HISTORISCHE DEMOKRATIEFORSCHUNG


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Detlef Lehnert (Hg.)

Soziale Demokratie und Kapitalismus

Die Weimarer Republik im Vergleich
24.00 

Reihe Historische Demokratieforschung, Band 16

„Kapitalismus ist nicht demokratisch und Demokratie nicht kapitalistisch“ (J. Kocka/W. Merkel 2015). Aber Industriekapitalismus und moderne Demokratie gab es in Deutschland erst seit der Weimarer Republik und dann wieder in der Bundesrepublik. Die Konzepte von sozialer Demokratie und deren Spannungsverhältnis zum Kapitalismus werden in diesem Band im epochen- und länderübergreifenden Vergleich untersucht. Dabei treten neben sozialdemokratischen Exponenten (R. Hilferding, E. Lederer, F. Naphtali, K. Renner) kontrastierend auch konservative (J. Popitz, C. Schmitt) und liberale (M. J. Bonn, Vertreter des Ordoliberalismus) und schwer einzuordnende (J. Schumpeter) ins Blickfeld. Ergänzt wird dieses so auch Österreich und die USA (sowie Israel) umfassende Spektrum durch Studien zu Arbeitsbeziehungen in Deutschland und Frankreich der Zwischenkriegszeit, die Analyse eines führenden sozialwissenschaftlichen Fachorgans (AfSS ) und den Vergleich sozialstaatlicher Verfassungsnormen von „Weimar nach Bonn“.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2019 ISBN:
978-3-86331-489-7
334 Seiten

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Detlef Lehnert (Hrsg.)

Revolution 1918/19 in Preußen

Großstadtwege in die Demokratiegründung
24.00 

Historische Demokratieforschung, Band 15

Preußen war nur eines von zunächst 25 Ländern der im November 1918 entstehenden deutschen Republik, aber es umfasste 60 % ihrer Bevölkerung. Dieser Band untersucht die Revolution 1918/19 mit Studien zu Berlin, Breslau, Frankfurt am Main, Hannover, Köln, Magdeburg und dem Ruhrgebiet. Dabei werden Tageszeitungen der politischen Hauptrichtungen mit Schwerpunkt auf den in Großstädten dominierenden sozialdemokratischen und liberalen Tendenzen herangezogen. Neben den Arbeiter- und Soldatenräten gilt der Blick den Wahlkämpfen zur National- und Preußenversammlung im Januar 1919 und wenig später zu den Kommunalparlamenten, die erstmals auf Basis des gleichen Stimmrechts aller mindestens 20-jährigen Frauen und Männer gewählt wurden. Erst die Revolution 1918/19 führte zur Demokratiegründung; sie wurde in den betrachteten Großstadträumen auf den politischen Konfliktfeldern auch wirksamer fundiert, als es die vom Ende der Weimarer Republik her argumentierenden Darstellungen lange Zeit unterstellten.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2019 ISBN:
978-3-86331-464-4
400 Seiten

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Detlef Lehnert (Hrsg.)

Wahl- und Stimmrechtskonflikte in Europa

Ursprünge – Neugestaltungen – Problemfelder
24.00 

Historische Demokratieforschung 14

Wahlen gehören neben Freiheitsrechten zu den wichtigsten Grundlagen für jede Demokratie. Ein gleiches Stimmrecht für die gesamte erwachsene Staatsbürgergesellschaft wurde im 20. Jahrhundert immer mehr zum demokratischen Standard. Dies schloss zunehmend die Einführung des Frauenwahlrechts ein, dessen 100. Jahrestag in Deutschland und einigen Nachbarstaaten mit impulsgebend für diese Publikation ist. Jenseits demokratischer Erfolgsgeschichten werden auch die konfliktreichen Wege der Partizipationserweiterung von modernen Wahlrechtsursprüngen bis zu Gegenwartsfragen wie dem Ausländerstimmrecht betrachtet. Dabei werden Studien zu Wahlkämpfen und Analysen zu Parteiensystemen einbezogen. Außer deutschen Problemlagen und Seitenblicken in die USA gelten die Länderstudien dieses Bandes Großbritannien, Frankreich, Italien, Österreich und der Schweiz. Dabei werden rechts-, politik- und geschichtswissenschaftliche Perspektiven kombiniert.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2018 ISBN:
978-3-86331-440-8
327 Seiten

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Detlef Lehnert (Hrsg.)

Revolution 1918/19 in Norddeutschland

24.00 

HISTORISCHE DEMOKRATIEFORSCHUNG

Schriften der Hugo-Preuß-Stiftung und der Paul-Löbe-Stiftung, Band 13

Zum 100. Jahrestag der Novemberrevolution 1918 nimmt dieser Band deren Ursprungsregion Norddeutschland in den Blick. Auch wenn sich zunächst die Matrosen in Wilhelmshaven gegen den Krieg auflehnten, sprang von der viel größeren Marine- und Industriestadt Kiel der Funke in den weiteren politischen Aktionsradius über. Die freien Hansestädte Bremen, Hamburg und Lübeck werden für die Umbruchperiode vom Oktober 1918 bis März 1919 mit einem Schwerpunkt auf intensive Auswertung der materialreichen und meinungsfreudigen Tagespresse untersucht. Dabei treten Gemeinsamkeiten in den Ausgangsbedingungen und Unterschiede im Revolutionsverlauf hervor. Das Gesamtbild wird durch Einbeziehung von Rostock als mittlerer und Lüneburg als kleinerer Stadt komplettiert, sodass sämtliche fünf heute Norddeutschland ausmachenden Länder vertreten sind. Als historischer Leitfaden der Studien zu den sechs betrachteten Städten kristallisiert sich
u. a. Sozialprotest und Demokratiegründung in bewegten Zeiten heraus.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2018 ISBN:
978-3-86331-407-1
383 Seiten

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Detlef Lehnert (Hrsg.)

„Das deutsche Volk und die Politik“

Hugo Preuß und der Streit um „Sonderwege“
24.00 

HISTORISCHE DEMOKRATIEFORSCHUNG
Schriften der Hugo-Preuß-Stiftung und der Paul-Löbe-Stiftung, Band 12

Der spätere Weimarer „Verfassungsvater“ Hugo Preuß publizierte 1915 knapp an der Kriegszensur vorbei sein meistgelesenes Buch „Das deutsche Volk und die Politik“. Darin nahm er künftige „Sonderwegs“-Kritik am Obrigkeitsstaat (statt „Volksstaat“ als Demokratie) vorweg. Preuß ist so ein Kronzeuge gegen die verbreitete Sicht: Erst die NS -Katastrophe habe solche Deutungen des preußisch akzentuierten Deutschen Kaiserreichs und dessen Vorgeschichte hervorgerufen. Dieser Band geht vom Preuß-Text aus, widmet sich aber vielfältigen Aspekten von Struktur und Kultur deutscher Geschichte des 19. und vor allem 20. Jahrhunderts: Fragen von Krieg und Frieden, der Justiz und Polizei, des Regionalismus und des Demokratieverständnisses werden in neuen Perspektiven beleuchtet. Das gilt auch für die Stichworte Bismarck und Preußen sowie nachbarliche Blicke aus Frankreich. Erstmals sind Gedanken des nach England emigrierten ältesten Sohnes von Preuß aus dem Zweiten Weltkrieg einbezogen.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2017 ISBN:
978-3-86331-365-4
365 Seiten

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Detlef Lehnert (Hrsg.)

Verfassungsdenker

Deutschland und Österreich 1870–1970
24.00 

HISTORISCHE DEMOKRATIEFORSCHUNG
Schriften der Hugo-Preuß-Stiftung und der Paul-Löbe-Stiftung, Band 11

Hans Kelsen, Carl Schmitt und Wolfgang Abendroth (vorne abgebildet) sind bekannte Verfassungsdenker des 20. Jahrhunderts: Kelsen entwarf 1919/20 wesentlich die im Kern bis heute geltende österreichische Verfassung. Schmitts „Verfassungslehre“ aus der Weimarer Republik ist das meistdiskutierte Werk derartigen Titels. Abendroths „Kampf um Verfassungspositionen“ galt in der Bundesrepublik primär dem Sozialstaatspostulat des Grundgesetzes.

Weitere Autoren werden neu entdeckt: der Weimarer „Verfassungsvater“ Hugo Preuß mit Bezügen
z. B. auf Otto von Gierke und Robert Redslob ebenso wie Adolf Julius Merkl, der im „Stufenbau der Rechtsordnung“ Kelsen ergänzte. Pluralistischen Kontrast zu Schmitt bieten die spätere „Verfassungslehre“ von Karl Loewenstein und der Wiener Leo Wittmayer. Auch dem Preuß-Mitarbeiter Willibalt Apelt, dem Schmitt im „Preußenschlag“-Prozess 1932 entgegentretenden Bundesstaats-Theoretiker Hans Nawiasky und dem verfassungsvergleichenden Historiker Otto Hintze sind Beiträge gewidmet.

Informationsmittel (IFB), Buchbesprechung von Till Kinzel

 

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2017 ISBN:
978-3-86331-350-0
360 Seiten

Hardcover