Rezensionen


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Politische Justiz 1918–1933

Heinrich Hannover / Elisabeth Hannover-Drück
Politische Justiz 1918–1933

Rezension von Marcel Remme auf dem Portal lehrerbibliothek.de, Januar 2020

Auf dem rechten Auge blind. Ein Klassiker neu aufgelegt: »Politische Justiz 1918 – 1933«. Von Ernst Reuß, in: Neues Deutschland, 7. Dezember 2019

„Als einer der großen politischen Anwälte schrieb [Heinrich Hannover] Justizgeschichte im Gerichtssaal, immer auf der Seite der Minderheiten; er hat für die Meinungsfreiheit, für die Demonstrationsfreiheit und die Gewissensfreiheit gefochten. Und seine zeitgeschichtlichen Publikationen, zum Beispiel seine Analysen über die Rechtsbeugung in der Weimarer Republik, dargelegt in dem Werk ‚Politische Justiz 1918–1933‘, waren bahnbrechend. […] Das Buch ist wichtig, es ist heute, angesichts des grassierenden Antisemitismus, so wichtig, wie es vor 53 Jahren war. […] Es ist ein Buch, das einen umtreibt.“
Auszug aus: Nicht über Nacht. Prantls Leseempfehlungen, in: Süddeutsche Zeitung, 3. November 2019

Heinrich Hannover und Elisabeth Hannover-Drück legen mit der Neuauflage von „Politische Justiz 1918–1933“ ein Buch vor, „dessen Aktualität […] von zugleich erstaunlicher und erschreckender Dauer ist“.
„Tatsächlich, so führen die Autoren an schlagenden Beispielen vor, sei ‚der Nationalsozialismus nicht über Nacht gekommen‘ und auch nicht über Nacht verschwunden, weil er für eine Gesinnung steht, die schon vor Adolf Hitlers Machtergreifung ‚von breiten Schichten des Bürgertums‘ getragen wurde.“ Die Darstellungen „politisch motivierte[r] Morde zeigen, wie fortgeschritten die Aushöhlung und die Beugung des Rechts in der Weimarer Republik bereits waren“.

Aus dem Beitrag „Wegbereiter des Nationalsozialismus“ von Hendrik Werner, in: Weser-Kurier, 24. Oktober 2019

Rezension von Ernst Reuß auf dem Blog »Historisches Sachbuch«, 23. Oktober 2019




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Die Stasi, der König und der Zimmermann

Petra Riemann
Die Stasi, der König und der Zimmermann
Eine Geschichte von Verrat

»Jeg læste som i en feber og ledte hele tiden efter, håbede på, en undskyldning for min fars handlinger«. Petra Riemanns østtyske barndom var ren idyl. Men som voksen opdagede hun, at hendes elskede far med stor fornøjelse havde stukket både venner og kolleger til statens brutale sikkerhedspoliti. I en ny bog beretter hun om sin løgnagtige og regimetro far. Von Solveig Gram Jensen, in: Jyllands Posten, Dänemark, 16. Dezember 2019

Am Donnerstag, 11. Juli 2019, strahlte der rbb in der Sendung „zibb – zuhause in berlin & brandenburg“ einen 5-minütigen Beitrag zum Buch aus, für den auch die Autorin Petra Riemann interviewt wurde.
>>> Zum Beitrag

Am 25. September 2019 haben Petra Riemann und Torsten Sasse ihr Buch im Meininger Staatstheater vorgestellt, dem Ort, in dem Petra Riemann aufwuchs und zugleich die einstige Wirkungsstätte ihres Vaters. Das Meininger Tageblatt schreibt zwei Tage später: „Das Foyer der Kammerspiele ist bis auf den letzten Quadratmeter mit Stühlen gefüllt. Viele ehemalige Kollegen, Freunde und Bekannte von Lutz Riemann sind da, um vom Horchen und Gucken des ‚Richard König‘ zu hören. […] Das Schreiben ihres Buches ist das Bemühen, die[…] Sprachlosigkeit zu durchbrechen, den anderen Vater, den IM, zu verstehen.“ Doch am Ende (der Lesung) „bleibt wieder Sprachlosigkeit“. Torsten Sasse, Petra Riemans Ehemann und Co-Autor, „ringt um Worte“, von der DDR „sei er nicht überrascht gewesen“, von „seinem Schwiegervater aber, dem Schaupsieler Lutz Riemann, habe er sich blenden lassen“.
Aus: Susann Winkel, Der andere Vater, in: Meininger Tageblatt, 27. September 2019
>> Zur Rezension

Rezension der Veranstaltung in der Gedenkbibliothek im Nikolaiviertel am 1. Oktober 2019

Mehr Information zu Buch und Autorin hier




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Alwin Brandes (1866–1949)

Siegfried Mielke/Stefan Heinz
Alwin Brandes (1866–1949)
Oppositioneller – Reformer – Widerstandskämpfer

Oktober 2019 | ISBN: 978-3-86331-486-6 | 566 Seiten | 29,– €

Antikommunist und Nazigegner. Alwin Brandes Die Biographie des bekannten Gewerkschafters der Weimarer Republik liefert wichtige Informationen über die sozialdemokratische Gewerkschaftspolitik und ihres Scheiterns, von Peter Nowak auf dem Blog aus der Freitag-Community, 20. Dezember 2019

Neues Buch erinnert an Alwin Brandes
„Oppositioneller – Reformer – Widerstandskämpfer“ – so lautet der Titel einer neuen Biographie über Alwin Brandes (1866–1949), in: Metallzeitung, 1. Dezember 2019

„Vergessene Gewerkschaftsfunktionäre zum Bestandteil einer kollektiven Erinnerungskultur machen“
Interview von Georgios Chatzoudis mit Stefan Heinz über den vergessenen Gewerkschafter Alwin Brandes, in: Wissenschaftsportals L.I.S.A. der Gerda-Henkel-Stiftung, 26. November 2019

Vergessener Gewerkschafter. Antifaschist und Antikommunist: Siegfried Mielke und Stefan Heinz haben eine Biographie über Alwin Brandes vorgelegt,
Rezension von Markus Bernhardt, in: junge Welt, 4.11.2019, Seite 15 / Politisches Buch




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Diese Zeilen sind mein ganzes Leben …

Meinhard Stark (Hrsg.),
Diese Zeilen sind mein ganzes Leben …
Briefe aus dem Gulag

Rezension von Anne Hartmann, in: H-Soz-Kult, 4. Dezember 2019

Radiobeitrag: Meinhard Stark: Diese Zeilen sind mein ganzes Leben … Briefe aus dem Gulag
Von Ulrike Lückermann, bei: rbb Kultur | Zeitpunkte, 28. Juli 2019 | 17:04

All das wird nie mehr sein. Briefe aus dem Gulag. Rezension von Bernhard Schulz, in: Der Tagesspiegel, 31. Mai 2019

Ein Mitschnitt der Buchvorstellung am 3. April 2019 in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur ist online abrufbar.

Aus den Briefen lasen Ilka Teichmüller, Nils Nellessen
und Dr. Meinhard Stark.
Das anschließende Zeitzeugengespräch führten:
Werner Höpfner, geb. 1928 in Berlin, von 1945 bis 1953 im Gulag inhaftiert,
Walter Scharfenberg, geb. 1932 in Charkow, Sohn von Nikolai Scharfenberg,
Dr. Meinhard Stark, Universität Bonn, Herausgeber der Gulag-Briefe,
moderiert von Dr. Ulrich Mählert, Bundesstiftung Aufarbeitung




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Verdrängt – Vertagt – Zurückgewiesen

Karl Heinz Roth, Hartmut Rübner
Verdrängt – Vertagt – Zurückgewiesen
Die deutsche Reparationsschuld am Beispiel Polens und Griechenlands

„Deutschland hat Millionen Menschen ermordet, ihre Lebensgrundlage zerstört und ihre Kultur geplündert. Es ist [mit den bisher geleisteten Zahlungen] vergleichsweise billig davongekommen. Darum plädieren Roth und Rübner dafür, die bisher geleistete Summe zu verdoppeln, als Akt sozialer Gerechtigkeit. Das wäre ein Beitrag zum Ausgleich des europäischen Wohlstandsgefälles, dessen Ursachen zumindest teilweise im Zweiten Weltkrieg liegen. Der Vorschlag mag weltfremd wirken, aber ein gemeinsames Vorgehen der damaligen ‚kleinen Alliierten‘ insbesondere mit Russland könnte durchaus den notwendigen außenpolitischen Druck aufbauen. Besser wäre daher, darauf nicht zu warten und es nicht auf eine gerichtliche Verurteilung ankommen zu lassen, denn das delegitimiert die Formel der historischen Verantwortung, die deutsche Politiker im In- und Ausland immer wieder betonen. Anstatt also auf die ‚biologische Endlösung‘ zu warten, müsste man den vielen warmen Worten der Entschuldigung finanzielle Taten folgen lassen. Allein in Polen gibt es immer noch etwa 40 000 Menschen, die Opfer deutscher Verbrechen waren und bislang nur Almosen erhielten.“

Aus der Rezension von Stephan Lehnstaedt, in: Süddeutsche Zeitung vom 26. November 2019




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Zvi Cohen, Der Junge mit der Mundharmonika

Zvi Cohen
Der Junge mit der Mundharmonika
Aus dem Ghetto Theresienstadt mit dem Zug in die Freiheit

Rezension von Ernst Reuß auf dem Blog »Historisches Sachbuch«, 7. November 2019

Zvi Cohen zu Gast bei Markus Lanz, 14. November 2019
Das Gespräch mit Zvi Cohen beginnt bei Min. 52:23




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Kurt Eisner-Studien, Band 1–5

Kurt Eisner-Studien, Band 1–5

Band 5
Kurt Eisner
Mors Immortalis
Stimmungen, Szenen und Phantasien aus dem großen Kriege
Herausgeben von Sophia Ebert, Frank Jacob, Cornelia Baddack und Doreen Pöschl
März 2019 | ISBN: 978-386331-462-0 | 172 Seiten | 19,– €

Band 4
Kurt Eisner
Arbeiter-Feuilleton
Band 3: 1914–1917

Ediert, eingeleitet und herausgegeben von Doreen Pöschl, Swen Steinberg, Frank Jacob, Cornelia Baddack und Sophia Ebert
November 2018 | ISBN: 978-3-86331-434-7 | 172 Seiten | 19,– €

Band 3
Kurt Eisner
Arbeiter-Feuilleton
Band 2: 1912–1913

Ediert, eingeleitet und herausgegeben von Cornelia Baddack, Swen Steinberg, Frank Jacob, Sophia Ebert und Doreen Pöschl
November 2018 | ISBN: 978-3-86331-433-0 | 162 Seiten | 19,– €

Band 2
Kurt Eisner
Arbeiter-Feuilleton
Band 1: 1909–1911

Ediert, eingeleitet und herausgegeben von Swen Steinberg, Frank Jacob, Cornelia Baddack, Sophia Ebert und Doreen Pöschl
April 2018 | ISBN: 978-3-86331-389-0 | 188 Seiten | 19,– €

Band 1
Kurt Eisner: Gefängnistagebuch
Ediert, eingeleitet und herausgegeben von Frank Jacob, Cornelia Baddack, Sophia Ebert und Doreen Pöschl
Mai 2016 | ISBN: 978-3-86331-295-4 | 224 Seiten | 19,– €

Rezension von Band 1-5 der Kurt Eisner-Studien von Michael Pilz, in:Schwalbenheft. Mitteilungen der Ernst-Toller-Gesellschaft (Nr. 2/2019), S. 29–32




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Steven Robins, Briefe aus Stein

Steven Robins
Briefe aus Stein
Von Nazi-Deutschland nach Südafrika

Rezension von Ernst Reuß auf dem Blog »Historisches Sachbuch«, 1. November 2019

Rezension von Christine Schirmer, Auf der Spur einer Welt, die es nicht mehr gibt, in: UNZ – Unsere Neue Zeitung, 8. Oktober 2019

„Mit ‚Briefe aus Stein‘ ist [dem Autor Steven Robins] ein spannendes Buch gelungen, das nicht nur die schrecklichen Ereignisse in Europa beleuchtet, sondern auch Aspekte der Geschichte Südafrikas einbezieht. Zwar wurde die jüdische Bevölkerung in Südafrika während der Apartheid als ‚weiß‘ eingestuft, trotzdem gab es auch dort einen starken Antisemitismus. Steven Robins entdeckt inhaltliche Parallelen zwischen Nazi-Rassenideologie und der Apartheid. Schädelvermessungen gab es auch an seiner Universität in Südafrika. Robins verbindet auf interessante Weise seine Lebensgeschichte mit den Erfahrungen der langsamen Enthüllung der Lebensumstände seiner Familie in Nazideutschland, bis zu deren Tod. Ein eindringlich aufgeschriebenes Stück Zeitgeschichte über Flucht, Flüchtlinge, Rassismus und Antisemitismus.“

Aus der Rezension von Ernst Reuß, Die Verzweiflung der Robinskis. Briefe aus Berlin: Ein südafrikanischer Anthropologe entdeckt seine jüdische Familiengeschichte, in: Der Tagesspiegel, 10. Oktober 2019




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Untergetaucht auf Reiswerder

Christiane Carstens
Untergetaucht auf Reiswerder
Spurensuche auf einer Insel im Norden Berlins

Rezension von Ernst Reuß im Tagesspiegel vom 13. Juni 2019

Rezension von Ernst Reuß auf dem Blog »Historisches Sachbuch«, 21. Juni 2019

Christian Schindler, Idylle Reiswerder war ein Rückzugsort für Verfolgte. Am 23. August 1944 schlug die Gestapo zu, in: Berliner Woche, 24. Juli 2019

Gespräch mit der Autorin bei: radioeins – Die Literaturagenten. Das Bücher-Magazin, 29. September 2019,
18–20 Uhr, hier min 36:40–43:45




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Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2019

Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2019
Herausgegeben von Ulrich Mählert, Matthias Middell (Gastherausgeber der Ausgabe 2019), Jörg Baberowski, Bernhard H. Bayerlein, Bernd Faulenbach, Peter Steinbach, Stefan Troebst, Manfred Wilke
im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Rezension von Bernd Hüttner auf rosalux.de/news




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Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2018

Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2018
Herausgegeben von Ulrich Mählert, Matthias Middell (Gastherausgeber der Ausgabe 2019), Jörg Baberowski, Bernhard H. Bayerlein, Bernd Faulenbach, Peter Steinbach, Stefan Troebst, Manfred Wilke
im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

„Ein hochinteressanter Band ist den Herausgebern des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung
für das Jahr 2018 gelungen. Der thematische Hauptblock widmet sich […] in acht Beiträgen der Stalinisierung kommunistischer Parteien in den 1920er Jahren.“
Aus der Rezension von Thilo Scholle in: Zeitschrift für sozialistische Politik und Wirtschaft (spw) 4/2019




Williams. Evil Year in Exile

Nicholas John Williams: An “Evil Year in Exile”?

Nicholas John Williams: An “Evil Year in Exile”?
The Evacuation of the Franco-German Border Areas in 1939 under Democratic and Totalitarian Conditions

Rezension von John Stewart, Glasgow Caledonian University, in: sehepunkte 19 (2019), Nr. 9 [15.9.2019]

Rezension von Armin Nolzen, in: Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus (BGNS), Band 34: Geschlechterbeziehungen und »Volksgemeinschaft«, Göttingen 2018, S. 251–255




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Roman Fröhlich, „Der Häftlingseinsatz wurde befohlen.“

Roman Fröhlich, „Der Häftlingseinsatz wurde befohlen.“

Rezension: Mit KZ-Häftlingen Profit gemacht. Dissertation über das KZ-Außenlager Heinkel-Flugzeugwerk in Oranienburg erschienen. Von Andreas Fritsche, in: Neues Deutschland, 29.10.2018

Rezension von Sjoma Liederwald, in: Sozial.Geschichte Online, Heft 25, 2019




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Svea Hammerle/Hans-Christian Jasch/Stephan Lehnstaedt (Hrsg.) 80 Jahre danach

Svea Hammerle/Hans-Christian Jasch/Stephan Lehnstaedt (Hrsg.)
80 Jahre danach
Bilder und Tagebücher deutscher Soldaten vom Überfall auf Polen 1939

Das Feixen der Landser.
Noch immer herrscht das Bild vor, die Wehrmacht sei beim Einmarsch in Polen „sauber“ geblieben. Ein Sammelband mit Aufzeichnungen von Soldaten widerlegt dies eindrucksvoll.
Von Thomas Urban, in: Süddeutsche Zeitung Online, 27. August 2019

„Dass bereits das Vordringen der Wehrmacht nach Osten […] von schwersten Kriegsverbrechen begleitet war, deren Opfer vor allem aus der Zivilbevölkerung kamen, ist bis heute in der bundesdeutschen Gesellschaft wenig präsent. Ein Sammelband […] ergänzt nun auf vortreffliche Weise die Fachliteratur über den September 1939 mit einer Fülle von zeitgenössischen Zeugnissen, die ebenso beeindruckend wie bedrückend sind.“
Aus: Zynismus der Angreifer. Wie Wehrmachtssoldaten im September 1939 die Polen sahen
Rezension von Thomas Urban, in: Süddeutsche Zeitung, 26. August 2019

„Stumme Zeugnisse 1939“ – Der Überfall auf Polen in Bildern und Tagebüchern
Private Fotos von Soldaten der Wehrmacht belegen, dass Hitler vom ersten Tag an einen Vernichtungskrieg führte. Skrupel? Mitleid? Fehlanzeige. Eindrücke einer neuen Online-Ausstellung.
Von Marcel Fürstenau, in: Deutsche Welle (DW), 27. August 2019

Beginn des Zweiten Weltkriegs. Logbuch des Schreckens
Am Morgen des 1. September 1939 beschoss das Schulschiff „Schleswig-Holstein“ die Westerplatte bei Danzig. Ein außergewöhnliches Logbuch zeigt, wie ein Kadett den Kriegsbeginn erlebte – Hans Buch, 19, war ein begabter Zeichner.
Von Solveig Grothe, in: Spiegel Online, 29. August 2019

Gnadenloser Krieg und Abenteuer. Legitimation des Angriffskriegs: Was Fotos deutscher Soldaten nach dem Überfall auf Polen verraten.
Von Stephan Lehnstaedt, in: Der Tagesspiegel, 30. August 2019

„Ein leichtes Zittern … dann geht es Schuss auf Schuss“
Offiziell war es ein Freundschaftsbesuch in Danzig. Doch am 1. September 1939 feuerte die „Schleswig-Holstein“ auf polnische Bunker und eröffnete damit den Zweiten Weltkrieg. Ein bislang unbekanntes Logbuch enthüllt, wie ein Kadett den Kriegsbeginn erlebte.
Von Sven Felix Kellerhoff, in: Welt Online, 30. August 2019

Rezension von Ernst Reuß auf dem Blog »Historisches Sachbuch«, 1. September 2019

 




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Armin Trus, Die „Reinigung des Volkskörpers“

Armin Trus
Die „Reinigung des Volkskörpers“
Eugenik und „Euthanasie“ im Nationalsozialismus. Eine Einführung mit Materialien

Lektüreempfehlung des Verbandes Hessischer Geschichtslehrerinnen und -lehrer (VHGLL), 12. August 2019

Die NS-Euthanasie, ihre geistigen Vorläufer und ihre Wirkung bis heute. Experte Armin Trus stellt Werk zur NS-Euthanasie am Samstag im Gießener Büchner-Club vor. Von Ingo Berghöfer, in: Gießener Anzeiger, 14. Juni 2019




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Ewald Ochel, „Was die nächste Zeit bringen wird, sind Kämpfe.“

Ewald Ochel
„Was die nächste Zeit bringen wird, sind Kämpfe.“
Erinnerungen eines Revolutionärs (1914–1921)
Herausgegeben und mit einer biografischen Notiz versehen von Joachim Schröder

„Das vollständige Manuskript liegt heute im Bundesarchiv — Stiftung Archiv der Partei und Massenorganisationen der DDR — und wird durch die vorbildliche Edition von Joachim Schröder nun einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. […] Schröder hat die Erinnerungen vorbildlich editiert, kommentiert und eingeleitet. Zudem werden in der anhängenden ‚Dokumentation‘ zehn Dokumente aus Zeitungen und Archivbeständen (u.a. die Gerichtsurteile) abgedruckt.“
Aus der Rezension von Klaus Wisotzky, in: Düsseldorfer Jahrbuch. Beiträge zur Geschichte des Niederrheins 2019 (89), S. 402–404

„Natürlich ist eine Autobiographie immer eine Konstruktion von Erinnerung. Und doch ist Ochels ein höchst lesenswertes und dazu lebendiges Zeitzeugendokument. Dank des einordnenden Fußnotenapparates fühlt sich der Leser stets gut begleitet beim rechts und links Schauen des Wegs hin zur ersten deutschen Demokratie. Die eben durchaus blutig und mit vielen Toten begann.“
Aus der Besprechung von Melanie Longerich, Deutschlandfunk, Sendung Andruck, 25. Februar 2019

Beitrag in: TERZ – autonome Stattzeitung für Politik und Kultur in Düsseldorf und Umgebung 12/2018

„Der Historiker Joachim Schröder entdeckte das unveröffentlichte Manuskript im Berliner Bundesarchiv. Er ergänzte es durch ein Personenregister, forschte zu Ewald Ochel und stellte die Aufzeichnungen in einen historischen Kontext. Die Biographie von Ewald Ochel ist ein wichtiger Beitrag zur Geschichte der Novemberrevolution – und dies nicht nur aus lokalhistorischer Sicht.“
Aus der Rezension von Lukas Heval, in: Lotta. Antifaschistische Zeitung aus NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen, Nr. 73, Winter 2018/2019




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Susanne Beer, Die Banalität des Guten

Susanne Beer
Die Banalität des Guten
Hilfeleistungen für jüdische Verfolgte 1941–1945

Beitrag »Wer half Juden im Holocaust, unterzutauchen? Oft waren es alltägliche Gesten unter Nachbarn, die im Zweiten Weltkrieg zu Helferkarrieren führten. Aber nicht alle handelten uneigennützig.« Von Susanne Beer, in: Der Tagesspiegel, 2. August 2019

Rezension von Ernst Reuß auf dem Blog »Historisches Sachbuch«, 3. Juli 2019




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Martin Clemens Winter, Gewalt und Erinnerung im ländlichen Raum

Martin Clemens Winter
Gewalt und Erinnerung im ländlichen Raum
Die deutsche Bevölkerung und die Todesmärsche

Rezension von Dirk Riedel, in: sehepunkte 19 (2019), Nr. 7/8 [15.07.2019]

„Das ‚Comité International de Dachau‘ hat Winters Publikation ‚Gewalt und Erinnerung im ländlichen Raum. Die deutsche Bevölkerung und die Todesmärsche‘ mit dem renommierten ‚Stanislav Zámečník-Preis‘ ausgezeichnet. Zurecht! Dem Autor ist es gelungen, die komplexe Geschichte dieser finalen NS-Verbrechen vor unserer Haustür differenziert und kompetent darzustellen und damit den vielen namenlosen Opfern des Massenmordes ein Denkmal zu setzen. Eine wichtige, auf zahlreichen neu erschlossenen internationalen Quellen basierende Arbeit zur NS-Historie und dem gesellschaftlichen Umgang mit den Verbrechen.“
Aus der Rezension von Jim Tobias, in: haGalil.com vom 11. Februar 2019

Rezension von Barbara Distel in der Süddeutschen Zeitung vom 30. September 2018

Rezension von Andreas Fritsche im Neuen Deutschland vom 30. März 2019




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Arbeit – Bewegung – Geschichte 2019/II

Arbeit – Bewegung – Geschichte. Zeitschrift für historische Studien 2019/II

»Die Frau der Familie wiedergeben«. Rosa Luxemburg als Partnerin des SPD-Vorstands, antifeministische Vorstöße: Neues zur Geschichte der Arbeiterbewegung. Rezension von Ulrike Wagener im Neuen Deutschland vom 13. Juli 2019




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Deutschland postkolonial?

„Das Buch ‚Deutschland postkolonial‘ geht über die klassische Kolonialhistoriografie – ohne sie zu vernachlässigen – und deren Konstrukte – die aufgelöst werden – hinaus, bezieht Fragestellungen der Mentalitätsgeschichte ein, wendet Strategien der Ressentimentforschung auf den Gegenstand Koloniales Erbe an. Das gewichtige Kompendium […] bietet weit mehr als interdisziplinäre Wissenschaft. Es ist politisch hochaktuell und hat das Potenzial, der öffentlichen Debatte über die ökonomischen und moralischen Nachwirkungen kolonialer Herrschaft und anhaltender Dominanz über die einstigen Kolonien das dringend notwendige Fundament zu geben.[…] Das gut lesbare Handbuch geht über die Ankündigung des Titels weit hinaus. Es leistet nicht nur einen notwendigen Beitrag zum Erinnerungsdiskurs, der auf hohem Niveau (gelegentlich auch abgehoben) in den Feuilletons geführt wird, das Buch ist erfreulich konkret, faktenreich und trotzdem hoch reflektiert.“
Aus der Rezension von Wolfgang Benz in der Süddeutschen Zeitung vom 8. Juli 2019

Deutscher Kolonialismus: Der lange Schatten der „Tropensehnsucht“. Das Erbe des deutschen Kolonialismus wirkt fort, etwa in der Wahrnehmung des Globalen Südens. Analyse einer „Fantasiegeschichte“. Von Dirk van Laak, in: Der Tagesspiegel, 4. Januar 2019
Der Artikel beruht auf einem Beitrag zum Sammelband „Deutschland postkolonial? Die Gegenwart der imperialen Vergangenheit“ (hrsg. von Marianne Bechhaus-Gerst und Joachim Zeller)

Rezension von Bernd Hüttner, Deutschland postkolonial? Ein spannendes Handbuch, das viele Themen abdeckt, bei: Rosa Luxemburg Stiftung – News, 11. Mai 2019




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Leo Hiemer, Gabi (1937–1943)

Leo Hiemer, Gabi (1937–1943). Geboren im Allgäu – Ermordet in Auschwitz

„Die Dokumentation, obwohl betont sachlich, liest sich wie ein (leider wahrer) Kriminalfall. Wer die Mechanismen begreifen will, mit denen eine Partei einen Staat und sein Volk totalitär vereinnahmt, wie es im Nazi-Deutschland der Fall war – und wofür es heute weltweit Dutzende von Parallelen gibt –, der braucht nur einzelne Kapitel aus dem Buch zu lesen. Das ist packender Lesestoff, der einen hineinzieht in die unfassbaren Abgründe menschlichen Tuns.“
Aus der Rezension von Armin Dorner aus dem neuen „Westallgäu Plus“, der monatlich erscheinenden Beilage zur Allgäuer Zeitung, Lokalausgabe Der Westallgäuer

„Angeordnet, das Kind von dort abzuholen“. Gabi starb in Auschwitz. Eine Pflegefamilie im Allgäu war in der NS-Zeit kein sicherer Zufluchtsort. Rezension von Ernst Reuß im Tagesspiegel, 3. Juli 2019, S. 16 (Seite „Wissen & Forschen“)

„Leo Hiemer, eigentlich bekannt als Filmemacher (‚Daheim sterben die Leut …‘), hat schon mit dem Buch über den Allgäu-Pionier Carl Hirnbein bewiesen, dass er ein gewissenhafter Geschichtsforscher ist und seine Geschichten plausibel und gut lesbar aufbereiten kann. Nun übertrifft der 64-Jährige sich selbst mit ‚Gabi. Geboren im Allgäu – ermordet in Auschwitz‘. […] Das Buch ist ein starkes Stück Heimatgeschichte. Hiemer zeichnet nicht ein Leben nach, das irgendwo weit weg von uns gelebt wurde, sondern hier bei uns. Außerdem liest es sich stellenweise wie ein Krimi. Obwohl man weiß, dass die Geschichte nicht gut ausgeht, fiebert man mit, hofft auf Rettung. Aber die gibt es nicht.“
Aus der Rezension von Klaus-Peter Mayr, Tragödie in der Westallgäuer Idylle, in der Memminger Zeitung vom 19. Juni 2019

Rezension von Ernst Reuß auf dem Blog »Historisches Sachbuch«, 29. Mai 2019

Leo Hiemer stellt neues Buch vor. „Gabi – geboren im Allgäu – ermordet in Auschwitz“: Jüdische Schicksalsgeschichte, von Angelika Hirschberg, in: Kreisbote, 29. Mai 2019




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Juliana Ströbele-Gregor, Transnationale Spurensuche in den Anden

Juliana Ströbele-Gregor
Transnationale Spurensuche in den Anden
Von geflüchteten Juden, „Altdeutschen“ und Nazis in Bolivien

„Auf knapp 210 Seiten bietet Ströbele-Gregor ein vielschichtiges kulturpolitisches Panorama, das durch seine Verknüpfung von persönlichen Erinnerungen, historischen Bezügen, Täter-und Opferbiografien tiefe und neue Einblicke in die jüngere Geschichte des Andenstaates gibt.“
Aus der Rezension von Ursula Prutsch, in: lateinamerika anders. Österreichs Zeitschrift für Lateinamerika und die Karibik, Nr.4/2018, S. 38

„Mit dieser detaillierten Darstellung der Geschichte der deutschen Kolonie als Ergebnis intensiver und akribischer Recherchearbeit legt die Autorin ein wichtiges Buch vor. Es ist nicht nur spannend geschrieben, sondern es zeigt, zugespitzt auf die zentrale Fragestellung von Flucht und Verfolgung, wo die deutsche Kolonie steht und welche Rolle ohne einen erkennbaren Willen zur Aufarbeitung sie bis heute spielt. […] [Das Buch gibt] in geraffter Form einen komprimierten guten Überblick über Boliviens Geschichte seit den 1920er Jahren. […] Das Format, die komplexen Zusammenhänge von den persönlichen Erinnerungssplittern her aufzurollen, gibt dem Buch eine große Authentizität.“
Aus der Rezension von Theo Mutter, in: Peripherie, Nr. 153, 4/2019

Rezension von Ina Friebe, in: Lateinamerika Nachrichten, Nr. 537, 2019

Hans-Ulrich Dillmann, Bolivien: Nazis und »Altdeutsche« unter sich. Die Ethnologin Juliana Ströbele-Gregor zeigt, wie Juden im Deutschen Klub in La Paz auch nach der Schoa ausgegrenzt wurden, in: Jüdische Allgemeine Zeitung, 10. April 2019

Rezension von Hans-Ulrich Dillmann, in: ila. Das lateinamerika-Magazin, Nr. 419, Oktober 2018

Rezension von Arno Widman, in: Frankfurter Rundschau, 19. Oktober 2018

Rezension von Rainer Huhle, 27. August 2018, auf der Website des Nürnberger Menschenrechtszentrums




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Mario Wenzel: Arbeitszwang und Judenmord

Mario Wenzel
Arbeitszwang und Judenmord
Die Arbeitslager für Juden im Distrikt Krakau des Generalgouvernements 1939-1944

Rezension von Frank Grelka, in: sehepunkte 19 (2019), Nr. 2 [15.02.2019]

Rezension von Thomas Irmer bei H-Soz-Kult, 19. Juni 2019