Horst Seferens (Hrsg.), Schwierige Nachbarschaft?

2016 fand anlässlich der 800-Jahr-Feier der Stadt Oranienburg in der Gedenkstätte Sachsenhausen eine Tagung statt, deren Beiträge nach dem Verhältnis von Konzentrationslagern zu den Städten und Gemeinden, auf deren Territorium sie sich befanden, sowie zu den Einwohnern als Nachbarn der KZ fragte. Erörtert wurden die NS-Zeit, die Nachnutzung der Lager und die Gründung von Gedenkstätten, aber auch das heutige Verhältnis zwischen Kommunen und Gedenkstätten.

Susanne Beer, Die Banalität des Guten

Zwischen 1941 und 1945 entschlossen sich schätzungsweise einige Zehntausend Deutsche, jüdische Verfolgte bei der Flucht vor der Deportation zu unterstützen. Die Studie vollzieht Schritt für Schritt nach, wie sich die Praxis der Hilfe entfaltete. Mitunter waren es recht banale Umstände, die den Prozess in Gang brachten. Zugleich treten Widersprüche im Verhalten der Helfenden zutage, die unsere Vorstellungen vom Wesen des Guten ins Wanken bringen.

Wolfgang Benz, Gewalt im November 1938. Die „Reichskristallnacht“ – Initial zum Holocaust

Mit der „Reichskristallnacht“ begann offene Gewalt gegen Juden, staatlich inszeniert, ausgeübt nicht nur von fanatischen Nationalsozialisten, sondern auch von Menschen, die zuvor freundliche Nachbarn und friedliche Mitbürger waren. Die Gewalt im November 1938 – Brandstiftung gegen Synagogen, Plünderung und öffentliche Misshandlung der Juden – war ein Rückfall in finstere Barbarei. Ihr folgten die Beraubung und Entrechtung der Juden durch die Regierung, die NSDAP und eine willfährige Bürokratie, Anfang 1939 war die wirtschaftliche und öffentliche Existenz der deutschen Juden zerstört. Ghettoisierung in „Judenhäusern“, Reglementierung des Alltags, Zwangsarbeit und schließlich völliger Rechtlosigkeit folgten das Verbot der Auswanderung, die Kennzeichnung mit dem „Judenstern“, die Deportation in Ghettos und Vernichtungsstätten im Osten und der organisierte systematische Judenmord. Die „Reichskristallnacht“ war der Auftakt zum Holocaust.

Ausgewiesen! Berlin, 28. 10. 1938. Die Geschichte der „Polenaktion“

Herausgegeben von Alina Bothe und Gertrud Pickhan unter Mitarbeit von Christine Meibeck

„Polnische Juden unter Einsatz von Schusswaffen über die Grenze gezwungen“, so fasste die englische Presse am 30. Oktober 1938 Ereignisse des vorangegangenen Wochenendes in Deutschland zusammen. Während der ersten Massendeportation im Nationalsozialismus wurden mehr als 17 000 Jüdinnen und Juden polnischer Staatsangehörigkeit binnen weniger Stunden gewaltsam aus dem Deutschen Reich nach Polen verschleppt. Heute ist die „Polenaktion“, eine bis dahin beispiellose Verfolgungsmaßnahme, weitgehend in Vergessenheit geraten. Der Band zeichnet die Lebenswege von 15 Berliner Familien nach. Essays erläutern den historischen Hintergrund.

Martin Clemens Winter, Gewalt und Erinnerung im ländlichen Raum. Die deutsche Bevölkerung und die Todesmärsche

Die Todesmärsche aus den Konzentrationslagern kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren das letzte nationalsozialistische Gesellschaftsverbrechen. Martin Clemens Winter stellt die Rolle der deutschen Bevölkerung bei den Räumungstransporten in den Mittelpunkt seiner Studie, die sich auf zahlreiche neu erschlossene Quellen aus internationalen Archiven stützt. Dabei untersucht er nicht nur den ländlichen Raum, die maßgeblichen Akteure und typische Situationen während der Todesmärsche, sondern auch die Nachgeschichte dieser Massenverbrechen vor der Haustür: die juristische Ahndung durch alliierte und deutsche Behörden, die Suche nach den Opfern sowie Formen der Erinnerung in der DDR und in der Bundesrepublik.

Kerstin Hofmann, „Ein Versuch nur – immerhin ein Versuch“. Die Zentrale Stelle in Ludwigsburg unter der Leitung von Erwin Schüle und Adalbert Rückerl (1958–1984)

Die Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg befasst sich seit ihrer Gründung 1958 mit dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte. Sie diente in den vergangenen Jahrzehnten in Politik, Justiz und Gesellschaft immer wieder als Projektionsfläche der bundesdeutschen Erinnerungsdebatte. Den Grundstein für die noch immer aktive Ermittlungsbehörde legten die ersten beiden Dienststellenleiter, Erwin Schüle (1913–1993) und Adalbert Rückerl (1925– 1986). Erstmals werden ihre untrennbar mit der Zentralen Stelle verbundenen Lebenswege und ihre Verdienste für die strafrechtliche Aufklärung von NS-Verbrechen umfassend dargestellt.

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Barbara Schäfer

Israel unter den Völkern

Zum Ende des Zionismus
22.00 
Barbara Schäfer

Israel unter den Völkern

Zum Ende des Zionismus
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Francesco Fausto Nitti

Pferde: 8 – Personen: 70

Von Südfrankreich nach Dachau. Ein zeitgenössischer Bericht über den „Geisterzug“ 1944
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Francesco Fausto Nitti

Pferde: 8 – Personen: 70

Von Südfrankreich nach Dachau. Ein zeitgenössischer Bericht über den „Geisterzug“ 1944
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Horst Seferens (Hrsg.)

Schwierige Nachbarschaft?

Das Verhältnis deutscher Städte zu „ihren“ Konzentrationslagern vor und nach 1945
19.00 
Horst Seferens (Hrsg.)

Schwierige Nachbarschaft?

Das Verhältnis deutscher Städte zu „ihren“ Konzentrationslagern vor und nach 1945
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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

66. Jg., Heft 11 (2018)
13.00 

Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

66. Jg., Heft 11 (2018)
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Kurt Eisner

Arbeiter-Feuilleton

Band 3: 1914–1917
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Kurt Eisner

Arbeiter-Feuilleton

Band 3: 1914–1917
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Kurt Eisner

Arbeiter-Feuilleton

Band 2: 1912–1913
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Kurt Eisner

Arbeiter-Feuilleton

Band 2: 1912–1913
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Inge Deutschkron

Auschwitz war nur ein Wort

Berichte über den Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963–1965
24.00 
Inge Deutschkron

Auschwitz war nur ein Wort

Berichte über den Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963–1965
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Wolfgang Benz

Gewalt im November 1938

Die „Reichskristallnacht“ – Initial zum Holocaust
19.00 
Wolfgang Benz

Gewalt im November 1938

Die „Reichskristallnacht“ – Initial zum Holocaust
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Susanne Beer

Die Banalität des Guten

Hilfeleistungen für jüdische Verfolgte 1941–1945
24.00 
Susanne Beer

Die Banalität des Guten

Hilfeleistungen für jüdische Verfolgte 1941–1945
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Ausgewiesen! Berlin, 28. 10. 1938

Die Geschichte der „Polenaktion“
20.00 

Ausgewiesen! Berlin, 28. 10. 1938

Die Geschichte der „Polenaktion“
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Günter Morsch (ed.), Yvonne Dörschel (Support)

The Concentration Camp SS 1936–1945: Division of Labour among the Perpetrators in Sachsenhausen Concentration Camp

An exhibition at the historical site
24.00 
Günter Morsch (ed.), Yvonne Dörschel (Support)

The Concentration Camp SS 1936–1945: Division of Labour among the Perpetrators in Sachsenhausen Concentration Camp

An exhibition at the historical site
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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

66. Jg., Heft 10 (2018)
13.00 

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