Gesamtverzeichnis


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Wolfgang Schaffer

Einhundert Jahre Schwestern vom hl. Josef in St. Trudpert 1920–2020

Geschichte einer Ordensgemeinschaft in der Erzdiözese Freiburg
28.00 

Die Deutsche Provinz der Kongregation der Schwestern vom hl. Josef mit Sitz im Kloster St. Trudpert im Münstertal kann im Jahr 2020 auf eine 100-jährige Geschichte zurückblicken. Ihr Wirken geht auf eine intensive religiöse Bewegung zurück, die Mitte des 19. Jahrhunderts als »Frauenkongregationsfrühling« ihren Anfang nahm und u.a. zur Gründung der Schwestern vom hl. Josef im elsässischen Kloster Saint-Marc 1845 führte. Von hier aus fasste die Gemeinschaft auch in Baden mit sozial-karitativen Apostolaten Fuß. Die Ausweisung badischer Schwestern aus dem Elsass nach dem Ende des Ersten Weltkriegs führte 1920 zur Gründung einer deutschen Provinz der Kongregation in dem ehemaligen Benediktinerkloster St. Trudpert. Von diesem Standort aus etablierten sich die Schwestern vom hl. Josef bis in die Gegenwart als fester Bestandteil der südwestdeutschen »Ordenslandschaft«.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2020 ISBN:
978-3-86331-501-6
410 Seiten

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Nicole Hördler, Sigrid Jacobeit

Warum Jungs heute nicht mehr Adolf heißen

Was ich schon immer über die Nazi-Zeit wissen wollte
12.00 

Illustriert von Ulrike Kömpe
Ein Buch für Kinder ab 10 Jahren

„Adolf? Den Namen habe ich schon mal gehört. Aber warum heißen Kinder heute nicht mehr so? Und wer kann mir eigentlich mehr darüber erzählen?“ Der zehnjährige Luka will es genau wissen und bekommt wichtige Antworten zu der Zeit von Adolf Hitler.
Der neugierige Luka stellt Fragen an die Zeit von Adolf Hitler zwischen 1933 und 1945. Weil die Erwachsenen in Erklärungsnot geraten, beschließt er, selbst auf Spurensuche zu gehen. Er findet Belege zu einer radikalen und menschenfeindlichen Zeit – dem Nationalsozialismus. Wie aus dem Jungen Adolf der Diktator Hitler wurde, recherchiert er genauso wie Informationen zum Leben der Kinder und Jugendlichen von damals. Mit seinem kindlichen Verständnis von Freundschaft und Fairness hinterfragt der kleine Forscher, was der Zweite Weltkrieg und die Verfolgung ganzer Bevölkerungsgruppen in Deutschland bedeuteten. Sein Plädoyer steht für ein offenes, tolerantes Miteinander, das er selbst kennt, das aber für Kinder vor über 80 Jahren nicht selbstverständlich war.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2020 ISBN:
978-3-86331-505-4
68 Seiten

Sobibor7
Bildungswerk Stanisław Hantz e. V. (Hrsg.), Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart (Hrsg.)

Fotos aus Sobibor

Die Niemann-Sammlung zu Holocaust und Nationalsozialismus
29.00 

Erscheinungstermin: 28. Januar 2020

Autorinnen und Autoren: Martin Cüppers, Annett Gerhardt, Karin Graf, Steffen Hänschen, Andreas Kahrs, Anne Lepper, Florian Ross

Johann Niemann war stellvertretender Kommandant des Vernichtungslagers Sobibor. Am 14. Oktober 1943 wagten jüdische Gefangene den Aufstand und töteten dabei auch Niemann. Erst vor Kurzem wurden mehr als 350 Fotos und zusätzliche schriftliche Quellen aus seinem Besitz entdeckt. Die privat gesammelten und teilweise in zwei Alben zusammengestellten Bilder erlauben anhand der visuellen Überlieferung seiner Karriere ganz neue Einblicke zum Holocaust im deutsch besetzten Polen und zu den Krankenmorden der sogenannten Euthanasie, an denen Niemann beteiligt war. Der Edition dieser einzigartigen Sammlung stellen die Herausgeber eine umfassende historische Einordnung der Quellen zur Seite. Das Wissen zu der als „Aktion Reinhard“ bezeichneten Ermordung von etwa 1,8 Millionen Jüdinnen und Juden in den Todeslagern Sobibor, Belzec und Treblinka, die bis heute keinen angemessenen Platz in der gesellschaftlichen Erinnerung gefunden hat, wird durch die Niemann- Sammlung um wertvolle Erkenntnisse erweitert.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2020 ISBN:
978-3-86331-506-1
384 Seiten

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

68. Jg., Heft 1 (2020)
13.00 

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft erscheint monatlich. Sie ist ein Fachorgan für Historiker, Geschichtslehrer, Archivare, Studierende und Interessenten an Geschichte und verwandten Disziplinen wie Völkerkunde, Politische Wissenschaft, Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte u. a.

Einzelheftpreis: 13,– € (zuzügl. Versandkosten und Porto)
Jahresbezugspreis Inland: 129,– € (einschl. Versand und Porto)
Jahresbezugspreis Ausland: 129,– € (zuzügl. 18,– € Versand und Porto)
Studentenvorzugsabonnement: 96,75 € (einschl. Versandkosten und Porto)

Jahresbezugspreis Print & Online: 160,– € (einschl. Versandkosten und Porto)

Alle Preise einschl. MwSt.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2020 ISSN:
0044-2828
96 Seiten

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Astrid Ley

“In the Country of Numbers, where the men have no names”

November Pogrom prisoners of Sachsenhausen: Imprisonment and exile
22.00 

Voraussichtlicher Erscheinungstermin: 27. Januar 2020

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 59

More than 6,300 Jewish men were taken to Sachsenhausen concentration camp after the November pogroms in 1938. The great majority of them were released a few weeks later on the condition that they leave Germany immediately. Most of them, therefore, survived. How were the lives of these families affected by the forced emigration? What was waiting for them in the countries where they took refuge? Did they find a new home? The exhibition catalogue looks at these questions from the perspective of the children and grandchildren of the imprisoned men. Exhibition and accompanying book tell the story with the example of nine individual life stories. The families who contributed to the exhibition with photos and documents, and were willing to speak on camera about their memories are living in the USA, the UK, Canada, Israel, Argentina and Australia today.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2020 ISBN:
978-3-86331-509-2
184 Seiten

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Astrid Ley

„Im Reich der Nummern, wo die Männer keine Namen haben“

Die Novemberpogrom-Gefangenen des KZ Sachsenhausen – Haft und Exil
22.00 

Voraussichtlicher Erscheinungstermin: 27. Januar 2020

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 58

Über 6300 jüdische Männer wurden nach den November-Pogromen 1938 in das KZ Sachsenhausen verschleppt. Die große Mehrheit kam nach einigen Wochen unter der Auflage wieder frei, sofort aus Deutschland zu emigrieren. Viele haben deshalb überlebt. Wie wurde das Leben dieser Familien durch die erzwungene Emigration beeinflusst? Was erwartete die Emigranten in ihren Zufluchtsländern? Fanden sie eine neue Heimat? Diesen Fragen gehen Ausstellungskatalog und Begleitband aus der Perspektive der Kinder und Enkel jener Männer nach. Erzählt wird die Geschichte anhand von neun individuellen Schicksalen. Die Familien, die mit Fotos und Dokumenten zur Ausstellung beitrugen und im Interview über ihre Erinnerungen berichteten, leben heute in den USA, Großbritannien, Kanada, Israel, Argentinien und Australien.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2020 ISBN:
978-3-86331-508-5
184 Seiten

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Riccardo Altieri (Hrsg.), Cornelia Baddack (Hrsg.), Sophia Ebert (Hrsg.), Frank Jacob (Hrsg.), Swen Steinberg (Hrsg.)

Reden und Schriften

19.00 

Ediert, eingeleitet und herausgegeben von Riccardo Altieri, Sophia Ebert, Swen Steinberg, Cornelia Baddack und Frank Jacob

Reihe Kurt Eisner-Studien • Band 7

Kurt Eisner (1867–1919) war nicht nur Journalist und Politiker, sondern auch vielseitiger Literat. Seine Texte diverser Gattungen sind in seinem Nachlass überliefert. Der vorliegende Band vereint neben einigen von Eisners Schlüsselreden als Politiker drei seiner Schriften, die nicht nur Aufschluss über seine Interpretation von Goethes Faust, sein Bildungsideal sowie seinen Pazifismus geben, sondern auch einen tiefen Einblick in Eisners Gedankenwelt gewähren. Sie stellen somit einen Querschnitt des Schaffens und der Ideale des ersten Bayerischen Ministerpräsidenten dar und bilden einen wichtigen Beleg dafür, dass Politik und Literatur in einem fruchtbaren wechselseitigen Austausch stehen können.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2019 ISBN:
978-3-86331-504-7
242 Seiten

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Riccardo Altieri (Hrsg.), Frank Jacob (Hrsg.)

Die Wahrnehmung der Russischen Revolutionen 1917

Zwischen utopischen Träumen und erschütterter Ablehnung
29.00 

Reihe Alternative | Demokratien. Studien zur Geschichte der Sozialdemokratie und des Sozialismus, Band 3

Die Revolutionen vom Februar und Oktober 1917 veränderten die Geschicke Russlands fundamental: Erst wurde der Zar gestürzt, dann die Herrschaft der Räte proklamiert. Während die beiden Revolutionen verhältnismäßig unblutig verliefen, erschütterte anschließend ein jahrelanger Bürgerkrieg das Land, der Hunderttausende Opfer forderte und mit dessen Ende nach fünf Jahren die Macht der Bolschewiki etabliert war. Nicht nur die Gewaltfrage, auch die politischen Folgen der Oktoberrevolution riefen im Ausland vielfache Kritik hervor. Der vorliegende Band zeichnet die unterschiedlichen Reaktionen aus Deutschland, aber auch aus anderen Teilen der Welt nach. Kann die Oktoberrevolution verkürzt wirklich als Beginn einer Linie betrachtet werden, die über Verrat und Massenmord zum Archipel Gulag führte, oder müssen Handlungsoptionen, wegweisende Entscheidungen und Schlüsselereignisse in ihrem historischen Kontext differenzierter betrachtet werden?

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2019 ISBN:
978-3-86331-469-9
450 Seiten

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Marianne Subklew-Jeutner

Schattenspiel

Pfarrer Eckart Giebeler zwischen Kirche, Staat und Stasi
24.00 

Schriftenreihe der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Band 12

Pfarrer Eckart Giebeler arbeitete von 1949 bis 1992 als evangelischer Gefängnisseelsorger in verschiedenen Gefängnissen der DDR und nach 1990 im Land Brandenburg. Ab 1953 übte er seine seelsorgerliche Tätigkeit als Angestellter des Ministeriums des Innern der DDR aus und verpflichtete sich 1959 per Handschlag zur Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Als IM „Roland“ schrieb er Berichte über Inhaftierte, besprach Tonbänder mit Informationen über Pfarrkonvente und Pfarrer-Kollegen und übergab dem MfS Dokumente, die „nur zum innerkirchlichen Dienstgebrauch“ bestimmt waren. 1992 veröffentlichte Giebeler seine Autobiografie unter dem Titel „Hinter verschlossenen Türen. Vierzig Jahre als Gefängnisseelsorger in der DDR“, in der er u. a. beschreibt, wie er den Anwerbungen des MfS als Christ und Pfarrer widerstanden habe. Die Geschichte von Eckart Giebeler ist in ihren individuellen Dimensionen die Geschichte einer persönlichen Tragik. Aber sie ist auch eine Geschichte von Schuld und Verrat, ungeklärtem kirchlichen Leitungsverhalten und letztlich eine Geschichte der Suche nach Zugehörigkeit, die Eckart Giebeler auf seine Weise beantwortet hat.

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978-3-86331-498-9
456 Seiten

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Christoph Schmidt

Absturz zur Wirklichkeit

Die Eroberung Berlins 1945
19.00 

Reihe ZeitgeschichteN, Band 21

Die Erinnerung der Deutschen an die Eroberung Berlins 1945 scheint wie zerrissen. Was sollte denn Vorrang haben: das Nationale, also die Kapitulation, oder das Politische, mithin die Befreiung? Ergo erschien die Einnahme Berlins als Katastrophe, der Sturm auf die Reichskanzlei aber als Rettung.

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978-3-86331-466-8
212 Seiten

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Veronika Springmann

Gunst und Gewalt

Sport in nationalsozialistischen Konzentrationslagern
22.00 

Sport war in den Konzentrations- und später auch in den Vernichtungslagern allgegenwärtig. Übungen aus dem Kanon des Sports oder der Leibesübungen wurden von Aufseher*innen gewaltförmig gegen die Häftlinge gerichtet. Doch auch von den Häftlingen organisierte Fußballspiele fanden in den Lagern statt. Zur Unterhaltung der SS wurden regelmäßig Boxkämpfe veranstaltet, in denen Häftlinge gegeneinander kämpfen mussten. Veronika Springmann untersucht in dieser ersten Studie zu Sport in NS-Konzentrationslagern das Wechselverhältnis von Geschlecht, insbesondere von Männlichkeit, Sport und Gewalt. Mit ihrer Analyse der Wirkungsweisen von Macht und Gewalt beleuchtet sie einen wichtigen Aspekt der Alltagsgeschichte der Konzentrationslager.

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978-3-86331-500-9
310 Seiten

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

67. Jg., Heft 12 (2019)
13.00 

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft erscheint monatlich. Sie ist ein Fachorgan für Historiker, Geschichtslehrer, Archivare, Studierende und Interessenten an Geschichte und verwandten Disziplinen wie Völkerkunde, Politische Wissenschaft, Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte u. a.

Einzelheftpreis: 13,– € (zuzügl. Versandkosten und Porto)
Jahresbezugspreis Inland: 129,– € (einschl. Versand und Porto)
Jahresbezugspreis Ausland: 129,– € (zuzügl. 18,– € Versand und Porto)
Studentenvorzugsabonnement: 96,75 € (einschl. Versandkosten und Porto)

Jahresbezugspreis Print & Online: 160,– € (einschl. Versandkosten und Porto)

Alle Preise einschl. MwSt.

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0044-2828
104 Seiten

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Stefanie Schüler-Springorum (Hrsg.)

Jahrbuch für Antisemitismusforschung 28 (2019)

21.00 

Das Jahrbuch für Antisemitismusforschung ist ein Forum für wissenschaftliche Beiträge zur Antisemitismus-, Vorurteils- und Minderheitenforschung und will dieses disziplinär breite Spektrum bündeln. Es ist deshalb fächerübergreifend und international vergleichend ausgerichtet.

Schwerpunkte dieser Ausgabe: Flüchtlingskrise 1938 und heute? Zur Aktualität der Internationalen Flüchtlingskonferenz von Évian 1938 | Der Fall Rolf Peter Sieferle. Die intellektuelle Rechte und ihre Strategien | Antisemitismus und Rassismus im Nachkriegsdeutschland | Antisemitismus in der Gegenwart – Länderstudien

Preis im Abonnement: 16.00 Euro

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978-3-86331-502-3
384 Seiten

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Margret Müller (Hrsg.), Werner Müller (Hrsg.), Boris Zabarko (Hrsg.)

Leben und Tod in der Epoche des Holocaust in der Ukraine

Zeugnisse von Überlebenden
49.00 

Mit einem Geleitwort von Dieter Pohl
Berichte der Überlebenden aus dem Russischen übersetzt
von Natalia Blum-Barth und Christian Ganzer

Der Holocaust in der Ukraine hat jahrzehntelang nur wenig Aufmerksamkeit gefunden. Erst seit den 1990er-Jahren stoßen die deutschen Verbrechen zunehmend auf das Interesse von Geschichtswissenschaft und Öffentlichkeit – sowohl in Deutschland als auch in der Ukraine selbst. Dennoch ist das Wissen um das Geschehen in der damaligen Sozialistischen Sowjetrepublik immer noch gering. Der Historiker Boris Zabarko, selbst Überlebender des Ghettos Schargorod, war einer der Ersten, die das Schicksal der Juden unter deutscher Besatzung in der Ukraine systematisch erforscht haben. Seit mehr als 20 Jahren sammelt er Berichte Überlebender und interviewt einst Verfolgte. 1999 erschien eine erste Publikation auf Russisch, gefolgt von einem mehrbändigen Werk. Die vorliegende Edition enthält mehr als 180 Berichte Überlebender. Sie sind den jeweiligen Tatorten zugeordnet, zu denen einführend Kontextinformationen gegeben werden, und folgen der Chronologie der Besetzung. Entstanden ist eine „Geografie des Holocaust“ in der Ukraine.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2019 ISBN:
978-3-86331-475-0
1152 Seiten

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Christian Gaubert

DDR: Deutsche Dekorative Restbestände?

Der DDR-Alltag im Museum
22.00 

Die Landschaft der privaten DDR-Museen galt in der Forschung lange als ein abseitiges Terrain. Auch in den geschichtspolitischen Auseinandersetzungen um die Aufarbeitung der SED-Diktatur wurde diese Museumswelt meist lediglich unter dem Schlagwort der „Ostalgie“ subsumiert. Der Verharmlosungsvorbehalt, mit dem diesen Amateurmuseen begegnet wurde, färbte in erheblichem Maße auch auf das gesamte Themenfeld des DDR-Alltags ab. Es dauerte schließlich bis zur Fortschreibung der Gedenkstättenkonzeption im Jahr 2008, dass das „Alltagsleben in der DDR“ zu einem förderungswürdigen Thema staatlicher Museumsarbeit erklärt wurde. Die vorliegende Arbeit skizziert den Diskussionsverlauf um dieses zentrale Streitthema der DDR-Erinnerung und untersucht anhand von vier Museen das von wechselseitigen Widerlegungsambitionen geprägte Verhältnis von privater und öffentlicher Museumsarbeit.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2019 ISBN:
978-3-86331-499-6
288 Seiten

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Annika Hartmann

Verwaltung vor Ort zwischen Konflikt und Kooperation

Die Stadtverwaltung Münster und der Nationalsozialismus
24.00 

Villa ten Hompel Schriften 13

Am Beispiel der Stadt Münster untersucht Annika Hartmann die Rolle der städtischen Verwaltung im NS-System vor Ort. Welche Bedeutung hatten lokale Strukturen und Traditionen für das politisch-administrative Handeln in einer Stadt, die nicht nur Gauhaupt- und Garnisonsstadt, sondern zugleich auch Bistumssitz und Hochburg des katholischen Milieus war? Aushandlungs- und Anpassungsprozesse werden in der Studie anhand von ausgewählten Handlungsfeldern – etwa der Wohlfahrts-, Schul- oder Symbolpolitik – für die Zeit von der nationalsozialistischen Machtübernahme bis in die ersten Jahre des Zweiten Weltkrieges analysiert. Wann und warum kam es zwischen der Stadtverwaltung und anderen lokalen Akteuren wie Parteistellen und Kirche zu Konflikten oder Kooperationen?

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2019 ISBN:
978-3-86331-497-2
368 Seiten

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Philipp Erdmann

Kommunales Krisenhandeln im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit

Die Stadtverwaltung Münster zwischen Nationalsozialismus und Demokratisierung
26.00 

Villa ten Hompel Schriften 14

Als der Zweite Weltkrieg begann, sah sich die Stadtverwaltung Münster vorbereitet. Zuvor hatte sie die Umgestaltung der westfälischen Gauhauptstadt umfassend geplant. Doch seit dem 1. September 1939 stand die Regulierung von Versorgungsmängeln, von Kriegseinwirkungen und -folgen für mehr als ein Jahrzehnt im Fokus kommunalen Krisenhandelns. Bewältigungstechniken, zum Teil das Personal und vor allem die systemstabilisierende Funktion der Stadtverwaltung blieben über das Kriegsende hinaus bestehen. Erst nach Gründung der Bundesrepublik setzte sich die Überzeugung durch, mit kommunaler Planung die Stadt und das Leben in ihr umfassend gestalten zu können. Diese Phase und weniger exklusiv das Kriegsende gerät damit als Zeit tiefen Wandels in den Fokus. Wie sich dieser auf die Verwaltung selbst, aber auch auf die Stadtgesellschaft auswirkte und für wen „Modernisierungen“ keine Vorteile brachten, zeigt Philipp Erdmanns detailreiche Studie.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2019 ISBN:
978-3-86331-493-4
476 Seiten

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Marta Ansilewska-Lehnstaedt

Pole jüdischer Herkunft

Selbstdeutung polnischer Kinderüberlebender des Holocaust
24.00 

Touro College Berlin | Studien zu Holocaust und Gewaltgeschichte, Band 2

Fast 5000 jüdische Kinder überlebten den Holocaust in Polen im Versteck. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die nach 1945 im Land blieben, kämpften mit massiven Identitätsproblemen: Weder ein Anknüpfen an die idealisierte Vorkriegszeit noch eine Flucht vor den Folgen des Krieges waren möglich. Sie mussten sich eine neue Identität als Überlebende aufbauen, als Polen jüdischer Herkunft.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2019 ISBN:
978-3-86331-479-8
392 Seiten

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Cornelia Baddack (Hrsg.), Frank Jacob (Hrsg.)

100 Schmäh- und Drohbriefe an Kurt Eisner, 1918/19

16.00 

Ediert, eingeleitet und herausgegeben von Frank Jacob und Cornelia Baddack

Reihe Kurt Eisner-Studien • Band 6

Kurt Eisner (1867–1919) war ein Politiker, dem die Wahrheit mehr bedeutete als Mehrheiten. Für die Anerkennung der deutschen Kriegsschuld nach dem Ersten Weltkrieg wurde der erste bayerische Ministerpräsident mit wüsten Schmähungen und Drohungen überzogen. Seine Gegner beschimpften ihn in hasserfüllten Briefen und Postkarten und prophezeiten ihm seinen baldigen Tod, ja sehnten diesen sogar herbei. Es waren vor allem antisemitische Tiraden, die in ihrer gesammelten Form einen Eindruck davon geben, welche radikalen Gedanken und Kräfte die neue Politik der Weimarer Republik am liebsten im Keim erstickt hätten. Die Schmäh- und Drohbriefe gegen Eisner sind daher ein wichtiges Zeitdokument, vor allem aber auch eine Mahnung, wohin ein in allen Schichten der Bevölkerung grassierender Antisemitismus führen kann.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2019 ISBN:
978-3-86331-495-8
148 Seiten

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

67. Jg., Heft 11 (2019)
13.00 

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft erscheint monatlich. Sie ist ein Fachorgan für Historiker, Geschichtslehrer, Archivare, Studierende und Interessenten an Geschichte und verwandten Disziplinen wie Völkerkunde, Politische Wissenschaft, Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte u. a.

Einzelheftpreis: 13,– € (zuzügl. Versandkosten und Porto)
Jahresbezugspreis Inland: 129,– € (einschl. Versand und Porto)
Jahresbezugspreis Ausland: 129,– € (zuzügl. 18,– € Versand und Porto)
Studentenvorzugsabonnement: 96,75 € (einschl. Versandkosten und Porto)

Jahresbezugspreis Print & Online: 160,– € (einschl. Versandkosten und Porto)

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0044-2828
96 Seiten

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Zvi Cohen, Jörg Huber, Elisa Makowski

Der Junge mit der Mundharmonika

Aus dem Ghetto Theresienstadt mit dem Zug in die Freiheit
16.00 

Aus dem Hebräischen von Rachel Grünberger-Elbaz

Studien und Dokumente zur Holocaust- und Lagerliteratur, Band 8

Berlin – Theresienstadt – Israel: Orte, die das Leben von Zvi Cohen prägen. 1931 in Berlin als Horst Cohn geboren, erlebt er als Jude die nationalsozialistische Verfolgung. Als 12-Jähriger wird er mit seinen Eltern nach Theresienstadt deportiert. Eindrücklich erzählt er, warum seine Mundharmonika ihm das Leben rettet und wie er im Februar 1945 mit dem Zug in die Schweiz der Hölle entkommt.
Er berichtet vom Leben nach dem Überleben, von den Anfängen im Kibbuz und von der Notwendigkeit der Erinnerung.

Rezension von Ernst Reuß auf dem Blog »Historisches Sachbuch«, 7. November 2019

Zvi Cohen zu Gast bei Markus Lanz, 14. November 2019
Das Gespräch mit Zvi Cohen beginnt bei Min. 52:23

Veranstaltungsbericht:
Goethe Universität Frankfurt: Bewegender Zeitzeugenbericht des KZ-Überlebenden Zvi Cohen, in: Frankfurter Neue Presse, 30. November 2019

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978-3-86331-485-9
156 Seiten

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Siegfried Mielke, Stefan Heinz

Alwin Brandes (1866–1949)

Oppositioneller – Reformer – Widerstandskämpfer
29.00 

Alwin Brandes, im Ersten Weltkrieg Kritiker der Burgfriedenspolitik der Sozialdemokratie, während der Novemberrevolution einflussreicher Akteur in Magdeburg, in der Weimarer Republik Vorsitzender des Deutschen Metallarbeiterverbandes, ferner Mitglied des Reichstages, hat sich in vier politischen Systemen für eine Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeitnehmer und für eine Demokratisierung von Wirtschaft und Gesellschaft eingesetzt. Nach 1933 leitete er eines der größten Widerstandsnetzwerke, in dem sich Hunderte Metallgewerkschafter gegen das NS-Regime engagierten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gehörte der überzeugte Sozialdemokrat zu den entschiedensten Kritikern der politischen und gewerkschaftlichen Entwicklung in Berlin und der Sowjetischen Besatzungszone. Die Autoren zeichnen den Lebensweg eines bedeutenden, zu Unrecht vergessenen Gewerkschafters nach. Sein Leben spiegelt auf eindrucksvolle Weise die Umbrüche einer Generation der Arbeiterbewegung.

Antikommunist und Nazigegner. Alwin Brandes Die Biographie des bekannten Gewerkschafters der Weimarer Republik liefert wichtige Informationen über die sozialdemokratische Gewerkschaftspolitik und ihres Scheiterns, von Peter Nowak auf dem Blog aus der Freitag-Community, 20. Dezember 2019

Neues Buch erinnert an Alwin Brandes
„Oppositioneller – Reformer – Widerstandskämpfer“ – so lautet der Titel einer neuen Biographie über Alwin Brandes (1866–1949), in: Metallzeitung, 1. Dezember 2019

„Vergessene Gewerkschaftsfunktionäre zum Bestandteil einer kollektiven Erinnerungskultur machen“
Interview von Georgios Chatzoudis mit Stefan Heinz über den vergessenen Gewerkschafter Alwin Brandes, in: Wissenschaftsportals L.I.S.A. der Gerda-Henkel-Stiftung, 26. November 2019

Vergessener Gewerkschafter. Antifaschist und Antikommunist: Siegfried Mielke und Stefan Heinz haben eine Biographie über Alwin Brandes vorgelegt,
Rezension von Markus Bernhardt, in: junge Welt, 4.11.2019, Seite 15 / Politisches Buch

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2019 ISBN:
978-3-86331-486-6
566 Seiten

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Gerd Laudert

Der rote Doktor

Arzt, Kommunist, Antistalinist, Autor. Joseph Schölmerich (1913–1995)
24.00 

Im August 1944 wird der Arzt Joseph Schölmerich, der dem kommunistischen Widerstand angehörte, vom Volksgerichtshof zu einer mehrmonatigen Haftstrafe verurteilt. Als Funktionär im Gesundheitswesen der SBZ/DDR gerät er 1949 ins Visier des NKWD und wird nach Workuta deportiert. Nach seiner Entlassung kehrt er 1954 an seinen Geburtsort Kasbach am Rhein zurück. Er engagiert sich zusammen mit anderen Dissidenten und DDR-Flüchtlingen wie Wolfgang Leonhard und Hermann Weber für einen „dritten Weg“ jenseits von stalinistischem Kommunismus und westlichem Kapitalismus. In den 1970er-Jahren tritt „der rote Doktor“ als radikaler Kritiker des westdeutschen Gesundheitssystems hervor und wird von der etablierten Ärzteschaft als „kommunistischer Propagandahetzer“ diffamiert. Gerd Laudert hat für seine Biografie neue Quellen entdeckt und Zeitzeugen befragt. Eindrucksvoll schildert er das wechselvolle Leben des heute fast vergessenen Arztes, Aktivisten und Autors.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2019 ISBN:
978-3-86331-494-1
256 Seiten

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Karl Heinz Roth, Hartmut Rübner

Verdrängt – Vertagt – Zurückgewiesen

Die deutsche Reparationsschuld am Beispiel Polens und Griechenlands
24.00 

Seit Beginn ihres Bestehens hat sich die Bundesrepublik Deutschland gegen die Reparationsforderungen der Länder Europas gewehrt, die während des Zweiten Weltkriegs unter dem Raubkrieg und Terror der Nazi-Okkupation gelitten hatten. Sie machte nur minimale Zugeständnisse und verhinderte eine vertragliche Lösung mit diplomatischen Tricks und fadenscheinigen Argumenten. Doch ihre Rechnung ist nicht endgültig aufgegangen. Erneut stellen Griechenland und Polen Forderungen an Deutschland.
Die vorliegende Untersuchung arbeitet zunächst die Geschichte der deutschen Besatzungsherrschaft am Beispiel Polens und Griechenlands auf. Anschließend werden die Strategien der deutschen Reparationsverweigerung aufgedeckt und mit dem derzeit bekannten Ausmaß der deutschen Reparationsschuld konfrontiert. Ausgehend von einer am Völkerrecht orientierten Sichtweise wird die Berechtigung der griechischen und polnischen Forderungen nachgewiesen und eine abschließende Regelung der Reparationsfrage vorgeschlagen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2019 ISBN:
978-3-86331-487-3
476 Seiten

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

67. Jg., Heft 10 (2019)
13.00 

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft erscheint monatlich. Sie ist ein Fachorgan für Historiker, Geschichtslehrer, Archivare, Studierende und Interessenten an Geschichte und verwandten Disziplinen wie Völkerkunde, Politische Wissenschaft, Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte u. a.

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Jahresbezugspreis Inland: 129,– € (einschl. Versand und Porto)
Jahresbezugspreis Ausland: 129,– € (zuzügl. 18,– € Versand und Porto)
Studentenvorzugsabonnement: 96,75 € (einschl. Versandkosten und Porto)

Jahresbezugspreis Print & Online: 160,– € (einschl. Versandkosten und Porto)

Alle Preise einschl. MwSt.

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0044-2828
102 Seiten

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Eva Balz

Vergangenheitspolitik und Eigentumspolitik im Kalten Krieg

Das Oberste Rückerstattungsgericht für Berlin
24.00 

1953 wurde in West-Berlin ein besonderes Gericht eröffnet. Im Obersten Rückerstattungsgericht in
der Rauchstraße 17/18 fällte ein internationales Richterkollegium Entscheidungen über Vermögen,
das im Nationalsozialismus entzogen worden war. Das Gericht war vergangenheitspolitisch bedeutend;
schließlich entstanden hier Narrative darüber, wie Privatpersonen von der Verfolgung ihrer Mitbürger profitiert hatten. In Berlin waren Konflikte um Eigentum aber immer auch Schauplätze der
Systemkonfrontation. Dem Gericht kam so auch eine eigentumspolitische Relevanz zu. Diese Arbeit zeichnet nach, wie die Selbstverortung der Richter im Spannungsfeld aus Vergangenheits- und Eigentumspolitik den Umgang mit Verfolgten der Shoah prägte – weit über die Grenzen Berlins hinaus.

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978-3-86331-491-0
352 Seiten

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Detlef Lehnert (Hg.)

Soziale Demokratie und Kapitalismus

Die Weimarer Republik im Vergleich
24.00 

Reihe Historische Demokratieforschung, Band 16

„Kapitalismus ist nicht demokratisch und Demokratie nicht kapitalistisch“ (J. Kocka/W. Merkel 2015). Aber Industriekapitalismus und moderne Demokratie gab es in Deutschland erst seit der Weimarer Republik und dann wieder in der Bundesrepublik. Die Konzepte von sozialer Demokratie und deren Spannungsverhältnis zum Kapitalismus werden in diesem Band im epochen- und länderübergreifenden Vergleich untersucht. Dabei treten neben sozialdemokratischen Exponenten (R. Hilferding, E. Lederer, F. Naphtali, K. Renner) kontrastierend auch konservative (J. Popitz, C. Schmitt) und liberale (M. J. Bonn, Vertreter des Ordoliberalismus) und schwer einzuordnende (J. Schumpeter) ins Blickfeld. Ergänzt wird dieses so auch Österreich und die USA (sowie Israel) umfassende Spektrum durch Studien zu Arbeitsbeziehungen in Deutschland und Frankreich der Zwischenkriegszeit, die Analyse eines führenden sozialwissenschaftlichen Fachorgans (AfSS ) und den Vergleich sozialstaatlicher Verfassungsnormen von „Weimar nach Bonn“.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2019 ISBN:
978-3-86331-489-7
334 Seiten

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Hans-Christian Jasch (Hrsg.), Stephan Lehnstaedt (Hrsg.)

Verfolgen und Aufklären: Die erste Generation der Holocaustforschung

Crimes Uncovered: The First Generation of Holocaust Researchers (dt.-engl.)
24.00 

„Verfolgen und Aufklären. Die erste Generation der Holocaustforschung“ ist der Begleitband zu der gleichnamigen Wanderausstellung der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, des Touro College Berlin und der Wiener Library, London. Er präsentiert Kurzbiografien jüdischer Forscherinnen und Forscher, die sich der Zerstörung jüdischen Lebens in Europa während des Holocaust widersetzten. Sie dokumentierten das massenhafte Morden in den von den Achsenmächten besetzten Staaten Europas und versuchten, die Welt hierauf aufmerksam zu machen. Sie sammelten Fakten und gründeten erste Archive, die später die Grundlage für die Erinnerung an die Opfer und die Erforschung des Geschehens, aber auch für die Verfolgung der verantwortlichen Täter bildeten. Diese Frauen und Männer versagten den Tätern ihren endgültigen Triumph: Der millionenfache Massenmord an den europäischen Jüdinnen und Juden geriet nicht in Vergessenheit.

“Crimes Uncovered. The First Generation of Holocaust research” is the accompanying catalogue to a travelling exhibition by the Memorial and Educational Site House of the Wannsee Conference, the Touro College Berlin and the Wiener Library in London. The volume presents short biographies of a number of Jewish historians and academics who defi ed the destruction of Jewish life during the Holocaust. They documented mass murder and secured evidence while trying to alert the world to what was happening under Axis rule in Europe. They collected facts and founded archives, which later became the foundation for remembrance of the victims and for research of the events but also for the prosecution of the responsible perpetrators. These women and men thus denied the perpetrators an ultimate triumph: the mass murder of millions of European Jews did not fall into oblivion.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2019 ISBN:
978-3-86331-467-5
352 Seiten

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Halina Birenbaum

Ich suche das Leben bei den Toten

Ein Gespräch
22.00 

Herausgegeben und aus dem Polnischen übersetzt von Beate Kosmala

Halina Birenbaum, geboren 1929, überlebte das Warschauer Ghetto und die Konzentrations- und Vernichtungslager Majdanek und Auschwitz-Birkenau. Als 15-jährige „Kind-Greisin“ wurde sie nach dem Todesmarsch in Neustadt-Glewe befreit. In ihrem neuen Buch schildert sie eindrucksvoll, was der Verlust ihrer Eltern, ihres Bruders und ihrer Kindheitsfreunde bedeutete. Sie berichtet von ihrer Aliyah nach Palästina im Jahr 1947 und dem schwierigen Aufbau einer Existenz in der neuen Heimat. Immer wieder denkt sie darüber nach, wie diese Geschichte(n) vermittelt werden können, und beobachtet stets, wie Nachgeborene ihre Erzählungen aufnehmen. Ebenso reflektiert sie, wie es ihr gelang, sich Polen, dem Land ihrer Geburt, in dessen Sprache sie zu Hause ist, wieder anzunähern. Faszinierend zu lesen ist, was Halina Birenbaum als Zeitzeugin in Polen und Deutschland erlebte und wie es ihr gelang, über ihre Erinnerungen an die Shoah zu schreiben.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2019 ISBN:
978-3-86331-496-5
276 Seiten

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Steven Robins

Briefe aus Stein

Von Nazi-Deutschland nach Südafrika
24.00 

Port Elizabeth, Südafrika. Auf einem kleinen Tisch liegt ein Foto von drei Frauen. Steven Robins hatte es schon als Jugendlicher gesehen, als er in den 1970er-Jahren in der südafrikanischen Stadt aufwuchs. Erst später erfuhr er, dass das Bild die Mutter und die Schwestern seines Vaters im Jahr 1937 in Berlin zeigt, bevor sie einige Jahre später in Auschwitz getötet wurden. Allein seinem Vater und dessen jüngerem Bruder Artur war die Flucht gelungen. Der Vater schwieg über das Schicksal seiner Familie – bis sein Sohn, inzwischen ein junger Anthropologe, ihn im Jahr vor seinem Tod befragte. Doch die Informationen, die er ihm gab, waren dürftig. Jahre später entdeckte Steven über einhundert Briefe, die die Familie während des nationalsozialistischen Terrors aus Berlin an seinen Vater und Onkel geschickt hatte.
»Briefe aus Stein« ist die ergreifende Rekonstruktion einer Familiengeschichte. Steven Robins untersucht zudem die Verantwortung seines Fachgebietes, der Anthropologie, die ebenso wie die Eugenik und die Ethnologie die vermeintlich wissenschaftlichen Grundlagen für den nationalsozialistischen Rassismus legte.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2019 ISBN:
978-3-86331-477-4
320 Seiten