Gesamtverzeichnis


Bauer.Innere Bilder.Cover
Helmuth Bauer

Helmut Bauer, Innere Bilder wird man nicht los

Die Frauen im KZ-Außenlager Daimler-Benz Genshagen
39.90 

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 30

In der Genshagener Heide südlich von Berlin wurde im Herbst 1944 der nationalsozialistische Kriegsmusterbetrieb Daimler-Benz Genshagen zum Konzentrationslager für 1100 Frauen aus Ravensbrück.
Helmuth Bauer stellt den Bilddokumenten und Darstellungen zur Unternehmens-geschichte seinen in zwei Jahrzehnten angesammelten Schatz an Biografien, Fotografien und Erinnerungen der Überlebenden gegenüber. Eine besondere Würdigung erfahren Edit Kiss und der Zyklus Deportation, den die ungarische Bildhauerin unmittelbar nach ihrer Befreiung gemalt hat. Wir sehen „innere Bilder“, die die Künstlerin nicht mehr losgelassen haben.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2010 ISBN:
978-3-940938-88-6
704 Seiten

Hirsch_Schtetl.Umschlag
Luise Hirsch

Vom Schtetl in den Hörsaal: Jüdische Frauen und Kulturtransfer

24.00 

minima judaica, Band 9

„Was motivierte jüdische Frauen in so erstaunlicher Zahl zum Studium an Universitäten des Kaiserreichs? Dem geht Luise Hirsch am Beispiel der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin nach, an der bis 1914 ein Viertel der Studentinnen jüdisch war. Erstmals unterscheidet sie zwischen den deutschen Studentinnen und denen aus dem Zarenreich – zwei kulturell und sozial völlig getrennte Gruppen. Beide aber profitierten nicht nur von der traditionellen Hochschätzung intellektuellen Lernens im Judentum, sondern auch vom Ausschluss von diesem religiösen Ideal der Männlichkeit, das Frauen mehr weltliche Bildung erlaubt hatte. Die Studentinnen aus Osteuropa, meist aus dem Kleinbürgertum des Schtetl kommend, standen dem traditionellen Judentum näher als die eher bürgerlichen deutschen Studentinnen. Was die russischen Studentinnen vor allem unterschied, war der Einfluss der Praxis weiblicher Berufstätigkeit der Jüdinnen im Zarenreich, orientiert an Selbstständigkeit und Durchsetzungskraft. Auch der russische Nihilismus propagierte Gleichberechtigung und Erwerbstätigkeit der Frau. Geprägt von diesem unbürgerlichen Geschlechtsideal, waren die russischen Studentinnen Pionierinnen des Frauenstudiums in Deutschland und der Schweiz.
Anhand zahlreicher Memoiren wird die so unterschiedliche Lebenswelt beider Gruppen veranschaulicht. Russische Studentinnen lebten oft in Armut und promovierten meist in Medizin. Deutsche Jüdinnen wählten auch andere Fächer und bildeten nach 1918 die Mehrheit der Habilitandinnen. Ihre Lebenswege können oft über erste Karrieren in der Weimarer Zeit bis zur Zerstörung durch den Nationalsozialismus dargestellt werden.
Diese transnationale und interkulturelle Studie kommt zu dem interessanten Schluss, dass die jüdische Minderheit die Avantgarde des Frauenstudiums bildete, gefolgt von der christlichen Mehrheit – dass also der Kulturtransfer von der Minderheit zur Mehrheit verlief, weil sich die kulturellen Werte beider hinreichend nahestanden.“
Prof. Dr. Monika Richarz

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2010 ISBN:
978-3-940938-74-9
400 Seiten

Stirn_Traumschiffe_Umschlag
Andreas Stirn

Traumschiffe des Sozialismus

Die Geschichte der DDR-Urlauberschiffe 1953–1990
29.90 

Als 1960 die „Völkerfreundschaft“ als erstes ostdeutsches Urlauberschiff in See stach, war ein ehrgeiziges DDR-Projekt gestartet: „Verdiente Werktätige“ sollten Ferien auf den Weltmeeren machen. Die erste wissenschaftliche Darstellung zur Geschichte der DDR-Urlauberschiffe erzählt von den frühen Planungen der SED, der Spendenaktion zum Bau der „Fritz Heckert“, von Fluchtversuchen nach dem Mauerbau und von der Begegnung von West- und Ostdeutschen auf der „Arkona“.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2010 ISBN:
978-3-940938-79-4
815 Seiten

2. Aufl.


Büge_1470 KZ.Umschlag
Emil Büge

1470 KZ-Geheimnisse

Heimliche Aufzeichnungen aus der Politischen Abteilung des KZ Sachsenhausen Dezember 1939 bis April 1943
24.00 

Der Reklamefachmann Emil Büge nutzt als Häftling des KZ Sachsenhausen seine Position als Hilfskraft in der Politischen Abteilung der KZ-Kommandantur für seinen persönlichen Rachefeldzug gegen die SS: Dreieinhalb Jahre macht er heimlich Abschriften aus den Akten, die die Willkür und Brutalität von Gestapo und SS, Einzelschicksale von Häftlingen und die Vernichtung ganzer Häftlingsgruppen dokumentieren. Büge kann seine Notizen zwar aus dem Lager schmuggeln, aber sie weder den Alliierten zuspielen noch später veröffentlichen.
1950 nimmt er sich das Leben. Seine Notizen vermitteln einen faszinierenden Einblick in die abgeschlossene Innenwelt und das Schicksal lange vergessener Opfergruppen des Konzentrationslagers der Reichshauptstadt Berlin.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2010 ISBN:
978-3-86331-001-1
480 Seiten

Jelitzki:Wetzel_Umschlag
Jana Jelitzki, Mirko Wetzel

Über Täter und Täterinnen sprechen

Nationalsozialistische Täterschaft in der pädagogischen Arbeit von KZ-Gedenkstätten
19.00 

Die Genese des Holocaust ist ohne den Blick auf die Verantwortlichen des nationalsozialistischen Massenmords nicht zu verstehen. Davon ausgehend untersucht die Studie gedenkstättenpädagogische Konzepte zur Auseinandersetzung mit Täterschaft. Sie fragt danach, wie Täter und Täterinnen dargestellt werden und welche Aspekte für die Vermittlung unter pädagogischen Gesichtspunkten von Bedeutung sind. Grundlage der Untersuchung bilden Interviews mit Gedenkstättenpädagogen sowie die Analyse zweier Expositionen der KZ-Gedenkstätten Neuengamme und Ravensbrück, in denen die Täter und Täterinnen im Zentrum stehen.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2010 ISBN:
978-3-940938-48-0
296 Seiten

Beleites_Klassenkampf_Umschlag
Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf, Michael Beleites, Robert Grünbaum (Hrsg.)

Klassenkampf gegen die Bauern

Die Zwangskollektivierung der ostdeutschen Landwirtschaft und ihre Folgen bis heute
16.00 

Die Umgestaltung der DDR-Landwirtschaft nach sowjetischem Modell folgte ideologischen Vorgaben: Es ging um die Eliminierung der Bauern als Klasse, um eine flächendeckende Proletarisierung des Bauernstandes. Fünfzig Jahre nach dem Abschluss der Zwangskollektivierung im Frühjahr 1960 beleuchten Zeitzeugen, Journalisten und Historiker dieses geschichtliche Ereignis und seine gravierenden Folgen aus unterschiedlichen Perspektiven. Auch nach 20 Jahren Deutscher Einheit und EU-Subventionen sind kommunistisch geprägte Agrarstrukturen eine Herausforderung für die Zukunftsfähigkeit der ländlichen Räume Ostdeutschlands.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2010 ISBN:
978-3-940938-96-1
167 Seiten

Layout 1
Renate Eichmeier, Edith Raim (Hrsg.)

Zwischen Krieg und Liebe

Der Dichter Jehuda Amichai
20.00 

Die Gedichte von Jehuda Amichai (geboren 1924 in Würzburg, gestorben 2000 in Jerusalem) spiegeln ein intensives, konfliktreiches Leben voller Sinnlichkeit und Humor. „Ich bin kein Dichter, ich bin ein Mensch, der Gedichte schreibt.“ So hat er sich selbst beschrieben und so sind seine Gedichte und seine literarischen Arbeiten insgesamt zu verstehen. Obwohl seine Arbeiten in über dreißig Sprachen übersetzt wurden, ist Jehuda Amichai in Deutschland weitgehend unbekannt. Der Band versucht eine Annäherung an Leben und Werk und enthält neben autobiografischen Aufzeichnungen und bisher unübersetzten Gedichten Beiträge von Literaten, Literaturwissenschaftlern und Historikern über verschiedene Aspekte seines literarischen Schaffens.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2010 ISBN:
978-3-940938-98-5
221 Seiten

Benz:Benz_Gewalt.Umschlag
Ute Benz, Wolfgang Benz

Gewalt zwischen den Generationen

Strukturen extremen gesellschaftlichen Verhaltens
17.00 

Gewalt als gesellschaftliches Phänomen geschieht immer in einem historischen, politischen, sozialen und familiären Umfeld. Exzesse sind nicht als Pathologie Einzelner oder von Gruppen zu verstehen. Die Beiträge des Bandes untersuchen strukturell wirksame Zusammenhänge von Gewalt und fragen nach den Einflüssen von bewussten und unbewussten Tradierungen, Idealen, Idealisierungen und Leitbildern. Diese sind unvermeidlich mit Mustern von Entwertungen und Versagensängsten verknüpft, die von einer Generation an die nächste weitergegeben werden.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2010 ISBN:
978-3-940938-95-4
200 Seiten

Jahrbuch_19_Umschlag
Wolfgang Benz (Hrsg.)

Jahrbuch für Antisemitismusforschung 19 (2010)

21.00 

Das Jahrbuch für Antisemitismusforschung ist ein Forum für wissenschaftliche Beiträge zur Antisemitismus-, Vorurteils- und Minderheitenforschung und will dieses disziplinär breite Spektrum bündeln. Es ist deshalb fächerübergreifend und international vergleichend ausgerichtet. Es veröffentlicht Arbeiten zur Geschichte der Judenfeindschaft, zur nationalsozialistischen Verfolgungspolitik, zum Holocaust, zu Emigration und Exil, zum Rechtsextremismus, zu Minoritätenkonflikten und zur Theorie des Vorurteils.

Preis im Abonnement: 16.00 Euro

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2010 ISBN:
978-3-940938-92-3
416 Seiten

Petrov_Umschlag
Nikita Petrov

Die sowjetischen Geheimdienstmitarbeiter in Deutschland

Der leitende Personalbestand der Staatssicherheitsorgane der UdSSR in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands und der DDR von 1945–1954. Biografisches Nachschlagewerk
39.90 

Herausgegeben von Memorial International, Moskau

Der sowjetische Geheimdienst in der SBZ-DDR hatte den Auftrag, die sozialistische Diktatur in Ostdeutschland zu etablieren, zu stabilisieren und die deutschen Staatssicherheitsorgane zu unterweisen. Nikita Petrov konnte annähernd 1000 Mitarbeiter identifizieren. Das Handbuch ist nicht nur für ehemals Verfolgte und deren Angehörige von besonderem Wert, sondern gibt auch der historischen Forschung grundlegendes Material an die Hand.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2010 ISBN:
978-3-940938-80-0
774 Seiten

Revolution und Einheit

Revolution und Einheit

Schlaglichter einer Zeitenwende
19.00 

Herausgegeben von der Kooperative Berlin in Zusammenarbeit mit Andreas Stirn
und Jochen Thermann

Der Mauerfall symbolisiert das Ende des Kalten Krieges, die deutsche Einheit besiegelt es. 20 Jahre nach der Epochenwende haben die Autoren der Webseite „Revolution und Einheit“ Analysen verfasst, an historische Momente erinnert, Zeitzeugen interviewt, mit Historikern gesprochen und Seitenblicke gewagt.
Von der Solidarnosc über die Fluchtbewegung nach Ungarn, von der Botschaftsbesetzung in Prag zu den Demonstrationen in Dresden, Plauen und Leipzig, vom Mauerfall bis zur Besetzung der Stasizentrale, von der ersten und letzten freien Volkskammerwahl bis zu den diplomatischen Kabinettstückchen zwischen Moskau, Bonn und Washington wurde der historische, der revolutionäre Verlauf zweier Jahre verfolgt. Die besten Essays, Interviews, Analysen und Geschichten sind nun in einem Buch gebündelt.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2010 ISBN:
978-3-940938-97-8
224 Seiten

Apelt_Der Weg.Umschlag
Andreas H. Apelt, Robert Grünbaum, Martin Gutzeit (Hrsg.)

Der Weg zur Deutschen Einheit

Mythen und Legenden
19.00 

Die Vereinigung Deutschlands im Jahr 1990 war ein historisches Jahrhundertereignis. Rund um den Vereinigungsprozess entstanden Mythen und Legenden, die das Geschichtsbild der Deutschen bis heute beeinflussen. Der Sammelband dokumentiert die Ergebnisse einer Konferenz, auf der sich 20 Jahre nach dem historischen Ereignis Zeitzeugen, Politiker und Wissenschaftler in Vorträgen und Diskussionsrunden mit dem Weg zur Deutschen Einheit auseinandersetzten.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2010 ISBN:
978-3-940938-91-6
267 Seiten

Riedel_Umschlag
Dirk Riedel

Ordnungshüter und Massenmörder im Dienst der „Volksgemeinschaft“: Der KZ-Kommandant Hans Loritz

24.00 

Geschichte der Konzentrationslager 1933–1945, Band 12

Acht Jahre stand der Augsburger Ex-Polizist Hans Loritz an der Spitze der Konzentrationslager Esterwegen, Dachau und Sachsenhausen, ehe er 1942 die Führung von Gefangenenlagern der SS in Norwegen übernahm. Loritz übte als dienstältester KZ-Kommandant starken Einfluss auf die SS-Karrieren anderer Täter aus, unterhielt gute Beziehungen zur Nachbarschaft der Lager und verfügte über weitreichende Handlungsspielräume.
Der ebenso rücksichtslose wie korrupte Lagerkommandant trieb im Dienst der „Volksgemeinschaft“ die Eskalation der Gewalt bis hin zum Massenmord zielstrebig voran.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2010 ISBN:
978-3-940938-63-3
424 Seiten

DiPalma_Umschlag
Francesco Di Palma

Liberaler Sozialismus in Deutschland und Italien im Vergleich

Das Beispiel Sopade und Giustizia e Libertà
24.00 

Die Lehre des liberalen Sozialismus erfuhr ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einen beachtlichen Aufschwung. Dieser Entwicklung geht die vorliegende Studie nach, indem sie die Geschichte der Sopade, des Rumpfvorstands der SPD, und der italienischen Giustizia & Libertà rekonstruiert und vergleicht. Die Analyse ihrer ideologischen und organisatorischen Entfaltung greift Parallelen und Unterschiede im Kontext der nationalen politischen Traditionen auf und beschreibt die Auseinandersetzung der Parteien mit den sich etablierenden Diktaturen. Besonderes Augenmerk gilt den Widerstandsjahren im Exil (1922–1945). Dabei werden Formen, Möglichkeiten und Grenzen des politisch-ideologischen Austauschs vor dem Hintergrund der gesamteuropäischen Diskussion über die Probleme des Sozialismus ausgeleuchtet. Damit stellt der Band einen Beitrag zur Erforschung der teilweise in Vergessenheit geratenen sozialistischen Kultur der Zwischenkriegszeit, des „dritten Weges“, dar.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2010 ISBN:
978-3-940938-81-7
374 Seiten

Grünbaum_Dt. Einheit.Umschlag
Robert Grünbaum

Deutsche Einheit

Ein Überblick 1945 bis heute
19.00 

Die Friedliche Revolution in der DDR und die deutsche Einheit 1990 gehören zu den herausragenden Ereignissen der Geschichte. Zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands fasst Robert Grünbaum Ursachen, Rahmenbedingungen und Verlauf des Wandels zusammen und analysiert den Vereinigungsprozess und seine Auswirkungen bis in die Gegenwart.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2010 ISBN:
978-3-940938-94-7
206 Seiten

Morsch:Reich_Totenbuch_Umschlag

Totenbuch sowjetisches Speziallager Nr. 7/Nr. 1 in Weesow und Sachsenhausen 1945–1950

24.00 

Herausgegeben von der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen /
Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Bearbeitet von Ines Reich

Im sowjetischen Speziallager Nr. 7/Nr. 1 in Weesow und Sachsenhausen hielt der sowjetische Geheimdienst bis Anfang 1950 etwa 60 000 Menschen gefangen. Es war damit das größte der zehn Speziallager, die auf dem Territorium der SBZ und späteren DDR eingerichtet wurden und in denen insgesamt mehr als 43 000 Menschen, davon etwa 12 000 in Sachsenhausen, starben. Durch das Totenbuch sollen die Opfer dem von den Tätern beabsichtigten Verschweigen und Vergessen entrissen werden.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2010 ISBN:
978-3-940938-93-0
374 Seiten

Kohlhagen_Umschlag
Erich Kohlhagen

Zwischen Bock und Pfahl

77 Monate in den deutschen Konzentrationslagern
16.00 

ÜberLebenszeugnisse, Band 4

Erich Kohlhagen wurde 1938 von den Nationalsozialisten verhaftet. Als jüdischer Häftling überlebte er die Konzentrationslager Sachsenhausen, Groß Rosen, Auschwitz und Mittelbau-Dora.
1946 brachte er seine Erinnerungen an die spezifischen Grausamkeiten der einzelnen Lager wie die „Isolierung“ und den Zellenbau in Sachsenhausen, die Steinbrüche in Groß Rosen, den Todesmarsch aus Auschwitz und die unterirdische Raketen-Produktion in Mittelbau-Dora zu Papier.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2010 ISBN:
978-3-940938-73-2
163 Seiten

Schaffer_Als ich
Paul Schaffer

Als ich in Auschwitz war

Bericht eines Überlebenden
17.00 

Bibliothek der Erinnerung, Band 20

Mit einem Vorwort von Simone Veil

Paul Schaffer wächst als jüngster Sohn einer jüdischen Familie in Wien auf. Nach dem Novemberpogrom 1938 flieht er mit seinen Eltern nach Belgien und Südfrankreich. Dort wird er zunächst interniert, danach mit seiner Mutter und Schwester über Drancy nach Auschwitz deportiert. Die Frauen werden sofort ermordet. Paul überlebt als Zwangsarbeiter bei Siemens-Schuckert.
Nach der Evakuierung des Außenlagers Bobrek gelingt ihm auf abenteuerlichen Wegen die Flucht nach Frankreich.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2010 ISBN:
978-3-940938-76-3
152 Seiten

Benz_Vorurteile.Umschlag
Wolfgang Benz (Hrsg.)

Vorurteile in der Kinder- und Jugendliteratur

19.00 

Positionen – Perspektiven – Diagnosen, Band 5

Ressentiments gegen Minderheiten in Jugendbüchern, Schullektüren, Comics oder Serien des unterhaltenden Genres sind oft nicht auf den ersten Blick erkennbar. Im Kindes- und Jugendalter erworben, bleiben sie besonders wirksam und bestimmen das Weltbild vieler Erwachsener. Die Folgen können Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt gegenüber ethnischen, kulturellen, sozialen oder sexuellen Minderheiten sein.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2010 ISBN:
978-3-940938-75-6
245 Seiten

Steegmann_Struthof_Umschlag
Robert Steegmann

Das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof und seine Außenkommandos an Rhein und Neckar 1941–1945

24.90 

In den Jahren 1941 bis 1945 ließ das nationalsozialistische Regime etwa 52 000 Häftlinge aus allen Teilen Europas in das KZ Natzweiler-Struthof im Elsass deportieren. Sie sollten dort und in den angegliederten Außenlagern auf beiden Seiten des Rheins Zwangsarbeit leisten. Im Laufe seines Bestehens entwickelte sich Struthof von einem Arbeits- zu einem Todeslager. Nahezu 22 000 Häftlinge starben an Hunger, Entkräftung, Krankheiten – oder wurden direkt ermordet. Die Überlebenden wurden von deutschen Unternehmen, insbesondere in Baden-Württemberg und dem Elsass, erbarmungslos ausgebeutet.
Robert Steegmann ist es in jahrelangen Forschungen gelungen, die Geschichte des KZ Natzweiler-Struthof akribisch zu recherchieren und die Schicksale der massenhaft zu Sklaven degradierten Menschen zu rekonstruieren.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2010 ISBN:
978-3-940938-58-9
584 Seiten

Bergmann_Fs.Umschlag
Werner Bergmann

Soziologische Studien

Zeit, Lebenswelt und soziale Bewegungen
24.00 

Herausgegeben von Michael Kohlstruck, Daniel Krüger und Ulrich Wyrwa

Werner Bergmann, Professor am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin, ist als Autor soziologischer und historischer Schriften zum Antisemitismus bekannt. Weniger bekannt ist indes, dass er vor und neben seinem heutigen Arbeitsschwerpunkt durch eine Vielzahl von Studien zu einer bemerkenswert breiten Palette von Themen, Fragen und Problemen der Soziologie hervorgetreten ist. Anlässlich seines 60. Geburtstags machen die Herausgeber Michael Kohlstruck, Daniel Krüger und Ulrich Wyrwa auf jene Arbeiten von Werner Bergmann aufmerksam, die sich insbesondere mit Zeit, Lebenswelt und sozialen Bewegungen befassen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2010 ISBN:
978-3-940938-77-0
376 Seiten

Schmidt-Tillmann_Umschlag
Klaus Schmidt

„Ich habe aus Mitleid gehandelt“

Der Kölner Waisenhausdirektor und NS-„Euthanasie“-Beauftragte Friedrich Tillmann (1903–1964)
19.00 

Der christlich geprägte Nationalsozialist Friedrich Tillmann, der in Köln als angesehener Waisenhausdirektor jüdische Kinder vor dem Zugriff der Gestapo schützte, wirkte 1940/41 in Berlin als Büroleiter bei der „Aktion T4“ mit. Der ersten zentral organisierten Massenmordaktion im Nationalsozialismus fielen in Heil- und Pflegeanstalten mehr als 70 000 Kranke und Behinderte zum Opfer.
Nach 1945 arbeitete Tillmann als Heimleiter in Opladen, Wolfsburg und Castrop-Rauxel. Die Enthüllung seiner Vergangenheit im Jahr 1960 erschütterte die Öffentlichkeit. 1964 fand der wegen Beihilfe zum Krankenmord Angeklagte durch den Sturz aus einem Kölner Verwaltungshochhaus den Tod.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2010 ISBN:
978-3-940938-71-8
223 Seiten

Stark_Gezeichneten.Umschlag
Meinhard Stark

Die Gezeichneten

Gulag-Häftlinge nach der Entlassung
24.00 

Von Mitte der 1920er- bis weit in die 1950er-Jahre hinein mussten zwischen 15 und 18 Millionen Gefangene Zwangsarbeit im Gulag, dem sowjetischen Straflagersystem, leisten. Über das Leben der Entlassenen ist bislang kaum etwas bekannt. Ihre Erfahrungen stehen im Mittelpunkt dieser Darstellung. Meinhard Stark hat mehr als einhundert ehemalige Gulag-Häftlinge in Russland, Kasachstan, Polen, Litauen und Deutschland für seine Forschungen befragt. Nach langen Haftstrafen mussten sie ihr Leben völlig neu ordnen, ihren Berufsweg finden und mit der traumatischen Vergangenheit umgehen – dies auf unterschiedliche Weise in Ost und West. Dass die Staatssicherheit die einstigen Gulag-Häftlinge akribisch registrierte, bei Bedarf „operativ bearbeitete“, teils auch erneut inhaftierte, belegen bis dato völlig unbekannte Archivdokumente.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2010 ISBN:
978-3-940938-72-5
432 Seiten

Benz_Der Ewige Jude.Umschlag
Wolfgang Benz

„Der ewige Jude“

Metaphern und Methoden nationalsozialistischer Propaganda
19.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 75

Die nationalsozialistische Propaganda benutzte die literarische Figur des ewigen Juden als Metapher des Hasses und instrumentalisierte sie für verschiedene mediale Darbietungen. In München wurde ab November 1937 die Ausstellung „Der ewige Jude“ gezeigt. Die Inszenierung, deren Zweck es war, Abscheu vor Juden zu erregen, wanderte nach Wien, Berlin und in andere Städte. Die Ausstellung bildete die Grundlage für den gleichnamigen Propagandafilm, der im November 1940 Premiere hatte. Der Film bediente sich derselben Methoden wie die Ausstellung: Diskriminierung, Denunziation, Stigmatisierung. Er wurde im ganzen deutschen Herrschaftsgebiet gezeigt mit dem Ziel, Antisemitismus zu stimulieren und die Bevölkerung auf den Judenmord vorzubereiten.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2010 ISBN:
978-3-940938-68-8
176 Seiten

Kaienburg_Umschlag
Hermann Kaienburg

Nationalsozialistische Konzentrationslager 1933–1945: Die Veränderung der Existenzbedingungen

19.00 

Geschichte der Konzentrationslager 1933–1945, Band 11

Die Geschichte der NS-Konzentrationslager weist immer wieder Veränderungen in den Existenzbedingungen auf. Von den ersten „Schutzhaftlagern“ 1933 bis zu den Massenmorden während des Zweiten Weltkriegs lassen sich Kontinuitäten, aber auch Zäsuren und neue Entwicklungen feststellen. Die Bedingungen wurden härter und unmenschlicher, sie kulminierten während des Zweiten Weltkriegs in Verelendung, Seuchen, Massensterben und Massenmorden.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2010 ISBN:
978-3-940938-37-4
245 Seiten

Apelt_Wiedervereinigugn
Andreas H. Apelt (Hrsg.)

Der Weg zur Wiedervereinigung

Voraussetzungen – Bedingungen – Verlauf
16.00 

Zum 20. Jahrestag der Konstituierung des Zentralen Runden Tisches, der die ersten demokratischen Wahlen in der DDR vorbereiten sollte, veranstaltete die Deutsche Gesellschaft e. V. am 7. Dezember 2009 ein Symposium, in dessen Mittelpunkt die Ursachen, Inhalte und Ziele der Friedlichen Revolution standen. Die Ergebnisse dieser Veranstaltung finden sich im vorliegenden Dokumentationsband.

Download cover Inhaltsverzeichnis Februar 2010 ISBN:
978-3-940938-70-1
119 Seiten

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Andreas H. Apelt, Martin Gutzeit, Gerd Poppe (Hrsg.)

Die deutsche Frage in der SBZ und DDR

Deutschlandpolitische Vorstellungen von Bevölkerung und Opposition 1945–1990
22.00 

Im Jubiläumsjahr „20 Jahre Mauerfall“ veranstalteten die Deutsche Gesellschaft e. V., der Landesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur die Konferenz „Die deutsche Frage in der SBZ und DDR. Deutschlandpolitische Vorstellungen von Bevölkerung und Opposition 1945–1990“. Vom 18. bis 20. Februar 2009 diskutierten Historiker und Politologen mit Zeitzeugen und Akteuren der Friedlichen Revolution.
Die Ergebnisse finden sich in diesem Dokumentationsband.

Download cover Inhaltsverzeichnis Februar 2010 ISBN:
978-3-940938-60-2
287 Seiten

Pelger_Wissenschaft
Gregor Pelger

Wissenschaft des Judentums und englische Bibliotheken

Zur Geschichte historischer Philologie im 19. Jahrhundert
24.00 

minima judaica, Band 8

Mit ihrer Hinwendung zur historischen Philologie entwarf die junge Wissenschaft des Judentums als Disziplin ohne jede institutionelle Organisation ein neuartiges Selbstverständnis. Materialien für die historisch-kritische Forschung waren allerdings schwer zugänglich, fundierte Quellenerschließung forderte außergewöhnliches Engagement. Die Studie verfolgt die Lebenswege deutsch-jüdischer Wissenschaftler, wie sie – insbesondere im zunehmenden imperialen Wettstreit um Kulturgüter – aufs Engste mit den Schicksalen von Handschriften und Büchern verbunden waren. Vor allem die Erarbeitung berühmter hebräischer Sammlungen in englischen Bibliotheken schuf eine Konstellation, die sowohl die kritische Erschließung jüdischer Literatur ermöglichte als auch wesentliche Aspekte jüdischen Selbstverständnisses hervortreten ließ. Die Bibliothek erlangte als transnationaler Stauraum für die Wissenschaft des Judentums unschätzbare Bedeutung.

Download cover Inhaltsverzeichnis Februar 2010 ISBN:
978-3-940938-62-6
383 Seiten

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Wanja Hargens

Der Müll, die Stadt und der Tod

Rainer Werner Fassbinder und ein Stück deutscher Zeitgeschichte
19.00 

ZeitgeschichteN, Band 5

An keinem anderen Theaterstück der Nachkriegszeit entzündeten sich so hitzige Debatten wie an Rainer Werner Fassbinders „Der Müll, die Stadt und der Tod“. Zur Provokation gehört eine ambivalente jüdische Figur, die teilweise philosemitisch, teilweise antisemitisch gedeutet wurde. Der Vorwurf, das Stück sei antisemitisch, führte zur Makulierung der Erstauflage des bei Suhrkamp erschienenen Textes. Eine Bühnenbesetzung in Frankfurt am Main verhinderte die Uraufführung. Im Herbst 2009 ist das Stück erstmals in Deutschland öffentlich aufgeführt worden. Genau und umsichtig betrachtet Wanja Hargens Fassbinders Stück und dessen Entstehungskontext. Als Teil der deutsch-jüdischen Nachkriegsgeschichte wird seine Wirkung kritisch rekonstruiert. Es entsteht ein fesselnder Beitrag zur bundesrepublikanischen Politik- und Mentalitätsgeschichte.

Download cover Inhaltsverzeichnis Februar 2010 ISBN:
978-3-938690-81-9
277 Seiten

Festschrift Wippermann

Ideengeschichte als politische Aufklärung

Festschrift für Wolfgang Wippermann zum 65. Geburtstag
29.90 

Herausgegeben von Stefan Vogt, Ulrich Herbeck, Ruth Kinet, Susanne Pocai und Bernard Wiaderny

Wolfgang Wippermann hat in seinem Werk regelmäßig Themen aufgegriffen, die von der deutschen Historiografie ignoriert oder umgangen wurden. Damit hat er die vergleichende Faschismus-, die historische Rassismus- und Antisemitismusforschung und die Analyse des rassistischen Grundcharakters des Nationalsozialismus ebenso entscheidend geprägt wie die Erforschung des Verhältnisses zwischen Deutschland und Osteuropa und die Forschung zur Politik mit der Vergangenheit. Die Festschrift ehrt mit Wolfgang Wippermann einen Historiker, dessen wissenschaftliche Arbeit immer zugleich kritische politische Intervention ist: Ideengeschichte als politische Aufklärung.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2010 ISBN:
978-3-940938-66-4
598 Seiten