Gesamtverzeichnis


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Christian Gaubert

DDR: Deutsche Dekorative Restbestände?

Der DDR-Alltag im Museum
22.00 

Die Landschaft der privaten DDR-Museen galt in der Forschung lange als ein abseitiges Terrain. Auch in den geschichtspolitischen Auseinandersetzungen um die Aufarbeitung der SED-Diktatur wurde diese Museumswelt meist lediglich unter dem Schlagwort der „Ostalgie“ subsumiert. Der Verharmlosungsvorbehalt, mit dem diesen Amateurmuseen begegnet wurde, färbte in erheblichem Maße auch auf das gesamte Themenfeld des DDR-Alltags ab. Es dauerte schließlich bis zur Fortschreibung der Gedenkstättenkonzeption im Jahr 2008, dass das „Alltagsleben in der DDR“ zu einem förderungswürdigen Thema staatlicher Museumsarbeit erklärt wurde. Die vorliegende Arbeit skizziert den Diskussionsverlauf um dieses zentrale Streitthema der DDR-Erinnerung und untersucht anhand von vier Museen das von wechselseitigen Widerlegungsambitionen geprägte Verhältnis von privater und öffentlicher Museumsarbeit.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2019 ISBN:
978-3-86331-499-6
288 Seiten

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Riccardo Altieri (Hrsg.), Cornelia Baddack (Hrsg.), Sophia Ebert (Hrsg.), Frank Jacob (Hrsg.), Swen Steinberg (Hrsg.)

Reden und Schriften

19.00 

Ediert, eingeleitet und herausgegeben von Riccardo Altieri, Sophia Ebert, Swen Steinberg, Cornelia Baddack und Frank Jacob

Reihe Kurt Eisner-Studien • Band 7

Kurt Eisner (1867–1919) war nicht nur Journalist und Politiker, sondern auch vielseitiger Literat. Seine Texte diverser Gattungen sind in seinem Nachlass überliefert. Der vorliegende Band vereint neben einigen von Eisners Schlüsselreden als Politiker drei seiner Schriften, die nicht nur Aufschluss über seine Interpretation von Goethes Faust, sein Bildungsideal sowie seinen Pazifismus geben, sondern auch einen tiefen Einblick in Eisners Gedankenwelt gewähren. Sie stellen somit einen Querschnitt des Schaffens und der Ideale des ersten Bayerischen Ministerpräsidenten dar und bilden einen wichtigen Beleg dafür, dass Politik und Literatur in einem fruchtbaren wechselseitigen Austausch stehen können.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2019 ISBN:
978-3-86331-504-7
242 Seiten

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Riccardo Altieri (Hrsg.), Frank Jacob (Hrsg.)

Die Wahrnehmung der Russischen Revolutionen 1917

Zwischen utopischen Träumen und erschütterter Ablehnung
29.00 

Reihe Alternative | Demokratien. Studien zur Geschichte der Sozialdemokratie und des Sozialismus, Band 3

Die Revolutionen vom Februar und Oktober 1917 veränderten die Geschicke Russlands fundamental: Erst wurde der Zar gestürzt, dann die Herrschaft der Räte proklamiert. Während die beiden Revolutionen verhältnismäßig unblutig verliefen, erschütterte anschließend ein jahrelanger Bürgerkrieg das Land, der Hunderttausende Opfer forderte und mit dessen Ende nach fünf Jahren die Macht der Bolschewiki etabliert war. Nicht nur die Gewaltfrage, auch die politischen Folgen der Oktoberrevolution riefen im Ausland vielfache Kritik hervor. Der vorliegende Band zeichnet die unterschiedlichen Reaktionen aus Deutschland, aber auch aus anderen Teilen der Welt nach. Kann die Oktoberrevolution verkürzt wirklich als Beginn einer Linie betrachtet werden, die über Verrat und Massenmord zum Archipel Gulag führte, oder müssen Handlungsoptionen, wegweisende Entscheidungen und Schlüsselereignisse in ihrem historischen Kontext differenzierter betrachtet werden?

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978-3-86331-469-9
450 Seiten

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Marianne Subklew-Jeutner

Schattenspiel

Pfarrer Eckart Giebeler zwischen Kirche, Staat und Stasi
24.00 

Schriftenreihe der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Band 12

Pfarrer Eckart Giebeler arbeitete von 1949 bis 1992 als evangelischer Gefängnisseelsorger in verschiedenen Gefängnissen der DDR und nach 1990 im Land Brandenburg. Ab 1953 übte er seine seelsorgerliche Tätigkeit als Angestellter des Ministeriums des Innern der DDR aus und verpflichtete sich 1959 per Handschlag zur Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Als IM „Roland“ schrieb er Berichte über Inhaftierte, besprach Tonbänder mit Informationen über Pfarrkonvente und Pfarrer-Kollegen und übergab dem MfS Dokumente, die „nur zum innerkirchlichen Dienstgebrauch“ bestimmt waren. 1992 veröffentlichte Giebeler seine Autobiografie unter dem Titel „Hinter verschlossenen Türen. Vierzig Jahre als Gefängnisseelsorger in der DDR“, in der er u. a. beschreibt, wie er den Anwerbungen des MfS als Christ und Pfarrer widerstanden habe. Die Geschichte von Eckart Giebeler ist in ihren individuellen Dimensionen die Geschichte einer persönlichen Tragik. Aber sie ist auch eine Geschichte von Schuld und Verrat, ungeklärtem kirchlichen Leitungsverhalten und letztlich eine Geschichte der Suche nach Zugehörigkeit, die Eckart Giebeler auf seine Weise beantwortet hat.

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978-3-86331-498-9
456 Seiten

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Christoph Schmidt

Absturz zur Wirklichkeit

Die Eroberung Berlins 1945
19.00 

Reihe ZeitgeschichteN, Band 21

Die Erinnerung der Deutschen an die Eroberung Berlins 1945 scheint wie zerrissen. Was sollte denn Vorrang haben: das Nationale, also die Kapitulation, oder das Politische, mithin die Befreiung? Ergo erschien die Einnahme Berlins als Katastrophe, der Sturm auf die Reichskanzlei aber als Rettung.

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978-3-86331-466-8
212 Seiten

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Veronika Springmann

Gunst und Gewalt

Sport in nationalsozialistischen Konzentrationslagern
22.00 

Sport war in den Konzentrations- und später auch in den Vernichtungslagern allgegenwärtig. Übungen aus dem Kanon des Sports oder der Leibesübungen wurden von Aufseher*innen gewaltförmig gegen die Häftlinge gerichtet. Doch auch von den Häftlingen organisierte Fußballspiele fanden in den Lagern statt. Zur Unterhaltung der SS wurden regelmäßig Boxkämpfe veranstaltet, in denen Häftlinge gegeneinander kämpfen mussten. Veronika Springmann untersucht in dieser ersten Studie zu Sport in NS-Konzentrationslagern das Wechselverhältnis von Geschlecht, insbesondere von Männlichkeit, Sport und Gewalt. Mit ihrer Analyse der Wirkungsweisen von Macht und Gewalt beleuchtet sie einen wichtigen Aspekt der Alltagsgeschichte der Konzentrationslager.

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978-3-86331-500-9
310 Seiten

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

67. Jg., Heft 12 (2019)
13.00 

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft erscheint monatlich. Sie ist ein Fachorgan für Historiker, Geschichtslehrer, Archivare, Studierende und Interessenten an Geschichte und verwandten Disziplinen wie Völkerkunde, Politische Wissenschaft, Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte u. a.

Einzelheftpreis: 13,– € (zuzügl. Versandkosten und Porto)
Jahresbezugspreis Inland: 129,– € (einschl. Versand und Porto)
Jahresbezugspreis Ausland: 129,– € (zuzügl. 18,– € Versand und Porto)
Studentenvorzugsabonnement: 96,75 € (einschl. Versandkosten und Porto)

Jahresbezugspreis Print & Online: 160,– € (einschl. Versandkosten und Porto)

Alle Preise einschl. MwSt.

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0044-2828
104 Seiten

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Stefanie Schüler-Springorum (Hrsg.)

Jahrbuch für Antisemitismusforschung 28 (2019)

21.00 

Das Jahrbuch für Antisemitismusforschung ist ein Forum für wissenschaftliche Beiträge zur Antisemitismus-, Vorurteils- und Minderheitenforschung und will dieses disziplinär breite Spektrum bündeln. Es ist deshalb fächerübergreifend und international vergleichend ausgerichtet.

Schwerpunkte dieser Ausgabe: Flüchtlingskrise 1938 und heute? Zur Aktualität der Internationalen Flüchtlingskonferenz von Évian 1938 | Der Fall Rolf Peter Sieferle. Die intellektuelle Rechte und ihre Strategien | Antisemitismus und Rassismus im Nachkriegsdeutschland | Antisemitismus in der Gegenwart – Länderstudien

Preis im Abonnement: 16.00 Euro

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978-3-86331-502-3
384 Seiten

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Margret Müller (Hrsg.), Werner Müller (Hrsg.), Boris Zabarko (Hrsg.)

Leben und Tod in der Epoche des Holocaust in der Ukraine

Zeugnisse von Überlebenden
49.00 

Mit einem Geleitwort von Dieter Pohl
Berichte der Überlebenden aus dem Russischen übersetzt
von Natalia Blum-Barth und Christian Ganzer

Der Holocaust in der Ukraine hat jahrzehntelang nur wenig Aufmerksamkeit gefunden. Erst seit den 1990er-Jahren stoßen die deutschen Verbrechen zunehmend auf das Interesse von Geschichtswissenschaft und Öffentlichkeit – sowohl in Deutschland als auch in der Ukraine selbst. Dennoch ist das Wissen um das Geschehen in der damaligen Sozialistischen Sowjetrepublik immer noch gering. Der Historiker Boris Zabarko, selbst Überlebender des Ghettos Schargorod, war einer der Ersten, die das Schicksal der Juden unter deutscher Besatzung in der Ukraine systematisch erforscht haben. Seit mehr als 20 Jahren sammelt er Berichte Überlebender und interviewt einst Verfolgte. 1999 erschien eine erste Publikation auf Russisch, gefolgt von einem mehrbändigen Werk. Die vorliegende Edition enthält mehr als 180 Berichte Überlebender. Sie sind den jeweiligen Tatorten zugeordnet, zu denen einführend Kontextinformationen gegeben werden, und folgen der Chronologie der Besetzung. Entstanden ist eine „Geografie des Holocaust“ in der Ukraine.

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978-3-86331-475-0
1152 Seiten

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Annika Hartmann

Verwaltung vor Ort zwischen Konflikt und Kooperation

Die Stadtverwaltung Münster und der Nationalsozialismus
24.00 

Villa ten Hompel Schriften 13

Am Beispiel der Stadt Münster untersucht Annika Hartmann die Rolle der städtischen Verwaltung im NS-System vor Ort. Welche Bedeutung hatten lokale Strukturen und Traditionen für das politisch-administrative Handeln in einer Stadt, die nicht nur Gauhaupt- und Garnisonsstadt, sondern zugleich auch Bistumssitz und Hochburg des katholischen Milieus war? Aushandlungs- und Anpassungsprozesse werden in der Studie anhand von ausgewählten Handlungsfeldern – etwa der Wohlfahrts-, Schul- oder Symbolpolitik – für die Zeit von der nationalsozialistischen Machtübernahme bis in die ersten Jahre des Zweiten Weltkrieges analysiert. Wann und warum kam es zwischen der Stadtverwaltung und anderen lokalen Akteuren wie Parteistellen und Kirche zu Konflikten oder Kooperationen?

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978-3-86331-497-2
368 Seiten

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Philipp Erdmann

Kommunales Krisenhandeln im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit

Die Stadtverwaltung Münster zwischen Nationalsozialismus und Demokratisierung
26.00 

Villa ten Hompel Schriften 14

Als der Zweite Weltkrieg begann, sah sich die Stadtverwaltung Münster vorbereitet. Zuvor hatte sie die Umgestaltung der westfälischen Gauhauptstadt umfassend geplant. Doch seit dem 1. September 1939 stand die Regulierung von Versorgungsmängeln, von Kriegseinwirkungen und -folgen für mehr als ein Jahrzehnt im Fokus kommunalen Krisenhandelns. Bewältigungstechniken, zum Teil das Personal und vor allem die systemstabilisierende Funktion der Stadtverwaltung blieben über das Kriegsende hinaus bestehen. Erst nach Gründung der Bundesrepublik setzte sich die Überzeugung durch, mit kommunaler Planung die Stadt und das Leben in ihr umfassend gestalten zu können. Diese Phase und weniger exklusiv das Kriegsende gerät damit als Zeit tiefen Wandels in den Fokus. Wie sich dieser auf die Verwaltung selbst, aber auch auf die Stadtgesellschaft auswirkte und für wen „Modernisierungen“ keine Vorteile brachten, zeigt Philipp Erdmanns detailreiche Studie.

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978-3-86331-493-4
476 Seiten

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Marta Ansilewska-Lehnstaedt

Pole jüdischer Herkunft

Selbstdeutung polnischer Kinderüberlebender des Holocaust
24.00 

Touro College Berlin | Studien zu Holocaust und Gewaltgeschichte, Band 2

Fast 5000 jüdische Kinder überlebten den Holocaust in Polen im Versteck. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die nach 1945 im Land blieben, kämpften mit massiven Identitätsproblemen: Weder ein Anknüpfen an die idealisierte Vorkriegszeit noch eine Flucht vor den Folgen des Krieges waren möglich. Sie mussten sich eine neue Identität als Überlebende aufbauen, als Polen jüdischer Herkunft.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2019 ISBN:
978-3-86331-479-8
392 Seiten

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Cornelia Baddack (Hrsg.), Frank Jacob (Hrsg.)

100 Schmäh- und Drohbriefe an Kurt Eisner, 1918/19

16.00 

Ediert, eingeleitet und herausgegeben von Frank Jacob und Cornelia Baddack

Reihe Kurt Eisner-Studien • Band 6

Kurt Eisner (1867–1919) war ein Politiker, dem die Wahrheit mehr bedeutete als Mehrheiten. Für die Anerkennung der deutschen Kriegsschuld nach dem Ersten Weltkrieg wurde der erste bayerische Ministerpräsident mit wüsten Schmähungen und Drohungen überzogen. Seine Gegner beschimpften ihn in hasserfüllten Briefen und Postkarten und prophezeiten ihm seinen baldigen Tod, ja sehnten diesen sogar herbei. Es waren vor allem antisemitische Tiraden, die in ihrer gesammelten Form einen Eindruck davon geben, welche radikalen Gedanken und Kräfte die neue Politik der Weimarer Republik am liebsten im Keim erstickt hätten. Die Schmäh- und Drohbriefe gegen Eisner sind daher ein wichtiges Zeitdokument, vor allem aber auch eine Mahnung, wohin ein in allen Schichten der Bevölkerung grassierender Antisemitismus führen kann.

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978-3-86331-495-8
148 Seiten

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

67. Jg., Heft 11 (2019)
13.00 

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft erscheint monatlich. Sie ist ein Fachorgan für Historiker, Geschichtslehrer, Archivare, Studierende und Interessenten an Geschichte und verwandten Disziplinen wie Völkerkunde, Politische Wissenschaft, Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte u. a.

Einzelheftpreis: 13,– € (zuzügl. Versandkosten und Porto)
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0044-2828
96 Seiten

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Halina Birenbaum

Ich suche das Leben bei den Toten

Ein Gespräch
22.00 

Herausgegeben und aus dem Polnischen übersetzt von Beate Kosmala

Halina Birenbaum, geboren 1929, überlebte das Warschauer Ghetto und die Konzentrations- und Vernichtungslager Majdanek und Auschwitz-Birkenau. Als 15-jährige „Kind-Greisin“ wurde sie nach dem Todesmarsch in Neustadt-Glewe befreit. In ihrem neuen Buch schildert sie eindrucksvoll, was der Verlust ihrer Eltern, ihres Bruders und ihrer Kindheitsfreunde bedeutete. Sie berichtet von ihrer Aliyah nach Palästina im Jahr 1947 und dem schwierigen Aufbau einer Existenz in der neuen Heimat. Immer wieder denkt sie darüber nach, wie diese Geschichte(n) vermittelt werden können, und beobachtet stets, wie Nachgeborene ihre Erzählungen aufnehmen. Ebenso reflektiert sie, wie es ihr gelang, sich Polen, dem Land ihrer Geburt, in dessen Sprache sie zu Hause ist, wieder anzunähern. Faszinierend zu lesen ist, was Halina Birenbaum als Zeitzeugin in Polen und Deutschland erlebte und wie es ihr gelang, über ihre Erinnerungen an die Shoah zu schreiben.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2019 ISBN:
978-3-86331-496-5
276 Seiten

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Zvi Cohen, Jörg Huber, Elisa Makowski

Der Junge mit der Mundharmonika

Aus dem Ghetto Theresienstadt mit dem Zug in die Freiheit
16.00 

Aus dem Hebräischen von Rachel Grünberger-Elbaz

Studien und Dokumente zur Holocaust- und Lagerliteratur, Band 8

Berlin – Theresienstadt – Israel: Orte, die das Leben von Zvi Cohen prägen. 1931 in Berlin als Horst Cohn geboren, erlebt er als Jude die nationalsozialistische Verfolgung. Als 12-Jähriger wird er mit seinen Eltern nach Theresienstadt deportiert. Eindrücklich erzählt er, warum seine Mundharmonika ihm das Leben rettet und wie er im Februar 1945 mit dem Zug in die Schweiz der Hölle entkommt.
Er berichtet vom Leben nach dem Überleben, von den Anfängen im Kibbuz und von der Notwendigkeit der Erinnerung.

Rezension von Ernst Reuß auf dem Blog »Historisches Sachbuch«, 7. November 2019

Zvi Cohen zu Gast bei Markus Lanz, 14. November 2019
Das Gespräch mit Zvi Cohen beginnt bei Min. 52:23

Veranstaltungsbericht:
Goethe Universität Frankfurt: Bewegender Zeitzeugenbericht des KZ-Überlebenden Zvi Cohen, in: Frankfurter Neue Presse, 30. November 2019

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978-3-86331-485-9
156 Seiten

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Siegfried Mielke, Stefan Heinz

Alwin Brandes (1866–1949)

Oppositioneller – Reformer – Widerstandskämpfer
29.00 

Alwin Brandes, im Ersten Weltkrieg Kritiker der Burgfriedenspolitik der Sozialdemokratie, während der Novemberrevolution einflussreicher Akteur in Magdeburg, in der Weimarer Republik Vorsitzender des Deutschen Metallarbeiterverbandes, ferner Mitglied des Reichstages, hat sich in vier politischen Systemen für eine Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeitnehmer und für eine Demokratisierung von Wirtschaft und Gesellschaft eingesetzt. Nach 1933 leitete er eines der größten Widerstandsnetzwerke, in dem sich Hunderte Metallgewerkschafter gegen das NS-Regime engagierten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gehörte der überzeugte Sozialdemokrat zu den entschiedensten Kritikern der politischen und gewerkschaftlichen Entwicklung in Berlin und der Sowjetischen Besatzungszone. Die Autoren zeichnen den Lebensweg eines bedeutenden, zu Unrecht vergessenen Gewerkschafters nach. Sein Leben spiegelt auf eindrucksvolle Weise die Umbrüche einer Generation der Arbeiterbewegung.

Neues Buch erinnert an Alwin Brandes
„Oppositioneller – Reformer – Widerstandskämpfer“ – so lautet der Titel einer neuen Biographie über Alwin Brandes (1866–1949), in: Metallzeitung, 1. Dezember 2019

„Vergessene Gewerkschaftsfunktionäre zum Bestandteil einer kollektiven Erinnerungskultur machen“
Interview von Georgios Chatzoudis mit Stefan Heinz über den vergessenen Gewerkschafter Alwin Brandes, in: Wissenschaftsportals L.I.S.A. der Gerda-Henkel-Stiftung, 26. November 2019

Vergessener Gewerkschafter. Antifaschist und Antikommunist: Siegfried Mielke und Stefan Heinz haben eine Biographie über Alwin Brandes vorgelegt,
Rezension von Markus Bernhardt, in: junge Welt, 4.11.2019, Seite 15 / Politisches Buch

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978-3-86331-486-6
566 Seiten

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Gerd Laudert

Der rote Doktor

Arzt, Kommunist, Antistalinist, Autor. Joseph Schölmerich (1913–1995)
24.00 

Im August 1944 wird der Arzt Joseph Schölmerich, der dem kommunistischen Widerstand angehörte, vom Volksgerichtshof zu einer mehrmonatigen Haftstrafe verurteilt. Als Funktionär im Gesundheitswesen der SBZ/DDR gerät er 1949 ins Visier des NKWD und wird nach Workuta deportiert. Nach seiner Entlassung kehrt er 1954 an seinen Geburtsort Kasbach am Rhein zurück. Er engagiert sich zusammen mit anderen Dissidenten und DDR-Flüchtlingen wie Wolfgang Leonhard und Hermann Weber für einen „dritten Weg“ jenseits von stalinistischem Kommunismus und westlichem Kapitalismus. In den 1970er-Jahren tritt „der rote Doktor“ als radikaler Kritiker des westdeutschen Gesundheitssystems hervor und wird von der etablierten Ärzteschaft als „kommunistischer Propagandahetzer“ diffamiert. Gerd Laudert hat für seine Biografie neue Quellen entdeckt und Zeitzeugen befragt. Eindrucksvoll schildert er das wechselvolle Leben des heute fast vergessenen Arztes, Aktivisten und Autors.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2019 ISBN:
978-3-86331-494-1
256 Seiten

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Karl Heinz Roth, Hartmut Rübner

Verdrängt – Vertagt – Zurückgewiesen

Die deutsche Reparationsschuld am Beispiel Polens und Griechenlands
24.00 

Seit Beginn ihres Bestehens hat sich die Bundesrepublik Deutschland gegen die Reparationsforderungen der Länder Europas gewehrt, die während des Zweiten Weltkriegs unter dem Raubkrieg und Terror der Nazi-Okkupation gelitten hatten. Sie machte nur minimale Zugeständnisse und verhinderte eine vertragliche Lösung mit diplomatischen Tricks und fadenscheinigen Argumenten. Doch ihre Rechnung ist nicht endgültig aufgegangen. Erneut stellen Griechenland und Polen Forderungen an Deutschland.
Die vorliegende Untersuchung arbeitet zunächst die Geschichte der deutschen Besatzungsherrschaft am Beispiel Polens und Griechenlands auf. Anschließend werden die Strategien der deutschen Reparationsverweigerung aufgedeckt und mit dem derzeit bekannten Ausmaß der deutschen Reparationsschuld konfrontiert. Ausgehend von einer am Völkerrecht orientierten Sichtweise wird die Berechtigung der griechischen und polnischen Forderungen nachgewiesen und eine abschließende Regelung der Reparationsfrage vorgeschlagen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2019 ISBN:
978-3-86331-487-3
476 Seiten

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

67. Jg., Heft 10 (2019)
13.00 

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft erscheint monatlich. Sie ist ein Fachorgan für Historiker, Geschichtslehrer, Archivare, Studierende und Interessenten an Geschichte und verwandten Disziplinen wie Völkerkunde, Politische Wissenschaft, Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte u. a.

Einzelheftpreis: 13,– € (zuzügl. Versandkosten und Porto)
Jahresbezugspreis Inland: 129,– € (einschl. Versand und Porto)
Jahresbezugspreis Ausland: 129,– € (zuzügl. 18,– € Versand und Porto)
Studentenvorzugsabonnement: 96,75 € (einschl. Versandkosten und Porto)

Jahresbezugspreis Print & Online: 160,– € (einschl. Versandkosten und Porto)

Alle Preise einschl. MwSt.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2019 ISSN:
0044-2828
102 Seiten

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Eva Balz

Vergangenheitspolitik und Eigentumspolitik im Kalten Krieg

Das Oberste Rückerstattungsgericht für Berlin
24.00 

1953 wurde in West-Berlin ein besonderes Gericht eröffnet. Im Obersten Rückerstattungsgericht in
der Rauchstraße 17/18 fällte ein internationales Richterkollegium Entscheidungen über Vermögen,
das im Nationalsozialismus entzogen worden war. Das Gericht war vergangenheitspolitisch bedeutend;
schließlich entstanden hier Narrative darüber, wie Privatpersonen von der Verfolgung ihrer Mitbürger profitiert hatten. In Berlin waren Konflikte um Eigentum aber immer auch Schauplätze der
Systemkonfrontation. Dem Gericht kam so auch eine eigentumspolitische Relevanz zu. Diese Arbeit zeichnet nach, wie die Selbstverortung der Richter im Spannungsfeld aus Vergangenheits- und Eigentumspolitik den Umgang mit Verfolgten der Shoah prägte – weit über die Grenzen Berlins hinaus.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2019 ISBN:
978-3-86331-491-0
352 Seiten

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Detlef Lehnert (Hg.)

Soziale Demokratie und Kapitalismus

Die Weimarer Republik im Vergleich
24.00 

Reihe Historische Demokratieforschung, Band 16

„Kapitalismus ist nicht demokratisch und Demokratie nicht kapitalistisch“ (J. Kocka/W. Merkel 2015). Aber Industriekapitalismus und moderne Demokratie gab es in Deutschland erst seit der Weimarer Republik und dann wieder in der Bundesrepublik. Die Konzepte von sozialer Demokratie und deren Spannungsverhältnis zum Kapitalismus werden in diesem Band im epochen- und länderübergreifenden Vergleich untersucht. Dabei treten neben sozialdemokratischen Exponenten (R. Hilferding, E. Lederer, F. Naphtali, K. Renner) kontrastierend auch konservative (J. Popitz, C. Schmitt) und liberale (M. J. Bonn, Vertreter des Ordoliberalismus) und schwer einzuordnende (J. Schumpeter) ins Blickfeld. Ergänzt wird dieses so auch Österreich und die USA (sowie Israel) umfassende Spektrum durch Studien zu Arbeitsbeziehungen in Deutschland und Frankreich der Zwischenkriegszeit, die Analyse eines führenden sozialwissenschaftlichen Fachorgans (AfSS ) und den Vergleich sozialstaatlicher Verfassungsnormen von „Weimar nach Bonn“.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2019 ISBN:
978-3-86331-489-7
334 Seiten

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Hans-Christian Jasch (Hrsg.), Stephan Lehnstaedt (Hrsg.)

Verfolgen und Aufklären: Die erste Generation der Holocaustforschung

Crimes Uncovered: The First Generation of Holocaust Researchers (dt.-engl.)
24.00 

„Verfolgen und Aufklären. Die erste Generation der Holocaustforschung“ ist der Begleitband zu der gleichnamigen Wanderausstellung der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, des Touro College Berlin und der Wiener Library, London. Er präsentiert Kurzbiografien jüdischer Forscherinnen und Forscher, die sich der Zerstörung jüdischen Lebens in Europa während des Holocaust widersetzten. Sie dokumentierten das massenhafte Morden in den von den Achsenmächten besetzten Staaten Europas und versuchten, die Welt hierauf aufmerksam zu machen. Sie sammelten Fakten und gründeten erste Archive, die später die Grundlage für die Erinnerung an die Opfer und die Erforschung des Geschehens, aber auch für die Verfolgung der verantwortlichen Täter bildeten. Diese Frauen und Männer versagten den Tätern ihren endgültigen Triumph: Der millionenfache Massenmord an den europäischen Jüdinnen und Juden geriet nicht in Vergessenheit.

“Crimes Uncovered. The First Generation of Holocaust research” is the accompanying catalogue to a travelling exhibition by the Memorial and Educational Site House of the Wannsee Conference, the Touro College Berlin and the Wiener Library in London. The volume presents short biographies of a number of Jewish historians and academics who defi ed the destruction of Jewish life during the Holocaust. They documented mass murder and secured evidence while trying to alert the world to what was happening under Axis rule in Europe. They collected facts and founded archives, which later became the foundation for remembrance of the victims and for research of the events but also for the prosecution of the responsible perpetrators. These women and men thus denied the perpetrators an ultimate triumph: the mass murder of millions of European Jews did not fall into oblivion.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2019 ISBN:
978-3-86331-467-5
352 Seiten

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Steven Robins

Briefe aus Stein

Von Nazi-Deutschland nach Südafrika
24.00 

Port Elizabeth, Südafrika. Auf einem kleinen Tisch liegt ein Foto von drei Frauen. Steven Robins hatte es schon als Jugendlicher gesehen, als er in den 1970er-Jahren in der südafrikanischen Stadt aufwuchs. Erst später erfuhr er, dass das Bild die Mutter und die Schwestern seines Vaters im Jahr 1937 in Berlin zeigt, bevor sie einige Jahre später in Auschwitz getötet wurden. Allein seinem Vater und dessen jüngerem Bruder Artur war die Flucht gelungen. Der Vater schwieg über das Schicksal seiner Familie – bis sein Sohn, inzwischen ein junger Anthropologe, ihn im Jahr vor seinem Tod befragte. Doch die Informationen, die er ihm gab, waren dürftig. Jahre später entdeckte Steven über einhundert Briefe, die die Familie während des nationalsozialistischen Terrors aus Berlin an seinen Vater und Onkel geschickt hatte.
»Briefe aus Stein« ist die ergreifende Rekonstruktion einer Familiengeschichte. Steven Robins untersucht zudem die Verantwortung seines Fachgebietes, der Anthropologie, die ebenso wie die Eugenik und die Ethnologie die vermeintlich wissenschaftlichen Grundlagen für den nationalsozialistischen Rassismus legte.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2019 ISBN:
978-3-86331-477-4
320 Seiten

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Norman Warnemünde

Erinnerungsstücke aus Ravensbrück

Geschichte(n) in zehn Objekten
14.00 

Reihe Forschungsbeiträge und Materialien
der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 26

Ein Aufruf des Internationalen Ravensbrück-Komitees zur Stiftung von Erinnerungsstücken legte Mitte der 1950er-Jahre den Grundstein für die heute so umfangreiche museologische Sammlung der
Gedenkstätte. Dieses Buch widmet sich zehn der in der Aufbauphase des Museums von ehemaligen Häftlingen gestifteten KZ-Artefakte. Die Beiträge rekonstruieren die Geschichte(n) der Objekte sowie die Biografien ihrer Stifterinnen. Schlaglichtartig erzählen sie von Geschichte und Alltag des Ravensbrücker Lagers. Ergänzt wird die Publikation durch einen Beitrag zur Sammlungsgeschichte.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2019 ISBN:
978-3-86331-490-3
112 Seiten

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

67. Jg., Heft 9 (2019)
13.00 

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft erscheint monatlich. Sie ist ein Fachorgan für Historiker, Geschichtslehrer, Archivare, Studierende und Interessenten an Geschichte und verwandten Disziplinen wie Völkerkunde, Politische Wissenschaft, Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte u. a.

Einzelheftpreis: 13,– € (zuzügl. Versandkosten und Porto)
Jahresbezugspreis Inland: 129,– € (einschl. Versand und Porto)
Jahresbezugspreis Ausland: 129,– € (zuzügl. 18,– € Versand und Porto)
Studentenvorzugsabonnement: 96,75 € (einschl. Versandkosten und Porto)

Jahresbezugspreis Print & Online: 160,– € (einschl. Versandkosten und Porto)

Alle Preise einschl. MwSt.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2019 ISSN:
0044-2828
96 Seiten

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Arbeit – Bewegung – Geschichte

Zeitschrift für historische Studien 2019/III
14.00 

Schwerpunkt von Heft III/2019: Klasse und Geschlecht
„Jede Art der Ausbeutung und Unterdrückung, richte sie sich gegen eine Klasse, eine Partei, ein Geschlecht oder eine Rasse.“ So beschrieb die deutsche Sozialdemokratie im Erfurter Programm von 1891 die Strukturen, gegen die sich ihre Politik wandte. Anstatt nur populistisch dem Volk aufs Maul zu schauen, bemühte sich die Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts, „Klasse“ – und damit sich selbst – als Bewegung zu formen. Ob sie deshalb bereits auch als Bewegung der Arbeiter/innen gelten kann, ist eine der Fragen, denen sich das Schwerpunktheft widmet – der Zeitrahmen reicht von den Anfängen der sozialistischen Arbeiter- und Frauenbewegung im 19. Jahrhundert bis in die 1960er-Jahre.

Erscheinungsweise: 3-mal jährlich (Januar, Mai, September)

Einzelheftpreis: 14,– Euro
Jahresabonnement Inland (3 Hefte): 35,– Euro
Jahresabonnement Ausland (3 Hefte): 45,– Euro
Alle Preise einschl. MwSt.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2019 ISSN:
2366-2387
ISBN: 978-3-86331-488-0 220 Seiten

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Martin Paulus, Stefan Paulus, Edith Raim

Verloren in Manhattan

Synagogen im Herzen New Yorks. Fotografien & Texte
19.00 

Mit einem Beitrag von Toby Axelrod

Alle Migranten, unabhängig von Ort oder Zeit, sind von Verlusten, aber auch allmählich wiederkehrenden Hoffnungen gezeichnet. Und so sind auch die jüdischen Gotteshäuser – erste religiöse und kulturelle Heimstatt in der Neuen Welt – Architektur gewordene Soziogramme, nicht selten vom selben Widerstreit der Emppfindungen geprägt. Die Neue Welt, ein realer Ort der Sehnsucht, war seit ihrer Entdeckung eine neue Heimat für Millionen Auswanderer aus dem alten Europa geworden. In der Blütezeit dieses jungen jüdischen New York gab es Hunderte von Betsälen und Gotteshäusern in der Stadt: eine Quelle nennt für den Zeitraum zwischen 1880 und 1924 an die 600 Synagogen.

». . . das Thema ist spannend und die Fotos sind in ihrer Beiläufigkeit sehr stimmungsvoll.«
– Hanno Loewy, Jüdisches Museum Hohenems

»Dieser Band bietet einen besonderen interdisziplinären Zugang zu einem zentralen Aspekt transatlantischer Kulturgeschichte, an dem wohl wichtigsten Ort des jüdischen Lebens heute – New York. Die Autoren bringen so einem deutschen Publikum ein bedeutendes Kapitel europäisch-amerikanischer Geschichte nahe.«
– Philipp Gassert, Universität Mannheim/ Deutsche Gesellschaft für Amerikastudien

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2019 ISBN:
978-3-86331-478-1
180 Seiten

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Andreas Nakic, Marianne Bechhaus-Gerst

Über Rassismus und Widerstand

Eine US-amerikanisch-deutsch-äthiopische Lebensgeschichte
19.00 

Mit Diane Truly

Andreas Nakic wird 1962 als uneheliches Kind einer weißen US-Amerikanerin und eines äthiopischen Austauschstudenten geboren. Er wird zur Adoption freigegeben. Mit seiner Adoption durch eine deutsch-amerikanische Familie und deren Übersiedlung nach Deutschland beginnt für ihn ein Leben, das durch Gewalt und rassistische Übergriffe geprägt ist. Als Jugendlicher erkämpft Andreas seine Unabhängigkeit von den ungeliebten Adoptiveltern und geht seinen eigenen Weg. Als 51-Jähriger trifft er zum ersten Mal seine leibliche Mutter. Das Buch kombiniert autobiografische Texte und Sachtexte, die die individuelle Lebensgeschichte in einen größeren historischen und gesellschaftlichen Kontext einordnen.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2019 ISBN:
978-3-86331-492-7
240 Seiten

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Heinrich Hannover / Elisabeth Hannover-Drück

Politische Justiz 1918–1933

22.00 

Neuauflage des Klassikers von Heinrich Hannover und Elisabeth Hannover-Drück

Besser als die Geschichte der NS-Zeit selbst kann deren Vorgeschichte deutlich machen, dass die Drangsalierung, Ausgrenzung und physische Vernichtung der politischen Linken und der Juden nicht das Werk einzelner Verbrecher, sondern die Verwirklichung einer von breiten Schichten des Bürgertums getragenen Gesinnung war. Der Nationalsozialismus ist nicht über Nacht gekommen. Er ist auch nicht über Nacht verschwunden.

Auf dem rechten Auge blind. Ein Klassiker neu aufgelegt: »Politische Justiz 1918 – 1933«. Von Ernst Reuß, in: Neues Deutschland, 7. Dezember 2019

„Als einer der großen politischen Anwälte schrieb [Heinrich Hannover] Justizgeschichte im Gerichtssaal, immer auf der Seite der Minderheiten; er hat für die Meinungsfreiheit, für die Demonstrationsfreiheit und die Gewissensfreiheit gefochten. Und seine zeitgeschichtlichen Publikationen, zum Beispiel seine Analysen über die Rechtsbeugung in der Weimarer Republik, dargelegt in dem Werk ‚Politische Justiz 1918–1933‘, waren bahnbrechend. […] Das Buch ist wichtig, es ist heute, angesichts des grassierenden Antisemitismus, so wichtig, wie es vor 53 Jahren war. […] Es ist ein Buch, das einen umtreibt.“
Auszug aus: Nicht über Nacht. Prantls Leseempfehlungen, in: Süddeutsche Zeitung, 3. November 2019

Heinrich Hannover und Elisabeth Hannover-Drück legen mit der Neuauflage von „Politische Justiz 1918–1933“ ein Buch vor, „dessen Aktualität […] von zugleich erstaunlicher und erschreckender Dauer ist“.
„Tatsächlich, so führen die Autoren an schlagenden Beispielen vor, sei ‚der Nationalsozialismus nicht über Nacht gekommen‘ und auch nicht über Nacht verschwunden, weil er für eine Gesinnung steht, die schon vor Adolf Hitlers Machtergreifung ‚von breiten Schichten des Bürgertums‘ getragen wurde.“ Die Darstellungen „politisch motivierte[r] Morde zeigen, wie fortgeschritten die Aushöhlung und die Beugung des Rechts in der Weimarer Republik bereits waren“.

Aus dem Beitrag „Wegbereiter des Nationalsozialismus“ von Hendrik Werner, in: Weser-Kurier, 24. Oktober 2019

Rezension von Ernst Reuß auf dem Blog »Historisches Sachbuch«, 23. Oktober 2019

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2019 ISBN:
978-3-86331-474-3
368 Seiten