Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden


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Hanni Lévy

Nichts wie raus und durch!

Lebens- und Überlebensgeschichte einer jüdischen Berlinerin
19.00 

Herausgegeben von Beate Kosmala

Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden, Band 9

Hanni Lévy, eine der Hauptpersonen in dem Film „Die Unsichtbaren. Wir wollen leben“ (2017), wurde 1924 als Hanni Weissenberg in Berlin geboren. Im Februar 1943 gelingt der jungen Frau die Flucht vor der Deportation. Als Zwangsarbeiterin hatte sie miterlebt, wie ihre geliebte Großmutter nach Theresienstadt verschleppt wurde. Als die Gestapo wenig später in das „Judenhaus“ in Berlin-Schöneberg eindringt, um die jüdischen Mieter abzuholen – darunter die verwaiste Hanni Weissenberg –, entkommt sie in letzter Minute. Sie steht buchstäblich auf der Straße, ohne Geld, ohne Lebensmittel und ohne ein vorbereitetes Versteck. Doch sie trifft auf Menschen, die ihr zur Seite stehen, Quartiere für sie finden oder sie bei sich aufnehmen. Den „stillen Helden“, denen sie ihr Überleben verdankt, setzt Hanni Lévy mit ihrem Buch ein Denkmal, sie erinnert aber auch an Jugendfreunde und Verwandte, die keine Hilfe fanden.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2019 ISBN:
978-3-86331-449-1
192 Seiten

Rudolph Cover
Katrin Rudolph

Hilfe beim Sprung ins Nichts

Franz Kaufmann und die Rettung von Juden und „nichtarischen“ Christen
19.00 

Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden, Band 7

Als in Berlin im August 1943 eine untergetauchte Jüdin nach der Denunziation durch eine ehemalige Nachbarin von der Gestapo festgenommen wurde, löste das eine Welle von Verhaftungen aus. Nach und nach wurde ein Teil eines Retternetzes aufgedeckt, das „Illegalen“ falsche Papiere und Lebensmittelkarten zur Verfügung gestellt hatte. Katrin Rudolph hat die Struktur dieses Retternetzes um Franz Kaufmann und Helene Jacobs untersucht. Sie beschreibt vier Helferbündnisse, die in der Bekennenden Kirche verwurzelt waren, sowie diverse Querverbindungen zu anderen Rettern.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2017 ISBN:
978-3-86331-351-7
392 Seiten

Überarbeitete Neuauflage


Zvi Aviram Cover Druck
Zvi Aviram

Mit dem Mut der Verzweiflung

Mein Widerstand im Berliner Untergrund 1943–1945
19.00 

Herausgegeben von Beate Kosmala und Patrick Siegele

Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden, Band 6

Zvi Aviram wurde 1927 als Heinz Abrahamsohn in Berlin geboren. Nach der Deportation seiner Eltern am 27. Februar 1943 tauchte der 16-Jährige auf eigene Faust unter. Er fand Kontakt zu der Widerstandsgruppe Chug Chaluzi, die kurz zuvor von jüdischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Berlin gegründet worden war und in der er fortan aktiv mitwirkte. Auch zu einem kommunistischen Kreis hatte er Verbindung. Während seiner Odyssee durch verschiedene Verstecke wurde er zweimal verhaftet. In den letzten Kriegstagen, als er um sein Leben bangte, wurde er überraschend aus dem Gefängnis des Sammellagers in der Schulstraße in Berlin-Wedding entlassen. Nach der Befreiung gelangte er auf abenteuerlichen Wegen nach München, wo er für die Jewish Agency tätig war, bis er 1948 nach Palästina auswandern konnte.

http://www.juedische-allgemeine.de [20.7.2017]

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2015 ISBN:
978-3-86331-237-4
223 Seiten

Krell Cover Druck
Else Krell

Wir rannten um unser Leben

Illegalität und Flucht aus Berlin 1943
19.00 

Herausgegeben von Claudia Schoppmann

Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden, Band 5

Else Krell, geboren 1900, heiratete zwanzigjährig den Kaufmann Adolf Murzynski. 1936 müssen sie und ihr ebenfalls jüdischer Mann ihr Kaufhaus in Weiden in der Oberpfalz verkaufen und ziehen nach Berlin.
In ihrem Bericht beschreibt die Autorin, wie nach 1933 Diskriminierung und Verfolgung das Leben ihrer Familie immer mehr einschränkten und sie schließlich auseinanderrissen. Ende Januar 1943 entgingen sie und ihre Tochter Margot in letzter Minute der drohenden Deportation. Monatelang lebten sie „illegal“ in Berlin und Umgebung, immer auf der Suche nach neuen Verstecken. Im November 1943 gelang ihnen schließlich eine dramatische Flucht in die Schweiz, wo sie das Kriegsende erlebten.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2015 ISBN:
978-3-86331-238-1
229 Seiten

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Simon Malkès

Der Gerechte aus der Wehrmacht

Das Überleben der Familie Malkes in Wilna und die Suche nach Karl Plagge
16.00 

Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden, Band 4

Karl Plagge wird 1941 nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion ins litauische Wilna versetzt, um dort einen Heereskraftfahrpark (HKP) aufzubauen und zu leiten. Als er Zeuge von Massenerschießungen wird, will er die Verbrechen an Juden nicht tatenlos hinnehmen. Vor der Räumung des Ghettos im Herbst 1943 kann Plagge bei der SS die Einrichtung eines separaten Lagers für seine Zwangsarbeiter durchsetzen. Er schützt die über 1000 Insassen, darunter den 15-jährigen Simon Malkes und dessen Vater, so gut er kann. Vor der Räumung des Lagers warnt Plagge die beiden; sie können sich verstecken und überleben.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2014 ISBN:
978-3-86331-185-8
144 Seiten

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Franz Michalski

Als die Gestapo an der Haustür klingelte

14.00 

Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden, Band 3

Franz Michalski, geboren 1934, berichtet von der Geschichte und der dramatischen Rettung seiner Familie während der NS-Zeit. Seine katholisch getaufte Mutter wurde als Jüdin verfolgt. Die vierköpfige Familie in „Mischehe“ tauchte im Oktober 1944 in Breslau unter und überlebte in Sachsen und im Sudetenland mit der Unterstützung mutiger Helfer.
Im Jahr 2012 beschloss die israelische Gedenkstätte Yad Vashem, die Retter der Familie Michalski als „Gerechte unter den Völkern“ auszuzeichnen.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2013 ISBN:
978-3-86331-146-9
124 Seiten

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Elisabeth Hofacker

Menschen auf dem Prüfstand

Eine Berliner Familie im Widerstand gegen die Judenverfolgung
16.00 

Herausgegeben von Claudia Schoppmann

Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden, Band 2

Elisabeth Hofacker (1928–1988) wuchs im Bayerischen Viertel in Berlin-Schöneberg auf, wo ihre Eltern, Wilhelm und Luise Teske, eine Schuhmacherwerkstatt betrieben. Sie gehörten der „Christlichen Versammlung“ an, einer evangelischen freikirchlichen Religionsgemeinschaft, die ihre Hauptaufgabe in der Verkündigung des Evangeliums sah. In ihrem Buch schildert die Verfasserin, wie ihre Familie als gläubige Christen auch nach 1933 zu ihren jüdischen Kunden und Freunden hielt und sie trotz des Risikos auf vielfältige Weise unterstützte.
Luise und Wilhelm Teske wurden nach dem Krieg für ihre Hilfe mehrfach (postum) geehrt, unter anderem 2009 durch die israelische Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2013 ISBN:
978-3-86331-136-0
144 Seiten

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Cornelia Schmalz-Jacobsen

Zwei Bäume in Jerusalem

19.00 

Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden, Band 1

„Sie wollten einfach normal sein in einer Zeit, in der die Normalität ‚baden gegangen‘ war.“
Cornelia Schmalz-Jacobsen erzählt in ihrem ergreifenden Bericht vom Widerstand ihrer Eltern, Donata und Eberhard Helmrich, gegen den Nationalsozialismus und deren Einsatz für verfolgte Juden. Ganz selbstverständlich – so empfanden sie es – halfen sie und zeigten so, dass es möglich war, in Zeiten der Diktatur Leben zu retten. Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem ehrte sie dafür als „Gerechte unter den Völkern“. In der „Allee der Gerechten“ erinnern heute zwei Bäume an die mutigen Rettungsaktionen der Helmrichs.

Derzeit lieferbar nur als E-Book

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2013 ISBN:
978-3-86331-144-5
208 Seiten