ZeitgeschichteN


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Christoph Schmidt (Hrsg.)

„Einsam und wie weggeworfen“

Briefe aus Russland 1943
22.00 

ZeitgeschichteN, Band 20

An den Fronten des »totalen Kriegs« standen sich Individuen gegenüber – wie Nikolaj Inozemcev aus Moskau und Hans Weisbrodt aus Torgau. Beide interessierten sich für die Welt,
beide lasen, beide schrieben – oder behielten ihre Meinung für sich. Unter der Erfahrung des Krieges machten sie eine innere Wandlung durch, die sie vom Milieu ihrer Herkunft entfernte.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2018 ISBN:
978-3-86331-394-4
267 Seiten

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Aleksandr Petscherski

Bericht über den Aufstand in Sobibor

19.00 

Herausgegeben und übersetzt von Ingrid Damerow
Mit einem Beitrag von Stephan Lehnstaedt

ZeitgeschichteN, Band 19

Am 14. Oktober 1943 wagten jüdische Häftlinge des Vernichtungs lagers Sobibor, angeführt von Aleksandr Petscherski, den Aufstand: Mit Äxten und Messern bewaffnet, griffen sie ihre Bewacher an und riskierten den Ausbruch. Eine kleine Gruppe von Gefangenen um Petscherski hatte in den Wochen zuvor den verwegenen Plan gefasst, alle Insassen zu befreien und sie damit vor dem sicheren Tod zu bewahren. Zunächst gelang mehr als 300 Häftlingen die Flucht, doch nur 200 erreichten den nahe gelegenen Wald. Viele wurden von den Wachmannschaften erschossen oder von Minen getötet. Das Kriegsende erlebten nur rund 50 Männer und Frauen, alle anderen wurden ergriffen oder starben an den harten Lebensbedingungen im Untergrund. Nach dem Aufstand tötete die SS die zurückgebliebenen Gefangenen und ebnete das Gelände ein. Sämtliche Spuren des Massenmords, dem in Sobibor in nur eineinhalb Jahren über 180 000 Menschen zum Opfer gefallen waren, sollten verwischt werden.

Rezension von Wolfgang Schriek in der Zeitschrift Wostok 2/2018

Rezension von Harald Wiederschein in FOCUS online [8. Juni 2018]

Rezension von Ernst Reuss im Tagesspiegel [23. Mai 2018]

Rezension von Daniela Fuchs im Neuen Deutschland [11. Mai 2018]

Rezension von Robert Probst in der Süddeutschen Zeitung [5. Mai 2018]

 

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2018 ISBN:
978-3-86331-387-6
137 Seiten

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Philipp Dinkelaker

Das Sammellager in der Berliner Synagoge Levetzowstraße 1941/42

19.00 

ZeitgeschichteN, Band 18

Die Berliner Gestapo richtete im Oktober 1941 in der damals zweitgrößten Synagoge Berlins das Sammellager Levetzowstraße ein. Es diente dem NS-Regime bis Herbst 1942 als temporärer Haftort zur Vorbereitung der Deportation von ca. 20 000 antisemitisch verfolgten Menschen in Ghettos und KZ. Die Studie schildert die Abläufe im Lager, die Leiden der Opfer, ihre Widerstandsstrategien, aber auch die Handlungsräume und Motivationen der Täter. Ein besonderes Augenmerk gilt der Beschreibung und Analyse der Wahrnehmbarkeit der Vorgänge um das Sammellager sowie der Rolle der Berliner Bevölkerung. Das Schlusskapitel befasst sich mit der Nachkriegsgeschichte des Ortes und der gescheiterten justiziellen Aufarbeitung.

Buchbesprechung von Andreas Conrad in: Tagesspiegel [9. November 2017]

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2017 ISBN:
978-3-86331-339-5
291 Seiten

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Matthias Steinbach

Von der Spiegelgasse in den Kreml

Lenins Reise nach Russland 1917. Szenische Lesung in zwei Akten
16.00 

ZeitgeschichteN, Band 17

Seit 1914 saß Wladimir Iljitsch Lenin in der neutralen Schweiz fest. Obgleich nie ein „Agent des Kaisers“, konnte er im April 1917 dank deutscher Unterstützung nach Russland ausreisen. Für Churchill wurde er damals von den Deutschen „wie ein Pest-Bazillus“ ins verdämmernde Zarenreich eingeschleust. Dabei war Lenin mehr als nur ein Objekt oder „Projektil“ im Spiel der Weltkriegspolitik. In der „szenischen Lesung“, die aus diplomatischen wie literarischen Quellen  arbeitet und mit einem Dokumentenanhang versehen ist, erscheint er als strenger Theoretiker, aber auch als skrupelloser Pragmatiker der Revolution, der seine Gegner besser kannte als sie ihn. Ob Lenins Reise eine „Sternstunde der Menschheit“ war, wie noch Stefan Zweig behauptete, oder nur ein folgenschwerer Unglücksfall der Geschichte – darüber gehen die Meinungen weit auseinander. Lenins Sieg entzauberte die Revolution. Was blieb, war eine Menschheitshoffnung.

Buchbesprechung von Volker Külow in: https://www.neues-deutschland.de [11.8.2017]

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2017 ISBN:
978-3-86331-341-8
139 Seiten

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Miriam Schulz

Der Beginn des Untergangs

Die Zerstörung der jüdischen Gemeinden in Polen und das Vermächtnis des Wilnaer Komitees
22.00 

ZeitgeschichteN, Band 16

Zwei Monate nach Beginn des Zweiten Weltkriegs schlossen sich 60 jüdische Schriftsteller und Journalisten, die aus Polen nach Wilna geflüchtet waren, in einem Komitee zusammen, um die Zerstörung des polnischen Judentums seit September 1939 zu dokumentieren. Es war die wohl früheste jüdische historische Kommission in Osteuropa, die im Schatten der deutschen Verbrechen ihre Arbeit aufnahm. Die Studie erforscht das Komitet tsu zamlen materialn vegn yidishn khurbn in Poyln 1939 erstmals. Die sechs Bulletins aus seiner Sammlung werden in deutscher Übersetzung veröffentlicht.

Rezension von Gintarė Malinauskaitė in Medaon, Ausgabe 12 [2018], 22

Buchbesprechung vom 20.3.2017 in Wissenschaftlicher Literaturanzeiger (WLA)

Hosenfeld-Szpilman-Preis 2017 für Miriam Schulz

Buchbesprechung in: www.hagalil.com/fun-jidiszn-churbn-in-pojln [30.1.2017]

Buchbesprechung in: www. holocaustliteratur.de/Die Anfänge der Holocaustforschung [15.3.2017]

Rezension von Beate Kosmala, in: informationen. Zeitschrift des Studienkreises Deutscher Widerstand 1933–1945, Nr. 88, November 2018, S. 42–43

Bulletins Komitet tsu zamlen_Wiener Library Doc Section 532 MF Doc 54 Reel 10_11

 

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2016 ISBN:
978-3-86331-312-8
308 Seiten

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Christian Dürr

„Verschwunden“

Verfolgung und Folter unter der argentinischen Militärdiktatur (1976–1983)
19.00 

ZeitgeschichteN, Band 15

Zehntausende Menschen wurden während der argentinischen Militärdiktatur 1976 bis 1983 aus politischen Gründen entführt und in geheimen Internierungszentren gefoltert und ermordet. Nur eine Minderheit kam frei. 30 000 sind bis heute „verschwunden“. Die Botschaft der Überlebenden war ambivalent: Zum einen sahen sie es als ihre Pflicht an, die Gräuel der Lager zu bezeugen. Zum anderen trugen ihre Berichte zur weiteren Traumatisierung einer terrorisierten Gesellschaft bei.
Stimmen von Überlebenden bilden die Grundlage der Untersuchung. Um ihre Erfahrung historisch und soziologisch zu verorten, geht die Studie aber einen Schritt weiter. Sie stellt die argentinischen Internierungszentren in analytischen Bezug zu dem wohl mörderischsten staatlichen Terrorapparat des 20. Jahrhunderts: das System der nationalsozialistischen Konzentrationslager.

Rezensiert von Christian v. Ditfurth in: Amnesty Journal August/September 2016, S. 54–55

Rezensiert von Wolfgang Schweizer in: Österreichs Zeitschrift für Lateinamerika und die Karibik, Nr. 3/2016

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2016 ISBN:
978-3-86331-279-4
221 Seiten

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Peter Jochen Winters

Den Mördern ins Auge gesehen

Berichte eines jungen Journalisten vom Auschwitz-Prozess 1963–1965
19.00 

ZeitgeschichteN, Band 14

Am 20. August 1965 endete vor dem Landgericht Frankfurt am Main nach 183 Verhandlungstagen der Auschwitz-Prozess mit der Verkündung des Urteils. Der Prozess gilt als Wegmarke der deutschen Geschichte: der noch nicht beendeten ernsthaften Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit als „Gerichtstag halten über uns selbst“ (Fritz Bauer).
Peter Jochen Winters (Jahrgang 1934) hat als Redakteur der Wochenzeitung „Christ und Welt“ den Prozess besucht und darüber geschrieben. Das Buch enthält seine damaligen Beiträge, die heute Zeitzeugenberichte sind. Ergänzt werden sie durch spätere Artikel des Autors zu Auschwitz aus der F. A. Z. Im Anhang finden sich zudem Auszüge aus dem Frankfurter Urteil, der Zeugenaussage des SS-Richters Konrad Morgen und dem Urteil des Obersten Gerichts der DDR im Verfahren gegen den Auschwitz-Arzt Dr. Horst Fischer

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2015 ISBN:
978-3-86331-253-4
236 Seiten

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Matthias Steinbach

Der Fall Hodler

Krieg um ein Gemälde 1914–1919
14.00 

ZeitgeschichteN, Band 13

In der Jenaer Universität hängt Ferdinand Hodlers Wandgemälde »Auszug der deutschen Studenten in den Freiheitskrieg von 1813«. Entstanden als Auftragswerk zum 350. Gründungsjubiläum der Hohen Schule im Jahr 1908, geriet es in die Kritik, nachdem der Schweizer Maler im September 1914 eine Protestnote gegen die deutsche Kriegführung in Belgien und Frankreich unterzeichnet hatte. Um das Bild entspann sich daraufhin einer der größten Kunstskandale des deutschen Kaiserreichs. Die realsatirische Verarbeitung des Bilderstreits als szenische Lesung bietet, kommentiert und um zeitgenössische Dokumente ergänzt, einen möglichen Zugang zum Kulturkrieg von 1914. Die Affäre mit ihren berühmten Protagonisten Ernst Haeckel und Rudolf Eucken ist dabei mehr als nur historische Etüde oder nationaldeutsche Posse. Offenbart sie doch, wie eine durch internationalistische Tendenzen in Wissenschaft und Kunst abgeschwächte patriotische Grundstimmung im Kriegsfall in wüsten Fremdenhass umschlagen kann und selbst ästhetische Beurteilungskriterien dann dem Primat des Politischen unterliegen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli 2014 ISBN:
978-3-86331-197-1
125 Seiten

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Adrian in ’t Groen

Jenseits der Utopie

Ostprofessoren der Humboldt-Universität und der Prozess der deutschen Einigung
19.00 

ZeitgeschichteN, Band 12

„Es bestätigt alte Erfahrungen, dass uns blinde Stellen der Selbstbeobachtung von außen gezeigt werden. Jetzt geschieht das für die Ostprofessoren, die mit der deutschen Einigung gezwungen wurden, ihr wissenschaftliches Leben neu zu ordnen, und deren Schicksal wir einfach ignoriert haben. Wir sollten diese Biografien endlich zur Kenntnis nehmen und ihre Besonderheit würdigen. Dr. Adriaan in ’t Groen (Universität Leiden, Niederlande) gibt uns dazu die Chance. Die Ergebnisse seiner Studien sind überraschend.“
Prof. Dr. Dr. h.c. Heinz-Elmar Tenorth

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2013 ISBN:
978-3-86331-160-5
192 Seiten

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Patricia Pientka

Das Zwangslager für Sinti und Roma in Berlin-Marzahn

Alltag, Verfolgung und Deportation
19.00 

ZeitgeschichteN, Band 11

Im Sommer 1936 verschleppten Polizisten über 600 Berliner Sinti und Roma auf ein Gelände am Stadtrand der Reichshauptstadt. Das Lager in Berlin-Marzahn war das größte „Zigeunerlager“, das die Nationalsozialisten im Reichsgebiet errichteten. Es existierte bis 1945. Patricia Pientka legt nun die erste umfassende Studie zum Zwangslager Berlin-Marzahn vor. Die Autorin fragt nach den Schicksalen der über 1000 Männer, Frauen und Kinder, die dort leben mussten, rekonstruiert die unmenschlichen Lebensbedingungen, schildert die Gewalt gegen die Internierten sowie die Deportationen in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau

Derzeit nur als E-Book lieferbar

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2013 ISBN:
978-3-86331-159-9
239 Seiten

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Markus Roth, Annalena Schmidt

Judenmord in Ostrów Mazowiecka

Tat und Ahndung
16.00 

ZeitgeschichteN, Band 10

Der Massenmord deutscher Polizisten, SS-Männer, Soldaten und ihrer Helfer an der Zivilbevölkerung im besetzten Osteuropa begann nicht erst im Sommer 1941. Bereits im November 1939 töteten deutsche Polizisten aus Gießen und Saarbrücken im nordostpolnischen Ostrów Mazowiecka erstmals unterschiedslos alle jüdischen Männer, Frauen und Kinder der Stadt. Markus Roth und Annalena Schmidt erzählen die Geschichte dieses nahezu vergessenen Verbrechens und der unzureichenden Anstrengungen der bundesdeutschen Justiz, den Massenmord zu sühnen.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2013 ISBN:
978-3-86331-120-9
144 Seiten

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Armin Fuhrer

Tod in Davos

David Frankfurter und das Attentat auf Wilhelm Gustloff
19.00 

ZeitgeschichteN, Band 9

Am 4. Februar 1936 erschoss der 26-jährige David Frankfurter den Chef der Auslandsorganisation der NSDAP in der Schweiz, Wilhelm Gustloff. Während der Schütze nach wenigen Jahren in Vergessenheit geriet, wurden dem „Blutzeugen der Bewegung“ weihevolle Ehrungen zuteil. Nach ihm benannten die Nationalsozialisten das KdF-„Traumschiff“, das im Januar 1945 vor der Küste Pommerns unterging. Der Band porträtiert die Protagonisten, schildert das Attentat und rekonstruiert den Prozess gegen den jungen Angeklagten, dessen Fall Parallelen zu dem des Herschel Grynszpan aufweist. Doch anders als bei diesem beschränkten sich die Nationalsozialisten im Jahr der Olympischen Spiele auf eine Propagandaschlacht.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2012 ISBN:
978-3-86331-069-1
192 Seiten

Kropachev_Umschlag
Sergei Kropachev

Von der Lüge zur Aufklärung

Verluste durch „Großen Terror“ und Krieg in der sowjetischen und russischen Historiografie
19.00 

Zeitgeschichten, Band 8

Aus dem Russischen übersetzt von Vera Ammer

Die gewaltigen Verluste an Menschen, die die Sowjetunion vor allem durch
die „Säuberungen“ 1937/38 und den „Großen Vaterländischen Krieg“ erlitt, wurden in unterschiedlichen Perioden ungleich dargestellt. Stalin sprach wider besseres Wissen von 7 Millionen Toten, seine Nachfolger von 20 Millionen, später war von 27 Millionen die Rede. Dahinter standen ideologische Absichten und verordnete Geschichtsbilder, die Sergei Kropachev offenlegt.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2011 ISBN:
978-3-86331-056-1
207 Seiten

Schneppen_Umschlag
Heinz Schneppen

Walther Rauff – Organisator der Gaswagenmorde

Eine Biografie
19.00 

ZeitgeschichteN, Band 7

Als Gruppenleiter Technik im Reichssicherheitshauptamt war der SS-Standartenführer Walther Rauff maßgeblich an der Entwicklung der „Gaswagen“ beteiligt, die die Massenerschießungen der Einsatzkommandos ergänzen oder ersetzen sollten. Nach Kriegsende gelang ihm die Flucht. In Syrien und Italien arbeitete er für verschiedene Geheimdienste. 1949 setzte er sich nach Südamerika ab. Das von der Bundesrepublik betriebene Auslieferungsverfahren scheiterte 1963 aus formalen Gründen. Rauff, der 1984 in Santiago starb, wurde wegen seiner NS-Verbrechen nie belangt.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2011 ISBN:
978-3-86331-024-0
232 Seiten

A.Benz_Demjanjuk.Umschlag
Angelika Benz

Der Henkersknecht

Der Prozess gegen John (Iwan) Demjanjuk in München
19.00 

ZeitgeschichteN, Band 6

Von November 2009 bis Mai 2011 stand John (Iwan) Demjanjuk vor dem Landgericht München II – angeklagt der 27 900-fachen Beihilfe zum Mord, begangen 1943 im Vernichtungslager Sobibór. War der in einem Kriegsgefangenenlager rekrutierte Trawniki-Mann unbeteiligter Wachsoldat, williger Handlanger der SS oder Mörder aus eigenem Antrieb? Angelika Benz hat den Prozess von Anfang bis Ende beobachtet. Sie rekonstruiert die Verhandlungen, porträtiert Angeklagten, Richter, Staatsanwalt, Verteidiger und Nebenkläger und stellt die historischen Hintergründe dar. Momentaufnahmen aus dem Gerichtssaal geben einen präzisen Einblick in den Prozessalltag.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2011 ISBN:
978-3-86331-011-0
248 Seiten

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Wanja Hargens

Der Müll, die Stadt und der Tod

Rainer Werner Fassbinder und ein Stück deutscher Zeitgeschichte
19.00 

ZeitgeschichteN, Band 5

An keinem anderen Theaterstück der Nachkriegszeit entzündeten sich so hitzige Debatten wie an Rainer Werner Fassbinders „Der Müll, die Stadt und der Tod“. Zur Provokation gehört eine ambivalente jüdische Figur, die teilweise philosemitisch, teilweise antisemitisch gedeutet wurde. Der Vorwurf, das Stück sei antisemitisch, führte zur Makulierung der Erstauflage des bei Suhrkamp erschienenen Textes. Eine Bühnenbesetzung in Frankfurt am Main verhinderte die Uraufführung. Im Herbst 2009 ist das Stück erstmals in Deutschland öffentlich aufgeführt worden. Genau und umsichtig betrachtet Wanja Hargens Fassbinders Stück und dessen Entstehungskontext. Als Teil der deutsch-jüdischen Nachkriegsgeschichte wird seine Wirkung kritisch rekonstruiert. Es entsteht ein fesselnder Beitrag zur bundesrepublikanischen Politik- und Mentalitätsgeschichte.

Download cover Inhaltsverzeichnis Februar 2010 ISBN:
978-3-938690-81-9
277 Seiten

Richter_Norm und Eigensinn
Sebastian Richter

Norm und Eigensinn

Die Selbstlegitimation politischen Protests in der DDR 1985–1989
18.00 

ZeitgeschichteN, Band 4

Die Studie geht der Frage nach, ob und in welcher Form Oppositionelle in der DDR zwischen 1985 und 1989 ihren Protest selbst für legitim hielten. Sie entwickelt anhand dreier unabhängiger Gruppen (Initiative Frieden und Menschenrechte, Arbeitskreis Solidarische Kirche und Grünes Netzwerk Arche) ein alternatives Konzept zur Analyse politischen Widerspruchs in der DDR, indem sie nach den Normen fragt, an denen sich der Protest orientierte und mit denen er sich legitimierte, und den Oppositionsbegriff an das Konzept vom gesellschaftlichen Eigensinn koppelt.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2007 ISBN:
978-3-938690-62-8
223 Seiten

Schneppen_Odessa 2007
Heinz Schneppen

Odessa und das Vierte Reich

Mythen der Zeitgeschichte
19.00 

ZeitgeschichteN, Band 3

Gab es eine Geheimorganisation namens Odessa, die seit 1945 Nazigrößen nach Südamerika geschleust hat? Was sagen die Quellen über die Straßburger Konferenz hoher Partei- und Wirtschaftsführer vom August 1944, auf der Pläne über die Zukunft und eine „Wiedergeburt des Reiches“ geschmiedet worden sein sollen? Tatsächlich war Argentinien Zielland vieler gerichtlich gesuchter Nazis. Die katholische Kirche und der Vatikan ebneten einigen Flüchtigen den Weg nach Südamerika. Reichte der Arm von Odessa bis in den Vatikan?
Mit Simon Wiesenthal hat der Prozess der Mythenbildung über Odessa zwar nicht begonnen, aber er hat ihn erheblich gestaltet. Die Stasi hat sich seiner als Quelle bedient. Wissenschaftler und Publizisten im In- und Ausland sind diesen Spuren gefolgt. Am Ende blieb viel Verschwörung und wenig Substanz.
Heinz Schneppen zerstört die Mythen, indem er zeigt, wie es zur Mythenbildung kam. Das Buch ist ein Lehrstück für einen kritischen Umgang mit den Quellen. Es ist spannend im Inhalt, flüssig im Stil, umfassend in der Recherche, überraschend im Ergebnis.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2007 ISBN:
978-3-938690-52-9
280 Seiten

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Pädagogik 2007
Ulrich Wiegmann

Pädagogik und Staatssicherheit

24.00 

ZeitgeschichteN, Bd. 1

Die Studie nimmt sich der beträchtlichen schriftlichen Überlieferung an, die über das Verhältnis von Erziehung und Staatssicherheit existiert. Vorgestellt werden die geheimdienstliche Beobachtung der Erziehungstatsachen, die Einflussnahme der Staatssicherheit auf die schulische und außerschulische Erziehung, die Rekrutierung, Erziehung und Ausbildung junger Inoffizieller Mitarbeiter des MfS und der Versuch, die Bedingungen des Aufwachsens in der DDR in pädagogischer Absicht konspirativ zu korrigieren.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2007 ISBN:
978-3-938690-56-7
375 Seiten