Gesamtverzeichnis


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Inge Deutschkron

Auschwitz war nur ein Wort

Berichte über den Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963–1965
24.00 

Herausgegeben und aus dem Englischen übertragen von Beate Kosmala

Über den ersten Frankfurter Auschwitzprozess (1963–1965), der die Deutschen mit der Judenvernichtung konfrontierte und die deutsche Gesellschaft nachhaltig veränderte, berichtete auch die Journalistin Inge Deutschkron. Vielen wurde sie bekannt durch ihre Überlebensgeschichte als verfolgte Jüdin im Berliner Untergrund. Der Band, eine Hommage an Inge Deutschkron, versammelt einen Großteil ihrer täglichen Berichte aus Frankfurt nach Tel Aviv, die sie als Bonner Deutschlandkorrespondentin der israelischen Zeitung Maariv verfasste, sowie einige Reportagen über den Auschwitz-Prozess. Sie stand vor der fast unlösbaren Aufgabe, das Grauen von Auschwitz und die Versuche, diesem Verbrechen mit juristischen Mitteln zu begegnen, ihren israelischen Lesern nahezubringen, unter denen viele Überlebende waren.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2018 ISBN:
978-3-86331-417-0
328 Seiten

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Arbeit – Bewegung – Geschichte

Zeitschrift für historische Studien 2018/III
14.00 

Schwerpunkt:
Alte und Neue soziale Bewegungen

Die „Neuen Sozialen Bewegungen“ waren das Protestphänomen der 1970er-Jahre. Statt Klassenkampf beschäftigte sich die Linke mit Frauenemanzipation, Weltfrieden, Umwelt- und Denkmalschutz. Kritik wurde laut am orthodoxen Kommunismus, Sozialdemokratischen Fortschritsoptimismus und der gewerkschaftlichen Fixierung auf Lohn- und Tariffragen. Doch war diese Abgrenzung zwischen „Neu“ und „Alt“ wirklich so eindeutig? Stand die Arbeiterklasse nur neben den Sozialen Bewegungen – oder war sie nicht doch dabei?

Erscheinungsweise: 3-mal jährlich (Januar, Mai, September)

Einzelheftpreis: 14,– Euro
Jahresabonnement Inland (3 Hefte): 35,– Euro
Jahresabonnement Ausland (3 Hefte): 45,– Euro
Print & Online: 50,– Euro
Alle Preise einschl. Porto und MwSt.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2018 ISSN:
2366-2387
ISBN: 978-3-86331-432-3 223 Seiten

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Wolfgang Benz

Gewalt im November 1938

Die „Reichskristallnacht“ – Initial zum Holocaust
19.00 

Mit der „Reichskristallnacht“ begann offene Gewalt gegen Juden, staatlich inszeniert, ausgeübt nicht nur von fanatischen Nationalsozialisten, sondern auch von Menschen, die zuvor freundliche Nachbarn und friedliche Mitbürger waren. Die Gewalt im November 1938 – Brandstiftung gegen Synagogen, Plünderung und öffentliche Misshandlung der Juden – war ein Rückfall in finstere Barbarei. Ihr folgten die Beraubung und Entrechtung der Juden durch die Regierung, die NSDAP und eine willfährige Bürokratie, Anfang 1939 war die wirtschaftliche und öffentliche Existenz der deutschen Juden zerstört. Ghettoisierung in „Judenhäusern“, Reglementierung des Alltags, Zwangsarbeit und schließlich völliger Rechtlosigkeit folgten das Verbot der Auswanderung, die Kennzeichnung mit dem „Judenstern“, die Deportation in Ghettos und Vernichtungsstätten im Osten und der organisierte systematische Judenmord. Die „Reichskristallnacht“ war der Auftakt zum Holocaust.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2018 ISBN:
978-3-86331-421-7
232 Seiten

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Winfried Nerdinger, Christoph Wilker (Hrsg.)

Die Verfolgung der Zeugen Jehovas in München 1933–1945

Publikation zur Ausstellung
36.00 

Die Zeugen Jehovas wurden als erste Glaubensgemeinschaft von den Nationalsozialisten verboten und während der gesamten NS-Zeit rücksichtslos verfolgt. In den Konzentrationslagern erhielten sie mit einem lila Winkel eine eigene Kennzeichnung als »Bibelforscher«. Da sie aus Glaubensgründen den Kriegsdienst verweigerten, wurden viele von ihnen hingerichtet. Artikel 4 Absatz 3 im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland – »Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden« – ist eine direkte Antwort auf die Verbrechen des NS-Regimes an den Zeugen Jehovas. Obwohl deren Glaubensfestigkeit somit einen Widerhall im Grundgesetz fand, wird ihr Schicksal in der NS-Zeit nur peripher beachtet. In der DDR wurden die Zeugen Jehovas sogar schon 1950 wieder verboten und eingesperrt. Eine ausdrückliche Rehabilitierung fehlt bis heute. Mit der Ausstellung und Publikation über die Verfolgung der Münchner Zeugen Jehovas setzt das NS-Dokumentationszentrum seine Aufklärungsarbeit über Verfolgtengruppen fort und möchte den »vergessenen Opfern« wieder ein Gesicht, eine Biografie und einen Platz in der Stadtgeschichte geben.

Rezension von Joachim Goetz in der Abendzeitung vom 28. September 2018

Beitrag von Antje Dechert auf BR 24 vom 29. September 2018 

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2018 ISBN:
978-3-86331-401-9
280 Seiten

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Rechts zum Leben, links zum Tod

Ein jüdischer Junge überlebt Litzmannstadt, Auschwitz und Buchenwald
19.00 

Kleine Reihe des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, Bd. 1

Henry Heinz Oster war vier Jahre alt, als er im März 1933 an der Hand seines Vaters die Straßen Kölns entlangspazierte, und ein 16-jähriges, dem Tode nahes Waisenkind, als er in Buchenwald im April 1945 befreit wurde. Die Erlebnisse dieser zwölf Jahre schildert er aus der Perspektive des Kindes, Jungen und Jugendlichen. Seine Autobiografie ist ein eindrückliches Zeugnis über den alltäglichen Antisemitismus, die Gewalterfahrungen, schließlich das Ausgeliefertsein im Ghetto und in den Lagern. Von den 2011 jüdischen Kölnerinnen und Kölnern, die im Oktober 1941 in das Ghetto Litzmannstadt deportiert wurden, haben nur 23 überlebt. Henry H. Oster ist einer von ihnen.

Dr. Henry H. Oster, geboren 1928 in Köln, unterhielt fünfzig Jahre lang eine Augenarztpraxis in Los Angeles. Kaum ein Patient ahnte, welche schmerzhaften Erfahrungen ihr Arzt als jüdischer Junge während der Jahre 1933 bis 1945 hatte machen müssen. 37 seiner Angehörigen, darunter die Eltern und Großeltern, wurden während des Nationalsozialismus ermordet. Nie wieder wollte er Deutsch sprechen, nie wieder deutschen Boden betreten. 2010 brach er diesen Schwur und kehrte das erste Mal in seine Geburtsstadt zurück. Mit dieser Autobiografie legt er nun Zeugnis ab, um die Erinnerung an die Ermordeten zu bewahren und die junge Generation für ein Engagement für eine gerechte Welt zu gewinnen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2018 ISBN:
978-3-86331-437-8
235 Seiten

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

66. Jg., Heft 10 (2018)
13.00 

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft erscheint monatlich. Sie ist ein Fachorgan für Historiker, Geschichtslehrer, Archivare, Studierende und Interessenten an Geschichte und verwandten Disziplinen wie Völkerkunde, Politische Wissenschaft, Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte u. a.

Einzelheftpreis: 13,– € (zuzügl. Versandkosten und Porto)
Jahresbezugspreis Inland: 129,– € (einschl. Versand und Porto)
Jahresbezugspreis Ausland: 129,– € (zuzügl. 18,– € Versand und Porto)
Studentenvorzugsabonnement: 96,75 € (einschl. Versandkosten und Porto)

Jahresbezugspreis Print & Online: 160,– € (einschl. Versandkosten und Porto)

Alle Preise einschl. MwSt.

 

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0044-2828
100 Seiten

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Klaus Bästlein

Der Fall Globke

Propaganda und Justiz in Ost und West
22.00 

Hans Globke kommentierte nicht nur die NS-Rassengesetze, sondern verfasste auch jene Verordnungen, die der Deportation der Juden den Weg bereiteten. Dennoch machte ihn Adenauer zum Chef des Bundeskanzleramts. Sein Name symbolisiert die Integration der NS-Eliten in die westdeutsche Gesellschaft. Sein Fall steht auch für das desaströse Scheitern der NS-Strafverfolgung in der Bundesrepublik. Globke wurde zum Ziel wütender Propaganda-Attacken des SED-Regimes. Das Oberste Gericht der DDR verurteilte ihn 1963 in Abwesenheit wegen Mittäterschaft am Judenmord zu lebenslangem Zuchthaus. Das bemerkenswerte Urteil ist aber kaum bekannt. Der Fall Globke führt zu den Mythen und Legenden der Nachkriegszeit. Er ist ein Lehrstück über Justiz und Propaganda in Ost und West.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2018 ISBN:
978-3-86331-424-8
304 Seiten

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Ingrid Belke

Intellektuelle, Demokraten, Emigranten

Lebensbilder und Studien zum Widerstand gegen die politischen Katastrophen des 20. Jahrhunderts
24.00 

Herausgegeben von Wolfgang Benz

Am 24. September 2017 verstarb die Historikerin und Literaturwissenschaftlerin Ingrid Belke. Zum ersten Jahrestag ihres Todes erscheint diese Anthologie aus ihrem umfangreichen und vielfältigen Werk. Die Auswahl bietet mit sieben großen Artikeln und ebenso vielen Kurzbeiträgen einen Querschnitt durch das intellektuelle Spektrum der Autorin und ihres Schaffens. Im Mittelpunkt stehen die deutsch-jüdische Geschichte, die Weimarer Republik, der Nationalsozialismus, das Exil und, als Nukleus, das Frankfurter Institut für Sozialforschung.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2018 ISBN:
978-3-86331-425-5
293 Seiten

Johnen.Cover
Stefanie Johnen

Die Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin

Kunsthochschulgeschichte zwischen Weimarer Republik und NS-Diktatur
29.90 

Die Berliner Kunsthochschule existierte von 1924 bis 1939 unter dem programmatischen Namen „Vereinigte Staatsschulen für freie und angewandte Kunst“. Diese Geschichte der Fakultäten für Bildende Kunst und Gestaltung an der heutigen „Universität der Künste“ verlief parallel zu derjenigen des „Bauhauses“, ist aber weitgehend vergessen. Die Vereinigten Staatsschulen entstanden mit der „modernen Bewegung“ und der Revolution von 1918/19 und waren ein Reformmodell der preußischen Regierungskoalition 1919–1932. Nach 1933 begann der Rückbau hin zu einer konventionellen Akademie.
Die Studie zeichnet diese Entwicklung nach und liefert neue Erkenntnisse zur sozialliberalen Kulturpolitik in Preußen bis Anfang der 1930er-Jahre. Ebenso gerät die NS-Kulturpolitik ins Sichtfeld, die vom modernen Flügel der nationalsozialistischen Bewegung beeinflusst war. Dabei wird deutlich, dass neue Konzepte trotz Säuberungen und Gleichschaltung fortgeführt werden konnten.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2018 ISBN:
978-3-86331-415-6
532 Seiten

Keßler. u. a. Dissidente Kommunisten.Cover
Knud Andresen, Mario Kessler, Axel Schildt (Hrsg.)

Dissidente Kommunisten

Das sowjetische Modell und seine Kritiker
22.00 

Im Zentrum des Sammelbandes stehen ehemalige Kommunisten aus West- und Mitteleuropa, die nach 1945 zu Kritikern des sowjetischen Modells und der daran orientierten Staatenwelt wurden. Vorrangig über personengeschichtliche Zugänge sollen Brüche im Denken und Handeln von Akteuren untersucht werden, die sich der kommunistischen Weltanschauung und Politik verpflichtet hatten. Auch wenn der orthodoxe Kommunismus zunehmend erodierte, besaßen seine Grundlagen gleichwohl eine nur langsam nachlassende Bindekraft. Jenseits von Kampfbegriffen wie dem des Renegaten wird der Blick auf teils prominente, teils weniger bekannte Personen geworfen, die nach ihrem Bruch mit dem Sowjetkommunismus ihren Platz in einer vielgestaltigen demokratischen Linken fanden.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2018 ISBN:
978-3-86331-426-2
264 Seiten

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Karina Korecky, Andrea zur Nieden

Psychiatrischer Alltag

Zwang und Reform in den Anstalten des Landschaftsverbandes Rheinland (1970–1990)
24.00 

Mit einem Beitrag von Enric J. Novella und Thorsten Noack

RHEINPROVINZ. Dokumente und Darstellungen zur Geschichte der rheinischen Provinzialverwaltung
und des Landschaftsverbandes Rheinland. Anstaltswelten Bd. 27/II

Seit Anfang der 1970er-Jahre stand die Psychiatrie zunehmend im Blickpunkt einer kritischen Öffentlichkeit. Es begann ein Reformprozess der Anstalten in der Bundesrepublik. Der Landschaftsverband Rheinland, Träger der Landeskrankenhäuser, spielte in dieser Entwicklung eine wichtige Rolle. Die Studie zeigt, wie kontrastreich und widersprüchlich sich die Praxis der Reform aus der Sicht von Patientinnen und Patienten tatsächlich vollzog. Allmähliche Veränderungen des öffentlichen Diskurses, des Behandlungsstils, der Klinikkultur und des Selbstverständnisses von Betroffenen führten zu einem neuen, institutionell manifestierten Verhältnis von Hilfe und Zwang, Schutz und Disziplinierung. Die Montage verschiedener Quellen erzeugt ein vielschichtiges Bild vom Klinikalltag in den ersten beiden Jahrzehnten der Psychiatriereform.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2018 ISBN:
978-3-86331-430-9
359 Seiten

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Frank Sparing

Zwischen Verwahrung und Therapie

Psychiatrische Unterbringung und Behandlung im Bereich des Landschaftsverbandes Rheinland von 1945 bis 1970
24.00 

Einführung: Thorsten Noack

RHEINPROVINZ. Dokumente und Darstellungen zur Geschichte der rheinischen Provinzialverwaltung
und des Landschaftsverbandes Rheinland. Anstaltswelten Bd. 27/I

Die Studie befasst sich mit der Unterbringung und Behandlung von Patientinnen und Patienten in psychiatrischen Anstalten des Landschaftsverbandes Rheinland von 1945 bis 1970. Sie nimmt am Beispiel von sechs Anstalten erstmals die psychiatrische Versorgung einer ganzen Region in vergleichender Perspektive in den Blick. Untersucht werden insbesondere das Verhältnis von Kontinuität und Bruch zum Nationalsozialismus, die Entwicklung des Patientenalltags in psychiatrischen Anstalten sowie die Bedingungen für Modernisierung und institutionellen Wandel der klinischen Psychiatrie.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2018 ISBN:
978-3-86331-431-6
416 Seiten

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Katrin Hieke

Im Spannungsfeld von Politik, Innovation und Tradition: Das Rheinische Museum / Haus der Rheinischen Heimat in Köln 1925–1956

24.00 

RHEINPROVINZ
Dokumente und Darstellungen zur Geschichte der rheinischen Provinzialverwaltung
und des Landschaftsverbandes Rheinland, Bd. 26

1925, auf dem Höhepunkt der Jahrtausendfeiern der Rheinlande, begannen in Köln die Planungen für ein neues Museumsprojekt: das Rheinische Museum. Mit ihm sollte ein neuer Museumstyp der Gattung Heimatmuseen geschaffen werden, und zwar in Form einer umfassenden, interdisziplinär ausgerichteten, landeskundlichen Einrichtung mit einem dezidiert identitäts- und raumpolitischen Auftrag.
Die Studie dokumentiert erstmalig die Geschichte des 1936 als Haus der Rheinischen Heimat eröffneten und bereits 1956 wieder geschlossenen Museums. Sie geht dabei auf die politischen, kulturpolitischen sowie museumsfachlichen Kontexte vor und nach 1933 ein. Zudem zeigt sie die langfristigen Auswirkungen, die das von Zeitgenossen als vorbildliches Modell propagierte Museumskonzept in der deutschen wie internationalen Museumsszene fand. Diese Auswirkungen belegen, dass das Rheinische Museum am Beginn einer Reihe von Entwicklungen stand, die bis heute die Museumslandschaft prägen. Das Konzept des Hauses als solches war jedoch weder erfolgreich noch von nachhaltiger Wirkung.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2018 ISBN:
978-3-86331-410-1
360 Seiten

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Maria Gabrielsen, Oddvar Schjølberg

Angezeigt von Mama

Die Geschichte einer Denunziation
16.00 

Aus dem Norwegischen von Elisabeth Turvold
Herausgegeben von Markus Roth und Elisabeth Turvold

Reihe Studien und Dokumente zur Holocaust- und Lagerliteratur, Band 5

Maria Gabrielsens Bericht ist ein erschütterndes Zeugnis innenfamiliären Verrats im nationalsozialistischen Österreich: die Geschichte einer Denunziation durch die eigene Mutter. Infolgedessen wird Maria als Zehnjährige mit ihren sechs Geschwistern nach Theresienstadt
deportiert – wie durch ein Wunder überleben alle sieben das Getto. Ihre Rückkehr nach Wien bringt einen aufsehenerregenden Prozess gegen ihre Mutter ins Rollen. Nach dem Krieg gelingt es ihr, in Norwegen eine neue Familie und ein neues Zuhause zu finden und sich schließlich ihrer schlimmen Vergangenheit zu stellen, von der sie in diesem Buch erzählt.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2018 ISBN:
978-3-86331-413-2
136 Seiten

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

66. Jg., Heft 9 (2018)
13.00 

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft erscheint monatlich. Sie ist ein Fachorgan für Historiker, Geschichtslehrer, Archivare, Studierende und Interessenten an Geschichte und verwandten Disziplinen wie Völkerkunde, Politische Wissenschaft, Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte u. a.

Einzelheftpreis: 13,– € (zuzügl. Versandkosten und Porto)
Jahresbezugspreis Inland: 129,– € (einschl. Versand und Porto)
Jahresbezugspreis Ausland: 129,– € (zuzügl. 18,– € Versand und Porto)
Studentenvorzugsabonnement: 96,75 € (einschl. Versandkosten und Porto)

Jahresbezugspreis Print & Online: 160,– € (einschl. Versandkosten und Porto)

Alle Preise einschl. MwSt.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2018 ISSN:
0044-2828
ca. 100 Seiten

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Riccardo Altieri, Frank Jacob (Hrsg.)

Krieg und Frieden im Spiegel des Sozialismus 1914–1918

29.00 

Reihe Alternative | Demokratien, Band 2

Der Erste Weltkrieg forderte Millionen Opfer unter Zivilisten und Soldaten. Gegen diesen Mahlstrom der Vernichtung wandten sich Sozialistinnen und Sozialisten, die nicht gewillt waren, zu Erfüllungsgehilfen der imperialistischen Nutznießer des Krieges zu werden. Ihre Kritik und Rolle innerhalb dieser vier Schreckensjahre beleuchtet der vorliegende Band. Er zeigt damit, dass es viele Stimmen gab, die sich gegen das sinnlose Sterben auf den Schlachtfeldern Europas erhoben. Ungeachtet einer möglichen politischen Isolation folgten sie in einer schwierigen Zeit ihrem Gewissen und müssen gerade deshalb eine besondere Würdigung erfahren.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2018 ISBN:
978-3-86331-406-4
449 Seiten

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Anke Hoffstadt

Gehörlosigkeit als „Behinderung“

Menschen in den Gehörlosen­schulen des Landschaftsverbandes Rheinland nach 1945
22.00 

RHEINPROVINZ
Dokumente und Darstellungen zur Geschichte der rheinischen Provinzialverwaltung
und des Landschaftsverbandes Rheinland, Bd. 27/III

Am Beispiel der Schulen für Gehörlose des Landschaftsverbandes Rheinland beschreibt die Studie die Geschichte von Menschen in Gehörlosenschulen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dabei spielen Zuschreibungs-Macht und »Anstalt«-Kulturen in der totalen Institution Gehörlosenschule ebenso eine Rolle wie die Verschränkungen von »Taubstummenpädagogik« und Psychiatrie. Die Alltagsgeschichte(n) von Menschen in Gehörlosenschulen in der Zeit der 1950er- bis 1970er-Jahre ist zugleich ganz wesentlich geprägt von den widerstreitenden »taubstummenpädagogischen« Konzepten des Organismus und der Gebärden-Kommunikation. Aus dem Blickwinkel der Dis- / A bility History sind es nicht zuletzt die Stimmen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die einen Einblick geben, wie »Gehörlosigkeit« als soziale und kulturelle Konstruktion von »Behinderung« auch im ausgehenden 20. Jahrhundert Lebenswege bestimmte – und dies bis heute tut.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2018 ISBN:
978-3-86331-412-5
312 Seiten

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Wolfgang Wippermann

Verschwörungen

Von Catilina bis al-Kaida
19.00 

Das Wort Verschwörung bezeichnet im Deutschen sowohl eine Organisation als auch eine Theorie. In dieser Studie werden Verschwörungsorganisationen von Verschwörungstheorien unterschieden: Bei Verschwörungsorganisationen handelt es sich um geheime Zusammenschlüsse mehrerer Personen zu einem politischen Zweck, mit denen Menschen ihre Geschichte gemacht haben. Verschwörungstheorien sind gedankliche Konstrukte, mit denen Menschen ihre Geschichte erklärt haben. Religiöse und säkulare Verschwörungsorganisationen von Catilina bis al-Kaida werden analysiert und von den ereignis- und gruppen-bezogenen Verschwörungstheorien abgegrenzt.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2018 ISBN:
978-3-86331-422-4
183 Seiten

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Verena Kücking

„Das gemeinsame Band“

Schreiben als Praxis – Katholische Jugendgruppen im Zweiten Weltkrieg
24.00 

Reihe: Veröffentlichungen des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, Band 4

Weit über 2000 Briefe und Postkarten, die aus dem Kontext dreier katholischer Jugendgruppen
stammen und während des Zweiten Weltkrieges verfasst wurden, stehen im Zentrum der Studie. Die Korrespondenzen geben Aufschluss über Gruppendynamiken, über mögliche Nischen im totalitären System und über vielschichtige Möglichkeiten, auch aus der Ferne weiterhin gemeinschaftlich zu agieren. Zugleich zeigen sie Akteure, die vor dem Hintergrund eines katholischen Weltbildes mit einem ausgeprägten Kampfeswillen in den Krieg zogen und den deutschen Sieg herbeisehnten.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2018 ISBN:
978-3-86331-398-2
373 Seiten

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Martin C. Winter

Gewalt und Erinnerung im ländlichen Raum

Die deutsche Bevölkerung und die Todesmärsche
29.90 

Ausgezeichnet mit dem Stanislav-Zámecník-Preis des Comité International de Dachau

Die Todesmärsche aus den Konzentrationslagern kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren das letzte nationalsozialistische Gesellschaftsverbrechen. Martin Clemens Winter stellt die Rolle der deutschen Bevölkerung bei den Räumungstransporten in den Mittelpunkt seiner Studie, die sich auf zahlreiche neu erschlossene Quellen aus internationalen Archiven stützt. Dabei untersucht er nicht nur den ländlichen Raum, die maßgeblichen Akteure und typische Situationen während der Todesmärsche, sondern auch die Nachgeschichte dieser Massenverbrechen vor der Haustür: die juristische Ahndung durch alliierte und deutsche Behörden, die Suche nach den Opfern sowie Formen der Erinnerung in der DDR und in der Bundesrepublik.

Rezension von Barbara Distel in der Süddeutschen Zeitung vom 30. September 2018

 

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2018 ISBN:
978-3-86331-416-3
531 Seiten

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Kerstin Hofmann

„Ein Versuch nur – immerhin ein Versuch“

Die Zentrale Stelle in Ludwigsburg unter der Leitung von Erwin Schüle und Adalbert Rückerl (1958–1984)
24.00 

Die Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg befasst sich seit ihrer Gründung 1958 mit dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte. Sie diente in den vergangenen Jahrzehnten in Politik, Justiz und Gesellschaft immer wieder als Projektionsfläche der bundesdeutschen Erinnerungsdebatte. Den Grundstein für die noch immer aktive Ermittlungsbehörde legten die ersten beiden Dienststellenleiter, Erwin Schüle (1913–1993) und Adalbert Rückerl (1925– 1986). Erstmals werden ihre untrennbar mit der Zentralen Stelle verbundenen Lebenswege und ihre Verdienste für die strafrechtliche Aufklärung von NS-Verbrechen umfassend dargestellt.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2018 ISBN:
978-3-86331-414-9
488 Seiten

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

66. Jg., Heft 7/8 (2018)
13.00 

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft erscheint monatlich. Sie ist ein Fachorgan für Historiker, Geschichtslehrer, Archivare, Studierende und Interessenten an Geschichte und verwandten Disziplinen wie Völkerkunde, Politische Wissenschaft, Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte u. a.

Einzelheftpreis: 13,– € (zuzügl. Versandkosten und Porto)
Jahresbezugspreis Inland: 129,– € (einschl. Versand und Porto)
Jahresbezugspreis Ausland: 129,– € (zuzügl. 18,– € Versand und Porto)
Studentenvorzugsabonnement: 96,75 € (einschl. Versandkosten und Porto)

Jahresbezugspreis Print & Online: 160,– € (einschl. Versandkosten und Porto)

Alle Preise einschl. MwSt.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli/August 2018 ISSN:
0044-28281
ca. 100 Seiten

Ausgewiesen.Cover

Ausgewiesen! Berlin, 28. 10. 1938

Die Geschichte der „Polenaktion“
20.00 

Herausgegeben von Alina Bothe und Gertrud Pickhan
unter Mitarbeit von Christine Meibeck

„Polnische Juden unter Einsatz von Schusswaffen über die Grenze gezwungen“, so fasste die englische Presse am 30. Oktober 1938 Ereignisse des vorangegangenen Wochenendes in Deutschland zusammen. Während der ersten Massendeportation im Nationalsozialismus wurden mehr als 17 000 Jüdinnen und Juden polnischer Staatsangehörigkeit binnen weniger Stunden gewaltsam aus dem Deutschen Reich nach Polen verschleppt. Heute ist die „Polenaktion“, eine bis dahin beispiellose Verfolgungsmaßnahme, weitgehend in Vergessenheit geraten. Der Band zeichnet die Lebenswege von 15 Berliner Familien nach. Essays erläutern den historischen Hintergrund.

Buchbesprechung von Sabine Lueken in: https://www.jungewelt.de [6. August 2018]

Rezension von Ernst Reuß, in: Neues Deutschland, 9.10.2018

 

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli 2018 ISBN:
978-3-86331-411-8
288 Seiten

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Marion Papi

Einer aus dem Amt

Walter Staudacher (1900–1968). Eine dokumentierte Biografie
22.00 

Nach der Promotion zum Dr. rer. pol. schlug Walter Staudacher (1900–1968) eine Laufbahn als Diplomat ein. Im katholischen Elternhaus patriotisch erzogen, wertkonservativ und nationalliberal eingestellt, geriet sein zunächst vielversprechender Weg mit dem Machtantritt Hitlers aus dem Lot. Von 1930 bis 1935 war er am Generalkonsulat in Posen akkreditiert. Seine Beziehung zu einer Polin brachte ihn in den folgenden Jahren zunehmend in Konflikt mit dem politischen Geschehen. 1938 wurde er wegen Spannungen mit der Partei von seinem Posten in Südafrika abgezogen und in die Presseabteilung des Auswärtigen Amts versetzt. Während des Warschauer Aufstands 1944 wurde er als Berichterstatter des AA ins Generalgouvernement delegiert. Allerorts absolvierte er einen Balanceakt zwischen Anpassung, Aufbegehren und Pflichterfüllung. Seinen größten Kampf aber focht Legationsrat Dr. Walter Staudacher nach 1945 aus, als er seine ganze Kraft aufbot, um wieder ins AA aufgenommen zu werden. „Einer aus dem Amt“ ist die Biografie Walter Staudachers aus der Feder der Tochter, die dem Vater die Gerechtigkeit und Anerkennung zuteilwerden lassen will, um die er zeitlebens vergebens gerungen hat.

Rezension in der Schwäbischen Zeitung vom 14. Oktober 2018

 

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli 2018 ISBN:
978-3-86331-391-3
360 Seiten

Arend, Christliche Frauen Kopie
Sabine Arend, Insa Eschebach (Hrsg.)

Ravensbrück 1939–1945: Christliche Frauen im Konzentrationslager

Katalog zur Ausstellung
24.00 

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 54

Der Begleitband zur Ausstellung „Ravensbrück 1939–1945: Christliche Frauen im Konzentrationslager“ zeichnet die Lebenswege von dreizehn Frauen nach, die sich aufgrund ihrer religiösen Einstellung kritisch oder oppositionell gegenüber dem NS-Regime verhielten und deshalb verhaftet wurden. Zugleich wirft er ein Schlaglicht auf die Vielfalt unterschiedlicher konfessioneller Kulturen in Europa – die Häftlinge stammten aus römisch-katholischen, griechisch- und russisch-orthodoxen sowie verschiedenen reformatorisch-protestantischen Milieus. Ein Kapitel nimmt das religiöse Umfeld der Frauen in der Zeit vor ihrer Verhaftung in den Blick, ein zweiter Teil widmet sich den religiösen Praktiken im Lager. Auch die Rolle der evangelischen Kirche in der unweit des KZ gelegenen Stadt Fürstenberg während der NS-Zeit wird thematisiert. Sieben Essays vertiefen die Themen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2018 ISBN:
978-3-86331-382-1
294 Seiten

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Winfried Nerdinger

Erinnerung gegründet auf Wissen/Remembrance Based on Knowledge

Das NS-Dokumentationszentrums München/The Munich Documentation Centre for the History of National Socialism
24.00 

Mit dem NS-Dokumentationszentrum München wurde 70 Jahre nach der Besetzung Münchens und der Befreiung vom Nationalsozialismus ein Ort der Aufklärung und des „hellen Bewusstseins“ (Adorno) für Geschichte geschaffen. Dort, wo einst das „Braune Haus“, die Parteizentrale der NSDAP, stand, geht es heute um die rationale Auseinandersetzung mit den Tätern. Wissen soll so vermittelt werden, dass historische Zusammenhänge verstanden, kritisch reflektiert und dauerhaft erinnert werden können. Mit dieser Publikation des Gründungsdirektors Prof. Dr. Winfried Nerdinger wird die Konzeption der Ausstellung des Dokumentationszentrums in einem exemplarischen Rundgang erläutert und sichtbar gemacht.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2018 ISBN:
978-3-86331-402-6
269 Seiten

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Wolfram Kastner

»Nicht ich provoziere, sondern die Zustände provozieren mich.«

29.00 

Herausgegeben von Winfried Nerdinger 
Mit Texten von Hans Holzhaider und Bernd Kastner

„Wenn es darum ginge, den Künstler auszuzeichnen, von dem in Bayern die meisten und stärksten Anstöße zum Nachdenken über die NS-Zeit und zur kritischen Auseinandersetzung mit den Nachwirkungen des Regimes ausgingen, dann müsste Wolfram Kastner mit Ehrungen überhäuft werden. Wenn es darum ginge, die Person zu benennen, die seit Jahrzehnten aus eigenem Antrieb und auf eigene Kosten unermüdlich ihre Mitbürger mit den verdrängten, aber noch vielfach vorhandenen geistigen und materiellen Relikten der NS-Zeit konfrontiert, dann müsste an erster Stelle Wolfram Kastner genannt werden. Wenn es darum ginge, den Künstler zu würdigen, der es seit mehreren Jahrzehnten auf sich nahm, für seinen Kampf gegen das Vergessen von Behörden schikaniert und vor Gericht gestellt zu werden, dann müsste Wolfram Kastner von seinen Mitbürgern verehrt werden.“
Winfried Nerdinger

 

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2018 ISBN:
978-3-86331-400-2
184 Seiten

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Klaus Wolbert

Dogmatische Körper – Perfide Schönheitsdiktate

Bedeutungsprofile der programmatischen Aktplastik im Dritten Reich
34.00 

In den öffentlichen Repräsentationsbauten, mit denen die NSDAP ihre Macht möglichst eindrucksvoll in Szene setzen wollte, war der Bildhauerei neben der Architektur eine maßgebliche Mitwirkung zugedacht. Die Beiträge von Bildhauern bestanden dabei darin, solchen Fiktionen eine körperliche Präsenz zu verleihen, die in der rassentheoretischen Ideenwelt der NSDAP imaginär präfiguriert waren. Die physischen Merkmale, die diese Prototypen arischer „Edelmenschen“ auszeichneten, zeigten sich nicht nur in optimierten Körperbildungen, sondern auch in dem befremdlichen Faktum, dass alle diese plastischen Figuren ausnahmslos nackt auftraten. An welche Vorbedingungen die Nationalsozialisten in ihrer Programmatik anschließen konnten, und wie die politische Funktionalisierung des Attraktionswertes nackter Körper in der NS-Plastik zu deuten ist, dies wird vom Autor ebenso eingehend problematisiert, wie die Frage, inwieweit auch die NS-Bildhauer mit ihren Schöpfungen in jenes körpervernichtende Unheil involviert waren, das in den kriegerischen und rassistischen Exzessen der Nationalsozialisten kulminierte. Zu allen diesen Aspekten legt der Autor in interdisziplinären Thematisierungen fundierte Erklärungen vor.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2018 ISBN:
978-3-86331-345-6
603 Seiten

2018-3 - Dubnow-Magazin - Nr.2 - Cover_v8.indd

Jüdische Geschichte & Kultur – Magazin des Dubnow-Instituts. Museum

14.00 

Das Magazin eröffnet Einblicke in die Vielfalt jüdischer Lebenswelten von der Moderne bis zur Gegenwart. Jede Ausgabe widmet sich einem Themenschwerpunkt, der aktuelle Fragen aufgreift, grundlegende Zusammenhänge darstellt und konträre Perspektiven diskutiert. Weitere Aspekte des Gegenstandes werden in den Rubriken Position, Kritik und Archiv behandelt.
Die zweite Ausgabe geht der Entstehung und jüngsten Konjunktur Jüdischer Museen nach – in Deutschland, Europa und über die Grenzen des Kontinents hinaus. In den ständigen Rubriken Position, Kritik und Archiv werden unter anderem zwei Jubiläen aufgegriffen, die in diesem Jahr begangen werden: der 200. Geburtstag von Karl Marx und das ikonische Jahr 1968.

Jüdische Geschichte & Kultur erscheint einmal jährlich.

Print & Online: 20.00 Euro

Editorial von Yfaat Weiss

Leseprobe

 

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978-3-86331-409-5
ISSN: 2567-8469, 64 Seiten

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

66. Jg., Heft 6 (2018)
13.00 

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft erscheint monatlich. Sie ist ein Fachorgan für Historiker, Geschichtslehrer, Archivare, Studierende und Interessenten an Geschichte und verwandten Disziplinen wie Völkerkunde, Politische Wissenschaft, Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte u. a.

Einzelheftpreis: 13,– € (zuzügl. Versandkosten und Porto)
Jahresbezugspreis Inland: 129,– € (einschl. Versand und Porto)
Jahresbezugspreis Ausland: 129,– € (zuzügl. 18,– € Versand und Porto)
Studentenvorzugsabonnement: 96,75 € (einschl. Versandkosten und Porto)

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0044-2828
ca. 100 Seiten