Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten


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Enrico Heitzer (Hrsg.), Günter Morsch (Hrsg.), Robert Traba (Hrsg.), Katarzyna Woniak (Hrsg.)

Im Schatten von Nürnberg

Transnationale Ahndung von NS-Verbrechen
22.00 

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten,
Band 25

Ein Jahr nach der Nürnberger Urteilsverkündung hielt das Sowjetische Militärtribunal der Gruppe der sowjetischen Besatzungstruppen in Deutschland vom 23. bis 31. Oktober 1947 im Rathaus des Berliner Stadtteils Pankow einen öffentlichen Prozess gegen einige der wichtigsten SS-Angehörigen des Kommandanturstabes aus dem KZ Sachsenhausen ab. 70 Jahre nach Ende des Nürnberger Hauptprozesses sowie angesichts aktueller Debatten über das weitgehende Scheitern der deutschen Nachkriegsjustiz in Ost wie West bei der Verfolgung von NS-Tätern schien eine Reflexion der ersten NS-Prozesse sowie deren Folgen für die spätere Ahndung von NS-Verbrechen geboten. Der Band präsentiert Beiträge einer von der Gedenkstätte Sachsenhausen/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und dem Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften ausgerichteten Konferenz über die Rezeption der Prozesse in Nürnberg im Kontext der transnationalen Verfolgung von NS- und Kriegsverbrechen. Ein Schwerpunkt sind die juristischen Verfahren in Polen, die in der deutschen Geschichtswissenschaft bisher nur wenig rezipiert wurden.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2019 ISBN:
978-3-86331-442-2
324 Seiten

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Stephanie Bohra

Tatort Sachsenhausen

Strafverfolgung von KZ-Verbrechen in der Bundesrepublik Deutschland
29.00 

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 24

Während der nationalsozialistischen Herrschaft wurden in den Konzentrationslagern zahllose staatlich legitimierte Gewaltverbrechen an Menschen verübt. Allein im KZ Sachsenhausen kamen mehrere Zehntausend ums Leben. Die Studie beleuchtet am Beispiel des Tatorts Sachsenhausen die strafrechtliche Verfolgung von KZ-Verbrechen in den westlichen Besatzungszonen und der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1946 und 1996. Sie befasst sich mit den Beschuldigten, Tatvorwürfen und Einstellungsgründen und gibt detaillierte Einblicke in die Ermittlungsarbeit der Staatsanwaltschaften und die Urteilspraxis der Gerichte. Dabei werden gesellschaftliche, politische und rechtliche Faktoren aufgezeigt, die die Strafverfolgung hemmten und beförderten.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2019 ISBN:
978-3-86331-460-6
661 Seiten

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Horst Seferens (Hrsg.)

Schwierige Nachbarschaft?

Das Verhältnis deutscher Städte zu „ihren“ Konzentrationslagern vor und nach 1945
19.00 

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 23

Der Band versammelt die Beiträge einer Tagung, die 2016 anlässlich der 800-Jahr-Feier der Stadt Oranienburg in der Gedenkstätte Sachsenhausen stattfand. Im Mittelpunkt stand dabei das Verhältnis von Konzentrationslagern zu den Städten und Gemeinden, auf deren Territorium sie sich befanden, sowie zu den Einwohnern als Nachbarn der Konzentrationslager. Dabei ging es zum einen um eine historische Perspektive, die sowohl die NS-Zeit als auch die Nachnutzung der Lager und die Gründung von Gedenkstätten in den Blick nimmt, und zum anderen um die aktuelle Fragestellung nach dem heutigen Verhältnis zwischen Kommunen und Gedenkstätten.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2018 ISBN:
978-3-86331-423-1
178 Seiten

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Roman Fröhlich

„Der Häftlingseinsatz wurde befohlen.“

Handlungsspielräume beim Einsatz von Häftlingen des KZ Sachsenhausen im Heinkel-Flugzeugwerk Oranienburg
24.00 

Reihe Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 21

Das Heinkel-Flugzeugwerk Oranienburg war im Nationalsozialismus mit etwa 14 400 Beschäftigten im Juni 1944 eines der bedeutendsten Unternehmen der Luftfahrtindustrie. Ab 1940 forderte die Betriebsleitung Häftlinge aus dem Konzentrationslager Sachsenhausen an. Der Gründer und Inhaber Ernst Heinkel stand dem Unternehmen zu diesem Zeitpunkt vor. Knapp 7000 Männer aus dem KZ mussten allein im Juni 1944 für den Konzern am Standort Oranienburg Zwangsarbeit leisten.

Die Studie beschreibt detailliert die Geschichte des größten Außenlagers des KZ Sachsenhausen und lotet anhand zahlreicher Quellen wie Firmenakten, Gerichtsurteilen und Aussagen von Zeitzeugen den Spielraum Ernst Heinkels und seiner leitenden Angestellten beim Einsatz von KZ-Häftlingen aus. In der Gesamtanalyse werden die Verantwortlichkeiten sowie die Vorreiter- und Vorbildrolle des Flugzeugherstellers im Kontext der Zwangsarbeit neu bewertet.

 

 

Mit KZ-Häftlingen Profit gemacht. Dissertation über das KZ-Außenlager Heinkel-Flugzeugwerk in Oranienburg erschienen. Von Andreas Fritsche, Neues Deutschland, 29.10.2018

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1104587.ns-verbrechen-mit-kz-haeftlingen-profit-gemacht.html?sstr=Heinkel

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2018 ISBN:
978-3-86331-386-9
465 Seiten

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Frédéric Bonnesoeur

Im guten Einvernehmen

Die Stadt Oranienburg und die Konzentrationslager Oranienburg und Sachsenhausen 1933–1945
16.00 

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 22

Für die Einrichtung der nationalsozialistischen Konzentrationslager war das kommunale Umfeld von grundlegender Bedeutung. Die KZ waren keine isolierten Orte, sondern über ein engmaschiges Netz von verwaltungstechnischen, wirtschaftlichen und sozialen Beziehungen in ihre Umgebungsgesellschaft eingebunden. Paradigmatisch für dieses wechselseitige Zusammenspiel steht die Einrichtung der Konzentrationslager Oranienburg (1933–1934) und Sachsenhausen (1936–1945) in der Stadt Oranienburg.
Die Studie fragt nach den Interessen von Stadtverwaltung und örtlicher Wirtschaft bei der Etablierung von zwei der zeitweise größten Konzentrationslager des Deutschen Reiches und den Auswirkungen kommunalpolitischer Entscheidungen. Darüber hinaus beleuchtet sie Kontakte zwischen SA, SS, KZ-Gefangenen und Bevölkerung.

Rezensiert von Markus Roth beim Wissenschaftlichen Literaturanzeiger (WLA)

 

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2018 ISBN:
978-3-86331-397-5
184 Seiten

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Ramona Saavedra Santis, Christl Wickert (Hrsg.)

„... unmöglich, diesen Schrecken aufzuhalten“

Die medizinische Versorgung durch Häftlinge im Frauen-KZ Ravensbrück. Beiträge zu einer Ausstellung
20.00 

Forschungsbeiträge und Materialien der Stftung Brandenburgische Gedenkstätten Bd. 20

 

Krankenreviere in Konzentrationslagern haben in Öffentlichkeit und Forschung bislang wenig Aufmerksamkeit gefunden. Im Mittelpunkt des Bandes und der begleitenden Ausstellung stehen das Krankenrevier im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück und dessen Häftlingspersonal.
Ärztinnen und Pflegerinnen mussten eine Gratwanderung zwischen den Befehlen der SS, den Bedürfnissen der Kranken und ihren eigenen Überlebensinteressen bewältigen. Schriftzeugnisse und SS-Dokumente, Fotos und Zeichnungen ehemaliger Revierarbeiterinnen und ihrer Patientinnen schildern eindringlich den Alltag im Krankenrevier.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli 2017 ISBN:
978-3-86331-344-9
216 Seiten

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Internationaler Freundeskreis e. V. für die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück (Hrsg.)

Zwangsarbeit für Siemens im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück

Kommentierte Berichte von Zeitzeuginnen
24.00 

Eingeleitet und ediert von Janna Lölke

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 19

Von August 1942 bis April 1945 unterhielt die Firma Siemens & Halske AG eine sogenannte Fertigungsstelle direkt neben dem Frauenkonzentra tions lager Ravensbrück. In diesem Rüstungs betrieb mussten bis zu 2300 weibliche Häftlinge gleichzeitig Zwangs arbeit leisten. Im Zentrum der vorliegenden Quellenedition stehen Auszüge aus Erinne rungsberichten von Überlebenden, die aus 15 europäischen Ländern stammten. Der Band enthält einen Querschnitt durch das umfangreiche Genre autobiogra  scher Texte: Briefe, Zeugenaussagen, Haftberichte, Tagebücher, Entschädigungsanträge, Autobiogra en und Interviews. Dokumentiert wird das System der Zwangsarbeit im Kontext der ökonomischen Interessen der Konzentrationslager-SS und der Kriegs industrie. Die Berichte der Zeitzeuginnen spiegeln die Vielfalt ihrer Erfahrungen im „Siemens-Kommando“ wider: Sie geben Auskunft über die Arbeitsabläufe und Gewaltverhältnisse ebenso wie über den Widerstand, die Solidarität und die Selbstbehauptung der Häftlinge.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2017 ISBN:
978-3-86331-342-5
335 Seiten

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Enrico Heitzer, Günter Morsch, Robert Traba, Katarzyna Woniak (Hrsg.)

Von Mahnstätten über zeithistorische Museen zu Orten des Massentourismus?

Gedenkstätten an Orten von NS-Verbrechen in Polen und Deutschland
19.00 

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 18

Unter grundsätzlich unterschiedlichen Ausgangsbedingungen entstand in Polen, in der DDR sowie der Bundesrepublik Deutschland nach 1945 eine Vielzahl von Gedenkstätten, Museen und Mahnmalen, die an die deutschen Verbrechen in der Zeit der NS-Diktatur erinnern. Nach 1989/90 kam es sowohl in Polen als auch in Deutschland zu einer gesellschaftlichpolitischen Neubestimmung der Rolle der NS-Gedenkstätten. Mit dem zunehmenden Abstand zu den historischen Ereignissen, mit dem Sterben der Zeitzeugen und unter neuen politischen Rahmen bedingungen veränderten sich die Gedenkstätten in beiden Ländern sehr stark. Der Band dokumentiert die Beiträge einer polnisch-deutschen Tagung, die den 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges zum Anlass nahm, eine Zwischenbilanz der jeweiligen erinnerungskulturellen Entwicklung zu ziehen. Polnische und deutsche Historiker und Gedenkstättenexperten nutzten die vom Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften (PAN) und von der Gedenkstätte Sachsenhausen organisierte Konferenz, um kritisch über den Funktions- und Bedeutungswandel der Gedenkstätten und über die Zukunft der Erinnerungskultur in beiden Nachbarländern zu diskutieren.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2016 ISBN:
978-3-86331-325-8
221 Seiten

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Günter Morsch

Sachsenhausen. The ‘concentration camp by the “Reich” capital’

Formation and development
22.00 

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 17

Sachsenhausen, the “concentration camp near the Reich capital city”, was built in the summer of 1936 at great cost to its inmates, while at exactly the same time, only a few kilometres away, hundreds of thousands of people were cheering Hitler at the Olympic Games. Sachsenhausen was described by “Reichsführer SS” Heinrich Himmler as “a completely new concentration camp for the modern age, which can be extended at any time”. Just eight kilometres from the gates of Berlin, this was the first large, purpose-built concentration camp complex. Planned in every detail by an SS architect, it served at the same time as a model camp and an SS training centre. This book traces the development of the camp up to the departure of its first commandant in the summer of 1937. It includes not only crucial documents and plans, but also nearly 100 photos of this initial construction phase.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2016 ISBN:
978-3-86331-304-3
291 Seiten

Eschebach_Homophobie
Insa Eschebach (Hrsg.)

Homophobie und Devianz

Weibliche und männliche Homosexualität im Nationalsozialismus
19.00 

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 6

2. Auflage

Den Nationalsozialisten galt Homosexualität als „Volksseuche“, die sie mit einer eigenen Einrichtung, der Reichszentrale zur Bekämpfung der Homosexualität und Abtreibung, zu eliminieren suchten. Gemeint war nur die männliche Homosexualität. Etwa 50 000 Männer sind im Dritten Reich wegen Verstoßes gegen § 175 verurteilt worden. Zwar wurde weibliche Homosexualität nicht strafrechtlich verfolgt, sie konnte aber als „Asozialität“ stigmatisiert werden und damit die Überführung in ein Konzentrationslager bedeuten.
Der Band versammelt Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung homosexueller Männer und Frauen und befasst sich mit homophoben Strategien der Diskriminierung in den Konzentrationslagern. Weitere Themen sind die Erinnerungsgeschichte seit 1945 und die Kontroversen um die Praxis des Gedenkens.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli 2016 ISBN:
978-3-86331-066-0
208 Seiten

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Dagmar Lieske

Unbequeme Opfer?

„Berufsverbrecher“ als Häftlinge im KZ Sachsenhausen
24.00 

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 16

Ab November 1933 konnte die Kriminalpolizei im Rahmen der „vorbeugenden Verbrechensbekämpfung“ Vorbestrafte in Konzentrationslager einweisen. Dies betraf mehrere Zehntausend Menschen, von denen ca. 9000 als „Berufsverbrecher“ im KZ Sachsenhausen inhaftiert wurden. Anhand einzelner Schicksale stellt der Band ihre Verfolgung, die kriminalpolizeiliche Praxis wie auch die Situation von „Berufsverbrechern“ im Lager und innerhalb der Häftlingsgesellschaft dar. Thematisiert wird auch ihr Ausschluss aus der Erinnerungskultur und der materiellen Entschädigung.

Rezension von Peter Nowak in Freitag Online [28.8.2018]

Rezension von Thomas Roth in WerkstattGeschichte 77 [2/2017]

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/brandenburg [24.4.2017]

Rezension von Michael Löffelsender in: www.hsozkult.de [19.1.2017]

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2016 ISBN:
978-3-86331-297-8
422 Seiten

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Leonore Ansorg

Politische Häftlinge im nationalsozialistischen Strafvollzug: Das Zuchthaus Brandenburg-Görden

28.00 

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten,
Band 15

Im Zuchthaus Brandenburg-Görden als der größten Haftanstalt Deutschlands verbüßten Tausende von politisch Verurteilten der NS-Justiz ihre meist langjährigen Freiheitsstrafen. Harte Behandlung und schwerste Haftbedingungen, die sich während des Krieges noch verschärften, prägten ihren Zuchthausalltag. Ab 1940 wurden etwa 1800 politische Todesurteile vollstreckt.
Die Studie richtet den Blick auf die Differenziertheit der Gruppe der politisch Verurteilten, zu denen auch Erich Honecker und Robert Havemann gehörten: Wie waren die sozialen Beziehungen untereinander, gab es Hierarchien innerhalb der Häftlingsgesellschaft, kam es zu Ausgrenzungen unter ihnen und welche Stellung hatte die KPD im Zuchthaus? Auch die Rolle der Beamten des Strafvollzugs im Umgang mit den politischen Gefangenen wird thematisiert. Durch umfangreiche Auswertung von Archivquellen und Erinnerungsberichten können Antworten auch auf bislang mit einer Legendenbildung belegte Fragen gegeben werden.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juli 2015 ISBN:
978-3-86331-246-6
555 Seiten

Genest Cover Druck
Andrea Genest (Hrsg.)

Damit die Welt es erfährt …

Illegale Dokumente polnischer Häftlinge aus dem Konzentrationslager Ravensbrück
19.00 

Mit einem Vorwort von Wanda Kiedrzynska
Aus dem Polnischen übersetzt von Inge Gerlinghoff und Barbara Lubos-Kroll

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 14

„Unabhängig davon, ob wir nun zurückkehren oder nicht, muss doch die Geschichte der Polinnen in Ravensbrück und überhaupt die Geschichte des ganzen Lagers möglichst genau und in vollem Umfang an das Tageslicht gelangen, wahrhaftig und unverfälscht.“
Zofia Pocilowska, Brief vom 9. Oktober 1943

Polnische Häftlinge schmuggelten Nachrichten aus dem Frauen- Konzentrationslager Ravensbrück. Kriegsgefangene aus dem Stalag II A Fünfeichen bei Neubrandenburg hielten Kontakt zu den Frauen, leiteten ihre Informationen weiter und unterstützten sie mit Lebensmitteln, Literatur oder Arzneimitteln. Einige der Briefe an die Kriegsgefangenen aus dem Jahr 1943 wurden später bei Neubrandenburg aufgefunden; sie waren neben Listen mit den Namen erschossener Polinnen und von Opfern medizinischer Experimente, Gedichten, einer Zeichnung und einer geschnitzten Miniatur in einem wasserdicht verschlossenen Medizinglas vergraben. 1980 wurden die Dokumente in Polen herausgegeben, der vorliegende Band macht sie der deutschsprachigen Öffentlichkeit zugänglich.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2015 ISBN:
978-3-86331-235-0
240 Seiten

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Ines Reich, Maria Schultz (Hrsg.)

Sprechende Wände

Häftlingsinschriften im Gefängnis Leistikowstraße Potsdam
29.90 

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 13

Im ehemaligen sowjetischen Untersuchungsgefängnis Leistikowstraße Potsdam haben sich 1500 Inschriften erhalten. Sie stammen vor allem von Deutschen und Sowjetbürgern, die die sowjetische militärische Spionageabwehr nach dem Zweiten Weltkrieg an diesem Ort unter menschenunwürdigen Bedingungen inhaftierte. Nach wie vor ist unbekannt, wie viele Personen der Geheimdienst an diesem Ort inmitten der Geheimdienststadt „Militärstädtchen Nr. 7“ in Potsdam zwischen 1945 und 1991 festhielt. Die Namenseinritzungen im Haftkeller des ehemaligen Gefängnisses sind in vielen Fällen die letzten Lebenszeichen von Frauen, Männern und Jugendlichen, die am Ende der Stalin-Ära von sowjetischen Militärtribunalen zum Tode verurteilt, nach Moskau verschleppt und dort erschossen wurden. Ihre Inhaftierung im Gefängnis Leistikowstraße konnte erstmals belegt und die Hintergründe der Verhaftungen im Kontext des Kalten Krieges ausführlicher dargelegt werden. Die Dokumentation der Inschriften liefert einen Beitrag zur Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels der Besatzungszeit. Ausgehend von den Inschriften und auf Basis umfangreicher Archivrecherchen in Deutschland, Russland, Polen und den USA rekonstruieren die Autoren 49 Schicksale ehemaliger deutscher Inhaftierter und liefern einen eigenen Beitrag zu den russischsprachigen Inschriften.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2015 ISBN:
978-3-86331-147-6
464 Seiten

Hardcover


Eschebach_Sammelband_Cover
Insa Eschebach (Hrsg.)

Das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück

Neue Beiträge zur Geschichte und Nachgeschichte
24.00 

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 12

Die Forschung zur Geschichte des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück hat sich in den vergangenen zwei Dekaden geradezu sprunghaft entwickelt. Dieser Band versammelt neue Studien zu einzelnen Häftlingsgruppen aus West- und Osteuropa, aber auch aus den USA. Weitere Beiträge schildern das Schicksal von Frauen, die als „Zigeunerinnen“, „Geltungsjüdinnen“, „Mischehefrauen“ oder britische Agentinnen verfolgt wurden oder denen man „Verkehr mit Fremdvölkischen“ vorwarf.
Gegenstand der Beiträge sind darüber hinaus der Alltag, die Kultur und die religiöse Praxis im Konzentrationslager Ravensbrück. Historische Quellen wie Fotografien und Zeichnungen sind ebenso Thema wie Fragen der Repräsentation und der Erinnerungsgeschichte.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2014 ISBN:
978-3-86331-216-9
341 Seiten

Kopke_Rechtsextremismus.Cover
Christoph Kopke (Hrsg.)

Angriffe auf die Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen

Rechtsextremismus in Brandenburg und die Gedenkstätte Sachsenhausen
19.00 

Herausgegeben im Auftrag des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien und der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 11

Im September 1992 verübten Neonazis einen Brandanschlag auf die „Jüdischen Baracken“ in der Gedenkstätte Sachsenhausen. Im September 2002 erfolgte ein Brandanschlag auf die Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald bei Wittstock.
Die Aufsätze des Sammelbandes erinnern an die zeitgeschichtlichen Ereignisse, beleuchten Kontexte und Hintergründe der Attentate, bilanzieren zivilgesellschaftliches und staatliches Handeln gegen Rechtsextremismus und informieren über Chancen und Grenzen pädagogischer Ansätze zur Prävention und Intervention „gegen rechts“.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2014 ISBN:
978-3-86331-189-6
192 Seiten

Morsch_Reichshauptstadt
Günter Morsch

Sachsenhausen. Das »Konzentrationslager bei der Reichshauptstadt«

Gründung und Ausbau
22.00 

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 10

Sachsenhausen, das »Konzentrationslager bei der Reichshauptstadt«, wurde im Sommer 1936 unter großen Opfern von Häftlingen errichtet. Es wurde vom »Reichsführer SS« Heinrich Himmler als »vollkommen neues, jederzeit erweiterungsfähiges, modernes und neuzeitliches Konzentrationslager« bezeichnet. Als erster großer, von einem SS-Architekten durchgeplanter KZ-Komplex war das Lager Modell und SS-Ausbildungsstätte zugleich. Die Publikation schildert die Entstehung des Lagers bis zum Weggang des ersten Kommandanten im Sommer 1937. Sie enthält alle maßgeblichen Dokumente und Pläne und zeigt fast 100 Fotos dieser ersten Ausbauphase.

 

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2014 ISBN:
978-3-86331-170-4
292 Seiten

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Sylvia de Pasquale Zwischen Resozialisierung und „Ausmerze“

Strafvollzug in Brandenburg an der Havel (1920–1945)

28.00 

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 8

Während der Weimarer Republik für einen „neuzeitlichen“, humanen Strafvollzug geplant und gebaut, wurde die Strafanstalt Brandenburg-Görden ab 1933 ein überregional bedeutsamer Ort nationalsozialistischer Justiz-Verbrechen. Sowohl „politische“ als auch „kriminelle“ Gefangene und Sicherungsverwahrte wurden hier durch überzogene Strafmaße, unmenschliche Haftbedingungen und rassenhygienisch motivierte „Ausmerzungsprogramme“ Opfer der nationalsozialistischen Diktatur. Der Strafvollzug und seine Beamten in Brandenburg an der Havel trugen ohne größere Bedenken oder Skrupel die Ziele des Nationalsozialismus im Wesentlichen mit. Gestützt auf die Auswertung von Gefangenenpersonal- und Verwaltungsakten sowie von Erinnerungsberichten gelingt der Autorin der Nachweis, dass, anders als in der bisherigen wissenschaftlichen Literatur behauptet, der Strafvollzug im „Dritten Reich“ sich willig und widerstandslos, zum Teil sogar mit Übereifer, in die Strukturen des NS-Terrors einpasste.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2013 ISBN:
978-3-86331-115-5
606 Seiten

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Ramona Saavedra Santis

Im Auftrag der Erinnerung

Antonina Nikiforova und das Ravensbrück-Gedächtnis
19.00 

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 9

Antonina Nikiforova war eine der großen Chronistinnen des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück. Während ihrer Haft im Lager musste die sowjetische Militärärztin als Pathologin im Krankenrevier arbeiten. Nach ihrer Befreiung veröffentlichte sie das erste Buch über das Frauen-KZ in der Sowjetunion und baute ein umfangreiches Archiv zur Geschichte des Lagers auf. Ramona Saavedra Santis hat den Bestand erschlossen und präsentiert mit dem vorliegenden Band Auszüge des Nachlasses. Überdies vermittelt sie Erfahrungen der bis heute in Forschung und Öffentlichkeit wenig wahrgenommenen Gruppe der sowjetischen Häftlinge und die Bedeutung des Frauen-KZ in der sowjetischen und russischen Erinnerungskultur.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2013 ISBN:
978-3-86331-105-6
144 Seiten

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Grit Philipp

Erika Buchmann (1902–1971). Kommunistin, Politikerin, KZ-Überlebende

24.00 

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 7

Erika Buchmann erlebte fünf politische Systeme: in jungen Jahren das Kaiserreich, mit der Weimarer Republik die erste deutsche Demokratie, dann die nationalsozialistische Diktatur, gegen die sie kämpfte und als deren Verfolgte sie im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück inhaftiert war. Nach Kriegsende wählte sie zunächst die Bundesrepublik Deutschland, 1956 siedelte die überzeugte Kommunistin in die DDR über. Oft geriet sie in Konflikte – mit der Partei, aber auch mit ihrer Rolle als Frau. Grit Philipp zeichnet Erika Buchmanns Leben als Verfolgte, politische Aktivistin wie auch als Ehefrau und Mutter nach.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2013 ISBN:
978-3-86331-077-6
294 Seiten

Eschebach_Homophobie
Insa Eschebach (Hrsg.)

Homophobie und Devianz

Weibliche und männliche Homosexualität im Nationalsozialismus
19.00 

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 6

Den Nationalsozialisten galt Homosexualität als „Volksseuche“, die sie mit einer eigenen Einrichtung, der Reichszentrale zur Bekämpfung der Homosexualität und Abtreibung, zu eliminieren suchten. Gemeint war nur die männliche Homosexualität. Etwa 50 000 Männer sind im Dritten Reich wegen Verstoßes gegen § 175 verurteilt worden. Zwar wurde weibliche Homosexualität nicht strafrechtlich verfolgt, sie konnte aber als „Asozialität“ stigmatisiert werden und damit die Überführung in ein Konzentrationslager bedeuten.
Der Band versammelt Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung homosexueller Männer und Frauen und befasst sich mit homophoben Strategien der Diskriminierung in den Konzentrationslagern. Weitere Themen sind die Erinnerungsgeschichte seit 1945 und die Kontroversen um die Praxis des Gedenkens.

Download cover Inhaltsverzeichnis Februar 2012 ISBN:
978-3-86331-066-0
208 Seiten