geheimdienste. 1949 setzte er sich nach Südamerika ab. Das von der Bundesrepublik betriebene Auslieferungsverfahren scheiterte 1963 aus formalen Gründen. Rauff, der 1984 in Santiago starb, wurde wegen seiner NS-Verbrechen nie belangt.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2011 ISBN:
978-3-86331-024-0
232 Seiten

Gieseke_Wentker_Umschlag
Jens Gieseke, Hermann Wentker (Hrsg.)

Die Geschichte der SED

Eine Bestandsaufnahme
19.00 

Die SED stand im Zentrum des Herrschaftssystems der DDR – sie bestimmte den Kurs in Politik und Wirtschaft und dirigierte die Staatssicherheit. Fast ein Fünftel der erwachsenen DDR-Bevölkerung war Mitglied der SED. Auch im Alltagsleben kam man an ihren Funktionären und ihrer Propaganda nicht vorbei.
Trotz ihrer Bedeutung ist die Geschichte der Partei -Ulbrichts und Honeckers keineswegs umfassend erforscht. Zehn führende Expertinnen und Experten entwerfen -Perspektiven der Parteigeschichte, die die Rolle der SED in der staatssozialistischen Gesellschaft greifbar machen.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2011 ISBN:
978-3-86331-042-4
272 Seiten

Lilienthal_Umschlag
Otti Binswanger-Lilienthal

Der Albatros

Ein Weg durch die Zeit. Jugend in Berlin – Leben in der Emigration
24.00 

Otti Binswanger-Lilienthal (1896–1971), Tochter des Architekten und Flugpioniers Gustav Lilienthal, zeichnet auf hohem literarischen Niveau ihren außergewöhnlichen Lebensweg nach: ihre Kindheit ausgangs des Kaiserreichs, ihr Erwachsenwerden in der Jugendbewegung während der Weimarer Zeit, das Exil mit ihrem jüdischen Ehemann in Italien und Neuseeland und die Rückkehr nach Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. Ihre Autobiografie besticht durch den klaren Blick auf das Zeitgeschehen. Otti Binswanger-Lilienthal porträtiert ein Leben, das sich trotz aller äußeren, zeitbedingten Widerstände in sozialem Engagement und Kreativität realisierte: als Gymnastiklehrerin, Künstlerin und Schriftstellerin.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2011 ISBN:
978-3-86331-039-4
285 Seiten

Kropachev_Umschlag
Sergei Kropachev

Von der Lüge zur Aufklärung

Verluste durch „Großen Terror“ und Krieg in der sowjetischen und russischen Historiografie
19.00 

Zeitgeschichten, Band 8

Aus dem Russischen übersetzt von Vera Ammer

Die gewaltigen Verluste an Menschen, die die Sowjetunion vor allem durch
die „Säuberungen“ 1937/38 und den „Großen Vaterländischen Krieg“ erlitt, wurden in unterschiedlichen Perioden ungleich dargestellt. Stalin sprach wider besseres Wissen von 7 Millionen Toten, seine Nachfolger von 20 Millionen, später war von 27 Millionen die Rede. Dahinter standen ideologische Absichten und verordnete Geschichtsbilder, die Sergei Kropachev offenlegt.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2011 ISBN:
978-3-86331-056-1
207 Seiten

Pekar_Umschlag
Thomas Pekar (Hrsg.)

Flucht und Rettung

Exil im japanischen Herrschaftsbereich (1933–1945)
24.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 81

Der Band versammelt Beiträge von Forscherinnen und Forschern aus China, Japan, Österreich und Deutschland, die aus historischer, interkultureller und kulturwissenschaftlicher Perspektive das jüdische und politische Exil während des Zweiten Weltkrieges in Japan und den zeitweilig von Japan kontrollierten Gebieten Ostasiens untersuchen. Neben den Besonderheiten des Exils im japanischen Herrschaftsbereich stehen die Schicksale einzelner Emigranten im Mittelpunkt, darunter Philosophen und Schriftsteller wie Karl Löwith, Kurt Bauchwitz, Kurt Singer, Architekten wie Bruno Taut und Musiker wie Klaus Pringsheim und Eta Harich-Schneider.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2011 ISBN:
978-3-86331-044-8
284 Seiten

Assmann_Kalnein_Umschlag
Wolfgang Assmann, Albrecht Graf v. Kalnein (Hrsg.)

Erinnerung und Gesellschaft

Formen der Aufarbeitung von Diktaturen in Europa
19.00 

Europa im 20. Jahrhundert – das ist auch eine Geschichte von Diktaturen und Widerstand, von politischer Gewalt und Zivilcourage. Die transnationale Bedeutung des Themas wurde bislang oft außer Acht gelassen. Eine sinnvolle Auseinandersetzung mit den Formen der Aufarbeitung von Diktaturen erfordert jedoch einen übergreifenden Blick. Hier setzt der Band an: Er thematisiert sowohl deutsche Diktaturgeschichte(n) als auch Fälle von Diktaturen und deren Aufarbeitung in anderen europäischen Ländern. Damit geht er der Frage nach, ob es einen gemeinsamen europäischen Erinnerungsraum gibt.
Die Beiträge verbinden den fachwissenschaftlichen Blick mit Perspektiven aus Literatur, bildender Kunst und Musik.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2011 ISBN:
978-3-86331-037-0
263 Seiten

Hess_Wünschmann_Umschlag
Christiane Heß, Julia Hörath, Dominique Schröder, Kim Wünschmann (Hrsg.)

Kontinuitäten und Brüche

Neue Perspektiven auf die Geschichte der NS-Konzentrationslager
19.00 

Herausgegeben von
Christiane Heß, Julia Hörath, Dominique Schröder, Kim Wünschmann

Fragen nach Kontinuitäten und Brüchen in der Entwicklungs- und Rezeptionsgeschichte standen im Mittelpunkt des 15. Workshops zur Geschichte der Konzentrationslager. Die Autorinnen und Autoren beleuchten das komplexe Wechselverhältnis zwischen Konzentrationslagern und deren Umwelt, die Repräsentation der KZ in der Bild- und Lagersprache der Häftlinge sowie Darstellungen von Lagern und Ghettos in der zeitgenössischen Presse und im Film; ferner werden Akteure und Profiteure des KZ-Systems in den Blick genommen. Der Band schließt mit Beiträgen zur juristischen Aufarbeitung der Verbrechen.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2011 ISBN:
978-3-86331-010-3
230 Seiten

Jahrbuch 20_Umschlag
Wolfgang Benz (Hrsg.)

Jahrbuch für Antisemitismusforschung 20 (2011)

21.00 

Herausgegeben von Wolfgang Benz

Das Jahrbuch für Antisemitismusforschung ist ein Forum für wissenschaftliche Beiträge zur Antisemitismus-, Vorurteils- und Minderheitenforschung und will dieses disziplinär breite Spektrum bündeln. Es ist deshalb fächerübergreifend und international vergleichend ausgerichtet. Es veröffentlicht Arbeiten zur Geschichte der Judenfeindschaft, zur nationalsozialistischen Verfolgungspolitik, zum Holocaust, zu Emigration und Exil, zum Rechtsextremismus, zu Minoritätenkonflikten und zur Theorie des Vorurteils.

Preis im Abonnement: 16.00 Euro

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2011 ISBN:
978-3-86331-030-1
335 Seiten

Feustel_Umschlag
Adriane Feustel

Das Konzept des Sozialen im Werk Alice Salomons

19.00 

Alice Salomon (1872–1948) ist eine der herausragenden deutschen Sozialreformerinnen und Feministinnen des 20. Jahrhunderts. Von den Nationalsozialisten im Jahr 1937 zur Emigration gezwungen, war sie auch im Nachkriegsdeutschland lange Zeit aus dem öffentlichen Gedächtnis verdrängt. Heute gilt sie als Wegbereiterin und Pionierin der professionellen Sozialen Arbeit und Ausbildung. Die Analyse ihres Werkes im Kontext der sozialen Umwälzungen und der großen politischen und philosophischen Debatten ihrer Zeit weist Alice Salomon darüber hinaus als Protagonistin der Moderne und eigenständige Vordenkerin einer sozialen Gesellschaft aus.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli 2011 ISBN:
978-3-86331-029-5
296 Seiten

Riedle_Umschlag
Andrea Riedle

Die Angehörigen des Kommandanturstabs im KZ Sachsenhausen

Sozialstruktur, Dienstwege und biografische Studien
22.00 

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 31

Die Studie befasst sich erstmals auf quantitativer Basis mit Sozialstruktur und Karrierewegen von Angehörigen eines Kommandanturstabs in einem Konzentrationslager und unterzieht die Werdegänge von vier SS-Unterführern des KZ Sachsenhausen einem Vergleich. Die Autorin kann zeigen, nach welchen Kriterien die SS-Führung ihr Personal für die Konzentrationslager aussuchte, welche Rolle die Ausbildung für das Funktionieren des KZ-Systems spielte und wie das Wissen der Männer für den Aufbau weiterer Konzentrationslager genutzt wurde.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli 2011 ISBN:
978-3-86331-007-3
284 Seiten

Ehresmann.Umschlag
Andreas Ehresmann, Philipp Neumann, Alexander Prenninger (Hrsg.)

Die Erinnerung an die nationalsozialistischen Konzentrationslager

Akteure, Inhalte, Strategien
19.00 

Der Sammelband, hervorgegangen aus dem 14. Workshop zur Geschichte der Konzentrationslager, befasst sich mit der Herausbildung, Veränderung und Repräsentation von Erinnerungen an die nationalsozialistischen Konzentrationslager. Vier thematische Blöcke stellen Arbeiten zu nationalen und transnationalen Erinnerungen an die Lager, vergessenen Opfergruppen, Erinnerungen von Tätern und KZ-Gedenkstätten als Erinnerungsorten vor. Die Untersuchungen sind zum Teil komparativ angelegt und weiten den Blick auf die europäische Dimension der Erinnerung.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli 2011 ISBN:
978-3-86331-009-7
256 Seiten

Apelt_Deutsche Einheit.Umschlag
Andreas H. Apelt, Eckhard Jesse (Hrsg.)

Deutsche Einheit

Blick zurück – Blick nach vorn. Ein studentischer Ideenwettbewerb
19.00 

Im Herbst 2010 schrieb die Deutsche Gesellschaft e. V. einen bundesweiten Ideenwettbewerb aus: Studierende aller Fachrichtungen beteiligten sich mit Essays zur Preisfrage „20 Jahre Wiedervereinigung – wie lässt sich die deutsche Einheit gemeinsam gestalten?“ Die vorliegende Publikation bietet einen breit gefächerten Überblick über den Ideenreichtum und die unterschiedliche Herangehensweise der jungen Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmer.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli 2011 ISBN:
978-3-86331-033-2
206 Seiten

Poznanski.Umschlag
Jakub Poznanski

Tagebuch aus dem Ghetto Litzmannstadt

24.00 

Aus dem Polnischen übersetzt und herausgegeben von Ingo Loose

Im Ghetto Litzmannstadt waren insgesamt über 200 000 Menschen eingesperrt, die meisten von ihnen wurden in Kulmhof und Auschwitz ermordet. Mit den Tagebüchern von Jakub Poznanski liegt einer der wichtigsten zeitgenössischen Texte zum Leben und Sterben in Litzmannstadt erstmals in deutscher Übersetzung vor. Zwischen 1941 und 1945 notiert der Autor eine Vielzahl von Details: vom Ghettoalltag und der Zwangsarbeit über die Deportationen in die Vernichtungslager bis hin zur Befreiung der letzten wenigen Überlebenden 1945.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli 2011 ISBN:
978-3-86331-015-8
354 Seiten

Michal Frankl
Michal Frankl

„Prag ist nunmehr antisemitisch“

Tschechischer Antisemitismus am Ende des 19. Jahrhunderts
24.00 

Studien zum Antisemitismus in Europa, Band 1

Wie in anderen europäischen Staaten entstand auch in den böhmischen Ländern ausgangs des 19. Jahrhunderts ein moderner Antisemitismus. Ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung erklärte die Juden, denen man die Schuld an gesellschaftlichen Missständen zuschrieb, zu Feinden der tschechischen Nation. Michal Frankl legt nun eine erste Gesamtdarstellung zur Geschichte des tschechischen Antisemitismus am Ende des 19. Jahrhunderts vor. Er stellt die verbreitete Reduzierung des tschechischen Antisemitismus auf den Nationalitätenkonflikt zwischen Tschechen und Deutschen infrage, deutet ihn gegen die vorherrschende Geschichtsschreibung in Tschechien als akutes gesellschaftliches und politisches Phänomen und beschreibt seinen weltanschaulichen und organisatorischen Aufstieg vor dem Hintergrund antisemitischer Bewegungen in Europa.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli 2011 ISBN:
978-3-86331-019-6
334 Seiten

A.Benz_Demjanjuk.Umschlag
Angelika Benz

Der Henkersknecht

Der Prozess gegen John (Iwan) Demjanjuk in München
19.00 

ZeitgeschichteN, Band 6

Von November 2009 bis Mai 2011 stand John (Iwan) Demjanjuk vor dem Landgericht München II – angeklagt der 27 900-fachen Beihilfe zum Mord, begangen 1943 im Vernichtungslager Sobibór. War der in einem Kriegsgefangenenlager rekrutierte Trawniki-Mann unbeteiligter Wachsoldat, williger Handlanger der SS oder Mörder aus eigenem Antrieb? Angelika Benz hat den Prozess von Anfang bis Ende beobachtet. Sie rekonstruiert die Verhandlungen, porträtiert Angeklagten, Richter, Staatsanwalt, Verteidiger und Nebenkläger und stellt die historischen Hintergründe dar. Momentaufnahmen aus dem Gerichtssaal geben einen präzisen Einblick in den Prozessalltag.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2011 ISBN:
978-3-86331-011-0
248 Seiten

Krause_2  Aufl
Johanna Krause

Zweimal verfolgt

Eine Dresdner Jüdin erzählt
18.00 

Bibliothek der Erinnerung, Band 13

Aufgezeichnet von Carolyn Gammon und Christiane Hemker

Johanna Krause, Tochter einer ungarischen Jüdin und eines deutschen Fabrikanten, wird 1935 zusammen mit ihrem nichtjüdischen Mann Max wegen Verstoßes gegen die Rassengesetze verhaftet und später zur Zwangsarbeit gezwungen. Sie ist bereits im achten Monat schwanger, als die Nazis ihr Kind abtrieben und Johanna sterilisierten. Ihr Leidensweg führt sie durch drei Konzentrationslager, ehe sie nach dem Krieg nach Dresden zurückkehrt, um ihren Mann zu suchen. Das Ehepaar Krause engagiert sich in den 50er-Jahren beim Aufbau der DDR, bis zu dem Tag, an dem Johanna feststellt, dass der neue Parteisekretär kein anderer ist als der SS-Offizier, der versucht hatte, sie zu vergewaltigen und zu ertränken. Bei dem Versuch, ihn anzuklagen, wird sie abermals, diesmal von der DDR-Obrigkeit, verfolgt. Johanna ist fortan antisemitischen Attacken ausgesetzt und kommt zusammen mit ihrem Mann erneut ins Gefängnis. „Zweimal verfolgt“ ist das Ergebnis zahlreicher Gespräche, die Carolyn Gammon und Christiane Hemker mit Johanna Krause bis zu deren Tod 2001 führten.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2011 ISBN:
978-3-86331-051-6
2. Aufl., 208 Seiten

Benz.Islamkritik_Umschlag
Wolfgang Benz

Antisemitismus und „Islamkritik“

Bilanz und Perspektive
19.00 

Gibt es einen neuen Antisemitismus? Nimmt Judenfeindschaft an Heftigkeit immer mehr zu? Ist Kritik an Israel eine neue Form von Antisemitismus oder existiert ein Tabu, nach dem Kritik an Israel in Deutschland verboten ist? Darf man Judenfeindschaft mit der Stigmatisierung anderer Minderheiten vergleichen?
Auf diese und weitere Fragen versucht Wolfgang Benz in einer Bilanz seiner langjährigen Beschäftigung mit aktueller Judenfeindschaft und ihren historischen Wurzeln Antwort zu geben. Vergleichende Genozidforschung ist für das Themenfeld ebenso notwendig wie vergleichende Vorurteilsforschung, deren zentraler Gegenstand der Antisemitismus ist. Sie darf deshalb die als „Islamkritik“ auftretende Feindschaft gegen Muslime nicht ignorieren.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2011 ISBN:
978-3-86331-012-7
203 Seiten

Morsch_Mielke.Umschlag
Siegfried Mielke, Günter Morsch (Hrsg.)

„Seid wachsam, dass über Deutschland nie wieder die Nacht hereinbricht.“ Gewerkschafter in Konzentrationslagern 1933–1945

19.00 

Gewerkschafter gehörten zu den frühesten und aktivsten Gegnern des Nationalsozialismus. Viele von ihnen bezahlten Widerspruch und Widerstand mit der Inhaftierung in Konzentrationslagern. Die hier versammelten 34 Biografien würdigen einen kleinen Teil dieser mutigen Männer und Frauen.
Neben ihrem Verfolgungsschicksal stellen sie die Gesamtpersönlichkeit, den Werdegang vor der Inhaftierung und, soweit sie die KZ-Haft überlebten, ihren Anteil am gewerkschaftlichen Wiederaufbau in der Nachkriegszeit vor und leisten damit auch einen Beitrag zur gewerkschaftlichen Erinnerungskultur.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2011 ISBN:
978-3-86331-031-8
240 Seiten