Dokumente – Texte –Materialien


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Monika Schmidt

Übergriffe auf verwaiste jüdische Gräber

Friedhofsschändungen in der SBZ und der DDR
22.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 83

Bei Übergriffen auf jüdische Friedhöfe in der DDR wurden Grabsteine umgestoßen und beschädigt, Denkmale zertrümmert oder die Stätten mit antisemitischen und nazistischen Parolen beschmiert. Die Täter wurden selten ermittelt, die Schändungen meist verschwiegen. Sie passten nicht zur Doktrin der Staats- und Parteiführung, der zufolge
Antisemitismus und Faschismus in der DDR überwunden und bewältigt seien.
Diese erste umfassende Dokumentation zeigt das hohe Ausmaß landesweit begangener Schändungen jüdischer Friedhöfe. Und sie belegt das Engagement der kleinen, nach 1945 wiedergegründeten jüdischen Gemeinden sowie einzelner Bürger. Ihnen ist es zu verdanken, dass Begräbnisstätten erhalten und gepflegt und Übergriffe registriert und angezeigt wurden. Bis heute sind antisemitische Übergriffe nicht im öffentlichen Bewusstsein über die DDR-Geschichte präsent.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2016 ISBN:
978-3-86331-153-7
344 Seiten

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Kilian Bartikowski

Der italienische Antisemitismus im Urteil des Nationalsozialismus 1933–1943

22.00 

Dokumente – Texte – Matrialien Bd. 77

 

Als Benito Mussolini 1938 in Italien antisemitische Gesetze erließ, sahen Zeitgenossen in ihnen entweder eine Kopie der „Nürnberger Gesetze“ oder interpretierten sie als Ergebnis außenpolitischen Zwangs. Diese Lesart war in der Nachkriegszeit noch lange präsent.
Das Urteil des NS-Regimes über den Umgang des italienischen Bündnispartners mit Juden schwankte zwischen angemessen und zu milde. In den 1920er-Jahren war der Antisemitismus im faschistischen Italien noch latent. Dies änderte sich ab Mitte der 1930er-Jahre mit dem Erlass antisemitischer Gesetze und der Zunahme antisemitischer Ressentiments. In Berlin wurde diese Entwicklung begrüßt. Infolge der Radikalisierung der nationalsozialistischen Judenpolitik und der im Zweiten Weltkrieg entstandenen Spannungen im Verhältnis zum italienischen Verbündeten werteten die Nationalsozialisten dessen Antisemitismus erneut als zu zurückhaltend. Der Nachkriegsmythos vom „guten Italiener“ lässt sich damit hingegen nicht belegen.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2013 ISBN:
978-3-86331-027-1
208 Seiten

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Phillip Wegehaupt

„Wir grüßen den Haß!“

Die ideologische Schulung und Ausrichtung der NSDAP-Funktionäre im Dritten Reich
19.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 82

Mit dem Begriff „weltanschauliche Schulungen“ bezeichneten die Nationalsozialisten parteiinterne Instruktions- und Indoktrinationsmaßnahmen. Tausende NSDAP-Funktionäre durchliefen zwischen 1933 und 1945 Lehrgänge, deren Ziel die Schaffung einer fanatischen, von der NS-Ideologie vollkommen überzeugten Führungselite war. Mithilfe dieser auf den Nationalsozialismus eingeschworenen „Garanten der Bewegung“ sollte dessen Herrschaft verteidigt und ausgebaut werden.
Phillip Wegehaupt widmet sich einem bisher kaum erforschten Gebiet der Geschichte des Dritten Reichs. Er beschreibt Aufbau und Funktionsweise des NSDAP-Schulungsapparats, analysiert Lehrpläne und Schulungsmaterial und geht der Frage nach, welche Funktion den Parteischulungen bei der ideologischen Vorbereitung des Holocaust zukam.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2012 ISBN:
978-3-86331-021-9
184 Seiten

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León E. Bieber

Jüdisches Leben in Bolivien

Die Einwanderungswelle 1938–1940
24.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 84

Zwischen 1850 und 1930 ließen sich nur wenige Ausländer in Bolivien nieder, vermutlich zwischen vier- und fünftausend Menschen insgesamt. Ende der 1930er-Jahre setzte dann eine Einwanderungswelle ein, die innerhalb weniger Jahre sieben- bis achttausend vom nationalsozialistischen Regime Verfolgte nach Bolivien verschlug. Die meisten von ihnen waren Juden. Die Emigranten bildeten bald die größte ausländische Kolonie in dem Andenstaat.
León E. Bieber schildert die Umstände ihrer Ankunft, Schwierigkeiten und Erfolge ihrer ökonomischen und soziokulturellen Integration sowie Reaktionen der Aufnahmegesellschaft. Er würdigt den Beitrag, den die Immigranten zur Entwicklung Boliviens leisteten, und geht der Frage nach, warum viele der Exilierten das Land bald wieder verließen.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2012 ISBN:
978-3-86331-023-3
304 Seiten

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Ralf Schäfer

Militarismus, Nationalismus, Antisemitismus: Carl Diem und die Politisierung des bürgerlichen Sports im Kaiserreich

29.90 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 74

Carl Diem (1882–1962), der Organisator der Olympischen Spiele von 1936, gilt in der Traditionspflege der Sportverbände bis heute als „Vater des deutschen Sports“. Zuletzt aber wurde aus Diem, dessen Karriere vom Kaiserreich bis in die Bundesrepublik reichte und der stets an der Schnittstelle zwischen Sport und Politik tätig war, die Cause célèbre des deutschen Sports: Der Sportpädagoge und Olympiafunktionär war noch im März 1945 als Durchhalteredner vor der HJ hervorgetreten, galt nach dem Krieg aber wieder als moralische Autorität.
Diese biografische Studie, die mit Diem zugleich das Milieu des organisierten Sports in den Blick nimmt, geht der Frage nach, welche Konzepte Diem bei seiner Politik mit dem Sport verfolgte. Im Fokus stehen Diems kaum erforschte Initiativen im wilhelminischen Reich, in denen Diem die Einstellungen entwickelte, die ihm die Mitarbeit im NS-Regime gestatteten.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2011 ISBN:
978-3-940938-67-1
512 Seiten

Rentrop_Umschlag
Petra Rentrop

Tatorte der „Endlösung“

Das Ghetto Minsk und die Vernichtungsstätte von Maly Trostinez
22.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 80

Minsk war zur Zeit der deutschen Besetzung (1941–1944) ein zentraler Schauplatz des Holocaust. Den Verbrechen im örtlichen Ghetto und in der Vernichtungsstätte bei Maly Trostinez vor den Toren der Stadt fielen Zehntausende zum Opfer, darunter über 20 000 österreichische, tschechische und deutsche Juden. Sie starben an den extremen Existenzbedingungen im Ghetto, wurden erschossen oder in Gaswagen erstickt. Petra Rentrop stellt die Ereignisse dar und untersucht ihre Bedeutung im Gesamtprozess der nationalsozialistischen „Endlösung der Judenfrage“. Zugleich schildert sie das Schicksal der Opfer und liefert eine dichte Beschreibung des Lebens im Ghetto und im Arbeitslager von Maly Trostinez.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2011 ISBN:
978-3-86331-038-7
256 Seiten

Weigelt_Umschlag
Andreas Weigelt

Judenmord im Reichsgebiet

Lieberose: Außenlager des KZ Sachsenhausen
24.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 76

Berichte und Zeugenaussagen von Opfern, Tätern und Zuschauern bilden die Grundlage dieser Studie über eines der größten jüdischen Häftlingslager in Deutschland. In dem ostbrandenburgischen Dorf Jamlitz gründete die Waffen-SS 1943 unter dem Namen der Nachbarstadt Lieberose ein Außenlager des KZ Sachsenhausen. Zur Errichtung des Truppenübungsplatzes „Kurmark“ waren neben politischen Häftlingen mehrere Tausend Juden aus ganz Europa, vor allem aus Polen und Ungarn, eingesetzt. Nur wenige Hundert von ihnen erlebten die Befreiung. Die Geschichte des Lagers Lieberose als Ort des Judenmordes wird in diesem Band erstmals umfassend dokumentiert.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2011 ISBN:
978-3-940938-69-5
414 Seiten

Pekar_Umschlag
Thomas Pekar (Hrsg.)

Flucht und Rettung

Exil im japanischen Herrschaftsbereich (1933–1945)
24.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 81

Der Band versammelt Beiträge von Forscherinnen und Forschern aus China, Japan, Österreich und Deutschland, die aus historischer, interkultureller und kulturwissenschaftlicher Perspektive das jüdische und politische Exil während des Zweiten Weltkrieges in Japan und den zeitweilig von Japan kontrollierten Gebieten Ostasiens untersuchen. Neben den Besonderheiten des Exils im japanischen Herrschaftsbereich stehen die Schicksale einzelner Emigranten im Mittelpunkt, darunter Philosophen und Schriftsteller wie Karl Löwith, Kurt Bauchwitz, Kurt Singer, Architekten wie Bruno Taut und Musiker wie Klaus Pringsheim und Eta Harich-Schneider.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2011 ISBN:
978-3-86331-044-8
284 Seiten

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Katrin Reichelt

Lettland unter deutscher Besatzung 1941–1944

Der lettische Anteil am Holocaust
24.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 78

Die Reaktion der Bevölkerung des Baltikums auf die nationalsozialistische Besetzung (1941–1944) war stark von der vorangegangenen traumatischen Erfahrung der sowjetischen Okkupation geprägt. Bei der Verfolgung, Ausbeutung und Ermordung der Juden Lettlands arbeiteten Besatzer und Einheimische oft Hand in Hand. Zwang und Abhängigkeit ebenso wie Antisemitismus und das Streben nach persönlicher Bereicherung machten Letten zu Mittätern. Die Studie zeichnet Täterstrukturen und -profile nach, diskutiert Ursachen und Motive der Kollaboration angesichts der Gewalt der deutschen Okkupationspolitik und bietet Deutungsmuster an.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2011 ISBN:
978-3-940938-84-8
428 Seiten

Enzenbach_Klischees.Umschlag
Isabel Enzenbach

Klischees im frühen historischen Lernen

Jüdische Geschichte und Gegenwart, Nationalsozialismus und Judenfeindschaft im Grundschulunterricht
24.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 79

Die nationalsozialistische Judenverfolgung ist ein Kernthema des historischen Lernens in der Grundschule und in Klasse 5 und 6, auch wenn dies nicht den curricularen Vorgaben entspricht. Die Alltagspräsenz des Themas, Fragen der Schüler und die Bedeutung, die Lehrende dem Holocaust für die historische Sinnbildung beimessen, führen zu vielfältiger Unterrichtspraxis. Die pädagogische Intervention kreist dabei um den Völkermord an den europäischen Juden und wirft beständig die Frage der altersgemäßen Vermittlung und der Vermeidung einer stereotypen Darstellung von Juden auf.
Isabel Enzenbach untersucht Unterrichtskonzeptionen und -praxis zu diesem und den angrenzenden Themen jüdische Geschichte, Zweiter Weltkrieg, Nationalsozialismus und Antisemitismus. Die Studie liefert am Berliner Beispiel empirische Befunde, die die Bedeutung des zeitgeschichtlichen Lernens für die Grundschule und die geschichtsdidaktischen Herausforderungen in der Migrationsgesellschaft belegen.

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2011 ISBN:
978-3-940938-89-3
294 Seiten

Benz_Der Ewige Jude.Umschlag
Wolfgang Benz

„Der ewige Jude“

Metaphern und Methoden nationalsozialistischer Propaganda
19.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 75

Die nationalsozialistische Propaganda benutzte die literarische Figur des ewigen Juden als Metapher des Hasses und instrumentalisierte sie für verschiedene mediale Darbietungen. In München wurde ab November 1937 die Ausstellung „Der ewige Jude“ gezeigt. Die Inszenierung, deren Zweck es war, Abscheu vor Juden zu erregen, wanderte nach Wien, Berlin und in andere Städte. Die Ausstellung bildete die Grundlage für den gleichnamigen Propagandafilm, der im November 1940 Premiere hatte. Der Film bediente sich derselben Methoden wie die Ausstellung: Diskriminierung, Denunziation, Stigmatisierung. Er wurde im ganzen deutschen Herrschaftsgebiet gezeigt mit dem Ziel, Antisemitismus zu stimulieren und die Bevölkerung auf den Judenmord vorzubereiten.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2010 ISBN:
978-3-940938-68-8
176 Seiten

Benz_Mihok_Holocaust
Wolfgang Benz, Brigitte Mihok (Hrsg.)

Holocaust an der Peripherie

Judenpolitik und Judenmord in Rumänien und Transnistrien 1940–1944
19.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 73

Die rumänische Geschichtsschreibung hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg lange Zeit mehrheitlich darauf berufen, dass das Land quasi von den Deutschen besetzt gewesen sei. Damit gingen die Gräueltaten auf das Konto der Nationalsozialisten. Die volle historische Wahrheit ist freilich komplizierter: Das mit NS-Deutschland verbündete Land ließ die Juden rumänischer Nationalität im Kerngebiet Rumäniens unbehelligt, vertrieb und mordete aber die Juden in den neu gewonnenen Landesteilen Bukowina und Bessarabien erbarmungslos.
Die Beiträge des Sammelbandes über den Holocaust in Rumänien basieren auf einer internationalen Konferenz des Zentrums für Antisemitismusforschung im Jahr 2008. Die Autoren sind renommierte Holocaustforscher aus Rumänien, Großbritannien, den USA und Deutschland, die verschiedene Aspekte der Verfolgung in Transnistrien behandeln und Einblick in die aktuelle Diskussion zur rumänischen und deutschen Verantwortung geben.

Der Titel ist leider vergriffen, aber als E-Book lieferbar

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2009 ISBN:
978-3-940938-34-3
263 Seiten

Brügmann_Flucht in Zivilprozess
Cord Brügmann

Flucht in den Zivilprozess

Antisemitischer Wirtschaftsboykott vor den Zivilgerichten der Weimarer Republik
19.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 72

War die Justiz der Weimarer Republik auf dem rechten Auge blind? Für die Strafjustiz liegen zahlreiche Arbeiten vor, die diese These bestätigen. Die vorliegende Studie geht der Frage nach, wie Zivilgerichte in der Weimarer Republik reagierten, wenn sie mit Fällen antisemitischen Wirtschaftsboykotts konfrontiert wurden. Kern der Arbeit ist eine Nachzeichnung der Rechtsprechungsentwicklung vom ersten überlieferten Zivilurteil zum Boykott aus dem Jahr 1925 bis zu den von der nationalsozialistischen Machtübernahme im Januar 1933 vereitelten Versuchen, einen Boykottfall zur grundsätzlichen Entscheidung vor das Reichsgericht zu bringen. Dabei werden vor allem Akten des Archivs des Berliner Hauptbüros des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (CV) ausgewertet.
Die untersuchten Entscheidungen zeigen, dass das Zivilrecht nicht resistenter gegen undemokratische und antisemitische Einstellungen war als das Strafrecht. Ein ernüchterndes Ergebnis der Untersuchung ist, dass deutsche Juden dort, wo sie nicht Akteure im Diskurs um den Antisemitismus waren, keinen hinreichenden Schutz vor antisemitischem Boykott erlangen konnten.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2009 ISBN:
978-3-940938-22-0
173 Seiten

Döscher_Gustav Stille
Hans-Jürgen Döscher

„Kampf gegen das Judenthum“: Gustav Stille (1845–1920)

19.00 

Texte – Dokumente – Materialien, Band 71

Gustav Stille (1845–1920), Mediziner und -Schriftsteller, war einer der frühen Propheten und intellektuellen Vorkämpfer des Antisemitismus. Rasse und Lebensraum, Volkskraft und Weltpolitik bildeten die Axiome seines innen- und außenpolitischen Programms, mit dem er zentrale Ideologeme des Nationalsozialismus antizipierte. In seinem Buch „Der Kampf gegen das Judenthum“, das zwischen 1891 und 1912 acht Auflagen erzielte, forderte Stille nicht nur die Entfernung der Juden aus dem kulturellen und wirtschaftlichen Leben Deutschlands, sondern auch deren existenzielle Vernichtung. Mit seiner Schrift „Volkskraft und Weltpolitik“ (1897) propagierte er die Abkehr von der Kolonialpolitik, stattdessen die Lebensraumerweiterung im Osten, letztlich dessen Germani-sierung. Biografie, Zielsetzungen und Rezeption Stilles werfen ein neues Licht auf die Entstehung und Reichweite des Rassenantisemitismus in Deutschland.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2008 ISBN:
978-3-938690-90-1
173 Seiten

Kaneko_Judenpolitik
Martin Kaneko

Die Judenpolitik der japanischen Kriegsregierung

19.00 

Die Studie geht der Frage nach, ob es in Japan unter der Kriegsregierung eine offizielle Politik der „Judenfreundlichkeit“ gegeben hat. Die Verfechter dieser These beziehen sich vor allem auf drei Argumente: die von Sugihara Chiune in Kaunas/Litauen an jüdische Flüchtlinge erteilten Visa (Juli/August 1940), den „projüdischen“ Beschluss der Fünf-Minister-Konferenz (1938) und die Aufnahme von angeblich 20 bis 30 000 deutsch-jüdischen Flüchtlingen in der Mandschurei (März 1938). Martin Kaneko unterzieht diese Behauptungen einer quellenkritischen Analyse. Er kommt zu einem anderen Ergebnis. Nicht nur die Medien und Teile der Öffentlichkeit, sondern auch Regierungsvertreter waren antisemitisch eingestellt, obwohl nur etwa 1000 Juden in Japan lebten.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2008 ISBN:
978-3-938690-91-8
236 Seiten

Steinitz, Der Kampf der Anwälte
Inbal Steinitz

Der Kampf jüdischer Anwälte gegen den Antisemitismus

Die strafrechtliche Rechtsschutzarbeit des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (1893–1933)
24.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 68

War der Kampf jüdischer Anwälte gegen den Antisemitismus im Kaiserreich und in der Weimarer Republik trotz vieler verlorener Prozesse erfolgreich? Im Gegensatz zur bisherigen Forschung bejaht die Autorin diese Frage. Sie zeigt, dass das Ziel der Anwälte des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (CV) gerade nicht das Gewinnen möglichst vieler Prozesse gegen Antisemiten war. Vielmehr strebten die CV-Anwälte danach, durch gezielte Prozesse, Aktionen und Kampagnen ihrem Kampf gegen den Antisemitismus Öffentlichkeit zu verschaffen. Damit gelang dem CV etwas, das vor ihm keiner jüdischen Organisation gelungen war: Selbstverteidigung im Lichte der Öffentlichkeit.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2008 ISBN:
978-3-938690-66-6
215 Seiten

Friedenberger_Ausplünderung
Martin Friedenberger

Fiskalische Ausplünderung

Die Berliner Steuer- und Finanzverwaltung und die jüdische Bevölkerung 1933–1945
24.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 69

Die Reichsfinanzverwaltung war seit 1933 eine der wichtigsten Stützen der Verfolgungsmaßnahmen des NS-Regimes. Während sie in den Anfangsjahren des Dritten Reiches die Enteignung der Emigranten vollzog, wirkte sie im Zuge der eskalierenden antisemitischen Politik durch Sondersteuern und Vollstreckungsmaßnahmen wesentlich an der wirtschaftlichen Existenzvernichtung der jüdischen Bevölkerung mit. Das Oberfinanzpräsidium Berlin-Brandenburg und die Berliner Finanzämter spielten bei der staatlichen Ausplünderung eine besondere Rolle: Sie nahmen zentrale Aufgaben für das gesamte Reichsgebiet wahr und kooperierten besonders eng mit der Gestapo. Auf der Grundlage bisher weitgehend unbekannten Quellenmaterials schildert die Studie ein unheilvolles Kapitel deutscher Verwaltungsgeschichte.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2008 ISBN:
978-3-938690-86-4
432 Seiten

Koutsoukou
Fedra Koutsoukou

Die deutsche Kulturpolitik in Griechenland in der Zeit des Nationalsozialismus (1933–1944)

19.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 66

Die Studie beleuchtet Entwicklungen, Prioritäten und Besonderheiten des nationalsozialistischen „Kulturexports“ nach Griechenland. Ziel des NS-Regimes war es, seine politische und ökonomische Machtstellung durch kulturpolitische Initiativen zu festigen und auszubauen. Dazu gehörten die Aktivitäten der Deutschen Akademie – Vorläuferin des Goethe Instituts –, des Deutschen Wissenschaftlichen Instituts, des Deutschen Archäologischen Instituts, Deutscher Schulen wie auch griechisch-deutscher Gesellschaften in Athen und in der Provinz.
Während die wissenschaftlich-kulturellen Beziehungen der Vorkriegszeit von Zeitgenossen beider Länder als nahezu harmonisch angesehen wurden, zeigte die Gewalt in der Besatzungszeit erst das ganze Bild der nationalsozialistischen Politik in Griechenland.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2008 ISBN:
978-3-938690-57-4
294 Seiten

Klein, Flüchtlingspolitik
Anne Klein

Flüchtlingspolitik und Flüchtlingshilfe 1940–1942

Varian Fry und die Komitees zur Rettung politisch Verfolgter in New York und Marseille
24.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 61

Varian Fry und die von ihm geleiteten Hilfskomitees konnten in den Jahren 1940 bis 1942 unter erheblichen persönlichen Risiken und trotz politischer Hindernisse einer großen Anzahl verfolgter Emigranten die Flucht in die Vereinigten Staaten ermöglichen. Mit dem Kriegseintritt der USA im Dezember 1941 waren die letzten offiziellen Emigrationswege unterbrochen. Die in Südfrankreich tätigen Hilfsorganisationen mussten daher kluge und weitsichtige Entscheidungen treffen, wenn sie ihren Auftrag der Hilfe für Verfolgte erfüllen wollten. Aus akteurszentrierter Sicht und unter Berücksichtigung lokaler und transnationaler Zusammenhänge schildert die Studie die Geschichte des Varian Fry-Komitees im Spannungsfeld von Flüchtlingspolitik und Flüchtlingshilfe mitten in den Wirren des Zweiten Weltkriegs.

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2007 ISBN:
978-3-938690-17-8
542 Seiten

Leichsenring 2007
Jana Leichsenring

Die Katholische Kirche und „ihre Juden“

Das „Hilfswerk beim Bischöflichen Ordinariat Berlin“ 1938–1945
22.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 67

Die Studie behandelt die Frage, wie die Katholische Kirche mit jenem Teil ihrer Gläubigen verfuhr, die die Nationalsozialisten zu „Juden“ erklärten und aus „rassischen“ Gründen verfolgten. Im Zentrum steht das „Hilfswerk beim Bischöflichen Ordinariat Berlin“, das sich um diesen Personenkreis kümmern sollte. Jana Leichsenring kommt zu dem Ergebnis, dass die Hilfe in der Seelsorge stecken blieb und mehr auf das Jenseits als auf das Diesseits zielte. Leben zu retten betrachtete das Hilfswerk hingegen nicht als seine Aufgabe, obgleich die deutschen Bischöfe genaue Informationen über die Judenverfol-gungen und die Deportationen besaßen.

Download cover Inhaltsverzeichnis August 2007 ISBN:
978-3-938690-58-1
349 Seiten

Opfermann_Zigeuner_2007
Ulrich Friedrich Opfermann

„Seye kein Ziegeuner, sondern kayserlicher Cornet“

Sinti im 17. und 18. Jahrhundert. Eine Untersuchung anhand archivalischer Quellen
24.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 65

Anton La Grave galt in Hessen-Kassel als „Räuber-hauptmann“. Er wurde gesucht, während er zugleich im benachbarten Kurmainz die höchste Polizeifunktion innehatte und beauftragt war, das Land von „Zigeunern“ zu säubern. In Hessen-Kassel galt er selbst als „Ziegeuner“, ein Etikett, das die Kurmainzer Behörden vermieden.
Der kurmainzische Landleutnant ist nur ein Beispiel unter anderen. Die vorliegende Arbeit beschreibt die widerspruchsvolle Geschichte und Lebenswirklichkeit der im Westen Deutschlands lebenden Sinti im 17. und 18. Jahrhundert: zwischen Vertreibung und Duldung, zwischen Repression und energischer Selbstbehauptung, denunziert und gejagt von den Eingesessenen und von ihnen beherbergt. Die Studie stützt sich in einem bislang nicht erreichten Umfang auf zeitgenössische Quellen zahlreicher Archive.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2007 ISBN:
978-3-938690-41-3
454 Seiten

Bruder_Ukrainischen Staat_2007
Franziska Bruder

„Den ukrainischen Staat erkämpfen oder sterben!“

Die Organisation ukrainischer Nationalisten (OUN) 1929–1948
19.00 

Als der ukrainische Präsident Viktor Juscenko vor wenigen Jahren dazu aufrief, die Gräben der Vergangenheit zuzuschütten und die ehemaligen Soldaten der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA) den Veteranen der Roten Armee gleichzustellen, löste er damit heftige Kontroversen aus. Die historische Bewertung der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) und ihres militärischen Arms, der UPA, ist bis heute heftig umstritten. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der OUN unter Stepan Bandera und der UPA für das Gebiet der Westukraine. Kontinuitäten wie Brüche in Bezug auf Ziele, Mobilisierungsstrukturen und Aktionsstrategien der Organisation werden herausgearbeitet und damit die Grundlagen einer differenzierten Beurteilung geschaffen.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis April 2007 ISBN:
978-3-938690-33-8
304 Seiten

Riffel_2007
Dennis Riffel

Unbesungene Helden

Die Ehrungsinitiative des Berliner Senats 1958 bis 1966
19.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 63

Im Jahr 1958 rief der damalige Westberliner Innensenator Joachim Lipschitz eine Initiative ins Leben, in deren Verlauf bis 1966 insgesamt 760 Menschen vom Berliner Senat geehrt und bei Bedürftigkeit finanziell unterstützt wurden, weil sie während der NS-Zeit Verfolgte, in den meisten Fällen Jüdinnen und Juden, unterstützt, versteckt und verpflegt hatten. Die Ehrungen waren die erste öffentliche Würdigung für diesen Personenkreis, der sonst in der Erinnerungskultur der Nachkriegszeit nicht vorkam.
Dennis Riffel untersucht das Zustandekommen, die administrative Umsetzung und die öffentliche Darstellung der Ehrungsinitiative „Unbesungene Helden“. Er zeigt, welche politischen Ziele mit dieser Initiative verbunden waren, nach welchen Kriterien über die Ehrungswürdigkeit entschieden wurde, welche Probleme sich dabei ergaben und wie die Initiative aus Sicht der Geehrten und Nichtgeehrten betrachtet wurde.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2007 ISBN:
978-3-938690-22-2
200 Seiten

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Doris Tausendfreund

Erzwungener Verrat

Jüdische „Greifer“ im Dienst der Gestapo 1943–1945
21.00 

Dokumente – Texte – Materialien, Band 62

Im März 1943 gab es in Berlin etwa 5000 Juden, die sich der Deportation entzogen hatten und versteckt in der Stadt lebten. Die Geheime Staatspolizei beauftragte eine Anzahl von jüdischen Fahndern damit, diese „Illegalen” aufzuspüren und zu verhaften. Die Festgenommenen wurden in ein Sammellager gebracht und von dort aus nach Auschwitz deportiert.
Von den jüdischen Verfolgten wurden die von der Gestapo rekrutierten Mitarbeiter des „jüdischen Fahndungsdiensts” als „Greifer” bezeichnet. Auf der Basis langjähriger Forschungen beleuchtet Doris Tausendfreund diese Personengruppe und ihre Tätigkeit. Wer waren diese Fahnder? Weshalb willigten sie ein, andere Juden zu verraten? Und wie ist es zu erklären, dass sie in einzelnen Fällen Verfolgten halfen und ihnen das Leben retteten? Am Beispiel vieler umfassend recherchierter Biografien bietet die Autorin mögliche Antworten und Erklärungen.

Das Buch ist leider vergriffen und nur noch als E-Book lieferbar.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2006 ISBN:
978-3-938690-27-7
312 Seiten

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