Jüdische Geschichte & Kultur – das neue Magazin des Simon-Dubnow-Instituts

Das Magazin eröffnet Einblicke in die Vielfalt jüdischer Lebenswelten von der Moderne bis zur Gegenwart. Jede Ausgabe widmet sich einem Themenschwerpunkt, der aktuelle Fragen aufgreift, grundlegende Zusammenhänge darstellt und konträre Perspektiven diskutiert. Weitere Aspekte des Gegenstandes werden in den Rubriken Position, Kritik und Archiv behandelt. Die erste Ausgabe stellt die Russische Doppelrevolution im Februar und Oktober 1917 und die Folgen dieses Schlüsselereignisses in der modernen jüdischen Geschichte ins Zentrum. Jüdische Geschichte & Kultur erscheint einmal jährlich, Preis 14,00 €.

Philipp Dinkelaker, Das Sammellager in der Berliner Synagoge Levetzowstraße 1941/42 

Die Berliner Gestapo richtete im Oktober 1941 in der damals zweitgrößten Synagoge Berlins das Sammellager Levetzowstraße ein. Es diente dem NS-Regime bis Herbst 1942 als temporärer Haftort zur Vorbereitung der Deportation von ca. 20 000 antisemitisch verfolgten Menschen in Ghettos und KZ. Die Studie schildert die Abläufe im Lager, die Leiden der Opfer, ihre Widerstandsstrategien, aber auch die Handlungsräume und Motivationen der Täter. Ein besonderes Augenmerk gilt der Beschreibung und Analyse der Wahrnehmbarkeit der Vorgänge um das Sammellager sowie der Rolle der Berliner Bevölkerung. Das Schlusskapitel befasst sich mit der Nachkriegsgeschichte des Ortes und der gescheiterten justiziellen Aufarbeitung.

Björn Weigel, Vom deutschen zum „arischen“ Theater

Berlin hatte bis 1933 mit Abstand die meisten privatwirtschaftlich geführten Theater Deutschlands. Viele der bedeutendsten Bühnenleiter waren Juden, doch schon im Sommer 1933 amtierte kein einziger mehr. Die Studie geht der Frage nach, wie die Nationalsozialisten die Theaterleiter aus den Häusern verdrängten, ohne an den privatwirtschaftlichen Unternehmensstrukturen zu rütteln.
Die Betrachtung der wirtschaftlichen und politischen Hintergründe zeigt auch, wie der Primat ideologischer Zielsetzungen des NS-Regimes mit wirtschaftlichen Interessen in Einklang gebracht werden konnte, um aus deutschen Renommier-Bühnen ein „arisches“ Theater zu schaffen.

Mario Wenzel, Arbeitszwang und Judenmord

Arbeitslager für Juden waren ein Spezifikum der NS-Besatzungsherrschaft in Osteuropa. Schätzungsweise 900 bis 1000 Lager dieses Typus sind zwischen 1939 und 1944 allein in den okkupierten polnischen und sowjetischen Gebieten errichtet worden. In seiner Studie konzentriert sich Mario Wenzel auf den südwestlichen Distrikt Krakau des Generalgouvernements – eine Region, die von der Holocaustforschung bisher wenig Beachtung gefunden hat. Der Autor zeigt, dass die Arbeitslager für Juden integraler Bestandteil der gesamten Judenverfolgung im besetzten Polen waren, sowohl in der Phase der „Judenpolitik“ bis Anfang 1942 als auch in der Phase der physischen Vernichtung. Die sich verändernde Verfolgungspraxis spiegelte sich in den Unterstellungsverhältnissen und im äußeren Aufbau der Lager, in den Arbeits- und Lebensbedingungen der Insassen, den Einfluss- und Betreuungsmöglichkeiten jüdischer Institutionen und in der Funktion der Lager.

Peter Jahn / Florian Wieler / Daniel Ziemer (Hrsg.) Der deutsche Krieg um „Lebensraum im Osten“ 1939–1945

Herausgegeben im Auftrag der Initiative Gedenkort für die Opfer der NS-Lebensraumpolitik

Das Schicksal der in der NS-Ideologie als „rassisch minderwertig“ diffamierten „Slawen“, die dem nationalsozialistischen Vernichtungskrieg zum Opfer fielen, wird im kollektiven Gedächtnis der Deutschen bis heute nur am Rande wahrgenommen. Sieben Beiträge ausgewiesener Historiker und ein Dokumentenanhang informieren über diesen Komplex nationalsozialistischer Verbrechen, über die Millionen Opfer und über die jahrzehntelang verweigerte Erinnerung in der deutschen Öffentlichkeit.

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Raimo Alsen, Angelika Königseder (Hrsg.)

Das KZ im Dorf

Geschichte und Nachgeschichte des Außenlagers Ladelund
19.00 
Raimo Alsen, Angelika Königseder (Hrsg.)

Das KZ im Dorf

Geschichte und Nachgeschichte des Außenlagers Ladelund
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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

65. Jg., Heft 11 (2017)
13.00 

Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

65. Jg., Heft 11 (2017)
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Ingo Wille

Transport in den Tod

Von Hamburg-Langenhorn in die Tötungsanstalt Brandenburg Lebensbilder von 136 jüdischen Patientinnen und Patienten
29.90 
Ingo Wille

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Uwe Kaminsky

„Keilförmig“

Das Diakonissenhaus Berlin Teltow und die Betroffenen der Zwangssterilisation im Nationalsozialismus
19.00 
Uwe Kaminsky

„Keilförmig“

Das Diakonissenhaus Berlin Teltow und die Betroffenen der Zwangssterilisation im Nationalsozialismus
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Stefan Heinz, Siegfried Mielke

Eisenbahngewerkschafter im NS-Staat

Verfolgung – Widerstand – Emigration (1933–1945)
36.00 
Stefan Heinz, Siegfried Mielke

Eisenbahngewerkschafter im NS-Staat

Verfolgung – Widerstand – Emigration (1933–1945)
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Rudolph Cover
Katrin Rudolph

Hilfe beim Sprung ins Nichts

Franz Kaufmann und die Rettung von Juden und „nichtarischen“ Christen
19.00 
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Philipp Dinkelaker

Das Sammellager in der Berliner Synagoge Levetzowstraße 1941/42

19.00 
Philipp Dinkelaker

Das Sammellager in der Berliner Synagoge Levetzowstraße 1941/42

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

65. Jg., Heft 10 (2017)
13.00 

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65. Jg., Heft 10 (2017)
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Bjoern Weigel

Vom deutschen zum „arischen“ Theater

Die Verdrängung jüdischer Theaterunternehmer in Berlin in der NS-Zeit
24.00 
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Anne-Kathrin Steinmetz

Landeskultur, Stadtökologie und Umweltschutz

Die Bedeutung von Natur und Umwelt 1970 bis 1989. Eine deutsch-deutsche Betrachtung
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Maria Borowski

Parallelwelten: Lesbisch-schwules Leben in der frühen DDR

19.00 
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Mario Wenzel

Arbeitszwang und Judenmord

Die Arbeitslager für Juden im Distrikt Krakau des Generalgouvernements 1939–1944
24.00 
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