Gesamtverzeichnis


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Maude Williams

„Ihre Häuser sind gut bewacht“

Kriegskommunikation und Evakuierung in Deutschland und Frankreich 1939/40
29.00 

Evakuierungen im Zeitalter der Weltkriege – Évacuations à l’ère des Guerres mondiales – Evacuations in the Age of World Wars, Band/Volume 3

Im September 1939 wurden mehr als eine Million Deutsche und Franzosen von der Grenze der beiden Länder evakuiert. Sie waren gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, meist mit ungewissem Ziel. Die Evakuierungen stellten darauf ab, die Bevölkerung vor möglichem Artilleriefeuer zu schützen, Raum für militärische Manöver an der Front zu schaffen und kriegswichtige Ressourcen in Sicherheit zu bringen. Sowohl in Deutschland als auch in Frankreich hatten diese Maßnahmen bedeutende soziale, politische und wirtschaftliche Folgen, darüber hinaus große Auswirkungen auf die verschiedenen Ebenen der Kommunikation in Kriegsgesellschaften. Ausgehend von der Evakuierung untersucht Maude Williams die Kommunikationsmechanismen in beiden Ländern auf drei ineinandergreifenden Ebenen: die offizielle Propaganda beider Staaten und ihre internationale Vernetzung, die lokalen Diskurse von Behörden und anderen Institutionen sowie die Kommunikation innerhalb der Evakuiertenkreise durch die Analyse von Plünderungsgerüchten.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2019 ISBN:
978-3-86331-476-7
472 Seiten

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Angela Koch (Hrsg.), Eva Hohenberger (Hrsg.)

Grau in Grau

Ästhetisch-politische Praktiken der Erinnerungskultur
24.00 

Grau in Grau – so lässt sich die Farbgestaltung der meisten Gedenkstätten, ihrer Ausstellungen, der Dokumentationsorte, der Mahn- und Denkmale zu den Verbrechen im Nationalsozialismus beschreiben. Dies hat die Veranstalterinnen der gleichnamigen Tagung veranlasst zu fragen, welcher Zeigegestus und welcher Mitteilungscharakter in den Inszenierungen enthalten sind. Welche symbolischen Funktionen werden den Formen, Medien, formalen Mitteln und Materialien zugeschrieben? Inwiefern kommen in den Ausstellungen nationale Narrative zur Geltung bzw. spiegeln sich in den Inszenierungen wider? Welche anderen Formen der Präsentation sind denkbar, die über den nationalen Rahmen hinausweisen und auch die aus der nationalen Geschichtsschreibung Exkludierten einbeziehen?
In dem Tagungsband sind daher gezielt Beiträge von Gedenkstättenkurator_innen, Ausstellungsmacher_innen, Künstler_innen, Medienwissenschaftler_innen, Kunsthistoriker_innen, Geschichts- und Kulturwissenschaftler_innen versammelt worden, um die Zusammenhänge der ästhetischen und politischen Praktiken der Erinnerungskultur zu ergründen.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2019 ISBN:
978-3-86331-483-5
280 Seiten

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Svea Hammerle (Hrsg.), Hans-Christian Jasch (Hrsg.), Stephan Lehnstaedt (Hrsg.)

80 Jahre danach

Bilder und Tagebücher deutscher Soldaten vom Überfall auf Polen 1939
19.00 

Vor 80 Jahren, am 1. September 1939, begann in Europa der Zweite Weltkrieg. Längst ist bekannt, dass nicht „seit 5 Uhr 45 zurückgeschossen“ wurde, wie Hitler das in seiner infamen Reichstagsrede behauptete. Vielmehr hatte das Deutsche Reich Polen bereits eine Stunde früher angegriffen. Der Überfall richtete sich von den ersten Minuten an auch gegen die Zivilbevölkerung und war der Prolog zum Holocaust. Die meisten deutschen Soldaten waren dennoch begeistert über den siegreichen „Polenfeldzug“. Die hier erstmals edierten Fotoberichte und Tagebücher zeigen ihren Blick auf einen vorgeblich minderwertigen Gegner und illustrieren die Geisteshaltung, die den Vernichtungskrieg überhaupt erst ermöglichte.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2019 ISBN:
978-3-86331-484-2
280 Seiten

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Robert Grünbaum (Hrsg.), Jens Schöne (Hrsg.), Heike Tuchscheerer (Hrsg.)

Das doppelte 1968

Hoffnung – Aufbruch – Protest
22.00 

Herausgegeben im Auftrag
des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur,
der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und
der Deutschen Gesellschaft e. V.

Die 1960er-Jahre standen weltweit im Zeichen des Kalten Krieges und der Blockkonfrontation. Gleichzeitig wiesen sie in Ost und West den Weg zu gravierenden politischen und gesellschaftlichen Veränderungen. Mit dem Jahr 1968 verbindet sich eine besondere historische Zäsur der deutschen und europäischen Nachkriegsgeschichte. Im Westen war 1968 eine vornehmlich von der jungen Generation getragene Bewegung, welche die bestehenden Verhältnisse infrage stellte und mit Forderungen nach gesellschaftspolitischen Umbrüchen Massenproteste gegen die politische Klasse initiierte. Im Osten ist das Jahr 1968 mit der gewaltsamen Niederschlagung des »Prager Frühlings« durch sowjetische Truppen verbunden. Das Ende des »Sozialismus mit menschlichem Antlitz« beendete zugleich die Hoffnungen der Menschen im gesamten Ostblock auf eine Reformierbarkeit der kommunistischen Diktaturen. Die Gleichzeitigkeit dieser unterschiedlichen Bewegungen prägte die folgenden Jahrzehnte in beiden Hemisphären Europas.
Die Beiträge der vorliegenden Publikation nehmen die Auswirkungen und gegenseitigen Einflüsse von Ost- und Westeuropa, die transnationalen Bezüge und systemübergreifenden Prozesse sowie den erinnerungskulturellen Umgang mit dem Erbe von 1968 in den Blick.

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978-3-86331-482-8
264 Seiten

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

67. Jg., Heft 7/8 (2019)
13.00 

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft erscheint monatlich. Sie ist ein Fachorgan für Historiker, Geschichtslehrer, Archivare, Studierende und Interessenten an Geschichte und verwandten Disziplinen wie Völkerkunde, Politische Wissenschaft, Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte u. a.

Einzelheftpreis: 13,– € (zuzügl. Versandkosten und Porto)
Jahresbezugspreis Inland: 129,– € (einschl. Versand und Porto)
Jahresbezugspreis Ausland: 129,– € (zuzügl. 18,– € Versand und Porto)
Studentenvorzugsabonnement: 96,75 € (einschl. Versandkosten und Porto)

Jahresbezugspreis Print & Online: 160,– € (einschl. Versandkosten und Porto)

Alle Preise einschl. MwSt.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli/August 2019 ISSN:
0044-2828
96 Seiten

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Jüdische Geschichte & Kultur – Magazin des Dubnow-Instituts

Heft 3: Recht nach 1945
14.00 

Die dritte Ausgabe von Jüdische Geschichte & Kultur widmet sich dem jüdischen Engagement für Recht nach 1945 in Reaktion auf Nationalsozialismus und Holocaust. Im Zentrum stehen Institutionen und Personen, die sich für die Kodifizierung internationalen Völkerrechts, für Teilhabe und Souveränität einsetzten. Die ständigen Rubriken Position, Kritik und Archiv behandeln unter anderem das Erbe des Bauhauses in Israel jenseits der Metropolen, das filmische Œuvre Ruth Beckermanns und die Tagebuchkalender des Ägyptologen Georg Steindorff.

Das Magazin des Dubnow-Instituts eröffnet Einblicke in die Vielfalt jüdischer Lebenswelten von der Moderne bis zur Gegenwart. Jede Ausgabe widmet sich einem Themenschwerpunkt, der aktuelle Fragen aufgreift, grundlegende Zusammenhänge darstellt und konträre Perspektiven diskutiert. Weitere Aspekte des Gegenstandes werden in den Rubriken Position, Kritik und Archiv behandelt.

Jüdische Geschichte & Kultur erscheint einmal jährlich (Frühjahr).

Preis Inland: 14,00 €
Preis Ausland: 17,20 €

Editorial von Yfaat Weiss

Leseprobe

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2019 ISBN:
978-3-86331-471-2
ISSN: 2567-8469, 68 Seiten

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

67. Jg., Heft 6 (2019)
13.00 

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft erscheint monatlich. Sie ist ein Fachorgan für Historiker, Geschichtslehrer, Archivare, Studierende und Interessenten an Geschichte und verwandten Disziplinen wie Völkerkunde, Politische Wissenschaft, Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte u. a.

Einzelheftpreis: 13,– € (zuzügl. Versandkosten und Porto)
Jahresbezugspreis Inland: 129,– € (einschl. Versand und Porto)
Jahresbezugspreis Ausland: 129,– € (zuzügl. 18,– € Versand und Porto)
Studentenvorzugsabonnement: 96,75 € (einschl. Versandkosten und Porto)

Jahresbezugspreis Print & Online: 160,– € (einschl. Versandkosten und Porto)

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0044-2828
104 Seiten

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Armin Trus

Die „Reinigung des Volkskörpers“

Eugenik und „Euthanasie“ im Nationalsozialismus. Eine Einführung mit Materialien
24.00 

Die „Reinigung des deutschen Volkskörpers“ war das erklärte Staatsziel der nationalsozialistischen Machthaber. Sie verstanden darunter sowohl den Ausschluss sogenannter Fremdrassiger als auch die Isolierung und Beseitigung von „Minderwertigen“ der „eigenen Rasse“. Bereits 1933 schuf das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ die Grundlage für die Zwangssterilisation von etwa 400.000 „Erbkranken“. Während des Krieges fielen dem Vernichtungswillen der Nationalsozialisten etwa 250.000 Psychiatriepatienten zum Opfer.
Armin Trus zeichnet die Geschichte der Zwangssterilisations- und „Euthanasie“-Verbrechen umfassend nach. Dabei geht er auf die tief gestaffelte Vorgeschichte ebenso ein wie auf den gesellschaftlichen und justiziellen Umgang mit Opfern und Tätern nach dem Untergang des „Dritten Reichs“. Ein umfangreicher Materialienteil illustriert die Darstellung. Damit eignet sich der Band nicht nur als Einführung in das Thema, sondern auch als Arbeitsgrundlage für Multiplikatoren der historisch-politischen Bildung.

Die NS-Euthanasie, ihre geistigen Vorläufer und ihre Wirkung bis heute. Experte Armin Trus stellt Werk zur NS-Euthanasie am Samstag im Gießener Büchner-Club vor. Von Ingo Berghöfer, in: Gießener Anzeiger, 14. Juni 2019

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978-3-86331-457-6
364 Seiten

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Leo Hiemer

Gabi (1937–1943)

Geboren im Allgäu – Ermordet in Auschwitz
24.00 

Leo Hiemer hat sich viele Jahre intensiv mit dem Schicksal von Gabriele Schwarz beschäftigt. Bereits 1994 schilderte er in seinem preisgekrönten Spielfilm »Leni … muss fort« die Geschichte von Gabi, dem Mädchen aus dem Allgäu, das die Nazis zur Vernichtung bestimmt hatten. Das auf vielen Dokumenten und Fotografien beruhende Buch berichtet nun umfassend über den kurzen Lebensweg des kleinen Kindes. Gabis Mutter Lotte war getaufte Jüdin aus Augsburg, den Vater hat sie niemals angegeben. Ihre ebenfalls getaufte kleine Tochter gab sie in die Obhut frommer Pflegeeltern im Allgäu. Auf deren Bauernhof wuchs Gabi in ländlicher Idylle zunächst unbeschwert auf. Währenddessen versuchte Lotte, sich und ihre kleine Tochter mit Hilfe von Kardinal Faulhaber ins Ausland zu retten. Doch im September 1941 wurde Lotte verhaftet, ins KZ Ravensbrück überstellt und in der NS-Tötungsanstalt Bernburg umgebracht. Im Februar 1943 musste auch Gabi ihrer Heimat für immer Lebewohl sagen. Über die Zwischenstation München wurde die Fünfjährige nach Auschwitz verschleppt, wo sie an Ort und Stelle ermordet wurde.

„Die Dokumentation, obwohl betont sachlich, liest sich wie ein (leider wahrer) Kriminalfall. Wer die Mechanismen begreifen will, mit denen eine Partei einen Staat und sein Volk totalitär vereinnahmt, wie es im Nazi-Deutschland der Fall war – und wofür es heute weltweit Dutzende von Parallelen gibt –, der braucht nur einzelne Kapitel aus dem Buch zu lesen. Das ist packender Lesestoff, der einen hineinzieht in die unfassbaren Abgründe menschlichen Tuns.“
Aus der Rezension von Armin Dorner aus dem neuen „Westallgäu Plus“, der monatlich erscheinenden Beilage zur Allgäuer Zeitung, Lokalausgabe Der Westallgäuer

„Angeordnet, das Kind von dort abzuholen“. Gabi starb in Auschwitz. Eine Pflegefamilie im Allgäu war in der NS-Zeit kein sicherer Zufluchtsort. Rezension von Ernst Reuß im Tagesspiegel, 3. Juli 2019, S. 16 (Seite „Wissen & Forschen“)

„Leo Hiemer, eigentlich bekannt als Filmemacher (‚Daheim sterben die Leut …‘), hat schon mit dem Buch über den Allgäu-Pionier Carl Hirnbein bewiesen, dass er ein gewissenhafter Geschichtsforscher ist und seine Geschichten plausibel und gut lesbar aufbereiten kann. Nun übertrifft der 64-Jährige sich selbst mit ‚Gabi. Geboren im Allgäu – ermordet in Auschwitz‘. […] Das Buch ist ein starkes Stück Heimatgeschichte. Hiemer zeichnet nicht ein Leben nach, das irgendwo weit weg von uns gelebt wurde, sondern hier bei uns. Außerdem liest es sich stellenweise wie ein Krimi. Obwohl man weiß, dass die Geschichte nicht gut ausgeht, fiebert man mit, hofft auf Rettung. Aber die gibt es nicht.“
Aus der Rezension von Klaus-Peter Mayr, Tragödie in der Westallgäuer Idylle, in der Memminger Zeitung vom 19. Juni 2019

Rezension von Ernst Reuß auf dem Blog »Historisches Sachbuch«, 29. Mai 2019

Leo Hiemer stellt neues Buch vor. „Gabi – geboren im Allgäu – ermordet in Auschwitz“: Jüdische Schicksalsgeschichte, von Angelika Hirschberg, in: Kreisbote, 29. Mai 2019

Leo Hiemer erinnert an Gabi und ihre Familie.  Mit dem Film  „Leni“ erinnerte Regisseur Leo Hiemer an ein Mädchen, das im Allgäu  Zuflucht fand und dann in Auschwitz ums Leben kam. Jetzt hat er ein Buch geschrieben.
Von  Angela Bachmair, in: Augsburger Allgemeine, 4. Juni 2019

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978-3-86331-455-2
415 Seiten

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

67. Jg., Heft 5 (2019)
13.00 

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft erscheint monatlich. Sie ist ein Fachorgan für Historiker, Geschichtslehrer, Archivare, Studierende und Interessenten an Geschichte und verwandten Disziplinen wie Völkerkunde, Politische Wissenschaft, Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte u. a.

Einzelheftpreis: 13,– € (zuzügl. Versandkosten und Porto)
Jahresbezugspreis Inland: 129,– € (einschl. Versand und Porto)
Jahresbezugspreis Ausland: 129,– € (zuzügl. 18,– € Versand und Porto)
Studentenvorzugsabonnement: 96,75 € (einschl. Versandkosten und Porto)

Jahresbezugspreis Print & Online: 160,– € (einschl. Versandkosten und Porto)

Alle Preise einschl. MwSt.

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0044-2828
104 Seiten

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Enrico Heitzer (Hrsg.), Günter Morsch (Hrsg.), Robert Traba (Hrsg.), Katarzyna Woniak (Hrsg.)

Im Schatten von Nürnberg

Transnationale Ahndung von NS-Verbrechen
22.00 

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten,
Band 25

Ein Jahr nach der Nürnberger Urteilsverkündung hielt das Sowjetische Militärtribunal der Gruppe der sowjetischen Besatzungstruppen in Deutschland vom 23. bis 31. Oktober 1947 im Rathaus des Berliner Stadtteils Pankow einen öffentlichen Prozess gegen einige der wichtigsten SS-Angehörigen des Kommandanturstabes aus dem KZ Sachsenhausen ab. 70 Jahre nach Ende des Nürnberger Hauptprozesses sowie angesichts aktueller Debatten über das weitgehende Scheitern der deutschen Nachkriegsjustiz in Ost wie West bei der Verfolgung von NS-Tätern schien eine Reflexion der ersten NS-Prozesse sowie deren Folgen für die spätere Ahndung von NS-Verbrechen geboten. Der Band präsentiert Beiträge einer von der Gedenkstätte Sachsenhausen/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und dem Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften ausgerichteten Konferenz über die Rezeption der Prozesse in Nürnberg im Kontext der transnationalen Verfolgung von NS- und Kriegsverbrechen. Ein Schwerpunkt sind die juristischen Verfahren in Polen, die in der deutschen Geschichtswissenschaft bisher nur wenig rezipiert wurden.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2019 ISBN:
978-3-86331-442-2
324 Seiten

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Arbeit – Bewegung – Geschichte

Zeitschrift für historische Studien 2019/II
14.00 

Arbeit – Bewegung – Geschichte. Zeitschrift für historische Studien (bis Dezember 2015 JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung) wendet sich an Historikerinnen, Historiker, Studierende und historisch Interessierte. Sie präsentiert Ergebnisse der historischen Forschung zur deutschen, europäischen und außereuropäischen Arbeiterbewegung, zur Sozialgeschichte und Geschichte der Arbeitswelt, zur Geschichte demokratischer sozialer Bewegungen, zur Alltagsgeschichte u.a.m. Jede Ausgabe enthält wissenschaftliche Aufsätze und Mitteilungen, Beiträge zur Diskussion, biografische Skizzen, Erinnerungen, Dokumente, Berichte über wissenschaftliche Tagungen, Informationen über Projekte, wissenschaftliche Bildungseinrichtungen, Archive und Gedenkstätten sowie Buchbesprechungen.

Erscheinungsweise: 3-mal jährlich (Januar, Mai, September)

Einzelheftpreis: 14,– Euro
Jahresabonnement Inland (3 Hefte): 35,– Euro
Jahresabonnement Ausland (3 Hefte): 45,– Euro
Alle Preise einschl. MwSt.

»Die Frau der Familie wiedergeben«. Rosa Luxemburg als Partnerin des SPD-Vorstands, antifeministische Vorstöße: Neues zur Geschichte der Arbeiterbewegung. Rezension von Ulrike Wagener im Neuen Deutschland vom 13. Juli 2019

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2019 ISSN:
2366-2387
ISBN: 978-3-86331-472-9 184 Seiten

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Detlef Lehnert (Hrsg.)

Revolution 1918/19 in Preußen

Großstadtwege in die Demokratiegründung
24.00 

Historische Demokratieforschung, Band 15

Preußen war nur eines von zunächst 25 Ländern der im November 1918 entstehenden deutschen Republik, aber es umfasste 60 % ihrer Bevölkerung. Dieser Band untersucht die Revolution 1918/19 mit Studien zu Berlin, Breslau, Frankfurt am Main, Hannover, Köln, Magdeburg und dem Ruhrgebiet. Dabei werden Tageszeitungen der politischen Hauptrichtungen mit Schwerpunkt auf den in Großstädten dominierenden sozialdemokratischen und liberalen Tendenzen herangezogen. Neben den Arbeiter- und Soldatenräten gilt der Blick den Wahlkämpfen zur National- und Preußenversammlung im Januar 1919 und wenig später zu den Kommunalparlamenten, die erstmals auf Basis des gleichen Stimmrechts aller mindestens 20-jährigen Frauen und Männer gewählt wurden. Erst die Revolution 1918/19 führte zur Demokratiegründung; sie wurde in den betrachteten Großstadträumen auf den politischen Konfliktfeldern auch wirksamer fundiert, als es die vom Ende der Weimarer Republik her argumentierenden Darstellungen lange Zeit unterstellten.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2019 ISBN:
978-3-86331-464-4
400 Seiten

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

67. Jg., Heft 4 (2019)
13.00 

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft erscheint monatlich. Sie ist ein Fachorgan für Historiker, Geschichtslehrer, Archivare, Studierende und Interessenten an Geschichte und verwandten Disziplinen wie Völkerkunde, Politische Wissenschaft, Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte u. a.

Einzelheftpreis: 13,– € (zuzügl. Versandkosten und Porto)
Jahresbezugspreis Inland: 129,– € (einschl. Versand und Porto)
Jahresbezugspreis Ausland: 129,– € (zuzügl. 18,– € Versand und Porto)
Studentenvorzugsabonnement: 96,75 € (einschl. Versandkosten und Porto)

Jahresbezugspreis Print & Online: 160,– € (einschl. Versandkosten und Porto)

Alle Preise einschl. MwSt.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2019 ISSN:
0044-2828
96 Seiten

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Petra Riemann

Die Stasi, der König und der Zimmermann

Eine Geschichte von Verrat
22.00 

Unter Mitarbeit von Torsten Sasse

Im Sommer 2013, mitten im Bundestagswahlkampf, berichtet die „WELT am Sonntag“: Der DDR-Schauspieler Lutz Riemann arbeitete als IM für die HV A der Stasi. Unter dem Decknamen „Richard König“ habe er in den 70er-Jahren Peer Steinbrück bespitzelt und Künstlerkollegen in Thüringen ausspioniert. Lutz Riemann, bekannt als „Oberleutnant Zimmermann“ aus der Reihe „Polizeiruf 110“, gibt seine Stasi-Tätigkeit unumwunden zu. Petra Riemann ist schockiert. Sie kann nicht glauben, dass ihr Vater ein linientreuer IM war. Im Gegenteil: Sie kennt ihn als liberalen Familienvater, der seine Kinder zum freien Denken und zum Widerspruch in der Diktatur ermunterte. Wie passt das zusammen? Wer verbirgt sich hinter „Richard König“? Petra Riemann muss versuchen, diese Fragen zu beantworten, zum einen, um Klarheit zu gewinnen über ihre eigene Vergangenheit in der DDR; zum anderen, um endgültig ihren Platz im „neuen“ Deutschland zu finden.

Am Donnerstag, 11. Juli 2019, strahlte der rbb in der Sendung „zibb – zuhause in berlin & brandenburg“ einen 5-minütigen Beitrag zum Buch aus, für den auch die Autorin Petra Riemann interviewt wurde.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2019 ISBN:
978-3-86331-465-1
283 Seiten

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Christiane Carstens

Untergetaucht auf Reiswerder

Spurensuche auf einer Insel im Norden Berlins
12.00 

Am 23. August 1944 erreichten Beamte der Gestapo mit einem Ruderboot das Ufer der Insel Reiswerder im Tegeler See. Dort war eine kleine Gruppe von Jüdinnen und Juden auf der Flucht vor Verfolgung und Deportation untergetaucht. 18 Monate hatten sie auf der Insel versteckt und geschützt gelebt, ohne einander zu kennen. Nun aber hatte ein Spitzel sie denunziert. Die Gestapobeamten
verhafteten an jenem Mittwochnachmittag Gerda Lesser, Erna und Gerhart Fleck, Lotte Basch und Hermann Dietz. Gerda Lesser und das Ehepaar Fleck wurden über Theresienstadt nach Auschwitz deportiert, Lotte Basch kam direkt nach Auschwitz, Hermann Dietz wurde in das KZ Buchenwald
verschleppt. Erna Fleck, Lotte Basch und Hermann Dietz überlebten; Gerhart Fleck jedoch verstarb im November 1944 in einem Außenlager von Auschwitz an Hungertyphus, Gerda Lesser wurde nur wenige Tage nach ihrer Ankunft in Auschwitz am 1. Oktober 1944 ermordet.

Rezension von Ernst Reuß im Tagesspiegel vom 13. Juni 2019

Rezension von Ernst Reuß auf dem Blog »Historisches Sachbuch«, 21. Juni 2019

Christian Schindler, Idylle Reiswerder war ein Rückzugsort für Verfolgte. Am 23. August 1944 schlug die Gestapo zu, in: Berliner Woche, 24. Juli 2019

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2019 ISBN:
978-3-86331-468-2
96 Seiten

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Hannah Lieberfreund-Gutter

Die verborgene Hand. Verfolgt, Überlebt

Mein Weg nach Eretz Israel 1939–1948
13.00 

Herausgegeben und aus dem Hebräischen übersetzt von Eva Tyrell

Hannah Gutter wird 1910 in dem polnischen Städtchen Chrzanów geboren. Als Neunzehnjährige macht sie sich allein auf den Weg ins Gelobte Land, wo sie ihre Jugendliebe Josef heiratet. Doch die schwierige Situation in Eretz Israel zwingt das junge Ehepaar, nach Polen zurückzukehren. Nach dem deutschen Überfall auf Polen beginnt die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung. Auf der Flucht vor den Besatzern verliert Hannah ihren Mann aus den Augen. Er wird ermordet. Hannah schlägt sich mit falschen Papieren durch, geht dann aber bewusst in das Krakauer Ghetto. Von dort wird sie in das KZ Plaszów deportiert. Die Nazis trennen sie von ihrem Sohn, den sie nie wieder sehen wird. Hannah überlebt und tastet sich nach Kriegsende in Regensburg an ein neues privates und berufliches Leben heran. 1947 gehört sie zu den Passagieren der »Exodus«, die nicht in Palästina anlegen darf. Auf beschwerlichen Wegen gelangt sie schließlich 1948 in den jungen Staat Israel.

Download cover Inhaltsverzeichnis Februar 2019 ISBN:
978-3-86331-451-4
128 Seiten

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International Holocaust Remembrance Alliance (ed.)

Mass Murder of People with Disabilities and the Holocaust

19.00 

IHRA series, vol. 5

Edited by Brigitte Bailer and Juliane Wetzel

In Germany and occupied Austria, people with disabilities were the first to fall victim to National Socialist mass murder, propagated under the euphemistic term of “euthanasia”. For racist and economic reasons they were deemed unfit to live. The means and methods used in these crimes were applied later during the Holocaust— perpetrators of these first murders became experts in the death camps of the so-called “Aktion Reinhardt”. Over the course of World War II the National Socialists aimed to exterminate people with disabilities in the occupied territories of Western Europe, and also in Eastern Europe.
This publication presents the results of the latest research on these murders in the German occupied territories, as discussed at an IHRA conference held in Bern in November 2017.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2019 ISBN:
978-3-86331-459-0
260 Seiten

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Stephanie Bohra

Tatort Sachsenhausen

Strafverfolgung von KZ-Verbrechen in der Bundesrepublik Deutschland
29.00 

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 24

Während der nationalsozialistischen Herrschaft wurden in den Konzentrationslagern zahllose staatlich legitimierte Gewaltverbrechen an Menschen verübt. Allein im KZ Sachsenhausen kamen mehrere Zehntausend ums Leben. Die Studie beleuchtet am Beispiel des Tatorts Sachsenhausen die strafrechtliche Verfolgung von KZ-Verbrechen in den westlichen Besatzungszonen und der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1946 und 1996. Sie befasst sich mit den Beschuldigten, Tatvorwürfen und Einstellungsgründen und gibt detaillierte Einblicke in die Ermittlungsarbeit der Staatsanwaltschaften und die Urteilspraxis der Gerichte. Dabei werden gesellschaftliche, politische und rechtliche Faktoren aufgezeigt, die die Strafverfolgung hemmten und beförderten.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2019 ISBN:
978-3-86331-460-6
661 Seiten

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Tanja von Fransecky

Bis ans Maul der Bestie

Nelly Klein – eine österreichische Jüdin im belgischen Widerstand
16.00 

Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden, Band 8

Sofort nach dem Einmarsch der Wehrmacht in Österreich im März 1938 setzen dort antisemitische Ausschreitungen und Hetzjagden gegen die jüdische Bevölkerung ein. Nachdem sie ihres Hab und Guts beraubt worden ist, flieht die jüdische Familie Klein aus Wien im August 1939 nach Belgien. Völlig mittellos ist sie auf die Hilfe des Flüchtlingskomitees angewiesen. Als die Wehrmacht im Mai 1940 auch in Belgien einmarschiert, gerät Familie Klein erneut in das Visier der nationalsozialistischen Judenverfolgung. Ihre Tochter Nelly schließt sich der kommunistischen Sektion Travail allemand an, deren Ziel es ist, den Kampfgeist der Deutschen zu brechen. Nelly soll Kontakte zu Wehrmachtsoldaten knüpfen, um sie zum Verrat militärischer Geheimnisse, zum Desertieren und zur Mitarbeit im Widerstand zu bewegen.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2019 ISBN:
978-3-86331-444-6
155 Seiten

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

67. Jg., Heft 3 (2019)
13.00 

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft erscheint monatlich. Sie ist ein Fachorgan für Historiker, Geschichtslehrer, Archivare, Studierende und Interessenten an Geschichte und verwandten Disziplinen wie Völkerkunde, Politische Wissenschaft, Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte u. a.

Einzelheftpreis: 13,– € (zuzügl. Versandkosten und Porto)
Jahresbezugspreis Inland: 129,– € (einschl. Versand und Porto)
Jahresbezugspreis Ausland: 129,– € (zuzügl. 18,– € Versand und Porto)
Studentenvorzugsabonnement: 96,75 € (einschl. Versandkosten und Porto)

Jahresbezugspreis Print & Online: 160,– € (einschl. Versandkosten und Porto)

Alle Preise einschl. MwSt.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2019 ISSN:
0044-2828
96 Seiten

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Tanja Seider

Familiengeschichte im filmischen Objektiv

Auseinandersetzungen mit NS-Geschichte in autobiografischen Dokumentarfilmen
24.00 

Das Medium Familienfilm, ein Subgenre des autobiografischen Dokumentarfilms, verbindet persönliche und politische Geschichte miteinander. Die Regisseure positionieren sich mit diesen audiovisuellen, generationell geprägten historischen Narrativen kritisch in ihren jeweiligen Erinnerungskulturen. Im Mittelpunkt der Studie zum Familienfilm der Täternachfolgegesellschaft steht die Frage, wie deutsche Regisseure die Geschichte ihrer Familienangehörigen als Akteure im Nationalsozialismus mit der Kamera erforschen. Von einer zunächst historisch interessierten Auseinandersetzung mit den Kriegsvätern richtet sich der Fokus der Filme mehr und mehr auf das dezidiert familienbiografische Bewusstsein, womit eine Reflexion der sozialpsychologischen Spuren von Geschichte einhergeht. Ausgehend von den Filmen werden abschließend Empfehlungen für eine kritische Bildungsarbeit formuliert.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2019 ISBN:
978-3-86331-463-7
391 Seiten

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Ulrich Mählert (Hrsg.)

Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2019

29.00 

Herausgegeben von Ulrich Mählert, Matthias Middell (Gastherausgeber der Ausgabe 2019), Jörg Baberowski, Bernhard H. Bayerlein, Bernd Faulenbach, Peter Steinbach, Stefan Troebst, Manfred Wilke
im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Kommunismus jenseits des Eurozentrismus

Das Interesse an einer transregionalen oder sogar globalen Geschichte des Kommunismus speist sich nicht zuletzt aus dem jüngsten Aufschwung der Globalgeschichtsschreibung, die nach Entwürfen fragt, mit denen verschiedene Akteure die Einheit der Welt herzustellen versuchen. Sie untersucht aber auch die Integration von Ländern wie China oder Kuba – Regime, in denen kommunistische Parteien das Steuer in der Hand halten – in die Weltwirtschaft und Weltpolitik.
Die Beiträge dieses von Matthias Middell (Universität Leipzig) konzipierten und in Kooperation mit ihm herausgegebenen Bandes spannen den Bogen von frühen Versuchen, die internationalistische Tradition des Marxismus mit kommunistischer Mobilisierung zusammenzubringen, über die staatssozialistischen Bemühungen um Geländegewinne im globalen Kalten Krieg bis zur Frage, welche Formen kommunistische Programmatik und Praxis in den neuen Verhältnissen nach 1989 annehmen können.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2019 ISBN:
978-3-86331-454-5
304 Seiten

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Janina Hescheles

Mit den Augen eines zwölfjährigen Mädchens

Ghetto – Lager – Versteck
16.00 

Aus dem Polnischen von Christina-Marie Hauptmeier
Herausgegeben von Markus Roth

Studien und Dokumente zur Holocaust- und Lagerliteratur, Band 7

Als zwölfjähriges Mädchen schreibt Janina Hescheles innerhalb weniger Tage diesen Bericht im Versteck nieder. Sie erzählt von den Anfängen der deutschen Besatzung in Lemberg, vom Verlust ihrer Eltern, vom Getto und dem Arbeiten und Massenmord im berüchtigten Zwangsarbeitslager Lemberg-Janowska. Von dort wurde sie im Herbst 1943 kurz vor der Auflösung des Lagers befreit. Sie lebt heute in Israel. Janina, die als polnische Anne Frank bezeichnet worden ist, hat der Welt ein berührendes und wichtiges Zeugnis geschenkt, das nun erstmals vollständig auf Deutsch vorliegt.

Beitrag von Katja Iken bei Spiegel Online, Rubrik „EinesTages“, 16. April 2019

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2019 ISBN:
978-3-86331-456-9
144 Seiten

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Kurt Eisner

Mors Immortalis

Stimmungen, Szenen und Phantasien aus dem großen Kriege
19.00 

Herausgeben von Sophia Ebert, Frank Jacob, Cornelia Baddack und Doreen Pöschl

Kurt Eisner Studien, Band 5

Der Dramenzyklus Mors Immortalis zeigt eine bislang kaum bekannte Facette des Journalisten und Politikers Kurt Eisner. Die vier Einakter Taglied, Die Egypterin, Der Fernschreiber und Der Ifrit entstanden in den Jahren 1917 und 1918. Mit expressionistischer Emphase kritisieren sie die Zustände in dem vom Ersten Weltkrieg erschütterten Deutschen Kaiserreich. Sie dokumentieren nicht nur Eisners Vielseitigkeit als Schriftsteller, sie sind aus kulturhistorischer Sicht auch bedeutende Zeugnisse eines politisch aktiven, humanistisch motivierten Zeittheaters.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2019 ISBN:
978-386331-462-0
172 Seiten

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Meinhard Stark (Hrsg.)

Diese Zeilen sind mein ganzes Leben …

Briefe aus dem Gulag
24.00 

Mit unveröffentlichten Lagerbriefen von Jewgenia Ginsburg

Annähernd 900 Briefe aus dem Gulag, geschrieben von 96 Gefangenen, hat Meinhard Stark über die Jahre gesammelt oder in Archiven in Russland, Polen, Litauen und Deutschland ausfindig gemacht. Zu den typischen Merkmalen, die den Briefwechsel zwischen Häftlingen und ihren Angehörigen prägen, gehören zum Teil sehr lange Abstände zwischen geschriebenen und empfangenen Briefen, aufreibendes Warten und emotionale Wechselstimmungen, aber auch strenge Haftinstruktionen und eine unerbittliche Zensur. Stellvertretend für ihre Mitgefangenen kommen in der Edition neben Jewgenia Ginsburg 17 Frauen und Männer verschiedener Nationalität mit ihren Botschaften aus dem Gulag zu Wort. Ihre Zeilen sind ein authentisches Zeugnis damaliger Wahrnehmungen und Empfindungen ebenso wie einer tiefen Menschlichkeit der unschuldig Inhaftierten.

Radiobeitrag: Meinhard Stark: Diese Zeilen sind mein ganzes Leben … Briefe aus dem Gulag
Von Ulrike Lückermann, bei: rbb Kultur | Zeitpunkte, 28. Juli 2019 | 17:04

All das wird nie mehr sein. Briefe aus dem Gulag. Rezension von Bernhard Schulz, in: Der Tagesspiegel, 31. Mai 2019

Ein Mitschnitt der Buchvorstellung am 3. April 2019 in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur ist online abrufbar.

Aus den Briefen lasen Ilka Teichmüller, Nils Nellessen und Dr. Meinhard Stark.
Das anschließende Zeitzeugengespräch führten:
Werner Höpfner, geb. 1928 in Berlin, von 1945 bis 1953 im Gulag inhaftiert,
Walter Scharfenberg, geb. 1932 in Charkow, Sohn von Nikolai Scharfenberg,
Dr. Meinhard Stark, Universität Bonn, Herausgeber der Gulag-Briefe,
moderiert von Dr. Ulrich Mählert, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2019 ISBN:
978-3-86331-461-3
391 Seiten

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Stephan Lehnstaedt (Hrsg.), Robert Traba (Hrsg.)

Die „Aktion Reinhardt“

Geschichte und Gedenken
24.00 

Touro College Berlin. Studien zu Holocaust und Gewaltgeschichte, Band 1

Als „Aktion Reinhardt“ bezeichneten die Deutschen im Zweiten Weltkrieg die Ermordung von Juden in den Vernichtungslagern Belzec, Sobibor und Treblinka. Mindestens 1,8 Millionen Menschen fielen zwischen März 1942 und Oktober 1943 der Massenvernichtung zum Opfer. Trotz dieser gigantischen Dimensionen konnten die Verbrechen bis heute nur unzureichend erforscht werden. Ein Grund dafür sind die weitgehend fehlenden Spuren. Der Sammelband dokumentiert den aktuellen Forschungsstand zur „Aktion Reinhardt“, zeigt neue Erkenntnisse zu den drei Lagern, zu Tätern und Opfern, und er untersucht das heutige (Nicht-)Gedenken an diesen Kern des Holocaust.

Rezension von Ernst Reuß, Die Aktion Reinhardt, auf dem Blog „Historisches Sachbuch“, 7. Juni 2019

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2019 ISBN:
978-3-86331-445-3
395 Seiten

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Bernd Hüttner (Hrsg.), Georg Leidenberger (Hrsg.)

100 Jahre Bauhaus

Vielfalt, Konflikt und Wirkung
22.00 

Das Jubiläumsjahr 2019 gibt Anlass, der Monumentalisierung des Bauhauses mit frischem Wind entgegenzutreten. Diesem Vorhaben widmen sich 16 Beiträge, verfasst von deutschen und internationalen Spezialisten der Kunstwissenschaft, Geschichte, des Design und der Kulturproduktion. Unter den Rubriken Vielfalt, Konflikt und Wirkung werden bislang wenig bekannte Themen beleuchtet: die Designschulen des Kaiserreichs, die Gestaltung für die arbeitenden Schichten, die Tiraden des Dessauer Bürgertums gegen das Bauhaus oder die Auswanderung von Bauhäuslern nach Übersee. Statt mit protzigen Museumsneubauten feiert dieser Band die (Bauhaus-)Moderne mit verbalen Bau-Steinen.

Bauhaus und Nationalsozialismus – Gespräch von Radio Blau – Freies Radio für Leipzig – mit Laura Rosengarten, 24. Mai 2019

Rezension von Klaus Schreiber, in: Informationsmittel (IFB) – digitales Rezensionsorgan für Bibliothek und Wissenschaft 19-2

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2019 ISBN:
978-3-86331-458-3
272 Seiten

Cover Morsch Prehn Front
Günter Morsch (Hrsg.), Ulrich Prehn (Hrsg.)

,,Religion Evangelisch“

Protestanten im Konzentrationslager Sachsenhausen/Protestants at Sachsenhausen Concentration Camp 1936–1945
16.00 

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 57

Im Konzentrationslager Sachsenhausen waren von 1936 bis 1945 mehr als 200.000 Menschen inhaftiert. Unter ihnen befanden sich auch viele Häftlinge evangelischen Glaubens.
Die Ausstellung richtet den Blick auf die Schicksale von 13 protestantischen Häftlingen aus Deutschland, den Niederlanden, Norwegen und Polen. Doch nicht nur die nationale Herkunft der Inhaftierten wird thematisiert. Auch politische Motivlagen, Handlungsspielräume, Praktiken der Religionsausübung und solidarischen Handelns sind Gegenstände der Darstellung, die versucht, die ganze Bandbreite des Verhaltens dieser Gruppe von Häftlingen und ihre Lebensbedingungen im Lager zu veranschaulichen. Kontrastierend werden die Biografien zweier Männer, die ebenfalls gläubige evangelische Christen, gleichzeitig aber Angehörige des KZ-Kommandanturstabs waren, vorgestellt.

More than 200,000 people were imprisoned at Sachsenhausen Concentration Camp between 1936 and 1945. Among them were also many inmates of Protestant faith.
This exhibition focusses on the fates of thirteen Protestant prisoners from Germany, the Netherlands, Norway, and Poland. But the portrayals of these prisoners go far beyond their national origins. Their political motives, options for action, religious practices, and concrete displays of solidarity are also presented in the exhibition, which aims to illustrate the entire spectrum of conduct shown by this group of inmates, and of their different situations in the camp. This is contrasted against the biographies of two men who were likewise devout Protestants, and yet were serving as members of the camp’s command personnel.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2019 ISBN:
978-3-86331-443-9
160 Seiten

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Yoko Akiyama

Das Schächtverbot von 1893 und die Tierschutzvereine

Kulturelle Nationsbildung der Schweiz in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
24.00 

Warum wurde in der Schweiz im 19. Jahrhundert, parallel zum Ausbau der direkten Demokratie, das Schächten verboten? Die Studie untersucht erstmals umfassend und breit regional differenzierend das Zustandekommen des Schächtverbots im Land. Zwei Jahre zuvor in der Verfassung verankert, wurde mit einem nationalen Initiativreferendum 1893 erstmals ein Gesetz direktdemokratisch beschlossen: das Verbot dieser rituellen Praxis der kleinen jüdischen Minderheit. Träger der Bewegung waren die deutschschweizerischen Tierschutzvereine, begründet wurde die Forderung mit dem Tierschutzgedanken. Den ideellen Boden dafür bildeten sowohl die Exklusionswirkung des damals besonders im deutschsprachigen Raum verbreiteten Antisemitismus als auch der Homogenisierungssog der kulturellen Nationsbildung im Land.

Download cover Inhaltsverzeichnis Februar 2019 ISBN:
978-3-86331-450-7
302 Seiten