Gesamtverzeichnis


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Stefanie Pilzweger-Steiner, Andrea Riedle (Hrsg.)

Beweise für die Nachwelt/Evidence for Posterity

Die Zeichnungen des Dachau-Überlebenden Georg Tauber/The Drawings of the Dachau Survivor Georg Tauber
19.00 

Katalog zur Sonderausstellung

Beweise für die Nachwelt zu schaffen war das Ziel Georg Taubers, als er unmittelbar nach seiner Befreiung aus dem KZ Dachau begann, das Erlebte künstlerisch festzuhalten. In zahlreichen Aquarell- und Bleistiftzeichnungen dokumentierte der bayerische Reklamezeichner eindrucksvoll den „Lageralltag“ und den Terror der SS. Seine Zeichnungen sind auch vor dem Hintergrund seiner Verfolgungsgeschichte einzigartig. Als ehemaliger „asozialer“ Häftling gehörte Georg Tauber einer Opfergruppe an, von der aufgrund der anhaltenden gesellschaftlichen Diskriminierung nach Kriegsende kaum persönliche Zeugnisse existieren. Georg Tauber bildet hier eine Ausnahme: Er gründete 1946 eine Initiative, die sich für die Interessen „asozialer“ und „krimineller“ KZ-Opfer einsetzte. In der Ausstellung „Beweise für die Nachwelt“ wird das Werk Georg Taubers erstmals öffentlich präsentiert.

Creating evidence for posterity was Georg Tauber’s goal as he began, immediately after his liberation from the Dachau concentration camp, to depict artistically what he had experienced there. In numerous watercolor and pencil drawings the Bavarian advertising illustrator strikingly documented “everyday life” in the camp and the SS terror. The background story of his own persecution also make these drawings unique. A former “asocial” prisoner, Georg Tauber belonged to a victim group from whom scarcely any personal testimonies exist due to the ongoing social discrimination they were subject to after the war. Georg Tauber was an exception: in 1946 he formed an initiative that campaigned for the interests of “asocial” and “criminal” concentration camp victims. The exhibition “Evidence for Posterity” is the fi rst time that Georg Tauber’s work has been presented to the public.

Download cover Inhaltsverzeichnis Februar 2018 ISBN:
978-3-86331-388-3
128 Seiten

Eisner website
Kurt Eisner

Arbeiter-Feuilleton

Band 1: 1909–1911
19.00 

Kurt Eisner-Studien, Band 2

Ediert, eingeleitet und herausgegeben von Swen Steinberg, Frank Jacob, Cornelia Baddack, Sophia Ebert und Doreen Pöschl

Zwischen Dezember 1909 und Mai 1917 stellte Kurt Eisner eigene Artikel und die Texte befreundeter Autorinnen und Autoren in seinem „Arbeiter-Feuilleton“ zusammen und schickte sie an die Redaktionen vorrangig sozialdemokratischer Zeitungen. Eisner kritisierte in diesen Feuilletons soziale Missstände, er kommentierte das politische Tagesgeschehen oder die deutsche Außenpolitik und legte zudem politische Karikaturen historischer oder regierender Staatsmänner sowie des aktuellen Pressebetriebs vor. Eine Auswahl dieser reichhaltigen journalistischen Arbeiten wird in diesem und zwei weiteren Bänden der Kurt Eisner-Studien erstmals einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

Download cover Inhaltsverzeichnis Februar 2018 ISBN:
978-3-86331-389-0
188 Seiten

Williams. Evil Year in Exile
Nicholas John Williams

An ‘Evil Year in Exile’?

The Evacuation of the Franco-German Border Areas in 1939 under Democratic and Totalitarian Conditions
39.00 

Evakuierungen im Zeitalter der Weltkriege – Évacuations à l’ère des Guerres mondiales – Evacuations in the Age of World Wars, Band 2

Third Republic vs. ‘Third Reich’, which was better equipped to evacuate over one million civilians on either side of the Franco-German border in 1939? Containment of total warfare or another radicalising factor in the development of total war? Beginning with the end of the First World War, Nicholas John Williams explores French and German evacuation policies, their interdependencies and their execution. For the first time, the French and the German evacuation programmes along the border areas are treated alongside one another in a monograph, deeply rooted in their historical context.

Download cover Inhaltsverzeichnis Februar 2018 ISBN:
978-3-86331-368-5
612 Seiten

Arend, Christliche Frauen Kopie
Sabine Arend, Insa Eschebach (Hrsg.)

Ravensbrück 1939–1945: Christliche Frauen im Konzentrationslager

Katalog zur Ausstellung
24.00 

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 54

Der Begleitband zur Ausstellung „Ravensbrück 1939–1945: Christliche Frauen im Konzentrationslager“ zeichnet die Lebenswege von dreizehn Frauen nach, die sich aufgrund ihrer religiösen Einstellung kritisch oder oppositionell gegenüber dem NS-Regime verhielten und deshalb verhaftet wurden. Zugleich wirft er ein Schlaglicht auf die Vielfalt unterschiedlicher konfessioneller Kulturen in Europa – die Häftlinge stammten aus römisch-katholischen, griechisch- und russisch-orthodoxen sowie verschiedenen reformatorisch-protestantischen Milieus. Ein Kapitel nimmt das religiöse Umfeld der Frauen in der Zeit vor ihrer Verhaftung in den Blick, ein zweiter Teil widmet sich den religiösen Praktiken im Lager. Auch die Rolle der evangelischen Kirche in der unweit des KZ gelegenen Stadt Fürstenberg während der NS-Zeit wird thematisiert. Sieben Essays vertiefen die Themen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Februar 2018 ISBN:
978-3-86331-382-1
292 Seiten

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Steffen Hänschen

Das Transitghetto Izbica im System des Holocaust

29.90 

Die große Mehrheit der Juden, die Ende 1941 noch auf dem Gebiet des Deutschen Reichs lebten, wurde 1942 „nach Osten“ deportiert und ermordet. Auch aus dem Protektorat Böhmen und Mähren, der Slowakei und Luxemburg verschleppten die Nationalsozialisten weite Teile der jüdischen Bevölkerung in die Ghettos und Lager im besetzten Polen.Ein Hauptziel war der Distrikt Lublin im Generalgouvernement, wo die Deportierten nicht sofort getötet, sondern auf Durchgangsghettos verteilt wurden. Das größte war Izbica. Im März 1942 begannen die „Aussiedlungen“ aus Izbica in die Vernichtungslager, im November 1942 erklärten die Deutschen den Ort für „judenrein“. Im Zentrum der Studie stehen die Deportationen nach Izbica, das Geschehen am Ort sowie die Nachkriegsverfahren gegen deutsche Täter und polnische Kollaborateure.

Download cover Inhaltsverzeichnis Februar 2018 ISBN:
978-3-86331-381-4
608 Seiten

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Arbeit – Bewegung – Geschichte

Zeitschrift für historische Studien 2018/I
14.00 

Arbeit – Bewegung – Geschichte. Zeitschrift für historische Studien (bis Dezember 2015 JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung) wendet sich an Historikerinnen, Historiker, Studierende und historisch Interessierte. Sie präsentiert Ergebnisse der historischen Forschung zur deutschen, europäischen und außereuropäischen Arbeiterbewegung, zur Sozialgeschichte und Geschichte der Arbeitswelt, zur Geschichte demokratischer sozialer Bewegungen, zur Alltagsgeschichte u. a. m. Jede Ausgabe enthält wissenschaftliche Aufsätze und Mitteilungen, Beiträge zur Diskussion, biografische Skizzen, Erinnerungen, Dokumente, Berichte über wissenschaftliche Tagungen, Informationen über Projekte, wissenschaftliche Bildungseinrichtungen, Archive und Gedenkstätten sowie Buchbesprechungen.

Erscheinungsweise: 3-mal jährlich (Januar, Mai, September)

Einzelheftpreis: 14,– Euro
Jahresabonnement (3 Hefte): 35,– Euro (Ausland 45,– Euro), einschl. Porto

Abonnement-Bestellungen bitte an: veitl@metropol-verlag.de

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2366-2387
ISBN: 978-3-86331-385-2 211 Seiten

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Falk Bersch

Aberkannt!

Die Verfolgung von Jehovas Zeugen im Nationalsozialismus und in der SBZ/DDR
19.00 

Herausgegeben von der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur

Die Verfolgung von Jehovas Zeugen in Deutschland begann 1933 und endete 1990 in der DDR – mit einer kurzen Unterbrechung nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Nationalsozialisten warfen der Religionsgemeinschaft vor, jüdisch-kommunistische Ziele zu verfolgen, das SED-Regime bezeichnete sie als „faschistische Organisation“. Mindestens 500 Zeugen Jehovas sind in irgendeiner Form unter beiden Diktaturen diskriminiert oder verfolgt worden. 325 von ihnen waren sowohl unter dem NS-Regime als auch in der DDR in Haft . Der vorliegende Band gibt Einblicke in die Verfolgungsgeschichte im Land Brandenburg und erzählt die Biografien von 13 Frauen und Männern, die nach ihrer Entlassung aus dem Konzentrationslager Ravensbrück erneut Opfer von Verfolgung wurden.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2017 ISBN:
978-3-86331-379-1
350 Seiten

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Stefanie Steinbach

Erkennen, erfassen, bekämpfen

Gegnerforschung im Sicherheitsdienst der SS
22.00 

Nachdem der Sicherheitsdienst der SS 1934 zum einzigen politischen Nachrichtendienst der NSDAP aufgestiegen war, entwickelten seine führenden Mitarbeiter ein ehrgeiziges Konzept zur Erfassung, Bewertung und praktischen Anwendung von Informationen über die Gegner des NS-Staates. Die Gegnerforscher im Amt II des Sicherheitshauptamtes versuchten so, politischen Einfluss auf die Partei- und Staatsführung des „Dritten Reiches“ zu nehmen. Ihre Analysen dienten auch zur Schulung und als Material für die exekutiv arbeitende Gestapo, lieferten also die materielle und ideologische Grundlage zur Verfolgung des „Gegners“ – Freimaurer, Juden, die „politischen Kirchen“, „Marxisten“ und Liberale. Unter den Gegnerforschern entstand ein gemeinsamer Denkstil. Daraus entwickelten sie Strategien zur Erkennung und Bekämpfung der Gegnergruppen und professionalisierten sie Mitte der 1930er-Jahre. Viele von ihnen wandten in den ersten Einsatzkommandos in Österreich, der Tschechoslowakei oder Polen, in den Stäben der Befehlshaber der Sicherheitspolizei und als „Judenberater“ genau die Methoden zur Gegnerbekämpfung an, die sie im Amt II des Sicherheitshauptamtes mitentwickelt hatten.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2018 ISBN:
978-3-86331-367-8
300 Seiten

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Bernhard Sauer

In Heydrichs Auftrag: Kurt Gildisch und der Mord an Erich Klausener während des „Röhm-Putsches“

16.00 

Der „Röhm-Putsch“ war eine Zäsur in der Entwicklung des „Dritten Reiches“. Zahlreiche SA-Führer wurden unter dem Vorwand, einen gegen Hitler gerichteten Putsch geplant zu haben, hingerichtet. Aber auch allgemein respektierte Politiker aus dem bürgerlich-konservativen Lager gehörten zu den Opfern. Einer von ihnen war der Katholik Erich Klausener, in der Weimarer Republik Leiter der Polizeiabteilung im Preußischen Innenministerium. Der Mordfall Erich Klausener wurde erstmals 1951 vor dem Landgericht Berlin verhandelt. Die Presse sprach damals von einem Sensationsprozess. Angeklagt war der ehemalige SS-Sturmbannführer Kurt Gildisch, der für Reinhard Heydrich spezielle Aufträge ausführte. Anhand der Unterlagen zu diesem Prozess kann Bernhard Sauer den Tathergang detailliert rekonstruieren und die gespenstische Atmosphäre, die während des „Röhm-Putsches“ geherrscht hat, eindrucksvoll einfangen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2017 ISBN:
978-3-86331-373-9
154 Seiten

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Stefanie Schüler-Springorum (Hrsg.)

Jahrbuch für Antisemitismusforschung 26 (2017)

21.00 

Herausgegeben von Stefanie Schüler-Springorum
für das Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin

Das Jahrbuch für Antisemitismusforschung ist ein Forum für wissenschaftliche Beiträge zur Antisemitismus-, Vorurteils- und Minderheitenforschung und will dieses disziplinär breite Spektrum bündeln. Es ist deshalb fächerübergreifend und international vergleichend ausgerichtet.

Schwerpunkte dieser Ausgabe: Sexuelle Gewalt während des Völkermordes an den Armeniern und des Holocaust | Kritische Theorie und Antisemitismusforschung | Migration, Islam und Antisemitismus.

Preis im Abonnement: 16.00 Euro

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2017 ISBN:
978-3-86331-380-7
439 Seiten

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Moisej Beniaminowitsch Temkin

Am Rande des Lebens

Erinnerungen eines Häftlings der nationalsozialistischen Konzentrationslager
19.00 

Herausgegeben von Reinhard Otto

Die Aussonderung „untragbarer“ sowjetischer Kriegsgefangener – Kommissare, Juden, Intelligenzler – zählt zu den größten Verbrechen des Zweiten Weltkrieges. Gemäß einer Absprache zwischen Wehrmacht und SS wurden ab Sommer 1941 weit mehr als 30 000 Rotarmisten „aussortiert“, in Konzentrationslager gebracht und dort ermordet. Dass dennoch ein Gefangener, ein jüdischer Offizier der Roten Armee, dieser systematischen Auslese entkommen konnte, ist ein Wunder. Moisej Beniaminowitsch Temkin hatte sich schon für die Erschießung auf dem SS-Schießplatz Hebertshausen entkleidet, als er herausgewunken und in das zwei Kilometer entfernte KZ Dachau gebracht wurde. Von dort kam er wenig später in das Konzentrationslager Mauthausen, das er ebenso überlebte wie noch einmal das KZ Dachau, dessen Außenlager Friedrichshafen und die Konzentrationslager Mittelbau-Dora und Bergen-Belsen. Temkin hat seine Erlebnisse nach Kriegsende detailliert beschrieben und damit ein einzigartiges Zeugnis für die Verbrechen an dieser oft vergessenen Opfergruppe hinterlassen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2017 ISBN:
978-3-86331-375-3
208 Seiten

Hardcover


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Silke Fehlemann, Frank Sparing

Gestörte Kindheiten

Lebensverhältnisse von Kindern und Jugendlichen in psychiatrischen Einrichtungen des Landschaftsverbandes Rheinland (1945–1975)
19.00 

Herausgegeben im Auftrag des Landschaftsverbandes Rheinland

Nach dem Krieg befand sich die deutsche Psychiatrie in einer prekären Lage. Mehr als viele andere medizinischen Disziplinen war sie an menschenverachtenden Verbrechen der Nationalsozialisten beteiligt. Dennoch mussten auch nach Kriegsende viele Menschen, vor allem zahlreiche Kinder und Jugendliche, psychiatrisch und neurologisch versorgt werden. Die Herausbildung der Kinder- und Jugendpsychiatrie nach dem Zweiten Weltkrieg wird im vorliegenden Band auf der institutionellen und praktischen Ebene am Beispiel des Landschaftsverbandes Rheinland dargestellt.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2017 ISBN:
978-3-86331-371-5
222 Seiten

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Zygmunt Klukowski

Tagebuch aus den Jahren der Okkupation 1939–1944

29.90 

Herausgegeben von Christine Glauning und Ewelina Wanke

Aus dem Polnischen übersetzt von Karsten Wanke
Mit einer Einleitung von Ingo Loose

Zygmunt Klukowski, polnischer Arzt, Historiker und Sammler, schrieb während des Zweiten Weltkrieges fast täglich in seinem Tagebuch detailliert über die Ereignisse in Szczebrzeszyn und der Region Zamość. Mit diesen einzigartigen Aufzeichnungen wollte er Zeugnis ablegen über die „unerhörte Geschichte“ eines Gebiets, das Heinrich Himmler zum ersten deutschen Siedlungsgebiet und somit zum bevölkerungspolitischen Laboratorium für den „Generalplan Ost“ erklärt hatte – mit verheerenden Folgen für die Zivilbevölkerung.
Klukowski hat die erste Veröffentlichung in Polen 1958 selbst mit vorbereitet, allerdings in einer bearbeiteten Form, die den politischen Bedingungen im Nachkriegspolen Rechnung trug. Mit der vorliegenden Fassung erscheint zum ersten Mal eine deutsche Übersetzung, die – so sie überliefert sind – auf der Grundlage der hand- und maschinenschriftlichen Notizen Klukowskis basiert. Darüber hinaus sind die sprachlichen und inhaltlichen Eingriffe des Autors rückgängig und für den Leser sichtbar gemacht worden.

Buchbesprechung von Götz Aly in der „Berliner Zeitung“ [23. 01. 2018]

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2017 ISBN:
978-3-86331-244-2
584 Seiten

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Detlef Lehnert (Hrsg.)

„Das deutsche Volk und die Politik“

Hugo Preuß und der Streit um „Sonderwege“
24.00 

HISTORISCHE DEMOKRATIEFORSCHUNG
Schriften der Hugo-Preuß-Stiftung und der Paul-Löbe-Stiftung, Band 12

Der spätere Weimarer „Verfassungsvater“ Hugo Preuß publizierte 1915 knapp an der Kriegszensur vorbei sein meistgelesenes Buch „Das deutsche Volk und die Politik“. Darin nahm er künftige „Sonderwegs“-Kritik am Obrigkeitsstaat (statt „Volksstaat“ als Demokratie) vorweg. Preuß ist so ein Kronzeuge gegen die verbreitete Sicht: Erst die NS -Katastrophe habe solche Deutungen des preußisch akzentuierten Deutschen Kaiserreichs und dessen Vorgeschichte hervorgerufen. Dieser Band geht vom Preuß-Text aus, widmet sich aber vielfältigen Aspekten von Struktur und Kultur deutscher Geschichte des 19. und vor allem 20. Jahrhunderts: Fragen von Krieg und Frieden, der Justiz und Polizei, des Regionalismus und des Demokratieverständnisses werden in neuen Perspektiven beleuchtet. Das gilt auch für die Stichworte Bismarck und Preußen sowie nachbarliche Blicke aus Frankreich. Erstmals sind Gedanken des nach England emigrierten ältesten Sohnes von Preuß aus dem Zweiten Weltkrieg einbezogen.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2017 ISBN:
978-3-86331-365-4
365 Seiten

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Fabian Wendler

NS-Täter in der Geschichtsschreibung der SBZ und DDR bis in die 1960er-Jahre

24.00 

Die Studie rekonstruiert die Darstellungen von NS-Tätern in der Geschichtsschreibung der SBZ und DDR bis in die 1960er-Jahre. Während zu SBZ-Zeiten verschiedene Täter und Tätertypen sowie Fragen nach Schuld und Verantwortung der deutschen Mehrheitsbevölkerung präsent sind, dominieren seit den 1950er-Jahren ab-, aus- und eingrenzende Täterkonstruktionen, die in Anlehnung an Gerhard Paul als Formen des gesamtdeutschen Versuchs der exkulpierenden Distanzgewinnung vor der NS-Vergangenheit interpretiert werden. Die Wandlungen der Täterbilder werden somit zugleich als Spiegel der sich verändernden DDR -Vergangenheitskultur erkennbar. Insbesondere reflektieren die Darstellungen von NS-Tätern die Arbeit am antifaschistischen Mythos der DDR. Sie können als unabdingbare Kehrseite der antifaschistischen Helden- und Erlösungsgeschichte begriffen werden.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2017 ISBN:
978-3-86331-370-8
470 Seiten

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Ingo Wille

Transport in den Tod

Von Hamburg-Langenhorn in die Tötungsanstalt Brandenburg Lebensbilder von 136 jüdischen Patientinnen und Patienten
29.90 

Auf Anweisung der „Euthanasie“-Zentrale in der Tiergartenstraße 4 in Berlin wurden im Herbst 1940 jüdische Patientinnen und Patienten aus Heil- und Pflegeeinrichtungen in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg in Hamburg-Langenhorn gesammelt. Die 136 Personen traten
am 23. September 1940 den Weg in die Tötungsanstalt Brandenburg an der Havel an, wo sie im ehemaligen Zuchthaus mit Kohlenmonoxid vergiftet wurden. Offiziell waren sie in einer „komfortablen Anstalt“ in Chełm bei Lublin untergebracht; ein dort nicht existentes Standesamt beurkundete später ihren Tod.

In diesem Band gibt Georg Lilienthal einleitend einen Überblick über die „Euthanasie“-Aktion. Ingo Wille skizziert den Ablauf in Hamburg, vor allem aber präsentiert er die Lebens- und Leidensgeschichten der von dieser Mordaktion betroffenen Menschen.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2017 ISBN:
978-3-86331-366-1
600 Seiten

Hardcover


Jüdisches Magazin. Dubnow Schmall 2

Jüdische Geschichte & Kultur – Magazin des Dubnow-Instituts

14.00 

Das Magazin eröffnet Einblicke in die Vielfalt jüdischer Lebenswelten von der Moderne bis zur Gegenwart. Jede Ausgabe widmet sich einem Themenschwerpunkt, der aktuelle Fragen aufgreift, grundlegende Zusammenhänge darstellt und konträre Perspektiven diskutiert. Weitere Aspekte des Gegenstandes werden in den Rubriken Position, Kritik und Archiv behandelt.
Die erste Ausgabe stellt die Russische Doppelrevolution im Februar und Oktober 1917 und die Folgen dieses Schlüsselereignisses in der modernen jüdischen Geschichte ins Zentrum. 

Jüdische Geschichte & Kultur erscheint einmal jährlich.

Editorial von Yfaat Weiss

Leseprobe

Abonnement-Bestellungen bitte an: monika.grucza@metropol-verlag.de

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2017 ISBN:
978-3-86331-372-2
ISSN: 2567-8469, 64 Seiten

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Raimo Alsen, Angelika Königseder (Hrsg.)

Das KZ im Dorf

Geschichte und Nachgeschichte des Außenlagers Ladelund
19.00 
Ausstellungskatalog herausgegeben im Auftrag
der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund

Englische Ausgabe:
The concentration camp in the town
The history of the Ladelund subcamp and its aftermath. Exhibition catalog
ISBN: 978-3-86331-376-0

Dänische Ausgabe: 
Kz-lejren i landsbyen
Udekommandoen Ladelunds historie og eftertid. Udstillingskatalog
ISBN: 978-3-86331-378-4

Niederländische Ausgabe:
Het concentratiekamp in het dorp
Geschiedenis van het buitenkamp Ladelund en de naoorlogse omgang met het naziverleden
Tentoonstellingscatalogus
ISBN: 978-3-86331-377-7

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2017 ISBN:
978-3-86331-374-6
128 Seiten

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Uwe Kaminsky

„Keilförmig“

Das Diakonissenhaus Berlin Teltow und die Betroffenen der Zwangssterilisation im Nationalsozialismus
19.00 

»Wozu sind die Gerichte da?«, wurde die 14-jährige Irma aus dem Diakonissenhaus Berlin-Teltow vor dem Erbgesundheitsgericht gefragt. Sie wusste keine Antwort und wurde 1936 wegen »angeborenen Schwachsinns« zur Sterilisation verurteilt.
Das Diakonissenhaus Berlin-Teltow war seit 1933 die zentrale Aufnahmeeinrichtung für Berliner evangelische Mädchen, die der Fürsorgeerziehung unterlagen. Hier wurden sie zum Teil Opfer des nationalsozialistischen Zwangssterilisationsgesetzes. »Keilförmig« wurden ihnen die Eileiter in dazu ermächtigten Krankenhäusern operativ durchschnitten, wie es in den Operationsbefunden hieß.
Die Betroffenheit der Mädchen und jungen Frauen durch die Politik der Zwangssterilisation in Berlin sowie die Rolle der Teltower Vorsteher, Diakonissen und Ärztinnen stehen im Mittelpunkt der Darstellung. Die Studie ordnet das Geschehen in die Haltung der Evangelischen Kirche und des vom Teltower Vorsteher Pastor Alfred Fritz geführten Evangelischen Reichserziehungsverbandes der damaligen Inneren Mission insgesamt wie auch in die Politik der nationalsozialistischen Eugenik ein.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2017 ISBN:
978-3-86331-364-7
178 Seiten

Hardcover


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Winfried Nerdinger (Hrsg.)

Nie wieder. Schon wieder. Immer noch.

Rechtsextremismus in Deutschland seit 1945
34.00 

Katalog zur Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum München
29. November 2017 bis 2. April 2018

Die Morde der rechtsextremistischen Terrorzelle »Nationalsozialistischer Untergrund« und die Anschläge auf Asylunterkünfte und Geflüchtete haben das Thema Rechtsextremismus und rechtsextreme Gewalt verstärkt ins öffentliche Bewusstsein gebracht. Rechtspopulistische Parteien schüren Europaskepsis und Fremdenfeindlichkeit, vermeintliche deutsche »Patrioten« treten zur »Rettung des Abendlandes« an und tragen zur Verrohung von Sprache und Denken bei.
Das NS-Dokumentationszentrum München setzt sich mit der Ausstellung »Nie wieder. Schon wieder. Immer noch. Rechtsextremismus in Deutschland seit 1945« mit rechtsextremistischem Denken und Handeln auseinander. Die Begleitpublikation zeigt mit wissenschaftlichen Beiträgen, Erfahrungsberichten und einer Chronologie der wichtigsten Ereignisse exemplarisch die Entwicklung des Rechtsextremismus in der Bundesrepublik in den letzten sieben Jahrzehnten auf. Die wichtigsten Bestandteile rechtsextremistischer Ideologie und deren propagandistische Verbreitung werden erläutert und kritisch analysiert. Entsprechend seinem Informations- und Bildungsauftrag klärt das NS-Dokumentationszentrum München damit über Denkweisen und Aktivitäten, die unsere freiheitlich-demokratische Gesellschaft bedrohen, auf.

Rezensionen zur Ausstellung

https://www.jungewelt.de

http://www.sueddeutsche.de

https://www.welt.de

Bayerischer Rundfunk

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2017 ISBN:
978-3-86331-369-2
280 Seiten

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Anne-Kathrin Steinmetz

Landeskultur, Stadtökologie und Umweltschutz

Die Bedeutung von Natur und Umwelt 1970 bis 1989. Eine deutsch-deutsche Betrachtung
24.00 

Debatten über den Umweltschutz prägten in den 1970er- und 1980er-Jahren Politik und Gesellschaft in der alten Bundesrepublik. Die Grünen zogen in die Parlamente und veränderten nachhaltig die politische Landschaft. Aber wie sah es auf der anderen Seite der Mauer aus? Die Studie zeigt anhand der Naturschützer in der staatlichen Massenorganisation Kulturbund, welche Rolle der Umweltschutz in der DDR spielte, welche Möglichkeiten es gab, sich für die Umwelt stark zu machen, und wie das Thema schließlich auch im gleichgeschalteten Osten Deutschlands politisch wurde.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2017 ISBN:
978-3-86331-363-0
339 Seiten

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Bjoern Weigel

Vom deutschen zum „arischen“ Theater

Die Verdrängung jüdischer Theaterunternehmer in Berlin in der NS-Zeit
24.00 

Berlin hatte bis 1933 mit Abstand die meisten privatwirtschaftlich geführten Theater Deutschlands. Viele der bedeutendsten Bühnenleiter waren Juden, doch schon im Sommer 1933 amtierte kein einziger mehr. Die Studie geht der Frage nach, wie die Nationalsozialisten die Theaterleiter aus den Häusern verdrängten, ohne an den privatwirtschaftlichen Unternehmensstrukturen zu rütteln.
Die Betrachtung der wirtschaftlichen und politischen Hintergründe zeigt auch, wie der Primat ideologischer Zielsetzungen des NS-Regimes mit wirtschaftlichen Interessen in Einklang gebracht werden konnte, um aus deutschen Renommier-Bühnen ein „arisches“ Theater zu schaffen.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2017 ISBN:
978-3-86331-362-3
300 Seiten

Rudolph Cover
Katrin Rudolph

Hilfe beim Sprung ins Nichts

Franz Kaufmann und die Rettung von Juden und „nichtarischen“ Christen
19.00 

Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden, Band 7

Als in Berlin im August 1943 eine untergetauchte Jüdin nach der Denunziation durch eine ehemalige Nachbarin von der Gestapo festgenommen wurde, löste das eine Welle von Verhaftungen aus. Nach und nach wurde ein Teil eines Retternetzes aufgedeckt, das „Illegalen“ falsche Papiere und Lebensmittelkarten zur Verfügung gestellt hatte. Katrin Rudolph hat die Struktur dieses Retternetzes um Franz Kaufmann und Helene Jacobs untersucht. Sie beschreibt vier Helferbündnisse, die in der Bekennenden Kirche verwurzelt waren, sowie diverse Querverbindungen zu anderen Rettern.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2017 ISBN:
978-3-86331-351-7
392 Seiten

Überarbeitete Neuauflage


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Philipp Dinkelaker

Das Sammellager in der Berliner Synagoge Levetzowstraße 1941/42

19.00 

ZeitgeschichteN, Band 18

Die Berliner Gestapo richtete im Oktober 1941 in der damals zweitgrößten Synagoge Berlins das Sammellager Levetzowstraße ein. Es diente dem NS-Regime bis Herbst 1942 als temporärer Haftort zur Vorbereitung der Deportation von ca. 20 000 antisemitisch verfolgten Menschen in Ghettos und KZ. Die Studie schildert die Abläufe im Lager, die Leiden der Opfer, ihre Widerstandsstrategien, aber auch die Handlungsräume und Motivationen der Täter. Ein besonderes Augenmerk gilt der Beschreibung und Analyse der Wahrnehmbarkeit der Vorgänge um das Sammellager sowie der Rolle der Berliner Bevölkerung. Das Schlusskapitel befasst sich mit der Nachkriegsgeschichte des Ortes und der gescheiterten justiziellen Aufarbeitung.

Buchbesprechung von Andreas Conrad in: Tagesspiegel [9. November 2017]

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2017 ISBN:
978-3-86331-339-5
291 Seiten

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Stefan Heinz, Siegfried Mielke

Eisenbahngewerkschafter im NS-Staat

Verfolgung – Widerstand – Emigration (1933–1945)
36.00 

Gewerkschafter im Nationalsozialismus
Verfolgung – Widerstand – Emigration, Bd. 7

Die unrühmliche Rolle der Deutschen Reichsbahn im Nationalsozialismus, die mit der Gleichschaltung und der Entlassung aktiver Gewerkschaftsmitglieder und der jüdischen Reichsbahnbeamten begann und bis zur Mitwirkung an der Deportation der Jüdinnen und Juden in die Vernichtungslager reichte, ist weitgehend bekannt. Gleiches gilt nicht für den Widerstand gegen das NS-Regime von Eisenbahngewerkschaftern. Auf Grundlage neuen Quellenmaterials wird die Bedeutung von Verfolgung und Widerstand von gewerkschaftlich organisierten Eisenbahnern nach 1933 rekonstruiert und analysiert. Das Ergebnis: Umfang und Intensität des Widerstandes von Eisenbahngewerkschaftern waren deutlich größer als bisher angenommen. Der Schwerpunkt des Bandes liegt auf dem freigewerkschaftlichen Widerstand. Gefragt wird aber auch nach den Widerstandsaktivitäten von kommunistischen, christlichen und Hirsch-Dunckerschen Eisenbahngewerkschaftern und nach dem Widerstand von Mitgliedern der Berufsverbände wie zum Beispiel der Lokomotivführer.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2017 ISBN:
978-3-86331-353-1
816 Seiten

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Arbeit – Bewegung – Geschichte

Zeitschrift für historische Studien 2017/III
14.00 

Schwerpunktthema:
An den Rändern der Revolution – Marginalisierung und Emanzipation im internationalen Revolutionszyklus ab 1917

Das Heft widmet sich dem europäischen Revolutionszyklus ab 1917. Neben den Revolutionen
in Deutschland und Österreich erfasste die revolutionäre Welle auch zahlreiche andere Länder Europas und hielt bis 1923 Herrschende und Beherrschte gleichermaßen in Atem. Will man in diesem vielschichtigen Geflecht von Kräften und Interessen einen roten Faden finden, so ist es wohl dieser:
Es waren politisch, sozial und kulturell marginalisierte Gruppen, die ab 1917 vehement mit ihren Bedürfnissen und Forderungen die Bühne betraten.

Erscheinungsweise: 3-mal jährlich (Februar, Mai, September)

Einzelheftpreis: 14,– Euro
Jahresabonnement (3 Hefte): 35,– Euro (Ausland 45,– Euro), einschl. Porto

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Download cover Inhaltsverzeichnis September 2017 ISSN:
2366-2387
ISBN: 978-3-86331-360-9 196 Seiten

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Maria Borowski

Parallelwelten: Lesbisch-schwules Leben in der frühen DDR

19.00 

Im Zentrum der Studie steht die Situation von Homosexuellen in der DDR zwischen 1949 und 1969,
ein Zeitraum, der bisher kaum dokumentiert wurde. Maria Borowski wertet Sexual-Ratgeber der 1950er-Jahre aus und zeichnet die Perspektiven der Ärzte auf die »Krankheit« der gleichgeschlechtlich Liebenden nach. Auszüge aus 13 Interviews mit Männern und Frauen geben die Sicht der damals jungen Homosexuellen über ihr Leben in der frühen DDR wieder, über ihre Kindheit, Jugend und das Erwachsenwerden.

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978-3-86331-361-6
256 Seiten

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Mario Wenzel

Arbeitszwang und Judenmord

Die Arbeitslager für Juden im Distrikt Krakau des Generalgouvernements 1939–1944
24.00 

Arbeitslager für Juden waren ein Spezifikum der NS-Besatzungsherrschaft in Osteuropa. Schätzungsweise 900 bis 1000 Lager dieses Typus sind zwischen 1939 und 1944 allein in den okkupierten polnischen und sowjetischen Gebieten errichtet worden. In seiner Studie konzentriert sich Mario Wenzel auf den südwestlichen Distrikt Krakau des Generalgouvernements – eine Region, die von der Holocaustforschung bisher wenig Beachtung gefunden hat. Der Autor zeigt, dass die Arbeitslager für Juden integraler Bestandteil der gesamten Judenverfolgung im besetzten Polen waren, sowohl in der Phase der „Judenpolitik“ bis Anfang 1942 als auch in der Phase der physischen Vernichtung. Die sich verändernde Verfolgungspraxis spiegelte sich in den Unterstellungsverhältnissen und im äußeren Aufbau der Lager, in den Arbeits- und Lebensbedingungen der Insassen, den Einfluss- und Betreuungsmöglichkeiten jüdischer Institutionen und in der Funktion der Lager.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2017 ISBN:
978-3-86331-354-8
399 Seiten

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Peter Jahn, Florian Wieler, Daniel Ziemer (Hrsg.)

Der deutsche Krieg um „Lebensraum im Osten“ 1939–1945

Ereignisse und Erinnerung
19.00 

Herausgegeben im Auftrag der Initiative Gedenkort für die Opfer der NS-Lebensraumpolitik

Das Schicksal der in der NS-Ideologie als „rassisch minderwertig“ diffamierten „Slawen“, die dem nationalsozialistischen Vernichtungskrieg zum Opfer fielen, wird im kollektiven Gedächtnis der Deutschen bis heute nur am Rande wahrgenommen. Sieben Beiträge ausgewiesener Historiker und ein Dokumentenanhang informieren über diesen Komplex nationalsozialistischer Verbrechen, über die Millionen Opfer und über die jahrzehntelang verweigerte Erinnerung in der deutschen Öffentlichkeit.

Aberwitzige Pläne. Die „Lebensraum“-Politik. Buchbesprechung von Jost Dülffer in der FAZ [9. Januar 2018], S. 6

Rezension von Ernst Reuß im „Neuen Deutschland“ [18. September 2017]

Kurzfassung des Beitrags von Wolfgang Wippermann aus dem Buch im „Tagesspiegel“

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978-3-86331-359-3
195 Seiten

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Robert Grünbaum, Heike Tuchscheerer (Hrsg.)

1956 – Aufbruch im Osten

Die Entstalinisierung in Ostmitteleuropa und ihre Folgen
19.00 

Herausgegeben im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Deutschen Gesellschaft e. V.

In seiner berühmten Geheimrede von 1956 rechnete der sowjetische Parteichef Nikita Chruschtschow mit seinem gefürchteten Vorgänger und dessen Verbrechen ab. Drei Jahre nach Stalins Tod stürzte damit Chruschtschow den Tyrannen vom Sockel. Seine Politik der Entstalinisierung führte zu einer innen- und außenpolitischen Entspannung, welche die kommunistische Staatenwelt schließlich in ihrer Existenz bedrohen sollte. Diese besondere historische Entwicklung steht im Mittelpunkt der vorliegenden Publikation, deren Beiträge einen analytischen Blick auf das europäische Schicksalsjahr 1956 werfen.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2017 ISBN:
978-3-86331-355-5
232 Seiten