ÜberLebenszeugnisse


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Ich habe nie eine Heldin aus mir gemacht

Die Ravensbrück-Überlebende Alicja Gawlikowska-Swierczynska im Gespräch mit Dariusz Zaborek
19.00 

ÜberLebenszeugnisse, Band 9

Herausgegeben von Insa Eschebach und Andrea Genest
Aus dem Polnischen übersetzt von Ulrike Bischof

„Ich sagte ihr, dass ich nie eine Heldin aus mir gemacht habe. Ich bin konsequent. Ich habe mich bewusst entschieden, im Widerstand zu arbeiten, ich kannte die Gefahren, und ich wundere mich nicht darüber, dass die Deutschen mich eingesperrt haben. Das hätte ich an ihrer Stelle auch getan. Weshalb soll ich mich als Opfer fühlen?“
Alicja Gawlikowska war knapp vier Jahre lang im Frauen- Konzentrationslager Ravensbrück inhaftiert. In Gesprächen mit dem Journalisten Dariusz Zaborek berichtet sie von ihrem Engagement in der Polnischen Heimatarmee im besetzten Warschau. Sie schildert ihre Erfahrungen im Konzentrationslager und erzählt aus ihrem Leben als Ärztin im Nachkriegspolen. Seit den 1980er-Jahren war die liberal denkende Alicja Gawlikowska-Swierczynska in der Solidarnosc-Bewegung engagiert.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2017 ISBN:
978-3-86331-334-0
234 Seiten

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Lidia Beccaria Rolfi, Anna Maria Bruzzone

Als Italienerin in Ravensbrück

Politische Gefangene berichten über ihre Deportation und ihre Haft im Frauen-Konzentrationslager
24.00 

Herausgegeben von Johanna Kootz

ÜberLebenszeugnisse, Band 8

Nach Jahren des Schweigens reagierten Lidia Beccaria Rolfi sowie vier weitere Überlebende mit der Veröffentlichung ihrer Erinnerungen auf zutiefst demütigende Darstellungen der Haftbedingungen von Frauen im KZ. Sie hatten dem Widerstand gegen das faschistische Regime und die deutsche Besatzungsmacht in Italien angehört. Nach ihrer Verhaftung 1944 wurden sie, ebenso wie über 1000 weitere Italienerinnen, nach Ravensbrück deportiert. Unterstützt von der Historikerin Anna Maria Bruzzone schildern sie die letzte Phase des Lagers aus der Perspektive von isolierten und diskriminierten Häftlingen, die sich selbst zum Subproletariat der „Häftlingsgesellschaft“ zählten. Lidia Beccaria Rolfi verbindet ihr autobiografisches Zeugnis mit einer historisch-soziologischen Analyse des Lagers. Sie wurde in Italien zur Chronistin Ravensbrücks. Die Zeitzeugenberichte vermitteln die Vielfalt der Herkunftsmilieus, der Haftgründe und der Deportationswege italienischer Gefangener.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2016 ISBN:
978-3-86331-324-1
431 Seiten

Lesebuch Ohm Cover Druck

Zwischen Tod und Freiheit

Überlebende berichten von den letzten Tagen als Häftlinge des Konzentrationslagers Sachsenhausen 1944/45
19.00 

Ausgewählt, bearbeitet und kommentiert von Ursula Breymayer und Bernd Ulrich

ÜberLebenszeugnisse, Band 7

Mehr als 200 000 Häftlinge aus über 40 Ländern waren vom Sommer 1936 bis zur Befreiung im Frühjahr 1945 im Hauptlager des KZ Sachsenhausen oder in einem der rund 100 Außenlager inhaftiert. Mehrere Zehntausend überlebten die Lagerhaft nicht. In der Nacht zum 21. April 1945 begann die SS, das Lager aufzulösen. Über 33 000 Häftlinge, darunter Frauen und Kinder, wurden in Richtung Nordwesten getrieben. Unterwegs starben Hunderte von ihnen an Entkräftung oder wurden von SS-Angehörigen ermordet. Für die meisten Überlebenden endete der Todesmarsch zwischen dem 3. und 6. Mai 1945 im Raum Parchim–Ludwigslust– Schwerin. Etwa 3000 in Sachsenhausen zurückgebliebene Häftlinge hatten sowjetische und polnische Soldaten bereits am 22./23. April 1945 befreit. Das Lesebuch versammelt Zeugnisse von Häftlingen des KZ Sachsenhausen über die letzten Monate und Tage im Lager, den Todesmarsch und die Befreiung, ergänzt um erläuternde Kommentare und biografische Informationen.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2015 ISBN:
978-3-86331-239-8
197 Seiten

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Peter Heilbut

Meilensteine

Gestapohaft in Dresden, KZ Sachsenhausen, Todesmarsch
19.00 

ÜberLebenszeugnisse, Band 6

Erst im Zusammenhang mit den Ereignissen, die der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten folgten, erfuhr Peter Heilbut (1920–2005) von der jüdischen Herkunft seines Vaters. Im März 1943 wurde er in Dresden von der Gestapo inhaftiert und nach einem sechswöchigen Verhör in das Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt.
Am 21. April 1945 trat Peter Heilbut zusammen mit etwa 33 000 anderen Häftlingen den Todesmarsch an, den er in seinem Erinnerungsbericht sehr eindrucksvoll als dramatische Kulmination der KZ-Haft im Spannungsfeld zwischen Todesdrohung und Freiheitshoffnung schildert.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2012 ISBN:
978-3-86331-057-8
200 Seiten

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Emil Büge

1470 KZ-Geheimnisse

Heimliche Aufzeichnungen aus der Politischen Abteilung des KZ Sachsenhausen Dezember 1939 bis April 1943
24.00 

ÜberLebenszeugnisse, Band 5

Der Reklamefachmann Emil Büge nutzt als Häftling des KZ Sachsenhausen seine Position als Hilfskraft in der Politischen Abteilung der KZ-Kommandantur für seinen persönlichen Rachefeldzug gegen die SS: Dreieinhalb Jahre macht er heimlich Abschriften aus den Akten, die die Willkür und Brutalität von Gestapo und SS, Einzelschicksale von Häftlingen und die Vernichtung ganzer Häftlingsgruppen dokumentieren. Büge kann seine Notizen zwar aus dem Lager schmuggeln, aber sie weder den Alliierten zuspielen noch später veröffentlichen.
1950 nimmt er sich das Leben. Seine Notizen vermitteln einen faszinierenden Einblick in die abgeschlossene Innenwelt und das Schicksal lange vergessener Opfergruppen des Konzentrationslagers der Reichshauptstadt Berlin.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2010 ISBN:
978-3-86331-001-1
480 Seiten

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Erich Kohlhagen

Zwischen Bock und Pfahl

77 Monate in den deutschen Konzentrationslagern
16.00 

ÜberLebenszeugnisse, Band 4

Erich Kohlhagen wurde 1938 von den Nationalsozialisten verhaftet. Als jüdischer Häftling überlebte er die Konzentrationslager Sachsenhausen, Groß Rosen, Auschwitz und Mittelbau-Dora.
1946 brachte er seine Erinnerungen an die spezifischen Grausamkeiten der einzelnen Lager wie die „Isolierung“ und den Zellenbau in Sachsenhausen, die Steinbrüche in Groß Rosen, den Todesmarsch aus Auschwitz und die unterirdische Raketen-Produktion in Mittelbau-Dora zu Papier.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2010 ISBN:
978-3-940938-73-2
163 Seiten

Szalet Cover
Leon Szalet

Baracke 38

237 Tage in den „Judenblocks“ des KZ Sachsenhausen
24.00 

Bearbeitet von Winfried Meyer

ÜberLebenszeugnisse, Band 3

Leon Szalet (1892–1958) ist einer von mehr als 500 Juden mit polnischer Staatsangehörigkeit, die nach dem deutschen Überfall auf Polen Mitte September 1939 in Berlin verhaftet und in das Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt werden. In den isolierten Baracken 37, 38 und 39 sind sie über Wochen vom Erstickungstod bedroht. Die täglichen Misshandlungen durch SS-Blockführer und korrupte Funktionshäftlinge und die Zwangsarbeit im berüchtigten Kommando »Klinker« fordern immer mehr Todesopfer.
Leon Szalet überlebt, weil seine Tochter seine Entlassung durchsetzen kann. Im Mai 1940 emigrieren beide über Shanghai in die USA. Dort beginnt er sofort mit der Niederschrift seiner Hafterinnerungen. Sein Bericht ist von einer atmosphärischen Dichte und Eindringlichkeit gekennzeichnet, die Rezensenten der 1946 in New York erschienenen englischen Übersetzung an Dostojewskis »Aufzeichnungen aus einem Totenhause« erinnern. In der Reihe ÜberLebenszeugnisse wird jetzt erstmals das deutsche Originalmanuskript veröffentlicht.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2006 ISBN:
978-3-938690-11-6
500 Seiten

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