Bremberger‚ Bernhard


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Frieder Boehne, Bernhard Bremberger, Matthias Heisig (Hrsg.)

„Da müsst ihr euch mal drum kümmern“ – Werner Gutsche (1923–2012) und Neukölln

Spuren, Erinnerungen, Anregungen
22.00 

Werner Gutsche (1923–2012) wuchs im Arbeitermilieu am Schlesischen Tor in Kreuzberg auf. Der begeisterte Schwimmer kam bereits früh mit dem Arbeiter sport in Berührung. Im Zweiten Weltkrieg wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Sein Jahrgang gehörte zu denen, die die höchsten Verluste zu beklagen hatten. Die Kriegserfahrung und die anschließende Gefangenschaft prägten sein weiteres Leben: „Nie wieder Krieg“ und „Nie wieder Faschismus“ lauteten seine politischen Maximen. Nach seiner Rückkehr ins zerstörte Berlin wurde Neukölln sein Lebensmittelpunkt. Vor allem dort engagierte er sich bei Aktionen und Protesten für die Friedensbewegung und die damalige SED/SEW. Er wirkte als Kommunikator und Initiator von Forschungen und Ausstellungen über antifaschistischen Widerstand und NS-Verfolgung im Bezirk. Dafür wurde er 2004 mit der Neuköllner Ehren nadel geehrt.
Freunde und Weggefährten haben ihre Erinnerungen an Werner Gutsche festgehalten und sind seiner häufig gehörten Äußerung „Da müsst ihr euch mal drum kümmern“ gefolgt. Die Autorinnen und Autoren zeichnen nicht nur ein Porträt des Menschen Werner Gutsche, sondern sie stellen mit neuen Forschungsergebnissen auch die Breite der Neuköllner Themen vor, die ihm am Herzen lagen.

Download cover Inhaltsverzeichnis Dezember 2016 ISBN:
978-3-86331-322-7
312 Seiten

Pagenstecher_Zwangsarbeit in Berlin
Bernhard Bremberger, Cord Pagenstecher, Gisela Wenzel

Zwangsarbeit in Berlin

Archivrecherchen, Nachweissuche und Entschädigung
22.00 

Zwangsarbeiter, die Ansprüche auf Entschädigung geltend machen wollten, mussten ihren während des Nationalsozialismus geleisteten Arbeitseinsatz nachweisen. Allein in Berlin stellten 20 000 Überlebende meist formlos gehaltene Anträge. Die im Jahr 2001 eingerichtete Koordinierungsstelle Zwangsarbeit an der Berliner Entschädigungsbehörde konnte durch umfangreiche Recherchen mehr als 8000 Überlebenden zu Ausgleichszahlungen verhelfen.
Im Zuge der Nachforschungen wurden neue Quellen auch für künftige Projekte zur NS-Zwangsarbeit erschlossen. Der Band schildert die Arbeit der Koordinierungsstelle, stellt spezielle Archive vor und charakterisiert wichtige Quellengruppen, von den Dokumenten der Standes- und Gesundheitsämter über Firmenakten bis zu persönlichen Unterlagen der Betroffenen.

Der Titel ist vergriffen

Download cover Inhaltsverzeichnis Januar 2008 ISBN:
78-3-938690-74-1
320 Seiten