-
News

 

2015

Vortrag

978-3-86331-217-6

2. Auflage
Dezember 2014

ISBN: 978-3-86331-217-6
348 Seiten · 19,00 Euro

>>> bestellen



Dienstag, 29. September 2015, 19.00 Uhr

Topographie des Terrors
Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
Berlin-Kreuzberg

Slowenien unter deutscher Besatzung (1941–1945)

Vortrag „Nationalsozialistische Besatzungs- und Germanisierungspolitik in Slowenien“:
Dr. Eckart Dietzfelbinger, Autor des Bandes „Entrechtung, Vertreibung, Mord“, von 1994 bis 2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände Nürnberg

Vortrag „Zur Problematik der Entschädigung für slowenische Okkupationsopfer“:
Tone Kristan, Initiator und Ehrenpräsident der Slowenischen Vereinigung der Okkupationsopfer 1941–1945 (ZZO), Kranj (Slowenien), Autor des Bandes „Entrechtung, Vertreibung, Mord“

Moderation:
Andreas Sander, Stiftung Topographie des Terrors, Berlin

Der „Balkanfeldzug“ der deutschen Wehrmacht begann am 6. April 1941 mit dem Angriff auf Griechenland und Jugoslawien, zwei Tage später war das jugoslawische Slowenien besetzt. Die jugoslawische Armee kapitulierte am 17. April 1941. Slowenien wurde zunächst zwischen Deutschland, Italien und Ungarn aufgeteilt. Nach der Kapitulation Italiens im September 1943 fiel das bis dahin von Italien kontrollierte Gebiet ebenfalls an die Deutschen. In seiner Funktion als „Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums“ trieb Heinrich Himmler die „Germanisierung“ Sloweniens – die „völkische Eingliederung“ des Landes in das Deutsche Reich – entschieden voran. Während des Partisanenkriegs eskalierte die Gewalt der deutschen Besatzer. Zehntausende Slowenen wurden infolge der NS-Rassenpolitik vertrieben, deportiert oder umgebracht.
In seinem Vortrag gibt Eckart Dietzfelbinger einen Überblick über die national-sozialistische Besatzungs- und Germanisierungspolitik in Slowenien. Tone Kristan berichtet über die 1997 gegründete Slowenische Vereinigung der Okkupationsopfer 1941–1945 und deren Anliegen, Entschädigungsansprüche geltend zu machen.

Gerhard Jochem · Georg Seiderer (Hrsg.)
Entrechtung, Vertreibung, Mord
NS-Unrecht in Slowenien und seine Spuren in Bayern 1941–1945
ISBN: 978-3-86331-217-6

Buchvorstellungen







September 2015

ISBN: 978-3-86331-254-1
372 Seiten · 24,00 Euro

>>> bestellen



Der Kreml und die deutsche Wiedervereinigung 1990

Der Fall der Berliner Mauer 1989 und die deutsche Wiedervereinigung 1990 haben die Landkarte Zentraleuropas nachhaltig verändert: politisch, wirtschaftlich, militärisch. Die NATO rückte bis an die polnische Grenze. Warum stimmte Gorbatschow einer NATO-Mitgliedschaft des vereinten Deutschland zu? Mit dem Zerfall des Warschauer Paktes entstand an der Peripherie der Sowjetunion ein militärisches Machtvakuum. Wie weit würde sich die NATO nach Osten schieben?
Gab es eine Zusicherung des Westens, die NATO nicht weiter nach Osten auszuweiten? Wie reagierten die USA, Großbritannien und Frankreich? Welchen Preis forderte man von Deutschland? Bush sen., Gorbatschow, Kohl, Thatcher und Mitterrand waren die Big Player. Sie entschieden. Doch auf welcher Grundlage, auf welchen Annahmen?
Neue russische Dokumente aus den Schaltzentren sowjetischer Politik, verschollen geglaubte Tagebuch-Notizen politischer Berater der Kremlführung, die Aufzeichnungen der Gespräche und Interventionen führender deutscher Oppositionspolitiker in Moskau gegen die Linie Kohls machen deutlich, wie schmal der Grat war, auf dem die Vereinigung schließlich gelang.


Montag, 7. September, 19.00 Uhr

Österreichische Botschaft Berlin
Stauffenbergstraße 1
10785 Berlin

Begrüßung:
Botschafter Dr. Nikolaus Marschik

Buchvorstellung und Diskussion mit
Prof. Dr. h. c. Horst Teltschik, Prof. Dr. Horst Möller
und den Herausgebern
Stefan Karner, Peter Ruggenthaler und Manfred Wilke

Anmeldung: berlin-ob@bmeia.gv.at oder: Tel.: (030) 20287-161



Dienstag, 8. September, 19.00 Uhr

Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer
Bernauer Straße 119
13355 Berlin

Begrüßung:
Dir. Prof. Dr. Axel Klausmeier

Buchvorstellung und Diskussion mit
Prof. Dr. Günther Heydemann
und den Herausgebern
Stefan Karner, Peter Ruggenthaler und Manfred Wilke



Mittwoch, 9. September, 19.00 Uhr

Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer
Bernauer Straße 119
13355 Berlin

Buchvorstellung und Diskussion mit:
Prof. Dr. Günther Heydemann, HAIT Dresden
und den Herausgebern
Stefan Karner, Peter Ruggenthaler und Manfred Wilke



Donnerstag, 10. September, 19.00 Uhr

Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Willy-Brandt-Allee 14
53113 Bonn

Begrüßung:
Präsident Prof. Dr. Hans Walter Hütter

Buchvorstellung und Diskussion mit
Wolfgang Bergsdorf, ehem. Mitarbeiter von Helmut Kohl,
Prof. Dr. Hanns
, Jürgen Küsters
und den Herausgebern
Stefan Karner, Peter Ruggenthaler und Manfred Wilke

Anmeldung: strassberger@hdg.de (Frau Straßberger)


Stefan Karner – Mark Kramer – Peter Ruggenthaler – Manfred Wilke (Hrsg.)
Der Kreml und die deutsche Wiedervereinigung 1990
ISBN: 9978-3-86331-254-1







 

Buchpräsentation

978-3-86331-249-7

September 2015

ISBN: 978-3-86331-249-7
467 Seiten · 24,00 Euro

>>> bestellen



Mittwoch, 2. September 2015, 18.30 Uhr

dbb club berlin
Friedrichstraße 169/170
10117 Berlin

Ein amerikanischer Europäer:
Die zwei Leben des Dirigenten Hans Schwieger


Peter Lange, Chefredakteur von Deutschlandradio Kultur und Autor,
im Gespräch mit
Prof. Dr. Peter Steinbach, Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Der Dirigent Hans Schwieger stand 1933 vor einer großen Karriere. Sein Aufstieg wurde jäh unterbrochen, weil er eine jüdische Ehefrau hatte. Nach Zwischenstationen in Danzig und Tokio emigrierte er 1938 in die USA, wo ihm nach schwierigen Anfängen eine zweite Karriere gelang. In den 1950er-Jahren wurde er zu einem der wichtigsten Orchesterleiter seiner Zeit und für die klassische Musik zu einer Schlüsselfigur im europäisch- amerikanischen Kulturtransfer.
Peter Langes Biografie über Hans Schwieger handelt von einem sehr lesenswerten und bislang unbekannten Kapitel der Exilgeschichte nach 1933. Sie entreißt ein Jahrhundertleben der Vergessenheit, das es wert ist, im kollektiven Gedächtnis festgehalten zu werden.

Peter Lange
Ein amerikanischer Europäer:
Die zwei Leben des Dirigenten Hans Schwieger
ISBN: 978-3-86331-249-7

Buchpräsentation

978-3-86331-253-4

August 2015

ISBN: 978-3-86331-253-4
236 Seiten · 19,00 Euro

>>> bestellen



Dienstag, 1. September 2015, 19.00 Uhr

Topographie des Terrors
Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
Berlin-Kreuzberg

Den Mördern ins Auge gesehen
Berichte eines jungen Journalisten vom Auschwitz-Prozess 1963–1965


Buchvorstellung und Vortrag:
Dr. Peter Jochen Winters, Journalist und Buchautor

Moderation:
Prof. Dr. Andreas Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors

Vor 50 Jahren, am 20. August 1965, endete vor dem Landgericht Frankfurt am Main nach 183 Verhandlungstagen der Auschwitz-Prozess mit der Verkündung und Begründung des Urteils. Der Prozess gilt als eine der Wegmarken der deutschen Geschichte: der noch nicht beendeten ernsthaften Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit als „Gerichtstag halten über uns selbst“ (Fritz Bauer). Peter Jochen Winters hat als Redakteur der Wochenzeitung Christ und Welt den Auschwitz-Prozess besucht und darüber geschrieben. Das Buch enthält seine damaligen Aufsätze, die nicht zuletzt wegen der darin aufgeworfenen Fragen und geäußerten Gedanken heute Zeitzeugenberichte sind. Ergänzt werden sie durch spätere Artikel des Autors zu Auschwitz aus der FAZ. Im Anhang des Buches finden sich zudem Auszüge aus dem Frankfurter Urteil, der damaligen Zeugenaussage des SS-Richters Konrad Morgen und dem Urteil des Obersten Gerichts der DDR im Verfahren gegen den Auschwitz-Arzt Dr. Horst Fischer.

Von 1960 bis 1967 war er Redakteur der Wochenzeitung Christ und Welt, von 1968 bis 1999 der Frankfurter Allgemeinen Zeitung; seit 1972 in Berlin (West), war er von 1977 bis 1990 zugleich als ständiger Korrespondent der FAZ in der DDR akkreditiert. Für seine Berichterstattung über den Auschwitz-Prozess erhielt er 1965 den „Deutschen Journalistenpreis“.

Peter Jochen Winters
Den Mördern ins Auge gesehen
Berichte eines jungen Journalisten vom Auschwitz-Prozess 1963–1965
Reihe ZeitgeschichteN, Bband 14
ISBN: 978-3-86331-253-4

Lesung im Rahmen
der „35. Langen Nacht der Museen“

978-3-86331-237-4

Mai 2015

ISBN: 978-3-86331-237-4
223 Seiten · 19,00 Euro

>>> bestellen



Samstag, 29. August 2015 um 20.30 und 21.45 Uhr

Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt
Seminarraum
Rosenthaler Straße 39
Berlin-Mitte

Mit dem Mut der Verzweiflung
Mein Widerstand im Berliner Untergrund 1943–1945


Aus Zvi Avirams Erinnerungen liest der Schauspieler Lion Wasczyk, geb. 1994 in Berlin. Er war vor Kurzem in der ARD-Produktion „Meine Tochter Anne Frank“ als Peter van Pels zu sehen. Die Lesung findet in Anwesenheit der Herausgeber Patrick Siegele und Beate Kosmala statt.

Zvi Aviram wurde 1927 als Heinz Abrahamsohn in Berlin geboren. Nach der Deportation seiner Eltern am 27. Februar 1943 tauchte der 16-Jährige auf eigene Faust unter. Er fand den Kontakt zu der Widerstandsgruppe Chug Haluzi, die kurz zuvor von jüdischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Berlin gegründet worden war, und zu einer kommunistischen Gruppe. Während seiner Odyssee durch verschiedene Verstecke wurde er zweimal verhaftet. In den letzten Kriegstagen, als er um sein Leben bangte, wurde er überraschend aus dem Gefängnis des Sammellagers in der Schulstraße in Berlin-Wedding entlassen. Nach der Befreiung gelangte er auf abenteuerlichen Wegen nach München, wo er für die Jewish Agency im Einsatz war, bis er 1948 in Palästina einwandern konnte.

Zvi Aviram
Mit dem Mut der Verzweiflung
Mein Widerstand im Berliner Untergrund 1943–1945
Reihe Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden, Band 6
ISBN: 978-3-86331-237-4

Buchvorstellung und
Podiumsdiskussion

978-3-86331-232-9

März 2015

ISBN: 978-3-86331-232-9
224 Seiten · Hardcover
19,90 Euro

>>> bestellen



Donnerstag, 21. Mai, 19.30 Uhr

Stiftung Berliner Mauer
Besucherzentrum
Bernauer Straße 119
13355 Berlin

Dreizack und Roter Stern
Geschichtspolitik und historisches Gedächtnis in der Ukraine

Begrüßung:
Dr. Anna Kaminsky, Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Buchvorstellung:
Christiane Schubert, Politologin, Journalistin Autorin
Wolfgang Templin, Philosoph, Publizist Autor

Podiumsdiskussion mit:
Wolfgang Templin, Christiane Schubert,
Johannes Regenbrecht, Ukraine-Beauftragter und Leiter des Arbeitsstabs Ukraine im Auswärtigen Amt

Moderation:
Dr. Sergey Lagodinsky, Leiter des Referats Europäische Union/Nordamerika der Heinrich-Böll-Stiftung

Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es einen kleinen Empfang.

Das russische System unter Wladimir Putin untermauert seinen Herrschaftsanspruch gegenüber der Ukraine mit historischen Argumenten. Die Annexion der Krim, die Unterstützung separatistischer Kräfte im Osten der Ukraine und der unerklärte Krieg im Donbass markieren eine Ideologie, die dem „kleinrussischen Bruder“ jede wirkliche Selbstständigkeit abspricht und ihn als ewigen Teil des eigenen Imperiums sieht. Mit dem Zerfall der Sowjetunion und der unabhängigen Ukraine erreichten Nationalbewegung und damit verbundene Identitätskonflikte eine neue Stufe. Der orangene Majdan von 2004 und der Euro-Majdan des Jahres 2014 dokumentieren das Ringen um eine moderne Staatsbürgernation, die sich auf ihrem Weg nach Europa ethnonationalistischer Enge und postsowjetischer Prägung entzieht.

Christiane Schubert · Wolfgang Templin
Dreizack und Roter Stern
Geschichtspolitik und historisches Gedächtnis in der Ukraine
ISBN: 978-3-86331-232-9

Lesungen und
Zeitzeugengespräche

978-3-86331-237-4

Mai 2015

ISBN: 978-3-86331-237-4
223 Seiten · 19,00 Euro

>>> bestellen



Lesungen und Zeitzeugengespräche mit Zvi Aviram

„Mit dem Mut der Verzweiflung.
Mein Widerstand im Berliner Untergrund 1943–1945“


Aus Zvi Avirams Erinnerungen liest der Schauspieler Lion Wasczyk, geb. 1994 in Berlin. Er war jüngst in der ARD-Produktion „Meine Tochter Anne Frank“ als Peter van Pels zu sehen, der Autor spricht im Anschluss über seine Erinnerungen.

Zvi Aviram wurde 1927 als Heinz Abrahamsohn in Berlin geboren. Nach der Deportation seiner Eltern am 27. Februar 1943 tauchte der 16-Jährige auf eigene Faust unter. Er fand Kontakt zu der Widerstandsgruppe Chug Chaluzi und zu einem kommunistischen Kreis. Während seiner Odyssee durch verschiedene Verstecke wurde er zweimal verhaftet. Nach der Befreiung gelangte er auf abenteuerlichen Wegen nach München, wo er für die Jewish Agency tätig war, bis er 1948 nach Palästina auswandern konnte.

Montag, 11. Mai 2015, 18.00 Uhr

Sophienkirche
Große Hamburger Straße 31
10115 Berlin-Mitte

Grußworte:
Dr. Christina Bammel, Evangelische Kirchengemeinde am Weinberg
Michaele Schreyer, Schwarzkopf-Stiftung (angefragt)

Einführung und Moderation:
Dr. Beate Kosmala, Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Patrick Siegele, Anne Frank Zentrum

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Evangelischen Kirchengemeinde am Weinberg und der Schwarzkopf-Stiftung.

Dienstag, 12. Mai 2015, 19.00 Uhr

Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Stauffenbergstraße 13–14
10785 Berlin

Grußwort:
Prof. Dr. Johannes Tuchel, Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Einführung und Moderation:
Dr. Beate Kosmala, Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Patrick Siegele, Anne Frank Zentrum

Mittwoch, 13. Mai 2015, 18.00 Uhr (Gedenkveranstaltung)

Gemeindehaus der Kirchengemeinde
Alt-Blankenburg 17
10115 Berlin-Mitte

Eine mutige Lebensretterin – Marie Grünberg aus
Blankenburg
(Berlin-Pankow)

Zu den zahlreichen Helferinnen und Helfern von Zvi Aviram gehört auch seine nicht-jüdische Verwandte Marie Grünberg. Obwohl sie durch ihre „Mischehe“ mit Kurt Grünberg selbst gefährdet ist, versteckt sie bis zu vier untergetauchte Juden in ihrem Gartenhaus in Blankenburg. Für ihren Mut wird sie 1984 von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem als »Gerechte unter den Völkern« geehrt. Heute setzt sich eine Bürgerinitiative in Blankenburg für eine Straßenbenennung nach Marie Grünberg ein.

Grußwort:
Pfarrer Hagen Kühne, Evangelische Kirchengemeinde Berlin-Blankenburg
Michaele Schreyer, Schwarzkopf-Stiftung (angefragt)

Einführung zu Marie Grünberg und Moderation des Zeitzeugengesprächs:
Dr. Beate Kosmala, Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Mit Beiträgen von Schülerinnen und Schülern der Grundschule
unter den Bäumen
, Blankenburg

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Runden Tisch Blankenburg und der Kirchengemeinde Berlin-Blankenburg (Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg – Schlesische Oberlausitz)

Anmeldung für die einzelnen Veranstaltungen bitte unter:
veranstaltung@annefrank.de / 030 288 86 56-42

Die Lesereihe wird gefördert von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ und der Evangelischen Hilfsstelle für ehemals Rasseverfolgte

Zvi Aviram
Mit dem Mut der Verzweiflung
Mein Widerstand im Berliner Untergrund 1943–1945
Reihe Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden, Band 6
ISBN: 978-3-86331-232-9

TV-Dokumentation

978-3-86331-237-4

Mai 2015

ISBN: 978-3-86331-237-4
223 Seiten · 19,00 Euro

>>> bestellen



Mittwoch, 6. Mai 2015, 23:15 – 00:30 Uhr

„Du sollst leben!“
Holocaust-Überlebende im Gespräch mit Markus Lanz:
Zvi Aviram, Sally Perel und Eva Schloss

70 Jahre nach Kriegsende trifft Markus Lanz auf drei Menschen, die den Holocaust auf ganz unterschiedliche Weise überlebt haben: Zvi Aviram, Sally Perel und Eva Schloss. So unterschiedlich die Lebensgeschichten der Zeitzeugen auch sind, so sehr eint sie etwas: Sie haben eine bemerkenswerte Lebensenergie aus dem Erleben geschöpft und sind geprägt von Hoffnung und ungebrochenem Optimismus.

zdf.de

Lesung

978-3-86331-197-1

2014

ISBN: 978-3-86331-197-1
125 Seiten · 14,00 Euro

>>> bestellen



Dienstag, 28. April 2015, 18.30 Uhr

Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF)
des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung
Warschauer Str. 34
1. OG, Lesesaal
10243 Berlin

Der Fall Hodler
Krieg um ein Gemälde 1914–1919

Lesung mit:
Prof. Dr. Matthias Steinbach, Technische Universität Braunschweig, Historisches Seminar, Autor

Moderation:
Prof. Dr. Ulrich Wiegmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter der BBF und einer der Herausgeber der Reihe ZeitgeschichteN, in der der Band erschien

In der Jenaer Universität hängt Ferdinand Hodlers Wandgemälde „Auszug der deutschen Studenten in den Freiheitskrieg von 1813“. Nachdem der Schweizer Maler im September 1914 eine Protestnote gegen die deutsche Kriegführung in Belgien und Frankreich unterzeichnet hatte, entspann sich um das Bild einer der größten Kunstskandale des deutschen Kaiserreichs. Matthias Steinbach hat den Bilderstreit realsatirisch in einer szenischen Lesung verarbeitet.

Matthias Steinbach
Der Fall Hodler
Krieg um ein Gemälde 1914–1919
Reihe ZeitgeschichteN, Band 13
ISBN: 978-3-86331-197-1

Musikalische Lesung

978-3-86331-073-8

April 2012

ISBN: 978-3-86331-073-8
168 Seiten,
53 Arbeitsblätter,
36 Paarkarten, 2 CDs
19,– Euro

>>> bestellen



Freitag 24. April 2015, 19.30 Uhr

Ev.-Luth. St. Johannis-Kirchengemeinde Neubrandenburg
2. Ringstr. 203
17033 Neubrandenburg

Ein Schmuggelfund aus dem KZ – musikalische Lesung

Einen außergewöhnlichen Akzent im „Neubrandenburger Bücherfrühling“ setzt die Lesung „Ein Schmuggelfund aus dem KZ“. Es geht um einen spektakulären Fund, der im Mai vor 40 Jahren im Wald bei Neubrandenburg-Fünfeichen ausgegraben wurde. Entdeckt wurde ein Glas mit 14 Briefen, Listen mit den Namen erschossener Polinnen und von Opfern medizinischer Experimente, kleinen Kunstwerken und 37 Gedichten in polnischer Sprache. Junge Polinnen schmuggelten 1942/43 geheime Botschaften aus dem KZ Ravensbrück zu einer Widerstandsgruppe polnischer Gefangener im Kriegsgefangenenlager Stalag II A Neubrandenburg-Fünfeichen. Unter Todesgefahr wollten sie bezeugen, was im KZ geschah – „damit die Welt es erfährt“. Briefe und Gedichte zeugen von Verzweiflung und Überlebenswillen, von gegenseitiger Hilfe, von Todesangst und von Mut zum Widerstand, insbesondere aber von der Kraft, die den vom Tod bedrohten Frauen Poesie und Kunst sowie ihr eigenes Ringen um Menschlichkeit und Menschenwürde gaben. Die Kriegsgefangenen fanden Wege, die Zeugnisse nach Polen, an die polnische Exilregierung oder an die BBC weiterzugeben. Als 1943 Verrat drohte, vergruben sie den letzten Kassiber im Wald. 1975 erinnerte sich ein Überlebender an das Versteck, der „Schmuggelfund“ wurde geborgen und von der DDR-Regierung an Polen übergeben.

70 Jahre nach der Befreiung des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück, nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der NS-Diktatur erinnert die gemeinsame Veranstaltung von Neubrandenburger Regionalbibliothek, Gemeinde St. Johannis und Annalise-Wagner-Stiftung an das Vermächtnis des „Schmuggelfundes“. Poetische Zeugnisse treten in Dialog zu Flamenco-Gitarre und Orgel-Improvisationen, die Erniedrigung und Selbstbehauptung, Leid und Lebensmut, Trauer und Hoffnung musikalisch nahebringen.
Sie werden vorgestellt von Dr. Constanze Jaiser und Jacob David Pampuch, den Autoren der Publikation „Ein Schmuggelfund aus dem KZ“. Von dieser Projektmappe zu kreativen, individuellen Erinnerungsformen ermutigt, nähern sich Schüler aus dem Theaterkurs des Sportgymnasiums/Musisches Haus (Leitung: Marlen Fuhrmann) dem Thema pantomimisch. Musikalische Akzente setzen Gitarrist Jacob Pampuch und Kantor Tobias Frank. Nach der Veranstaltung lädt die Gemeinde St. Johannis herzlich dazu ein, den Abend bei Gesprächen und Gedankenaustausch ausklingen zu lassen.

Constanze Jaiser · Jacob David Pampuch
Ein Schmuggelfund aus dem KZ – Erinnerung, Kunst & Menschenwürde
Projektmappe für einen fächerübergreifenden Unterricht
Ausgezeichnet mit dem Annalise-Wagner-Preis 2012
ISBN: 978-3-86331-073-8

Buchvorstellung

978-3-86331-239-8

2015

ISBN: 978-3-86331-239-8
191 Seiten · 19,00 Euro

>>> bestellen



Samstag, 18. April 2015, 16.00 Uhr

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen – Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Neues Museum
Straße der Nationen 22
16515 Oranienburg

Zwischen Tod und Freiheit
Überlebende berichten von den letzten Tagen als Häftlinge des Konzentrationslagers Sachsenhausen 1944/45

Buchvorstellung und Lesung mit Uwe Müller

Mehr als 200 000 Häftlinge aus über 40 Ländern waren vom Sommer 1936 bis zur Befreiung im Frühjahr 1945 im Hauptlager des KZ Sachsenhausen oder in einem der rund 100 Außenlager inhaftiert. Mehrere Zehntausend überlebten die Lagerhaft nicht. In der Nacht zum 21. April 1945 begann die SS, das Lager aufzulösen. Über 33 000 Häftlinge, darunter Frauen und Kinder, wurden in Richtung Nordwesten getrieben. Unterwegs starben Hunderte von ihnen an Entkräftung oder wurden von SS-Angehörigen ermordet. Für die meisten Überlebenden endete der Todesmarsch zwischen dem 3. und 6. Mai 1945 im Raum Parchim–Ludwigslust–Schwerin. Etwa 3000 in Sachsenhausen zurückgebliebene Häftlinge hatten sowjetische und polnische Soldaten bereits am 22./23. April 1945 befreit. Das Lesebuch versammelt Zeugnisse von Häftlingen des KZ Sachsenhausen über die letzten Monate und Tage im Lager, den Todesmarsch und die Befreiung, ergänzt um erläuternde Kommentare und biografische Informationen.

Zwischen Tod und Freiheit
Überlebende berichten von den letzten Tagen als Häftlinge des Konzentrationslagers Sachsenhausen 1944/45
Ausgewählt, bearbeitet und kommentiert von Ursula Breymayer und Bernd Ulrich
Reihe ÜberLebenszeugnisse, Band 7
ISBN: 978-3-86331-239-8

Buchpräsentation

978-3-86331-235-0

2015

ISBN: 978-3-86331-235-0
240 Seiten · 19,00 Euro

>>> bestellen



Samstag, 18. April 2015, 11.00–12.00 Uhr
Buchpräsentation im Rahmen des 70. Jahrestages der Befreiung der Häftlinge des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück
16. April – 19. April 2015 

Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
Besucherzentrum
Straße der Nationen 1
16798 Fürstenberg/Havel

Damit die Welt es erfährt …
Illegale Dokumente polnischer Häftlinge aus dem Konzentrationslager Ravensbrück

Vorstellung der deutschen Erstausgabe und Einführung in Buch und Thema:
Dr. Andrea Genest, Herausgeberin
Inge Gerlinghoff, Übersetzerin

„Unabhängig davon, ob wir nun zurückkehren oder nicht, muss doch die Geschichte der Polinnen in Ravensbrück und überhaupt die Geschichte des ganzen Lagers möglichst genau und in vollem Umfang an das Tageslicht gelangen, wahrhaftig und unverfälscht.“ Zofia Pocilowska, Brief vom 9. Oktober 1943

Polnische Häftlinge schmuggelten Nachrichten aus dem Frauen- Konzentrationslager Ravensbrück. Kriegsgefangene aus dem Stalag II A Fünfeichen bei Neubrandenburg hielten Kontakt zu den Frauen, leiteten ihre Informationen weiter und unterstützten sie mit Lebensmitteln, Literatur oder Arzneimitteln. Einige der Briefe an die Kriegsgefangenen aus dem Jahr 1943 wurden später bei Neubrandenburg aufgefunden; sie waren neben Listen mit den Namen erschossener Polinnen und von Opfern medizinischer Experimente, Gedichten, einer Zeichnung und einer geschnitzten Miniatur in einem wasserdicht verschlossenen Medizinglas vergraben. 1980 wurden die Dokumente in Polen herausgegeben, der vorliegende Band macht sie der deutschsprachigen Öffentlichkeit zugänglich.

Andrea Genest (Hrsg.)
Damit die Welt es erfährt …
Illegale Dokumente polnischer Häftlinge aus dem Konzentrationslager Ravensbrück
Mit einem Vorwort von Wanda Kiedrzynska
Aus dem Polnischen übersetzt von Inge Gerlinghoff und Barbara Lubos-Kroll
Reihe Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 14
ISBN: 978-3-86331-235-0

Buchpräsentation

978-3-86331-147-6

2015

ISBN: 978-3-86331-147-6
464 Seiten · 29,90 Euro

>>> bestellen



Freitag, 10. April 2015, 14.00 Uhr

Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam
in der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Leistikowstraße 1
14469 Potsdam

Sprechende Wände
Häftlingsinschriften im Gefängnis Leistikowstraße Potsdam

Begrüßung:
Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Grußworte:
Friedrich-Wilhelm von Rauch, Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung
Andreas Schulz, Vorstandsvorsitzender der Mittelbrandenburgischen Sparkassenstiftung
Thomas John, Sohn der ehemaligen Inhaftierten Else und Wilhelm John

Einführung:
Dr. Ines Reich, Projektleiterin, Autorin, Leiterin der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam

Musik:
Jasper Libuda, Kontrabass
Im Anschluss besteht die Möglichkeit, an geführten Rundgängen durch den Haftkeller teilzunehmen und ausgewählte Inschriften zu sehen.

Sie sind manchmal nur zwei Zentimeter groß, krumm und schief, hartnäckig in den Putz gekratzt. Kaum wahrnehmbar, ducken sie sich fast unscheinbar an die Wände: Namen, Initialen, Worte, Zahlen und Zeichnungen. Sie sind seltene individuelle Zeugnisse eines menschenverachtenden und lebensbedrohlichen Haftalltags, der nur solche lautlosen Schreie nach Leben und Freiheit zuließ. Von den Autoren heimlich aufgeschrieben, in völliger Ungewissheit des eigenen Überlebens, spiegeln sie in beklemmender Weise Ohnmacht, Isolation und psychische Belastung der Insassen.
Der vorliegende Band präsentiert die Ergebnisse eines mehrjährigen interdisziplinären Projektes zur Dokumentation und Erforschung der im Gefängnisgebäude vorhandenen Inschriften. Ausgehend von den Inschriften und auf Basis umfangreicher Archivrecherchen in Deutschland, Russland, Polen und den USA rekonstruieren die Autoren 49 Schicksale ehemaliger deutscher Inhaftierter und liefern eigene Beiträge zu den deutsch- und russischsprachigen Inschriften.

Um Anmeldung wird gebeten unter:
Telefon: (03 31) 2 01 15 40 oder mail@gedenkstaette-leistikowstraße.de

Ines Reich · Maria Schultz (Hrsg.)
Sprechende Wände
Häftlingsinschriften im Gefängnis Leistikowstraße Potsdam
ISBN: 978-3-86331-147-6

Buchvorstellung und Gespräch

978-3-86331-186-5

April 2014

ISBN: 978-3-86331-186-5
224 Seiten · 22,00 Euro

>>> bestellen



Donnerstag, 26. Februar 2015, 20.00 Uhr

Literaturforum im Brecht-Haus
Chausseestraße 125
10115 Berlin-Mitte

Lebenszeugnisse

Suche nach Nora.
Ein jüdisches Leben im Schatten von Holocaust und Militärdiktatur

Wolfgang Benz im Gespräch mit Jeanette Erazo Heufelder


Ellen Marx (1921–2008) wurde in Berlin geboren, wuchs in der Oranienburger Straße am Monbijouplatz auf. Ihre Eltern, Isidor und Gertrud Pinkus, waren liberale Juden, gebildet und demokratisch. Mit ihrer jüdischen Pfadfindergruppe verlässt Ellen 1939 Deutschland und findet in Buenos Aires eine neue Heimat, heiratet und engagiert sich in der jüdischen Emigrationsgemeinde. Der Putsch des argentinischen Militärs 1976 verändert ihr Leben zum zweiten Mal: Unter den Menschen, die das Regime spurlos verschwinden lässt, ist Nora, ihre 28-jährige Tochter. Ellen Marx wird im Protest gegen die Machthaber eine der „Mütter der Plaza de Mayo“. Die Historikerin Jeanette Erazo Heufelder hat ihr Leben porträtiert.

Eintritt: 5,– € / ermäßigt: 3,– €

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem
Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin

Jeanette Erazo Heufelder
Von Berlin nach Buenos Aires
Ellen Marx. Deutsch-jüdische Emigrantin und Mutter der Plaza de Mayo
ISBN: 978-3-86331-186-5

Buchvorstellungen und Diskussion

978-3-86331-106-3

2., um einen
Nachtrag ergänzte
Aufl. Februar 2015


ISBN: 978-3-86331-106-3
226 Seiten, 19,– Euro

>>> bestellen



Donnerstag, 26. Februar 2015, 19.00 Uhr

Ehemaliges Jüdisches Waisenhaus, Betsaal
Berliner Straße 120–121, Eingang Hadlichstraße
13187 Berlin-Pankow

Die Dr. Walter und Margarete Cajewitz-Stiftung lädt zu ihrem 35. Pankower Waisenhausgespräch ein, auf dem zwei Bücher vorgestellt werden:

„Berlin Jenaer Straße 7: Zwei von sechs Millionen“
von Dr. Rainer Faupel, früherer Justiz-Staatssekretär Brandenburgs

„Landgericht“
Dr. Ursula Krechel, Schriftstellerin

Moderation:
Prof. Dr. Peter-Alexis Albrecht

In ihrem mit dem Deutschen Buchpreis 2012 ausgezeichneten Roman „Landgericht“ richtet Ursula Krechel den Fokus auf eine einzelne Figur. 1948 kommt der jüdische Richter Richard Kornitzer nach zehnjährigem Exil aus Havanna zurück. Mit der Machtübernahme war er „aus dem Dienst entfernt“ worden und hatte bis zu seiner Emigration an ein schnelles Ende der Diktatur geglaubt. Die Rückkehr des Richters steht paradigmatisch für die bestürzende Mitleidlosigkeit, die den Rückkehrern allerorten entgegenschlug. Nachdem der Versuch, die eigene Kleinfamilie wiederzubeleben, gescheitert ist, verstrickt Kornitzer sich in einen verzweifelten Kampf um Entschädigung und Gerechtigkeit. Wie seine immer neuen Anläufe, sich Recht zu verschaffen, in den Mühlen der Bürokratie unbarmherzig zermahlen werden, wie aus dem redlichen Richter, der sich unentbehrlich glaubt für den Aufbau einer neuen Gesellschaft, am Ende ein lästiger Störfaktor wird – das wird mit großer Wucht geschildert. „Landgericht“ ist ein beeindruckender Nachruf auf eine tragische, zum Scheitern verurteilte Heimkehr.
Der Jurist Rainer Faupel beschreibt die großen Erfolge, die Albert und Minna Neuburger mit ihren schriftstellerischen und journalistischen Arbeiten gehabt haben und schildert anhand der Akten die Stufen der fortschreitenden Entrechtung, Ausplünderung und Diskriminierung, denen sie als Juden ausgesetzt waren. Am Ende musste das Ehepaar seinen Platz im „Altersghetto Theresienstadt“ schon in Berlin bezahlen. Am 14. 1. 1943 geht für Minna Neuburger der Zug nach Theresienstadt, am 29. 1. 1943 für ihren gehbehinderten Mann. Er stirbt dort Anfang März 1943 an der „Theresienstädter Krankheit“, seine Frau überlebt ihn nicht einmal einen Monat. Faupels Recherche geht wegen der hervorstechenden Sachlichkeit besonders unter die Haut, wenn von den 16 Jahre dauernden Entschädigungsverfahren der Neuburger-Erben berichtet wird. Bis 1967 haben drei Berliner Finanzsenatoren und ihre Behörden sich bemüht, es den Antragstellern schwer zu machen.


Rainer Faupel
Berlin Jenaer Straße 7: Zwei von sechs Millionen
Zur Erinnerung an Albert und Minna Neuburger
ISBN: 978-3-86331-106-3

Ursula Krechel
Landgericht
Roman
Jung und Jung Verlag Salzburg 2012
ISBN 978-3-99027-024-0 · 492 Seiten · 29,90 Euro

Buchvorstellung und Lesung

978-3-86331-221-3

Dezember 2014

ISBN: 978-3-86331-221-3
315 Seiten · Softcover
19,00 Euro

>>> bestellen



Freitag, 20. Februar 2015, 19.00 Uhr

Buchhandlung – Die Leseratte
Spandauer Straße 188
14612 Falkensee

Stasi in Falkensee
Studien – Sichtweisen – Schicksale


Mehr als zwei Jahrzehnte nach der Entmachtung der SED und deren Staatssicherheit, dem „Schild und Schwert der Partei“, begaben sich in der Region Falkensee drei Frauen aus dem Osten und zwei Männer aus dem Westen auf Spurensuche. Sie protokollierten Schicksale und Fluchtversuche – gelungene, vergebliche und solche, die tödlich endeten Sie durchforsteten Archive und Stasi-Akten, um zu verstehen, wie dieses System der Überwachung des eigenen Volkes funktionierte, das von einem paranoiden Sicherheitswahn bestimmt war und dennoch den Untergang des Staates DDR nicht aufhalten konnte.


Thomas Lenkitsch, Elke Märtins, Hiltrud Müller, Helmut Müller-Enbergs, Ines Oberling
Stasi in Falkensee
Studien – Sichtweisen – Schicksale

Schriftenreihe der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Band 5
ISBN: 978-3-86331-219-0

Vortrag und Podiumsgespräch

978-3-86331-221-3

Dezember 2014

ISBN: 978-3-86331-221-3
315 Seiten · Softcover
19,00 Euro

>>> bestellen



Donnerstag, 12. Februar 2015, 19.00 Uhr

Akademie des Jüdischen Museums Berlin
Saal
Lindenstraße (gegenüber des Jüdischen Museums, Lindenstr. 9–14)
10969 Berlin

Wie der Diskriminierung von Sinti und Roma begegnen?

Vortrag:
Prof. Wolfgang Benz, TU Berlin

Podiumsgespräch mit:
Prof. Wolfgang Benz
Dr. Jane Schuch, Humboldt-Universität Berlin
Dr. Andrés Nader, RAA Berlin
Barbara Loth, Staatssekretärin für Arbeit, Integration und Frauen des Landes Berlin

Moderation:
Isidora Randjelovic, IniRromnja

Von verweigerter Anerkennung über alltägliche Ablehnung bis zum offenen Hass reichen die Einstellungen, die Sinti und Roma noch immer begegnen. Diese knüpfen oftmals an tradierte Vorurteile an. Der Berliner Historiker und ehemalige Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung Prof. Wolfgang Benz hat in seiner aktuellen Studie „Sinti und Roma. Die unerwünschte Minderheit“ Ursachen und Wirkungen der Vorurteile ebenso wie ihre Instrumentalisierung durch Medien und Politik analysiert. Über die Aufgaben, die sich der Politik, Zivilgesellschaft und Bildung stellen, findet im Anschluss an den Vortrag ein Podiumsgespräch statt.

Eine Kooperationsveranstaltung der Akademie des Jüdischen Museums Berlin und der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin.

Anmeldung unter: 030 – 25 993 488 oder: reservierung@jmberlin.de


Wolfgang Benz
Sinti und Roma: Die unerwünschte Minderheit
Über das Vorurteil Antiziganismus
ISBN: 978-3-86331-205-3

Buchvorstellung und Lesung

978-3-86331-207-7

Dezember 2014

ISBN: 978-3-86331-207-7
175 Seiten · 19,00 Euro

>>> bestellen



Donnerstag, 29. Januar 2015, 19.00 Uhr

Gedenkstätte Lindenstraße
Lindenstraße 54/55
14467 Potsdam

„Lebensgeschichten oder: das Private ist politisch“

Lesung, Musik und Gespräch mit:
Prof. Dr. Helene Kleine, Helmut Morsbach, Heinz Rothe

Tobias Lutze: Lesung
Stephan Langer: Musik

Moderation:
Ulrike Poppe, Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur

Anspruch und Ziel totalitärer Systeme ist es, Politik und Alltag, wenn nicht in eins zu setzen, dann doch so weit wie möglich zu synchronisieren und auf das politische bzw. ideologische Ziel hin auszurichten. Gleichwohl kann Politik die Sphäre des Privaten, der kleinen direkten Gemeinschaften von Partnerschaft, Familie und Freundschaften, aber auch die Gefühlslage und seelische Gestimmtheit des Einzelnen nicht in Gänze absorbieren. Sie bleibt, trotz Beschädigung und Einschränkung, der Zusammenhang, in dem der allumfassende Anspruch eines Systems für viele überhaupt nur ertragen werden kann. Berichtet wird von fünf Menschen, die mit dem Staatsapparat in Konflikt gerieten. Sie leben und arbeiten in Berlin oder Brandenburg und wurden überwacht, von der Universität verwiesen oder aus politischen Gründen zu Haftstrafen verurteilt. Klara und Edgar Schwarz waren im Knast gewesen, im Potsdamer Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit, in der Linden-, früher Otto-Nuschke-Straße. Ihre Geschichte zeigt, wie es werden kann, wenn alles Private politisch wird. Es trieb sie aus den eigenen vier Wänden, um vertrauliche Gespräche im Park, wenn keiner mithören konnte, zu führen. Das Leben schmolz ein auf Vater, Mutter, Kind, weil man niemandem mehr traute und einem niemand mehr unbefangen gegenübertrat.
• Robert Henkel, der „Lehrer im Sozialismus“, hätte, als Kind sozialdemokratischer und dann dem SED-Staat zugewandter Eltern, intelligent, wissbegierig und ehrgeizig, zur viel gerühmten und privilegierten Intelligenz des „Anderen Deutschland“ gehören können. Aber die geistige Abschottung, das Freund-Feind-Schema des Sozialismus waren zu eng für ihn. Trotzdem ist er seiner Aufgabe treu geblieben und hat die Möglichkeiten, die er als Lehrer hatte, so gut es eben ging, genutzt.
• Bei Helmut Morsbach ist es die Verwurzelung im christlichen Glauben, in der katholischen Kirche und in der Gemeindearbeit, die ihm das DDR-Regime ungenießbar machte.
• Hannes Ullrich, „Künstler und Bausoldat“, brachten sein Freiheitsimpuls und die Eigendynamik des Kreativen in Opposition zum harschen Reglement des Militärs und um eine staatstreue Laufbahn als Auftragskünstler.


Helene Kleine
Lebensgeschichten oder: das Private ist politisch
Schriftenreihe der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Band 4
ISBN: 978-3-86331-207-7

Buchvorstellung
und Podiumsgespräch zum 70. Jahrestag
der Befreiung von Auschwitz

Januar 2014

ISBN: 978-3-86331-202-2
397 Seiten · 24,00 Euro

>>> bestellen



Dienstag, 27. Januar 2015, 19.00 Uhr

Akademie des Jüdischen Museums Berlin
Saal
Lindenstraße (gegenüber des Jüdischen Museums, Lindenstr. 9–14)
10969 Berlin

Die Neuausrichtung der „Erziehung nach Auschwitz“
in der Einwanderungsgesellschaft



Podiumsgespräch mit:
Dr. Angela Kühner, Universität Frankfurt
Selman Erkovan, Lehramtsreferendar und Geschichtsdidaktiker
Marco Kühnert, Guide in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme/Hamburg
Dr. Rosa Fava, Autorin

Moderation:
Dr. Yasemin Shooman

Seit Ende der 1990er-Jahre wird darüber diskutiert, dass das Lernen über Nationalsozialismus und Holocaust für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund anders konzipiert werden muss. Vor dem Hintergrund der Migrationspädagogik und Rassismuskritik arbeitet die Autorin Rosa Fava heraus, welches Wissen über „die Anderen“ und „das deutsche Wir“ die Diskussion prägen. Wie konstituiert sich das Selbstverständnis einer deutschen „Aufarbeitungsgemeinschaft“ in der Gegenüberstellung zu scheinbar interesselosen Kindern mit Migrationshintergrund?

Anmeldung unter: 030 – 25 993 488 oder: reservierung@jmberlin.de


Rosa Fava
Die Neuausrichtung der Erziehung nach Auschwitz
in der Einwanderungsgesellschaft

ISBN: 978-3-86331-202-2

Diskussions-veranstaltung

978-3-86331-197-1

September 2014

ISBN: 978-3-86331-197-1
125 Seiten · 14,00 Euro

>>> bestellen



Dienstag, 27. Januar 2015, 19.00 Uhr

Helle Panke
Kopenhagener Str. 9
10437 Berlin

„Also haben sie uns den Ferdinand erschlagen“
Mobilmachung und Kriegsbeginn 1914 in literarischen Zeugnissen


Referent:
Prof. Dr. Matthias Steinbach, Technische Universität Braunschweig, Historisches Seminar

Moderation:
Birgit Ziener

„Es geht in den Krieg wie die Ente ins Wasser ...“ So beschrieb eine deutsche Diplomatengattin in London, was sie im August 1914 sah und hörte: wie nicht nur in Deutschland die Begeisterung über einen Anlass zum Krieg und die Überzeugung, ein solcher Krieg sei von nationalem Vorteil und gewinnbar, Überhand nahm – eine Kriegslüsternheit, die uns heute schier unbegreiflich ist.
Die vom Referenten herausgegebene Anthologie „Mobilmachung 1914“ (Reclam, 2014) unternimmt es, den oft beschworenen „Geist von 1914“ in seinen höchst unterschiedlichen Ausprägungsformen, die „Augusterlebnisse“, zu rekonstruieren, die seelische Atmosphäre zu Beginn und die brutale Ernüchterung, die folgte, aus autobiografischen Texten und literarischen Selbstzeugnissen zu charakterisieren.

Teilnahmegebühr: 2,00 Euro


Matthias Steinbach
Der Fall Hodler
Krieg um ein Gemälde 1914–1919
ISBN: 978-3-86331-197-1

Buchvorstellung und Podiumsdiskussion

978-3-86331-219-0

Dezember 2014

ISBN: 978-3-86331-219-0
247 Seiten · 19,00 Euro

>>> bestellen



Donnerstag, 22. Januar 2015, 19.30 Uhr

Seegefelder Kirche
Bahnhofstraße 55 (neben der alten Stadthalle)
14612 Falkensee

Stasi in Falkensee
Studien – Sichtweisen – Schicksale


RDie Arbeitsgruppe „Zusammenleben in der Stadt“ der Lokalen Agenda 21 Falkensee lädt ein zur Buchvorstellung und Podiumsdiskussion mit:
Ulrike Poppe, Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (angefragt)

Harald Petzold, Bundestagsabgeordneter Die Linke

Ursula Nonnemacher, Landtagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen

Burkhard Berg, Pfarrer i. R., ehemaliger Leiter des Runden Tisches in Falkensee

Ingo Wellmann, Kreistagsabgeordneter und Leiter des Creativen Zentrums Haus am Anger Falkensee

sowie den Autoren Thomas Lenkitsch, Elke Märtins, Hiltrud Müller, Helmut Müller-Enbergs, Ines Oberling

Mehr als zwei Jahrzehnte nach der Entmachtung der SED und deren Staatssicherheit, dem „Schild und Schwert der Partei“, begaben sich in der Region Falkensee drei Frauen aus dem Osten und zwei Männer aus dem Westen auf Spurensuche. Sie protokollierten Schicksale und Fluchtversuche – gelungene, vergebliche und solche, die tödlich endeten Sie durchforsteten Archive und Stasi-Akten, um zu verstehen, wie dieses System der Überwachung des eigenen Volkes funktionierte, das von einem paranoiden Sicherheitswahn bestimmt war und dennoch den Untergang des Staates DDR nicht aufhalten konnte.


Thomas Lenkitsch, Elke Märtins, Hiltrud Müller, Helmut Müller-Enbergs, Ines Oberling
Stasi in Falkensee
Studien – Sichtweisen – Schicksale
Schriftenreihe der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Band 5
ISBN: 978-3-86331-219-0

Buchvorstellung
und Vorstellung
des Gedenkortes

978-3-86331-224-4

Dezember 2014

ISBN: 978-3-86331-224-4
318 Seiten · 22,00 Euro

>>> bestellen



Mittwoch, 21. Januar 2015, 19.00 Uhr

FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum
Dachetage
Adalbertstraße 95A
10999 Berlin-Kreuzberg

Barnimstraße 10
Das Berliner Frauengefängnis 1868–1974


Claudia von Gélieu, Frauengeschichtsforscherin:
Vorstellung des Buches „Barnimstraße 10“

Christoph Mayer, Künstler:
Vorstellung des „Hörwegs“ am Gedenkort für das einstige Frauengefängnis Barnimstraße

Mehr als einhundert Jahre diente das Gefängnis in der Berliner Barnimstraße 10 als zentrale Haftanstalt für Frauen. Seine Geschichte vom Kaiserreich über die Weimarer Republik, den Nationalsozialismus bis in die DDR spiegelt eindrücklich den Frauenstrafvollzug unter verschiedenen politischen Systemen wider.
Claudia von Gélieu geht den besonderen Gründen und Bedingungen für die Einrichtung von Frauengefängnissen nach, sie stellt die Unterschiede bei den Haftgründen und im Strafvollzug von Frauen und Männern dar und porträtiert prominente Gefangene wie Rosa Luxemburg, Widerstandskämpferinnen gegen das NS-Regime wie Olga Benario und Häftlinge des SED-Staates. Sie befragte ehemalige Insassinnen und wertete literarische Zeugnisse und umfangreiches Aktenmaterial aus. Zahlreiche neue Erkenntnisse sind in die erweiterte Neuauflage eingeflossen, die aus Anlass der Eröffnung der Gedenkstätte für das Frauengefängnis erscheint.


Claudia von Gélieu
Barnimstraße 10
Das Berliner Frauengefängnis 1868–1974
ISBN: 978-3-86331-224-4

Buchpräsentationen

978-3-86331-140-7

Dezember 2013

ISBN: 978-3-86331-140-7
200 Seiten · 19,00 Euro

>>> bestellen

978-3-86331-190-2

September 2014

ISBN: 978-3-86331-190-2
284 Seiten · 22,00 Euro

>>> bestellen

978-3-86331-226-8

Januar 2015

ISBN: 978-3-86331-226-8
284 Seiten · 22,00 Euro

>>> bestellen

 



Montag, 19. Januar 2015, 19.00 Uhr

Topographie des Terrors
Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
Berlin-Kreuzberg

Neuere Forschungen zur Geschichte und Nachgeschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager

Zentrum und Peripherie. Die Wahrnehmung der nationalsozialistischen Konzentrationslager (2013)
Roman Fröhlich, Politologe, freiberuflich im Bereich der politischen und historischen Bildung tätig, promoviert über den Einsatz von KZ-Häftlingen im Heinkel-Flugzeugwerk Oranienburg

Ereignis & Gedächtnis. Neue Perspektiven auf die Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager (2014)
Dr. Enrico Heitzer, Historiker, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, promovierte über die antikommunistische „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit“ 1948 bis 1959

Orte und Akteure im System der NS-Zwangslager. Ergebnisse des
18. Workshops zur Geschichte und Gedächtnisgeschichte nationalsozialistischer Konzentrationslager (2015)
Dennis Bock, Germanist und Soziologe, promoviert über Texte von Shoah-Überlebenden

Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Benz, Dr. Thomas Lutz

Nahezu jährlich findet eine internationale Fachtagung statt – hervorgegangen aus dem 1994 erstmals durchgeführten „Workshop zur Geschichte der Konzentrationslager“ –, die von fortgeschrittenen Studierenden und Promovierenden selbständig organisiert wird. Die Referenten stellen als beteiligte Herausgeber bzw. Autoren die letzten drei Tagungsbände vor und vermitteln neue Einsichten in das Forschungsfeld nationalsozialistischer Lager und ihrer Nachgeschichte.


Roman Fröhlich · Mira Jovanovic-Ratkovic · Cornelia Siebeck ·
Frank Wiedemann (Hrsg.)
Zentrum und Peripherie
Die Wahrnehmung der nationalsozialistischen Konzentrationslager
ISBN: 978-3-86331-140-7

Imke Hansen · Enrico Heitzer · Katarzyna Nowak (Hrsg.)
Ereignis & Gedächtnis
Neue Perspektiven auf die Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager
ISBN: 978-3-86331-190-2

Michael Becker · Dennis Bock · Henrike Illig (Hrsg.)
Orte und Akteure im System der NS-Zwangslager
Ergebnisse des 18. Workshops zur Geschichte und Gedächtnisgeschichte nationalsozialistischer Konzentrationslager
ISBN: 978-3-86331-226-8

Buchpräsentation

978-3-86331-205-3

September 2014

ISBN: 978-3-86331-205-3
315 Seiten · Hardcover
22,00 Euro

>>> bestellen



Sonntag, 18. Januar 2015, 11.00 Uhr

Kulturzentrum am Gasteig
Bibliothekssaal
Rosenheimer Straße 5
81667 München

Das Feindbild „Armutsmigration“
Die Ängste der Mehrheit stigmatisieren. Sinti und Roma


Begrüßung:
Dr. h. c. Barbara Distel


Vortrag:
Prof. Dr. Wolfgang Benz
, Historiker, Autor

Schlusswort:
Ilse Macek, Gegen Vergessen – Für Demokratie,
Regionale Arbeitsgruppe München

Die Minderheit der „Zigeuner“ erfuhr seit jeher Diskriminierung und Verfolgung. Im „Dritten Reich“ gipfelten die Ressentiments im Völkermord, den die Mehrheit vergessen oder nie wahrgenommen hat. Die Ausgrenzung der Sinti und Roma dauerte auch nach 1945 an: Tradierte Vorurteile sind weiter wirksam und richten sich heute gegen zuwandernde Roma aus Südosteuropa, die als Gefahr für Gesellschaft, Sozialsystem und Arbeitsmarkt empfunden werden. In seinem neuen Buch stellt Wolfgang Benz Ursachen und Wirkungen des medial und politisch instrumentalisierten Problems Antiziganismus dar.

Veranstalter: Metropol Verlag Berlin und Verlag Dachauer Hefte.
Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V., Regionale Arbeitsgruppe München,
Münchner Stadtbibliothek


Wolfgang Benz
Sinti und Roma: Die unerwünschte Minderheit
Über das Vorurteil Antiziganismus
ISBN: 978-3-86331-205-3

Diskussions-veranstaltung

978-3-86331-188-9

August 2014

ISBN: 978-3-86331-188-9
383 Seiten · 24,00 Euro

>>> bestellen



Montag, 5. Januar 2015, 19.00 Uhr

Helle Panke
Kopenhagener Str. 9
10437 Berlin

Die Arbeiter, der Weltkrieg und „ihre“ Parteien
Haltungen zum Krieg bis August 1914


Referent:
Dr. Jörn Wegner
, Autor, Journalist, Historiker

Moderation:
Dr. Alexander Amberger

Jubelnde Soldaten, begeisterte Massen und die Zuversicht, bis Weihnachten den Feind besiegt zu haben, dominieren unsere Vorstellung vom Kriegsausbruch im Sommer 1914. Doch die allgemeine Kriegsbegeisterung ist eine Legende. Im Juli und August 1914 sind in ganz Europa Arbeiter auf die Straßen gegangen, um gegen die Kriegsgefahr zu protestieren. Das taten sie nicht erst seit 1914, sondern haben in den Jahren zuvor eine friedenspolitische Linie gefestigt, die sie nicht selten in Konflikt mit „ihren“ Parteien brachte.

Teilnahmegebühr: 2,00 Euro


Jörn Wegner
Die Kriegs- und die Kolonialfrage in der britischen und deutschen Arbeiterbewegung im Vergleich 1899–1914
ISBN: 978-3-86331-188-9

Matinee und Buchpräsentation

978-3-86331-222-0

Dezember 2014

ISBN: 978-3-86331-222-0
304 Seiten · 22,00 Euro

>>> bestellen



Sonntag, 14. Dezember 2014, 11.00 bis 13.00 Uhr

Deutsches Schauspielhaus Hamburg
Marmorsaal
Kirchenallee 39
20099 Hamburg

Eine Festschrift für Hannes Heer

Mit einer Podiumsdiskussion zum Thema:
Mütter, Väter, keine Täter? Zur Kritik der Erinnerungskultur
in Deutschland


Mit Aleida Assmann, Micha Brumlik, Hannes Heer und Habbo Knoch

Moderation: Ulrich Hentschel

Seitdem der Student Hannes Heer 1968 mit einer Gruppe von Kommilitonen die Unterschrift des damaligen Bundespräsidenten Heinrich Lübke im Goldenen Buch der Universität Bonn nachträglich mit der Berufsbezeichnung „KZ-Baumeister“ versah, sind einige Jahrzehnte vergangen – Jahrzehnte, die das Gesicht der Bundesrepublik verändert haben und die der ehemalige Student als Historiker, Autor, Filmregisseur und Ausstellungskurator begleitet und mitgeprägt hat. Diese verdienstvolle Arbeit soll nun in einer Festschrift gewürdigt werden, die am 14. 12. der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt und Hannes Heer überreicht wird. Gleichzeitig soll der Anlass genutzt werden, um über den Zustand der gegenwärtigen Erinnerungskultur in Deutschland zu debattieren.


Sven Fritz · Jens Geiger (Hrsg.)
Viele Schichten Wahrheit. Beiträge zur Erinnerungskultur
Festschrift für Hannes Heer
ISBN: 978-3-86331-222-0


Dezember 2014

ISBN: 978-3-86331-216-9
341 Seiten · 24,00 Euro

>>> bestellen



Freitag, 12. Dezember 2014, 18.00 Uhr

Großherzogtum Luxemburg, Botschaft in Deutschland
Klingelhöferstraße 7
10785 Berlin

Ravensbrück – Rückblicke 2014
Bilder, Lesung, Musik

Begrüßungen:
S. E. Herr Botschafter Georges Santer
Dr. Insa Eschebach, Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Grußwort:
Sonja Reichert, Generalsekretärin des Internationalen Sachsenhausen Komitees, Luxemburg

Vortrag:
Loretta Walz, Filmemacherin und Autorin, Düsseldorf
Luxemburgerinnen erinnern sich an Ravensbrück

Rückblicke 2014:
Dr. Insa Eschebach

Vorstellung des Sammlungsgegenstandes:
Dr. Peter Plieninger, Internationaler Freundeskreis der Gedenkstätte Ravensbrück e.V.

Porträtzeichnungen ehemaliger Häftlinge des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück:
Gunda Jakoby, Künstlerin, Berlin

Musik:
Ensemble Concentus Alius

Anschließender Empfang

Eine Veranstaltung des Internationalen Freundeskreises Ravensbrück, der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück und des Metropol Verlags in Kooperation mit dem Großherzogtum Luxemburg, Botschaft in Deutschland


Insa Eschebach (Hrsg.)
Das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück
Neue Beiträge zur Geschichte und Nachgeschichte
Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 12
ISBN: 978-3-86331-216-9

Buchvorstellung und Gespräch

978-3-86331-106-3

Januar 2013

ISBN: 978-3-86331-106-3
216 Seiten · 19,00 Euro

>>> bestellen



Mittwoch, 3. Dezember, 19.30 Uhr

Literatursalon des Restaurants Theodor Tucher
am Brandenburger Tor

Pariser Platz 6 A
10117 Berlin-Mitte

Berlin Jenaer Straße 7: Zwei von sechs Millionen
Zur Erinnerung an Albert und Minna Neuburger

Dr. Rainer Faupel, Autor, Staatssekretär a. D.

Die Verlegung von Stolpersteinen vor seinem Wohnhaus hat Rainer Faupel Anlass gegeben, Leben und Verfolgungsschicksal des Ehepaares Albert und Minna Neuburger zu erforschen und zu dokumentieren.
Als Schriftsteller und Journalisten haben Albert und Minna Neuburger wichtige Beiträge zu Kultur und Gesellschaft ihrer Zeit geleistet. Durch die judenfeindlichen Diskriminierungen der Nationalsozialisten wurde ihr Lebenskonzept als Intellektuelle und Teil des deutschen Bürgertums lange vor ihrem elenden Tod zerstört.
Minna Neuburger hat ein beliebtes hauswirtschaftliches Handbuch herausgegeben. Albert Neuburger hat als Autor unverändert lesenswerter Bücher naturwissenschaftlich-technischen Inhalts und als Technikjournalist großen Erfolg gehabt. Auf der Höhe ihres Schaffens sind sie ausgegrenzt und stigmatisiert worden. Finanziell ausgeplündert und um ihren Lebenserfolg gebracht, wurden sie schließlich von den Vollstreckern der „Endlösung“ aus ihrer Wohnung vertrieben und in den Tod nach Theresienstadt deportiert.
Die Schilderung des Schicksals dieses Paares stellt das individuelle Grauen in den Vordergrund und lässt so das bloß allgemeine Wissen um die Verfolgung der Juden seine Abstraktheit verlieren.
Die Analyse des mühseligen Entschädigungs- und Wiedergutmachungsverfahrens benennt die großen inhaltlichen und verfahrensmäßigen Probleme des Projekts Wiedergutmachung.


Rainer Faupel
Berlin Jenaer Straße 7: Zwei von sechs Millionen
Zur Erinnerung an Albert und Minna Neuburger
ISBN: 978-3-86331-106-3

Buchvorstellung

978-3-86331-194-0

Juli 2014

ISBN: 978-3-86331-194-0
326 Seiten · 22,00 Euro

>>> bestellen



Montag, 24. November 2014, 18.30 Uhr

Auditorium des Felleshus der Nordischen Botschaften
Rauchstraße 1
10787 Berlin

Skandinavien als Zuflucht für jüdische Intellektuelle 1933–1945

Dr. Jorunn Sem Fure, Direktorin des Museums Telemark, Norwegen
Dr. Izabela A. Dahl, Forscherin an der Universität Göteborg

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten brach im Deutschen Reich Terror gegen Juden und Andersdenkende los. Die sich schrittweise, aber rasant verschlechternden Lebensverhältnisse und die zunehmende Verfolgung zwangen Tausende Menschen zur Flucht. Außerhalb von Hitlers Macht- und Einflussbereich mussten sie den Versuch wagen, sich eine neue Existenz aufzubauen. Verglichen mit ihren europäischen Nachbarländern nahmen die skandinavischen Länder nur wenige Flüchtlinge auf. Dennoch wurden sie, insbesondere das neutrale Schweden, aufgrund der politischen Entwicklung in Europa zu wichtigen Zentren des Exils. In der Folge leisteten die Emigranten bedeutende Beiträge zu Kunst, Kultur, Wissenschaft und Politik der Aufnahmeländer.
Nach dem Vortrag laden die Schwedische und die Norwegische Botschaft zu einem Umtrunk ein.


Izabela A. Dahl · Jorunn Sem Fure (Hrsg.)
Skandinavien als Zuflucht für jüdische Intellektuelle 1933–1945
ISBN: 978-3-86331-194-0

Buchvorstellung

978-3-86331-208-4

November 2014

ISBN: 978-3-86331-208-4
328 Seiten · 22,00 Euro

>>> bestellen



Mittwoch, 12. November 2014, 19.30 Uhr

Gleimhaus
Museum der deutschen Aufklärung
Domplatz 31
38820 Halberstadt

Neuer Familienkundlicher Abend
Sabine Klamroth: Präsentation der Neuausgabe
„Erst wenn der Mond bei Seckbachs steht“
Juden im alten Halberstadt


Einführung in das Buch und Lesung:
Sabine Klamroth, Rechtsanwältin und Autorin

Wie auch in anderen Städten Deutschlands lebte in Halberstadt eine jüdisch-orthodoxe Gemeinde über Jahrhunderte mit der Mehrheit ihrer meist christlichen Mitbürger zusammen. Orthodoxe Juden sind gesetzestreu, sie befolgen fast wörtlich die Gebote des Allmächtigen, die dieser ihnen über den Propheten Mose am Sinai verkündet hat. Das führt dazu, dass auch in Halberstadt Parallelgesellschaften entstanden, denn die Lebensweisen von strenggläubigen Juden und Nicht-Juden unterscheiden sich diametral. Trotzdem nahmen die orthodoxen Juden hier und anderswo lebhaften Anteil an ihren Heimatkommunen und trugen unter anderem als Ärzte, Kaufleute oder Handwerker Wesentliches zu deren Entwicklung bei – bis sie von den Nazis beraubt, deportiert und ermordet wurden, wenn sie nicht rechtzeitig fliehen konnten.
Sabine Klamroth schildert dieses Zusammenleben am Beispiel einzelner Familien, Straßen, Feste und gesellschaftlicher Ereignisse.

Eine Veranstaltung des Vereins zur Bewahrung jüdischen Erbes in Halberstadt und des Neuen Familienkundlichen Abends


Sabine Klamroth
„Erst wenn der Mond bei Seckbachs steht“
Juden im alten Halberstadt
ISBN: 978-3-86331-208-4

Vernissage

978-3-86331-214-5

November 2014

ISBN: 978-3-86331-214-5
140 Seiten · 16,00 Euro

>>> bestellen



Donnerstag, 6. November 2014, 19.30 Uhr

Jugend Museum Schöneberg
Hauptstraße 40/42
10827 Berlin

Im Visier der Stasi – Aktivitäten des DDR-Geheimdienstes rund um das Rathaus Schöneberg

Ausstellung 7. November 2014 bis 29. März 2015
Montag bis Donnerstag 14–18.00 Uhr
Freitag 9–14.00 Uhr
Samstag, Sonntag 14–18.00 Uhr

Das Rathaus Schöneberg zählte in der Zeit des Kalten Krieges als West-Berliner Regierungssitz zu den bedeutendsten Gebäuden der Stadt. Das Ministerium für Staatssicherheit interessierte sich sehr für die Geschehnisse im und um das Rathaus, weshalb der Geheimdienst der DDR in Schöneberg besonders viele Spione anwarb.
Die Ausstellung gibt einen Einblick in die vielfältigen Aktivitäten der Staatssicherheit im Bezirk. Die Stasi ließ nicht nur fotografieren, filmen und beobachten, sie beauftragte auch eine Entführung und engagierte Kriminelle. Für den Fall einer Einnahme West-Berlins gab es detaillierte Pläne für einen Standort der Stasi in Schöneberg.


Irene von Götz · Helmut Müller-Enbergs
Im Visier der Stasi.
Spionage in Berlin-Schöneberg

Herausgegeben im Auftrag des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg,
Abteilung Bildung, Kultur und Sport, Fachbereich Kunst, Kultur, Museen /
Museen Tempelhof-Schöneberg
ISBN: 78-3-86331-214-5

Buchvorstellung und Diskussion

978-3-86331-144-5

November 2013

ISBN: 978-3-86331-144-5
208 Seiten · 19,00 Euro

>>> bestellen



Donnerstag, 6. November 2014, 19.00 Uhr

Topographie des Terrors
Seminarraum
Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
10963 Berlin

„Sie wollten einfach normal sein in einer Zeit, in der die Normalität ‚baden gegangen‘ war.“
Cornelia Schmalz-Jacobsen diskutiert mit Jugendlichen über ihr Buch „Zwei Bäume in Jerusalem“


Begrüßung:
Prof. Dr. Andreas Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors
Wolfgang Tiefensee, Vorsitzender von Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.

Cornelia Schmalz-Jacobsen:
Lesung und Diskussion mit Auszubildenden der Volkswagen AG aus Kassel
und Wolfsburg

Moderation:
Christoph Heubner, Geschäftsführender Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees

Ein Dankeschön an Cornelia Schmalz-Jacobsen zu ihrem
bevorstehenden 80. Geburtstag:
Dr. Josef Joffe, Herausgeber der Wochenzeitung DIE ZEIT

Im Anschluss laden wir ein zu einem kleinen Empfang.

Um Anmeldung bis 31. Oktober 2014 wird gebeten:
veranstaltungen@topographie.de oder Telefon 030 254509-0

„Sie wollten einfach normal sein in einer Zeit, in der die Normalität‚
baden gegangen‘ war.“
Cornelia Schmalz-Jacobsen erzählt in ihrem ergreifenden Bericht vom Widerstand ihrer Eltern, Donata und Eberhard Helmrich, gegen den Nationalsozialismus und deren Einsatz für verfolgte Juden. Ganz selbstverständlich – so empfanden sie es – halfen sie und zeigten so, dass es möglich war, in Zeiten der Diktatur Leben zu retten. Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem ehrte sie dafür als „Gerechte unter den Völkern“. In der „Allee der Gerechten“ erinnern heute zwei Bäume an die mutigen Rettungsaktionen der Helmrichs.

Cornelia Schmalz-Jacobsen selbst steht mit ihrem Leben und ihrem beruflichen und ehrenamtlichen Engagement für eine Gesellschaft in Vielfalt. Heute ist sie stellvertretende Vorsitzende von Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. Bis 2009 war sie Vorsitzende des deutschen Partners von Humanity in Action und seitdem Mitglied des Vorstands und seit 2012 Ehrenvorsitzende. Von 1985 bis 1989 war Cornelia Schmalz-Jacobsen Senatorin für Jugend und Familie des Landes Berlin, 1988 bis 1991 Generalsekretärin der FDP und von 1991 bis 1998 Ausländerbeauftragte der Bundesregierung.

Eine Veranstaltung von Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V., des
Internationalen Auschwitz Komitees, der Stiftung Topographie des Terrors, der Gedenkstätte Stille Helden, der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und des Metropol Verlags.


Cornelia Schmalz-Jacobsen
Zwei Bäume in Jerusalem
Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden, Band 1
ISBN: 978-3-86331-144-5

Buchvorstellung

978-3-86331-218-3

November 2013

ISBN: 978-3-86331-218-3
224 Seiten · 24,00 Euro

>>> bestellen



Donnerstag, 6. November 2014, 10.30 Uhr

Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Oranienburger Str. 28–30
10117 Berlin

Von Innen nach Außen
From the Inside to the Outside
Die Novemberpogrome 1938 in Diplomatenberichten aus Deutschland The 1938 November Pogroms in Diplomatic Reports from Germany

Dr. Hermann Simon, Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin –
Centrum Judaicum
Dr. Christian Dirks, Historiker, BERGZWO communication + concepts

Im vergangenen Jahr – 75 Jahre nach den Novemberpogromen 1938 – widmeten sich das Auswärtige Amt und das Centrum Judaicum in einer Ausstellung den Berichten ausländischer Diplomaten über die Ereignisse.
Wie schilderten die Vertreter anderer Staaten den Ausbruch offener Gewalt gegen die Juden in Deutschland? Wer waren die Verfasser der Berichte? Und wie reagierte das Auswärtige Amt auf Interventionen ausländischer Missionen? Dokumente aus über 20 Ländern werfen ein neues Licht auf die Diplomatiegeschichte des Jahres 1938. Sie zeigen, wie die Pogrome international wahrgenommen wurden und wie „VON INNEN NACH AUSSEN“ berichtet wurde.
Jetzt liegt eine Publikation zur gleichnamigen Ausstellung vor, die von allen Beteiligten vorgestellt wird.

Veranstalter: Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Auswärtiges Amt, BERGZWO communication + concepts, Metropol Verlag.


Christian Dirks · Hermann Simon (Hrsg.)
Von Innen nach Außen
From the Inside to the Outside

Die Novemberpogrome 1938 in Diplomatenberichten aus Deutschland
The 1938 November Pogroms in Diplomatic Reports from Germany
ISBN: 978-3-86331-218-3

Buchvorstellung und Lesung

Oktober 2014

ISBN: 978-3-863331-209-1
266 Seiten · 24,00 Euro

>>> bestellen



Donnerstag, 16. Oktober 2014, 18.00 Uhr

Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Ort der Information
Cora-Berliner-Straße 1
10117 Berlin

Das ungeschriebene Tagebuch des Israel Unger

Begrüßung:
Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Grußwort:
I. E. Marie Gervais-Vidricaire, Botschafterin von Kanada in Deutschland

Einführung in das Buch (in englischer Sprache):
Carolyn Gammon, im Gespräch mit Israel Unger

Lesung:
Heinz Kloss, Theaterschauspieler

Israel Unger (*1938) stammt aus dem westgalizischen Tarnów. Er überlebte den Holocaust zusammen mit seiner Familie und fünf weiteren Personen in einem zehn Quadratmeter großen Raum auf dem Dachboden einer Fabrik. Auch nach dem Krieg war die Familie Unger in Polen nicht sicher. Nach dem Pogrom von Kielce im Juli 1946 mit über 40 ermordeten Juden schickten seine Eltern Israel und seinen Bruder nach Frankreich, bis sie im Jahr 1951 alle zusammen nach Kanada auswandern konnten. Im Oktober 2014 erscheint die von Carolyn Gammon und Israel Unger gemeinsam verfasste Biografie „The Unwritten Diary of Israel Unger“ (Waterloo, Ontario 2013) auf Deutsch.

Um Anmeldung bis zum 14. Oktober 2014 wird gebeten
unter info@stiftung-denkmal.de.


Carolyn Gammon · Israel Unger
Das ungeschriebene Tagebuch des Israel Unger
Aus dem Amerikanischen von Erica Fischer
ISBN: 978-3-863331-209-1

Buchvorstellung und Lesung

978-3-86331-136-0

September 2013

ISBN: 978-3-86331-136-0
144 Seiten · 16,00 Euro

>>> bestellen



Mittwoch, 1. Oktober 2014, 19.00 Uhr

Gedenkstätte Stille Helden
Seminarraum
Rosenthaler Straße 39
10178 Berlin-Mitte

Elisabeth Hofacker: Menschen auf dem Prüfstand
Eine Berliner Familie im Widerstand gegen die Judenverfolgung


Einführung in das Buch & Lesung:
Dr. Claudia Schoppmann, Historikerin, Mitarbeiterin der Gedenkstätte
Stille Helden

Moderation:
Barbara Schieb, Gedenkstätte Stille Helden

Elisabeth Hofacker (1928–1988) wuchs im Bayerischen Viertel in Berlin-Schöneberg auf, wo ihre Eltern, Wilhelm und Luise Teske, eine Schuhmacherwerkstatt betrieben. Sie gehörten der „Christlichen Versammlung“ an, einer evangelischen Glaubensgemeinschaft, die sich nach ihrem Verbot durch die Nationalsozialisten 1937 im „Bund freikirchlicher Christen“ organisierte. In ihrem Buch schildert die Verfasserin, wie ihre Familie als gläubige Christen auch nach 1933 zu ihren jüdischen Kunden und Freunden hielt und sie trotz des Risikos auf vielfältige Weise unterstützte. Luise und Wilhelm Teske wurden nach dem Krieg für ihre Hilfe mehrfach (postum) geehrt, unter anderem 2009 durch die israelische Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“.

Eine Veranstaltung des Fördervereins Blindes Vertrauen e. V., der Gedenkstätte Stille Helden und des Museums Blindenwerkstatt Otto Weidt

Um Anmeldung wird gebeten unter info@museum-blindenwerkstatt.de.


Elisabeth Hofacker
Menschen auf dem Prüfstand
Eine Berliner Familie im Widerstand gegen die Judenverfolgung
Herausgegeben von Claudia Schoppmann
Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden, Band 2
ISBN: 978-3-863331-136-0

Lesung und Zeitzeugengespräch

978-3-86331-128-5

September 2013

ISBN: 978-3-86331-128-5
488 Seiten · 24,00 Euro

>>> bestellen



Donnerstag, 25. September 2014, 19.00 Uhr

Marstall Schwerin
Werderstraße 120
19055 Schwerin

Gulag-Kinder. Die vergessenen Opfer

Lesung:
Dr. Meinhard Stark, Historiker und Autor, Berlin

Zeitzeugengespräch mit:
Dr. Meinhard Stark,
Stefan Krikowski, Sohn eines ehemaligen Gulag-Häftlings
Romani Rose, Vorsitzender Zentralrat Deutscher Sinti und Roma

Moderation:
Anne Drescher, Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR

Gulag-Kinder gehören zu den vergessenen Opfern des kommunistischen Terrors. Sie kamen unter widrigsten Bedingungen im Gulag zur Welt, vegetierten jahrelang in Kinderheimen, später mit ihren Müttern und Vätern in der Verbannung, schufteten in Arbeitsbesserungskolonien. Aber auch nach der Haftentlassung ihrer Eltern geborene Kinder tragen Spuren von deren Lagerhaft.
Meinhard Stark hat mehr als 100 Gulag-Kinder sowie deren Mütter und Väter befragt. Er liest an diesem Abend aus seinem Buch und bringt einige Mitschnitte aus Interviews mit Zeitzeugen zu Gehör. Anschließend spricht er mit Stefan Krikowski, dem Sohn eines ehemaligen Gulag-Häftlings, über die Erfahrungen der zweiten Generation.

In Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung


Meinhard Stark
Gulag-Kinder. Die vergessenen Opfer
ISBN: 978-3-86331-128-5

Buchvorstellung und Podiumsdiskussion

978-3-86331-205-3

ISBN: 978-3-86331-205-3
315 Seiten ·22,00 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 16. September 2014, 18.00 Uhr

Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Ort der Information
Cora-Berliner-Straße 1
10117 Berlin

„Sinti und Roma – Die unerwünschte Minderheit“

Begrüßung:
Uwe Neumärker, Direktor Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Einführung:
Prof. Dr. Wolfgang Benz, Historiker und Sprecher des Beirats
der Stiftung Denkmal

Podiumsdiskussion:
Prof. Dr. Wolfgang Benz
Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags
Romani Rose, Vorsitzender Zentralrat Deutscher Sinti und Roma

Moderation:
Dr. Angelika Königseder, Historikerin und Lektorin

Die Minderheit der „Zigeuner“ erfuhr seit jeher Diskriminierung und Verfolgung. Im „Dritten Reich“ gipfelten sie im Völkermord, den die Mehrheitsgesellschaft vergessen oder nie wahrgenommen hat. Die Ausgrenzung der Sinti und Roma dauerte auch nach 1945 an: Tradierte Vorurteile sind weiter wirksam und richten sich heute gegen zuwandernde Roma aus Südosteuropa, die als Gefahr für Gesellschaft, Sozialsystem und Arbeitsmarkt empfunden werden. In seinem neuen Buch stellt Wolfgang Benz Ursachen und Wirkungen des medial und politisch instrumentalisierten Problems Antiziganismus dar.


Wolfgang Benz
Sinti und Roma: Die unerwünschte Minderheit
Über das Vorurteil Antiziganismus
ISBN: 978-3-86331-205-3

Podiumsdiskussion mit Buchvorstellung

978-3-86331-189-6

Mai 2014

ISBN: 978-3-86331-189-6
192 Seiten · 19,00 Euro

>>> bestellen



Donnerstag, 28. August 2014, 19.00 Uhr

Einstein Forum Potsdam
Am Neuen Markt 7
14467 Potsdam

Rechtsextremismus in Brandenburg

Begrüßung:
Prof. Dr. Julius Schoeps, Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums
Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Podiumsteilnehmer:
Andreas Büttner, Mitglied der FDP-Landtagsfraktion
Margitta Mächtig, Vorsitzende der Landtagsfraktion DIE LINKE
Klaus Ness, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion
Sven Petke, Mitglied der CDU-Landtagsfraktion
Yvonne Plaul, Landtagskandidatin von Bü90/Die Grünen

Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags
Romani Rose, Vorsitzender Zentralrat Deutscher Sinti und Roma

Moderation:
Torsten Mandalka, RBB

Rechtsextremismus macht in Brandenburg immer wieder Schlagzeilen. Dazu gehören sowohl Versuche, gegen Flüchtlinge Stimmung zu machen, als auch rechtsextreme Provokationen vor der Gedenkstätte Sachsenhausen. Selbst wenn derzeit der Einzug der rechtsextremen NPD in das Landesparlament unwahrscheinlich erscheint, bleibt das Thema aktuell. Die Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus und die Förderung von demokratischem Bewusstsein, Zivilgesellschaft und Toleranz werden auch in der kommenden Legislaturperiode den Brandenburger Landtag beschäftigen. Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und das Moses Mendelssohn Zentrum wollen mit Mitgliedern aller im Landtag vertretenen Parteien über das Themenfeld diskutieren.
Gleichzeitig wird an dem Abend der von der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und dem Moses Mendelssohn Zentrum jüngst veröffentlichte Sammelband »Angriffe auf die Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen. Rechtsextremismus in Brandenburg und die Gedenkstätte Sachsenhausen«, Berlin (Metropol) 2014, der Öffentlichkeit vorgestellt.


Christoph Kopke (Hrsg.)
Angriffe auf die Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen
Rechtsextremismus in Brandenburg und die Gedenkstätte Sachsenhausen
Herausgegeben im Auftrag des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien und der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
ISBN: 978-3-86331-189-6

Buchvorstellung & Lesung

978-3-86331-136-0

September 2013

ISBN: 978-3-86331-136-0
144 Seiten · 16,00 Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 26. Juni 2014, 19.00 Uhr

Evangelische Kirchengemeinde „Zum Heilsbronnen“
Vorhalle/Kirchencafé
Heilbronner Straße 20
10779 Berlin

Buchvorstellung & Lesung im Kultursalon der Evangelischen Kirchengemeinde „Zum Heilsbronnen“

Menschen auf dem Prüfstand
Eine Berliner Familie im Widerstand gegen die Judenverfolgung

Begrüßung: Pfarrer Florian Kunz

Einführung in das Buch & Lesung:
Dr. Claudia Schoppmann, Historikerin, Mitarbeiterin der
Gedenkstätte Stille Helden

Elisabeth Hofacker (1928–1988) wuchs im Bayerischen Viertel in Berlin-Schöneberg auf, wo ihre Eltern, Wilhelm und Luise Teske, eine Schuhmacherwerkstatt betrieben. Sie gehörten der „Christlichen Versammlung“ an, einer evangelischen Glaubensgemeinschaft, die sich nach ihrem Verbot durch die Nationalsozialisten 1937 im „Bund freikirchlicher Christen“ organisierte. In ihrem Buch schildert die Verfasserin, wie ihre Familie als gläubige Christen auch nach 1933 zu ihren jüdischen Kunden und Freunden hielt und sie trotz des Risikos auf vielfältige Weise unterstützte. Luise und Wilhelm Teske wurden nach dem Krieg für ihre Hilfe mehrfach (postum) geehrt, unter anderem 2009 durch die israelische Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“.


Elisabeth Hofacker
Menschen auf dem Prüfstand
Eine Berliner Familie im Widerstand gegen die Judenverfolgung
Herausgegeben von Claudia Schoppmann
Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden, Band 2
ISBN: 978-3-863331-136-0

Zeitzeugengespräch &
Lesung

978-3-86331-185-8

Mai 2014

ISBN: 978-3-86331-185-8
144 Seiten · 16,00 Euro

>>> bestellen

Mittwoch, 25. Juni 2014, 19.00 Uhr

Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt
Seminarraum
Rosenthaler Straße 39
10178 Berlin-Mitte

Der Gerechte aus der Wehrmacht
Das Überleben der Familie Malkes in Wilna und die Suche nach Karl Plagge

Zeitzeugengespräch & Lesung:
Simon Malkès, Paris

Moderation:
Dr. Beate Kosmala, Gedenkstätte Stille Helden

Simon Malkès wird 1927 als Sohn jüdischer Eltern in Wilna geboren. Im September 1941, zwei Monate nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht, wird die Familie mit allen jüdischen Einwohnern der Stadt im Ghetto Wilna eingeschlossen. Der 14-jährige Simon und sein Vater Abram Malkes leisten als Elektriker in Reparaturwerkstätten der Wehrmacht Zwangsarbeit. Sie erleben, wie immer mehr Ghettoinsassen im Wald von Ponary ermordet werden. Ihnen bleibt dieses Schicksal erspart, da der Leiter des „Heereskraftfahrparks“, Major Karl Plagge, seine schützende Hand über „seine“ Juden hält.
Simon Malkès spricht über die Zeit im Ghetto, die dramatischen letzten Tage vor der Befreiung und über seine Nachkriegsodyssee von Vilnius nach Lódz, München und Paris, wo er seit 1952 lebt. Seit 2000 beteiligt er sich an der Suche nach dem „Gerechten“ aus der Wehrmacht. Anlass seines Besuchs in Berlin ist die Veröffentlichung seiner Erinnerungen.

Der Eintritt ist frei.
Bitte melden Sie sich zu dieser Veranstaltung telefonisch (030 – 285 99 407) oder per E-Mail unter info@museum-blindenwerkstatt.de an.

Eine Veranstaltung der Gedenkstätte Stille Helden, des Museums Blindenwerkstatt Otto Weidt und des Fördervereins Blindes Vertrauen e.V.


Simon Malkès
Der Gerechte aus der Wehrmacht
Das Überleben der Familie Malkes in Wilna und die Suche nach Karl Plagge
Aus dem Französischen übersetzt und herausgegeben von Beate Kosmala
Publikationen der Gedenkstätte Stille Helden, Band 4
ISBN: 978-3-863331-185-8

Vortrag

978-3-86331-195-7

Mai 2014

ISBN: 978-3-86331-195-7
520 Seiten · 24,00 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 10. Juni 2014, 19.00 Uhr

Topographie des Terrors
Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
10963 Berlin

Vortragsreihe „Antisemitismus in Europa 1879–1945“

Judenverfolgung in Triest während Faschismus
und Nationalsozialismus 1922–1945


Vortrag:
Dr. René Moehrle, Imre-Kertész-Kolleg Jena

Moderation:
Prof. Dr. Ulrich Wyrwa, Professor für Neuere Geschichte an der Universität Potsdam und Ko-Leiter des Forschungskollegs „Antisemitismus in Europa“ am ZfA der TU Berlin

Das Triestiner Judentum war seit dem 13. Jahrhundert fester Bestandteil der nordadriatischen Hafenstadt. Antisemitismus war hier in den über 500 Jahren Habsburgerherrschaft ein wiederkehrendes Thema. In Italien, dem Triest nach dem Ersten Weltkrieg zufiel, waren Juden emanzipiert. In Triest waren sie in hohen wirtschaftlichen Positionen vertreten, machten aber auch als Faschisten politische Karriere. Dennoch avancierte die Stadt mit der drittgrößten jüdischen Gemeinde Italiens zum Versuchslabor eines Staatsantisemitismus, den Mussolini 1938 offiziell von Triest aus ankündigte. Seit der deutschen Besetzung Italiens regierte Friedrich Rainer von 1943 bis Kriegsende als Oberster Kommissar die Operationszone Adriatisches Küstenland, deren Hauptstadt Triest war. In ihr errichtete Odilo Globocnik die Risiera di San Sabba, das einzige Konzentrationslager der südlichen Hemisphäre mit einem Verbrennungsofen.

Eine Veranstaltung der Stiftung Topographie des Terrors, des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin und der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.


René Moehrle
Judenverfolgung in Triest während Faschismus
und Nationalsozialismus 1922–1945

Reihe Studien zum Antisemitismus in Europa, Bd. 8
ISBN: 978-3-86331-195-7

Vortrag

978-3-86331-138-4

November 2013

ISBN: 978-3-86331-138-4
480 Seiten · 24,00 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 3. Juni 2014, 19.00 Uhr

Topographie des Terrors
Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
10963 Berlin

Vortragsreihe „Krieg – Besatzung – Erinnerung. Polen und der Zweite Weltkrieg“
Die Berichte der Einsatzgruppen aus Polen

Vorträge:
Dr. Jochen Böhler, Imre-Kertész-Kolleg Jena
Dr. Stephan Lehnstaedt, Deutsches Historisches Institut Warschau

Einführung und Moderation:
Dr. Jürgen Matthäus, United States Holocaust Memorial Museum, Washington DC

Die Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei waren die Speerspitze des Massenmordes an der polnischen und jüdischen Bevölkerung. Ihre hier erstmals vollständig edierten Berichte sind eine singuläre Quelle der ersten Wochen deutscher Besatzung in Polen und weisen zugleich über 1939 heraus. Die Dokumentation enthält zudem ein Konzept für das geplante Vorgehen vom August 1939 sowie statistische Übersichten zur jüdischen Bevölkerung im Warthegau und in Ostoberschlesien, die auch Auskunft über die dort eingesetzten Judenräte geben.

Eine Veranstaltung der Stiftung Topographie des Terrors, des Deutschen Historischen Instituts und des Metropol Verlags.


Stephan Lehnstaedt · Jochen Böhler (Hrsg.)
Die Berichte der Einsatzgruppen aus Polen 1939
Vollständige Edition
ISBN: 978-3-86331-138-4

Buchvorstellung

978-3-86331-131-5

Oktober 2013

ISBN: 978-3-86331-131-5
421 Seiten · 24,00 Euro

>>> bestellen

Sonntag, 1. Juni 2014, 14.00 Uhr

Mehringhof Kreuzberg
Raum SFE 1
Gneisenaustraße 2a
10961 Berlin

12. Linke Buchtage Berlin im Mehringhof Kreuzberg

Deutsche Scham
Gender · Medien · „Täterkinder“
Eine Analyse der Auseinandersetzungen
von Niklas Frank, Beate Niemann und Malte Ludin

Referentin:
Dr. Konstanze Hanitzsch, Gender- und Literaturwissenschaftlerin, Autorin

Erinnerungstexte und -filme von Nachkommen nationalsozialistischer Täter und Täterinnen stehen seit der Jahrtausendwende verstärkt im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Von der Schnittstelle zwischen kollektivem Gedächtnis der Nation und individuellem Familiengedächtnis ausgehend befasst sich die Studie mit Texten und Dokumentarfilmen von und über Niklas Frank, Beate Niemann und Malte Ludin. Besonderes Augenmerk gilt der Bedeutung geschlechtlicher Codierungen und der subjektgenerierenden Funktion der Emotion Scham.


Konstanze Hanitzsch
Deutsche Scham. Gender · Medien · „Täterkinder“
Eine Analyse der Auseinandersetzungen
von Niklas Frank, Beate Niemann und Malte Ludin
ISBN: 978-3-86331-131-5

Buchvorstellung

978-3-86331-132-2

Juni 2013

ISBN: 978-3-86331-132-2
280 Seiten, 22,00 Euro

>>> bestellen

Samstag, 31. Mai 2014, 20.00 Uhr

Mehringhof Kreuzberg
Buchladen Schwarze Risse
Gneisenaustraße 2a
10961 Berlin

12. Linke Buchtage Berlin im Mehringhof Kreuzberg

Black Berlin
Die deutsche Metropole und ihre afrikanische Diaspora in Geschichte und Gegenwart

Referent:
Oumar Diallo, Diplomsoziologe und Geschäftsführer des Afrika-Hauses in Berlin

Menschen afrikanischer Herkunft leben seit vielen Generationen in Berlin und prägen die Metropole an der Spree und ihre Transkulturalität. Der Titel des Buches – „Black Berlin“ – verweist auf die Rückwirkungen, die das Jahrhunderte währende koloniale Projekt Europas auch auf Deutschland ausgeübt hat. Die Beiträge des Sammelbandes befassen sich mit den verschiedenen Phasen der afrikanischen Migration in den vergangenen rund drei Jahrhunderten. Sie spüren dem Leben von Afrikanerinnen und Afrikanern, Schwarzen Deutschen, People of Color oder Afro-Amerikanern nach und erzählen von ihrem Ringen um Emanzipation und soziale Gleichstellung. Zur Sprache kommen neben Fragen der Integrationspolitik auch der (latente) Rassismus und Diskriminierungen vonseiten der weißen Mehrheitsgesellschaft. Schließlich werden wichtige Initiativen der Diaspora-Gemeinschaften und ihre politischen Aktivitäten im heutigen Berlin vorgestellt.


Oumar Diallo · Joachim Zeller (Hrsg.)
Black Berlin
Die deutsche Metropole und ihre afrikanische Diaspora in Geschichte und Gegenwart
ISBN: 978-3-86331-132-2

Buchvorstellung

978-3-86331-159-9

November 2013

ISBN: 978-3-86331-159-9
239 Seiten · 19,00 Euro

>>> bestellen

Samstag, 31. Mai 2014, 16.00 Uhr

Mehringhof Kreuzberg
Buchladen Schwarze Risse
Gneisenaustraße 2a
10961 Berlin

12. Linke Buchtage Berlin im Mehringhof Kreuzberg

Das Zwangslager für Sinti und Roma in Berlin-Marzahn
Alltag, Verfolgung und Deportation

Referentin:
Patricia Pientka, Historikerin, Autorin, Mitglied der Graduiertenschule des Zentrums Jüdische Studien

Zwischen 1936 und 1945 waren schätzungsweise 1200 Sinti und Roma im Zwangslager Berlin-Marzahn interniert. Das am Rande der damaligen Reichshauptstadt Berlin gelegene Lager war das größte kommunale »Zigeunerlager« im sogenannten Altreich. Die Nationalsozialisten nutzten es zur gewaltsamen Exklusion von Sinti und Roma, ihrer rassistischen und kriminalpolizeilichen Erfassung sowie ihrer Ausbeutung durch Zwangsarbeit, und schließlich diente es als Sammellager für Deportationen der Festgehaltenen in verschiedene Konzentrationslager.
In ihrem 2013 erschienenen Buch »Das Zwangslager für Sinti und Roma in Berlin-Marzahn. Alltag, Verfolgung und Deportation« beschreibt die Historikerin Patricia Pientka die Einrichtung des Lagers, das im Vorfeld der 1936 in Berlin stattfindenden Olympischen Spiele entstand. Die Autorin rekonstruiert die Lebensbedingungen im Lager, informiert über die verschiedenen an der Verfolgung beteiligten Akteure, insbesondere über die Rolle der Berliner »Dienststelle für Zigeunerfragen«, und fragt nach den Schicksalen der Internierten. Ein besonderes Augenmerk richtet sie auf die Umstände der Deportationen von Berlin-Marzahn in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.


Patricia Pientka
Das Zwangslager für Sinti und Roma in Berlin-Marzahn
Alltag, Verfolgung und Deportation
ISBN: 978-3-86331-159-9

Buchvorstellung

978-3-86331-121-6

Januar 2014

ISBN: 978-3-86331-121-6
376 Seiten · 22,00 Euro

>>> bestellen

Freitag, 30. Mai 2014, 18.00 Uhr

Mehringhof Kreuzberg
Raum SFE 1
Gneisenaustraße 2a
10961 Berlin

12. Linke Buchtage Berlin im Mehringhof Kreuzberg

Sprache – Macht – Rassismus
Die Sprache(n) des antimuslimischen Rassismus: Akif Pirinçci und Thilo Sarrazin

Referentin:
Gudrun Hentges, Dipl. Pol., Dr. phil., Professorin für Politikwissenschaft an der Hochschule Fulda

Agnieszka Satola, Dr., wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Hochschule Fulda

Im Jahr 2013 erregte die Debatte um rassistische Sprache, u. a. in Kinderbüchern, mediale Aufmerksamkeit, und die Auseinandersetzung um Sprache, Wissen und Rassismus, wie sie seit geraumer Zeit in den Sozial- und Kultur- sowie den Sprachwissenschaften diskutiert wird, gewann erneut an Relevanz. Der Band konzentriert sich auf die Dimensionen „Sprache – Macht – Rassismus“ und untersucht deren wechselseitige Beeinflussung. Jenseits von Skandalisierung und Polemik will die Publikation die Hintergründe dieser Debatte(n) näher ausleuchten. Beiträge namhafter Autorinnen und Autoren befassen sich mit Rassismus, Wissenschaften und Wissen, mit Kolonialismus und Rassismus, mit dem Rassismus der Eliten und dem Phänomenen des Alltagsrassismus.


Gudrun Hentges · Kristina Nottbohm · Mechtild M. Jansen · Jamila Adamou (Hrsg.)
Sprache – Macht – Rassismus
ISBN: 978-3-86331-121-6

Buchvorstellung und Gespräch

978-3-86331-137-7

November 2013

ISBN: 978-3-86331-137-7
336 Seiten · 24,00 Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 22. Mai 2014, 20.00 Uhr

Literaturforum im Brecht-Haus
Chausseestraße 125
10115 Berlin-Mitte

Wilhelm Wassmuss
Der deutsche Lawrence

Wolfgang Benz im Gespräch mit Hendrik Gröttrup

Eine nahezu vergessene Geschichte aus dem Ersten Weltkrieg: Wilhelm Wassmuss, 1880 im Vorharzgebiet geboren, war 1914 Konsul in Buschir am Persischen Golf. Alle Kriegsparteien versuchten, den Feind an empfindlicher Stelle zu treffen. Der von T. E. Lawrence angezettelte Aufstand der arabischen Stämme gegen das Osmanische Reich lebt noch heute in der Erinnerung fort. Das kaiserliche Deutschland seinerseits suchte Britisch-Indien zu revolutionieren. Die „Afghanistan-Expedition“ scheiterte, aber Wilhelm Wassmuss gelang es, die Stämme Südpersiens zum Guerillakrieg gegen die Briten zu bewegen. Im Iran steht er als Vorkämpfer der persischen Unabhängigkeit noch heute in hohem Ansehen.

In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung


Hendrik Gröttrup
Wilhelm Wassmuss. Der deutsche Lawrence
SBN: 978-3-86331-137-7

Buchvorstellung und Podiumsdiskussion

978-3-86331-151-3

Januar 2014

ISBN: 978-3-86331-151-3
240 Seiten · 22,00 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 20. Mai 2014, 18.00 Uhr

Europa-Universität Viadrina
Auditorium Maximum

Raum 204
Logenstraße 2
15230 Frankfurt an der Oder

Selbstbestimmungsdebatten im „Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens“ vor dem Ersten Weltkrieg

Buchvorstellung und Podiumsdiskussion mit:
Dr. Christian Dietrich, Akademischer Mitarbeiter an der Axel Springer-Stiftungsprofessur für deutsch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte, Exil und Migration der Europa-Universität Viadrina, Autor
Prof. Dr. Julius H. Schoeps, Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam
Prof. Dr. Thomas Brechenmacher, Professor für Neuere Geschichte mit dem Schwerpunkt deutsch-jüdische Geschichte am Historischen Institut der Universität Potsdam

Als sich im März 1893 in Charlottenburg der „Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens“ gründete, war nicht abzusehen, dass der Verein in den folgenden Jahren zur größten jüdischen Abwehrorganisation in Deutschland heranwachsen würde. Über 40 Jahre versammelte er die deutschen Juden, um sie in Rechtsfragen zu beraten, in Prozessen zu vertreten, gegen den Antisemitismus aufzuklären und die Erfolge der Emanzipation zu verteidigen. Stand bei der Gründung noch die Schaffung einer Organisation der vom Antisemitismus Verfolgten im Mittelpunkt, gewannen ab 1895 zunehmend auch religiöse Themen an Bedeutung. Christian Dietrichs Studie zeichnet diesen Wandel nach.


Christian Dietrich
Verweigerte Anerkennung
Selbstbestimmungsdebatten im „Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens“ vor dem Ersten Weltkrieg
ISBN: 978-3-86331-151-3

Buchvorstellung

978-3-86331-159-9

November 2013

ISBN: 978-3-86331-159-9
239 Seiten · 19,00 Euro

>>> bestellen

Mittwoch, 14. Mai 2014, 18.00 Uhr

Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf
Alt-Marzahn 51
12685 Berlin

Das Zwangslager für Sinti und Roma in Berlin-Marzahn
Alltag, Verfolgung und Deportation

Marzahn-Hellersdorfer Gesellschaftspolitisches Forum

Referentin:
Patricia Pientka, Historikerin, Autorin, Mitglied der Graduiertenschule des Zentrums Jüdische Studien

Moderation:
Kristian Ronneburg

Zwischen 1936 und 1945 waren schätzungsweise 1200 Sinti und Roma im Zwangslager Berlin-Marzahn interniert. Das am Rande der damaligen Reichshauptstadt Berlin gelegene Lager war das größte kommunale »Zigeunerlager« im sogenannten Altreich. Die Nationalsozialisten nutzten es zur gewaltsamen Exklusion von Sinti und Roma, ihrer rassistischen und kriminalpolizeilichen Erfassung sowie ihrer Ausbeutung durch Zwangsarbeit, und schließlich diente es als Sammellager für Deportationen der Festgehaltenen in verschiedene Konzentrationslager.
In dem 2013 erschienen Buch »Das Zwangslager für Sinti und Roma in Berlin-Marzahn. Alltag, Verfolgung und Deportation« beschreibt die Historikerin Patricia Pientka die Einrichtung des Lagers, das im Vorfeld der 1936 in Berlin stattfindenden Olympischen Spiele entstand. Die Autorin rekonstruiert die Lebensbedingungen im Lager, informiert über die verschiedenen an der Verfolgung beteiligten Akteure, insbesondere über die Rolle der Berliner »Dienststelle für Zigeunerfragen«, und fragt nach den Schicksalen der Internierten. Ein besonderes Augenmerk richtet sie auf die Umstände der Deportationen von Berlin-Marzahn in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.

Eine Veranstaltung von Helle Panke e. V./Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin in Kooperation mit dem Heimatverein Marzahn-Hellersdorf e. V. und dem Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf.

Kosten: 2,– Euro


Patricia Pientka
Das Zwangslager für Sinti und Roma in Berlin-Marzahn.
Alltag, Verfolgung und Deportation
ISBN: 978-3-86331-159-9

Filmvorführung

978-3-940938-88-6

Dezember 2010

ISBN 978-3-940938-88-6
704 Seiten, 700 Abbildungen
39,90 Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 8. Mai 2014, 19.00 Uhr

FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum
Dachetage
Adalbertstraße 95A
10999 Berlin-Kreuzberg

„Der Stern und sein Schatten“
Ein Film von Helmuth Bauer und Eike Schmitz, 1993

Lesung, Filmvorführung und Podiumsgespräch mit Helmuth Bauer.

Kurz nach der Wende prallen im kleinen brandenburgischen Ort Genshagen-Ludwigsfelde, der „Autobauerstadt der DDR“, Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft aufeinander. Die DDR ist untergegangen und mit ihr das Industriekombinat Fahrzeugbau. Jetzt kommt Mercedes-Benz und will mit dem Bau des modernsten LKW-Werks Europas eine „ganz, ganz neue Zeit einleiten“. Dabei wird die Geschichte, die Mercedes und diesen Ort verbindet, ausgeblendet: Die Geschichte der Zwangsarbeiter, die während des Zweiten Weltkriegs im Daimlerwerk Ludwigsfelde-Genshagen unter grausamsten Bedingungen für die deutsche Luftwaffe Flugzeugmotoren montierten. Mit behutsamer Ironie verfolgt der Film die Ungereimtheiten der postsozialistischen Ereignisse angesichts des erneuten Engagements von Daimler-Benz im Osten Deutschlands und konfrontiert diese mit den unheimlichen Erinnerungen der ehemaligen Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen.


Helmuth Bauer
Innere Bilder wird man nicht los
Die Frauen im KZ-Außenlager Daimler-Benz Genshagen
Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 30
ISBN: 978-3-940938-88-6

Eröffnung einer
Open-Air-Ausstellung

978-3-86331-167-4

März 2014

ISBN: 978-3-86331-167-4
160 Seiten · 19,00 Euro

>>> bestellen

Mittwoch, 7. Mai 2014, 11.00 Uhr

„Panzerdenkmal“ Berlin-Dreilinden
Zugang über
Rudolf-Breitscheid-Straße / Bereich Schubert-Weg
14532 Kleinmachnow
Von dort rund 200 m Fußweg

Es sprechen:

Michael Grubert, Bürgermeister von Kleinmachnow

Norbert Kopp, Bezirksbürgermeister von Steglitz-Zehlendorf (angefragt)

Dr. Sabine Roß, Bundesstiftung zur Aufarbeitung SED-Diktatur

Dr. Peter Boeger, Ausstellungskoordinator und Mit-Herausgeber des Begleitbuches

Im Sommer 1945 errichteten die Sowjets in Berlin-Zehlendorf ein Panzerdenkmal zur Erinnerung an gefallene Soldaten der Roten Armee. Um das Monument entbrannten bald heftige Proteste der Berliner Bevölkerung. Schließlich wurde ein neues Denkmal auf dem Gebiet der DDR errichtet. Kurz vor dem Kontrollpunkt Dreilinden thronte bis 1989 weithin sichtbar auf einem Sockel ein russischer Panzer T-34 mit seiner bedrohlich auf West-Berlin ausgerichteten Kanone. Nach der Friedlichen Revolution baute die abrückende russische Armee den Panzer ab. 1992 hatte der Künstler Eckhart Haisch die geniale Idee, das verwaiste Bauwerk mit einem rosafarbenen Schneelader zu überfroren.
Bis heute hat sich die Bezeichnung „Panzerdenkmal“ erhalten, auch wenn seit fast 25 Jahren kein Panzer mehr auf dem Sockel steht. Die wechselvolle Geschichte des ursprünglichen Denkmals sowie der rosafarbenen Kunstinstallation zeichnen nun eine Open-Air-Ausstellung am Denkmal sowie eine Begleitpublikation nach.
  Ausstellung und Publikation markieren die Wiederentdeckung eines einzigartigen Denkmals, an dem deutsche Geschichte vom Zweiten Weltkrieg bis in die Gegenwart erzählt werden kann. Über das konkrete Beispiel hinaus wirft es Fragen nach dem Umgang mit kommunistischen Denkmalen auf.

Open-Air-Ausstellung:
„Panzerdenkmal“ Berlin-Dreilinden
Gesamtkoordination: Dr. Peter Boeger
Gestaltung: Lydia Dollmann


Peter Boeger · Alexander Dowe (Hrsg.)
Panzerdenkmal Berlin-Dreilinden
Geschichte und Hintergründe
Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 30
ISBN: ISBN 978-3-86331-167-4

Buchvorstellung und Gespräch

978-3-86331-149-0

Januar 2014

Metropol Verlag und
Verlag Dachauer Hefte
ISBN: 978-3-86331-149-0
656 Seiten · 29,90 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 29. April 2014, 20.00 Uhr

Literaturforum im Brecht-Haus
Chausseestraße 125
10115 Berlin-Mitte

Lebenszeugnisse
Nach dem Untergang. Die ersten Zeugnisse der Shoah in Polen 1944–1947


Vorgestellt von Wolfgang Benz, ehem. Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin, Herausgeber

Überlebende der Ghettos und Lager auf polnischem Boden fanden sich im Sommer 1944 in Lublin als „Zentrale Jüdische Kommission“ zusammen. Sie begaben sich auf Spurensuche des Judenmords, sicherten Beweise für den Untergang der Ghettos in Warschau, Bialystok und Wilna, für die Vernichtung der jüdischen Stetl, das Geschehen in den Vernichtungslagern Belzec, Sobibor und Treblinka. Die jüdischen Historiker beschrieben den Alltag im Lemberger Janowska-Lager und zeichneten die Aussagen jüdischer Verfolgter, Zwangsarbeiter und Häftlinge in den Konzentrations- und Vernichtungslagern auf. In 39 Büchern und Broschüren dokumentierte die „Zentrale Jüdische Kommission“ die Berichte der jüdischen Überlebenden. Eine Auswahl von zwölf Texten wurde im Januar 2014 erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht. Die Berichte dieser Zeitzeugen der frühen Stunde sind einmalige Dokumente des Holocaust, ebenso authentisch wie ergreifend.

In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung

Eintritt: 5,– Euro, ermäßigt 3,– Euro


Frank Beer · Wolfgang Benz · Barbara Distel (Hrsg.)
Nach dem Untergang
Die ersten Zeugnisse der Shoah in Polen 1944–1947
Berichte der Zentralen Jüdischen Historischen Kommission
Metropol Verlag und Verlag Dachauer Hefte
ISBN: 978-3-86331-149-0

Vortrag

978-3-86331-163-6

Januar 2014

ISBN: 978-3-86331-163-6
392 Seiten · 24,– Euro

>>> bestellen

Dienstag, 29. April 2014, 19.00 Uhr

Topographie des Terrors
Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
10963 Berlin

Vortragsreihe „Antisemitismus in Europa 1879–1945“
Wirtschaftlicher oder nationaler Antisemitismus?
Die „Judenfrage“ in der Slowakei im 19. und 20. Jahrhundert


Vortrag:
Dr. Miloslav Szabó, Research Fellow am Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien

Moderation:
Prof. Dr. Werner Bergmann, Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin

Das Gebiet der Slowakei gehörte als Teil des Königreichs Ungarn von 1525 bis 1918 zur Habsburger Monarchie. Nach dem Ersten Weltkrieg gründeten Tschechen und Slowaken die Tschechoslowakische Republik. Nach deren Zerschlagung durch das NS-Regime bestand die Slowakei von 1939 bis 1945 als autoritärer Nationalstaat, der mit dem Deutschen Reich kooperierte. In seinem Vortrag gibt Miloslav Szabó einen Überblick über die Entwicklung des slowakischen Antisemitismus und analysiert dessen Ursachen. Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wurden die Juden zunehmend zum „nationalen Feind“ erklärt, denen vorgeworfen wurde, sie hätten sich in den Dienst der planmäßigen Magyarisierung der slowakischen Bevölkerung gestellt und würden deren systematische Ausbeutung betreiben. Zur selben Zeit sahen sich die Juden mit einem organisierten Antisemitismus konfrontiert, der um 1900 im Umfeld des politischen Katholizismus einen weiteren Höhepunkt erreichte. Nach dem Ersten Weltkrieg kam es in der Slowakei zu pogromartigen antijüdischen Ausschreitungen. Ab 1938 verstärkte sich der Antisemitismus durch den Rechtsruck der slowakischen Politik. Das von „Hlinkas Slowakischer Volkspartei“ getragene Regime trieb nach 1940 die schrittweise Ausgrenzung und Entrechtung der jüdischen Bürger voran. Die Mehrheit der slowakischen Juden wurde deportiert und in den nationalsozialistischen Vernichtungslagern ermordet.

Eine Veranstaltung der Stiftung Topographie des Terrors, des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin und der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.


Miloslav Szabó
„Von Worten zu Taten“
Die slowakische Nationalbewegung und der Antisemitismus 1875–1922
Reihe Studien zum Antisemitismus in Europa, Bd. 6
ISBN: 978-3-86331-163-6

Buchvorstellung

978-3-86331-186-5

April 2014

ISBN: 978-3-86331-186-5
224 Seiten · 22,00 Euro

>>> bestellen

Montag, 28. April 2014, 19.00 Uhr

European Center for Constitutional and Human Rights e.V.
Zossener Str. 55–58
Aufgang D
10961 Berlin

Ellen Marx: Als Jüdin vom NS-Regime verfolgt – als Mutter der Plaza de Mayo Aktivistin gegen die argentinische Militärdiktatur

Buchvorstellung:
Dr. Jeanette Erazo Heufelder, Ethnologin, Buch- und Drehbuchautorin, Filmemacherin

Bericht über das „Verschwindenlassen“ in Argentinien und die Strafverfolgung der Täter vor deutschen und argentinischen Gerichten:
Wolfgang Kaleck, Sprecher und Anwalt der
„Koalition gegen Straflosigkeit in Argentinien“

Podiumsgespräch mit
Dr. Jeanette Erazo Heufelder und Wolfgang Kaleck und Diskussion
mit dem Publikum

Danach kleiner Empfang

1939 gelang Ellen Marx mit ihrer jüdischen Pfadfindergruppe die Flucht nach Argentinien. Das Land an der Südspitze Amerikas war zwischen 1933 und 1945 Fluchtpunkt für über 40 000 verfolgte europäische Juden.
1976 putschte sich in Argentinien das Militär an die Macht. Jeder, der sich der Opposition verdächtig machte, wurde verschleppt und zum Verschwinden gebracht. Als fünf Monate nach dem Putsch der Militärs auch Ellen Marx’ Tochter Nora verschwand, begann für die Mutter eine lebenslange Suche. Ende der 1990er-Jahre war sie als Sprecherin der Angehörigen von deutschen und deutschstämmigen Opfern und Verschwundenen der argentinischen Militärdiktatur in der „Koalition gegen Straflosigkeit in Argentinien“ aktiv, ein Zusammenschluss einer Gruppe von Anwälten, Kirchen- und Menschenrechtsinitiativen, die Fälle von Verschwundenen in Deutschland zur Anzeige brachte.
Jeanette Erazo Heufelder stellt die Geschichte dieser Gründerfigur der deutsch-jüdischen Gemeinde von Buenos Aires vor, aus der eine „Mutter der Plaza de Mayo“ wurde. Wolfgang Kaleck (European Center for Constitutional and Human Rights e. V.), der als Sprecher und Anwalt der „Koalition gegen Straflosigkeit in Argentinien“ eng mit Ellen Marx zusammenarbeitete, berichtet über die Fälle des „Verschwindenlassens“ von Nachkommen deutsch-jüdischer Flüchtlinge, die er 1999 im Auftrag ihrer Angehörigen bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg Fürth einreichte.

Die Lesung findet im Rahmen des Jubiläums der 20-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Buenos Aires statt.

Veranstalter:
Der Regierende Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei, European Center for Constitutional and Human Rights, Metropol Verlag.


Jeanette Erazo Heufelder
Von Berlin nach Buenos Aires
Ellen Marx. Deutsch-jüdische Emigrantin und Mutter der Plaza de Mayo
Metropol Verlag
ISBN: 978-3-86331-186-5

Buchvorstellung

978-3-86331-186-5

April 2014

ISBN: 978-3-86331-186-5
224 Seiten · 22,00 Euro

>>> bestellen

ACHTUNG – Neuer Termin !

Donnerstag, 24. April 2014, 17.30 Uhr

Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Seminarraum
Oranienburger Str. 28–30
10117 Berlin

Von Berlin nach Buenos Aires
Ellen Marx
Deutsch-jüdische Emigrantin und Mutter der Plaza de Mayo

Begrüßung:
Dr. Chana Schütz, Stellvertretende Direktorin der
Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

Podiumsgespräch:
Dr. Jeanette Erazo Heufelder
Wolfgang Kaleck

Moderation:
Carsten Hueck, Kulturjournalist und freier Autor

Buchvorstellung und Lesung:
Dr. Jeanette Erazo Heufelder, Ethnologin, Buch- und Drehbuchautorin, Filmemacherin

1939 gelang Ellen Marx mit ihrer jüdischen Pfadfindergruppe die Flucht nach Argentinien, wo sie eine Familie gründete und ihr Leben in der wachsenden jüdischen Gemeinde von Buenos Aires verbrachte. Als nach dem Putsch der Militärs 1976 ihre 28-jährige Tochter Nora verschwand, begann für sie eine lebenslange Suche.
Jeanette Erazo Heufelder stellt die Geschichte dieser Gründerfigur der deutsch-jüdischen Gemeinde von Buenos Aires vor, aus der eine „Mutter der Plaza de Mayo“ wurde. Der Menschenrechtsanwalt Wolfgang Kaleck (European Center for Constitutional and Human Rights e. V.), der eng mit Ellen Marx zusammenarbeitete, spricht ergänzend über die Fälle des „Verschwindenlassens“ von Nachkommen deutsch-jüdischer Flüchtlinge, die er als Sprecher der Koalition gegen Straflosigkeit 1999 im Auftrag ihrer Angehörigen bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg Fürth einreichte.

Die Lesung findet im Rahmen des Jubiläums der 20-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Buenos Aires statt.

Veranstalter:
Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Der Regierende Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei, das European Center for Constitutional and Human Rights, Metropol Verlag.


Jeanette Erazo Heufelder
Von Berlin nach Buenos Aires
Ellen Marx. Deutsch-jüdische Emigrantin und Mutter der Plaza de Mayo
Metropol Verlag
ISBN: 978-3-86331-186-5

Wuppertaler
Befreiungstag 2014

Zeitzeugengespräch, Buchvorstellung
und Jazz-Konzert

978-3-86331-168-1

März 2013

ISBN: 978-3-86331-168-1
ca. 400 Seiten · 24,00 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 15. April 2014, 19.00 Uhr

City-Kirche Wuppertal-Elberfeld
Kirchplatz 2
42103 Wuppertal

Flucht aus dem Deportationszug nach Auschwitz

Begrüßung:
Prof. Heinz Sünker, Universität Wuppertal

Zeitzeugengespräch mit
Simon Gronowski, Rechtsanwalt und Jazz-Pianist aus Brüssel

Buchvorstellung mit
Dr. Tanja von Fransecky, Historikerin und Soziologin aus Berlin, Autorin

Im Anschluss Gedenkfeier am Denkmal für die Wuppertaler NS-Opfer im Deweerthschen Garten.

Simon Gronowski sprang im April 1943 mithilfe seiner Mutter als 11-Jähriger aus dem 20. Deportationszug, der Belgien verließ, und überlebte. Über seine Flucht berichtet er: „Plötzlich ist der Zug langsamer geworden, und in diesem Moment bin ich gesprungen.“ Für Simon waren es die letzten Momente mit seiner Mutter: „Ich höre, wie die Wachen in eine Richtung laufen, weil sie etwas bemerkt hatten. Sie schießen und schreien. Meine Mutter konnte nicht mehr springen.“ – Sie ist in Auschwitz ermordet wurden. Ihr Sohn hatte Glück. Er wurde von einem belgischen Gendarmen und seiner Frau aufgenommen und nicht verraten.

Tanja von Franseckys Studie beleuchtet ein bislang kaum beachtetes Kapitel des jüdischen Widerstands gegen die nationalsozialistische Vernichtungspolitik: Tausende Juden – Männer, Frauen und Kinder – sprangen von 1942 bis 1945 aus den Zügen, die sie nach Auschwitz und in andere Vernichtungslager verschleppen sollten. Allein in Frankreich, Belgien und den Niederlanden gab es über 750 solcher Fluchten. Bei der Entscheidung für oder gegen eine Flucht mussten die Deportierten viele Fragen gegeneinander abwägen. Durften sie Angehörige, die zu schwach waren, um zu fliehen, zurücklassen? Drohten den Zurückbleibenden nach Entdecken der Flucht Sanktionen seitens Wachkommandos?

Veranstalter:
Verein zur Erforschung der sozialen Bewegungen im Wuppertal e.V.


Tanja von Fransecky
Flucht von Juden aus Deportationszügen in Frankreich, Belgien und den Niederlanden
ISBN: 978-3-86331-168-1

Buchvorstellung und Lesung

978-3-86331-132-2

Juni 2013

ISBN: 978-3-86331-132-2
280 Seiten, 22,00 Euro

>>> bestellen

Freitag, 28. März 2014, 19:30 Uhr

Galerie Olga Benario
Richardstraße 104
12043 Berlin-Neukölln

Biografische Lesung
BLACK BERLIN
Die deutsche Metropole und ihre afrikanische Diaspora in Geschichte und Gegenwart


Die beiden Herausgeber und Autoren Oumar Diallo und Joachim Zeller stellen aus ihrem Buch deutsch-afrikanische Biografien vor.

Menschen afrikanischer Herkunft leben seit vielen Generationen in Berlin und prägen die Metropole an der Spree und ihre Transkulturalität. Der Titel des Buches – „Black Berlin“ – verweist auf die Rückwirkungen, die das Jahrhunderte währende koloniale Projekt Europas auch auf Deutschland ausgeübt hat. Die Beiträge des Sammelbandes befassen sich mit den verschiedenen Phasen der afrikanischen Migration in den vergangenen rund drei Jahrhunderten. Sie spüren dem Leben von Afrikanerinnen und Afrikanern, Schwarzen Deutschen, People of Color oder Afro-Amerikanern nach und erzählen von ihrem Ringen um Emanzipation und soziale Gleichstellung. Schließlich werden wichtige Initiativen der Diaspora-Gemeinschaften und ihre politischen Aktivitäten im heutigen Berlin vorgestellt.


Oumar Diallo · Joachim Zeller (Hrsg.)
Black Berlin. Die deutsche Metropole und ihre afrikanische Diaspora in Geschichte und Gegenwart
Zeitzeugen-Interviews in der digitalen Welt
ISBN: 978-3-86331-132-2

Buchvorstellung und Diskussion

978-3-86331-156-8

Dezember 2013

ISBN: 978-3-86331-156-8
296 Seiten · 22,00 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 25. März 2014, 19.00 Uhr

Deutsches Historisches Museum
Auditorium im Pei-Bau
Unter den Linden 2
10117 Berlin

Erinnern an Zwangsarbeit
Zeitzeugen-Interviews in der digitalen Welt

Grußworte:
Prof. Dr. Alexander Koch, Präsident des Deutschen Historischen Museums
Dr. Ralf Possekel, Programmbereichsleiter bei der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ)

Buchvorstellung und Diskussion:
Prof. Dr. Nicolas Apostolopoulos, Leiter des Centers für Digitale Systeme (CeDiS) an der Freien Universität Berlin
Dr. Cord Pagenstecher, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei CeDiS/FU Berlin
Loretta Walz, freiberufliche Regisseurin, Autorin, Filmproduzentin, Trägerin des Grimme-Preises

Moderation:
Sonja Begalke, Referentin bei der Stiftung EVZ

Im Anschluss: Kleiner Empfang

In Zukunft werden keine Zeitzeugen mehr persönlich von der nationalsozialistischen Verfolgung und Zwangsarbeit berichten können. Historische Forschung und kulturelles Gedächtnis, Oral History und Pädagogik stützen sich zunehmend auf Audio- und Video-Interviews. Die Erinnerung wird immer mehr Bestandteil der digitalen Welten. Was bedeutet dies für den Umgang mit Zeitzeugen-Interviews und besonders für die Erinnerung an die nationalsozialistische Zwangsarbeit? Am Beispiel des Online-Archivs „Zwangsarbeit 1939–1945“ und anderer aktueller Projekte diskutiert der Sammelband Potenziale, Herausforderungen und Qualitätsstandards beim Aufbau digitaler Interview-Archive – von der Interviewführung bis zur Bildungsarbeit, von der Online-Technologie bis zur biografischen Analyse.

Veranstalter:
Deutsches Historisches Museum, Freie Universität Berlin, Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ und der Metropol Verlag


Nicolas Apostolopoulos · Cord Pagenstecher (Hrsg.)
Erinnern an Zwangsarbeit
Zeitzeugen-Interviews in der digitalen Welt
ISBN: 978-3-86331-156-8

Filmvorführung

978-3-940938-88-6

Dezember 2010

ISBN: 978-3-940938-88-6
704 Seiten, 700 Abbildungen
39,90 Euro

>>> bestellen

Mittwoch, 19. März 2014, 19.00 Uhr

FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum
Dachetage
Adalbertstraße 95A
10999 Berlin-Kreuzberg

»Wir müssen uns öffnen, damit etwas bleibt« (Ágnes Bartha)
»Es hat sich gelohnt, so lange zu leben«
(Ágnes Bartha)
Filme von Helmuth Bauer und Lea-Rosa Lambeck
sowie Astrid Schomäcker, 2004.


Deutsche und ungarische Jugendliche begleiteten die KZ-Überlebende Ágnes Bartha, eine enge Freundin der Malerin und Bildhauerin Edith Kiss, die zusammen mit Ágnes im Herbst 1944 in das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück deportiert wurde, 2002 an die Orte ihrer Kindheit und Jugend in Ungarn sowie an die Stätten ihres Leidens. In Ravensbrück, in der Genshagener Heide bei Ludwigsfelde und auf der Todesmarschstrecke erzählt sie den »Urenkeln« ihre Geschichte von KZ-Haft und Zwangsarbeit für Daimler-Benz.


Helmuth Bauer
Innere Bilder wird man nicht los
Die Frauen im KZ-Außenlager Daimler-Benz Genshagen
Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 30
Metropol Verlag 2010
ISBN: 978-3-940938-88-6

Vortrag

978-3-86331-124-7

September 2013

ISBN: 978-3-86331-124-7
448 Seiten · 24,00 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 18. März 2014, 19.00 Uhr

Topographie des Terrors
Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
10963 Berlin

Vortragsreihe „Antisemitismus in Europa 1879–1945“
Antisemitismus, Wirtschaft und judenfeindliche Gewalt in Litauen 1879–1945

Vortrag:
Dr. Klaus Richter, Lecturer of Modern History an der Universität Birmingham

Moderation:
Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum, Leitern des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin

Seit Ende des 18. Jahrhunderts war Litauen Bestandteil des russischen Zarenreichs. Die nach dem Ersten Weltkrieg gegründete unabhängige Republik Litauen bestand bis zum Zweiten Weltkrieg. Das Land wurde 1940 von der Sowjetunion annektiert, nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941 stand es unter deutscher Herrschaft, im Sommer 1944 wurde Litauen erneut zu einer Sowjetrepublik. In seinem Vortrag geht Klaus Richter dem Zusammenhang zwischen Antisemitismus, Wirtschaft und judenfeindlicher Gewalt in Litauen nach. Er untersucht die Beziehungen zwischen der ländlich geprägten christlichen und der städtisch orientierten jüdischen Bevölkerung vor dem Hintergrund des sich formierenden litauischen Nationalismus. Während der einjährigen sowjetischen Herrschaft im Jahr 1940 verstärkte sich der Antisemitismus erheblich. Als Folge der deutschen Besatzungspolitik wurden die meisten litauischen Juden von Deutschen und litauischen Helfern ermordet.

Eine Veranstaltung der Stiftung Topographie des Terrors, des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin und der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.


Klaus Richter
Antisemitismus in Litauen
Christen, Juden und die „Emanzipation“ der Bauern (1889–1914)
Reihe Studien zum Antisemitismus in Europa, Bd. 4
ISBN: 978-3-86331-124-7

Buchvorstellung und Diskussion

978-3-86331-164-3

Januar 2014

ISBN: 978-3-86331-164-3
176 Seiten · 19,00 Euro

>>> bestellen

Samstag, 15. März 2014, 18.00 Uhr

Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
Kinosaal
Dittrichring 24
04109 Leipzig

Ostmitteleuropäische Freiheitsbewegungen 1953–1989

Mit:
Dr. Andreas H. Apelt, Historiker, 1990 Gründungsmitglied und seit 1991 Vorstandsbevollmächtigter der Deutschen Gesellschaft e. V.
János Can Togay, ungarischer Drehbuchautor, Filmregisseur und Schauspieler, 2008 Direktor des Collegium Hungaricum Berlin (CHB)
Prof. Dr. Krzysztof Ruchniewicz, Historiker, Professor an der Universität Wroc?aw und Direktor des dortigen Willy-Brandt-Zentrums

Moderation:
Reinhard Bohse, 1982 Lektor beim Touristverlag, 1989 Mitbegründer des Forum-Verlages, Pressesprecher der Leipziger Verkehrsbetriebe

Die kommunistische Vorherrschaft in den ostmitteleuropäischen Satellitenstaaten der Sowjetunion setzte Moskau mit großer Entschlossenheit durch. Freiheitsbestrebungen in diesen Ländern wurden von der Hegemonialmacht immer wieder niedergeschlagen und unterdrückt – der erste Aufstand am 17. Juni 1953 in der DDR sowie die folgenden Reformbestrebungen und Aufstände in Ungarn, der ?SSR und Polen zählen dazu. Erst 1989/90 konnten die kommunistischen Regime in Friedlichen Revolutionen gestürzt werden.
Nach der Vorstellung des Sammelbandes diskutieren die Autoren mit Krzysztof Ruchniewicz über die Bedeutung der damaligen Ereignisse für das heutige Europa.

Veranstalter:
Bürgerkomitee Leipzig e. V., MDR, Deutsche Gesellschaft e. V., Metropol Verlag


Andreas H. Apelt · Robert Grünbaum · János Can Togay (Hrsg.)
Die ostmitteleuropäischen Freiheitsbewegungen 1953–1989
Opposition, Aufstände und Revolutionen im kommunistischen Machtbereich
ISBN: 978-3-86331-164-3

Buchvorstellung und Gespräch

978-3-86331-184-1

März 2013

ISBN: 978-3-86331-184-1
256 Seiten · 22,00 Euro

>>> bestellen

Freitag, 14. März 2014, 20.00 Uhr

Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“
Kinosaal
Dittrichring 24
04109 Leipzig

Widerstehen
Pfarrer Christoph Wonneberger – Wegbereiter der Friedlichen Revolution


Mit:
Christoph Wonneberger, ehemaliger Pfarrer der Dresdner Weinbergskirche und der Lukasgemeinde in Leipzig
Andreas Peter Pausch, Politik- und Kulturwissenschaftler, Historiker, Autor
Rainer Eppelmann, Pfarrer, Politiker, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Thomas Mayer, Journalist, Träger des Preises für die Freiheit und Zukunft der Medien der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig 2000
Frank Richter, Gewerkschaftssekretär und Jurist beim Deutschen Gewerkschaftsbund, Weggefährte von Christoph Wonneberger

Moderation:
Stefan Nölke, Journalist, Autor

Christoph Wonneberger war Wegbereiter und Akteur der Friedlichen Revolution. Beharrlichkeit, Unbeugsamkeit und der Wille sich einzumischen prägen ihn ebenso wie der Drang nach Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit. Als Pfarrer der Dresdner Weinbergskirche initiierte er die Kampagne für einen zivilen Wehrersatzdienst, den „Sozialen Friedensdienst“, und begründete die Tradition der Friedensgebete in der Leipziger Nikolaikirche, deren Koordinator er 1986 wurde. Immer war er streitbar und unbequem: für den SED-Staat ebenso wie für die Kirche.
25 Jahre danach erzählt er Andreas Peter Pausch sein Leben. Und auch Zeitzeugen und Weggefährten erinnern sich. Das so entstandene Buch beschränkt sich nicht auf das politische Wirken, es zeigt den Menschen Christoph Wonneberger mit seinen Konflikten, den Mann der Kirche und die Auseinandersetzungen mit ihr, und es gewährt Einblick in die massive Stasi-Überwachung, die den Pfarrer jedoch nie zum Aufgeben zwingen konnte.

Veranstalter:
Bürgerkomitee Leipzig e. V., Evangelische Verlagsanstalt, Archiv Bürgerbewegung Leipzig e. V., Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen Sachsen, Metropol Verlag


Andreas Peter Pausch
Widerstehen
Pfarrer Christoph Wonneberger
Herausgegeben von Uwe Schwabe im Auftrag des
Archiv Bürgerbewegung Leipzig e. V.
ISBN: 978-3-86331-184-1

Buchvorstellung

978-3-86331-121-6

Januar 2014

ISBN: 978-3-86331-121-6
376 Seiten · 22,00 Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 13. März 2014, 20.00 Uhr

Soziokulturelles Zentrum Conne Island
Koburger Str. 3
04277 Leipzig


Die amnesty international Stadtgruppe Leipzig und die Initiative Leipzig Korrektiv laden ein zur Buchvorstellung
Sprache – Macht – Rassismus

Referentin:
Magdalena Marsovszky, Kulturwissenschaftlerin, Ungarn/Deutschland

Im Jahr 2013 erregte die Debatte um rassistische Sprache, u. a. in Kinderbüchern, mediale Aufmerksamkeit, und die Auseinandersetzung um Sprache, Wissen und Rassismus, wie sie seit geraumer Zeit in den Sozial- und Kultur- sowie den Sprachwissenschaften diskutiert wird, gewann erneut an Relevanz. Der Band konzentriert sich auf die Dimensionen „Sprache – Macht – Rassismus“ und untersucht deren wechselseitige Beeinflussung. Jenseits von Skandalisierung und Polemik will die Publikation die Hintergründe dieser Debatte(n) näher ausleuchten. Beiträge namhafter Autorinnen und Autoren befassen sich mit Rassismus, Wissenschaften und Wissen, mit Kolonialismus und Rassismus, mit dem Rassismus der Eliten und dem Phänomenen des Alltagsrassismus.
Die Referentin Magdalena Marsovszky wird Grundzüge der Publikation vorstellen und den Fokus auf die Antiziganismusforschung legen.


Gudrun Hentges · Kristina Nottbohm · Mechtild M. Jansen · Jamila Adamou (Hrsg.)
Sprache – Macht – Rassismus
ISBN: 978-3-86331-121-6

Buchvorstellung

978-3-86331-170-4

Februar 2014

ISBN: 978-3-86331-170-4
ca. 300 Seiten · 22,00 Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 13. März 2014, 19.00 Uhr

Topographie des Terrors
Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
10963 Berlin

Sachsenhausen.
Das »Konzentrationslager bei der Reichshauptstadt«

Gründung und Ausbau

Vortrag:
Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Moderation:
Prof. Dr. Andreas Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors

Sachsenhausen, das »Konzentrationslager bei der Reichshauptstadt«, wurde im Sommer 1936 unter großen Opfern von Häftlingen errichtet. Exakt zum gleichen Zeitpunkt jubelten nur wenige Kilometer entfernt Hundertausende Hitler bei den Olympischen Spielen in Berlin zu. Sachsenhausen wurde vom »Reichsführer SS« Heinrich Himmler als »vollkommen neuzeitliches, jederzeit erweiterungsfähiges, modernes und neuzeitliches Konzentrationslager« bezeichnet. Als erster großer, von einem SS-Architekten durchgeplanter KZ-Komplex war das nur acht Kilometer vor den Toren Berlins gelegene Lager Modell und SS-Ausbildungsstätte zugleich. Die Publikation schildert die Entstehung des Lagers bis zum Weggang des ersten Kommandanten im Sommer 1937. Sie enthält alle maßgeblichen Dokumente und Pläne und zeigt fast 100 Fotos dieser ersten Ausbauphase.


Günter Morsch
Sachsenhausen. Das »Konzentrationslager bei der Reichshauptstadt«
Gründung und Ausbau
Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Bd. 10
ISBN: 978-3-86331-170-4

Buchpräsentation und Lesung

978-3-86331-150-6

Dezember 2013

ISBN: 978-3-86331-150-6
328 Seiten · 19,00 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 25. Februar 2014, 19.00 Uhr

Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Torgau
Schloss Hartenfels
Schloßstr. 27
04860 Torgau

Der DDR-Militärstrafvollzug und die Disziplinareinheit in Schwedt (1968–1990)

Begrüßung:
Wolfgang Oleschinski, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Dr. Marie Anne Subklew, Stellvertreterin der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur

Lesung:
Ilja Hübner, Buchautor und Herausgeber, ehemaliger Insasse der Disziplinareinheit der NVA in Schwedt

Moderation:
Dr. Marie Anne Subklew, Leiterin der Gedenkstätten Brandenburg an der Havel, Autorin

Musik:
Susanne Stock, Akkordeon

16 Menschen lassen uns teilhaben an ihren Erinnerungen an ihre Zeit im Militärgefängnis in Schwedt oder in der Disziplinareinheit auf dem gleichen Gelände. Die Geschichten aus der Zeit von 1968 bis 1989 nehmen uns mit in eine Vergangenheit, die für die Betroffenen oftmals noch immer nicht vergangen ist. Die Zeitzeugen erzählen von Demütigung und Gewalt, Einsamkeit und Verzweiflung, aber auch von Würde und Stolz, Freundschaft und Vertrauen, die selbst unter den unmenschlichsten Bedingungen gelebt und erfahren werden können.


Paul Brauhnert · Ilja Hübner · Arno Polzin (Hrsg.)
Der DDR-Militärstrafvollzug und die Disziplinareinheit in Schwedt (1968–1990)
Zeitzeugen brechen ihr Schweigen
Schriftenreihe der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Bd. 3
ISBN: 978-3-86331-150-6

Buchvorstellung

978-3-86331-115-5

September 2013

ISBN: 978-3-86331-115-5
606 Seiten, 28,00 Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 20. Februar 2014, 19.00 Uhr

Café Rosenhag
Am Rosenhag 1
14770 Brandenburg an der Havel
(gegenüber der Gedenkstätte, Nicolaiplatz 28)

Vortrag und Diskussion
Zwischen Resozialisierung und „Ausmerze“
Strafvollzug in Brandenburg an der Havel (1920–1945)

Grußwort:
Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Grußwort:
Prof. Dr. Erardo C. Rautenberg, Generalstaatsanwalt des Landes Brandenburg

Vortrag:
Dr. Sylvia de Pasquale, Leiterin der Gedenkstätten Brandenburg an der Havel, Autorin

Gestützt auf die Auswertung von Gefangenenpersonal- und Verwaltungsakten sowie von Erinnerungsberichten zeigt die Autorin Dr. Sylvia de Pasquale in ihrer 2013 erschienen Dissertation am Beispiel des Zuchthauses Brandenburg-Görden, dass sich der Strafvollzug im „Dritten Reich“ willig und widerstandslos, zum Teil sogar mit Übereifer, in die Strukturen des NS-Terrors einpasste.

Anmeldungen erbeten: Tel. 03381/7935112, E-Mail: brandenburg@stiftung-bg.de


Sylvia de Pasquale
Zwischen Resozialisierung und „Ausmerze“.
Strafvollzug in Brandenburg an der Havel (1920–1945)

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 8
ISBN: 978-3-86331-115-5

Öffentliche Benennung der Edith-Kiss-Straße und Ausstellungseröffnung

978-3-940938-88-6

Dezember 2010

ISBN: 978-3-940938-88-6
704 Seiten, 700 Abbildungen
39,90 Euro

>>> bestellen

Donnerstag, den 13. Februar 2014, 17.00 Uhr

Mercedes-Benz-Vertriebszentrale
Mühlenstraße 30/Ecke Edith-Kiss-Straße
Berlin

Im Anschluss an die Benennung der Edith-Kiss-Straße Eröffnung einer Ausstellung mit 30 Gouachen des Zyklus »Deportation« von Edith Kiss in der Mercedes-Benz-Vertriebszentrale, Mühlenstraße 30.

Die Ravensbrück-Überlebende Ágnes Bartha wird über die Deutsche Botschaft in Budapest mit einer Video-Liveschaltung ein Grußwort sprechen.

Einlass zur Ausstellungseröffnung nur mit Einladungskarte,
erhältlich über presse-mbvd@daimler.com.

In der Genshagener Heide südlich von Berlin wurde im Herbst 1944 der nationalsozialistische Kriegsmusterbetrieb Daimler-Benz Genshagen zum Konzentrationslager für 1100 Frauen aus Ravensbrück. Helmuth Bauer stellt den Bilddokumenten und Darstellungen zur Unternehmens-geschichte seinen in zwei Jahrzehnten angesammelten Schatz an Biografien, Fotografien und Erinnerungen der Überlebenden gegenüber. Eine besondere Würdigung erfahren Edit Kiss und der Zyklus Deportation, den die ungarische Bildhauerin unmittelbar nach ihrer Befreiung gemalt hat. Wir sehen »innere Bilder«, die die Künstlerin nicht mehr losgelassen haben.

Eine Kooperation mit der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, Mercedes-Benz und Helmuth Bauer.


Helmuth Bauer
Innere Bilder wird man nicht los
Die Frauen im KZ-Außenlager Daimler-Benz Genshagen
Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 30
Metropol Verlag 2010
ISBN: 978-3-940938-88-6

Buchvorstellung und Vortrag

978-3-86331-157-5

Dezember 2013

ISBN: 978-3-86331-157-5
456 Seiten · 29,90 Euro

>>> bestellen

Mittwoch, 12. Februar 2014, 18.30 Uhr

Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände
der museen der stadt nürnberg
Bayernstraße 110
90478 Nürnberg

Referent:
Dr. med. Bernd Höffken, Internist und Nephrologe, Autor

Moderation:
Dr. Eckart Dietzfelbinger, Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände

„In Anwesenheit von Otto Weinstock, der als 18-Jähriger erleben musste, wie SA-Männer in der Pogromnacht im November 1938 die Wohnung der Familie verwüsteten. Sein Vater, Dr. med. Albrecht Weinstock, hatte sich nach dieser Gewalterfahrung, seiner Existenzgrundlage beraubt und psychisch gebrochen, das Leben genommen.

»Die Reinigung der gesamten Gesundheitspflege von Juden« war das Ziel der Nationalsozialisten, das sie rücksichtslos mit Bürokratie und Gewalt umsetzten. Jüdische Mediziner gehörten zu den ersten Opfern der Judenverfolgung. Dokumente aus den Entschädigungsakten überliefern die Schicksale von jüdischen Männern, Frauen und Kindern, die ausgegrenzt, vertrieben und deportiert wurden. Der Zeitraum reicht von den ersten Ausgrenzungen und dem Verlust der Kassenzulassung 1933 über den Approbationsentzug 1938 und die Enteignungen bis zu den Deportationen derjenigen ärztlichen Kollegen, die nicht auswandern konnten. Die Verfolgung und Vernichtung dieser Berufsgruppe wird am Beispiel der jüdischen Ärzte aus Nürnberg dargestellt.


Bernd Höffken
Schicksale jüdischer Ärzte aus Nürnberg nach 1933
Metropol Verlag Dezember 2013
ISBN: 978-3-86331-157-5

Vortrag

978-3-86331-071-4

Juli 2012

ISBN: 978-3-86331-071-4
352 Seiten, 24,– Euro

>>> bestellen

Dienstag, 11. Februar 2014, 19.00 Uhr

Topographie des Terrors
Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
10963 Berlin

Vortragsreihe »Antisemitismus in Europa 1879–1945«
Juden und Jugoslawen:
Unter Brüdern und Mördern (1879–1945)


Vortrag:
Dr. Marija Vulesica, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) der TU Berlin

Moderation:
Prof. Dr. Ulrich Wyrwa, Professor für Neuere Geschichte an der Universität Potsdam und Ko-Leiter des Forschungskollegs »Antisemitismus in Europa« am ZfA der TU Berlin

Der erste, 1918 gegründete jugoslawische Staat, der bis 1929 »Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen« hieß, bestand aus mehreren Landesteilen, die zuvor zur Habsburger Monarchie oder zum Osmanischen Reich gehört hatten oder bereits wie Serbien selbstständige Staaten gewesen waren. Im April 1941 wurde dieser Staat nach dem deutschen Einmarsch zerschlagen. Marija Vulesica analysiert die antisemitischen Strömungen in den Kronländern Kroatien und Slawonien sowie die antisemitischen Manifestationen, die nach dem Ersten Weltkrieg im neuen jugoslawischen Staat auftauchten. Sie wirft Schlaglichter auf das jüdische Leben und die jüdisch-christlich-muslimischen Beziehungen in den südslawischen Ländern bis 1941. Nach dem deutschen Überfall wurden die meisten Juden im besetzten und aufgeteilten Jugoslawien in von der kroatischen Ustaša-Regierung eingerichteten oder in nationalsozialistischen Konzentrationslagern außerhalb Jugoslawiens ermordet.

Eine Veranstaltung der Stiftung Topographie des Terrors, des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin und der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.


Marija Vulesica
Die Formierung des politischen Antisemitismus in den Kronländern Kroatien-Slawonien 1879–1906
Reihe Studien zum Antisemitismus in Europa, Bd. 2
Metropol Verlag 2012
ISBN: 978-3-86331-071-4

Vortrag

978-3-86331-149-0

Januar 2014

Metropol Verlag und
Verlag Dachauer Hefte
ISBN: 978-3-86331-149-0
656 Seiten · 29,90 Euro

>>> bestellen

Montag, 10. Februar 2014, 19.00 Uhr

Kulturzentrum am GASTEIG
Vortragssaal der Bibliothek
Rosenheimer Straße 5
81667 München

Begrüßung:
Ilse Macek, Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V./Regionale Arbeitsgruppe München

Einführung:
Dr. h. c. Barbara Distel, ehemalige Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau

Vortrag:
Prof. Dr. Wolfgang Benz, ehem. Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin

Schlusswort:
Ellen Presser, Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München

Überlebende der Ghettos und Lager fanden sich im Sommer 1944 in der Zentralen Jüdischen Historischen Kommission zusammen. Sie begannen mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung der jüdischen Katastrophe, zeichneten Erinnerungen auf und publizierten sie in einer Schriftenreihe. Erstmals erscheint in deutscher Sprache eine Auswahl von 12 Texten, die zwischen 1944 und 1947 auf Polnisch oder Jiddisch erschienen sind. Die Berichte dieser Zeitzeugen der frühen Stunde sind einmalige Dokumente des Holocaust, ebenso authentisch wie ergreifend. Eintritt frei Eine Veranstaltung des Metropol Verlags und des Verlags Dachauer Hefte in Kooperation mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V./Regionale Arbeitsgruppe München, dem Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und der Stadtbibliothek München


Frank Beer · Wolfgang Benz · Barbara Distel (Hrsg.)
Nach dem Untergang
Die ersten Zeugnisse der Shoah in Polen 1944–1947
Berichte der Zentralen Jüdischen Historischen Kommission
Metropol Verlag & Verlag Dachauer Hefte Januar 2014

Buchpräsentation
und Diskussion

978-3-86331-160-5

Dezember 2013

ISBN: 978-3-86331-160-5
192 Seiten · 19,00 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 4. Februar 2014, 15.00 Uhr

Humboldt-Universität zu Berlin
Senatssaal (Hauptgebäude)
Unter den Linden 6
10117 Berlin

Ostprofessoren der Humboldt-Universität und der Prozess der deutschen Einigung
Diskussion mit Zeitzeugen

Grußwort:
Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, Präsident der Humboldt-Universität

Einführung:
Dr. Adriaan in ’t Groen, Direktor für universitäre Entwicklungen an der Universität Leiden

Moderation:
Prof. Dr. Dr. h. c. Heinz-Elmar Tenorth

Anschließend kleiner Umtrunk

„Es bestätigt alte Erfahrungen, dass uns blinde Stellen der Selbstbeobachtung von außen gezeigt werden. Jetzt geschieht das für die Ostprofessoren, die mit der deutschen Einigung gezwungen wurden, ihr wissenschaftliches Leben neu zu ordnen, und deren Schicksal wir einfach ignoriert haben. Wir sollten diese Biografien endlich zur Kenntnis nehmen und ihre Besonderheit würdigen. Dr. Adriaan in ’t Groen (Universität Leiden, Niederlande) gibt uns dazu die Chance. Die Ergebnisse seiner Studien sind überraschend.“ Prof. Dr. Dr. h. c. Heinz-Elmar Tenorth

Anmeldungen erbeten unter: a.j.j.in.t.groen@cdh.univleiden.nl


Adriaan in ’t Groen
Jenseits der Utopie
Ostprofessoren der Humboldt-Universität und der Prozess der deutschen Einigung
Mit einem Vorwort von Heinz-Elmar Tenorth
Reihe ZeitgeschichteN, Bd. 12
ISBN: 978-3-86331-160-5

Lesung

978-3-86331-005-9

2. Auflage 2013

ISBN: 978-3-86331-005-9
159 Seiten
Preis: 16,00 Euro

>>> bestellen

Montag 27. Januar 2014, 17.30 Uhr

Buchhandlung Hugendubel
Steinweg 12
60313 Frankfurt am Main

Eva Szepesi liest aus ihrem Buch
„Ein Mädchen allein auf der Flucht“


Als die Deutschen im Frühjahr 1944 in Ungarn einmarschieren, beginnt die Verfolgung und Ermordung der ungarischen Juden. Die elfjährige Eva wird von ihrer Mutter in die Slowakei geschickt. Von nun an lebt das jüdische Mädchen auf der Flucht. Sie findet Verstecke bei gutwilligen Menschen, doch schließlich wird sie gefangen genommen und nach Auschwitz verschleppt. Nach dem Krieg schweigt Eva fünfzig Jahre lang. Erst Mitte der neunziger Jahre kann sie über die Zeit der Verfolgung sprechen.
Eva Szepesi lebt heute in Frankfurt am Main. Die Historikerin Babette Quinkert hat sie bei der Abfassung ihrer Lebenserinnerungen unterstützt und in der Einleitung zum Buch eine historische Einbettung der geschilderten Ereignisse in Ungarn vorgenommen.


Eva Szepesi
Ein Mädchen allein auf der Flucht
Ungarn – Slowakei – Polen (1944–1945)
ISBN: 978-3-86331-005-9

Buchpräsentation
und Lesung

978-3-86331-149-0

Januar 2014

Metropol Verlag und
Verlag Dachauer Hefte
ISBN: 978-3-86331-149-0
656 Seiten · 29,90 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 21. Januar 2014, 18.00 Uhr

Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Ort der Information
Cora-Berliner-Straße 1
10117 Berlin

Nach dem Untergang
Die ersten Zeugnisse der Shoah in Polen 1944–1947

Begrüßung:
Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Grußwort:
Dr. Jerzy Marganski, Botschafter der Republik Polen

Vortrag:
„Einzigartig, authentisch, ergreifend: Die ersten Zeugnisse der Shoah“
Prof. Dr. Wolfgang Benz, ehem. Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin, Herausgeber

Lesung:
Florian Lukas (Schauspieler) mit einer Einführung durch Frank Beer und Barbara Distel (Herausgeber)

Überlebende der Ghettos und Lager fanden sich im Sommer 1944 in der Zentralen Jüdischen Historischen Kommission zusammen. Sie zeichneten Erinnerungen auf, begannen mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung der jüdischen Katastrophe und publizierten sie in einer Schriftenreihe. Erstmals erscheint in deutscher Sprache eine Auswahl von 12 Texten, die zwischen 1944 und 1947 entstanden und damals auf Polnisch oder Jiddisch erschienen sind: authentische Zeugnisse von einzigartiger Kraft.


Frank Beer · Wolfgang Benz · Barbara Distel (Hrsg.)
Nach dem Untergang
Die ersten Zeugnisse der Shoah in Polen 1944–1947
Berichte der Zentralen Jüdischen Historischen Kommission

Metropol Verlag und Verlag Dachauer Hefte
ISBN: 978-3-86331-149-0
656 Seiten · 29,90 Euro

Buchvorstellung

978-3-86331-131-5

Oktober 2013

ISBN: 978-3-86331-131-5
421 Seiten · 24,00 Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 16. Januar 2014, 19.00 Uhr

Tante Horst
Oranienstraße 45
10969 Berlin

Deutsche Scham
Gender · Medien · „Täterkinder“
Eine Analyse der Auseinandersetzungen von Niklas Frank, Beate Niemann und Malte Ludin

Referentin:
Dr. Konstanze Hanitzsch, Gender- und Literaturwissenschaftlerin, Autorin

Moderation:
Zoé Sona, Journalistin

Haben Gefühle eine Nationalität? Dies behauptet zumindest der Titel des Buches „Deutsche Scham“. Anhand dreier individueller deutscher Familiengeschichten diskutiert die Autorin Konstanze Hanitzsch die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus aus einer medienanalytischen und genderkritischen Perspektive.
Die Gender- und Literaturwissenschaftlerin wird in der Veranstaltung ihr Buch vorstellen und gemeinsam mit der Journalistin Zoé Sona und dem Publikum über deutsche Vergangenheitspolitik, „Täterkinder“ und das deutsche Familiengedächtnis sprechen.

Eintritt: 2,00 Euro / ermäßigt 1,00 Euro

Eine Veranstaltung der „Hellen Panke“ e. V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin in Kooperation mit „Tante Horst“ und dem Metropol Verlag


Konstanze Hanitzsch
Deutsche Scham. Gender · Medien · „Täterkinder“
Eine Analyse der Auseinandersetzungen von Niklas Frank, Beate Niemann und Malte Ludin
ISBN: 978-3-86331-131-5

Vortrag

978-3-86331-019-6

Juli 2011

ISBN: 978-3-86331-019-6
334 Seiten
Preis: 24,00 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 7. Januar 2014, 19.00 Uhr

Topographie des Terrors
Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
10963 Berlin

Vortragsreihe „Antisemitismus in Europa 1879–1945“
Antisemitismus zwischen Tschechen und Deutschen.
Die Rolle des Antisemitismus in den böhmischen Ländern
im 19. und 20. Jahrhundert


Begrüßung:
Prof. Dr. Andreas Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors

Vortrag:
Dr. Michal Frankl, Leiter der Abteilung für jüdische Studien und die Geschichte des Antisemitismus im Jüdischen Museum in Prag

Moderation:
Prof. Dr. Werner Bergmann, Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin

Wie in anderen europäischen Staaten entstand auch in den böhmischen Ländern am Ausgang des 19. Jahrhunderts ein moderner Antisemitismus. Ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung erklärte die Juden, denen man die Schuld an gesellschaftlichen Missständen zuschrieb, zu Feinden der tschechischen Nation. Michal Frankl stellt die verbreitete Reduzierung des tschechischen Antisemitismus auf den Nationalitätenkonflikt zwischen Tschechen und Deutschen infrage, deutet ihn gegen die vorherrschende Geschichtsschreibung in Tschechien als akutes gesellschaftliches und politisches Phänomen und beschreibt seinen weltanschaulichen und organisatorischen Aufstieg vor dem Hintergrund antisemitischer Bewegungen in Europa.

Eine Veranstaltung der Stiftung Topographie des Terrors, des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin und der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.


Michal Frankl
„Prag ist nunmehr antisemitisch“
Tschechischer Antisemitismus am Ende des 19. Jahrhunderts
Reihe Studien zum Antisemitismus in Europa, Bd. 1
ISBN: 978-3-86331-019-6

978-3-86331-158-2

Dezember 2013

ISBN: 978-3-86331-158-2
576 Seiten · 29,90 Euro

>>> bestellen

Samstag, 14. Dezember 2013, 11.00–16.00 Uhr

Evangelisches Kirchenforum Stadtmitte
Georgensaal
Klosterstraße 66
10179 Berlin

30 Jahre danach: Die Lutherehrungen 1983 in der DDR
Eine Veranstaltung des Berliner Instituts für vergleichende Staat-Kirche-Forschung

Im Mittelpunkt der Veranstaltung wird die Präsentation der neuesten Publikation von Peter Maser über die Lutherehrungen 1983 in der DDR stehen. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung werden wir verschiedene Aspekte des Themas näher beleuchten.

Buchpräsentation
Martin-Michael Passauer, Generalsuperintendent i. R.
Prof. Dr. Peter Maser, Historiker und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats zur Lutherdekade

Die Ausstellung „Luther“, DDR 1983
Prof. Rudolf Grüttner, Grafiker
Dr. Joachim Heise, Historiker und Leiter des Instituts für vergleichende Staat-Kirche-Forschung

Die zwanzig Expertengespräche zwischen kirchlichen und marxistischen Reformationshistorikern über Luther und Müntzer
Prof. Dr. Siegfried Bräuer, Theologe und Kirchenhistoriker
Prof. Dr. Adolf Laube, Historiker
Dr. Christa Stache, Historikerin

Martin Luther als Filmheld
Prof. Lew Hohmann, Filmemacher und Filmwissenschaftler
Joachim Heise

Filmaufführung „Katharina von Bora – Nonne, Geschäftsfrau und Luthers Weib“
Buch: Lew Hohmann, Regie: Dirk Otto


Peter Maser
„Mit Luther alles in Butter?“
Das Lutherjahr 1983 im Spiegel ausgewählter Akten

Herausgegeben vom Berliner Institut für vergleichende Staat-Kirche-Forschung unter Mitarbeit von Johannes Gruhn
ISBN: 978-3-86331-158-2

Buchvorstellung
und Lesung

978-3-86331-150-6

Dezember 2013

ISBN: 978-3-86331-150-6
328 Seiten · 19,00 Euro

>>> bestellen

Montag, 9. Dezember 2013, 19.00 Uhr

Verfassungsgericht des Landes Brandenburg
Jägerallee 9–12
14469 Potsdam

Der DDR-Militärstrafvollzug und die Disziplinareinheit
in Schwedt (1968–1990)


Begrüßung:
Jes Albert Möller, Präsident des Verfassungsgerichts des Landes Brandenburg
Ulrike Poppe, Die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur

Einführung:
Arno Polzin
, Herausgeber

Lesung:
Paul Brauhnert und Ilja Hübner, Buchautoren und Herausgeber

Moderation:
Dr. Marie Anne Subklew, Stellvertreterin der Beauftragten des Landes Brandenburg

Musik:
Susanne Stock

16 Menschen lassen uns teilhaben an ihren Erinnerungen an ihre Zeit im Militärgefängnis in Schwedt oder in der Disziplinareinheit auf dem gleichen Gelände. Die Geschichten aus der Zeit von 1968 bis 1989 nehmen uns mit in eine Vergangenheit, die für die Betroffenen oftmals noch immer nicht vergangen ist. Die Zeitzeugen erzählen von Demütigung und Gewalt, Einsamkeit und Verzweiflung, aber auch von Würde und Stolz, Freundschaft und Vertrauen, die selbst unter den unmenschlichsten Bedingungen gelebt und erfahren werden können.


Paul Brauhnert · Ilja Hübner · Arno Polzin (Hrsg.)
Der DDR-Militärstrafvollzug und die Disziplinareinheit in Schwedt (1968–1990). Zeitzeugen brechen ihr Schweigen
Schriftenreihe der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Bd. 3
ISBN: 978-3-86331-150-6

Buchvorstellung und Podiumsdiskussion

978-3-86331-104-9

April 2013

ISBN: 978-3-86331-104-9
280 Seiten, 19,00 Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 5. Dezember, 19.30 Uhr

NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
(EL-DE-Haus)

Appellhofplatz 23-25
50667 Köln

Der Lischka-Prozess
Eine jüdisch-französisch-deutsche Erinnerungsgeschichte


Podiumsdiskussion
mit:
Anne Klein, Herausgeberin
Judith Weißhaar, Mitherausgeberin
Birte Klarzyk, Autorin
Beate Klarsfeld, Mitglied der „Fils et Filles de Déportés Juifs, Paris“
Dr. Heinz Faßbender, Richter a. D. des Landgerichts Köln (angefragt)
Jens Kuchenbuch, Patenkind des damaligen Angeklagten Dr. Kurt Lischka, Köln
Harry Zvi Dreifus, Kameramann, filmte in den 1970er-Jahren Kurt Lischka und Herbert Hagen, Köln

Am 29. Januar 1980 wurden Kurt Lischka, Herbert Hagen und Ernst Heinrichsohn vom Kölner Landgericht am Appellhofplatz wegen der Deportation von mehr als 75 000 Juden aus Frankreich zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Zehn Jahre zuvor hatten Serge und Beate Klarsfeld zusammen mit den „Fils et Filles de Déportés Juifs de France“ begonnen, in der Bundesrepublik um die juristische Anerkennung der Shoah in Frankreich zu kämpfen. Mit ihren offensiven Aktionen leitete das Ehepaar Klarsfeld zusammen mit den Opfern und deren Angehörigen einen Paradigmenwechsel in der bundesrepublikanischen Erinnerungskultur ein.
Kürzlich erschien ein Sammelband zur Geschichte des Prozesses, der auf einer Wanderausstellung basiert, die erstmals 2006 im NS-Dokumentationszentrum gezeigt wurde. Zur Buchpräsentation kommen an diesem Abend noch einmal Zeitzeugen und Akteure des Prozesses zusammen, um den Prozess und seine konfliktreiche Vorgeschichte zu diskutieren.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Jugendclub Courage e. V.

Eintritt: 4,50 Euro, erm. 2 Euro


Anne Klein (Hrsg.) unter Mitarbeit von Judith Weißhaar
Der Lischka-Prozes. Eine jüdisch-französisch-deutsche Erinnerungsgeschichte
Ein BilderLeseBuch
ISBN: 978-3-86331-123-0

Vortrag

978-3-86331-082-0

November 2012

ISBN: 978-3-86331-082-0
392 Seiten · 24,00 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 3. Dezember 2013, 19.00 Uhr

Topographie des Terrors
Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
10963 Berlin

Vortragsreihe „Antisemitismus in Europa 1879–1945“
Katzenmusik und „Judenjagd“. Ausgrenzung und Ermordung der westgalizischen Juden in mikrohistorischer Perspektive

Eröffnung der Vortragsreihe:
Prof. Dr. Andreas Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors

Vortrag:
Dr. Tim Buchen, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Interdisziplinäre Polenstudien der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

Moderation:
Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum, Leiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin

Der Antisemitismus in Europa hat seine Ursachen in erster Linie in den fundamentalen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Umwälzungen des 19. Jahrhunderts. Verunsicherte Zeitgenossen gaben vielfach „den“ Juden die Schuld am Zusammenbruch der überlieferten Ordnung und am gesellschaftlichen Wandel. Die sich herausbildende neue Form von Judenfeindschaft – als soziale und politische Bewegung – wurde zu einem europäischen Phänomen. Die verheerenden Auswirkungen des Ersten Weltkriegs sowie die revolutionären Umbrüche in Mittel- und Osteuropa führten in weiten Teilen Europas zu einer Radikalisierung der Judenfeindschaft. In Deutschland mündete diese Entwicklung im Holocaust.
In der Vortragsreihe werden auf der Basis aktueller Studien die Entstehung und Entwicklung des Antisemitismus in verschiedenen Teilen Europas in den Blick genommen.


Tim Buchen
Antisemitismus in Galizien. Agitation, Gewalt und Politik gegen Juden in der Habsburgermonarchie um 1900
Reihe Studien zum Antisemitismus in Europa, Bd. 3
ISBN: 978-3-86331-082-0

Bilder, Lesung, Musik

Freitag, 29. November 2013, 19.00 Uhr

Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften
Majakowskiring 47
13156 Berlin

Ravensbrück – Rückblicke 2013
Bilder, Lesung, Musik

Schwerpunkt der diesjährigen Benefizveranstaltung ist die Geschichte der polnischen Häftlinge in Ravensbrück.
Robert Traba spricht über das polnische Ravensbrück-Gedächtnis.
Insa Eschebach gibt einen Rückblick über die Arbeit der Gedenkstätte 2013.
Außerdem werden Projekte und Neuerscheinungen zu Ravensbrück präsentiert.
Das musikalische Programm: wird von der Pianistin Aziza Sadikova gestaltet.

Eine Veranstaltung des Internationalen Freundeskreises Ravensbrück, der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück und des Metropol Verlags.

Vortrag und Diskussion

978-3-86331-115-5

September 2013

ISBN: 978-3-86331-115-5
606 Seiten, 28,00 Euro

>>> bestellen

Mittwoch, 27. November 2013, 19.00 Uhr

Geschäftsstelle der Freien Volksbühne Berlin
Ruhrstraße 6
10709 Berlin

Zwischen Resozialisierung und „Ausmerze“
Strafvollzug in Brandenburg an der Havel (1920–1945)


Begrüßung und Moderation:
Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Grußwort:
Dr. Volkmar Schöneburg, Minister der Justiz des Landes Brandenburg

Vortrag:
Dr. Sylvia de Pasquale, Leiterin der Gedenkstätten Brandenburg an der Havel, Autorin

Während der Weimarer Republik für einen „neuzeitlichen“, humanen Strafvollzug gebaut, wurde die Strafanstalt Brandenburg-Görden ab 1933 ein Ort nationalsozialistischer Justiz-Verbrechen. „Politische“ wie auch „kriminelle“ Gefangene und Sicherungsverwahrte wurden hier durch überzogene Strafmaße, unmenschliche Haftbedingungen und rassenhygienische „Ausmerzungsprogramme“ Opfer des NS-Regimes. Gestützt auf Gefangenenpersonal- und Verwaltungsakten sowie Erinnerungsberichte weist die Autorin nach, dass der Strafvollzug im „Dritten Reich“ sich willig in die Strukturen des NS-Terrors einpasste.


Sylvia de Pasquale
Zwischen Resozialisierung und „Ausmerze“.
Strafvollzug in Brandenburg an der Havel (1920–1945)

Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 8
ISBN: 978-3-86331-115-5

Buchvorstellung

978-3-86331-137-7

November 2013

ISBN: 978-3-86331-137-7
336 Seiten · 24,00 Euro

>>> bestellen

Mittwoch, 20. November 2013, 19.00 Uhr

Städtisches Museum Schloss Salder
Museumstraße 34
38229 Salzgitter

Wilhelm Wassmuss
Der deutsche Lawrence


Begrüßung:
Friedrich Veitl, Metropol Verlag

Grußwort:
Peter-Jürgen Schneider, Finanzminister des Landes Niedersachsen

Vortrag und Lesung:
Dr. Hendrik Gröttrup, Stadtkämmerer und Oberstadtdirektor a. D. in Salzgitter, Autor

Eine nahezu vergessene Geschichte aus dem Ersten Weltkrieg: Wilhelm Wassmuss, 1880 im Vorharzgebiet geboren, war 1914 Konsul in Buschir am Persischen Golf. Alle Kriegsparteien versuchten, den Feind an empfindlicher Stelle zu treffen. Der von T. E. Lawrence angezettelte Aufstand der arabischen Stämme gegen das Osmanische Reich lebt noch heute in der Erinnerung fort. Das kaiserliche Deutschland seinerseits suchte Britisch-Indien zu revolutionieren. Die „Afghanistan-Expedition“ scheiterte, aber Wilhelm Wassmuss gelang es, die Stämme Südpersiens zum Guerillakrieg gegen die Briten zu bewegen. Im Iran steht er als Vorkämpfer der persischen Unabhängigkeit noch heute in hohem Ansehen.

Hendrik Gröttrup
Wilhelm Wassmuss. Der deutsche Lawrence
ISBN: 978-3-86331-137-7

Buchvorstellung

978-3-86331-152-0

November 2013

ISBN: 978-3-86331-152-0
276 Seiten · 22,00 Euro

>>> bestellen

Mittwoch, 6. November 2013, 18 Uhr

Polizeihistorische Sammlung im Berliner Polizeipräsidium
Platz der Luftbrücke 6
12101 Berlin

Großstadtkriminalität
Berliner Kriminalpolizei und Verbrechensbekämpfung 1930 bis 1950

Buchvorstellung mit den Autorinnen und Autoren
Julia Albert, Dr. Jens Dobler, Michele Lindner und Irina Nowak

Wie arbeiteten Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft unter den Bedingungen der NS-Diktatur und des Krieges? Wie gingen Polizei und Justiz gegen Verbrechen vor, wie sie in jedem System vorkommen, und wie bekämpften sie NS-spezifische und kriegsbedingte Kriminalität? Die Berliner Kriminalitäts- und Polizeigeschichte im Nationalsozialismus enthüllt ein komplexes System von Zuständigkeiten, Konkurrenzen, Eigenmächtigkeiten, Intrigen und viel Bürokratie, aber auch die von Anfang an aktive Beteiligung an Verbrechen des Nationalsozialismus.
Die Beiträge des Bandes geben Einblick in ein bislang kaum erforschtes Gebiet des Terror-Staates, etwa die Strafverfolgung von Zwangsarbeitern oder das System zur Unterbrechung von KZ-Haft zur Ermittlung oder Vollstreckung einer Justizangelegenheit und anschließenden „Rücksistierung“ in ein Konzentrationslager.

Buchvorstellung

978-3-86331-136-0

September 2013

ISBN: 978-3-86331-136-0
144 Seiten · 19,– Euro

>>> bestellen

Dienstag, 29. Oktober 2013, 19 Uhr

Ökumenisches Frauenzentrum Evas Arche e. V.
Große Hamburger Straße 28
10115 Berlin

Elisabeth Hofacker, Menschen auf dem Prüfstand. Eine Berliner Familie im Widerstand gegen die Judenverfolgung

Vortrag:
Dr. Claudia Schoppmann
, Historikerin, Gedenkstätte Stille Helden, Herausgeberin

Elisabeth Hofacker (1928-1988) wuchs im Bayerischen Viertel in Berlin-Schöneberg auf, wo ihre Eltern, Wilhelm und Luise Teske, eine Schuhmacherwerkstatt betrieben. Sie gehörten der »Christlichen Versammlung« an, einer evangelischen freikirchlichen Religionsgemeinschaft, die ihre Hauptaufgabe in der Verkündigung des Evangeliums sah. In ihrem Manuskript, das Elisabeth Hofacker in den 1970er- und 1980er-Jahren schrieb, schildert die Verfasserin, wie ihre Familie als gläubige Christen auch nach 1933 zu ihren jüdischen Kunden und Freunden hielt und sie trotz des Risikos auf vielfältige Weise unterstützte. Luise und Wilhelm Teske wurden nach dem Krieg für ihre Hilfe mehrfach (postum) geehrt, unter anderem 2009 als »Gerechte unter den Völkern« durch die israelische Gedenkstätte Yad Vashem.


Elisabeth Hofacker
Menschen auf dem Prüfstand.
Eine Berliner Familie im Widerstand gegen die Judenverfolgung
Hrsg. von Claudia Schoppmann
Metropol Verlag 2013
ISBN: 978-3-86331-136-0 · 144 Seiten · 19,– Euro

Buchvorstellung

978-3-86331-132-2

Juni 2013

ISBN: 978-3-86331-132-2
280 Seiten, · 22,00 Euro

>>> bestellen

Freitag, 25. Oktober 2013, 19:30 Uhr

Afrika-Haus Berlin
Farafina e. V.
Bochumer Str. 25
10555 Berlin

Black Berlin
Die deutsche Metropole und ihre afrikanische Diaspora in Geschichte und Gegenwart

Die beiden Herausgeber und Autoren Oumar Diallo und Joachim Zeller stellen ihr Buch vor.

Menschen afrikanischer Herkunft leben seit vielen Generationen in Berlin und prägen die Metropole an der Spree und ihre Transkulturalität. Der Titel des Buches – „Black Berlin“ – verweist auf die Rückwirkungen, die das Jahrhunderte währende koloniale Projekt Europas auch auf Deutschland ausgeübt hat. Die Beiträge des Sammelbandes befassen sich mit den verschiedenen Phasen der afrikanischen Migration in den vergangenen rund drei Jahrhunderten. Sie spüren dem Leben von Afrikanerinnen und Afrikanern, Schwarzen Deutschen, People of Color oder Afro-Amerikanern nach und erzählen von ihrem Ringen um Emanzipation und soziale Gleichstellung. Schließlich werden wichtige Initiativen der Diaspora-Gemeinschaften und ihre politischen Aktivitäten im heutigen Berlin vorgestellt.

Oumar Diallo · Joachim Zeller (Hrsg.)
Black Berlin.
Die deutsche Metropole und ihre afrikanische Diaspora in Geschichte und Gegenwart
Metropol Verlag 2013
ISBN: 978-3-86331-132-2 · 280 Seiten · 22,– Euro

Buchvorstellung
und Gespräch

978-3-86331-106-3

Januar 2013

ISBN: 978-3-86331-106-3
216 Seiten · 19,– Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 24. Oktober, 20 Uhr

Literaturforum im Brecht-Haus
Chausseestraße 125
10115 Berlin-Mitte

Lebenszeugnisse: Rainer Faupel, Berlin Jenaer Straße 7:
Zwei von sechs Millionen. Zur Erinnerung an Albert und
Minna Neuburger


Wolfgang Benz im Gespräch mit Rainer Faupel


Albert und Minna Neuburger leisteten als Publizisten wichtige Beiträge zu Kultur und Gesellschaft ihrer Zeit. Die judenfeindlichen Diskriminierungen der Nationalsozialisten zerstörten ihr Lebenskonzept als Intellektuelle und Teil des deutschen Bürgertums. Sie wurden ausgegrenzt, ausgeplündert und schließlich nach Theresienstadt in den Tod deportiert.

In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung.

Rainer Faupel
Berlin Jenaer Straße 7: Zwei von sechs Millionen

Zur Erinnerung an Albert und Minna Neuburger
Metropol Verlag 2013
ISBN: 978-3-86331-106-3 · 216 Seiten · 19,– Euro

Buchpräsentation

978-1-55458-831-2

Montag, 21. Oktober 2013, 18 Uhr

Deutsches Historisches Museum
Auditorium
Unter den Linden 2
10117 Berlin

Carolyn Gammon und Israel Unger
The Unwritten Diary of Israel Unger

Es sprechen:
Israel Unger und Carolyn Gammon, Autoren
Friedrich Veitl, Verleger, Metropol Verlag

Lesung:
Israel Unger, Autor

Israel Unger beschreibt in seinem Buch Leben und Überleben im von den Nationalsozialisten besetzten Polen. Versteckt in einer Dachkammer entkamen er und seine Familie den mörderischen Verfolgungen. Gemeinsam mit Israel Unger erarbeitete die in Berlin ansässige kanadische Autorin Carolyn Gammon das eindrucksvolle Zeitzeugnis. 1951 fand Israel Unger in Kanada eine neue Heimat. Er war Dekan der Wissenschaftlichen Fakultät der Universität von New Brunswick.
Die deutsche Ausgabe erscheint 2014 im Metropol Verlag, Berlin

Eine Kooperation des Deutschen Historischen Museums und der Botschaft von Kanada

Empfang im Anschluss an die Veranstaltung


Carolyn Gammon · Israel Unger
The Unwritten Diary of Israel Unger
Wilfrid Laurier University Press 2013
ISBN: 978-1-55458-831-2 · 234 Seiten · 24,99 $

Ausstellungseröffnung

978-3-86331-116-2

Juni 2013

ISBN: 978-3-86331-116-2
496 Seiten, 24,00 Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 17 Uhr

Mitte Museum
Regionalgeschichtliches Museum für Mitte Tiergarten Wedding in Berlin
Pankstraße 47
13357 Berlin

Berlin–Minsk.
Unvergessene Lebensgeschichten

Eine Ausstellung zur Erinnerung an die nach Minsk deportierten Berliner Jüdinnen und Juden

Am 14. November 1941 und am 24. Juni 1942 wurden insgesamt 1200 jüdische Männer, Frauen und Kinder aus Berlin in das Ghetto von Minsk und in das nahe gelegene Vernichtungslager Maly Trostenez deportiert. Die Biografien dieser Menschen waren weitgehend unbekannt, ihre Lebensgeschichten schienen vergessen.
Im Jahr 2009 begannen Studierende der Humboldt-Universität zu Berlin, die Biografien dieser von Berlin nach Minsk deportierten Jüdinnen und Juden zu erforschen. Bei ihren Recherchen kamen die Studierenden auch in Kontakt mit Angehörigen, die ihnen ihre Erinnerungen mitteilten und die Archivrecherchen durch Dokumente und Fotografien bereicherten. Die Ausstellung, die daraus entstand, stellt ausgewählte Biografien vor, darunter zwei belarussische Lebensgeschichten. Ausstellung, Gedenkbuch und Internetseite – www.berlin-minsk.de – leisten einen Beitrag dazu, die Lebensgeschichten verfolgter und ermordeter Jüdinnen und Juden unvergessen zu machen.

Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Centrum Judaicum, der Internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte Johannes Rau in Minsk, der Geschichtswerkstatt Minsk und der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas erarbeitet.

Ausstellungsdauer: 13. Oktober 2013 bis 27. April 2014

www.mittemuseum.de


Anja Reuss · Kristin Schneider (Hrsg.)
Berlin–Minsk.
Unvergessene Lebensgeschichten
Ein Gedenkbuch zur Erinnerung an die nach Minsk deportierten Berliner Jüdinnen und Juden
ISBN: 978-3-86331-116-2 · 496 Seiten · 24,– Euro

Buchvorstellung,
Vortrag und Zeitzeugengespräch

978-3-86331-128-5

September 2013

ISBN: 978-3-86331-128-5
488 Seiten, 24,00 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 24. September 2013, 18 Uhr

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Kronenstraße 5
10117 Berlin

Vergessene Opfer. Kinder des Gulag

Begrüßung:
Dr. Nicole Warmbold, Metropol Verlag
Einführung:
Dr. Meinhard Stark, Historiker, Berlin

Einspielung aus dem Hörfunk-Feature
»Sippenhaft. Die Kinder der Stalin-Opfer«

Zeitzeugengespräch mit:
Horst-A. Hennig, Jg. 1934, als Minderjähriger 1950 in der DDR verhaftet und bis1955 im Gulag, anschließend Übersiedlung in die Bundesrepublik.
Konrad Rayß, 1946 in einem »Besserungsarbeitslager« geboren, nach der Freilassung lebte er mit seiner Mutter in der Verbannung, 1954 Ausreise in die DDR.
Dr. Meinhard Stark
Moderation:
Dr. Jens Hüttmann, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Eine gemeinsame Veranstaltung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der
SED-Diktatur und des Metropol Verlags Berlin

Meinhard Stark
Gulag-Kinder. Die vergessenen Opfer
Metropol Verlag 2013
ISBN: 978-3-86331-128-5 · 488 Seiten · 24,– Euro

Buchpräsentation mit Diskussion

978-3-86331-129-2

September 2013

ISBN: 978-3-86331-129-2
496 Seiten, 24,00 Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 19. September 2013, 19 Uhr

Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft (EVZ)
Lindenstraße 20–25
10969 Berlin

Zwangsarbeit in Hitlers Europa. Besatzung, Arbeit, Folgen

Begrüßung:
Günter Saathoff, Vorstand der Stiftung EVZ

Buchvorstellung und Vortrag:
Dieter Pohl und Tanja Sebta, Herausgeber

Die Herausgeber Dieter Pohl und Tanja Sebta stellen ihr Buch »Zwangsarbeit in Hitlers Europa. Besatzung, Arbeit, Folgen« vor. Sie geben einen Überblick über aktuelle Forschungsarbeiten zur NS-Zwangsarbeit außerhalb des Deutschen Reiches. Auf einem Podium diskutieren die Herausgeber über die Dimensionen der rassistischen Arbeitseinsatzpolitik in Europa, deren Nachwirkungen und den Stand der Forschung zum Thema.

Eine Veranstaltung der Stiftung EVZ, des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin und der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus e. V. und des Metropol Verlages

Um Anmeldung wird gebeten unter: veranstaltungen@stiftung-evz.de


Dieter Pohl · Tanja Sebta (Hrsg.)
Zwangsarbeit in Hitlers Europa. Besatzung, Arbeit, Folgen
Metropol Verlag 2013
ISBN: 978-3-86331-129-2 · 496 Seiten · 24,– Euro

Buchvorstellung
und Gespräch

978-3-86331-107-0

Februar 2013

ISBN: 978-3-86331-107-0
240 Seiten, 19,00 Euro

>>> bestellen

Solidaritätsveranstaltungen für das Hotel Bogota

Samstag 31. August 2013, 19 Uhr

Hotel Bogota
Schlüterstraße 45/Ecke Ku’damm
10707 Berlin

Berthold Winter, Schwierige Rückkehr.
Das Schicksal einer jüdischen Berliner Buchhändlerfamilie


Wolfgang Benz im Gespräch mit Berthold Winter 

Berthold Winter, geboren 1921 in Berlin und hier aufgewachsen als einziges Kind religiös liberaler jüdischer Eltern, erzählt in diesen Erinnerungen die Geschichte vom glücklichen Leben und gefahrvollen Überleben, von Verlust und Schmerz, von der Emigration über Wien nach Argentinien und schließlich von der Rückkehr in seine Heimatstadt, die Remigranten wie ihn nicht gerade mit offenen Armen wieder aufzunehmen bereit war.
Doch es gelingt ihm, neben einer Buchhandlung, die bis in die 1990er-Jahre in der Kantstraße war, und einem Antiquariat auch noch einen Büchersuchdienst für verschwundene Exilliteratur aufzubauen.

Moderation:
Prof. Dr. Wolfgang Benz, bis 2011 Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin

Eine Veranstaltung in Kooperation mit den TANGO OSCILACIONES BERLIN und dem Metropol Verlag.

Bei allen Solidaritätsveranstaltungen für das Hotel Bogota ist der Eintritt frei. Spenden sind erwünscht, sie kommen dem Erhalt des Hotel Bogota zugute.

Berthold Winter
Schwierige Rückkehr
Das Schicksal einer jüdischen Berliner Buchhändlerfamilie
Mit einem Geleitwort von Norbert Kampe

Buchvorstellung

978-3-86331-130-8

Juli 2013

ISBN: 978-3-86331-130-8
416 Seiten, 24,00 Euro

>>> bestellen

Mittwoch, 10. Juli 2013, 17.00 Uhr

Lichthof im Hauptgebäude der TU Berlin
Straße des 17. Juni 135
10623 Berlin

„Vertriebene Wissenschaften – Die Technische Hochschule Berlin während des Nationalsozialismus“

Begrüßung und Einführung:
Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach,
Präsident der TU Berlin

Grußworte:
Dr. Knut Nevermann
,
Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung, Berlin

Kurzvortrag: „Die Verantwortung und die Rolle der Gesellschaft bei der Aufarbeitung von Vertreibung in der NS-Zeit“:
Dr. Manfred Gentz,
Präsident der Gesellschaft von Freunden der TU Berlin e. V.

Präsentation der Forschungsergebnisse und des Buches
„Diskriminierung, Ausgrenzung, Vertreibung: Die Technische Hochschule Berlin während des Nationalsozialismus“:
Dr. Carina Baganz,
Autorin, Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin
„Was hat das mit uns zu tun? Ein Beitrag aus studentischer Perspektive“
Filiz Dagci,
Studierende der Fakultät I, Geisteswissenschaften, TU Berlin

Lesung „Verfemt und verbannt – Zeugnisse des Ungeistes“:
Dr. Carina Baganz

Der Prozess der Gleichschaltung nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten erfasste bald auch die Technische Hochschule Berlin: Jüdische und politisch missliebige Wissenschaftler und Studierende wurden diskriminiert, aus dem Hochschulbetrieb ausgegrenzt und vertrieben, Promotionen verhindert, akademische Grade entzogen und Zwangsarbeiter beschäftigt. Die Nationalsozialisten nahmen den Menschen Ehre und Würde, zerstörten Pläne, Karrieren und Leben.
Die Ergebnisse des Forschungsprojektes „Vertriebene Wissenschaften an der TH Berlin 1933–1945“ liegen nun als Publikation vor. Ihr Ziel ist es, die Erinnerung an die von Diskriminierung und Verfolgung Betroffenen wachzuhalten.

Programm und Anmeldung unter:
www.pressestelle.tu-berlin.de


Carina Baganz
Diskriminierung, Ausgrenzung, Vertreibung: Die Technische Hochschule Berlin während des Nationalsozialismus
Metropol Verlag 2013
ISBN: 978-3-86331-130-8 · ca. 420 Seiten · 24,00 Euro

Buchvorstellung
und Gespräch

978-3-86331-107-0

Februar 2013

ISBN: 978-3-86331-107-0
240 Seiten, 19,00 Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 27. Juni 2013, 20.00 Uhr

Literaturforum im Brecht-Haus
Chausseestraße 125
10115 Berlin-Mitte

Lebenszeugnisse:
Berthold Winter, Schwierige Rückkehr. Das Schicksal einer jüdischen Berliner Buchhändlerfamilie


Wolfgang Benz im Gespräch mit Berthold Winter


Berthold Winter, geboren 1921 in Berlin und hier aufgewachsen als einziges Kind religiös liberaler jüdischer Eltern, erzählt in diesen Erinnerungen die Geschichte vom glücklichen Leben und gefahrvollen Überleben, von Verlust und Schmerz, Emigration und schließlich von der Rückkehr in seine Heimatstadt, die Remigranten wie ihn nicht gerade mit offenen Armen wieder aufzunehmen bereit war. Es gelingt ihm dabei, zwei Erzählebenen abwechselnd zu trennen und zu verbinden: die kindliche, fragende, staunende Ebene im Versuch, die Welt der Erwachsenen und auch die fatale Politik zu verstehen; die erwachsene Ebene der reifen Persönlichkeit eines älteren Menschen, der viele Dokumente heranholt, um sich mit deren Hilfe zu erinnern, was geschehen ist und in welcher historischen Konstellation das eigene Schicksal zum Teil eines Generationenschicksals jüdischer Deutscher wurde.


Berthold Winter
Schwierige Rückkehr
Das Schicksal einer jüdischen Berliner Buchhändlerfamilie
Mit einem Geleitwort von Norbert Kampe

Ausstellungseröffnung

Freitag, 21. Juni 2013, 11.00 Uhr

Eröffnung der Dauerausstellung in der Gedenkstätte
„Köpenicker Blutwoche“,
Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin

Puchanstraße 12
12555 Berlin

Begrüßung:
Oliver Igel, Bezirksbürgermeister Berlin Treptow-Köpenick

Ansprachen:
Sigmar Gabriel, SPD-Parteivorsitzender und MdB
Dr. Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender Die Linke im Deutschen Bundestag

Einführung in die Ausstellung und den Forschungsband:
Dr. Stefan Hördler, Deutsches Historisches Institut Washington, DC

Moderation:
Annette Indetzki, Amtsleiterin Weiterbildung und Kultur

Anschließend kann die Ausstellung besichtigt werden.
Um Anmeldung unter 030 | 9029733-50 oder maria.stephan@ba-tk.berlin.de wird gebeten.


Einen Höhepunkt des SA-Terrors in Berlin nach der Ernennung Adolfs Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 stellte die „Köpenicker Blutwoche“ dar. Zwischen dem 21. und dem 26. Juni 1933 verschleppte und misshandelte die Berliner und Köpenicker SA mehrere Hundert Personen, mindestens 23 von ihnen starben. Das Köpenicker Amtsgerichtsgefängnis diente als Koordinationsstelle der Verhaftungen und als Folterstätte.
Anlässlich des 80. Jahrestages wird am 21. Juni 2013 um 11.00 Uhr die neue Dauerausstellung in der Gedenkstätte „Köpenicker Blutwoche“ im ehemaligen Amtsgerichtsgefängnis eröffnet.


Stefan Hördler (Hrsg.)
SA-Terror als Herrschaftssicherung.
„Köpenicker Blutwoche“ und öffentliche Gewalt im Nationalsozialismus


Metropol Verlag 2013
ISBN: 978-3-86331-133-9 · ca. 340 Seiten · 24,– Euro

Buchvorstellung

978-3-86331-116-2

Juni 2013

ISBN: 978-3-86331-116-2
496 Seiten, 24,00 Euro

>>> bestellen

Montag, 3. Juni 2013, 19.00 Uhr

Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Großer Saal
Oranienburger Str. 28–30
10117 Berlin

Berlin–Minsk. Unvergessene Lebensgeschichten
Ein Gedenkbuch zur Erinnerung an die nach Minsk deportierten Berliner Jüdinnen und Juden

Begrüßung:
Dr. Hermann Simon, Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin –
Centrum Judaicum

Einführung:
Prof. Dr. Michael Wildt, Professor für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt im Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin
Felix Lipski, Überlebender des Ghettos Minsk

Vorstellung des Gedenkbuches und Lesung:
Anja Reuss und Kristin Schneider, Herausgeberinnen und Autorinnen

Am 14. November 1941 deportierten die Nationalsozialisten 1000 jüdische Frauen, Männer und Kinder aus Berlin in das Ghetto von Minsk, Ende Juni 1942 wurden weitere 200 Jüdinnen und Juden aus Berlin vermutlich über Königsberg in die Vernichtungsstätte Maly Trostinez nahe Minsk verschleppt und dort ermordet. Heute scheinen diese Opfer vergessen. Die 59 biografischen Texte des Gedenkbuches rufen die Lebensgeschichten von 127 Menschen in Erinnerung. Jede von ihnen ist einzigartig und erzählt von individuellen Lebenswegen und Schicksalen. Hintergrundtexte erläutern den historischen Kontext und rücken den bisher wenig beachteten Deportationsort Minsk ins Bewusstsein.


Anja Reuss · Kristin Schneider (Hrsg.)

Berlin–Minsk. Unvergessene Lebensgeschichten
Ein Gedenkbuch zur Erinnerung an die nach Minsk deportierten Berliner Jüdinnen und Juden

Festveranstaltung

978-3-936411-78-2

2., vollständig
überarbeitete und
erweiterte Auflage,
November 2011


ISBN: 978-3-86331-052-3
464 Seiten
Preis: 29,90 Euro

>>> bestellen

Freitag, 31. Mai 2013, 19.00 Uhr

Zwölf-Apostel-Kirche
An der Apostelkirche
10783 Berlin

»Es war, als hätt der Himmel ...« (Eichendorff)
Musik, Musikgeschichte und Poesie in der Potsdamer Straße

Eröffnung:
Dr. Christian Hanke
, Bezirksbürgermeister von Mitte.

Vortrag:
Dr. Dietmar Schenk, Leiter des Universitätsarchivs der Universität der Künste Berlin

Ausschnitte aus dem Programm: »Adelbert von Chamisso – ein Berliner Franzose« von Rosa und Jonathan Tennenbaum

Orgelfantasien und Lieder nach Eichendorff und Chamisso:
Jochen Sievers, Bariton, und Christoph Hagemann, Kantor, am Flügel und an der Orgel

Gitarrenensemble der Allegro-Grundschule
unter Leitung von Kathrin Haase

Moderation: Sibylle Nägele und Joy Markert

Eintritt frei

Vor 130 Jahren, 1883, zog die Königliche Hochschule für Musik in die Potsdamer Straße. Sie blieb hier 20 Jahre bis zu ihrem Umzug nach Charlottenburg. Geleitet wurde sie von Joseph Joachim, an ihr unterrichteten Max Bruch und Friedrich Kiel, der in der Lützowstraße 92 wohnte, und viele andere.
Vor 225 Jahren wurde Joseph Freiherr von Eichendorff geboren. Er ist der meistvertonte deutschsprachige Dichter. Er lebte mit seiner Familie von 1831 bis 1837 an wechselnden Wohnorten in der Potsdamer Straße. Auch der Naturforscher und Dichter Adelbert von Chamisso lebte und arbeitete hier. Viele seiner Lieder wurden von Robert Schumann vertont.

Buchvorstellung

978-3-86331-110-0

Februar 2013

ISBN: 978-3-86331-110-0
296 Seiten, 19, 00 Euro

>>> bestellen

Mittwoch, 22. Mai 2013, 18.00 Uhr

Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung
Heinrich-Mann-Allee 107
Haus 17, Eingang Friedhofsgasse
14473 Potsdam

Zeitgeschichte kontrovers
Die Auseinandersetzung um die Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße in Potsdam


Kontroversen über den angemessenen Umgang mit der Geschichte von nationalsozialistischer Diktatur und Diktatur in der sowjetischen Besatzungszone und DDR gehören seit 1990 zur pluralistischen Erinnerungskultur.

Diese Diskussionen entzünden sich in der Regel an Orten, die mit ihrer Geschichte eine Verbindung zu beiden Regimen haben. Auch die Realisierung der im April 2012 eröffneten Dauerausstellung in der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße, dem ehemaligen Gefängnis der sowjetischen Spionageabwehr, war von heftigen Auseinandersetzungen begleitet.
Kontroversen um die Darstellung und Deutung von Leid und Verbrechen, um die Gewichtung von Nationalsozialismus und Kommunismus haben den Aufbau aller SBZ/DDR-Gedenkstätten begleitet. Die Hintergründe dieser Konflikte darzustellen und zu bewerten ist das Ziel der Diskussion.

Podiumsgespräch mit:
Prof. Dr. Wolfgang Benz, ehemaliger Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung, TU Berlin
Dr. Ines Reich, Leiterin der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam
Horst Schüler, Vorsitzender der Lagergemeinschaft Workuta/GULag Sowjetunion und Ehrenvorsitzender der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft e. V.
Dr. Anna Kaminsky, Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und Mitglied des Fachbeirats der Stiftung Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße

Moderation:
Alfred Eichhorn, freier Journalist, ehemals Redakteur und Moderator von „FORUM – die Debatte im Inforadio“

Book Release Party

978-3-86331-043-1

März 2013

ISBN: 978-3-86331-043-1
296 Seiten, 19,00 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 7. Mai 2013, 19.00 Uhr

Amadeu Antonio Stiftung
Linienstr. 139
10115 Berlin

Gender und Rechtsextremismusprävention

Begrüßung:
Dr. Heike Radvan, Referentin im Bereich „Arbeit gegen Antisemitismus“ – Fachstelle Gender und Rechtsextremismusprävention

Vorstellung des Sammelbandes:
Autorinnen und Autoren des Sammelbandes

Im Anschluss: Getränke, Snacks & Musik

Was kann aus Genderperspektive gegen Rechtsextremismus getan werden? Gender ist eine relevante Analysekategorie, um den Strukturen im modernen Rechtsextremismus nachzuspüren; sie ist aber auch für die präventive Arbeit von Relevanz. Sucht man im wissenschaftlichen Fachdiskurs und in der Projektpraxis nach Antworten, zeigt sich jedoch, dass bislang kaum Veröffentlichungen und Praxiserfahrungen vorliegen, in denen geschlechterreflektierende Ansätze mit der Arbeit gegen Rechtsextremismus zusammengedacht werden.

Buchpräsentation
mit Diskussion

978-3-86331-099-8

Januar 2013

ISBN: 978-3-86331-099-8
230 Seiten, 19,00 Euro

>>> bestellen

Mittwoch, 17. April 2013, 19.00 Uhr

Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft (EVZ)
Lindenstraße 20–25
10969 Berlin

„Erst Deutscher, dann Beamter“.
Geschichte staatlicher Institutionen in der NS-Diktatur und
Menschenrechtsbildung heute


Die Publikation „NS-Geschichte, Institutionen, Menschenrechte – Bildungsmaterialien zu Verwaltung, Polizei und Justiz“ verbindet erstmals historisch-politische Bildung zur NS-Zeit mit heutigen Menschenrechtsfragen für Mitarbeitende staatlicher Institutionen. Schwerpunkte der Publikation sind die Verflechtungen von Institutionen und Beamten in die NS-Diktatur, Kontinuitäten und Brüche nach Kriegsende sowie Materialien zur Menschenrechtsbildung, die für staatliche Institutionen neu entwickelt wurden.


Begrüßung:
Günter Saathoff, Vorstand der Stiftung EVZ
Buchpräsentation und Projektvorstellung:
Dr. Oliver von Wrochem und Ulrike Pastoor, Herausgeber,
KZ Gedenkstätte Neuengamme

Podiumsgespräch:
Prof. Dr. Birgit Menzel, Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg;
Dr. Thomas Lutz, Stiftung Topographie des Terrors, Berlin;
Jörg Papendorf, Justizvollzugsanstalt Billwerder, Hamburg;
Ulrike Pastoor, KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Moderation:
Akim Jah, Politologe und freischaffender Bildungsreferent, Berlin

Stehempfang

Eine Veranstaltung der
Stiftung EVZ in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Um Anmeldung wird gebeten unter: veranstaltungen@stiftung-evz.de

Vortrag und Lesung

978-3-86331-096-7

März 2013

ISBN: 978-3-86331-096-7
ca. 320 Seiten, 24,00 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 9. April 2013, 17.00 Uhr

MedienGalerie Berlin
Dudenstraße 10
10965 Berlin
U-Bhf Platz der Luftbrücke, Bus 104

Gewerkschaften am Scheideweg
Siegfried Aufhäuser (1884–1969). Ein Leben für die Angestelltenbewegung

Begrüßung:
Dr. Hartmut Simon, ver.di, Leiter des Archivs

Es spricht:
Frank Bsirske, ver.di, Vorsitzender

Lesung aus der Biografie:
„Siegfried Aufhäuser (1884–1969) – Ein Leben für die Angestelltenbewegung“
Gunter Lange, Autor


Gunter Lange
Siegfried Aufhäuser (1884–1969).
Ein Leben für die Angestelltenbewegung
Eine Biografie
Metropol Verlag 2013

Reihe Gewerkschafter im Nationalsozialismus.
Verfolgung – Widerstand – Emigration, Band 5

Buchvorstellung

978-3-86331-096-7

März 2013

ISBN: 978-3-86331-096-7
ca. 320 Seiten, 24,00 Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 28. März 2013, 18.00 Uhr

ver.di Haus, Empore
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

Gewerkschaften und Widerstand
Siegfried Aufhäuser (1884–1969). Ein Leben für die Angestelltenbewegung


Begrüßung:
Dr. Hartmut Simon, ver.di, Leiter des Archivs

Vortrag „Gewerkschaften und Widerstand“:
Prof. Dr. Siegfried Mielke
, Freie Universität Berlin

Lesung aus der Biografie:
„Siegfried Aufhäuser (1884–1969) – Ein Leben für die Angestelltenbewegung“
Gunter Lange, Autor

Als Hilfskräfte der Meister und Prinzipale haben Arbeiter und Angestellte gleiche historische Wurzeln; für Siegfried Aufhäuser ein Beleg, dass beide Lohnabhängige sind. Als Gewerkschafter und Sozialdemokrat prägte er ein halbes Jahrhundert die deutsche Angestelltenbewegung, bündelte Verbände gegen ein berufsständisches Lager. Als Fabrikantensohn geboren, als Gewerkschafter Sozialist aus Überzeugung, als Parlamentarier leidenschaftlicher Demokrat, als Jude von Antisemiten angefeindet und von den Nazis ins Exil getrieben, verkörpert er einen außergewöhnlichen Lebensweg.


Gunter Lange
Siegfried Aufhäuser (1884–1969).
Ein Leben für die Angestelltenbewegung
Eine Biografie
Metropol Verlag 2013

Reihe Gewerkschafter im Nationalsozialismus.
Verfolgung – Widerstand – Emigration, Band 5

Buchvorstellung

978-3-86331-090-5

März 2013

ISBN: 978-3-86331-090-5
359 Seiten, 24,00 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 19. März 2013, 18.00 Uhr

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Kronenstraße 5
10117 Berlin

„Was für ein Teufelspack“
Die Deutsche Operation des NKWD in Moskau und im Moskauer Gebiet 1936 bis 1941


Begrüßung:
Friedrich Veitl, Metropol Verlag

Vortrag
Alexander Vatlin, Professor am Lehrstuhl für Neue und Neueste Geschichte der Lomonossow-Universität Moskau

Prof. Dr. Alexander Vatlin im Gespräch mit Dr. Ulrich Mählert, Bundesstiftung Aufarbeitung

Auf der Grundlage von über 700 im Staatsarchiv der Russischen Föderation aufbewahrten Strafakten stellt Alexander Vatlin Verlauf und Auswirkung der „Deutschen Operation“ des NKWD in Moskau und dem Moskauer Gebiet dar. Mit ihr begann 1937 der „Große Terror“, der nach dem Überfall der Wehrmacht auf die UdSSR eine Neuauflage erlebte. Alexander Vatlin hat die Geheimdienstaktion zur Bekämpfung der „hinterlistigen Machenschaften der ausländischen Spione“ akribisch recherchiert und dabei zahlreiche Einzelschicksale von Politemigranten und Facharbeitern dokumentiert.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Bundesstiftung Aufarbeitung, des Jahrbuchs für Historische Kommunismusforschung und des Metropol Verlags.

Alexander Vatlin
„Was für ein Teufelspack“
Die Deutsche Operation des NKWD in Moskau und im Moskauer Gebiet 1936 bis 1941
Metropol Verlag 2013

Buchvorstellung

978-3-86331-106-3

Januar 2013

ISBN: 978-3-86331-106-3
216 Seiten, 19,– Euro


>>> bestellen

Montag, 18. März 2013, 19.00 Uhr

Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin
Rathaus Charlottenburg | Minna-Cauer-Saal
Otto-Suhr-Allee 100
10585Berlin

Rainer Faupel
Berlin Jenaer Straße 7: Zwei von sechs Millionen
Zur Erinnerung an Albert und Minna Neuburger

Begrüßung:
Bezirksstadtrat Klaus-Dieter Gröhler

Vorstellung des Buches:
Dr. Hans Otto Bräutigam

Lesung:
Dr. Rainer Faupel

Anschließend kleiner Empfang

Albert und Minna Neuburger haben als Schriftsteller und Journalisten wichtige Beiträge zu Kultur und Gesellschaft ihrer Zeit geleistet. Durch die judenfeindlichen Diskriminierungen der Nationalsozialisten wurde ihr Lebenskonzept als Intellektuelle und Teil des deutschen Bürgertums lange vor ihrem elenden Tod zerstört. Auf der Höhe ihres Schaffens sind sie ausgegrenzt und stigmatisiert, ausgeplündert und um ihren Lebenserfolg gebracht worden. Am Ende wurden sie von den Vollstreckern der „Endlösung“ aus ihrer Wohnung vertrieben und in den Tod nach Theresienstadt deportiert.

Ausstellungseröffnung

978-3-86331-117-9

März 2013

ISBN: 978-3-86331-117-9
192 Seiten, 16,00 Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 14. März 2013, 18.00 Uhr

Eröffnung der Dauerausstellung
zur Geschichte des Gedenkortes SA-Gefängnis Papstraße
Werner-Voß-Damm 62
12101 Berlin

Begrüßung:
Jutta Kaddatz, Stadträtin

Grußworte:
André Schmitz, Staatssekretär für kulturelle Angelegenheiten
Andreas Sander, Stiftung Topographie des Terrors

Zum Gedenkort:
Andreas Weidlich, Enkel von Martin Plettl

Zur Ausstellung:
Dr. Irene von Götz, Kuratorin

Anschließend gemeinsame Besichtigung der Ausstellung im Gedenkort

Auf den Monat genau 80 Jahre nach der Einrichtung der Haftkeller unter Führung der SA-Feldpolizei im Gebäude des heutigen Werner-Voß-Damm 54a wird die historische Dokumentation der Öffentlichkeit übergeben. Von März bis Dezember 1933 befand sich hier ein frühes Konzentrationslager. Die Kellerräume sind weitgehend in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten und gelten als der einzige historische Ort des frühen NS-Terrors in Berlin.

Irene von Götz | Petra Zwaka (Hrsg.)
SA-Gefängnis Papestraße.
Ein frühes Konzentrationslager in Berlin

Metropol Verlag 2013

Lesung

978-3-86331-089-9

November 2012

ISBN: 978-3-86331-089-9
192 Seiten, 19,– Euro


>>> bestellen

Donnerstag, 28. Februar 2013, 19.00 Uhr

Mahn- und Gedenkstätte Steinwache
Steinstraße 50
44147 Dortmund

Hans Frankenthal
Verweigerte Rückkehr
Erfahrungen nach dem Judenmord

Lesung aus der Biografie von Hans Frankenthal (1926–1999) anlässlich des 70. Jahrestages seiner Deportation von Dortmund nach Auschwitz:
Claus Dieter Clausnitzer, Dortmunder Kammerschauspieler

Hans Frankenthal erlebte die Gräueltaten des Nazi-Regimes am eigenen Leib. Als Jugendlicher wurde er mit seiner Familie am 1. März 1943 nach Auschwitz deportiert. Seine Eltern wurden ermordet. Hans und sein Bruder Ernst überlebten die Zwangsarbeit im Lager Monowitz, das Konzentrationslager Mittelbau-Dora und wurden schließlich 1945 in Theresienstadt befreit. Sie kehrten in ihre Heimatstadt Schmallenberg im Sauerland zurück, wo sie erneut Ausgrenzung erfuhren.

Eine Veranstaltung der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache in Kooperation mit der Bezirksregierung Arnsberg, der VHS Dortmund, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund e. V., dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe und der Auslandsgesellschaft NRW e.V.

Buchvorstellung
und Podiumsdiskussion

978-3-86331-098-1

November 2012

ISBN: 978-3-86331-098-1
285 Seiten, 19,– Euro


>>> bestellen

Donnerstag, 28. Februar 2013, 19.00 Uhr

Jüdisches Gemeindehaus
Kleiner Saal
Fasanenstraße 79–80
10623 Berlin

Eintritt: € 5,– | erm. € 3,–
Um telefonische Anmeldung unter 030/ 880 28 265 wird gebeten.

Beschneidung:
Das Zeichen des Bundes in der Kritik

Zur Debatte um das Kölner Urteil

Podiumsdiskussion mit:
Prof. Dr. Johannes Heil, Erster Prorektor der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg und Ignatz-Bubis-Stiftungsprofessor für Religion, Geschichte und Kultur des europäischen Judentums;
Stephan J. Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland und Direktor des Büros des European Jewish Congress in Berlin sowie Mitglied des Board of Governors im World Jewish Congress, New York;
Jost Müller-Neuhof, Journalist, Rechtspolitischer Korrespondent, Der Tagesspiegel; Lehrbeauftragter am Fachbereich Rechtswissenschaft der FU Berlin;
Dr. Juliane Wetzel
, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin, Mitglied des unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus des Deutschen Bundestages und der deutschen Delegation der International Holocaust Remembrance Alliance, Vorstandsmitglied des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien

Moderation:
Alfred Eichhorn, freier Journalist, arbeitete bis zu dessen Ende beim Rundfunk der DDR, 1990–1991 letzter Chefredakteur von RADIO DDR, 1993 kam er zum SFB und war fast 15 Jahre Redakteur und Moderator von „FORUM – die Debatte im Inforadio“

Das Urteil des Landgerichts Köln vom Mai 2012 zur Beschneidung hat heftige Kritik hervorgerufen, weil es eine elementare rituelle Praxis von Juden und Muslimen kriminalisiert und Religion auf eine Angelegenheit des Strafrechts reduziert. Überraschend war die Intensität der folgenden Mediendebatte, die von teilweise heftigen antisemitischen Kommentaren begleitet war. Sie zeigte, dass es nicht allein um ein Ritual und seine Begründung, sondern um Grundfragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens und der religiösen Selbstbestimmung geht.

Eine Veranstaltung der Jüdischen Volkshochschule Berlin in Kooperation mit SPME, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Potsdam, dem Metropol Verlag und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin e.V.

Buchpräsentation
mit Diskussion

978-3-86331-102-5

Dezember 2012

ISBN: 978-3-86331-102-5
207 Seiten, 19,– Euro


>>> bestellen

Donnerstag, 21. Februar 2013, 19.00 Uhr

Gedenkstätte Lindenstraße
Lindenstraße 54
14467 Potsdam

Andersdenkende
Oppositionelle aus dem Raum Frankfurt (Oder) – Gorzów Wielkopolski berichten

Einführung:
Dr. Krzystof Wojciechowski, Gründer des
Vereins „My Life – erzählte Zeitgeschichte e. V.

Lesung:
Ulrike Poppe, Beauftragte des Landes Brandenburg zur
Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur

Podium:
Dr. Krzystof Wojciechowski
Ulrike Poppe
Rüdiger Sielaff
, Leiter der BStU-Außenstelle Frankfurt (Oder), Moderation

Musik:
Ralf Benschu, Saxophonist (ehemals bei der Gruppe Keimzeit)
Karsten Intrau, Gitarrist

Dreizehn polnische und ostdeutsche Dissidenten geben konkrete Einblicke in ihre Lebenswelt unter der kommunistischen Diktatur. Sie beschreiben die oft beschwerlichen Wege vom Arrangement über die Abkehr bis hin zum Widerstand. Zur Sprache kommen die Unterschiede des oppositionellen Daseins in Polen und in der DDR, die mit der jeweiligen Geschichte und Tradition in beiden Ländern, aber auch mit den spezifischen politischen Rahmenbedingungen verbunden sind. Mit den Interviews sind hervorragende Zeitdokumente entstanden, die jene geistigen und moralischen Ressourcen vermitteln können, aus denen die Kraft erwuchs, ein hoch gerüstetes politisches System zu Fall zu bringen

Eine Veranstaltung der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur in Kooperation mit der Gedenkstätte Lindenstraße und der Fördergemeinschaft „Lindenstraße 54“

Lesung zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

978-3-86331-089-9

November 2012

ISBN: 978-3-86331-089-9
192 Seiten, 19,– Euro


>>> bestellen

Sonntag, 27. Januar 2013, 17.00 Uhr

Rathaus Dortmund
Friedensplatz 1
44135 Dortmund

Hans Frankenthal
Verweigerte Rückkehr
Erfahrungen nach dem Judenmord

Am Holocaust-Gedenktag 2013 stellt das Kinder- und Jugendtheater Dortmund in Anwesenheit von Oberbürgermeister Ullrich Sierau Auszüge aus den Erinnerungen von Hans Frankenthal vor. Nach der Lesung stellen junge „Botschafter/innen der Erinnerung“ ihre Überlegungen zum Gedenktag und zum Vermächtnis der Holocaust-Überlebenden in Form einer Videocollage vor.

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V. in Kooperation mit dem Jugendring, der Auslandsgesellschaft NRW e.V., dem Schulreferat der Evangelischen Kirche in Dortmund und Lünen, der VHS Dortmund, der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, der Evangelischen Jugendkirche und der Fachhochschule Dortmund.

Buchvorstellung

978-3-86331-079-0

Januar 2013

ISBN: 978-3-86331-079-0
392 Seiten, 24,– Euro


>>> bestellen

Am 15. Januar 2013 erscheint im Metropol Verlag die erste umfassende Studie über das Vernichtungslager Belzec in deutscher Sprache.


Robert Kuwalek
Das Vernichtungslager Belzec

Aus dem Polnischen übersetzt von Steffen Hänschen
Lizenzgeber und Rechteinhaber: Staatliches Museum Majdanek

Nachdem die NS-Führung im Herbst 1941 die Ermordung aller in ihrem Machtbereich lebenden Juden beschlossen hatte, wurde im November 1941 im Rahmen der „Aktion Reinhardt“ mit dem Bau der drei Vernichtungslager Belzec, Sobibór und Treblinka begonnen.
In Belzec, dem ersten der drei Vernichtungslager, fielen annähernd 500000 Menschen den Mordaktionen zum Opfer. Robert Kuwalek zeichnet die Entscheidungsprozesse, die zur Errichtung des Lagers führten, sowie die Deportationen aus den Distrikten Galizien, Krakau und Lublin in das Lager Belzec nach. Er befasst sich mit dem Ablauf der Vernichtung, der ausweglosen Situation der Opfer und dem Handeln der Täter und ihrer Helfer.


Dazu bieten wir in Zusammenarbeit mit dem
Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V. sowie örtlichen Institutionen und Vereinen sieben Veranstaltungen mit dem Autor an:


17. Januar, 19.00 Uhr, Jugendgästehaus Dachau
18. Januar, 19.00 Uhr, Hieronymus-Hofer-Haus, Frankenthal
20. Januar, 12.00 Uhr, Theater Polittbüro, Hamburg
22. Januar, 18.00 Uhr, Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Berlin
23. Januar, 20.00 Uhr, Café ExZess, Frankfurt am Main
24. Januar, 19.00 Uhr, Multifunktionsraum GCSC, Gießen
26. Januar, 15.00 Uhr, Alte Synagoge Vöhl

Buchvorstellung

978-3-86331-079-0

Samstag, 26. Januar, 15.00 Uhr

Alte Synagoge Vöhl
Mittelgasse 9
34516 Vöhl

Robert Kuwalek
Das Vernichtungslager Belzec


Vortrag:
Robert Kuwalek, Mitarbeiter der Gedenkstätte Majdanek, von 2004 bis 2009 Leiter der Gedenkstätte Belzec
Ewa Koper, pädagogische Mitarbeiterin der Gedenkstätte Belze

Eine Veranstaltung des Förderkreises „Synagoge in Vöhl“ e.V. in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V. und dem Metropol Verlag.

Buchvorstellung

978-3-86331-079-0

Donnerstag, 24. Januar, 19.00 Uhr

Multifunktionsraum GCSC
(Campus Phil I)
Alter Steinbacher Weg 38
35394 Gießen

Robert Kuwalek
Das Vernichtungslager Belzec


Vortrag:
Robert Kuwalek, Mitarbeiter der Gedenkstätte Majdanek, von 2004 bis 2009 Leiter der Gedenkstätte Belzec
Ewa Koper, pädagogische Mitarbeiterin der Gedenkstätte Belze

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Arbeitsstelle Holocaustliteratur der Justus-Liebig-Universität Gießen mit der Ernst-Ludwig Chambré-Stiftung zu Lich, dem Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V., dem Metropol Verlag und der Lagergemeinschaft Auschwitz – Freundeskreis der Auschwitzer e.V.

Buchvorstellung

978-3-86331-063-9

2012

ISBN: 978-3-86331-063-9
199 Seiten
Preis: 19,00 Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 24. Januar, 18.15 Uhr

Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg
Raum 1.01
Sophienstraße 22a
10178 Berlin

Isabel Enzenbach · Wolfgang Haney (Hrsg.)
Alltagskultur des Antisemitismus im Kleinformat


Begrüßung:
Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum, Leiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin

Kurzvortrag:
Dr. Isabel Enzenbach, Wissenschaftliche Mitarbeiterin des
Zentrums Jüdische Studien Berlin-Brandenburg am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin
Dr. Christoph Kreutzmüller, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts der Humboldt-Universität zu Berlin

Anschließend Empfang

Eine Veranstaltung des Zentrums Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, des Zentrums für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin und des Metropol Verlags.

Buchvorstellung
und Diskussion

978-3-86331-079-0

Mittwoch, 23. Januar, 20.00 Uhr

Café ExZess
Leipziger Straße 91
60487 Frankfurt am Main

Robert Kuwalek
Das Vernichtungslager Belzec


Vortrag:
Robert Kuwalek, Mitarbeiter der Gedenkstätte Majdanek, von 2004 bis 2009 Leiter der Gedenkstätte Belzec
Ewa Koper, pädagogische Mitarbeiterin der Gedenkstätte Belzec

Eine Veranstaltung der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Frankfurt und des DFG-VK Bildungswerks Hessen e.V. in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V.
und dem Metropol Verlag.

Buchvorstellung

978-3-86331-079-0

Dienstag, 22. Januar 2013, 18.00 Uhr

Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Ort der Information
Cora-Berliner-Str. 1
10117 Berlin

Robert Kuwalek
Das Vernichtungslager Belzec


Begrüßung:
Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Einführung: Prof. Dr. Wolfgang Benz
Vortrag: Robert Kuwalek: Zur Geschichte des Vernichtungslagers Be??ec

Podiumsgespräch:
Robert Kuwalek, Mitarbeiter der Gedenkstätte Majdanek, von 2004 bis 2009 Leiter der Gedenkstätte Belzec
Ewa Koper, pädagogische Mitarbeiterin der Gedenkstätte Belzec
Dr. Ingo Loose, Institut für Zeitgeschichte München–Berlin
Moderation: Uwe Neumärker

Eine Veranstaltung der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, des Bildungswerks Stanislaw Hantz e.V. und des Metropol Verlags.

Buchvorstellung
und Lesung

978-3-86331-079-0

Sonntag, 20. Januar, 12.00 Uhr

Theater Polittbüro
Steindamm 45
20099 Hamburg

Robert Kuwalek
Das Vernichtungslager Belzec


Vortrag:
Robert Kuwalek, Mitarbeiter der Gedenkstätte Majdanek, von 2004 bis 2009 Leiter der Gedenkstätte Belzec
Ewa Koper, pädagogische Mitarbeiterin der Gedenkstätte Belzec

Lesung aus dem Buch:
Esther Bejarano, Vorsitzende des Auschwitz-Komitees,
Überlebende der Konzentrationslager Auschwitz und Ravensbrück

dazu:
Lieder und Gedichte von Erich Mühsam:
Thomas Ebermann, Publizist und Kabarettist, und Freunde

Eine Veranstaltung des Auschwitz-Komitees in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V. und dem Metropol Verlag.


Buchvorstellung

978-3-86331-079-0

Freitag, 18. Januar, 19.00 Uhr

Hieronymus-Hofer-Haus
Foltzring 12
67227 Frankenthal

Robert Kuwalek
Das Vernichtungslager Belzec


Vortrag:
Robert Kuwalek, Mitarbeiter der Gedenkstätte Majdanek, von 2004 bis 2009 Leiter der Gedenkstätte Belzec
Ewa Koper, pädagogische Mitarbeiterin der Gedenkstätte Belzec

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V. und dem Metropol Verlag.

Buchvorstellung

978-3-86331-079-0

Donnerstag, 17. Januar, 19.00 Uhr

Jugendgästehaus Dachau
Roßwachtstraße 15
85221 Dachau

Robert Kuwalek
Das Vernichtungslager Belzec


Vortrag:
Robert Kuwalek, Mitarbeiter der Gedenkstätte Majdanek, von 2004 bis 2009 Leiter der Gedenkstätte Belzec
Ewa Koper, pädagogische Mitarbeiterin der Gedenkstätte Belzec

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Jugendgästehaus Dachau, dem Bildungswerk Stanislaw Hantz e.V. und dem Metropol Verlag.

Buchvorstellung

978-3-86331-080-6

November 2012

ISBN: 978-3-86331-080-6
428 Seiten, 24,– Euro


>>> bestellen

Dienstag, 15. Januar 2013, 20.00 Uhr

Galerie Schwartzsche Villa
Grunewaldstraße 55
Berlin-Steglitz

Christoph Kreutzmüller
Ausverkauf
Die Vernichtung der jüdischen Gewerbetätigkeit in Berlin 1930–1945

Vortrag:
Dr. Christoph Kreutzmüller, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert der Humboldt-Universität zu Berlin

Buchvorstellung
und Lesung

978-3-86331-101-8

November 2012

ISBN: 978-3-86331-101-8
204 Seiten, 19,– Euro


>>> bestellen

Donnerstag, 29. November 2012, 19.00 Uhr

Kulturhaus Premnitz
Fabrikenstraße 7
14727 Premnitz

DDR-Alltag in Brandenburg in den achtziger Jahren
Kalenderblätter von Hubert Biebl (1925–2012)
Büttenreden von Jürgen Mai
Erinnerungen

Begrüßung:
Ulrike Poppe, Beauftragte des Landes Brandenburg
zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur

Lesung und Podiumsgespräch:
Dr. Jeannette Madarász-Lebenhagen, Herausgeberin
Jürgen Mai, Co-Autor, Premnitz

Moderation:
Rainer Potratz, Referent für Forschung und Öffentlichkeitsarbeit der Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur

Kalenderblätter, Büttenreden und Erinnerungen aus der brandenburgischen Kleinstadt Premnitz veranschaulichen den sozialistischen Alltag in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik. Ergänzende Dokumente und ausgewählte Fotografien zu Premnitz und dem örtlichen Chemiefaserwerk gewähren faszinierende, oftmals auch überraschende Einblicke in Lebens- und Arbeitssituationen in der ostdeutschen Provinz in den 1970er- und 1980er-Jahren.
Dahinter stehen die Fragen: Wie gingen DDR-Bürger mit der sie pausenlos bedrängenden Mischung aus kommunistischen Idealen, politischer Doktrin, Mangelwirtschaft und sozialer Absicherung um? Wie sahen und wie gestalteten sie ihren Alltag?

Buchvorstellung
und Lesung

978-3-86331-088-2

ISBN: 978-3-86331-088-2
185 Seiten, 16,– Euro


>>> bestellen

Donnerstag, 22. November 2012, 19.00 Uhr

Volkshochschule Bremerhaven
Ella Kappenberg Saal
Lloydstraße 15
27568 Bremerhaven

Christine Bartlitz · Edelgard Herfort
Mutterland
Minna Rattay (1902–1943) und ihre Töchter

Referentin:
Edelgard Herfort (Tochter von Minna Rattay)
Moderation:
Christine Bartlitz

Begleitprogramm zur Ausstellung
POLIZEI. GEWALT. Bremerhavener und Bremer Polizei im Nationalsozialismus,
15.–28. November 2012 in der Volkshochschule Bremerhaven

Minna Rattay, Arbeiterin im Bremerhavener Fischereihafen, widersetzt sich schon 1933 der nationalsozialistischen Diktatur. Sie kann nicht gegen ihr Gewissen handeln, auch wenn sie Gefahr läuft, ihre Kinder zu verlieren. Aus der Perspektive ihrer zweitjüngsten Tochter Edelgard wird die Geschichte einer mutigen Widerstandkämpferin und ihrer fünf Töchter erzählt. Minna Rattay wurde 1939 zum wiederholten Mal verhaftet, nach Ravensbrück und schließlich nach Auschwitz deportiert, wo sie 1943 ums Leben kam. Ihre Töchter hat sie nicht mehr wiedergesehen.
Vom Leben ihrer Mütter
(www.nordsee-zeitung.de)

Buchvorstellung

978-3-86331-080-6

November 2012

ISBN: 978-3-86331-080-6
428 Seiten, 24,– Euro


>>> bestellen

Dienstag, 20. November 2012, 19.30 Uhr

Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Großer Saal
Oranienburger Str. 28/30
10117 Berlin

Christoph Kreutzmüller
Ausverkauf
Die Vernichtung der jüdischen Gewerbetätigkeit in Berlin 1930–1945

Begrüßung:
Dr. Hermann Simon, Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Prof. Dr. Michael Wildt, Professor für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin

Kurzvortrag:
Dr. Christoph Kreutzmüller, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert der Humboldt-Universität zu Berlin

Lesung über das Schicksal des Hutfedernhändlers Max Kulies:
Kaspar Nürnberg, Geschäftsführer des Aktiven Museums –
Faschismus und Widerstand in Berlin e. V.

Im Anschluss laden wir Sie herzlich zu einem kleinen Empfang ein.


In der Reichshauptstadt waren zu Beginn der dreißiger Jahre rund 50 000 jüdische Gewerbebetriebe ansässig – etwa die Hälfte aller jüdischen Unternehmen Deutschlands. Schon deshalb wurde Berlin ab 1933 zum Zentrum des Boykotts und der Gewalt. Gleichzeitig bot die Handels- und Industriemetropole einen einzigartigen Raum für jüdische Selbstbehauptung. Hilfseinrichtungen, Netzwerke und Kunden sicherten das Fortbestehen der jüdischen Unternehmen deutlich länger als andernorts in Deutschland. Im Novemberpogrom kulminierten dann jedoch ein verwaltungsmäßiger und gewalttätiger Verfolgungsprozess, dessen Analyse neue Blicke auf die Normalität der Verfolgung wie auch die Alltäglichkeit des sozioökonomischen Zusammenlebens erlaubt.

Konzert und Buchvorstellung

Montag, 19. November 2012, 17.30 Uhr



klezmer-dialog-tour
Leopold Kozlowski-Kleinman zu Gast in Weimar
Live-Musik & Lesung
Mit deutsch-polnischer Moderation

Nationaltheater Weimar
Foyer I
Theaterplatz 2
99423 Weimar

Kartenpreis: 14,50 Euro; ermäßigt: 10,30 Euro
Kartenreservierung unter: 03643 / 75 53 34

Eine Veranstaltung des Nationaltheaters Weimar, des Wilhelm Fraenger-Instituts und des Metropol Verlags. Unterstützt von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.

Leopold Kozlowski-Kleinman ist nicht nur in Polen eine Legende. Wo immer der heute 89 Jährige auftritt, füllt er Konzertsäle. Die jahrhundertealte Tradition der Klezmorim zu pflegen, hat er sich zur Lebensaufgabe gemacht. In Polen ist er berühmt als der „letzte Klezmer Galiziens“ und Begründer des weltbekannten Klezmer -Festivals in Krakau. Er entstammt einer Familie von traditionellen Klezmorim: Sein Onkel war der legendäre Klarinettist Naftule Brandwein, der in den 1920er-Jahren ein gefeierter Klarinettenvirtuose in New York war. Auch Leopold entdeckt früh seine Liebe zur Musik. Als Junge spielte er im Ensemble seines Vaters. Leopold Koz?owski-Kleinman hat als Einziger seiner Familie den Massenmord der Nationalsozialisten überlebt.
Der bekannte Schriftsteller Jacek Cygan erzählt die Geschichte seines Freundes. Das einfühlsame Porträt erscheint im Oktober 2012 unter dem Titel „Der letzte Klezmer. Das Leben des Leopold Koz?owski-Kleinman“ in deutscher Übersetzung im Metropol Verlag.

Jacek Cygan, geboren 1950, ist polnischer Lyriker und Autor von über 1000 Songtexten für die prominentesten Vertreter der Musikszene Polens. Für seinen Poesieband „Ambulanza“ wurde er 2007 ausgezeichnet.

Buchvorstellung
und Gespräch

978-3-86331-036-3

November 2011

ISBN: 978-3-86331-036-3
208 Seiten
Preis: 19,00 Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 15. November 2012, 19.00 Uhr

Galerie für Zeitgenössische Kunst
Bibliothek
Karl-Tauchnitz-Str. 9–11
04107 Leipzig

Angelika Benz · Marija Vulesica (Hrsg.)
Bewachung und Ausführung
Alltag der Täter in nationalsozialistischen Lagern

Buchvorstellung und Gespräch mit den Herausgeberinnen
Angelika Benz und Marija Vulesica

Eine Veranstaltung der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig und und des Metropol Verlags.

Das unterste Glied des nationalsozialistischen Vernichtungsapparats – das KZ-Wachpersonal – fand in der Täterforschung bisher kaum Berücksichtigung. Die Beiträge des Bandes untersuchen, wer diese Menschen waren, die Gefangene in Lagern ganz unterschiedlichen Typs innerhalb des Deutschen Reichs wie auch in besetzten oder mit dem NS-Regime kollaborierenden Ländern bewachten, die Mordbefehle ausführten, aber auch eigeninitiativ und willkürlich Menschen töteten. Wie wurden sie rekrutiert, wie sah ihr Dienstalltag aus?

Angelika Benz, 1981 geboren, absolvierte ein Studium der Neueren Deutschen Geschichte und Neueren Deutschen Philologie und promoviert am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin über das SS-Ausbildungslager Trawniki. Sie veröffentlichte 2011 das Buch „Der Henkersknecht. Der Prozess gegen John (Iwan) Demjanjuk in München“.

Marija Vulesica, 1978 geboren, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. Sie studierte Geschichte, Ost- und Südosteuropäische Geschichte sowie Politikwissenschaft. Ihre Dissertation „Die Formierung des politischen Antisemitismus in den Kronländern Kroatien-Slawonien 1879–1906“ ist 2012 erschienen.

Konzert und Buchvorstellung

Dienstag, 13. November 2012, 19.00 Uhr



klezmer-dialog-tour
Leopold Kozlowski-Kleinman zu Gast in Leipzig
Live-Musik & Lesung
Mit deutsch-polnischer Moderation

Alte Börse
Naschmarkt 2
04109 Leipzig

Kartenpreis: 14,00 Euro; ermäßigt: 9,00 Euro
Kartenreservierung unter: 0341 / 9 60 56 56

Eine Veranstaltung der Alten Börse Leipzig, des Polnischen Instituts Leipzig, des Wilhelm Fraenger-Instituts und des Metropol Verlags. Unterstützt von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.

Leopold Kozlowski-Kleinman ist nicht nur in Polen eine Legende. Wo immer der heute 89 Jährige auftritt, füllt er Konzertsäle. Die jahrhundertealte Tradition der Klezmorim zu pflegen, hat er sich zur Lebensaufgabe gemacht. In Polen ist er berühmt als der „letzte Klezmer Galiziens“ und Begründer des weltbekannten Klezmer -Festivals in Krakau. Er entstammt einer Familie von traditionellen Klezmorim: Sein Onkel war der legendäre Klarinettist Naftule Brandwein, der in den 1920er-Jahren ein gefeierter Klarinettenvirtuose in New York war. Auch Leopold entdeckt früh seine Liebe zur Musik. Als Junge spielte er im Ensemble seines Vaters. Leopold Koz?owski-Kleinman hat als Einziger seiner Familie den Massenmord der Nationalsozialisten überlebt.
Der bekannte Schriftsteller Jacek Cygan erzählt die Geschichte seines Freundes. Das einfühlsame Porträt erscheint im Oktober 2012 unter dem Titel „Der letzte Klezmer. Das Leben des Leopold Koz?owski-Kleinman“ in deutscher Übersetzung im Metropol Verlag.

Jacek Cygan, geboren 1950, ist polnischer Lyriker und Autor von über 1000 Songtexten für die prominentesten Vertreter der Musikszene Polens. Für seinen Poesieband „Ambulanza“ wurde er 2007 ausgezeichnet.

Konzert und Buchvorstellung

Sonntag, 11. November 2012, 18.00 Uhr



klezmer-dialog-tour
Leopold Kozlowski-Kleinman zu Gast in Berlin
Live-Musik & Lesung
Mit deutsch-polnischer Moderation

Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Großer Saal
Oranienburger Str. 28/30
10117 Berlin

Kartenpreis: 10,00 Euro; ermäßigt: 8,00 Euro

Eine Veranstaltung der Jüdischen Volkshochschule der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, des Wilhelm Fraenger-Instituts und des Metropol Verlags. Unterstützt von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.

Leopold Kozlowski-Kleinman ist nicht nur in Polen eine Legende. Wo immer der heute 89 Jährige auftritt, füllt er Konzertsäle. Die jahrhundertealte Tradition der Klezmorim zu pflegen, hat er sich zur Lebensaufgabe gemacht. In Polen ist er berühmt als der „letzte Klezmer Galiziens“ und Begründer des weltbekannten Klezmer -Festivals in Krakau. Er entstammt einer Familie von traditionellen Klezmorim: Sein Onkel war der legendäre Klarinettist Naftule Brandwein, der in den 1920er-Jahren ein gefeierter Klarinettenvirtuose in New York war. Auch Leopold entdeckt früh seine Liebe zur Musik. Als Junge spielte er im Ensemble seines Vaters. Leopold Koz?owski-Kleinman hat als Einziger seiner Familie den Massenmord der Nationalsozialisten überlebt.
Der bekannte Schriftsteller Jacek Cygan erzählt die Geschichte seines Freundes. Das einfühlsame Porträt erscheint im Oktober 2012 unter dem Titel „Der letzte Klezmer. Das Leben des Leopold Koz?owski-Kleinman“ in deutscher Übersetzung im Metropol Verlag.

Jacek Cygan, geboren 1950, ist polnischer Lyriker und Autor von über 1000 Songtexten für die prominentesten Vertreter der Musikszene Polens. Für seinen Poesieband „Ambulanza“ wurde er 2007 ausgezeichnet.

Buchvorstellung

978-3-86331-076-9

November 2012

ISBN: 978-3-86331-076-9
304 Seiten, 24,– Euro


>>> bestellen

Montag, 29. Oktober 2012, 11.30 Uhr

Oberlandesgericht München
IV. Stock, Saal 4
Prielmayerstraße 5
80335 München

Hannes Ludyga
Das Oberlandesgericht München
zwischen 1933 und 1945

Buchpräsentation mit Hannes Ludyga
u. A. w. g. unter 089/55 97–25 10 oder per E-Mail

Die Studie über die Geschichte des Oberlandesgerichts München im Nationalsozialismus steht in unmittelbarem Zusammenhang mit den Themenkomplexen der nationalsozialistischen Verfolgung und „Rassenpolitik“ sowie des Widerstands gegen das Regime. Analysiert wird die Rechtsprechung des Oberlandesgerichts im Zivil- und Strafrecht. Den Schwerpunkt der Untersuchung bilden das Familien- und Erbrecht, Hochverrats- und Landesverratsprozesse, Verfahren wegen „Wehrkraftzersetzung“ und „Feindbegünstigung“ sowie die Erbgesundheits- und Erbhofgerichtsbarkeit. Des Weiteren gilt der personellen Zusammensetzung des Oberlandesgerichts München in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur besondere Aufmerksamkeit.

Hannes Ludyga, geb. in München, Studium der Rechts- und Geschichtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München 1995–2001; Dissertation 2006 und Habilitation 2009 an der Juristischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München; Lehrstuhlvertretungen 2009 bis 2012.

Buchvorstellung
und Lesung

978-3-86331-036-3

Freitag, 28. September 2012, 18.00 Uhr

Pestalozzi-Fröbel-Haus
Karl-Schrader-Straße 7-8, Haus 1, Raum 202
10781 Berlin


Zum 140. Geburtstag
Alice Salomon – eine Protagonistin der Moderne


mit
Dr. Adriane Feustel
Prof. em. Dr. Dr. hc. C. Wolfgang Müller
Sibylle Nägele und Joy Markert

Es spielt das Duo Musicadentro, Esther Feustel, Violine und Marco Santini, Violine und Klavier.

Eintritt frei

Eine Veranstaltung des Literatur-Salons Potsdamer Straße in Kooperation mit dem Pestalozzi-Fröbel-Haus und dem Metropol Verlag

Das Gebiet um die Potsdamer Straße war schon vor über 100 Jahren ein Zentrum der bürgerlichen Frauenbewegung. Alice Salomon schloss sich ihr früh an. Ab 1899 leitete sie die Mädchen- und Frauengruppen für soziale Hilfsarbeit, ab 1900 war sie Mitglied im Bund deutscher Frauenvereine. Zusammen mit Josephine Levy-Rathenau gründete Alice Salomon den Berliner Frauenclub von 1900 e. V. Sie war Mitglied im 1905 gegründeten Berliner Lyceum-Club.
Dr. Adriane Feustel, Historikerin und Leiterin des Alice Salomon Archivs Berlin, ist eine profunde Kennerin des Werkes von Alice Salomon. Sie stellt ihr neues Buch vor: »Das Konzept des Sozialen im Werk Alice Salomons«. Im Gespräch mit Prof. em. Dr. Dr. hc. C. Wolfgang Müller entwirft sie das Bild von Alice Salomon als eine der herausragenden und international renommierten Frauen der Berliner und deutschen Sozial- und Kulturgeschichte. Sibylle Nägele und Joy Markert lesen Ausschnitte aus Alice Salomons Text von 1899: »Frauenklubs« und stellen die neue Veranstaltungsreihe vor: »Schaut sie an, die Landstraße im Städtemeer. Jubiläen der Potsdamer Straße 2012–2013«.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe
Schaut sie an, die Landstraße im Städtemeer.
Jubiläen der Potsdamer Straße 2012–2013

Gefördert durch die Europäische Union, die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin im Rahmen des Programms »Zukunftsinitiative Stadtteil«, Teilprogramm »Soziale Stadt«.

Buchpräsentation

978-3-86331-036-3

November 2011

ISBN: 978-3-86331-036-3
208 Seiten
Preis: 19,00 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 21. August, 19.00 Uhr

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
10963 Berlin


Angelika Benz · Marija Vulesica (Hrsg.)
Bewachung und Ausführung
Alltag der Täter in nationalsozialistischen Lagern

Buchpräsentation mit Angelika Benz und Marija Vulesica.

Kurzvortrag:
Stefan Hördler, Historiker, Universität Wien:
Die KZ-Wachmannschaften in der zweiten Kriegshälfte. Genese und Praxis
Moderation:
Dr. Thomas Lutz, Stiftung Topographie des Terrors

Das unterste Glied innerhalb des nationalsozialistischen Lagersystems, die große Gruppe der Wachmannschaften, fand in der NS-Täterforschung bisher kaum Berücksichtigung. Die Autoren des Bandes untersuchen, wer die Menschen waren, die Gefangene in Lagern unterschiedlichen Typs innerhalb des Deutschen Reichs wie auch in besetzten oder mit dem NS-Regime kollaborierenden Ländern bewachten, die Mordbefehle ausführten, aber auch eigeninitiativ töteten.

Buchvorstellung

978-3-86331-011-0

2011

ISBN: 978-3-86331-011-0
248 Seiten
Preis: 19,00 Euro

>>> bestellen

Sonntag, 24. Juni 2012, 11.00 Uhr

Zentralbibliothek/Münchner Stadtbibliothek
im Kulturzentrum am Gasteig

Bibliothekssaal
Rosenheimer Straße 5
81667 München

Angelika Benz
Der Henkersknecht
Der Prozess gegen John (Iwan) Demjanjuk in München
Berlin: Metropol Verlag 2011

Verlag Dachauer Hefte
In Kooperation mit der Stadtbibliothek München und dem
Verein „Gegen Vergessen – für Demokratie“
 
Von November 2009 bis Mai 2011 stand John (Iwan) Demjanjuk vor dem Landgericht München II – angeklagt der 27 900-fachen Beihilfe zum Mord, begangen 1943 im Vernichtungslager Sobibór. War der in einem Kriegsgefangenenlager rekrutierte Trawniki-Mann unbeteiligter Wachsoldat, williger Handlanger der SS oder Mörder aus eigenem Antrieb? Angelika Benz hat den Prozess von Anfang bis Ende beobachtet. Sie rekonstruiert die Verhandlungen, porträtiert die Beteiligten und stellt die historischen Hintergründe dar. Momentaufnahmen aus dem Gerichtssaal geben einen präzisen Einblick in den Prozessalltag.

Buchvorstellung
und Diskussion

978-3-86331-059-2

März 2012

ISBN: 978-3-86331-059-2
615 Seiten, 29,90 Euro


>>> bestellen

Donnerstag, 7. Juni 2012, 19.00 Uhr

Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Stauffenbergstraße 13–14
10785 Berlin

Vortrag:
Prof. Dr. Siegfried Mielke, Professor für Politikwissenschaft (i. R.) am Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften der Freien Universität Berlin, Leiter des Projektes „Metallgewerkschafter/innen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ (1933–1945) am Otto-Suhr-Institut Berlin

Dr. Stefan Heinz, Politikwissenschaftler; wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrbeauftragter am Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften der Freien Universität Berlin

Funktionäre des Deutschen Metallarbeiterverbandes im NS-Staat
Widerstand und Verfolgung

Gewerkschaftlicher Widerstand gegen das NS-Regime wird bis heute in Forschung und Öffentlichkeit, aber auch in den Gewerkschaften selbst erheblich unterschätzt. Die von Siegfried Mielke und Stefan Heinz herausgegebene Studie, die 82 Mitglieder einer Widerstandsgruppe ehemaliger Funktionäre des Deutschen Metallarbeiterverbandes (DMV) porträtiert, belegt: Zahlreiche Gewerkschafter, die noch im Frühjahr 1933 die Anpassungspolitik der Gewerkschaftsführung unterstützt hatten, engagierten sich nur wenige Monate später gegen das NS-Regime und bauten eines der größten Widerstandsnetze reichsweit auf. In einzelnen Verbandsbezirken beteiligten sich 30 bis 50 Prozent der ehemaligen Funktionäre an illegalen Aktivitäten. Kontakte zur Illegalen Reichsleitung der Gewerkschaften, zum Exilvorstand der SPD und zu internationalen Gewerkschaftsorganisationen unterstreichen die Bedeutung dieser Widerstandsgruppe.

Buchpräsentation
und Vortrag

978-3-86331-007-3

2011

ISBN: 978-3-86331-007-3
284 Seiten
Preis: 22,00 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 5. Juni 2012, 19.00 Uhr

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
Berlin-Kreuzberg

Die Angehörigen des Kommandanturstabs im KZ Sachsenhausen
Sozialstruktur, Dienstwege und biografische Studien

Vortrag:
Dr. Andrea Riedle
,
Historikerin und Politikwissenschaftlerin

Moderation:
Prof. Dr. Günter Morsch,
Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Andrea Riedle befasst sich in ihrer Dissertation auf quantitativer Basis mit Sozialstruktur und Karrierewegen von Angehörigen eines Kommandanturstabs in einem Konzentrationslager und unterzieht die Werdegänge von vier SS-Unterführern des KZ Sachsenhausen einem Vergleich. Sie kann zeigen, nach welchen Kriterien die SS-Führung ihr Personal für die Konzentrationslager aussuchte, welche Rolle die Ausbildung für das Funktionieren des KZ-Systems spielte und wie das Wissen der Männer für den Aufbau weiterer Konzentrationslager genutzt wurde.

Buchpräsentation

978-3-86331-074-5

2012

ISBN: 978-3-86331-074-5
ca. 300 Seiten, 19,00 Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 31. Mai 2012, 18.00 Uhr

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Veranstaltungssaal
Kronenstraße 5
10117 Berlin

Aus einem Land vor ihrer Zeit.
Neue Forschungen zur DDR-Geschichte.


Begrüßung:
Dr. Anna Kaminsky
, Geschäftsführerin Bundesstiftung Aufarbeitung
Anja Hertel, Kunsthistorikerin und Herausgeberin

Podiumsgespräch mit:
Dr. Jens Bisky
, Buchautor und Journalist bei der Süddeutschen Zeitung
1966 in Leipzig geboren, wuchs als Jugendlicher in Berlin-Marzahn auf

Dr. Ulrich Mählert, Historiker und Leiter des Arbeitsbereichs Wissenschaft in der Bundesstiftung Aufarbeitung
1968 in Neckarsulm geboren, setzt sich seit 1988 mit der DDR und der deutschen Teilung auseinander

Dr. Andreas Stirn, Historiker und Wissenschaftlicher Referent der Enquete-Kommission zur DDR-Aufarbeitung in Brandenburg
1974 in Berlin geboren und dort mit SERO, Sandmännchen und Solibasar aufgewachsen

Adriana Lettrari, Politik- und Kommunikationswissenschaftlerin
1979 in Neustrelitz geboren, initiierte 2010 das Projekt „Dritte Generation Ostdeutschland“

Moderation:
Marcus Böick, Historiker und Herausgeber
Franziska Kuschel, Historikerin und Herausgeberin

Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler berichten über ein Land vor ihrer Zeit. Das Land heißt DDR. In 25 anschaulichen Geschichten geben Stipendiatinnen und Stipendiaten der Bundesstiftung Aufarbeitung Einblicke in ihre aktuellen Forschungsarbeiten zur SED-Diktatur und deutschen Teilung. Zwanzig Jahre nach dem Ende der DDR ändert sich die Blickrichtung. Aus der Zeit der Mitlebenden wird allmählich Geschichte. Das Buch öffnet neue Perspektiven und zeigt, dass zeitliche Distanz Erkenntnisse fördern kann. Auf dem Podium diskutieren darüber Journalisten, Politologen und Historiker, aufgewachsen in Ost und West, Nord und Süd, sozialisiert in der alten Bundesrepublik, der DDR und dem vereinten Deutschland.

Lesung

978-3-936411-78-2

2., vollständig
überarbeitete und
erweiterte Auflage,
2011


ISBN: 978-3-86331-052-3
464 Seiten
Preis: 29,90 Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 26. April 2012, 19.30 Uhr

Schöneberg Museum
Hauptstr. 40/42
10827 Berlin

Lesung in der Reihe
„Berühmte Schönebergerinnen und Schöneberger“

David Kalisch – Volkstheater und „Kladderadatsch“
Lesung mit Sibylle Nägele und Joy Markert

Im zweiten Kapitel ihres Buches „Die Potsdamer Straße. Geschichten, Mythen, Metamorphosen“, dessen Neuauflage jetzt erschienen ist, erzählen Sibylle Nägele und Joy Markert von David Kalisch, von der Rolle des Schöneberger Volkstheaters bei der Revolution von 1848 und dem Pressefrühling nach den revolutionären Ereignissen. Kalisch gehörte zu den wichtigsten Theaterautoren und war Gründer des Satireblattes „Kladderadatsch“, zusammen mit seinen Cousins Ernst Dohm und Rudolf Löwenstein und mit dem Zeichner Wilhelm Scholz.

Buchvorstellung
und Gespräch

978-3-86331-015-8

2011

ISBN: 978-3-86331-015-8
354 Seiten
Preis: 24,00 Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 26. April 2012, 20.00 Uhr

Literaturforum im Brecht-Haus
Chausseestraße 125
10115 Berlin-Mitte

Lebenszeugnisse:
Jakub Poznanski „Tagebuch aus dem Ghetto Litzmannstadt“

Wolfgang Benz im Gespräch mit dem
Herausgeber Ingo Loose


Im Ghetto Litzmannstadt waren insgesamt über 200 000 Menschen eingesperrt, die meisten von ihnen wurden in den Vernichtungslagern Kulmhof und Auschwitz ermordet. Die Tagebücher von Jakub Poznanski sind eines der wichtigsten zeitgenössischen Dokumente zum Leben und Sterben in Litzmannstadt. Zwischen 1941 und 1945 notierte der Autor eine Vielzahl von Details: vom Ghettoalltag und der Zwangsarbeit über die Deportationen in die Vernichtungslager bis hin zur Befreiung der letzten wenigen Überlebenden 1945. Ingo Loose hat die Tagebücher erstmals ins Deutsche übersetzt, kommentiert und herausgegeben.

In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung.

Vortrag und Buchpräsentation

978-3-86331-038-7

2011

ISBN: 978-3-86331-038-7
256 Seiten
Preis: 22,00 Euro

>>> bestellen

Mittwoch, 25. April 2012, 19.00 Uhr

Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst
Zwieseler Straße 4
10318 Berlin

Tatorte der Endlösung. Das Ghetto Minsk und die Vernichtungsstätte Maly Trostinez

Vortrag:
Petra Rentrop, Berlin


Minsk war zur Zeit der deutschen Besetzung (1941–1944) ein zentraler Schauplatz des Holocaust. Den Verbrechen im örtlichen Ghetto und in der Vernichtungsstätte bei Maly Trostinez vor den Toren der Stadt fielen Zehntausende zum Opfer, darunter über 20 000 österreichische, tschechische und deutsche Juden. Sie starben an den extremen Existenzbedingungen im Ghetto, wurden erschossen oder in Gaswagen erstickt. Petra Rentrop stellt die Ereignisse dar und untersucht ihre Bedeutung im Gesamtprozess der nationalsozialistischen „Endlösung der Judenfrage“. Zugleich schildert sie das Schicksal der Opfer und liefert eine dichte Beschreibung des Lebens im Ghetto und im Arbeitslager von Maly Trostinez.

Eröffnung der Dauerausstellung

978-3-86331-072-1

April 2012

ISBN: 978-3-86331-072-1
237 Seiten, 19,– Euro

>>> bestellen

Mittwoch, 18. April 2012, 14.00 Uhr
Einlass ab 13.00 Uhr

Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam
Leistikowstraße 1
14460 Potsdam

Begrüßung:
Staatssekretär Martin Gorholt, Vorsitzender des Kuratoriums
Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
OKR Martin Vogel, Vorsitzender des Beirats
Pfarrer i. R. Reinhart Lange, Evangelisch-Kirchlicher Hilfsverein, Stifter

Ansprachen:
Matthias Platzeck, Ministerpräsident des Landes Brandenburg
Bernd Neumann, MdB, Staatsminister für Kultur und Medien
Dr. Ines Reich, Leiterin der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam
sowie ein ehemaliger Häftling des Gefängnisses Leistikowstraße

Szenische Lesung:
Potsdamer Schülerinnen und Schüler lesen aus Erinnerungen ehemaliger Häftlinge (unter Leitung der Theaterpädagogin Gela Eichhorn)

Musik:
Jaspar Libuda

Kranzniederlegung

ca. 15.45 Uhr Besuch der Ausstellung

Um Anmeldung wird gebeten:
Tel.: 0331– 20 11 540 oder
E-Mail: mail@gedenkstaette-leistikowstrasse.de


Die Dauerausstellung erzählt auf etwa 1000 m? die Geschichte des zentralen Untersuchungsgefängnisses der sowjetischen Spionageabwehr in der Potsdamer Leistikowstraße. Erinnerungsstücke, Alltagsgegenstände, Fotos und Dokumente sowie Filme und Hörstationen veranschaulichen, wie Menschen in vollkommener Isolation und unter katastrophalen Haftbedingungen gelitten haben. Einen Schwerpunkt bilden die Schicksale ehemaliger Häftlinge, insgesamt werden auf drei Etagen 50 Lebensgeschichten vorgestellt. Außerdem informiert die Ausstellung über Strukturen und Personal der sowjetischen Spionageabwehr, die das Gefängnis bis 1989 betrieb. Neunzehn ausführliche Häftlingsbiografien findet der Besucher in drei Räumen im südlichen Flügel des Obergeschosses, in denen der Geheimdienst Häftlinge in Sammelzellen einsperrte.

Buchvorstellung

978-3-86331-067-7

April 2012

ISBN: 978-3-86331-067-7
160 Seiten, 19,– Euro

>>> bestellen

Dienstag, 17. April 2012, 19.00 Uhr

Spanische Botschaft
Lichtensteinallee 1
10787 Berlin-Tiergarten

Asesinato y matanzas en el campo de concentración
de Sachsenhausen 1936–1945

(Katalog zur Ausstellung „Mord und Massenmord im KZ Sachsenhausen 1936–1945“ in spanischer Sprache)

Begrüßung:
S. E. D. Rafael Dezcallar y Mazarredo, Botschafter von Spanien
Dr. h. c. Klaus Schütz, Vorsitzender des Fördervereins der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen e. V.

Vorstellung des Ausstellungskataloges:
Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Um Anmeldung wird gebeten bis zum 13. April 2012.
Tel.: 03301 – 81 09 27
E-Mail: presse1@stiftung-bg.de


El presente catálogo contiene todos los textos y gran cantidad de fotos e ilustraciones de los objetos expuestos en la muestra “Asesinato y matanzas en el campo de concentración de Sachsenhausen 1936-1945”. La inauguración de la misma y del nuevo sitio conmemorativo “Estación Z” se realizó el 17 de abril de 2005, fecha que coincide con el 60 aniversario de la liberación de los prisioneros del campo de concentración. Los asesinatos y operativos de exterminio fueron escogidos a modo de ejemplo. No se toman únicamente en consideración los delitos que fueron cometidos en contra de los prisioneros del campo de concentración sino que también se tienen en cuenta los asesinatos de personas que fueron transportadas a Sachsenhausen desde la Oficina Central de Seguridad del Reich en la calle Prinz-Albrecht, o sea, desde la central de la Gestapo en Berlín, con el objetivo principal y directo de su inmediata ejecución.

Der vorliegende Band enthält alle Texte und viele Exponatabbildungen der Dokumentation „Mord und Massenmord im Konzentrationslager Sachsenhausen 1936–1945“. Die Ausstellung wurde anlässlich des 60. Jahrestages der Befreiung der Häftlinge des Konzentrationslagers gemeinsam mit dem neu gestalteten zentralen Gedenkort „Station Z“ am 17. April 2005 eröffnet.
Die dargestellten Mord- und Massenmordaktionen wurden exemplarisch ausgewählt. Sie berücksichtigen nicht nur die Verbrechen, die gegen Häftlinge des Konzentrationslagers verübt wurden, sondern auch die Morde an Menschen, die vorwiegend von Dienststellen des für das gesamte Reichsgebiet zuständigen Reichssicherheitshauptamtes in der Prinz-Albrecht-Straße bzw. der Berliner Gestapo am Alexanderplatz nur zum Zwecke ihrer Exekution nach Sachsenhausen verschleppt wurden.

Buchvorstellung

978-3-86331-024-0

2011

ISBN: 978-3-86331-024-0
232 Seiten
Preis: 19,00 Euro

>>> bestellen

Montag, 2. April 2012, 19.00 Uhr

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
Berlin-Kreuzberg

Heinz Schneppen

Walther Rauff
Organisator der Gaswagenmorde
Eine Biografie

Als Gruppenleiter Technik im Reichssicherheitshauptamt war der SS-Standartenführer Walther Rauff maßgeblich an der Entwicklung der „Gaswagen“ beteiligt, die die Massenerschießungen der Einsatzkommandos ergänzen oder ersetzen sollten. Nach Kriegsende gelang ihm die Flucht. In Syrien und Italien arbeitete er für verschiedene Geheimdienste. 1949 setzte er sich nach Südamerika ab. Das von der Bundesrepublik betriebene Auslieferungsverfahren scheiterte 1963 aus formalen Gründen. Rauff, der 1984 in Santiago starb, wurde wegen seiner NS-Verbrechen nie belangt.

Dr. Heinz Schneppen, Botschafter a. D., war von 1960 bis 1996 im diplomatischen Dienst der Bundesrepublik tätig.

Buchvorstellung

978-3-86331-044-8

2011

ISBN: 978-3-86331-044-8
284 Seiten
Preis: 24,00 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 20. März 2012, 18.00 Uhr

Japanisch-Deutsches Zentrum Berlin
Seminarraum 1
Saargemünder Str. 2
Berlin-Zehlendorf

Buchvorstellung mit
Thomas Pekar:

Flucht und Rettung
Exil im japanischen Herrschaftsbereich (1933–1945)

Der Band versammelt Beiträge von Forscherinnen und Forschern aus China, Japan, Österreich und Deutschland, die aus historischer, interkultureller und kulturwissenschaftlicher Perspektive das jüdische und politische Exil während des Zweiten Weltkrieges in Japan und den zeitweilig von Japan kontrollierten Gebieten Ostasiens untersuchen.
Neben den Besonderheiten des Exils im Japanischen Herrschaftsbereich stehen die Schicksale einzelner Emigranten im Mittelpunkt, darunter Philosophen und Schriftsteller wie Karl Löwith, Kurt Bauchwitz, Kurt Singer, Architekten wie Bruno Taut und Musiker wie Klaus Pringsheim und Eta Harich-Schneider.
Thomas Pekar ist Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Gakushuin Universität in Tokyo und Herausgeber des Sammelbandes.

Buchvorstellung

978-3-86331-066-0

Februar 2012

ISBN: 978-3-86331-066-0
208 Seiten
Preis: 19,00 Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 8. März 2012, 19.00 Uhr

Schwules Museum Berlin
Mehringdamm 61
Berlin-Kreuzberg

Buchvorstellung mit
Insa Eschebach u. a.:

Homophobie und Devianz
Weibliche und männliche Homosexualität im Nationalsozialismus

Den Nationalsozialisten galt Homosexualität als „Volksseuche“, die sie mit einer eigenen Einrichtung, der Reichszentrale zur Bekämpfung der Homosexualität und Abtreibung, zu eliminieren suchten. Gemeint war nur die männliche Homosexualität. Etwa 50 000 Männer sind im Dritten Reich wegen Verstoßes gegen § 175 verurteilt worden. Zwar wurde weibliche Homosexualität nicht strafrechtlich verfolgt, sie konnte aber als  „Asozialität“ stigmatisiert werden und damit die Überführung in ein Konzentrationslager bedeuten.
Der vorliegende Band versammelt Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung homosexueller Männer und Frauen und befasst sich mit homophoben Strategien der Diskriminierung in den Konzentrationslagern. Weitere Themen sind die Erinnerungsgeschichte seit 1945 und die Kontroversen um die Praxis des Gedenkens.

Dr. Insa Eschebach ist Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück und Herausgeberin des Sammebandes.

Buchvorstellung

978-3-940938-99-2

2011

ISBN: 978-3-940938-99-2
XXXIV, 446 Seiten
Preis: 24,00 Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 23. Februar 2012, 19.00 Uhr

LVR-Industriemuseum Oberhausen
Hansastraße

Buchvorstellung mit
Günter Morsch und Bertrand Perz

Neue Studien zu nationalsozialistischen Massentötungen durch Giftgas
Historische Bedeutung, technische Entwicklung, revisionistische Leugnung

Von mindestens 5,3 Millionen europäischen Juden, die der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik zum Opfer fielen, wurde etwa die Hälfte durch Giftgas ermordet. Mehr als ein Vierteljahrhundert nach der ersten umfassenden Darstellung zum Thema "Nationalsozialistische Massentötungen durch Giftgas" wird in diesem Sammelband der neueste Forschungsstand vorgestellt. International ausgewiesene Wissenschaftler thematisieren die historischen Hintergründe wie auch die naturwissenschaftlichen und technischen Voraussetzungen der Massentötungen durch Giftgas und ihre konkrete Durchführung im Deutschen Reich und den besetzten Gebieten.

Die Herausgeber stellen das Buch hier erstmals in Nordrhein-Westfalen vor.

Günter Morsch, Prof. Dr. phil., Historiker, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und Leiter der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen

Bertrand Perz, Univ-Doz., Dr. phil., Historiker, stellvertretender Vorsitzender des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Wien

Buchpräsentationen
und Vortrag

978-3-86331-009-7

2011

ISBN: 978-3-86331-009-7
256 Seiten
Preis: 19,00 Euro

>>> bestellen


978-3-86331-010-3

2011

ISBN: 978-3-86331-010-3
230 Seiten
Preis: 19,00 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 7. Februar 2012, 19.00 Uhr

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
Berlin-Kreuzberg

Neuere Forschungen zur Geschichte und Nachgeschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager

Vortrag:
Christiane Heß, Hamburg, und Dr. Karsten Wilke, Bielefeld
Rückblicke – Einblicke – Ausblicke.
15 Jahre „Workshop zur Geschichte der Konzentrationslager“

Buchpräsentationen:
Dr. Régis Schlagdenhauffen, Paris
Die Erinnerung an die nationalsozialistischen Konzentrationslager.
Akteure, Inhalte, Strategien (2011)

Dominique Schröder, Bielefeld
Kontinuitäten und Brüche. Neue Perspektiven auf die Geschichte
der NS-Konzentrationslager (2011)

Moderation:
Dr. Thomas Lutz, Berlin


Der „Workshop zur Geschichte der Konzentrationslager“ ist eine eigenständige Initiative von fortgeschrittenen Studierenden und Promovierenden, der 1994 das erste Mal stattfand und sich inzwischen zu einer wichtigen interdisziplinären und internationalen Fachtagung entwickelt hat. Nahezu jährlich werden selbstständig organisierte Treffen mit einer wachsenden Zahl von Teilnehmenden an wechselnden Orten – zumeist in Anbindung an Gedenkstätten – durchgeführt. Die jeweiligen Tagungsbände spiegeln die Vielfalt der Fragestellungen wider.
Die Referenten vermitteln anlässlich des 15-jährigen Bestehens einen Überblick über die Geschichte des Workshops und stellen als beteiligte Herausgeber bzw. Autoren die inhaltlichen Schwerpunkte der letzten beiden Tagungsbände vor, die von der Entwicklungs- und Strukturgeschichte des KZ-Systems über die juristische Aufarbeitung der KZ-Verbrechen bis zur Erinnerung an die Lager reichen.

Christiane Heß studierte Geschichte und Kunstgeschichte an den Universitäten Hamburg und Salamanca. Sie arbeitet an einem Dissertationsprojekt über Zeichnungen aus den Konzentrationslagern Neuengamme und Ravensbrück.
Régis Schlagdenhauffen studierte Soziologie, Ethnologie und Politik an der Universität Strasbourg und der HU Berlin. Er promovierte 2009 über das Gedenken an die homosexuellen NS-Opfer in Westeuropa am Beispiel der Städte Berlin, Paris und Amsterdam.

Dominique Schröder studierte Geschichte und Germanistik an der Universität Bielefeld. Ihr Dissertationsprojekt untersucht das Schreiben von Tagebüchern in nationalsozialistischen Konzentrationslagern.
Karsten Wilke studierte Geschichte und Literaturwissenschaften an den Universitäten Bielefeld und Groningen. Er promovierte mit einer Studie über Die „Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit“ (HIAG) 1950–1990. Veteranen der Waffen-SS in der Bundesrepublik (2011).

Thomas Lutz ist Gedenkstättenreferent der Stiftung Topographie des Terrors.

Vortrag und Diskussion

978-3-86331-065-3

2011

ISBN: 978-3-86331-065-3
416 Seiten
Preis: 29,80 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 24. Januar 2012, 19.00 Uhr

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
Berlin-Kreuzberg

Nationalsozialistische Zwangslager.
Strukturen und Regionen – Täter und Opfer


Vortrag: 
Prof. Dr. Wolfgang Benz, Berlin
NS-Zwangslager und KZ-System. Eine Einführung

Dr. Angelika Königseder, Berlin
Die Stellung der Arbeitserziehungslager im NS-Haftsystem zwischen Polizeihaft- und Konzentrationslagern

Dr. h.c. Barbara Distel, München
Kriminelle und „Asoziale“ als Häftlingskategorien

Moderation: Dr. Detlef Garbe, Hamburg

Mit Abschluss der neunbändigen Reihe Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager ist die Geschichte der KZ im engeren Sinne erstmals umfassend aufgearbeitet. Jenseits der formalen Definition des KZ als einer Haftstätte unter der Verwaltung der Inspektion der Konzentrationslager in Oranienburg bzw. des SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamts in Berlin existierten zahllose weitere Zwangslager, die in gleicher oder ähnlicher Weise Stätten nationalsozialistischen Terrors waren und von den darin Gefangenen als „KZ“ empfunden wurden. Das galt für die rund 200 „Arbeitserziehungslager“ wie für „Polizeihaftlager“ oder „Erweiterte Polizeigefängnisse“ unter regionaler Gestapo-Hoheit, für „Zwangsarbeitslager für Juden“, für „Zigeunerlager“, für Ghettos und andere Haftstätten. Die Beiträge des gerade erschienenen Bands Nationalsozialistische Zwangslager. Strukturen und Regionen – Täter und Opfer (2011), herausgegeben von Wolfgang Benz, Barbara Distel und Angelika Königseder, setzen die Erforschung von Problemen dieser Lagerwelt unter deutscher Herrschaft fort, sie zeigen die Landschaft des Terrors und machen auf Desiderate der Forschung aufmerksam.

Wolfgang Benz, 1941 geboren, ist Professor em. an der Technischen Universität Berlin und leitete bis März 2011 das Zentrum für Antisemitismusforschung. In gemeinsamer Herausgeberschaft mit Barbara Distel entstand 2005 bis 2009 die Gesamtdarstellung Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager.

Barbara Distel, 1943 geboren, war bis Juli 2008 Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau. Gemeinsam mit Wolfgang Benz gab sie von 1985 bis 2009 die als Periodikum erschienenen Dachauer Hefte heraus.

Angelika Königseder, 1966 geboren, ist Historikerin und war bis 2010 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Vorurteils- und Konfliktforschung am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin.

Detlef Garbe ist Direktor der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

Buchvorstellung
und Gespräch

978-3-86331-011-0

2011

ISBN: 978-3-86331-011-0
248 Seiten
Preis: 19,00 Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 19. Januar 2012, 20.00 Uhr

Literaturforum im Brecht-Haus
Chausseestraße 125
10115 Berlin-Mitte

Lebenszeugnisse:
„Der Henkersknecht – Der Prozess gegen John (Iwan) Demjanjuk in München“

Wolfgang Benz im Gespräch mit Angelika Benz


Von November 2009 bis Mai 2011 stand John (Iwan) Demjanjuk vor dem Landgericht München II – angeklagt der 27 900-fachen Beihilfe zum Mord, begangen 1943 im Vernichtungslager Sobibór. War der in einem Kriegsgefangenenlager rekrutierte Trawniki- Mann unbeteiligter Wachsoldat, williger Handlanger der SS oder Mörder aus eigenem Antrieb? Angelika Benz hat den Prozess von Anfang bis Ende beobachtet. Sie rekonstruiert die Verhandlungen, porträtiert den Angeklagten, Richter, Staatsanwalt, Verteidiger und Nebenkläger und stellt die historischen Hintergründe dar. Momentaufnahmen aus dem Gerichtssaal geben einen präzisen Einblick in den Prozessalltag.

Angelika Benz, 1981 geboren, absolvierte ein Studium der Neueren Deutschen Geschichte und Neueren Deutschen Philologie und promoviert am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin über das SS-Ausbildungslager Trawniki.


News

 

2011

Gespräch und Diskussion

978-3-86331-005-9

2011

ISBN: 978-3-86331-005-9
159 Seiten
Preis: 16,00 Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 15. Dezember 2011, 20.00 Uhr

Literaturforum im Brecht-Haus
Chausseestraße 125
10115 Berlin-Mitte

Lebenszeugnisse:
„Ein Mädchen allein auf der Flucht:
Ungarn – Slowakei – Polen 1944–1945“

Wolfgang Benz im Gespräch mit Eva Szepesi und Babette Quinkert


Als die Deutschen im Frühjahr 1944 in Ungarn einmarschieren, beginnt die Verfolgung und Ermordung der ungarischen Juden. Die elfjährige Eva wird von ihrer Mutter in die Slowakei geschickt. Von nun an lebt das jüdische Mädchen auf der Flucht. Sie findet Verstecke bei gutwilligen Menschen, doch schließlich wird sie gefangen genommen und nach Auschwitz verschleppt. Nach dem Krieg schweigt Eva Szepesi, geb. Diamant, fünfzig Jahre lang. Erst Mitte der neunziger Jahre kann sie über das Erlebte sprechen.
Eva Szepesi lebt heute in Frankfurt am Main. Die Historikerin Babette Quinkert hat sie bei der Abfassung ihrer Lebenserinnerungen unterstützt und in der Einleitung zum Buch eine historische Einbettung der geschilderten Ereignisse in Ungarn vorgenommen.

Lesung

978-3-936411-78-2

2., vollständig
überarbeitete und
erweiterte Auflage


ISBN: 978-3-86331-052-3
464 Seiten, 29,90 Euro

Erscheint voraussichtlich
im November 2011

>>> bestellen

Freitag, 25. November 2011, 19.00 Uhr

Adolf-Kurtz-Haus, Großer Saal
An der Apostelkirche 1, 10783 Berlin
Nähe Nollendorfplatz | Kurfürstenstraße

Starke Frauen – die Avantgarde der Emanzipation

Lesung mit
Iris Berben
Elke Mascha Blankenburg
Christiane Carstens
Marguerite Kollo
Bertram von Boxberg
Schülerinnen und Schülern der Alexander-Puschkin-Schule

Am Flügel:
Christoph Hagemann
Schülerinnen und Schüler der Allegro-Grundschule musizieren

Moderation:
Sibylle Nägele und Joy Markert

Frauenrechte sind Menschenrechte.
Vor 200 Jahren wurde Fanny Lewald geboren, sie widersetzte sich der Zwangsverheiratung und dem väterlichen Verbot zu publizieren. Vor 190 Jahren wurde Ludmilla Assing geboren. Sie ging ins Exil, als revolutionäre Schriftstellerin von der preußischen Polizei steckbrieflich gesucht. Vor 180 Jahren wurde Hedwig Dohm geboren, die bedeutende Schriftstellerin und radikalste Frauenrechtlerin.
In der Potsdamer Straße und Umgebung lebten Schriftstellerinnen, Künstlerinnen, Sängerinnen, Schauspielerinnen, Wissenschaftlerinnen, die engagiert für die Rechte der Frauen kämpften, zu einer Zeit, als Frauen nur unter erschwerten Bedingungen studieren konnten, kaum einen Beruf ausüben und nicht politisch tätig sein durften. Sie waren stark, sie ließen sich nicht einschüchtern und lebten vor, was heute selbstverständlich geworden ist.

Bilder, Lesung, Musik

978-3-86331-045-5

2011

ISBN: 978-3-86331-045-5
112 Seiten
Preis: 14,00 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 22. November 2011, 19.00 Uhr

Botschaft des Königreichs der Niederlande
Klosterstraße 50
10179 Berlin-Mitte

Ravensbrück – Rückblicke 2011
Bilder, Lesung, Musik

Begrüßung, Rückblick 2011, Vorstellung des Sammlungsgegenstandes: 
Michael Pistecky, Botschaft des Königreichs der Niederlande
Dr. Insa Eschebach, Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
Dr. Peter Plieninger, Internationaler Freundeskreis e. V.

'Samenwerking' der Gedenkstätten Westerbork und Ravensbrück
Übergabe des Kleides von Sylvia Elizabeth van Otten (30. 1. 1945 – 1. 3. 1945 im KZ Ravensbrück)
Maarten Peters singt 'Sylvia Elizabeth'

Buchvorstellung: 
Erna de Vries: Der Auftrag meiner Mutter. Eine Überlebende der Shoah erzählt (Metropol Verlag)

Konzert: 
Esther Bejarano & Microphone Mafia

Gemeinsam mit ihrem internationalen Freundeskreis e. V. und dem Metropol Verlag Berlin lädt die Gedenkstätte Ravensbrück zu einer Benefiz-Veranstaltung in die Botschaft des Königreichs der Niederlande ein.

Der Eintritt ist frei
.
Gebeten wird um eine Spende zum Erhalt der Sammlungsgegenstände der Gedenkstätte.

Buchpräsentation und Podiumsiskussion

978-3-86331-004-2

2011

ISBN: 978-3-86331-004-2
183 Seiten
Preis: 16,00 Euro

>>> bestellen

Montag, 21. November 2011, 19.00 Uhr

Interkulturelles Zentrum „Gertrud von Saldern“
Gotthardtkirchplatz 10
14770 Brandenburg

Justizalltag im Unrechtsstaat

Begrüßung:
Ulrike Poppe, Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur

Einführung:
Prof. Dr. Rainer Schröder, Rechtshistoriker, Humboldt-Universität zu Berlin

Podiumsgespräch:
Rudi Beckert, früherer Oberrichter am Obersten Gericht der DDR
Prof. Dr. Rainer Schröder
Peter Peukert, bis 1983 Richter am Kreisgericht Potsdam, aus politischen Gründen entlassen, heute Rechtsanwalt in Potsdam
Ulrike Poppe
Dr. Reinhard Höppner, von 1994 bis 2002 Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt

Moderation:
Dr. Erardo C. Rautenberg, Generalstaatsanwalt des Landes Brandenburg

Der langjährige Oberrichter am Obersten Gericht der DDR Rudi Beckert war der fünfthöchste Richter im SED-Staat.
Mit seiner Autobiografie Glücklicher Sklave legt er nicht nur eine persönliche, ungeschminkte Bilanz seiner Justizkarriere in der DDR vor. Zugleich setzt sich der ehemalige DDR-Jurist (selbst)kritisch mit dem Justizalltag im sozialistischen Staat auseinander. Das Ergebnis ist »eine vorbehaltlose Rechenschaftslegung«, was seine Lebenserinnerungen exemplarisch macht, so Karl Wilhelm Fricke im Vorwort. Interne Abläufe wie das Zusammenwirken von Justiz, Partei und Staatssicherheit werden aus der Sicht eines unmittelbar Beteiligten behandelt. Beckert stellt die Frage nach dem Charakter der DDR als Unrechtsstaat und weicht der Antwort nicht aus. Rudi Beckerts Autobiografie soll Ausgangspunkt sein zu einem fachkundigen Expertengespräch über den Justizalltag im SED-Staat.

Eintritt frei
Anmeldung nicht erforderlich

Buchvorstellung
und Lesung

978-3-86331-061-5

2011

ISBN: 978-3-86331-061-5
32 Seiten
Preis: 12,00 Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 17. November 2011, 17.00 Uhr

Alte Turnhalle Herrenberg
Seestraße 31
71083 Herrenberg

Froim – Der Junge aus dem Warschauer Ghetto

Buchvorstellung und Lesung mit Walter Sittler

Vorgestellt wird das Kinderbilderbuch „Froim – der Junge aus dem Warschauer Ghetto“ von David A. Adler mit Illustrationen von Karen Ritz, das die Sektion Böblingen-Herrenberg-Tübingen des Vereins Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V. übersetzt und herausgegeben hat.

Das Bilderbuch erzählt die authentische Kindheitsgeschichte von
Erwin/Froim Baum. 

Erwin/Froim Baum wurde 1926 in Warschau geboren. 1939 kam er in das dortige Waisenhaus von Janus Korczak. Im Oktober 1940 musste er mit seiner Familie in das Warschauer Ghetto umsiedeln. Ende 1942 wurde nach Auschwitz deportiert. Im Herbst 1944 kam er über das KZ Stutthof in das KZ-Außenlager Hailfingen. Ende April 1945 befreiten ihn die Amerikaner auf dem Todesmarsch. 1948 wanderte er nach Israel aus, 1951 ging er nach Kanada und später in die USA. Erwin Baum starb 2006.

Infos über Erwin Baum:
www.kz-gedenkstaette-hailfingen-tailfingen.de

Walter Sittler, der sich als einer der „Prominenten“ engagiert gegen Stuttgart 21 einsetzt, war in vielen Fernsehserien und Kinofilmen zu sehen, zuletzt in der Schwedenkrimi-Reihe „Der Kommissar und das Meer“. Zurzeit tourt er mit einem Kästner-Programm durch Deutschland. Und dazwischen liest er jetzt in Herrenberg. Er ist Mitglied von Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V.

Die Lesung und die Vorstellung des Buches wenden sich vorrangig an Schüler des 4. bis 7. Schuljahres sowie an Eltern und Lehrer.

Eine Veranstaltung von GV/FD in Zusammenarbeit mit dem Gäubote, dem Verein KZ Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen e. V., der Stadtbibliothek Herrenberg und der Buchhandlung Schäufele Herrenberg.

Eintritt: Erwachsene 6,– Euro, Kinder und Jugendliche 3,– Euro. 
Kartenvorverkauf ab 17.10. beim Gäubote, Bronntor 1, 71083 Herrenberg,
Telefon: 07032 – 95 25 103.

Vortrag und Diskussion

978-3-940938-84-8

2011

ISBN: 978-3-940938-84-8
428 Seiten
Preis: 24,00 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 15. November 2011, 19.00 Uhr

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8
Berlin-Kreuzberg

Lettland unter deutscher Besatzung 1941–1944.
Der lettische Anteil am Holocaust


Vortrag: 
Dr. Katrin Reichelt, Berlin

Moderation: 
Dr. Peter Klein, Berlin

Die Studie Lettland unter deutscher Besatzung 1941–1944. Der lettische Anteil am Holocaust (2011) gibt einen Überblick über die Radikalisierung der Verfolgungsmaßnahmen gegen die jüdische Bevölkerung während der nationalsozialistischen Okkupation Lettlands. Unter dem Aspekt der lettischen Beteiligung untersucht Katrin Reichelt die Entrechtung, Ausbeutung, Enteignung, Terrorisierung, Inhaftierung und die Ermordung der Opfer.
In ihrem Vortrag konzentriert sich die Autorin auf das Zusammenwirken von deutschen und lettischen Komplizen bei der Judenverfolgung. Anhand von Fallbeispielen zeigt sie, inwieweit aktive oder passive Beteiligung von Letten am Holocaust als ein für die gesamte lettische Gesellschaft repräsentatives kollektives Verhalten bewertet werden kann. Reichelt zeichnet Täterstrukturen und -profile nach, diskutiert Ursachen und Motive der Kollaboration und geht auch der Frage der Solidarität von Letten mit verfolgten Juden nach.

Katrin Reichelt, 1970 geboren, studierte Russistik, Polonistik, Neuere und Neueste Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie war mehrere Jahre am kanadischen Justizministerium/Abt. Kriegsverbrechen in Ottawa sowie am United States Holocaust Memorial Museum in Washington D.C. tätig. Im April 2011 erschien ihre Dissertation Lettland unter deutscher Besatzung 1941–1944. Der lettische Anteil am Holocaust.

Peter Klein, 1962 geboren, ist wissenschaftlicher Angestellter bei der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur. Zu seinen Veröffentlichungen gehört die gemeinsam mit Andrej Angrick verfasste Studie Die „Endlösung“ in Riga. Ausbeutung und Vernichtung 1941–1944 (2006).

Veranstaltung

978-3-86331-024-0

2011

ISBN: 978-3-86331-024-0
232 Seiten
Preis: 19,00 Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 13. Oktober 2011, 12.10–12.40 Uhr


Rainer Blasius
(F.A.Z.) im Gespräch mit
dem Autor Dr. Heinz Schneppen, Botschafter a. D.

Frankfurter Buchmesse – Autorengespräch

Stand der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Messegelände
3.1 D154

Buchvorstellung

978-3-86331-037-0

2011

ISBN: 978-3-86331-037-0
263 Seiten
Preis: 19,00 Euro

>>> bestellen

Mittwoch, 28. September 2011, 18.30 Uhr

Hessische Landesvertretung
In den Ministergärten 5
10117 Berlin

Wolfgang R. Assmann · Albrecht Graf von Kalnein (Hrsg.)
Erinnerung und Gesellschaft
Formen der Aufarbeitung von Diktaturen in Europa

Buchvorstellung mit Staatsministerin a. D. Ruth Wagner und
Wolfgang R. Assmann

Europa im 20. Jahrhundert – das ist auch eine Geschichte von Diktaturen und Widerstand, von politischer Gewalt und Zivilcourage. Die Beschäftigung mit dieser Grundkonstante vernachlässigt oft deren über-nationale Bedeutung; im Regelfall ist sie zudem ausschließlich sozialwissenschaftlich ausgerichtet. Eine sinnvolle Auseinandersetzung mit „Erinnerung und Gesellschaft“ erfordert jedoch einen übergreifenderen Blick.
Hier setzt dieses Buch an: Es thematisiert sowohl deutsche Diktaturgeschichte(n) als auch Fälle von Diktaturen und deren Aufarbeitung in anderen europäischen Ländern. Somit geht es der Frage nach, ob es einen gemeinsamen europäischen Erinnerungsraum gibt bzw. geben kann. Dabei verbindet es den fachwissenschaftlichen Blick mit Perspektiven aus Literatur, bildender Kunst und Musik. Neben Beiträgen von Aleida Assmann, Eduard Beaucamp und anderen enthält es auch bisher unveröffentlichte Fotos aus dem Nachlass des Historikers Reinhart Koselleck.

Buchvorstellung

978-3-86331-008-0

2011

ISBN: 978-3-86331-008-0
368 Seiten
Preis: 24,00 Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 22. September 2011, 19.00 Uhr

Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
Kutschstall, Am Neuen Markt 9 
14467 Potsdam

Claus Gerhard
Der begrenzte Himmel
Drachen- und Gleitschirmfliegen in der DDR

Vortrag und Gespräch mit dem Autor
Dr. med. Claus Gerhard, Facharzt für Chirurgie, Sportmediziner,
Autor, erfahrener Drachen- und Segelflieger

Kurzfilme:
Drachen- und Gleitschirmfliegen, Fluchtversuche aus der DDR

Moderation:
Friedrich Kurz (ZDF-Redakteur)

Drachenflieger und Paraglider in der DDR lebten gefährlich: Neben den Unfallgefahren jeder Luftsportart mussten die ostdeutschen Piloten stets fürchten, entdeckt zu werden. Denn die Regierung unterstellte ihnen, ihre Geräte zur Flucht in den Westen zu benutzen. Sie verhängte ein strenges Verbot – eine weltweit einmalige Bestimmung. Wer dennoch „fliegen“ wollte, brauchte Mut, Fantasie und Verschwiegenheit: Die selbst gebauten Fluggeräte und die fehlende Ausbildung bargen Risiken, und das Ministerium für Staatssicherheit überwachte und sanktionierte jede fliegerische Unternehmung. Claus Gerhard schildert ihre aufregend schönen, oft aber auch bedrückenden Erfahrungen sowie die Reaktion der Sicherheitsorgane. Er konnte Stasi-Akten einsehen und fast einhundert Betroffene zu ihren Erlebnissen befragen.

Eine Veranstaltung der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur in Kooperation mit dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte.

Buchvorstellung

978-3-86331-011-0

2011

ISBN: 978-3-86331-011-0
248 Seiten
Preis: 19,00 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 20. September 2011, 19.00 Uhr

Stiftung Topographie des Terrors
Niederkirchner Straße 8
10963 Berlin

Angelika Benz
Der Henkersknecht
Der Prozess gegen John (Iwan) Demjanjuk in München

Vortrag:
Angelika Benz

Moderation:
Hannes Honecker, Rechtsanwalt für Straf- und Arbeitsrecht in Berlin 

Von November 2009 bis Mai 2011 stand John (Iwan) Demjanjuk vor dem Landgericht München II – angeklagt der 27 900-fachen Beihilfe zum Mord, begangen 1943 im Vernichtungslager Sobibór. War der in einem Kriegsgefangenenlager rekrutierte Trawniki-Mann unbeteiligter Wachsoldat, williger Handlanger der SS oder Mörder aus eigenem Antrieb? Angelika Benz hat den Prozess von Anfang bis Ende beobachtet. Sie rekonstruiert die Verhandlungen, porträtiert Angeklagten, Richter, Staatsanwalt, Verteidiger und Nebenkläger und stellt die historischen Hintergründe dar. Momentaufnahmen aus dem Gerichtssaal geben einen präzisen Einblick in den Prozessalltag.

Buchvorstellung

978-3-86331-039-4

2011

ISBN: 978-3-86331-039-4
285 Seiten
Preis: 24,00 Euro

>>> bestellen

Freitag, 2. September 2011, 17.00 Uhr

Heimatmuseum Steglitz
Literarischer Salon
Drakestraße 64 A
12205 Berlin

Otti Binswanger-Lilienthal
Der Albatros
Ein Weg durch die Zeit
Jugend in Berlin – Leben in der Emigration

Buchvorstellung mit dem Herausgeber der Autobiografie,
Professor Friedrich Voit, Universität Auckland/Neuseeland. 

Anschließend Gespräch mit dem Herausgeber.

Otti Binswanger-Lilienthal (1896–1971), Tochter des Architekten und Flugpioniers Gustav Lilienthal, zeichnet auf hohem literarischen Niveau ihren außergewöhnlichen Lebensweg nach: ihre Kindheit ausgangs des Kaiserreichs, ihr Erwachsenwerden in der Jugendbewegung während der Weimarer Zeit, das Exil mit ihrem jüdischen Ehemann in Italien und Neuseeland und die Rückkehr nach Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. Ihre Autobiografie besticht durch den klaren Blick auf das Zeitgeschehen. Otti Binswanger-Lilienthal porträtiert ein Leben, das sich trotz aller äußeren, zeitbedingten Widerstände in sozialem Engagement und Kreativität realisierte: als Gymnastiklehrerin, Künstlerin und Schriftstellerin.

Vortrag und Diskussion

978-3-940938-11-4

2008

ISBN: 978-3-940938-11-4
205 Seiten
Preis: 18,00 Euro

>>> bestellen

Mittwoch, 31. August 2011, 19.00 Uhr

60 Jahre nach der „Affäre Walter“ –
Die Verfolgung der Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit 1951

Vertretung des Freistaates Thüringen beim Bund
Mohrenstraße 64
10117 Berlin

Kurzvortrag:
Enrico Heitzer, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde und Autor des Buches
„Affäre Walter“. Die vergessene Verhaftungswelle, Berlin 2008.

Diskussion: 
Dr. Wolfgang Buschfort, Historiker 
Enrico Heitzer
, Historiker 
Prof. Dr. Bernd Stöver, Historiker 

Moderation:
Harald Asel, Journalist des RBB 

Die Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit (KgU) trat dem SED-Regime offensiv entgegen, auch mit militanten Aktionen. Die Organisation zählte so für mehrere Jahre zu den härtesten Widersachern der kommunistischen Diktatur. Viele Akteure der KgU waren durch den vorangegangenen Krieg und die NS-Herrschaft geprägt, einige in problematischer Weise. Die KgU wurde durch die besondere Situation Berlins als „Frontstadt“ und internationales Zentrum für Spionage beeinflusst. Im September 1951 setzte eine große Verhaftungswelle gegen die KgU ein: Nie zuvor oder hernach wurde in der DDR eine so große Zahl aktiver SED-Gegner inhaftiert, abgeurteilt und hingerichtet. 

Buchvorstellung

978-3-86331-008-0

2011

ISBN: 978-3-86331-008-0
368 Seiten
Preis: 24,00 Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 14. Juli 2011, 18.00 Uhr

Deutsches Technikmuseum Berlin
Vortragssaal (im 4. OG des Altbaus, Zugang über den Haupteingang)
Trebbiner Straße 9, 10963 Berlin

Claus Gerhard
Der begrenzte Himmel
Drachen- und Gleitschirmfliegen in der DDR

Begrüßung:
Prof. Dr. Dr. Holger Steinle, Leiter der Abteilung Luft- und Raumfahrt im Deutschen Technikmuseum
Rainer Eppelmann, Theologe, Bürgerrechtler, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Vortrag:
Dr. med. Claus Gerhard, Facharzt für Chirurgie, Sportmediziner, Autor, erfahrener Drachen- und Segelflieger

Kurzfilme:
Drachen- und Gleitschirmfliegen, Fluchtversuche aus der DDR

Podiumsgespräch:
Dr. med. Claus Gerhard, Volkmar Kienöl (versuchte 1986 mit einem „Drachen“ aus Ostberlin zu fliehen),

Moderation:
Friedrich Kurz (ZDF-Redakteur)

Ende der Veranstaltung: ca. 20 Uhr

Drachenflieger und Paraglider in der DDR lebten gefährlich: Neben den Unfallgefahren jeder Luftsportart mussten die ostdeutschen Piloten stets fürchten, entdeckt zu werden. Denn die Regierung unterstellte ihnen, ihre Geräte zur Flucht in den Westen zu benutzen. Sie verhängte ein strenges Verbot – eine weltweit einmalige Bestimmung. Wer dennoch „fliegen“ wollte, brauchte Mut, Fantasie und Verschwiegenheit: Die selbst gebauten Fluggeräte und die fehlende Ausbildung bargen Risiken, und das Ministerium für Staatssicherheit überwachte und sanktionierte jede fliegerische Unternehmung. Claus Gerhard schildert ihre aufregend schönen, oft aber auch bedrückenden Erfahrungen sowie die Reaktion der Sicherheitsorgane. Er konnte Stasi-Akten einsehen und fast einhundert Betroffene zu ihren Erlebnissen befragen.

Buchvorstellung

978-3-86331-007-3

2011

ISBN: 978-3-86331-007-3
284 Seiten
Preis: 22,00 Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 7. Juli 2011, 18.30 Uhr

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Besucherzentrum
Straße der Nationen 22
16515 Oranienburg

Andrea Riedle
Die Angehörigen des Kommandanturstabs im KZ Sachsenhausen
Sozialstruktur, Dienstwege und biografische Studien

Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 31

Die Studie befasst sich erstmals auf quantitativer Basis mit Sozialstruktur und Karrierewegen von Angehörigen eines Kommandanturstabs in einem Konzentrationslager und unterzieht die Werdegänge von vier SS-Unterführern des KZ Sachsenhausen einem Vergleich. Die Autorin kann zeigen, nach welchen Kriterien die SS-Führung ihr Personal für die Konzentrationslager aussuchte, welche Rolle die Ausbildung für das Funktionieren des KZ-Systems spielte und wie das Wissen der Männer für den Aufbau weiterer Konzentrationslager genutzt wurde.

Begrüßung und Moderation
Prof. Dr. Günter Morsch
Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Eintritt frei

Ausstellungseröffnung

978-3-86331-032-5

2011

ISBN: 978-3-86331-032-5
176 Seiten
Preis: 16,00 Euro

>>> bestellen

Sonntag, 15. Mai 2011, ab 17,00 Uhr

Semperoper Dresden

Festakt zur Eröffnung der Ausstellung
„Verstummte Stimmen. Die Vertreibung der ,Juden‘ und
,politisch Untragbaren‘ aus den Dresdner Theatern
1933 bis 1945“ in der Semperoper Dresden


Ab 17 Uhr Ausstellungsrundgang in der Semperoper

18 Uhr Festakt unter Mitwirkung von Mitgliedern der Semperoper und des Staatsschauspiels Dresden

Eröffnungsredner: Helm Stierlin

Ca. 19.30 Uhr Ausstellungsrundgang im Schauspielhaus und Empfang

Zur Ausstellung liegt ein Begleitband vor:
Hannes Heer · Jürgen Kesting · Peter Schmidt
Verstummte Stimmen
Die Vertreibung der „Juden“ und „politisch Untragbaren“ aus
den Dresdner Theatern 1933 bis 1945

Ausstellungseröffnung

978-3-86331-031-8

2011

ISBN: 978-3-86331-031-8
240 Seiten
Preis: 19,00 Euro

>>> bestellen

Montag, 2. Mai 2011, 14.00 Uhr

DGB-Haus am Hackeschen Markt
Berlin-Mitte

„Seid wachsam, dass über Deutschland
nie wieder die Nacht hereinbricht“
Deutsche Gewerkschafter im KZ 1933–1945

Reden:
Michael Sommer, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes
Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Die Ausstellung ist vom 2. Mai bis zum 30. Juni 2011 im DGB-Haus am Hackeschen Markt zu sehen.

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag, 10,00–18,00 Uhr
 
Zur Ausstellung liegt ein Begleitband vor:
„Seid wachsam, dass über Deutschland nie wieder die Nacht hereinbricht.“

Buchvorstellung

978-3-940938-99-2

2011

ISBN: 978-3-940938-99-2
XXXIV, 446 Seiten
Preis: 24,00 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 15. März 2011, 20.00 Uhr

Stiftung Topographie des Terrors
Niederkirchner Str. 8
10963 Berlin


Neue Studien zu nationalsozialistischen Massentötungen durch Giftgas

Historische Bedeutung, technische Entwicklung, revisionistische Leugnung
Herausgegeben von Günter Morsch und Bertrand Perz

Vortrag:
Robert Jan van Pelt, University of Waterloo, Ontario:
Weil ein Nagel fehlte. Überlegungen, wie Geschichte nicht umgeschrieben werden darf

Moderation:
Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Buchvorstellung

978-3-940938-82-4

2011

ISBN: 978-3-940938-82-4
478 Seiten
Preis: 28,00 Euro

>>> bestellen

Mittwoch, 2. März 2011, 19.00 Uhr

Gewerkschaftshaus Stuttgart
Willi-Bleicher-Str. 20
70174 Stuttgart


Martin Ulmer
Antisemitismus in Stuttgart 1871–1933. Studien zum öffentlichen Diskurs und Alltag

Vortrag:
Dr. Martin Ulmer, Kulturwissenschaftler und Historiker, Tübingen
Anschließend Diskussion

Veranstaltet u. a. von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft AG Stuttgart und Mittlerer Neckar und der Landeszentrale für Politische Bildung Baden-Württemberg

Buchvorstellung

978-3-940938-63-3

2010

ISBN: 978-3-940938-63-3
424 Seiten
Preis: 24,00 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 1. März 2011, 20.00 Uhr

Stiftung Topographie des Terrors
Niederkirchner Str. 8
10963 Berlin


Dirk Riedel
Ordnungshüter und Massenmörder im Dienst der „Volksgemeinschaft“:
Der KZ-Kommandant Hans Loritz



Vortrag:
Dr. Dirk Riedel, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Dachau

Moderation:
Prof. Dr. Wolfgang Benz, Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin

Buchvorstellung

978-3-940938-75-6

2010

ISBN: 978-3-940938-75-6
245 Seiten
Preis: 19,00 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 22. Februar 2011, 19.00 Uhr

Internationale Jugendbibliothek München
Christa-Spangenberg-Saal
Schloss Blutenburg
81247 München


Wolfgang Benz
Vorurteile in der Kinder- und Jugendliteratur

Vortrag:
Prof. Dr. Wolfgang Benz, Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung, Technische Universität Berlin
Anschließend Diskussion

Buchvorstellung

Mittwoch, 16. Februar 2011, 19.00 Uhr

Landgericht Berlin
Littenstr. 12
10179 Berlin


Rudi Beckert
Glücklicher Sklave. Eine Justizkarriere in der DDR

Buchpräsentation und Podiumsgespräch zum Justizalltag in der DDR mit:
Rudi Beckert, früherer Oberrichter am Obersten Gericht der DDR
Prof. Dr. Hubert Rottleuthner, Freie Universität Berlin
Prof. Dr. Friedrich-Christian Schroeder, Universität Regensburg
Prof. Dr. Rainer Schröder
, Humboldt-Universität zu Berlin

Moderation:
Monika Nöhre, Präsidentin des Kammergerichts

Buchvorstellung

978-3-940938-63-3

2010

ISBN: 978-3-940938-63-3
424 Seiten
Preis: 24,00 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 15. Februar 2011, 18.30 Uhr

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Besucherinformationszentrum
Straße der Nationen
16515 Oranienburg


Dirk Riedel
Ordnungshüter und Massenmörder im Dienst der „Volksgemeinschaft“:
Der KZ-Kommandant Hans Loritz


Vortrag:
Dr. Dirk Riedel, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Dachau

Moderation:
Prof. Dr. Günter Morsch
, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Buchvorstellung

978-3-940938-68-8

2010

ISBN: 978-3-940938-68-8
176 Seiten
Preis: 19,00 Euro

>>> bestellen

Montag, 7. Februar 2011, 19.00 Uhr

Fritz Bauer Institut, Frankfurt am Main
Campus Westend
Grüneburgplatz 1
60323 Frankfurt am Main


Wolfgang Benz
„Der Ewige Jude“
Metaphern und Methoden nationalsozialistischer Propaganda


Vortrag:
Prof. Dr. Wolfgang Benz
, Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin

Moderation: Dr. Raphael Gross, Direktor des Fritz Bauer Instituts

Buchvorstellung

978-3-940938-79-4

2010

ISBN: 978-3-940938-79-4
815 Seiten
Preis: 29,90 Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 20. Januar 2011, 19.00 Uhr

Landesvertretung des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund
In den Ministergärten 3
10117 Berlin


Andreas Stirn
Traumschiffe des Sozialismus
Die Geschichte der DDR-Urlauberschiffe 1953–1990


Vortrag: Dr. Andreas Stirn

Buchvorstellung

978-3-940938-72-5

2010

ISBN: 978-3-940938-72-5
432 Seiten
Preis: 24,00 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 11. Januar 2011, 20.00 Uhr

Literaturforum im Brecht-Haus
Chausseestr. 125
10115 Berlin


Meinhard Stark
Die Gezeichneten
Gulag-Häftlinge nach der Entlassung


Vortrag: Dr. Meinhard Stark
Moderation: Prof. Dr. Lutz Niethammer

Buchvorstellung

978-3-940938-88-6

2010

ISBN: 978-3-940938-88-6
704 Seiten
Preis: 39,90 Euro

>>> bestellen

Freitag, 3. Dezember 2010, 18.00 Uhr

Stiftung Topographie des Terrors
Niederkirchner Str. 8
10963 Berlin


Helmuth Bauer
Innere Bilder wird man nicht los
Die Frauen im KZ-Außenlager Daimler-Benz Genshagen


Begrüßung:
Dr. Insa Eschebach, Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Vortrag von Doreen Eschinger:
Ungarisch-jüdische Frauen im Konzentrationslager Ravensbrück

Vortrag von Dr. Helmuth Bauer:
Die Frauen von Genshagen

Buchvorstellung

978-3-940938-75-6

2010

ISBN: 978-3-940938-75-6
ca. 220 Seiten
Preis: 19,– Euro

>>> bestellen

Dienstag, 29. Juni 2010, 20.00 Uhr

Stiftung Topographie des Terrors
Niederkirchner Str. 8
10963 Berlin


Wolfgang Benz (Hrsg.)
Vorurteile in der Kinder- und Jugendliteratur

Vortrag:
Prof. Dr. Wolfgang Benz

Buchvorstellung

978-3-940938-68-8

2010

ISBN: 978-3-940938-68-8
ca. 240 Seiten
Preis: 19,– Euro

>>> bestellen

Dienstag, 18. Mai 2010, 20.00 Uhr

Stiftung Topographie des Terrors
Niederkirchner Str. 8
10963 Berlin


Wolfgang Benz
„Der Ewige Jude“
Metaphern und Methoden nationalsozialistischer Propaganda

Vortrag:
Prof. Dr. Wolfgang Benz

Buchvorstellung

978-3-940938-71-8

2010

ISBN: 978-3-940938-71-8
220 Seiten
Preis: 19,– Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 20. Mai 2010, 20.00 Uhr

NS-Dokumentationszentrum Köln
Appellhofplatz 23
50667 Köln


Klaus Schmidt
„Ich habe aus Mitleid gehandelt“
Der Kölner Waisenhausdirektor und „Euthanasie“-Bauftragte Friedrich Tillmann (1903–1964)

Vortrag:
Klaus Schmidt

Buchvorstellung

978-3-940938-72-5

2010

ISBN: 978-3-940938-72-5
432 Seiten
Preis: 24,– Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 6. Mai 2010, 19.00 Uhr

Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Grimmaische Str. 6
04109 Leipzig


Meinhard Stark
Die Gezeichneten
Gulag-Häftlinge nach der Entlassung

Vortrag:
Dr. Meinhard Stark

Buchvorstellung

978-3-940938-72-5

2010

ISBN: 978-3-940938-72-5
432 Seiten
Preis: 24,– Euro

>>> bestellen

Dienstag, 4. Mai 2010, 19.00 Uhr

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Kronenstr. 5
10117 Berlin


Meinhard Stark
Die Gezeichneten
Gulag-Häftlinge nach der Entlassung

Einführung:
Dr. Meinhard Stark

Podiumsgespräch mit Gulag-Überlebenden

Moderation:
Dr. Jens Hüttmann

Buchvorstellung

978-3-938690-75-8

ISBN: 978-3-938690-75-8
302 Seiten
Preis: 22,– Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 25. März 2010, 18.00 Uhr

Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund
Luisenstr. 18
10117 Berlin


Sigrid Jacobeit · Stefan Hördler (Hrsg.)
Lichtenburg
Ein deutsches Konzentrationslager
Metropol Verlag, Herbst 2009

Vortrag:
Prof. Dr. Sigrid Jacobeit und Stefan Hördler

Podiumsdiskussion
mit Edzard Reuter, Rüdiger Erben, Dr. Kai Langer, Helga Welz, Stefan Hördler

978-3-940938-66-4

Ideengeschichte als politische Aufklärung
Festschrift für
Wolfgang Wippermann
zum 65. Geburtstag

Herausgegeben von
Ulrich Herbeck, Ruth Kinet, Susanne Pocai, Stefan Vogt und Bernard Wiaderny

2010

ISBN: 978-3-940938-66-4
598 Seiten
Preis: 29,90 Euro

Dienstag, 26. Januar 2010, 20.00 Uhr

Die Stiftung Topographie des Terrors, der Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften der FU Berlin und der Metropol Verlag laden
anlässlich des 65. Geburtstages von
Prof. Dr. Wolfgang Wippermann

zu einer Veranstaltung und zur Präsentation der Festschrift in den Kinosaal des Martin-Gropius-Baus ein.

Martin-Gropius-Bau Kinosaal
Niederkirchnerstr. 7
10963 Berlin
Eintritt frei

Ideengeschichte als politische Aufklärung

Vortrag:
Prof. Dr. Roger Griffin
(Oxford Brookes University):
Wolfgang Wippermanns Sonderweg durch die Faschismustheorie aus englischer Sicht
(in englischer Sprache)

Moderation:
Dr. Stefan Vogt (Ben Gurion University of the Negev, Beer-Sheva)

Laudatio:
Prof. Dr. Gerhard Baader (Freie Universität Berlin)


Vorstellung und Übergabe der Festschrift


Wolfgang Wippermann hat in seinem Werk regelmäßig Themen aufgegriffen, die von der deutschen Historiografie ignoriert oder umgangen wurden. Damit hat er die vergleichende Faschismus-, die historische Rassismus- und Antisemitismusforschung und die Analyse des rassistischen Grundcharakters des Nationalsozialismus ebenso entscheidend geprägt wie die Erforschung des Verhältnisses zwischen Deutschland und Osteuropa und die Forschung zur Politik mit der Vergangenheit. Die Festschrift ehrt mit Wolfgang Wippermann einen Historiker, dessen wissenschaftliche Arbeit immer zugleich kritische politische Intervention ist: Ideengeschichte als politische Aufklärung.

Veranstaltung

Ravensbrück:
Rückblick 2009

Freitag, 4. Dezember 2009, 18.30 Uhr

Konrad-Adenauer-Stiftung
Tiergartenstr. 35
10785 Berlin

Ravensbrück: Rückblick 2009

Begrüßung:
Dr. Insa Eschebach
, Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Vorstellung neuer Publikationen:

Liljana Heise: KZ-Aufseherinnen vor Gericht: Greta Bösel
(Peter Lang Verlag 2009)
Anette Kretzer: NS-Täterschaft und Geschlecht: Der erste britische Ravensbrück-Prozess 1946/47 in Hamburg
(Metropol Verlag 2009)
Constanze Jaiser u. a.: Von Talkshows und Wäscheleinen. Ein anderer Weg in die Gedenkstätte Ravensbrück
(Metropol Verlag 2009)

Szenische Lesung:
„Jeden Abend bellen die Hunde.“ Erinnerungen von Fürstenbergerinnen und Fürstenbergern an das KZ Ravensbrück
Gelesen von Schauspielern des Landestheaters Mecklenburg-Strelitz

Lieder aus dem Frauen-KZ Ravensbrück
Mit Magdalena Witczak (Sopran), Kathrein Allenberg (Violine), Franziska Weiss (Viola), Marika Gejrot (Violoncello)

Anschließend Empfang

Eine Veranstaltung der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück in Zusammenarbeit mit
Internationaler Freundeskreis e. V. für die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung
Kulturfeste im Land Brandenburg e. V.
Metropol Verlag, Berlin.

Buchvorstellung

978-3-938690-93-2

Heinz Schneppen
Ghettokommandant
in Riga
Eduard Roschmann

Fakten und Fiktionen

ISBN: 978-3-938690-93-2
343 Seiten, Hardcover
Preis: 24,00 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 27. Oktober 2009, 20.00 Uhr

Die Stiftung Topographie des Terrors und der Metropol Verlag
laden zur Buchpräsentation in den
Kinosaal des Martin-Gropius-Baus ein.

Ghettokommandant in Riga. Eduard Roschmann

Vortrag:
Dr. Heinz Schneppen
, Botschafter a. D., Berlin

Moderation:
Prof. Dr. Wolfgang Benz, TU Berlin


Frederick Forsyths Bestseller „Die Akte Odessa“ hat Eduard Roschmann, Ghettokommandant in Riga, weltweite Publizität verschafft. Kurz nach dem Krieg verhaftet, gelang dem „Schlächter von Riga“
1948 die Flucht über Rom nach Buenos Aires, wo er fast drei Jahrzehnte ein unauffälliges Leben führte. Von der Auslieferung bedroht, setzte er sich 1977 von Argentinien nach Paraguay ab, wo er bald darauf verstarb.
Das Leben des subalternen SS-Mannes Eduard Roschmann, eines Bürokraten und Opportunisten, eines Mannes ohne besondere Eigenschaften, ist nur von begrenztem Interesse. Dass er zum Mordpersonal von Riga gehörte, steht außer Frage. Wie seine Person zum Objekt von Spekulationen und Fiktionen werden konnte, inwieweit Zeugnisse und Zeugen, Berichte und Literatur mit der historischen Forschung in Konflikt geraten, ist Thema dieser Studie.

Heinz Schneppen war von 1960–1996 im diplomatischen Dienst der Bundesrepublik Deutschland, u. a. als Botschafter in Paraguay, tätig. Im Jahr 2007 veröffentlichte er im Metropol Verlag die Studie „Odessa und das Vierte Reich. Mythen der Zeitgeschichte“.

Lesung

978-3-940938-13-8

ISBN: 978-3-940938-13-8
196 Seiten
Preis: 14,90 Euro

>>> bestellen


Samstag, 26. September 2009, 21.00 Uhr
im Rahmen der Reihe Schöneberg liest – Geschichte(n) aus Ost und West

Café Central/Romantica
Akazienstr. 7 a
10823 Berlin

Joy Markert und Sibylle Nägele lesen aus:
Joy Markert, Das kalte Herz – die schöne Lau
Metropol Verlag 2008

www.schoeneberg-liest.de

Neuauflage

978-3-936411-61-4

2. Auflage
Oktober 2009


ISBN: 978-3-936411-61-4
240 und 112 Seiten,
Hör-CD
Preis: 24,00 Euro

>>> bestellen

Constanze Jaiser / Jacob David Pampuch (Hrsg.)

Europa im Kampf 1939–1944.

Internationale Poesie
aus dem Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück

2 Bände im Schuber
(Faksimile, Begleitband und Hör-CD mit Stimmen von Überlebenden)

Mit dem Nachdruck einer in den Jahren 1943/44 heimlich im Konzentrationslager Ravensbrück entstandenen Sammlung von Gedichten und Liedern liegt ein historisches Zeugnis von einzigartiger Konzeption und Aufmachung vor. Im Original mit Tusche geschrieben und mit Illustrationen versehen, enthält es Texte von Frauen aus elf Nationen. Die von den beiden Tschechinnen Vlasta Kladivová und Vera Hozáková als Buch angelegte Sammlung "Europa u boji 1939–1944" bietet die einmalige Gelegenheit, einen Querschnitt lyrischer Selbstäußerungen aus einem Konzentrationslager, ausgewählt von den Betroffenen selbst, vorzustellen.
Auf der Hör-CD werden die Gedichte von Überlebenden in ihrer Muttersprache vorgetragen. Der Begleitband enthält Nachdichtungen namhafter Autorinnen. Darüber hinaus informiert er über die Entstehung von Handschrift und Hör-CD, über die Dichterinnen und Sprecherinnen und liefert zum Verständnis jedes Gedichtes wichtige Hintergründe.

Neuauflage

978-3-938690-78-9

2. Auflage 2009

ISBN: 978-3-938690-78-9
144 Seiten
Preis: 16,00 Euro

>>> bestellen

Gertrud Lehmann-Waldschütz · Wolfgang Goszczak

Berichte über sowjetische Speziallager in Deutschland

Herausgegeben von Andreas Weigelt

Die Schriftstellerin Gertrud Lehmann-Waldschütz (1905–2001) aus Wünsdorf bei Berlin und der frühere Hitlerjunge Wolfgang Goszczak (1929–2006) aus Ruhland wurden 1945 durch den sowjetischen Geheimdienst verhaftet und in den Speziallagern Frankfurt (Oder), Jamlitz, Mühlberg und Buchenwald interniert.
Der Schriftstellerin wurden ihre Aktivitäten für die NS-Frauenschaft vor 1945 vorgeworfen, dem Hitlerjungen angebliche Partisanen-Tätigkeit nach der Befreiung und Besetzung Ostdeutschlands durch die Rote Armee.
Die Berichte sind zum einen Zeugnisse einer verfehlten Entnazifizierungspolitik sowie der Wirklichkeit in den sowjetischen Speziallagern. Zum anderen fragen die Autoren nach dem Verhältnis zwischen individueller Verantwortung im Nationalsozialismus und ihrer Haft in den sowjetischen Lagern. Wolfgang Goszczak wurde 1950 ohne Verurteilung entlassen, blieb in der DDR und trat später der SED bei. Gertrud Lehmann-Waldschütz wurde 1950 in den sogenannten Waldheimer Kriegsverbrecher-Prozessen zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, jedoch bereits zwei Jahre später amnestiert. Sie floh 1953 vor erneuter Verfolgung in die BRD.

Neuauflage

978-3-938690-08-6

3. Auflage 2009

ISBN: 978-3-938690-08-6
326 Seiten
Preis: 19,00 Euro

>>> bestellen

Feliks Tych · Alfons Kenkmann · Elisabeth Kohlhaas · Andreas Eberhardt (Hrsg.)

Kinder über den Holocaust

Frühe Zeugnisse 1944–1948

Unmittelbar nach Beendigung der Kriegshandlungen führten Vertreter der Jüdischen Historischen Kommission in Polen Interviews mit überlebenden Kindern durch. Die Aussagen der Mädchen und Jungen stehen noch unter dem Eindruck der Geschehnisse: Sie bezeugen zeitnah und direkt die Erfahrungen von Drangsalierung, Angst und Verfolgung. Sie berichten von mutiger Rettung ebenso wie von verweigerter Hilfe. Nur wenige Kinder hatten den Holocaust überlebt.
Mit der vorliegenden Edition erscheint eine Auswahl aus dieser einzigartigen Quellensammlung erstmals in Deutschland. In einem Kooperationsprojekt des Jüdischen Historischen Instituts in Warschau, der Universität Leipzig und Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V. konnten die Protokolle erschlossen und ausgewertet werden.

Buchvorstellung

978-3-940938-42-8

2009

ISBN: 978-3-940938-42-8
528 Seiten, Hardcover
Preis: 29,90 Euro

>>> bestellen

Dienstag, 16. Juni 2009, 20.00 Uhr

Alliierten-Museum
Clayallee 135
14195 Berlin

Wolfgang Benz
Auftrag Demokratie
Die Gründungsgeschichte der Bundesrepublik und
die Entstehung der DDR 1945–1949

ISBN: 978-3-940938-42-8
528 Seiten · Metropol Verlag, Juni 2009
Hardcover mit Fadenheftung

Vortrag:
Prof. Dr. Wolfgang Benz, TU Berlin:
Nachkriegszeit, Besatzungsherrschaft und Gründungsmythos

Anschließend werden Wochenschauen und andere Filme aus den Nachkriegsjahren gezeigt.

Buchvorstellung

978-3-940938-21-3

2008

ISBN: 978-3-940938-21-3
299 Seiten
Preis: 19,00 Euro

>>> bestellen



Donnerstag, 4. Juni 2009, 20.00 Uhr

Galerie Linda
Hein Hoyer Straße 13
20359 Hamburg

Regina Mühlhäuser · Insa Eschebach
Krieg und Geschlecht
Sexuelle Gewalt im Krieg und Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern

ISBN: 978-3-940938-21-3
299 Seiten · Metropol Verlag, Berlin 2008

mit
Dr. Insa Eschebach 
(Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück)

Regina Mühlhäuser
(Hamburger Institut für Sozialforschung)

Gaby Zipfel
(Hamburger Institut für Sozialforschung)

Moderation:
Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum
(Institut für die Geschichte der deutschen Juden)

Buchvorstellung

978-3-940938-29-9

2009

ISBN: 978-3-940938-29-9
352 Seiten
Preis: 19,00 Euro

>>> bestellen

Donnerstag, 29. Januar 2009, 19.00 Uhr

Einladung zur Buchpremiere

Bert Lewyn, 1923 geboren, hat die NS-Zeit in Berlin im Versteck überlebt. 1949 ist er in die USA ausgewandert. Wir freuen uns, ihn zur Vorstellung seines Buches in Berlin begrüßen zu können.

Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Stauffenbergstraße 13–14
Zweite Etage, Saal A
10785 Berlin-Mitte

(U und S Potsdamer Platz / Bus M 29)


Prof. Dr. Johannes Tuchel: Begrüßung und Einführung

Dr. Christian Staffa, Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e. V.: Grußwort

Barbara Schieb: Die untergetauchten Juden und ihre Helfer

Mats Ciupka: Lesung aus Bert Lewyns „Versteckt in Berlin“

Gespräch mit Bert Lewyn

Anschließend Empfang


Berlin 1943: Dagobert Lewin ist noch keine 20 Jahre alt, als er gemeinsam mit seiner frisch angetrauten Frau und deren Sohn in Berlin untertauchen muss, um der Deportation zu entgehen. Viele unbekannte „stille Helden“ helfen ihnen beim Überleben: ein Arbeitskollege aus der Fabrik, ein Alkoholiker aus Kreuzberg, ein blinder Kommunist, Zeugen Jehovas und – besonders engagiert – das katholische Ehepaar Kusitzky aus Lübars. Mit ebenso großer Klugheit wie Gewitztheit schlägt sich Dagobert mit seiner kleinen Familie durch: Er schläft in Ruinen ausgebombter Häuser, gibt sich als SS-Mann aus, erhält als angebliches „Bombenopfer“ Regierungshilfen und versucht sich als Taubenfänger in den Wäldern. Kurz vor Kriegsende scheint dennoch alles umsonst gewesen zu sein: Er, seine Frau und der Junge werden festgenommen. Doch Dagobert Lewin gelingt das Unglaubliche: Er erlebt das Ende des Krieges bei untergetauchten Freunden, direkt im Haus einer ehemaligen NSDAP-Dienststelle.

Eine Veranstaltung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand
und des Metropol Verlags

Ausstellungseröffnung
und
Buchvorstellung

Sonntag 18. Mai 2008, 11.00 Uhr

Ort:
Staatsoper Unter den Linden,
Unter den Linden 7, 10117 Berlin

Die Ausstellung ist ab 19. Mai im Centrum Judaicum zu sehen.

Hannes Heer · Jürgen Kesting · Peter Schmidt

Verstummte Stimmen
Die Vertreibung der Juden aus der Oper

ca. 144 Seiten · ca. 16,– Euro

Buchvorstellung
und
Ausstellung

Samstag, 24. Mai 2008, ab 10.00 Uhr
(Kolloquium und Ausstellung)

Ort:
Gedenkstätte und Museum Seelower Höhen,
Küstriner Str. 28a, 15306 Seelow

Olga Kurilo · Gerd-Ulrich Herrmann (Hrsg.)

Täter, Opfer, Helden
Der Zweite Weltkrieg in der weißrussischen und deutschen Erinnerung

ISBN: 978-3-938690-94-9
256 Seiten · 21,– Euro

Annalise-Wagner-Preis 2008
an Annette Leo

Der mit 2500 Euro dotierte Annalise-Wagner-Preis für Texte aus der oder über die Region Mecklenburg-Strelitz bzw. das historische Stargarder Land geht im Jahr 2008 an die Berliner Historikerin und Publizistin Dr. Annette Leo für ihre Publikation „Das ist so’n zweischneidiges Schwert hier unser KZ…“ : Der Fürstenberger Alltag und das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück (Metropol-Verlag 2007, ISBN: 978-3-938690-61-1, 16,– €).
 
Aus 59 Bewerbungen und Vorschlägen wählte die Neubrandenburger Stiftung einstimmig diesen dokumentarisch-publizistischen Text aus, der Zeitzeugen-Erinnerungen von Bürgern aus der ehemals mecklenburg-strelitzschen Stadt Fürstenberg (heute Bundesland Brandenburg) an das unmittelbar benachbarte Frauenkonzentrationslager Ravensbrück zu einem widersprüchlichen Bild zusammenfügt.

Die Jury des Annalise-Wagner-Preises 2008 beeindruckte, mit welcher Sensibilität Annette Leo erkundet, wie Fürstenberger der Geburtsjahrgänge 1913 bis 1933 erlebt und verarbeitet haben, was zwischen 1939 und 1945 im KZ Ravensbrück geschah, was danach unter sowjetischer Besetzung passierte und wie sie heute darüber denken.
 
Die Darstellung von Brüchen und Widersprüchen in Geschichte und Erinnerungsprozessen ist für die Jury Beispiel für einen neuen Ansatz des Gedenkens in einer veränderten Geschichtskultur, der weniger in Schwarz-Weiß-Kategorien als in Widersprüchlichkeiten argumentiert, ohne nationalsozialistische und kommunistische Diktatur gleichzusetzen oder NS-Verbrechen zu verharmlosen.
 
Annette Leos stilistisch virtuos gehandhabte Interview- und Kommentartechnik, ihre dichte Erzählung und ihr leiser Ton tragen wesentlich dazu bei, dass dieser Text eine „aktive Haltung des Erinnerns“ fördert, dass er Fragen auslöst nach Komplexität und Widersprüchlichkeit historischer Prozesse, nach individuellen und gesellschaftlichen Erinnerungsprozessen, nach der Gefährlichkeit aktueller rechtsextremer Bestrebungen, vor allem aber nach Vergleichbarkeit heutiger individueller Entscheidungssituationen und nach persönlicher  Verantwortung.
 
Deshalb gehört Annette Leos Arbeit im Sinne Annalise Wagners (1903 – 1986), der Stifterin des Annalise-Wagner-Preises, zu den Texten mit ganz besonderem Wert für das „Gedächtnis der Region“.
 
Die festliche Verleihung des Annalise-Wagner-Preises 2008 wird am
21. Juni 2008 um 15 Uhr
im Rathaus der Stadt Neustrelitz stattfinden
.

Neuerscheinungen

2010/2011

Gesamtverzeichnis

Home