Garbe‚ Detlef


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Detlef Garbe, Günter Morsch (Hrsg.)

Kriegsendverbrechen zwischen Untergangschaos und Vernichtungsprogramm

16.00 

Konzentrationslager. Studien zur Geschichte des NS-Terrors, Heft 1

Die Zeitschrift versteht sich als ein Forum zur Erforschung der nationalsozialistischen Zwangslager, das dem gesamten Spektrum der mit dem Lagersystem und seiner Nachgeschichte verbundenen Themen Raum geben und die geschichtswissenschaftliche Debatte über den Nationalsozialismus und die staatliche Massengewalt im 20. Jahrhundert anregen möchte.
Die erste Ausgabe befasst sich mit den Kriegsendverbrechen. Die Endphase des „Dritten Reiches“ ging mit einer kaum noch für möglich gehaltenen Steigerung von Terror und Gewalt einher. Es gab keine Mordtat, vor der die Nationalsozialisten nicht zurückschreckten, keine Grausamkeit, derer sie sich nicht bedienten, keinen „Feind“, der vor ihnen sicher war. Dem „totalen Krieg“ entsprach die „totale Vernichtung“ von Menschen, Ländern, Städten, Dörfern. Der allumfassende Vernichtungswille des NS-Regimes kannte keinerlei systemische oder ökonomische Zweckrationalität mehr.
Die Zeitschrift wird im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft der KZ-Gedenkstätten herausgegeben von Insa Eschebach, Detlef Garbe, Gabriele Hammermann, Volkhard Knigge, Habbo Knoch, Ricola Lüttgenau, Thomas Lutz, Günter Morsch, Thomas Rahe, Jörg Skriebeleit, Jens-Christian Wagner.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2015 ISSN:
978-3-86331-282-4
167 Seiten

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Detlef Garbe

Neuengamme im System der Konzentrationslager

Studien zur Ereignis- und Rezeptionsgeschichte
24.00 

Reihe Neuengammer Kolloquien, Band 5

Das 1938 in den Hamburger Landgebieten errichtete KZ Neuengamme entwickelte sich im Zweiten Weltkrieg mit 86 Außen lagern und mehr als 100 000 Häftlingen zum größten Konzentrationslager in Nordwestdeutschland. Während die Häftlinge bei Kriegsende in die „Auffanglager“ Bergen-Belsen, Sandbostel und Wöbbelin gebracht wurden oder bei der Bombardierung der KZ-Schiffe „Cap Arcona“ und „Thielbek“ in der Lübecker Bucht starben, fanden die britischen Befreier in Neuengamme, das als einziges der KZ-Hauptlager vollständig von Häftlingen geräumt war, einen Ort vor, der die dort verübten Verbrechen weitgehend verbarg. Dies und die 55-jährige Nachnutzung als Gefängnis führten dazu, dass das KZ Neuengamme weitgehend in Vergessenheit geriet. Erst Anfang der 1980er-Jahre hat sich dies geändert. Heute umfasst die Gedenkstätte nahezu das gesamte ehemalige Lagergelände mit 17 erhaltenen KZ-Gebäuden, fünf Dauerausstellungen und einem Studienzentrum.
Die Einzelstudien dieses Bandes behandeln Geschichte und Nachgeschichte des KZ Neuengamme in ihren Zusammenhängen: im Verhältnis zur Stadt Hamburg, im System der Konzentrationslager, im Blickwinkel unterschiedlicher Akteure und im Kontext der bundesdeutschen Erinnerungskultur. Detlef Garbe, der seit 1989 die KZ-Gedenkstätte Neuengamme leitet, blickt zurück auf die Verwandlung eines Unortes zu einem Lernort. Er sieht in der Entwicklung der Gedenkstätten eine Erfolgsgeschichte, die heute allerdings mit neuen Herausforderungen und mit geschichtspolitischem Gegenwind konfrontiert ist.

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2015 ISBN:
978-3-86331-220-6
517 Seiten