Marianne Bechhaus-Gerst/Joachim Zeller (Hrsg.), Deutschland postkolonial?

Der Umgang mit der Kolonialgeschichte unterliegt derzeit einem Wandel. Dass auch Deutschland zu den postkolonialen Gesellschaften zählt, ist kaum in das Bewusstsein der Menschen und das Handeln der Politik vorgedrungen. Der Sammelband zieht Bilanz und will die Auseinandersetzung um eine Dekolonisierung globaler wie lokaler Machtverhältnisse und eine Dekolonialisierung der Wissens- und Deutungsmacht des »Westens« anregen. Die Debatten um den Völkermord an den Herero und Nama oder koloniale Beutekunst im geplanten Humboldt Forum in Berlin richten den Fokus auf eine Vergangenheit, die nicht vergehen will.

Horst Seferens (Hrsg.), Schwierige Nachbarschaft?

2016 fand anlässlich der 800-Jahr-Feier der Stadt Oranienburg in der Gedenkstätte Sachsenhausen eine Tagung statt, deren Beiträge nach dem Verhältnis von Konzentrationslagern zu den Städten und Gemeinden, auf deren Territorium sie sich befanden, sowie zu den Einwohnern als Nachbarn der KZ fragte. Erörtert wurden die NS-Zeit, die Nachnutzung der Lager und die Gründung von Gedenkstätten, aber auch das heutige Verhältnis zwischen Kommunen und Gedenkstätten.

Susanne Beer, Die Banalität des Guten

Zwischen 1941 und 1945 entschlossen sich schätzungsweise einige Zehntausend Deutsche, jüdische Verfolgte bei der Flucht vor der Deportation zu unterstützen. Die Studie vollzieht Schritt für Schritt nach, wie sich die Praxis der Hilfe entfaltete. Mitunter waren es recht banale Umstände, die den Prozess in Gang brachten. Zugleich treten Widersprüche im Verhalten der Helfenden zutage, die unsere Vorstellungen vom Wesen des Guten ins Wanken bringen.

Wolfgang Benz, Gewalt im November 1938. Die „Reichskristallnacht“ – Initial zum Holocaust

Mit der „Reichskristallnacht“ begann offene Gewalt gegen Juden, staatlich inszeniert, ausgeübt nicht nur von fanatischen Nationalsozialisten, sondern auch von Menschen, die zuvor freundliche Nachbarn und friedliche Mitbürger waren. Die Gewalt im November 1938 – Brandstiftung gegen Synagogen, Plünderung und öffentliche Misshandlung der Juden – war ein Rückfall in finstere Barbarei. Ihr folgten die Beraubung und Entrechtung der Juden durch die Regierung, die NSDAP und eine willfährige Bürokratie, Anfang 1939 war die wirtschaftliche und öffentliche Existenz der deutschen Juden zerstört. Ghettoisierung in „Judenhäusern“, Reglementierung des Alltags, Zwangsarbeit und schließlich völliger Rechtlosigkeit folgten das Verbot der Auswanderung, die Kennzeichnung mit dem „Judenstern“, die Deportation in Ghettos und Vernichtungsstätten im Osten und der organisierte systematische Judenmord. Die „Reichskristallnacht“ war der Auftakt zum Holocaust.

Martin Clemens Winter, Gewalt und Erinnerung im ländlichen Raum. Die deutsche Bevölkerung und die Todesmärsche

Die Todesmärsche aus den Konzentrationslagern kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren das letzte nationalsozialistische Gesellschaftsverbrechen. Martin Clemens Winter stellt die Rolle der deutschen Bevölkerung bei den Räumungstransporten in den Mittelpunkt seiner Studie, die sich auf zahlreiche neu erschlossene Quellen aus internationalen Archiven stützt. Dabei untersucht er nicht nur den ländlichen Raum, die maßgeblichen Akteure und typische Situationen während der Todesmärsche, sondern auch die Nachgeschichte dieser Massenverbrechen vor der Haustür: die juristische Ahndung durch alliierte und deutsche Behörden, die Suche nach den Opfern sowie Formen der Erinnerung in der DDR und in der Bundesrepublik.

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Stefanie Schüler-Springorum (Hrsg.)

Stefanie Schüler-Springorum (Hrsg.), Jahrbuch für Antisemitismusforschung 27 (2018)

21.00 
Stefanie Schüler-Springorum (Hrsg.)

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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

66. Jg., Heft 12 (2018)
13.00 

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66. Jg., Heft 12 (2018)
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Detlef Lehnert (Hrsg.)

Wahl- und Stimmrechtskonflikte in Europa

Ursprünge – Neugestaltungen – Problemfelder
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Marianne Bechhaus-Gerst/Joachim Zeller (Hrsg.)

Deutschland postkolonial?

Die Gegenwart der imperialen Vergangenheit
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Marianne Bechhaus-Gerst/Joachim Zeller (Hrsg.)

Deutschland postkolonial?

Die Gegenwart der imperialen Vergangenheit
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Susanne Urban

„Mein einziges Dokument ist die Nummer auf der Hand …“

Aussagen Überlebender der NS-Verfolgung im International Tracing Service
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Andreas Weigelt

Vorwurf: Aktiver Nazi, Werwolf oder Agent

Die Verhaftungspraxis sowjetischer Geheimdienste in und um Bad Freienwalde 1945–1955
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Wolfgang Benz (Hrsg.)

Antisemitismus in der DDR

Manifestationen und Folgen des Feindbildes Israel
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Franziska Jahn

Das KZ Riga-Kaiserwald und seine Außenlager 1943–1944

Strukturen und Entwicklungen
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Ewald Ochel

„Was die nächste Zeit bringen wird, sind Kämpfe.“

Erinnerungen eines Revolutionärs (1914–1921)
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Ewald Ochel

„Was die nächste Zeit bringen wird, sind Kämpfe.“

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Barbara Schäfer

Israel unter den Völkern

Zum Ende des Zionismus
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Francesco Fausto Nitti

Pferde: 8 – Personen: 70

Von Südfrankreich nach Dachau. Ein zeitgenössischer Bericht über den „Geisterzug“ 1944
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Von Südfrankreich nach Dachau. Ein zeitgenössischer Bericht über den „Geisterzug“ 1944
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Kurt Eisner

Arbeiter-Feuilleton

Band 3: 1914–1917
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