Carstens‚ Christiane


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Christiane Carstens

Untergetaucht auf Reiswerder

Spurensuche auf einer Insel im Norden Berlins
12.00 

Am 23. August 1944 erreichten Beamte der Gestapo mit einem Ruderboot das Ufer der Insel Reiswerder im Tegeler See. Dort war eine kleine Gruppe von Jüdinnen und Juden auf der Flucht vor Verfolgung und Deportation untergetaucht. 18 Monate hatten sie auf der Insel versteckt und geschützt gelebt, ohne einander zu kennen. Nun aber hatte ein Spitzel sie denunziert. Die Gestapobeamten
verhafteten an jenem Mittwochnachmittag Gerda Lesser, Erna und Gerhart Fleck, Lotte Basch und Hermann Dietz. Gerda Lesser und das Ehepaar Fleck wurden über Theresienstadt nach Auschwitz deportiert, Lotte Basch kam direkt nach Auschwitz, Hermann Dietz wurde in das KZ Buchenwald
verschleppt. Erna Fleck, Lotte Basch und Hermann Dietz überlebten; Gerhart Fleck jedoch verstarb im November 1944 in einem Außenlager von Auschwitz an Hungertyphus, Gerda Lesser wurde nur wenige Tage nach ihrer Ankunft in Auschwitz am 1. Oktober 1944 ermordet.

Rezension von Ernst Reuß im Tagesspiegel vom 13. Juni 2019

Rezension von Ernst Reuß auf dem Blog »Historisches Sachbuch«, 21. Juni 2019

Christian Schindler, Idylle Reiswerder war ein Rückzugsort für Verfolgte. Am 23. August 1944 schlug die Gestapo zu, in: Berliner Woche, 24. Juli 2019

Download cover Inhaltsverzeichnis Mai 2019 ISBN:
978-3-86331-468-2
96 Seiten