Nerdinger‚ Winfried


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Winfried Nerdinger, Christoph Wilker (Hrsg.)

Die Verfolgung der Zeugen Jehovas in München 1933–1945

Publikation zur Ausstellung
36.00 

Die Zeugen Jehovas wurden als erste Glaubensgemeinschaft von den Nationalsozialisten verboten und während der gesamten NS-Zeit rücksichtslos verfolgt. In den Konzentrationslagern erhielten sie mit einem lila Winkel eine eigene Kennzeichnung als »Bibelforscher«. Da sie aus Glaubensgründen den Kriegsdienst verweigerten, wurden viele von ihnen hingerichtet. Artikel 4 Absatz 3 im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland – »Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden« – ist eine direkte Antwort auf die Verbrechen des NS-Regimes an den Zeugen Jehovas. Obwohl deren Glaubensfestigkeit somit einen Widerhall im Grundgesetz fand, wird ihr Schicksal in der NS-Zeit nur peripher beachtet. In der DDR wurden die Zeugen Jehovas sogar schon 1950 wieder verboten und eingesperrt. Eine ausdrückliche Rehabilitierung fehlt bis heute. Mit der Ausstellung und Publikation über die Verfolgung der Münchner Zeugen Jehovas setzt das NS-Dokumentationszentrum seine Aufklärungsarbeit über Verfolgtengruppen fort und möchte den »vergessenen Opfern« wieder ein Gesicht, eine Biografie und einen Platz in der Stadtgeschichte geben.

Rezension von Joachim Goetz in der Abendzeitung vom 28. September 2018

Beitrag von Antje Dechert auf BR 24 vom 29. September 2018 

Rezension von Frank-Rutger Hausmann, in: Informationsmittel (IFB): digitales Rezensionsorgan für Bibliothek und Wissenschaft

Download cover Inhaltsverzeichnis September 2018 ISBN:
978-3-86331-401-9
280 Seiten

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Winfried Nerdinger

Erinnerung gegründet auf Wissen/Remembrance Based on Knowledge

Das NS-Dokumentationszentrums München/The Munich Documentation Centre for the History of National Socialism
24.00 

Mit dem NS-Dokumentationszentrum München wurde 70 Jahre nach der Besetzung Münchens und der Befreiung vom Nationalsozialismus ein Ort der Aufklärung und des „hellen Bewusstseins“ (Adorno) für Geschichte geschaffen. Dort, wo einst das „Braune Haus“, die Parteizentrale der NSDAP, stand, geht es heute um die rationale Auseinandersetzung mit den Tätern. Wissen soll so vermittelt werden, dass historische Zusammenhänge verstanden, kritisch reflektiert und dauerhaft erinnert werden können. Mit dieser Publikation des Gründungsdirektors Prof. Dr. Winfried Nerdinger wird die Konzeption der Ausstellung des Dokumentationszentrums in einem exemplarischen Rundgang erläutert und sichtbar gemacht.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2018 ISBN:
978-3-86331-402-6
269 Seiten