Gesamtverzeichnis


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Jehoschua Ahrens, Karl-Hermann Blickle, David Bollag, Johannes Heil (Hrsg.)

Hin zu einer Partnerschaft zwischen Juden und Christen

Die Erklärung orthodoxer Rabbiner zum Christentum
19.00 

»Wir möchten den Willen unseres Vaters im Himmel tun, indem wir die uns angebotene Hand unserer christlichen Brüder und Schwestern ergreifen. Juden und Christen müssen als Partner zusammenarbeiten, um den moralischen Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen.« Mit diesen Worten beginnt die Erklärung von mehr als 50 orthodoxen Rabbinern vom 3. Dezember 2015, die zu einem neuen Verhältnis zwischen Juden und Christen aufruft. Damit soll den moralischen Herausforderungen unserer Zeit auch theologisch wirksam begegnet werden. Bedeutet die Erklärung einen Paradigmenwechsel im jüdisch-christlichen Verhältnis? Welche Widerstände, aber auch Chancen der praktischen Zusammenarbeit sind auf jüdischer und christlicher Seite abzusehen? Zwei der Initiatoren und Mitverfasser des Textes erläutern Kontext, Entstehung und die Absicht der Erklärung. Weitere prominente jüdische, evangelische und katholische Autoren diskutieren Rezeption und Wirkungen der Erklärung und die Zukunft des jüdisch-christlichen Dialogs. Mit Grußworten von Rabbiner Shlomo Riskin, Kurt Kardinal Koch, Präses a. D. Nikolaus Schneider und Rabbiner Shaul Friberg.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2017 ISBN:
978-3-86331-331-9
272 Seiten

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Ich habe nie eine Heldin aus mir gemacht

Die Ravensbrück-Überlebende Alicja Gawlikowska-Swierczynska im Gespräch mit Dariusz Zaborek
19.00 

ÜberLebenszeugnisse, Band 9

Herausgegeben von Insa Eschebach und Andrea Genest
Aus dem Polnischen übersetzt von Ulrike Bischof

„Ich sagte ihr, dass ich nie eine Heldin aus mir gemacht habe. Ich bin konsequent. Ich habe mich bewusst entschieden, im Widerstand zu arbeiten, ich kannte die Gefahren, und ich wundere mich nicht darüber, dass die Deutschen mich eingesperrt haben. Das hätte ich an ihrer Stelle auch getan. Weshalb soll ich mich als Opfer fühlen?“
Alicja Gawlikowska war knapp vier Jahre lang im Frauen- Konzentrationslager Ravensbrück inhaftiert. In Gesprächen mit dem Journalisten Dariusz Zaborek berichtet sie von ihrem Engagement in der Polnischen Heimatarmee im besetzten Warschau. Sie schildert ihre Erfahrungen im Konzentrationslager und erzählt aus ihrem Leben als Ärztin im Nachkriegspolen. Seit den 1980er-Jahren war die liberal denkende Alicja Gawlikowska-Swierczynska in der Solidarnosc-Bewegung engagiert.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2017 ISBN:
978-3-86331-334-0
234 Seiten

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Internationaler Freundeskreis e. V. für die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück (Hrsg.)

Zwangsarbeit für Siemens im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück

Kommentierte Berichte von Zeitzeuginnen
24.00 

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 19

Von August 1942 bis April 1945 unterhielt die Firma Siemens & Halske AG eine sogenannte Fertigungsstelle direkt neben dem Frauenkonzentra tions lager Ravensbrück. In diesem Rüstungs betrieb mussten bis zu 2300 weibliche Häftlinge gleichzeitig Zwangs arbeit leisten. Im Zentrum der vorliegenden Quellenedition stehen Auszüge aus Erinne rungsberichten von Überlebenden, die aus 15 europäischen Ländern stammten. Der Band enthält einen Querschnitt durch das umfangreiche Genre autobiogra  scher Texte: Briefe, Zeugenaussagen, Haftberichte, Tagebücher, Entschädigungsanträge, Autobiogra en und Interviews. Dokumentiert wird das System der Zwangsarbeit im Kontext der ökonomischen Interessen der Konzentrationslager-SS und der Kriegs industrie. Die Berichte der Zeitzeuginnen spiegeln die Vielfalt ihrer Erfahrungen im „Siemens-Kommando“ wider: Sie geben Auskunft über die Arbeitsabläufe und Gewaltverhältnisse ebenso wie über den Widerstand, die Solidarität und die Selbstbehauptung der Häftlinge.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2017 ISBN:
978-3-86331-342-5
335 Seiten

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Angezettelt

Antisemitische und rassistische Aufkleber von 1880 bis heute
22.00 

Publikation zur Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum München
8. März bis 5. Juni 2017

Herausgegeben vom NS-Dokumentationszentrum München, Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin und Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg
in Zusammenarbeit mit Isabel Enzenbach

Anhand weitgehend unbekannter Marken und Aufkleber erzählt die Ausstellung „Angezettelt“ des NS-Dokumentationszentrums München die Geschichte der Judenfeindschaft seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Da das Medium bis heute weitverbreitet ist, werden auch Sticker, die gegenwärtig im öffentlichen Raum Rassismus und Neonazismus propagieren, gezeigt. Die Exposition präsentiert aber auch Formen antirassistischer Gegenwehr. Der Katalog dokumentiert die Objekte der Ausstellung und enthält einführende und begleitende Texte.

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978-3-86331-336-4
142 Seiten

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Thomas Metzger

Antisemitismus im Deutschschweizer Protestantismus 1870 bis 1950

24.00 

Studien zum Antisemitismus in Europa, Band 12

In seiner kulturgeschichtlich ausgerichteten Untersuchung wendet sich Thomas Metzger dem Antisemitismus im Deutschschweizer Protestantismus zu, der während des Untersuchungszeitraums von 1870 bis 1950 durch das Vorhandensein mehrerer theologisch-kirchenpolitischer Strömungen geprägt war. Beim Vergleich dieser Richtungen rückt der Autor die zentralen antisemitischen Diskurslinien ins Zentrum seiner Analyse und zeigt dabei deren Konjunkturen und Transformationen sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf. Die Bedeutung des Antisemitismus in Deutschland als Bezugsrahmen für die judenfeindlichen Positionen im Protestantismus der Deutschschweiz stellt in diesem Zusammenhang eine wiederkehrende Thematik dar, so etwa mit Blick auf die nationalsozialistische Politik der Verfolgung und systematischen Ermordung der europäischen Juden.

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978-3-86331-340-1
652 Seiten

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Matthias Grünzig

Für Deutschtum und Vaterland

Die Potsdamer Garnisonkirche im 20. Jahrhundert
24.00 

Kaum ein Gebäude in Deutschland ist so umstritten wie die Potsdamer Garnisonkirche. Hintergrund ist ihre politische Geschichte im 20. Jahrhundert, die seit Jahren kontrovers diskutiert wird. Für die einen war sie eine „Nazi-Kirche“, für die anderen lediglich von der NSDAP missbraucht worden. Matthias Grünzig stellt die Fakten hinter den Legenden dar. Anhand unveröffentlichter Archivdokumente zeichnet er erstmals umfassend die Geschichte der Garnisonkirche im 20. Jahrhundert nach: ihre Nutzung durch rechtsextreme Organisationen in der Weimarer Republik, die Hintergründe des „Tages von Potsdam“ und die Bedeutung der Kirche für die Nationalsozialisten. Sein besonderes Augenmerk gilt den Geschehnissen rund um den Abriss der Kirchenruine 1968. Es entsteht ein fundiertes Bild dieses bedeutsamen politischen Symbolbaus.

ZEIT ONLINE [21. 4. 2017], Ein Beitrag von Christoph Dieckmann zur Potsdamer Garnisonkirche

Neues Deutschland [18.4.2017], Buchbesprechung von Thomas Klatt

https://www.jungewelt.de [27.3.2017], Buchbesprechung

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978-3-86331-296-1
383 Seiten

20. Workshop
Frédéric Bonnesoeur u. a. (Hrsg.)

Besatzung – Vernichtung – Zwangsarbeit

Beiträge des 20. Workshops zur Geschichte und Gedächtnisgeschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager
22.00 

Herausgegeben von Frédéric Bonnesoeur, Philipp Dinkelaker, Sarah Kleinmann, Jens Kolata
und Anja Reuss

Der vorliegende Sammelband ist das Ergebnis des 20. Workshops zur Geschichte und Gedächtnisgeschichte nationalsozialistischer Konzentrationslager, der im April 2015 in Minsk stattgefunden hat. Er enthält aktuelle Forschungsbeiträge von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern aus West- und Osteuropa, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit Fragen nach politischen, ökonomischen und ideologischen Prozessen und Dynamiken im Kontext deutscher Besatzungs-, Vernichtungs- und Zwangsarbeitspolitik befassen. Einige Studien diskutieren zudem die teilweise divergierende und politisch aufgeladene Auseinandersetzung mit und um Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg und den Nationalsozialismus.

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978-3-86331-332-6
272 Seiten

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Ulrich Mählert (Hrsg.)

Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2017

29.00 

Herausgegeben von Ulrich Mählert, Jörg Baberowski, Bernhard H. Bayerlein, Bernd Faulbach, Erhard Neubert, Peter Steinbach, Stefan Triebst und Manfred Wilke im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

2017 jährt sich die Oktoberrevolution zum 100. Mal. Die Ereignisse von 1917 bedeuteten einen historischen Einschnitt: In Russland wurde der Kommunismus erstmals zur Staatsdoktrin. Seine Verfechter traten dazu an, nicht nur die Welt, sondern auch die Menschen grundlegend zu verändern. Die Folgen der Revolution sollten Generationen in aller Welt prägen. Der Kommunismus entwickelte sich zur größten Massenbewegung des 20. Jahrhunderts. Politischer Terror und Gewalt ebneten seinen Diktaturen den Weg und forderten weltweit Millionen von Opfern. Das Jahrbuch nimmt die Ereignisse und Folgen der Oktoberrevolution aus verschiedenen Perspektiven in den Blick. Darüber hinaus werden die Geschichtsbilder des kommunistischen Umsturzes und seine Rezeption kritisch reflektiert.

Download cover Inhaltsverzeichnis Februar 2017 ISBN:
978-3-86331-330-2
282 Seiten

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Jerzy Jurandot

Die Liebe sucht eine Wohnung

Eine Komödie aus dem Warschauer Getto
16.00 

Studien und Dokumente zur Holocaust- und Lagerliteratur, Band 4

Herausgegeben von Markus Roth und David Safier
Aus dem Polnischen von Danuta Strobel unter Mitarbeit von Markus Roth

Jerzy Jurandots Komödie Die Liebe sucht ein Zimmer, die im Warschauer Getto entstand und 1942 dort aufgeführt wurde, ist eine Liebeskomödie vor dem Hintergrund der Realität des Gettos – der Enge und des Hungers. Jurandot führt in flotten Dialogen, satirischen Liedern und mit manchen Verwicklungen dem Publikum eine letztlich perspektivlose Liebe und Heiterkeit vor.

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978-3-86331-333-3
159 Seiten

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Karl Heinz Roth, Hartmut Rübner

Reparationsschuld

Hypotheken der deutschen Besatzungsherrschaft in Griechenland und Europa
29.90 

Die Reparationsfrage ist nach wie vor ein brisantes und umstrittenes Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte. Während die großen Siegermächte in den ersten Nachkriegsjahren umfangreich entschädigt wurden, gingen die kleineren Länder Europas und zahlreiche Opfergruppen weitgehend leer aus. Zu ihnen gehörte auch Griechenland, das bis auf den heutigen Tag Entschädigungen für die Opfer der Massaker und die Ausplünderung seiner Volkswirtschaft einfordert. Einer umfassenden, alle ehemals besetzten Länder und alle Opfergruppen einschließenden Kriegsentschädigung hat sich die deutsche Machtelite bis heute verweigert.

Neue Zürcher Zeitung [31.3.2017], Rezension von Ahlrich Meyer, S. 26: 
„Hauptposten [des Reparationsanspruchs] sind die deutsche Zwangsanleihe bei der griechischen Zentralbank, das der jüdischen Gemeinde Thessaloniki geraubte Gold sowie die Entschädigung der über 100 griechischen Märtyrerdörfer, in denen die Wehrmacht und die SS Massaker unter der Zivilbevölkerung anrichteten. Die Autoren plädieren dafür, diese Forderungen im Rahmen der OSZU zu verhandeln und wenigstens teilweise zu erfüllen.“  (Auszug)

 „express. Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit“ [04/2017], Rezension von Rainer Butenschön:
„Das Buch liest sich fesselnd wie ein Polit-Krimi. Die präsentierten Fakten treiben jedem anständigen Menschen Zorn- und Schamesröte ins Gesicht.“  (Auszug)

 

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978-3-86331-265-7
645 Seiten

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International Holocaust Remembrance Alliance (ed.)

Research in Teaching and Learning about the Holocaust

24.00 

IHRA series, vol. 3

How is the Holocaust taught in schools? How do students make sense of this challenging subject? How are people affected by visits to Holocaust memorial sites? Empirical research on teaching and learning about the Holocaust that tackles these and other questions has grown rapidly over the past fifteen years, a period marked by the professionalization and expansion of the field. In 2013, the International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) decided to carry out a study to establish a picture of this emerging field of research. A multilingual expert team mandated to collect and review research in fifteen languages identified nearly 400 studies resulting in more than 600 publications. Three years of work resulted in this book, which carries the field beyond anecdotal reflections and moral arguments. This systematic review includes research conducted in most IHRA Member Countries as well as several non-member countries. The multilingual focus of the project enables cross-cultural analyses and the transfer of knowledge between various regions and countries. The book’s two parts present the research by language and by selected themes. This innovative transnational, translingual study reflects IHRA’s core mission: to shape and advance teaching and learning about the Holocaust worldwide.

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978-3-86331-326-5
404 Seiten

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Arbeit – Bewegung – Geschichte

Zeitschrift für historische Studien 2017/I
14.00 

Arbeit – Bewegung – Geschichte. Zeitschrift für historische Studien (bis Dezember 2015 JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung) wendet sich an Historikerinnen, Historiker, Studierende und historisch Interessierte. Sie präsentiert Ergebnisse der historischen Forschung zur deutschen, europäischen und außereuropäischen Arbeiterbewegung, zur Sozialgeschichte und Geschichte der Arbeitswelt, zur Geschichte demokratischer sozialer Bewegungen, zur Alltagsgeschichte u. a. m. Jede Ausgabe enthält wissenschaftliche Aufsätze und Mitteilungen, Beiträge zur Diskussion, biografische Skizzen, Erinnerungen, Dokumente, Berichte über wissenschaftliche Tagungen, Informationen über Projekte, wissenschaftliche Bildungseinrichtungen, Archive und Gedenkstätten sowie Buchbesprechungen.

Bis Dezember 2015: JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung
Erscheinungsweise: 3-mal jährlich (Februar, Mai, September)

Einzelheftpreis: 14,– Euro
Jahresabonnement (3 Hefte): 35,– Euro (Ausland 45,– Euro), einschl. Porto

Abonnement-Bestellungen bitte an: veitl@metropol-verlag.de

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2366-2387
216 Seiten

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Beate Meyer (Hrsg.)

Deutsche Jüdinnen und Juden in Ghettos und Lagern (1941–1945)

Lodz. Chelmno. Minsk. Riga. Auschwitz. Theresienstadt
19.00 

unter Mitarbeit von Esther Yen

Noch immer ist weitgehend unbekannt, unter welchen Bedingungen die deutsch-jüdischen Deportierten in Ghettos und Lagern lebten, welche Stellung sie in der jeweiligen Häftlingsgesellschaft einnahmen und wie sie selbst ihre Situation reflektierten. Ausgewiesene Forscher gehen diesen Fragen für größere und bekanntere Ghettos und Lager nach, in die deutsche Jüdinnen und Juden ab Oktober 1941 deportiert wurden. Biografien geben Einblick in die Lebensgeschichten der Betroffenen vor und während der nationalsozialistischen Verfolgung, über ihre Herkunft, ihren sozialen Status, ihren Umgang mit Diskriminierung und Deportation und ihre letzten Lebenszeichen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2017 ISBN:
978-3-86331-314-2
256 Seiten

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Hans-Christian Jasch, Christoph Kreutzmüller (Hrsg.)

Die Teilnehmer

Die Männer der Wannsee-Konferenz
24.00 

Erstmals vermitteln biografische, quellenbasierte Porträts ein tiefen- und trennscharfes Bild aller 15 Teilnehmer der später so genannten Wannsee-Konferenz – jener „Besprechung mit anschließendem Frühstück“, auf der hohe Repräsentanten des NS-Regimes die Planung, Organisation und Umsetzung der Ermordung der europäischen Juden erörterten. Dabei beschränken sich die Autorinnen und Autoren nicht auf die Erforschung des jeweiligen Anteils der Konferenzteilnehmer an der Durchführung der „Endlösung“. Sie verfolgen die Lebensläufe der Protagonisten – leitende Vertreter aus Ministerien und Sicherheitsbehörden –
vom Anfang ihrer politischen Tätigkeit in den Jahren unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg und in der Formierungsphase der NS-Bewegung über ihre Karrieren im „Dritten Reich“ bis in die Nachkriegszeit.

www.welt.de, Rezension von Lars-Broder Keil

www.morgenpost.de, Rezension von Susanne Leinemann

 

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2017 ISBN:
978-3-86331-306-7
336 Seiten

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Katharina Hochmuth (Hrsg.)

Krieg der Welten. Zur Geschichte des Kalten Krieges

24.00 

Herausgegeben im Auftrag des Berliner Landesbeauftragten für die Unterlagen
des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung
der SED-Diktatur, des Zentrums Kalter Krieg e. V. und der Stiftung Berliner Mauer

Im Kalten Krieg standen sich nicht nur die westliche Welt und der Ostblock gegenüber. Vielmehr wirkte die Systemkonkurrenz auch massiv auf die sogenannte Dritte Welt im globalen Süden, wo die meisten blutigen Stellvertreterkriege ausgetragen wurden. Zugleich prägte der Systemkonflikt nachhaltig die Gesellschaften in Ost und West. Die Beiträge des Bandes untersuchen die Anfänge, den Verlauf und das Ende des Kalten Krieges aus globaler wie lokaler Perspektive. Die unterschiedlichen Blickwinkel tragen auch dazu bei, ein besseres historisches Verständnis für aktuelle Problemlagen zu gewinnen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2017 ISBN:
978-3-86331-319-7
328 Seiten

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Katharina Prestel

Rezeptionen des Holocaust

Schülerinnen und Schüler lesen Anne Franks „Tagebuch“ und John Boynes „Der Junge im gestreiften Pyjama“
19.00 

Thematisiert man Texte zum Holocaust im Unterricht, so lässt sich eine Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft schlagen. Doch welchen Zugang finden Jugendliche zu solchen Texten? Die vorliegende Studie befasst sich mit der Frage nach den Rezeptionen, die Jugendliche für Anne Franks »Tagebuch« und John Boynes »Der Junge im gestreiften Pyjama« wählen. Sie zeigt im Rahmen literaturwissenschaftlicher Konzepte und didaktischer Überlegungen, welche Perspektiven Schülerinnen und Schüler auf die Texte werfen, die ihnen im Unterricht häufig vorgelegt werden. Die Studie macht auch deutlich, welche neue Rolle Authentizität, Fiktion und Empathie dabei spielen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2017 ISBN:
978-3-86331-328-9
250 Seiten

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Peter Klein

Die „Wannsee-Konferenz“ am 20. Januar 1942

Eine Einführung
12.00 

Mit einem Vorwort von Hans-Christian Jasch

Am 20. Januar 1942 fand in einer Villa am Wannsee eine anderthalbstündige Besprechung statt. Einziger Tagesordnungspunkt war die Organisation der „Endlösung der Judenfrage“. Tatsächlich ging es um ein Deportations- und Massenmordprojekt mit gewaltigen Dimensionen, über das Vertreter der Sicherheitsbehörden und der Ministerien des „Dritten Reiches“ miteinander berieten.
Der Historiker Peter Klein, ein profunder Kenner der Materie, gibt einen dichten Überblick über die Entwicklung, die zu dieser Konferenz führte, sowie zu den Inhalten, die dort erörtert wurden. Er zeigt, welche Bedeutung dieser Abstimmungsbesprechung zukommt und wie ihre Nachgeschichte verlief. Faksimiles von Schlüsseldokumenten zur „Wannsee-Konferenz“ – darunter das Ergebnisprotokoll – ermöglichen es, das Geschehen aus den Akten beteiligter Behörden zu rekonstruieren und den spezifischen Charakter dieses millionenfachen Verwaltungsmordes zu erfassen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2017 ISBN:
978-3-86331-327-2
102 Seiten

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Insa Eschebach, Gabriele Hammermann, Thomas Rahe (Hrsg.)

Repatriierung

16.00 

Konzentrationslager. Studien zur Geschichte des NS-Terrors, Heft 2

Herausgegeben im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft KZ-Gedenkstätten

Die Repatriierung der befreiten KZ-Häftlinge, Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter war ein komplexer Vorgang, der in engem Zusammenhang mit mehreren historischen Entwicklungen der unmittelbaren Nachkriegszeit stand. Dies gilt etwa für die Nachgeschichte der befreiten Lager, die Geschichte der Displaced Persons und der für sie in Ost und West eingerichteten Lager, für Flucht und Migration in der unmittelbaren Nachkriegszeit oder auch für den Konflikt zwischen Ost und West, der sich schnell im Kalten Krieg zuspitzte.
Die nationalen Kontexte der Repatriierungen zur Zeit des beginnenden Kalten Krieges sind erst in jüngerer Zeit in den Blick der historischen Forschung gerückt. In ihrer zweiten Ausgabe befasst sich die Zeitschrift „Konzentrationslager. Studien zur Geschichte des NS-Terrors“ mit der Rückkehr der ehemaligen KZ-Häftlinge, Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter in ihre west-, ost- und südeuropäischen Heimatländer, die überwiegend organisiert, aber durchaus auch auf eigene Faust erfolgte. Der Fokus der hier versammelten Beiträge liegt auf der Repatriierung der in den nationalsozialistischen Lagern befreiten Männer und Frauen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2016 ISSN:
978-3-86331-321-0
158 Seiten

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Lidia Beccaria Rolfi, Anna Maria Bruzzone

Als Italienerin in Ravensbrück

Politische Gefangene berichten über ihre Deportation und ihre Haft im Frauen-Konzentrationslager
24.00 

Herausgegeben von Johanna Kootz

Nach Jahren des Schweigens reagierten Lidia Beccaria Rolfi sowie vier weitere Überlebende mit der Veröffentlichung ihrer Erinnerungen auf zutiefst demütigende Darstellungen der Haftbedingungen von Frauen im KZ. Sie hatten dem Widerstand gegen das faschistische Regime und die deutsche Besatzungsmacht in Italien angehört. Nach ihrer Verhaftung 1944 wurden sie, ebenso wie über 1000 weitere Italienerinnen, nach Ravensbrück deportiert. Unterstützt von der Historikerin Anna Maria Bruzzone schildern sie die letzte Phase des Lagers aus der Perspektive von isolierten und diskriminierten Häftlingen, die sich selbst zum Subproletariat der „Häftlingsgesellschaft“ zählten. Lidia Beccaria Rolfi verbindet ihr autobiografisches Zeugnis mit einer historisch-soziologischen Analyse des Lagers. Sie wurde in Italien zur Chronistin Ravensbrücks. Die Zeitzeugenberichte vermitteln die Vielfalt der Herkunftsmilieus, der Haftgründe und der Deportationswege italienischer Gefangener.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2016 ISBN:
978-3-86331-324-1
431 Seiten

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Marcel Tuchman

Nie vergessen

Meine Geschichten vom Überleben und darüber hinaus
19.00 

Aus dem Englischen von Erica Fischer
Herausgegeben von Thomas Irmer

Gemeinsam mit seinem Vater überlebte der 1921 geborene Marcel Tuchman das Ghetto von Przemyśl im Südosten Polens, die Inhaftierung im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, die Zwangsarbeit für Siemens in den KZ-Außenlagern Bobrek und Berlin-Siemensstadt sowie den Todesmarsch der Häftlinge des KZ Sachsenhausen. Nach der Befreiung nahm er in Heidelberg ein Medizin-Studium auf; nach dessen Abschluss ging er in die USA, wo er ein international anerkannter Arzt wurde.
Wie so viele Überlebende brach er sein Schweigen über das Erlebte und Erlittene erst spät. Aus Marcel Tuchmans Erinnerungen sprechen ein unbeugsamer Lebensmut und das tiefe Bedürfnis, dem Vergessen und Leugnen der Shoah entgegenzutreten. Sie sind Zeugnis eines in der Geschichte bis dahin beispiellosen Verbrechens, von Menschen, die zu grausamsten Taten fähig waren, aber auch von Menschen, die Verfolgten wie Marcel Tuchman und seinem Vater halfen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2016 ISBN:
978-3-86331-323-4
228 Seiten

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Frieder Boehne, Bernhard Bremberger, Matthias Heisig (Hrsg.)

„Da müsst ihr euch mal drum kümmern“ – Werner Gutsche (1923–2012) und Neukölln

Spuren, Erinnerungen, Anregungen
22.00 

Werner Gutsche (1923–2012) wuchs im Arbeitermilieu am Schlesischen Tor in Kreuzberg auf. Der begeisterte Schwimmer kam bereits früh mit dem Arbeiter sport in Berührung. Im Zweiten Weltkrieg wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Sein Jahrgang gehörte zu denen, die die höchsten Verluste zu beklagen hatten. Die Kriegserfahrung und die anschließende Gefangenschaft prägten sein weiteres Leben: „Nie wieder Krieg“ und „Nie wieder Faschismus“ lauteten seine politischen Maximen. Nach seiner Rückkehr ins zerstörte Berlin wurde Neukölln sein Lebensmittelpunkt. Vor allem dort engagierte er sich bei Aktionen und Protesten für die Friedensbewegung und die damalige SED/SEW. Er wirkte als Kommunikator und Initiator von Forschungen und Ausstellungen über antifaschistischen Widerstand und NS-Verfolgung im Bezirk. Dafür wurde er 2004 mit der Neuköllner Ehren nadel geehrt.
Freunde und Weggefährten haben ihre Erinnerungen an Werner Gutsche festgehalten und sind seiner häufig gehörten Äußerung „Da müsst ihr euch mal drum kümmern“ gefolgt. Die Autorinnen und Autoren zeichnen nicht nur ein Porträt des Menschen Werner Gutsche, sondern sie stellen mit neuen Forschungsergebnissen auch die Breite der Neuköllner Themen vor, die ihm am Herzen lagen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2016 ISBN:
978-3-86331-322-7
312 Seiten

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Ruth Barnett

Nationalität: Staatenlos

Die Geschichte der Selbstfindung eines Kindertransportkindes
19.00 

Studien und Dokumente zur Holocaust- und Lagerliteratur, Band 3

Seit Ursula Krechels Roman „Landgericht“ weiß eine große Leserschaft vom Lebensweg der Familie des jüdischen Richters Richard Kornitzer, von deren Verfolgung, ihrem Exil und der schwierigen Rückkehr. Mit Ruth Barnett Bericht liegt nun die authentische Geschichte eines der Kinder erstmals auf Deutsch vor. Ruth Barnett entkam 1939 als kleines Mädchen fast in letzter Minute den Nationalsozialisten. Mit ihrem Bruder gelangte sie in einem Kindertransport nach Großbritannien. Anschaulich erzählt sie von ihrer schwierigen Existenz als heimat- und staatenloses Mädchen in der Fremde, von ihren Jahren in Heimen und Pflegefamilien.

ZDF-Interview mit Ruth Barnett

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2016 ISBN:
978-3-86331-309-8
276 Seiten

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Stefanie Schüler-Springorum (Hrsg.)

Jahrbuch für Antisemitismusforschung 25 (2016)

21.00 

Das Jahrbuch für Antisemitismusforschung ist ein Forum für wissenschaftliche Beiträge zur Antisemitismus-, Vorurteils- und Minderheitenforschung und will dieses disziplinär breite Spektrum bündeln. Es ist deshalb f.cherübergreifend und international vergleichend ausgerichtet. Es veröffentlicht Arbeiten zur Geschichte der Judenfeindschaft, zur nationalsozialistischen Verfolgungspolitik, zum Holocaust, zu Emigration und Exil, zum Rechtsextremismus, zu Minoritätenkonflikten und zur Theorie des Vorurteils.

Preis im Abonnement: 16.00 Euro

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2016 ISBN:
978-3-86331-320-3
366 Seiten

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Doris Liebermann

Gespräche mit Oppositionellen

24.00 

Dieser Band enthält ausgewählte Gespräche mit bekannten DDR-Oppositionellen
wie Jürgen Fuchs, Lilo Fuchs, Bärbel Bohley, Wolfgang Ullmann, Rainer Eppelmann, Jens Reich und anderen sowie dem Botschafter a. D. der Tschechischen Republik in Deutschland, František Černý. Die Gespräche basieren auf der langjährigen Rundfunkarbeit der Autorin, die 1977 mit der sogenannten Jenaer Gruppe um den Schriftsteller Jürgen Fuchs nach West-Berlin ausgebürgert wurde. Das umfangreiche Tonmaterial, das sie für Radiosendungen zusammentrug, wurde nie in vollem Umfang ausgestrahlt. Hier werden die Langfassungen einiger besonders aussagekräftiger Interviews veröffentlicht.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2016 ISBN:
978-3-86331-318-0
360 Seiten

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Enrico Heitzer, Günter Morsch, Robert Traba, Katarzyna Woniak (Hrsg.)

Von Mahnstätten über zeithistorische Museen zu Orten des Massentourismus?

Gedenkstätten an Orten von NS-Verbrechen in Polen und Deutschland
19.00 

Reihe Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 18

Unter grundsätzlich unterschiedlichen Ausgangsbedingungen entstand in Polen, in der DDR sowie der Bundesrepublik Deutschland nach 1945 eine Vielzahl von Gedenkstätten, Museen und Mahnmalen, die an die deutschen Verbrechen in der Zeit der NS-Diktatur erinnern. Nach 1989/90 kam es sowohl in Polen als auch in Deutschland zu einer gesellschaftlichpolitischen Neubestimmung der Rolle der NS-Gedenkstätten. Mit dem zunehmenden Abstand zu den historischen Ereignissen, mit dem Sterben der Zeitzeugen und unter neuen politischen Rahmen bedingungen veränderten sich die Gedenkstätten in beiden Ländern sehr stark. Der Band dokumentiert die Beiträge einer polnisch-deutschen Tagung, die den 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges zum Anlass nahm, eine Zwischenbilanz der jeweiligen erinnerungskulturellen Entwicklung zu ziehen. Polnische und deutsche Historiker und Gedenkstättenexperten nutzten die vom Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften (PAN) und von der Gedenkstätte Sachsenhausen organisierte Konferenz, um kritisch über den Funktions- und Bedeutungswandel der Gedenkstätten und über die Zukunft der Erinnerungskultur in beiden Nachbarländern zu diskutieren.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2016 ISBN:
978-3-86331-325-8
221 Seiten

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Günter Morsch

Sachsenhausen. The ‘concentration camp by the “Reich” capital’

Formation and development
22.00 

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Bd. 17

Sachsenhausen, the “concentration camp near the Reich capital city”, was built in the summer of 1936 at great cost to its inmates, while at exactly the same time, only a few kilometres away, hundreds of thousands of people were cheering Hitler at the Olympic Games. Sachsenhausen was described by “Reichsführer SS” Heinrich Himmler as “a completely new concentration camp for the modern age, which can be extended at any time”. Just eight kilometres from the gates of Berlin, this was the first large, purpose-built concentration camp complex. Planned in every detail by an SS architect, it served at the same time as a model camp and an SS training centre. This book traces the development of the camp up to the departure of its first commandant in the summer of 1937. It includes not only crucial documents and plans, but also nearly 100 photos of this initial construction phase.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2016 ISBN:
978-3-86331-304-3
291 Seiten

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Karola Fings, Frank Möller (Hrsg.)

Hürtgenwald – Perspektiven der Erinnerung

22.00 

Veröffentlichungen des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, Band 3

Der in der Nordeifel gelegene Hürtgenwald war gegen Ende des Zweiten Weltkriegs Schauplatz schwerer Kämpfe. Nach dem Krieg errichtete Kriegsgräberstätten, Gedenksteine, Kreuze, Tafeln und künstlerische Objekte bilden dort heute eine in der Bundesrepublik einzigartige Erinnerungslandschaft. In den letzten Jahren ist diese jedoch zunehmend in die Kritik geraten. Verengung auf das militärische Geschehen, Ausblendung wesentlicher Aspekte der nationalsozialistischen Herrschaft sowie Dominanz eines Veteranenverbandes bei Gedenkpraktiken lauten einige Kritikpunkte. Der reich illustrierte Band zeichnet die Geschichte der Erinnerungskonflikte nach, wägt das Potenzial der „Erinnerungslandschaft Hürtgenwald“ ab und gibt Hinweise zu ihrer Weiterentwicklung. Als Bestandsaufnahme und kritische Würdigung hat er exemplarische Bedeutung auch für andere Regionen der Bundesrepublik, in denen die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg lebendig und ebenfalls umstritten ist.

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978-3-86331-317-3
239 Seiten

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Kerstin Langwagen

Die DDR im Vitrinenformat

Zur Problematik musealer Annäherungen an ein kollektives Gedächtnis
24.00 

Als ab Mitte der 1990er-Jahre die ersten DDR-Museen entstanden und auf ein stetig wachsendes Besucherinteresse stießen, war die öffentliche Kritik am überwiegend unreflektiert ausgestellten DDR-Alltag zwischen Konsumladen und Wohnzimmerschrankwand groß. An der Frage der Bedeutung der überkommenen DDR-Produktkultur entzündete sich schließlich ein Streit um Erinnerungen, Identitätsstiftungen und Geschichtsbilder kollektiver Gedächtnisse. Die Studie zeichnet diesen erinnerungspolitischen Aushandlungsprozess anhand verschiedener musealer Ansätze nach und analysiert ihn am Beispiel mehrerer Dauerausstellungen zum Thema „Alltag in der DDR“ aus gedächtnistheoretischer und kulturwissenschaftlicher Perspektive.

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978-3-86331-316-6
313 Seiten

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Miriam Schulz

Der Beginn des Untergangs

Die Zerstörung der jüdischen Gemeinden in Polen und das Vermächtnis des Wilnaer Komitees
22.00 

Reihe ZeitgeschichteN, Band 16

Zwei Monate nach Beginn des Zweiten Weltkriegs schlossen sich 60 jüdische Schriftsteller und Journalisten, die aus Polen nach Wilna geflüchtet waren, in einem Komitee zusammen, um die Zerstörung des polnischen Judentums seit September 1939 zu dokumentieren. Es war die wohl früheste jüdische historische Kommission in Osteuropa, die im Schatten der deutschen Verbrechen ihre Arbeit aufnahm. Die Studie erforscht das Komitet tsu zamlen materialn vegn yidishn khurbn in Poyln 1939 erstmals. Die sechs Bulletins aus seiner Sammlung werden in deutscher Übersetzung veröffentlicht.

Hosenfeld-Szpilman-Preis 2017 für Miriam Schulz

http://www.hagalil.com/fun-jidiszn-churbn-in-pojln, Buchbesprechung vom 30.1.2017

http://holocaustliteratur.de/Die Anfänge der Holocaustforschung, Buchbesprechung vom 15.3.2017

Bulletins Komitet tsu zamlen_Wiener Library Doc Section 532 MF Doc 54 Reel 10_11

 

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978-3-86331-312-8
308 Seiten

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Roland Reichen

Heinrich Manns Romane zwischen Anti- und Philosemitismus

19.00 

Die Studie liest sieben Romane Heinrich Manns (1871–1950) aus den Jahren 1894 bis 1943 im Kontext des antisemitischen Diskurses ihrer Entstehungszeit. Sie zeichnet nach, wie sich die Repräsentation der Juden von Werk zu Werk allmählich verändert: wirtschaftlich, sozial und sexuell bedrohliche Gestalten in den Romanen um die Jahrhundertwende; ambivalente Darstellungen von Juden und Judenfeindschaft in den Texten, die während der Weimarer Republik erschienen sind; philosemitisch geprägte Repräsentationen im Werk der Exilzeit ab 1933.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2016 ISBN:
978-3-86331-315-9
223 Seiten