Gesamtverzeichnis


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Arbeit – Bewegung – Geschichte

Zeitschrift für historische Studien 2018/III
14.00 

Schwerpunkt:
Alte und Neue soziale Bewegungen

Die „Neuen Sozialen Bewegungen“ waren das Protestphänomen der 1970er-Jahre. Statt Klassenkampf beschäftigte sich die Linke mit Frauenemanzipation, Weltfrieden, Umwelt- und Denkmalschutz. Kritik wurde laut am orthodoxen Kommunismus, Sozialdemokratischen Fortschritsoptimismus und der gewerkschaftlichen Fixierung auf Lohn- und Tariffragen. Doch war diese Abgrenzung zwischen „Neu“ und „Alt“ wirklich so eindeutig? Stand die Arbeiterklasse nur neben den Sozialen Bewegungen – oder war sie nicht doch dabei?

Erscheinungsweise: 3-mal jährlich (Januar, Mai, September)

Einzelheftpreis: 14,– Euro
Jahresabonnement Inland (3 Hefte): 35,– Euro
Jahresabonnement Ausland (3 Hefte): 45,– Euro
Print & Online: 50,– Euro
Alle Preise einschl. Porto und MwSt.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2018 ISSN:
2366-2387
ISBN: 978-3-86331-432-3 223 Seiten

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

66. Jg., Heft 12 (2018)
13.00 

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft erscheint monatlich. Sie ist ein Fachorgan für Historiker, Geschichtslehrer, Archivare, Studierende und Interessenten an Geschichte und verwandten Disziplinen wie Völkerkunde, Politische Wissenschaft, Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte u. a.

Einzelheftpreis: 13,– € (zuzügl. Versandkosten und Porto)
Jahresbezugspreis Inland: 129,– € (einschl. Versand und Porto)
Jahresbezugspreis Ausland: 129,– € (zuzügl. 18,– € Versand und Porto)
Studentenvorzugsabonnement: 96,75 € (einschl. Versandkosten und Porto)

Jahresbezugspreis Print & Online: 160,– € (einschl. Versandkosten und Porto)

Alle Preise einschl. MwSt.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2018 ISSN:
0044-2828
102 Seiten

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Stefanie Schüler-Springorum (Hrsg.)

Stefanie Schüler-Springorum (Hrsg.), Jahrbuch für Antisemitismusforschung 27 (2018)

21.00 

Das Jahrbuch für Antisemitismusforschung ist ein Forum für wissenschaftliche Beiträge zur Antisemitismus-, Vorurteils- und Minderheitenforschung und will dieses disziplinär breite Spektrum bündeln. Es ist deshalb fächerübergreifend und international vergleichend ausgerichtet.

Schwerpunkte dieser Ausgabe: Antisemitismus in Literatur und Musik | Antisemitismus in Europa in Geschichte und Gegenwart | Verschwörungstheorien | Debatte: Mit Rechten reden

Preis im Abonnement: 16.00 Euro

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2018 ISBN:
978-3-86331-447-7
256 Seiten

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Andreas A. Apelt, Robert Grünbaum, Heike Tuchscheerer (Hrsg.)

Der lange Schatten des Kommunismus

100 Jahre Russische Revolution und das kommunistische Erbe Europas
16.00 

Herausgegeben unter Mitarbeit von Evelyna Schmidt
im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Deutschen Gesellschaft e. V.

Bis heute werfen die Ereignisse der Russischen Revolution von 1917 Fragen auf, die für das kollektive europäische Gedächtnis von großer Bedeutung sind. Wie gehen Deutschland und Europa mit ihrer totalitären Erfahrung um? Welche Erinnerungskultur hat sich entwickelt und wie beeinflusst sie die Politik in den jeweiligen Ländern? Welche Rolle spielt die kommunistische Ideologie im öffentlichen Diskurs?
100 Jahre nach der Russischen Revolution diskutieren und analysieren Experten aus dem In- und Ausland das kommunistische Vermächtnis.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2018 ISBN:
978-3-86331-438-5
170 Seiten

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Wolfgang Benz

Gewalt im November 1938

Die „Reichskristallnacht“ – Initial zum Holocaust
19.00 

Mit der „Reichskristallnacht“ begann offene Gewalt gegen Juden, staatlich inszeniert, ausgeübt nicht nur von fanatischen Nationalsozialisten, sondern auch von Menschen, die zuvor freundliche Nachbarn und friedliche Mitbürger waren. Die Gewalt im November 1938 – Brandstiftung gegen Synagogen, Plünderung und öffentliche Misshandlung der Juden – war ein Rückfall in finstere Barbarei. Ihr folgten die Beraubung und Entrechtung der Juden durch die Regierung, die NSDAP und eine willfährige Bürokratie, Anfang 1939 war die wirtschaftliche und öffentliche Existenz der deutschen Juden zerstört. Ghettoisierung in „Judenhäusern“, Reglementierung des Alltags, Zwangsarbeit und schließlich völliger Rechtlosigkeit folgten das Verbot der Auswanderung, die Kennzeichnung mit dem „Judenstern“, die Deportation in Ghettos und Vernichtungsstätten im Osten und der organisierte systematische Judenmord. Die „Reichskristallnacht“ war der Auftakt zum Holocaust.

Ein Beitrag zum Thema von Wolfgang Benz erschien unter dem Titel „Hannchen B. war begeistert“ in der ZEIT, Nr. 45 vom 31. Oktober 2018, online ist er ebenfalls zu erwerben.

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978-3-86331-421-7
232 Seiten

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Kurt Eisner

Arbeiter-Feuilleton

Band 2: 1912–1913
19.00 

Ediert, eingeleitet und herausgegeben von Cornelia Baddack, Swen Steinberg, Frank Jacob, Sophia Ebert und Doreen Pöschl

Reihe Kurt Eisner-Studien • Band 3

Zwischen Dezember 1909 und Mai 1917 stellte Kurt Eisner eigene Artikel und die Texte befreundeter Autorinnen und Autoren in seinem „Arbeiter-Feuilleton“ zusammen und schickte sie an die Redaktionen vorrangig sozialdemokratischer Zeitungen. Eisner kritisierte in diesen Feuilletons soziale Missstände, er kommentierte das politische Tagesgeschehen oder die deutsche Außenpolitik und legte zudem politische Karikaturen historischer oder regierender Staatsmänner sowie des aktuellen Pressebetriebs vor. Eine Auswahl dieser reichhaltigen journalistischen Arbeiten wird in diesem und weiteren Bänden der Kurt Eisner-Studien erstmals einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

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978-3-86331-433-0
162 Seiten

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Kurt Eisner

Arbeiter-Feuilleton

Band 3: 1914–1917
19.00 

Ediert, eingeleitet und herausgegeben von Doreen Pöschl, Swen Steinberg, Frank Jacob, Cornelia Baddack und Sophia Ebert

Reihe Kurt Eisner-Studien • Band 4

Zwischen Dezember 1909 und Mai 1917 stellte Kurt Eisner eigene Artikel und die Texte befreundeter Autorinnen und Autoren in seinem „Arbeiter-Feuilleton“ zusammen und schickte sie an die Redaktionen vorrangig sozialdemokratischer Zeitungen. Eisner kritisierte in diesen Feuilletons soziale Missstände, er kommentierte das politische Tagesgeschehen oder die deutsche Außenpolitik und legte zudem politische Karikaturen historischer oder regierender Staatsmänner sowie des aktuellen Pressebetriebs vor. Eine Auswahl dieser reichhaltigen journalistischen Arbeiten wird in diesem und weiteren Bänden der Kurt Eisner-Studien erstmals einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

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978-3-86331-434-7
172 Seiten

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Horst Seferens (Hrsg.)

Schwierige Nachbarschaft?

Das Verhältnis deutscher Städte zu „ihren“ Konzentrationslagern vor und nach 1945
19.00 

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 23

Der Band versammelt die Beiträge einer Tagung, die 2016 anlässlich der 800-Jahr-Feier der Stadt Oranienburg in der Gedenkstätte Sachsenhausen stattfand. Im Mittelpunkt stand dabei das Verhältnis von Konzentrationslagern zu den Städten und Gemeinden, auf deren Territorium sie sich befanden, sowie zu den Einwohnern als Nachbarn der Konzentrationslager. Dabei ging es zum einen um eine historische Perspektive, die sowohl die NS-Zeit als auch die Nachnutzung der Lager und die Gründung von Gedenkstätten in den Blick nimmt, und zum anderen um die aktuelle Fragestellung nach dem heutigen Verhältnis zwischen Kommunen und Gedenkstätten.

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978-3-86331-423-1
178 Seiten

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

66. Jg., Heft 11 (2018)
13.00 

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft erscheint monatlich. Sie ist ein Fachorgan für Historiker, Geschichtslehrer, Archivare, Studierende und Interessenten an Geschichte und verwandten Disziplinen wie Völkerkunde, Politische Wissenschaft, Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte u. a.

Einzelheftpreis: 13,– € (zuzügl. Versandkosten und Porto)
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Studentenvorzugsabonnement: 96,75 € (einschl. Versandkosten und Porto)

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0044-2828
96 Seiten

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Francesco Fausto Nitti

Pferde: 8 – Personen: 70

Von Südfrankreich nach Dachau. Ein zeitgenössischer Bericht über den „Geisterzug“ 1944
16.00 

Aus dem Französischen von Günter Leitzgen
Herausgegeben von Charlotte Kitzinger und Markus Roth

Studien und Dokumente zur Holocaust- und Lagerliteratur,
Band 6

Über acht Wochen irrte der „Geisterzug“ im Sommer 1944 mit jüdischen Gefangenen und Widerstandskämpfern durch das besetzte Frankreich. Sein Ziel war das Konzentrationslager Dachau. Francesco Nitti, einer der Deportierten, konnte unterwegs aus dem fahrenden Zug entkommen. Unmittelbar nach seiner Flucht schrieb er diesen eindringlichen und packenden Bericht. Es ist ein Zeugnis nicht nur vom Irrsinn der nationalsozialistischen Deportations- und Repressionspraxis, sondern auch vom Mut und der Selbstbehauptung der Verfolgten.

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978-3-86331-418-7
120 Seiten

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Barbara Schäfer

Israel unter den Völkern

Zum Ende des Zionismus
22.00 

Was wollten die Zionisten, als sie auf ihrem ersten Kongress 1897 eine »öffentlich-rechtlich gesicherte Heimstätte in Palästina« für Juden proklamierten: einen »Judenstaat«, wie Theodor Herzl ihn entwarf? Ein »geistiges Zentrum«? Die Diskussionen über die Form des neuen Gemeinwesens, die Rolle der Religion und den Status der lokalen, mehrheitlich arabischen Bevölkerung waren kontrovers. Zu einer einheitlichen Position gelangten die Zionisten und ihre innerjüdischen Widersacher nie. Bis heute sind viele Fragen ungelöst – nur die zentrale Forderung nach politischer Souveränität wurde mit der Staatsgründung 1948 erfüllt. Die Studie geht der Frage nach, ob der Zionismus seine Ziele erreicht oder ob er sich nach der Staatsgründung überlebt hat.

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978-3-86331-428-6
218 Seiten

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Franziska Jahn

Das KZ Riga-Kaiserwald und seine Außenlager 1943–1944

Strukturen und Entwicklungen
24.00 

„So schrecklich wie es war, so viele Tage werden wir noch daran zurückdenken. Wer weiß, was uns jetzt wieder bevorsteht“, schrieb Lore Oppenheimer am Tag ihrer Überstellung aus dem Rigaer Ghetto in das wenige Kilometer entfernte KZ Riga-Kaiserwald. Die Auflösung der Ghettos und die Errichtung von Konzentrationslagern im deutsch besetzten Baltikum stellten seit Frühjahr 1943 eine erneute Radikalisierung der NS-Judenpolitik dar und waren ein weiterer Schritt zur Vernichtung der dort inhaftierten Jüdinnen und Juden. Die Studie rekonstruiert erstmals die Strukturen und Entwicklungen des KZ Riga-Kaiserwald und seiner Außenlager und gibt umfassende Einblicke in die Lebenswelt seiner Häftlinge.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2018 ISBN:
978-3-86331-427-9
471 Seiten

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Wolfgang Benz (Hrsg.)

Antisemitismus in der DDR

Manifestationen und Folgen des Feindbildes Israel
19.00 

Antisemitismus war in der DDR, die als antifaschistischer Staat begründet wurde, per se nicht artikulierbar und scheinbar auch nicht vorhanden. Als Element faschistischer Ideologie galt Antisemitismus als überwunden. Dagegen gehörte der politisch instrumentalisierte Antizionismus, der Israel als Feindstaat definierte, jahrelang zur Staatsdoktrin. Die Folgen des negativen Israelbildes sind bis heute spürbar. Vor dem Hintergrund einer neu auflebenden Fremdenfeindlichkeit ist es geboten, die Traditionen und Wirkungen judenfeindlicher Ressentiments in der DDR in den Blick zu nehmen. In zehn Beiträgen wird mit diesem Band ein Versuch dazu unternommen.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2018 ISBN:
978-3-86331-436-1
275 Seiten

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Ewald Ochel

„Was die nächste Zeit bringen wird, sind Kämpfe.“

Erinnerungen eines Revolutionärs (1914–1921)
24.00 

Herausgegeben und mit einer biografischen Notiz versehen von Joachim Schröder

Mitunter muten sie an wie ein Schelmenroman: die Erinnerungen von Ewald Ochel. Sozialdemokrat, dann Kommunist, kein Theoretiker – ein Praktiker der Revolution 1918/19. Parteiisch, rastlos, turbulent schildert Ochel seine Erlebnisse: Widerstand gegen den Krieg, Desertion und Flucht in die Niederlande, die Herausgabe der Zeitung „Der Kampf“ in Amsterdam an der Seite Carl Minsters und Wilhelm Piecks, die Beteiligung an der Revolution an vorderster Front in seiner Heimatstadt Düsseldorf und in der Münchner Räterepublik. Ochels Perspektive spiegelt die Sicht Hunderttausender, die von den Ergebnissen der Revolution enttäuscht waren und in das Lager der radikalen Linken wechselten. Kritisch kommentiert, eingeordnet und mit zahleichen Dokumenten und Abbildungen durch den Herausgeber ergänzt.

Joachim Schröder, Historiker (1973), wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus an der Hochschule Düsseldorf und Leiter des Erinnerungsortes Alter Schlachthof. Forschungen und Publikationen zur Geschichte des Nazismus, der Weltkriege, des Sozialismus und Kommunismus.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2018 ISBN:
978-3-86331-435-4
311 Seiten

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Andreas Weigelt

Vorwurf: Aktiver Nazi, Werwolf oder Agent

Die Verhaftungspraxis sowjetischer Geheimdienste in und um Bad Freienwalde 1945–1955
19.00 

Schriftenreihe der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Band 11

Über 120 000 Menschen waren zwischen 1945 und 1950 in sowjetischen Speziallagern in der SBZ interniert oder inhaftiert, weitere 1000 wurden darüber hinaus bis 1955 von sowjetischen Geheimdiensten festgenommen und zum Teil von Militärtribunalen verurteilt. Wer waren diese Menschen, was wurde ihnen vorgeworfen und trafen die Vorwürfe zu? Die vorliegende Fallstudie geht diesen Fragen nach. Die frühere Kreisstadt Bad Freienwalde wurde zufällig ausgewählt und steht nicht exemplarisch für alle Orte in der SBZ oder DDR. Doch da es bisher keine überprüften Angaben über die von den sowjetischen Geheimdiensten nach dem Zweiten Weltkrieg festgenommenen Bürgerinnen und Bürger gibt, kann die Studie Aufschlüsse über die Verhaftungspraxis geben und Anregungen für weitere Forschungen liefern.
Auf der Basis umfangreicher sowjetischer und deutscher Quellen in vielen Archiven rekonstruiert Andreas Weigelt die Biografien von nahezu 319 in Bad Freienwalde und Umgebung zwischen 1945 und 1955 festgenommenen Personen.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2018 ISBN:
978-3-86331-441-5
326 Seiten

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Susanne Urban

„Mein einziges Dokument ist die Nummer auf der Hand …“

Aussagen Überlebender der NS-Verfolgung im International Tracing Service
22.00 

Frühe Erinnerungen Überlebender der Shoah und der nationalsozialistischen Verfolgung wurden erst in jüngster Zeit neu entdeckt und erforscht. Auch ein Quellenfundus aus dem International Tracing Service (ITS) mit Fragebögen, in denen rund 1000 Überlebende Zeugnis ablegten, war lange Jahre in Wissenschaft und Öffentlichkeit nahezu unbekannt. Dieser Band präsentiert die Dokumente, ihre Herkunft und die darin enthaltene Stimmenvielfalt Überlebender.

»Das Verdienst des Buches ist, dass es kaum bekannte, wenige Jahre nach der Befreiung abgelegte Zeugnisse dokumentiert und jedem Interessierten zugänglich macht.«
Otto Dov Kulka (Hebrew University Jerusalem)

»Eindrucksvoll und bewegend zugleich wird den frühen Stimmen der Überlebenden Gehör verschafft.«
Johannes-Dieter Steinert (University of Wolverhampton)

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978-3-86331-429-3
224 Seiten

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Marianne Bechhaus-Gerst/Joachim Zeller (Hrsg.)

Deutschland postkolonial?

Die Gegenwart der imperialen Vergangenheit
29.00 

Der Umgang mit der Kolonialgeschichte, die hierzulande lange im Schatten der Aufarbeitung des Nationalsozialismus und des Holocaust stand, unterliegt gegenwärtig einem grundlegenden Wandel. Zwar zählt auch Deutschland faktisch zu den postkolonialen Gesellschaften Europas, doch ist diese Tatsache kaum in das Bewusstsein der Menschen und in das Handeln der Politik vorgedrungen. Der Sammelband zieht Bilanz und will zugleich die notwendige Auseinandersetzung um eine Dekolonisierung globaler wie lokaler Machtverhältnisse und eine Dekolonialisierung der immer noch dominierenden Wissens- und Deutungsmacht des »Westens« anregen. Die aktuellen Debatten um den Völkermord an den Herero und Nama oder die koloniale Beutekunst im geplanten Humboldt Forum in Berlin richten den Fokus ein ums andere Mal auf eine koloniale Vergangenheit, die nicht vergehen will.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2018 ISBN:
978-3-86331-393-7
579 Seiten

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Detlef Lehnert (Hrsg.)

Wahl- und Stimmrechtskonflikte in Europa

Ursprünge – Neugestaltungen – Problemfelder
24.00 

Historische Demokratieforschung 14

Wahlen gehören neben Freiheitsrechten zu den wichtigsten Grundlagen für jede Demokratie. Ein gleiches Stimmrecht für die gesamte erwachsene Staatsbürgergesellschaft wurde im 20. Jahrhundert immer mehr zum demokratischen Standard. Dies schloss zunehmend die Einführung des Frauenwahlrechts ein, dessen 100. Jahrestag in Deutschland und einigen Nachbarstaaten mit impulsgebend für diese Publikation ist. Jenseits demokratischer Erfolgsgeschichten werden auch die konfliktreichen Wege der Partizipationserweiterung von modernen Wahlrechtsursprüngen bis zu Gegenwartsfragen wie dem Ausländerstimmrecht betrachtet. Dabei werden Studien zu Wahlkämpfen und Analysen zu Parteiensystemen einbezogen. Außer deutschen Problemlagen und Seitenblicken in die USA gelten die Länderstudien dieses Bandes Großbritannien, Frankreich, Italien, Österreich und der Schweiz. Dabei werden rechts-, politik- und geschichtswissenschaftliche Perspektiven kombiniert.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2018 ISBN:
978-3-86331-440-8
327 Seiten

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Inge Deutschkron

Auschwitz war nur ein Wort

Berichte über den Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963–1965
24.00 

Herausgegeben und aus dem Englischen übertragen von Beate Kosmala

Über den ersten Frankfurter Auschwitzprozess (1963–1965), der die Deutschen mit der Judenvernichtung konfrontierte und die deutsche Gesellschaft nachhaltig veränderte, berichtete auch die Journalistin Inge Deutschkron. Vielen wurde sie bekannt durch ihre Überlebensgeschichte als verfolgte Jüdin im Berliner Untergrund. Der Band, eine Hommage an Inge Deutschkron, versammelt einen Großteil ihrer täglichen Berichte aus Frankfurt nach Tel Aviv, die sie als Bonner Deutschlandkorrespondentin der israelischen Zeitung Maariv verfasste, sowie einige Reportagen über den Auschwitz-Prozess. Sie stand vor der fast unlösbaren Aufgabe, das Grauen von Auschwitz und die Versuche, diesem Verbrechen mit juristischen Mitteln zu begegnen, ihren israelischen Lesern nahezubringen, unter denen viele Überlebende waren.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2018 ISBN:
978-3-86331-417-0
328 Seiten

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

66. Jg., Heft 10 (2018)
13.00 

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft erscheint monatlich. Sie ist ein Fachorgan für Historiker, Geschichtslehrer, Archivare, Studierende und Interessenten an Geschichte und verwandten Disziplinen wie Völkerkunde, Politische Wissenschaft, Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte u. a.

Einzelheftpreis: 13,– € (zuzügl. Versandkosten und Porto)
Jahresbezugspreis Inland: 129,– € (einschl. Versand und Porto)
Jahresbezugspreis Ausland: 129,– € (zuzügl. 18,– € Versand und Porto)
Studentenvorzugsabonnement: 96,75 € (einschl. Versandkosten und Porto)

Jahresbezugspreis Print & Online: 160,– € (einschl. Versandkosten und Porto)

Alle Preise einschl. MwSt.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2018 ISSN:
0044-2828
100 Seiten

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Günter Morsch (ed.), Yvonne Dörschel (Support)

The Concentration Camp SS 1936–1945: Division of Labour among the Perpetrators in Sachsenhausen Concentration Camp

An exhibition at the historical site
24.00 

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten,
Band 56

The exhibition in the preserved original “Commandant‘s House” shows the collaboration and intermeshed organization of the six departments of the command staff and the concentration camp guard troops in the planning and execution of mass killing operations. Specifically, the exhibition focuses on two of the larger killing operations, which took place in 1941 and 1945. It also examines the biographies of SS perpetrators and the legal prosecution of the crimes they committed in Sachsenhausen concentration camp. The catalogue contains almost all texts and numerous illustrations from the permanent exhibition “The Concentration Camp SS 1936-1945: Division of Labour among the Perpetrators in Sachsenhausen Concentration Camp”

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2018 ISBN:
978-3-86331-420-0
426 Seiten

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Susanne Beer

Die Banalität des Guten

Hilfeleistungen für jüdische Verfolgte 1941–1945
24.00 

Schätzungen gehen davon aus, dass sich während des Zweiten Weltkriegs einige Zehntausend Deutsche dazu entschlossen, jüdische Verfolgte bei der Flucht vor den Deportationen zu unterstützen. Wie lässt sich die Entstehung dieser Form des Widerstands im Land der Täter erklären? Die vorliegende Untersuchung lädt dazu ein, Schritt für Schritt nachzuvollziehen, wie sich die Praxis der Hilfe entfaltete. Dabei wird deutlich, dass es mitunter recht banale Umstände waren, die den Prozess in Gang brachten. Zugleich treten Widersprüche im Verhalten der Helfenden zutage, die unsere Vorstellungen vom Wesen des Guten ins Wanken bringen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2018 ISBN:
978-3-86331-396-8
385 Seiten

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Ingrid Belke

Intellektuelle, Demokraten, Emigranten

Lebensbilder und Studien zum Widerstand gegen die politischen Katastrophen des 20. Jahrhunderts
24.00 

Herausgegeben von Wolfgang Benz

Am 24. September 2017 verstarb die Historikerin und Literaturwissenschaftlerin Ingrid Belke. Zum ersten Jahrestag ihres Todes erscheint diese Anthologie aus ihrem umfangreichen und vielfältigen Werk. Die Auswahl bietet mit sieben großen Artikeln und ebenso vielen Kurzbeiträgen einen Querschnitt durch das intellektuelle Spektrum der Autorin und ihres Schaffens. Im Mittelpunkt stehen die deutsch-jüdische Geschichte, die Weimarer Republik, der Nationalsozialismus, das Exil und, als Nukleus, das Frankfurter Institut für Sozialforschung.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2018 ISBN:
978-3-86331-425-5
293 Seiten

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Stefanie Johnen

Die Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin

Kunsthochschulgeschichte zwischen Weimarer Republik und NS-Diktatur
29.90 

Die Berliner Kunsthochschule existierte von 1924 bis 1939 unter dem programmatischen Namen „Vereinigte Staatsschulen für freie und angewandte Kunst“. Diese Geschichte der Fakultäten für Bildende Kunst und Gestaltung an der heutigen „Universität der Künste“ verlief parallel zu derjenigen des „Bauhauses“, ist aber weitgehend vergessen. Die Vereinigten Staatsschulen entstanden mit der „modernen Bewegung“ und der Revolution von 1918/19 und waren ein Reformmodell der preußischen Regierungskoalition 1919–1932. Nach 1933 begann der Rückbau hin zu einer konventionellen Akademie.
Die Studie zeichnet diese Entwicklung nach und liefert neue Erkenntnisse zur sozialliberalen Kulturpolitik in Preußen bis Anfang der 1930er-Jahre. Ebenso gerät die NS-Kulturpolitik ins Sichtfeld, die vom modernen Flügel der nationalsozialistischen Bewegung beeinflusst war. Dabei wird deutlich, dass neue Konzepte trotz Säuberungen und Gleichschaltung fortgeführt werden konnten.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2018 ISBN:
978-3-86331-415-6
532 Seiten

Keßler. u. a. Dissidente Kommunisten.Cover
Knud Andresen, Mario Kessler, Axel Schildt (Hrsg.)

Dissidente Kommunisten

Das sowjetische Modell und seine Kritiker
22.00 

Im Zentrum des Sammelbandes stehen ehemalige Kommunisten aus West- und Mitteleuropa, die nach 1945 zu Kritikern des sowjetischen Modells und der daran orientierten Staatenwelt wurden. Vorrangig über personengeschichtliche Zugänge sollen Brüche im Denken und Handeln von Akteuren untersucht werden, die sich der kommunistischen Weltanschauung und Politik verpflichtet hatten. Auch wenn der orthodoxe Kommunismus zunehmend erodierte, besaßen seine Grundlagen gleichwohl eine nur langsam nachlassende Bindekraft. Jenseits von Kampfbegriffen wie dem des Renegaten wird der Blick auf teils prominente, teils weniger bekannte Personen geworfen, die nach ihrem Bruch mit dem Sowjetkommunismus ihren Platz in einer vielgestaltigen demokratischen Linken fanden.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2018 ISBN:
978-3-86331-426-2
264 Seiten

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Karina Korecky, Andrea zur Nieden

Psychiatrischer Alltag

Zwang und Reform in den Anstalten des Landschaftsverbandes Rheinland (1970–1990)
24.00 

Mit einem Beitrag von Enric J. Novella und Thorsten Noack

RHEINPROVINZ. Dokumente und Darstellungen zur Geschichte der rheinischen Provinzialverwaltung
und des Landschaftsverbandes Rheinland. Anstaltswelten Bd. 27/II

Seit Anfang der 1970er-Jahre stand die Psychiatrie zunehmend im Blickpunkt einer kritischen Öffentlichkeit. Es begann ein Reformprozess der Anstalten in der Bundesrepublik. Der Landschaftsverband Rheinland, Träger der Landeskrankenhäuser, spielte in dieser Entwicklung eine wichtige Rolle. Die Studie zeigt, wie kontrastreich und widersprüchlich sich die Praxis der Reform aus der Sicht von Patientinnen und Patienten tatsächlich vollzog. Allmähliche Veränderungen des öffentlichen Diskurses, des Behandlungsstils, der Klinikkultur und des Selbstverständnisses von Betroffenen führten zu einem neuen, institutionell manifestierten Verhältnis von Hilfe und Zwang, Schutz und Disziplinierung. Die Montage verschiedener Quellen erzeugt ein vielschichtiges Bild vom Klinikalltag in den ersten beiden Jahrzehnten der Psychiatriereform.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2018 ISBN:
978-3-86331-430-9
359 Seiten

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Frank Sparing

Zwischen Verwahrung und Therapie

Psychiatrische Unterbringung und Behandlung im Bereich des Landschaftsverbandes Rheinland von 1945 bis 1970
24.00 

Einführung: Thorsten Noack

RHEINPROVINZ. Dokumente und Darstellungen zur Geschichte der rheinischen Provinzialverwaltung
und des Landschaftsverbandes Rheinland. Anstaltswelten Bd. 27/I

Die Studie befasst sich mit der Unterbringung und Behandlung von Patientinnen und Patienten in psychiatrischen Anstalten des Landschaftsverbandes Rheinland von 1945 bis 1970. Sie nimmt am Beispiel von sechs Anstalten erstmals die psychiatrische Versorgung einer ganzen Region in vergleichender Perspektive in den Blick. Untersucht werden insbesondere das Verhältnis von Kontinuität und Bruch zum Nationalsozialismus, die Entwicklung des Patientenalltags in psychiatrischen Anstalten sowie die Bedingungen für Modernisierung und institutionellen Wandel der klinischen Psychiatrie.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2018 ISBN:
978-3-86331-431-6
416 Seiten

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Winfried Nerdinger, Christoph Wilker (Hrsg.)

Die Verfolgung der Zeugen Jehovas in München 1933–1945

Publikation zur Ausstellung
36.00 

Die Zeugen Jehovas wurden als erste Glaubensgemeinschaft von den Nationalsozialisten verboten und während der gesamten NS-Zeit rücksichtslos verfolgt. In den Konzentrationslagern erhielten sie mit einem lila Winkel eine eigene Kennzeichnung als »Bibelforscher«. Da sie aus Glaubensgründen den Kriegsdienst verweigerten, wurden viele von ihnen hingerichtet. Artikel 4 Absatz 3 im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland – »Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden« – ist eine direkte Antwort auf die Verbrechen des NS-Regimes an den Zeugen Jehovas. Obwohl deren Glaubensfestigkeit somit einen Widerhall im Grundgesetz fand, wird ihr Schicksal in der NS-Zeit nur peripher beachtet. In der DDR wurden die Zeugen Jehovas sogar schon 1950 wieder verboten und eingesperrt. Eine ausdrückliche Rehabilitierung fehlt bis heute. Mit der Ausstellung und Publikation über die Verfolgung der Münchner Zeugen Jehovas setzt das NS-Dokumentationszentrum seine Aufklärungsarbeit über Verfolgtengruppen fort und möchte den »vergessenen Opfern« wieder ein Gesicht, eine Biografie und einen Platz in der Stadtgeschichte geben.

Rezension von Joachim Goetz in der Abendzeitung vom 28. September 2018

Beitrag von Antje Dechert auf BR 24 vom 29. September 2018 

Rezension von Frank-Rutger Hausmann, in: Informationsmittel (IFB): digitales Rezensionsorgan für Bibliothek und Wissenschaft

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978-3-86331-401-9
280 Seiten

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Henry H. Oster

Rechts zum Leben, links zum Tod

Ein jüdischer Junge überlebt Litzmannstadt, Auschwitz und Buchenwald
19.00 

Kleine Reihe des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, Bd. 1

Henry Heinz Oster war vier Jahre alt, als er im März 1933 an der Hand seines Vaters die Straßen Kölns entlangspazierte, und ein 16-jähriges, dem Tode nahes Waisenkind, als er in Buchenwald im April 1945 befreit wurde. Die Erlebnisse dieser zwölf Jahre schildert er aus der Perspektive des Kindes, Jungen und Jugendlichen. Seine Autobiografie ist ein eindrückliches Zeugnis über den alltäglichen Antisemitismus, die Gewalterfahrungen, schließlich das Ausgeliefertsein im Ghetto und in den Lagern. Von den 2011 jüdischen Kölnerinnen und Kölnern, die im Oktober 1941 in das Ghetto Litzmannstadt deportiert wurden, haben nur 23 überlebt. Henry H. Oster ist einer von ihnen.

Dr. Henry H. Oster, geboren 1928 in Köln, unterhielt fünfzig Jahre lang eine Augenarztpraxis in Los Angeles. Kaum ein Patient ahnte, welche schmerzhaften Erfahrungen ihr Arzt als jüdischer Junge während der Jahre 1933 bis 1945 hatte machen müssen. 37 seiner Angehörigen, darunter die Eltern und Großeltern, wurden während des Nationalsozialismus ermordet. Nie wieder wollte er Deutsch sprechen, nie wieder deutschen Boden betreten. 2010 brach er diesen Schwur und kehrte das erste Mal in seine Geburtsstadt zurück. Mit dieser Autobiografie legt er nun Zeugnis ab, um die Erinnerung an die Ermordeten zu bewahren und die junge Generation für ein Engagement für eine gerechte Welt zu gewinnen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2018 ISBN:
978-3-86331-437-8
235 Seiten

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Klaus Bästlein

Der Fall Globke

Propaganda und Justiz in Ost und West
22.00 

Hans Globke kommentierte nicht nur die NS-Rassengesetze, sondern verfasste auch jene Verordnungen, die der Deportation der Juden den Weg bereiteten. Dennoch machte ihn Adenauer zum Chef des Bundeskanzleramts. Sein Name symbolisiert die Integration der NS-Eliten in die westdeutsche Gesellschaft. Sein Fall steht auch für das desaströse Scheitern der NS-Strafverfolgung in der Bundesrepublik. Globke wurde zum Ziel wütender Propaganda-Attacken des SED-Regimes. Das Oberste Gericht der DDR verurteilte ihn 1963 in Abwesenheit wegen Mittäterschaft am Judenmord zu lebenslangem Zuchthaus. Das bemerkenswerte Urteil ist aber kaum bekannt. Der Fall Globke führt zu den Mythen und Legenden der Nachkriegszeit. Er ist ein Lehrstück über Justiz und Propaganda in Ost und West.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2018 ISBN:
978-3-86331-424-8
304 Seiten