Schneppen‚ Heinz


Schneppen_Umschlag
Heinz Schneppen

Walther Rauff – Organisator der Gaswagenmorde

Eine Biografie
19.00 

ZeitgeschichteN, Band 7

Als Gruppenleiter Technik im Reichssicherheitshauptamt war der SS-Standartenführer Walther Rauff maßgeblich an der Entwicklung der „Gaswagen“ beteiligt, die die Massenerschießungen der Einsatzkommandos ergänzen oder ersetzen sollten. Nach Kriegsende gelang ihm die Flucht. In Syrien und Italien arbeitete er für verschiedene Geheimdienste. 1949 setzte er sich nach Südamerika ab. Das von der Bundesrepublik betriebene Auslieferungsverfahren scheiterte 1963 aus formalen Gründen. Rauff, der 1984 in Santiago starb, wurde wegen seiner NS-Verbrechen nie belangt.

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2011 ISBN:
978-3-86331-024-0
232 Seiten

Schneppen_Ghettokommandant in Riga
Heinz Schneppen

Ghettokommandant in Riga. Eduard Roschmann

Fakten und Fiktionen
24.00 

Frederick Forsyths Bestseller „Die Akte Odessa“ hat Eduard Roschmann, Ghettokommandant in Riga, weltweite Publizität verschafft. Kurz nach dem Krieg verhaftet, gelang dem „Schlächter von Riga“
1948 die Flucht über Rom nach Buenos Aires, wo er fast drei Jahrzehnte ein unauffälliges Leben führte. Von der Auslieferung bedroht, setzte er sich 1977 von Argentinien nach Paraguay ab, wo er bald darauf verstarb.
Das Leben des subalternen SS-Mannes Eduard Roschmann, eines Bürokraten und Opportunisten, eines Mannes ohne besondere Eigenschaften, ist nur von begrenztem Interesse. Dass er zum Mordpersonal von Riga gehörte, steht außer Frage. Wie seine Person zum Objekt von Spekulationen und Fiktionen werden konnte, inwieweit Zeugnisse und Zeugen, Berichte und Literatur mit der historischen Forschung in Konflikt geraten, ist Thema dieser Studie.

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2009 ISBN:
978-3-938690-93-2
343 Seiten

Schneppen_Odessa 2007
Heinz Schneppen

Odessa und das Vierte Reich

Mythen der Zeitgeschichte
19.00 

ZeitgeschichteN, Band 3

Gab es eine Geheimorganisation namens Odessa, die seit 1945 Nazigrößen nach Südamerika geschleust hat? Was sagen die Quellen über die Straßburger Konferenz hoher Partei- und Wirtschaftsführer vom August 1944, auf der Pläne über die Zukunft und eine „Wiedergeburt des Reiches“ geschmiedet worden sein sollen? Tatsächlich war Argentinien Zielland vieler gerichtlich gesuchter Nazis. Die katholische Kirche und der Vatikan ebneten einigen Flüchtigen den Weg nach Südamerika. Reichte der Arm von Odessa bis in den Vatikan?
Mit Simon Wiesenthal hat der Prozess der Mythenbildung über Odessa zwar nicht begonnen, aber er hat ihn erheblich gestaltet. Die Stasi hat sich seiner als Quelle bedient. Wissenschaftler und Publizisten im In- und Ausland sind diesen Spuren gefolgt. Am Ende blieb viel Verschwörung und wenig Substanz.
Heinz Schneppen zerstört die Mythen, indem er zeigt, wie es zur Mythenbildung kam. Das Buch ist ein Lehrstück für einen kritischen Umgang mit den Quellen. Es ist spannend im Inhalt, flüssig im Stil, umfassend in der Recherche, überraschend im Ergebnis.

Download cover Inhaltsverzeichnis März 2007 ISBN:
978-3-938690-52-9
280 Seiten