Nerdinger (Hrsg.)‚ Winfried


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Winfried Nerdinger (Hrsg.)

Zwangsarbeit in München

Das Lager der Reichsbahn in Neuaubing
28.00 

Mitarbeit Angela Hermann, Paul-Moritz Rabe und Sibylle von Tiedemann

Die Verschleppung von Millionen Menschen aus ganz Europa und deren rücksichtslose Ausbeutung waren eines der großen Verbrechen des NS-Staats. Davon profitierten nicht nur die deutsche Kriegswirtschaft, sondern auch die öffentliche Verwaltung und nahezu alle Teile der deutschen Bevölkerung. Allein in München waren während des Zweiten Weltkriegs zwischen
150 000 und 200 000 zivile Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene beschäftigt, darunter auch viele Kinder und Jugendliche. Im Münchner Stadtteil Neuaubing existieren noch acht Baracken eines ehemaligen Zwangsarbeiterlagers, das in der NS-Zeit vom nahe gelegenen Reichsbahn-Ausbesserungswerk betrieben wurde. Als einziges erhaltenes Lager-Ensemble dieser Art in Süddeutschland ist es ein Dokument von größter historischer Bedeutung. In den nächsten Jahren wird dort eine Dependance des NS-Dokumentationszentrums München zur Aufklärung über die Zwangsarbeit an diesem Ort sowie im gesamten Stadtgebiet entstehen.

Die Publikation dokumentiert den aktuellen Forschungsstand zur Zwangsarbeit und zum Lager in Neuaubing. Zahlreiche Lebensgeschichten, die in den letzten Jahren recherchiert werden konnten, vermitteln ein eindringliches Bild vom Arbeiten, Leben und Leiden der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter.

Download cover Inhaltsverzeichnis Juni 2018 ISBN:
978-3-86331-404-0
354 Seiten

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Winfried Nerdinger (Hrsg.)

Nie wieder. Schon wieder. Immer noch.

Rechtsextremismus in Deutschland seit 1945
34.00 

Katalog zur Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum München
29. November 2017 bis 2. April 2018

Die Morde der rechtsextremistischen Terrorzelle »Nationalsozialistischer Untergrund« und die Anschläge auf Asylunterkünfte und Geflüchtete haben das Thema Rechtsextremismus und rechtsextreme Gewalt verstärkt ins öffentliche Bewusstsein gebracht. Rechtspopulistische Parteien schüren Europaskepsis und Fremdenfeindlichkeit, vermeintliche deutsche »Patrioten« treten zur »Rettung des Abendlandes« an und tragen zur Verrohung von Sprache und Denken bei.
Das NS-Dokumentationszentrum München setzt sich mit der Ausstellung »Nie wieder. Schon wieder. Immer noch. Rechtsextremismus in Deutschland seit 1945« mit rechtsextremistischem Denken und Handeln auseinander. Die Begleitpublikation zeigt mit wissenschaftlichen Beiträgen, Erfahrungsberichten und einer Chronologie der wichtigsten Ereignisse exemplarisch die Entwicklung des Rechtsextremismus in der Bundesrepublik in den letzten sieben Jahrzehnten auf. Die wichtigsten Bestandteile rechtsextremistischer Ideologie und deren propagandistische Verbreitung werden erläutert und kritisch analysiert. Entsprechend seinem Informations- und Bildungsauftrag klärt das NS-Dokumentationszentrum München damit über Denkweisen und Aktivitäten, die unsere freiheitlich-demokratische Gesellschaft bedrohen, auf.

Rezensionen zur Ausstellung

https://www.jungewelt.de

http://www.sueddeutsche.de

https://www.welt.de

Bayerischer Rundfunk

Download cover Inhaltsverzeichnis November 2017 ISBN:
978-3-86331-369-2
280 Seiten

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Winfried Nerdinger (Hrsg.)

Die Verfolgung der Sinti und Roma in München und Bayern 1933–1945

34.00 

Publikation zur Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum München
27. Oktober 2016 bis 29. Januar 2017

Seit Jahrhunderten bestimmen Stereotype und Ressentiments den Blick der Mehrheitsgesellschaft auf die Volksgruppe der Sinti und Roma. Mit Gründung des Deutschen Kaiserreichs 1871 verstärkten sich Ausgrenzung und Repressionen. Im Nationalsozialismus setzte eine staatlich organisierte Verfolgung ein, die in den rassenideologisch motivierten Völkermord an den Sinti und Roma mündete. Nach 1945 mussten die wenigen Überlebenden oft jahrzehntelang um Anerkennung als rassistisch Verfolgte und um Entschädigung für das erlittene Unrecht kämpfen. Noch heute ist die Minderheit mit Vorurteilen konfrontiert.
Der Katalog enthält Fachaufsätze sowie die Texte und Bilder der Ausstellung des NS-Dokumentationszentrums München und verweist erstmals umfassend auf die Münchner Opfer. Dabei werden den Bilddokumenten der Ausgrenzung und Verfolgung private Zeugnisse und die Selbstsicht der Sinti und Roma gegenübergestellt.

Download cover Inhaltsverzeichnis Oktober 2016 ISBN:
978-3-86331-307-4
318 Seiten